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Vor knapp 3.200 begeisterten Zuschauern im Braunschweiger Eintracht-Stadion besiegt das Team der New Yorker Lions die Kiel Baltic Hurricanes, in einem von Spannung bis zur letzten Sekunde geprägten Spiel knapp, aber letztendlich verdient, mit 24:21 (0:7; 7:0; 7:7; 10:7). Matchwinner der Partie war Lions Kicker Tobias Goebel, der mit auslaufender Uhr aus 26 Yards das alles entscheidende Fieldgoal zum Sieg für die Lions schoss.

Mamadou Sy #55 und Sorie Bayoh #40 stoppen den Angriff der Kieler (Foto: Fabian Uebe / New Yorker Lions)
Leider war das Spiel auch von der Verletzung des Braunschweiger Spielmachers Grant Enders geprägt, der zur Mitte des dritten Spielviertels nach einem harten Tackle durch einen Kieler Verteidiger in Krankenhaus gebracht werden musste. Wie schwer die Verletzung ist und was diese für den weiteren Saisonverlauf bedeutet, stand zum Spielende noch nicht fest. Die Begegnung begann mit dem Kick-Off durch die New Yorker Lions in Person von Jan Hilgenfeldt.
Von Beginn an zeigte die Braunschweiger Verteidigung dem Angriff der Gäste aus Kiel, das sie nicht gewillt war das Spiel am heutigen Tag verloren zu geben. Nach nur drei Versuchen musste sich der Angriff der Hurricanes vom Angriffsrecht via Punt verabschieden. Aber auch der Offense der Lions ging es nicht anders. So mussten sich beide Angriffsformationen bis kurz vor dem Ende des ersten Spielabschnitts, ohne jeweiligen erreichen eines neuen ersten Versuchs, immer wieder schnell vom Feld verabschieden.
Erst ein Fehler der Lions an der eigenen 19 Yard Linie brachte die Hurricanes in Schlagdistanz. Beim Versuch selbst mit einem Lauf Raumgewinn zu erzielen, verlor Lions Quarterback Grant Enders den Ball und das freie Spielgerät konnte von der Verteidigung der Kieler gesichert werden. Wenige Spielzüge später bediente Kiels Spielmacher Logan Schrader seinen US-amerikanischen Teamkollegen und Wide Receiver Xavier Mitchell, mit einem sieben Yard Pass zum 7:0 (PAT B. Englmann) in der Endzone der Hausherren. Mit dieser Führung für die Gäste ging es ins zweite Spielviertel und es folgte der erste erfolgreiche Offense-Drive der Lions des Spiels. Mit Pässen von Grant Enders auf Jan Hilgenfeldt, Tissi Robinson und David McCants , arbeiteten sich die Löwen bis an die 24 Yard Linie der Hurricanes heran.
Von dort fand Enders abermals Tissi Robinson in der Endzone der Gäste aus Kiel zum 7:7 (PAT T. Goebel) Ausgleich.
Mit diesem Spielstand sollte es auch in die Pause gehen, aber nicht ohne das es vorher durch, eine diskussionswürde Entscheidung der Schiedsrichter, noch einmal kurz vor dem Pausenpfiff spannend wurde. Nach einem erneuten Punt durch den Kieler Angriff erhielten die Lions an der eigenen 29 Yard Linie nochmals das Angriffsrecht zurück. Im zweiten Versuch und nur noch einem fehlenden Yard zum neuen ersten Versuch, warf Grant Enders einen langen Ball über fast 50 Yards auf Jan Hilgenfeldt, der diesen sicher fing und Richtung Boden fiel. Dabei entriss ihm Kiels Safety Brandon LeBeau den Ball und returnierte diesen zurück bis an die 33 Yard Linie der New Yorker Lions. Sowohl auf der Wiederholung im Videostream, als auch von den Rängen sah es so aus, als das Hilgenfeldt vor der Balleroberung durch den Verteidiger der Hurricanes mit dem Knie den Boden berührte. Dieses sah die Schiedsrichtercew aber anders und sprach den Gästen aus Kiel das Angriffsrecht zu. Mit viel Wut und Ärger durch die anscheinend offensichtliche Fehlentscheidung der Schiedsrichter im Bauch und mit der Unterstützung der Fans im Rücken, lief die Verteidigung des deutschen Rekordmeisters zur Höchstform auf und stoppte die Kieler ohne weitere Punkte. Maßgeblich daran beteiligt waren u.a. Sorie Bayoh und Mamadou Sy, die jeweils zweimal den gegnerischen Spielmacher zu Boden bringen konnten.
Nach der Halbzeitpause zeigte sich ein ähnliches Bild wie zu Beginn des Spiels, denn vor allem die beiden Abwehrreihen bestimmten das Spielgeschehen. Zuerst punkten konnten erneut die Gäste aus Kiel. Insbesondere mit Läufen über ihren Quarterback Logan Schrader und Runningback Christopher McClendon erzielte die Hurricanes Raumgewinn und arbeiteten sich bis 17 Yard vor die Endzone der Lions. Für die erneute Führung der Kieler zum 7:14 (PAT B. Englmann) zeichnete sich Wide Receiver Paul Häberlein, nach Pass von L. Schrader, verantwortlich.
Auf Seiten der New Yorker Lions übernahm jetzt Evan Landi die Regie im Angriff, nach dem Grant Enders, wie einleitend beschrieben, nach einem Hit durch die Kieler Verteidigung ins Krankenhaus gebracht werden musste. Nach einem Return des Kick-Offs der Gäste von Christian Bollmann bis an deren 41 Yard Linie, war es insbesondere D. McCants, der den Ball bis auf 24 Yards an die Kieler Endzone herantrug. Von dort bediente E. Landi per Pass C. Bollmann zum 14:14 (PAT T. Goebel).
Die nächsten beiden Drives der Kontrahenten endeten jeweils in einem Punt. Kurz vor dem Beginn des vierten und letzten Spielabschnitts war es dann Tissi Robinson, dem letztendlich eine der spielentscheidenden Aktionen gelang, in dem er einen Pass vom Kieler L. Schrader abfing. Danach dauerte es ganze drei Spielzüge und die Löwen gingen im ersten Spielzugs des vierten Quarters mit einem zwei Yard Lauf durch D. McCants, erstmalig mit 21:14 (PAT. T. Goebel) in Führung.
Vorbereitet wurden die Punkte durch Runningback Chris Smith, der insgesamt 38 Yards Raumgewinn mit nur einem Lauf erzielte. Doch die Freude über die erste Führung hielt nicht lange an, den Kiels McClendon konnte umgehend erneut auf 21:21 mit einem 65 Yard Touchdown, nach Pass von Schrader, ausgleichen. Es folgte jeweils ein weiterer erfolgloser Drive beider Teams, die jeweils in einem Punt endeten, bevor es schien, als könnten die New Yorker Lions das Momentum für sich gewinnen. Nach dem Punt der Kieler begannen die Lions an der eigenen 30 Yard Linie und arbeiteten sich kontinuierlich unter der Regie von Evan Landi in Richtung Kieler Endzone. Hauptakteur war dabei der niederländische Runningback im Dienste der Lions, Chris Smith.
Pech hatte der Angriff der New Yorker Lions dann an der Kieler 23 Yard Linie. Einen Passversuch von Landi konnte vom Ballfänger nicht festgehalten werden und sprang nach oben ab, genau in die offenen Hände von Kiels Passverteidiger Falk Horn. Damit kamen die Gäste, bei noch knapp 3 Minuten Spielzeit, erneut auf den Platz nur neun Yards von der eigenen Endzone entfernt. Befreien konnten sich die Gäste aus der Situation und Umklammerung der Braunschweiger Verteidigung nicht und bei noch ca. 1:30 Min verbleibender Spielzeit wechselte das Angriffsrecht erneut und die Löwen bekamen noch einmal eine Chance auf den Sieg.
Zwei Läufe durch Chris Smith und einmal Landi selbst, sowie eine Strafe gegen die Hurricanes und Kicker Tobias Goebel bekam die Chance auf das siegbringende Fieldgoal mit auslaufender Spieluhr. Unbeeindruckt verwandelte der Spezialist der Löwen aus 26 Yards zum 24:21 Sieg für sein Team.
Damit erhalten sich die New Yorker Lions weiterhin die Chance auf die Titelverteidigung des Nordmeistertitels und das damit verbundene Heimrecht in den Play-Offs.
Scoreboard
07:00 7 Yard TD-Pass L. Schrader auf X. Mitchell (PAT B. Englmann)
07:07 24 Yard TD-Pass G.Enders auf T. Robinson (PAT T. Goebel)
07:14 17 Yard TD-Pass L. Schrader auf P. Hälberlein (PAT B. Englmann)
14:14 24 Yard TD-Pass E. Landi auf C. Bollmann (PAT T. Goebel)
21:14 2 Yard TD-Lauf D. McCants (PAT T. Goebel)
21:21 65 TD-Pass L. Schrader auf C. McClendon (PAT B. Englmann)
24:21 26 Yard Fieldgoal Tobias Goebel
Holger Fricke - New Yorker Lions
Schwere Auswärtsaufgabe für die „Men In Blue“

Es geht am Sonntag für die Assindia Cardinals nach Köln zu den Cologne Crocodiles. Das Team aus Köln steht derzeit mit nur einer Niederlage zusammen mit den Paderborn Dolphins an der Tabellenspitze und zudem sind sie auf dem heimischen Rasen in Chorweiler sehr heimstark. Neben einer solide punktenden Offense hat Köln dazu eine starke Defense zu bieten. Der letzte Gegner der Cardinals, die Ritterhude Badgers, mussten aus Köln mit einer deftigen 7:85 Niederlage im Gepäck abreisen.
Die Cardinals haben anhand der Tabellensituation in Köln nichts zu verlieren. Mit 0:17 ging das Hinspiel an Köln, zu einem Zeitpunkt, als die Cardinals noch nicht Fuß gefasst hatten. Spielerisch haben die „Men In Blue“ zuletzt gezeigt, dass mit ihnen in jedem Spiel zu rechnen ist. Mit dem Sieg gegen Ritterhude haben sich die Assindia Cardinals zudem wieder zurück ins Rennen um den direkten Klassenerhalt gebracht.
Die Cardinals hatten nach dem Spiel gegen Ritterhude am letzten Wochenende das Tabellenende verlassen können, mussten für den Sieg aber einen recht hohen Preis zahlen. Neben zwei Spielausschlüssen sind auch mehrere Verletzte zu beklagen. Für Simon Baumeister ist mit einem Daumenbruch die Saison vorzeitig beendet. Bei allen anderen besteht noch die Hoffnung, dass sie in dieser Spielzeit noch einmal auflaufen können. Die Coaches haben einiges umstellen müssen und neben den Einheiten auf dem Rasen auch mit einer ausgiebigen Videoanalyse die beste Vorbereitung auf das Spiel am Sonntag geleistet.
Kick-off bei den Cologne Crocodiles ist um 15 Uhr auf der Bezirkssportanlage Köln- Chorweiler.
Nächster „Gameday“ der Assindia Cardinals: Cologne Crocodiles - Assindia Cardinals
Samstag - 31.Juli 2016 - Kick-off 15 Uhr BSA Chorweiler
Dirk Unverferth - Essen Assindia Cardinals
Um ihre letzte, zugegeben kleine Chance im Saison- Endspurt doch noch der drohenden Relegation um den Verbleib in der German Football League zu entgehen, kämpfen am Samstag (Kick-off: 17 Uhr, Benrather Stadion an der Karl-Hohmann-Straße) die Düsseldorf Panther. Nur ein Sieg mit mehr als drei Punkten Unterschied gegen die Berlin Adler erhält den Schützlingen von Cheftrainer Michael Wevelsiep die Möglichkeit, in den verbliebenen sechs Partien den letzten Tabellenplatz in der Gruppe Nord der GFL noch zu verlassen.

Foto: Düsseldorf Panther / Andy Funk
Die Ausgangsposition ist klar: Bereits zum 40. Mal findet das älteste und traditionsreichste Duell im deutschen Football statt: Mit den Gastgebern und den Adler treffen zwei sechsmalige deutsche Meister aufeinander. Von den bisherigen 39 Partien gewannen die Raubkatzen lediglich 16, 22mal setzten sich die Raubvögel durch und einmal, im Jahre 1993 trennten sich die beiden alten Rivalen schiedlich- friedlich 21:21. Was die Klubs vereint: Beide haben bereits sportlich und wirtschaftlich bessere Zeiten erlebt, haben zeitweise (die Panther in der ersten Hälfte der 80er und der ersten Hälfte der 90er Jahre, die Adler zwischen 1987 und 1991) den Football in Deutschland und Europa dominiert und sind nachdem sie durch ein tiefes Tal gegangen sind, derzeit wieder Schrittchen für Schrittchen auf dem Weg nach oben.
Allerdings weist der Blick auf die aktuelle Tabelle der GFL anderes aus: Die Panther als derzeit noch siegloses Schlusslicht können im Fall einer Niederlage gegen die Adler beginnen, sich auf die Relegationsspiele gegen den Abstieg ins deutsche Football-Unterhaus vorzubereiten. Aber den Adlern geht’s nicht viel besser: Im Falle eines Düsseldorfer Sieges mit mehr als drei Punkten spräche nach dem 42:39 für die Hauptstädter aus dem Hinspiel der direkte Vergleich für die Rheinländer. Dann müssten die Berliner bis Saisonende bangen, dass den Panthern nicht noch ein (Überraschungs-) Sieg gegen einen der stärker eingeschätzten, aber möglicherweise nicht mehr hundertprozentig konzentrierten und motivierten Gegner gelingt.
Schlüssel zum Sieg wird am Samstag das Laufspiel: Wer sein Laufspiel etablieren und optimalerweise das des Gegners stoppen kann, wird die 40. Auflage des Traditionsduells für sich entscheiden. Bei den Panthern sind Runningback Jeremiaha Gates und Quarterback Clark Evans im Wechselspiel für das Tragen des Balls verantwortlich. Eher in homöopathischen Dosen werden Pässe eingestreut, die allerdings in den vergangenen Wochen – vor allem über Passempfänger Martin Emos - immer wieder für Gefahr und Touchdowns sorgten.
Zudem muss die Düsseldorfer Defense, die nach verbesserten Vorstellungen in Braunschweig gegen das andere, derzeit erfolgreichere Berliner Team, die Rebels, in Hildesheim wieder altbekannte Schwächen zeigte, über sich hinaus wachsen. Wie schwer die Aufgabe wird, die Höhenflüge der Adler zu stoppen, hängt wohl vor allem von deren personeller Situation ab. Bei den ersten fünf Niederlagen gelangen der Adler-Offense immer mindestens 20 bis zu 42 Zähler, trotzdem unterlag man deutlich. Erst in den beiden vergangenen Wochen geriet der Berliner Angriffs- Motor ins Stottern gegen Kiel und Braunschweig wurden insgesamt nur sieben Punkte erzielt. Was vor allem daran lag, dass mit Devon Francois und Mason Zurek die beiden bis dahin überragenden Runningbacks verletzt fehlten.
German Football League, Gruppe Nord:
Düsseldorf Panther – Berlin Adler
Samstag., 30. Juli 2016, 17 Uhr;
Benrather Stadion an der Karl-Hohmann-Straße; Eingang und Parkplatz über Bayreuther Straße;
Eintritt: € 10,-; Ermäßigte € 8,--
Live-Übertragung durch das Fanradio: http://www.duesseldorfpanther.de/panther- radio/
Marco Block - Düsseldorf Panther
Die Königlichen treffen am kommenden Sonnabend auf die Hamburg Huskies

„Glaube keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast“, meint ein kaum ernst zu nehmendes Sprichwort. Ein Blick in die bisherige Ergebnisliste der German Football League (GFL) 2016 lässt dennoch die Stoßrichtung der folgenden Spieltagsvorschau bereits erahnen. Als offensiv erfolgreichstes Team dieser GFL-Saison stehen die Dresden Monarchs aktuell auf dem dritten Platz im Norden. Der statistisch anfälligste Defensive-Kader der 1. Football-Bundesliga, die Hamburg Huskies, finden sich ihrerseits im unteren Tabellenbereich. Auch wenn keine noch so deutliche Statistik bislang ein Spiel gewinnen oder verlieren konnte, beim kommenden Auftritt der Königlichen (Kickoff: 15 Uhr) in Dresdens Heinz-Steyer-Stadion geht die Favoritenrolle nach Dresden. Keine Wunschrolle der Königlichen, zumal es das erste Spiel nach der 4-wöchigen Pause ist.
Offensive: 443 zu 255 Punkte. Defensive: 231 zu 424 Punkte. Das kommende Duell der Dresden Monarchs gegen die Hamburg Huskies ist keine Partie für Wettfanatiker. Zu deutlich liegt Dresden in den entscheidenden Mannschaftsteilen statistisch vorn. Dennoch begegnen das Team von Head Coach John Leijten seinen kommenden Gästen voller Respekt. Nach der Sommerpause gilt es wieder Tritt zu fassen und das eigene Spiel, so gut es geht, ins Rollen zu bringen. Offensiv konstant und extrem erfolgreich, defensiv lange Zeit wechselhaft aber zuletzt durchaus stabil – so präsentierten sich die Dresden Monarchs vor der Ligapause. Entsprechend klar scheint das kommende Motto des Tabellendritten: „Angriff ist die beste Verteidigung“.
Denn auch wenn Hamburg sich gerade gegen seine letzten vier Punktspielgegner offensiv hervorragend zu präsentieren wusste, verloren die Huskies drei Spiele nacheinander. Kiel (49:52), Hildesheim (49:76) und die Berlin Rebels (14:51) entzauberten allesamt die Nordlichter. Ausschließlich Tabellenschlusslicht Düsseldorf kam zweimal unter Hamburgs Schlittenkufen (50:40, 31:20).
„Wir müssen Hamburgs Schwächen für uns ausnutzen, wollen wir auch weiterhin Druck in Richtung Tabellenspitze ausüben. Mit den Berlin Rebels und den Lions aus Braunschweig wartet im Playoff-Endspurt schließlich noch große Schwergewichte auf uns“, so Leijten.
Besten gestärkt und ausgeruht fiebern die Dresden Monarchs dem Beginn der zweiten Saisonhälfte entgegen. Die Playoffs scheinen greifbar nah. Mehr denn je ist Konzentration, Einsatz und Siegeswille gefragt. Selbst wenn alle Statistiken noch so deutlich für die Dresden Monarchs sprechen mögen. Diesen Samstag, 30. Juli, KickOff 15 Uhr, Heinz-Steyer-Stadion.
Jörg Dreßler - Dresden Monarchs e.V.
Ein deutliches 48:14 verbucht Paderborn gegen Bielefeld
Derbys sind etwas besonders – für Marc Schröder, den Kicker der Dolphins, war es ein persönliches Highlight. Schröder erzielte seinen 400. Punkt für die Dolphins durch einen PAT und landet damit in der Bestenliste auf Rang fünf. (Foto: John Bishop)
Im Ostwestfalenderby können sich die Paderborn Dolphins deutlich gegen die Bielefeld Bulldogs durchsetzen. Mit einem ungefährdeten 48:14 Sieg gegen die Nachbarn behaupten sie Ihren Platz an der Tabellenspitze, während bei den Bulldogs weiter gegen den Abstieg gekämpft wird. Eine großartige Werbung für den American Football, denn trotz der lokalen Rivalität zwischen den Teams ist es ebenfalls ein Treffen unter ‚guten Bekannten‘.
Head Coach Carsten Weber fand nach dem Spiel lobende Worte. „Ich bin heute sehr zufrieden mit meiner Mannschaft. Das erste Quarter haben wir verschlafen, aber wir sind zurückgekommen und haben gezeigt, dass wir auch in der Defensive eine solide Leistung abliefern“, so Weber. Damit sprach Weber die in den letzten Wochen manchmal unkonzentriert aufspielende Defensive der Dolphins an. Gerade im ersten Quarter wurden die Dolphins Fans an die Niederlage in Essen erinnert. Mit langen Bällen und vermeintlichen einfachen Spielzügen schafften es die Bulldogs, die Verteidigung der Dolphins zu überwinden.
Hatte die Offensive der Dolphins zwar die ersten Punkte erzielt, so gab diese auch das Angriffsrecht durch eine Interception an die Bulldogs zurück. „Wir waren sehr nervös und nicht besonders ‚cool‘ auf dem Feld“, meinte Weber. Ab dem zweiten Quarter sahen die 1.400 Besucher des Hermann-Löns-Stadion eine komplett andere Partie. Nicht nur in der Defensive dominierten die Dolphins das Spiel, sondern auch in der Offensive zeigte Quarterback Ethan Haller, dass er punkten wollte. Mit seiner Offensive marschierte er souverän über das Feld und erreichte noch vor der Halbzeitpause drei Mal die Endzone.
Die Dolphins Defense unterstützte die Offensive durch eine druckvolle Verteidigung. Oftmals wurde die Offensive der Bulldogs schon nach vier Versuchen vom Feld geschickt. Dabei zeigte sich vor allem, dass die Abstimmung im Backfield wieder funktionierte. „Wir haben heute gut gegen das Passspiel verteidigt und zugleich immer ein Auge auf dem Laufspiel gehabt“, so Weber. Der Schlüssel zum Erfolg lag ebenfalls an der Tatsache, dass die Defensive keine Punkte mehr zuließ und so die Offensive weiter agieren konnte.
Quarterback Ethan Haller fand einen gesunden Mix aus Pass und Laufspiel und ließ gerade seine Runningbacks munter durchwechseln. Rannte sich die Laufabteilung der Dolphins einmal fest, so zeigte Haller durch kurze Pässe, dass das First Down immer möglich ist. „Wir wissen, dass unsere Offensive immer punkten kann“, meinte Weber.
Lediglich die Verletzung von Max Nolte, dem Bielefelder Receiver, überschattete das ansonsten spannende Ostwestfalenderby. Nachdem Nolte einen Ball gefangen hatte, ging dieser nach einem Tackle zu Boden und hielt sich das Knie. „Verletzungen sind immer sehr unschön und gerade für Max Nolte ist es sehr schade, denn er gehört zu den besten Receivern der GFL2“, fasste Head Coach Weber die Situation zusammen.
Erneut war das Derby zwischen den Bielefeld Bulldogs und den Paderborn Dolphins eine tolle Werbung für den American Football in Ostwestfalenlippe. „Die Unterstützung der Fans, die Rivalität, aber ebenfalls die Wertschätzung, die beide Vereine verbindet, sind schon eine ganz besondere“, fasste Präsident David Schmidtmann das Spielgeschehen zusammen. In zwei Wochen geht es dann für die Paderborn Dolphins weiter. Gegen die Ritterhude Badgers wollen die Dolphins auch weiterhin vor heimischem Publikum ungeschlagen bleiben.
Spielverlauf
1. Quarter
| Spielstand | Was? | Wer? |
| 06-00 | Touchdown Paderborn Dolphins | Dominic Gröne |
| 07-00 | PAT Paderborn Dolphins | Marc Schröder |
| 07-07 | Touchdown & PAT Bielefeld Bulldogs | |
| 07-14 | Touchdown & PAT Bielefeld Bulldogs |
2. Quarter
| Spielstand | Was? | Wer? |
| 13-14 | Touchdown Paderborn Dolphins | Cameron Richmond |
| 14-14 | PAT Paderborn Dolphins | Marc Schröder |
| 20-14 | Touchdown Paderborn Dolphins | Dominic Gröne |
| 21-14 | PAT Paderborn Dolphins | Marc Schröder |
| 27-14 | Touchdown Paderborn Dolphins | Cameron Richmond |
| 28-14 | PAT Paderborn Dolphins | Marc Schröder |
3. Quarter
| Spielstand | Was? | Wer? |
| 34-14 | Touchdown Paderborn Dolphins | Cameron Richmond |
4. Quarter
| Spielstand | Was? | Wer? |
| 40-14 | Touchdown Paderborn Dolphins | Marvin Liggesmeyer |
| 41-14 | PAT Paderborn Dolphins | Marc Schröder |
| 47-14 | Touchdown Paderborn Dolphins | Benedikt Jürgen |
| 48-14 | PAT Paderborn Dolphins | Marc Schröder |
Björn Gorniak - AFC Paderborn Dolphins e.V.
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- Dolphins sind zu Hause weiter ungeschlagen!
- Assindia Cardinals finden in Paderborn zu spät in das Spiel
- 14:36 Niederlage gegen die Rebels – Wevelsiep neuer Headcoach
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