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Düsseldorfer verlieren Spiel in Kiel und Runningback Jeremiaha Gates

Während in Düsseldorf am Samstag endlich der Sommer zurückgekehrt war, sind die Panther im strömenden Regen an der Ostsee baden gegangen. Mit dem 0:63 (0:21, 0:35, 0:7, 0:0) kassierte das Schlusslicht der German Football League bei den Kiel Baltic Hurricanes seine elfte und mit Abstand höchste Saison-Niederlage und blieb vor 1.834 Zuschauern im Kilia Stadion auch erstmals in dieser Spielzeit ohne einen Punkt.
Ebenso schmerzhaft wie die Pleite gegen die Canes, die sich mit ihrem siebten Erfolg des Jahres vorzeitig den Einzug in die Play-offs sicherten, war für die Düsseldorfer der Verlust von Jeremiaha Gates. Der US-amerikanische Runningback schied Mitte des zweiten Viertels mit einer Verletzung des rechten Knies aus und wird seinem Team wohl auch in den kommenden Wochen fehlen. Allerdings: Gegen die befürchtet starke Defense und den explosiven Angriff der Kieler, die immer wieder mit big plays punkteten, wären die Gäste auch mit Gates chancenlos gewesen.
So benötigte die Nordlichter im ersten Viertel nur insgesamt elf Spielzüge für ihre drei Touchdowns. Und im zweiten Quarter entfachten die Hausherren gegen die völlig überforderte Düsseldorfer Defense in gerade 122 Sekunden Ballbesitz ein Offense-Feuerwerk mit vier Touchdowns, das zwischenzeitlich durch eine Interception-Return zum fünften Touchdown gekrönt wurde. Nach der 56:0-Führung zur Pause schalteten die Kieler einen Gang zurück und erhöhten nur noch durch den vierten Touchdown ihres US-Runningbacks Chris McClendon. „Ich bin sehr stolz auf die Jungs. Wir hatten eine sehr gute Trainingswoche und das überträgt sich auf das Spiel“, freute sich Hurricanes- Head Coach Marcus Herford.
Sein Gegenüber Michael Wevelsiep fand angesichts von fünf Ballverlusten des Angriffs und der deutlichen Niederlage lediglich den Kampfgeist seines an die Ostsee gereisten Mini-Kaders und die Vorstellung der bisherigen U19-Akteure ermutigend. „Die Integration der Jungen läuft immer besser. Auch wenn wir gegen eine solchen Gegner keinerlei Chance haben, sieht man doch die Fortschritte, die wir machen.“ Mit Samuel Ziebarth, Fabian Scheuschner, Waheed Bhikh und Jeton Novoberdalija, dem die einzige Interception eines ‚Canes-Passes gelang, gehörten vier der Jung-Panther zu den auffälligsten Abwehr-Akteuren.
Was die Entwicklung der Düsseldorfer Nachwuchs-Spieler sicher noch weiter positiv beeinflussen wird: Seit der vergangenen Woche unterstützt Ex-GFL-Linebacker und Rhein-Fire-Profi Anthony Doghmi als weiterer Coach seinen alten Verein.
Kiel Baltic Hurricanes – Düsseldorf Panther 63:0 (21:0, 35:0, 7:0, 0:0)
1.834 Zuschauer im Kilia-Stadion
7:0 Chris McClendon, 66-Yard-Lauf, PAT Florian Dannehl; 043 Minuten gespielt;
14:0 Paul Häberlein, 39-Yard-Lauf, PAT Florian Dannehl; 7:30;
21:0 Chris McClendon, 6-Yard-Lauf, PAT Florian Dannehl; 11:59;
28:0 Chris McClendon, 41-Yard-Pass von Logan Schrader, PAT Florian Dannehl; 13:49;
35:0 Brandon LeBeau, 50-Yard-Interception-Return, PAT Florian Dannehl; 16:21;
42:0 Valentin Godo, 49-Yard-Pass von Logan Schrader, PAT Florian Dannehl; 16:58;
49:0 Xavier Mitchell, 27-Yard-Pass von Logan Schrader, PAT Florian Dannehl; 21:33
56:0 Lukas Rehder, 28-Yard-Pass von Logan Schrader, PAT Florian Dannehl; 23:48
63:0 Chris McClendon, 43-Yard-Lauf, PAT Florian Dannehl; 29:58
Jürgen Nitsch - Düsseldorf Panther
Die Lübeck Cougars und Head Coach Willie J. Robinson werden in Zukunft getrennte Wege gehen. Darauf verständigten sich die Clubführung und der 38-jährige US-Amerikaner nach vier gemeinsamen Jahren. Robinson wird die "Berglöwen" dennoch in die letzten vier Saisonspiele führen.

"Wir bedanken uns bei Coach Rob für seine Arbeit, die er hier in Lübeck geleistet hat. Er hat die Mannschaft in einer schweren Zeit übernommen und sie wieder zu einem Top-Team der Liga gemacht", sagt Cougars-Chef Torsten Schwinge. Das in diesem Jahr angepeilte Ziel Meisterschaft nebst GFL-Aufstieg wurde allerdings verpasst. "Dieses Fenster war in 2016 auf und würde sich in dieser Konstellation nicht wieder öffnen - da sind sich beide Parteien einig", so Schwinge weiter.
Robinson selbst betont: "Es war eine großartige Zeit und wir haben so viel erreicht in den vergangenen Jahren. Und dennoch weiß ich als Profi-Trainer, dass die Zeit, ein Team zu führen, ein Ablaufdatum hat. Ich kann der Stadt Lübeck und dem Club nicht genug danken, für alles was sie für mich getan haben."
Robinson übernahm das Team 2013 nachdem die Cougars aus der GFL abgestiegen waren. Nach Platz fünf im ersten Jahr führte er die "Berglöwen" in den beiden folgenden Spielzeiten jeweils zur Vizemeisterschaft. 2016 liegt die Mannschaft nach zehn Spieltagen mit fünf Siegen und fünf Niederlagen auf Rang fünf. Robinson hat in 52 Spielen als Cheftrainer 29 Siege geholt und ist damit der zweiterfolgreichste Head Coach in der Clubgeschichte der Cougars.
Jan Wulf - Lübeck Cougars
Der Meisterschaftszug ist abgefahren, auch das Abstiegsgespenst ist längst vertrieben - und dennoch geht es sowohl für die Lübeck Cougars als auch für die Potsdam Royals in den letzten vier Saisonspielen noch um etwas ganz Wichtiges: Mit einem starken Saison-Finish wollen die Mannschaften sich zumindest mit einem guten Gefühl in die immer näher kommende Winterpause verabschieden. Das vorletzte Heimspiel am Buniamshof steigt Samstag um 17.30 Uhr.

Die Ausgangslage
Die Royals liegen mit sechs Siegen und vier Niederlagen vor den punktgleichen Bonn Gamecocks auf Platz drei, die Cougars mit fünf Erfolgen und fünf Pleiten auf Rang fünf. Wollen die "Berglöwen" sich Platz drei noch erobern, muss ein Sieg her, ansonsten ist auch diese Ziel passe, zumal das Hinspiel mit 17:27 verloren wurde.
Der Gegner
Angeführt wird die Mannschaft von US-Quarterback Zachary Shawn, außerdem verstärken seine Landsleute Braylon Webb (Linebacker), Demetrius Steed (Safety) und Derek Elliot (Runninback) die "Königlichen". Elliot kehrte nach einer Knieverletzung vor einer Woche zurück ins Team, konnte die 13:16-Niederlage seiner Mannschaft gegen Spitzenreiter Köln allerdings auch nicht verhindern. Elliot ist mit 179 erlaufenen Yards pro Spiel der beste Rusher der Liga, seine 14 Touchdowns in nur sieben Spielen immer noch Bestwert aller Runningbacks. Der zweitbeste Laufangriff der Liga (Potsdam) gegen die zweitbeste Laufabwehr (Lübeck) ist mit Sicherheit das Schlüsselduell des Spieltages.
Die Statistik
Dreimal trafen beide Mannschaften bisher aufeinander. Zweimal siegten die Royals, einmal die Cougars.
Cougars-Personal
In der Offense fehlen Simon Slenczek, Finn Sommerfeld und Thies Waldow, in der Defense fehlt Linebacker Jonas Tykfer. Dafür kehren mit Maximilian Johst, Sascha Hamp, Dennis Hahn, Danny Wigger und Markus Sonntag gleich fünf Spieler in den Kader zurück, die in der Vorwoche gegen Essen noch gefehlt haben.
Das sagt der Coach
Head Coach Willie J. Robinson: "In jedem Spiel der restlichen Saison geht es jetzt darum, welche Mannschaft den Sieg mehr will. Zu diesem Zeitpunkt des Jahres spielt jedes Team um seine Zukunft. Für die Mannschaft ist es eine tolle Gelegenheit, durch starke Leistungen mit einem guten Gefühl in die Offseason zu gehen. Die jungen Spieler können jetzt beweisen, dass mit ihnen in Zukunft zu rechnen sein wird und dass die Trainer ihnen vertrauen können. Wir wollen uns für die Hinspielniederlage revanchieren und müssen weiter versuchen, unsere Fehler zu minimieren."
Jan Wulf - Lübeck Cougars
Ein Sieg würde für eine gute Ausgangsposition bei den letzten Spielen sorgen

Die Ausgangslage für die „Men In Blue“ ist im Heimspiel am Samstag um 17 Uhr im Sportpark „Am Hallo“ gegen die Bielefeld Bulldogs klar: „Nur der Sieg zählt“.
Die Assindia Cardinals haben es am Samstag selber in der Hand, für eine optimale Ausgangsposition im Kampf um den Klassenhalt vor den letzten zwei Spielen zu sorgen. Derzeit rangieren die Bulldogs mit einem Spiel weniger vor den Cardinals auf dem rettenden sechsten Rang. Die Cardinals können sich mit einem Sieg vor die Gäste schieben.
Nachdem dem schleppenden Start in die Saison, sind die Cardinals immer stabiler geworden und haben sich die Chance erarbeitet, selber für den Klassenerhalt zu sorgen. Ein Sieg gegen den direkten Konkurrenten aus Bielefeld ist allerdings Pflicht. Es wäre ein wichtiger Schritt, eine mögliche Vorentscheidung, aber es müssen noch von allen Teams Spiele absolviert werden. Dabei haben sowohl Ritterhude, aber auch Bielefeld ein richtig anspruchsvolles Restprogramm vor der Brust. Für beide geht es noch gegen die Cologne Crocodiles und Bielefeld hat auch noch die Paderborn Dolphins zu Gast. Allerdings treffen sie auch noch auf Lübeck. Die Cardinals haben im Restprogramm die zwei Auswärtsspiele in Bonn und Potsdam. Ein Sieg mit direktem Vergleich (plus 22 Punkte) wäre für die Cardinals also die optimale Ausbeute. Keine leichte Aufgabe, aber die „Men In Blue“ sind bereit. Es waren unter der Woche konzentrierte Einheiten, der Fokus lag gezielt auf das Spiel am Samstag.
Die Bulldogs mit einer Niederlage zurück nach Bielefeld schicken, nichts anderes ist das Ziel der Assindia Cardinals. Die „Men In Blue“ wollen allen zeigen, dass man besser ist, als es die Tabelle derzeit aussagt. Dabei setzt man auch auf die tollen Fans, auf eine volle und lautstarke Tribüne.
Kick-off, welcher symbolisch von Oberbürgermeister Thomas Kufen ausgeführt wird, ist am Samstag um 17 Uhr. Dann zählt, vor hoffentlich vielen Fans in diesem wichtigen Spiel, nur noch ein Sieg der Assindia Cardinals.
Nächster „Gameday“ der Assindia Cardinals:
Assindia Cardinals - Bielefeld Bulldogs
Samstag - 13.August 2016 Kick-off 17 Uhr
Dirk Unverferth - Essen Assindia Cardinals
Ostwestfalen müssen besser auf die Defensive der Bonn Gamecocks reagieren.

Es dauerte bis in die letzten Sekunden hinein, erst dann konnten die Paderborn Dolphins das Hinspiel gegen die Bonn Gamecocks für sich entscheiden. Die Gamecocks hatten bis dahin den Paderborn Dolphins ordentlich Paroli geboten und die Angriffsreihe ordentlich unter Druck gesetzt. Eine Situation, die für die Dolphins ungewohnt war, denn bis zu diesem Auswärtsspiel konnten die Dolphins immer aus einer sicheren Führung heraus das Spiel gestalten.
Das Hinspiel war für den Paderborner Head Coach und alle Dolphins Fans die reinste Zitterpartie! Erst kurz vor dem Schlusspfiff erlief Receiver Cameron Richmond den entscheidenden Touchdown, nachdem Ethan Haller seinen US-Receiver auf der Außenbahn mit einem Pass versorgt hatte. Eine Situation, die Head Coach Weber nah an den Rand der Verzweiflung gebracht hatte. Im Rückspiel soll nicht nur früher gezeigt werden, dass die Gamecocks gestoppt werden können, sondern soll vor allem die Heimserie halten.
Eine ausgeglichene Partie erwartet Head Coach Weber trotzdem gegen die Bonn Gamecocks. Die Gäste aus Bonn sind besonders stark in der Passverteidigung und haben ebenfalls eine gute und druckvolle Defensiv-Linie. „Eine Verteidigung, die uns nicht sonderlich gut liegt“, beschreibt Head Coach Weber die Ausgangssituation. Damit spielt Weber auf die Passstärke der Dolphins an. Das Team aus Ostwestfalen konnte in der laufenden Saison viele Yards durch Pässe gut machen. Die Gamecocks hingegen sind gegen diese Art von Spielweise gut aufgestellt.
Eine Erfahrung, die die Dolphins schon in Bonn machen mussten. Die Gamecocks setzten die Dolphins Angriffsreihe stark unter Druck. „Wir sind dann schnell unsicher geworden und neigten zu einfachen Fehlern“, so Weber weiter. Hinzu kam, dass die Defensive nicht den besten Tag erwischt hatte und sich erst spät im Spiel durchsetzen konnte. Weber ist sich aber sicher, dass die Mannschaft verstanden hat, dass es gegen die Gamecocks ein ernstzunehmendes Spiel ist.
Einen Spieler der Gamecocks müssen die Dolphins im Augen behalten. Die Allzweckwaffe Travis Poitier spielt schon einige Jahre in der GFL2 American Football und zeichnet sich vor allem durch seine Schnelligkeit und ein hohes Spielverständnis aus. Im Hinspiel konnte er viele Yards für die Gamecocks gut machen und immer wieder in die Endzone vordringen. „Wir haben ihn vor allem beim Punt-Return nicht in den Griff bekommen und ebenfalls nicht den Return nach dem KickOff. Daran werden wir arbeiten“, verspricht Weber.
Die Dolphins werden sich akribisch auf das anstehende Spiel vorbereiten. Am Ende soll die Saison im heimischen Hermann-Löns- Stadion ohne eine Niederlage zu Ende gehen. Die Dolphins verabschieden sich danach für diese Saison aus dem heimischen Hermann-Löns- Stadion. „Wir freuen uns auf den Saisonabschluss vor heimischen Publikum, auch wenn es für uns danach erst so richtig rund geht“, meint Weber. Mit Gegnern wie den Lübeck Cougars und den Cologne Crocodiles werden die Ostwestfalen noch von zwei Spitzenteams erwartet.
Auch Dolphins Präsident David Schmidtmann hofft auf zahlreiche Besucher: „Das letzte Heimspiel ist immer etwas ganz Besonderes. Viele Fans sehen wir dann erst wieder im kommenden Jahr. Wir haben auch in dieser Spielzeit wieder eine tolle Unterstützung durch die Fans erfahren und würden uns freuen, wenn diese auch gegen die Gamecocks anhält.“ KickOff ist am Sonntag, den 14. August 2016 um 15:00 Uhr im Hermann-Löns- Stadion.
Björn Gorniak - AFC Paderborn Dolphins e.V.
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