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Lübeck Cougars werden den Paderborn Dolphins es nicht einfach machen.
[Foto: John Bishop]
Die Paderborn Dolphins starten in den Endspurt des Ligabetriebes in der GFL2 Saison 2016. Am kommenden Samstag müssen die Mannen um Head Coach Carsten Weber in Lübeck antreten. Die Cougars sind eines der stärksten Teams der Liga, auch wenn es die momentane Tabellensituation nicht direkt widerspiegelt. Das Team aus der Marzipanhauptstadt hat immer wieder mit Verletzungen und Ausfällen im Team zu kämpfen. Doch Head Coach Weber weiß, dass die Cougars keine Geschenke verteilen und so warnt der American Football Spezialist vor einer anstrengenden Partie.
Eine anstrengende und vor allem hart umkämpfte Partie erwartet Head Coach Carsten Weber an der Küste. „Ich bin mir sicher, dass die Lübeck Cougars genauso gerne zu Hause gewinnen wie wir. Sicherlich werden die Lübecker es uns nicht leichtmachen. Wir wollen natürlich gewinnen, wissen aber auch, dass die Cougars neben den Crocodiles das stärkste Team in der GFL 2 sind“, so Weber. Die Cougars hatten sich gezielt vor dem Saisonstark verstärkt und nicht nur in der Defensive, sondern auch in der Offensive weiter ausgebaut.
Immer wieder sorgten Verletzungen dafür, dass Spieler ausfielen und man sich weiter verstärken musste. „Wir wissen auch, dass einige Spieler verletzt waren und noch verletzt sind, aber die Cougars haben einen sehr ausgeglichenen Kader und damit wird es nicht einfach für uns. Sie haben auf jeder Position mindestens zwei gute Spieler, die sich kaum von der Qualität unterscheiden“, sagte Weber. Im letzten Spiel kam dann noch der Ausfall von Runningback Jamie Dale hinzu, ein erneuter Rückschlag für die Cougars. Doch der Lübecker Quarterback Perez Mattison wird schon seine Offensive entsprechend führen.
Der 42jährige ist immer noch fit und kann mit seinen Pässen und seiner Spielübersicht immer wieder für gefährliche Spielsituationen sorgen. Eine Stärke, die die Paderborn Dolphins bereits im Hinspiel im Hermann-Löns-Stadion erkannten. Mattison versorgte immer wieder seine Receiver und seinen Runnigback mit den entsprechenden Spielzügen und konnte damit die Partie in Paderborn ausgeglichen gestalten.
Für den Paderborner Head Coach ist vor allem wichtig, dass die Lücken in der Defensive geschlossen werden. In den vergangenen Spielen hatte dieses Weber kritisiert und gezielt mit seinem Team an der Verbesserung gearbeitet. „Wir haben oftmals zu einfach ‚mit uns spielen‘ lassen. Das werden wir abstellen und trotzdem wird es in Lübeck ein knappes Spiel“, meint Weber.
Zudem muss die Offensive der Dolphins rund laufen. Zwar gehören die Jungs um Quarterback Ethan Haller zu den besten Angriffsreihen der GFL2, doch konnte man zwischenzeitlich auch schon die ein oder andere Nachlässigkeit erkennen. „In den vergangenen Spielen haben wir gesehen, dass wir manchmal zu leichtfertig mit dem American Football umgehen und damit schon einmal unnötig das Angriffsrecht abgeben“, analysierte Head Coach Weber.
Besonders die lange Anreise und die damit verbundene zusätzliche Ermüdung der Spieler macht dem Trainer ein wenig Gedanken. Die Anreise in die Hansestadt dauert einige Stunden und in dieser Zeit müssen die Dolphins die Konzentration hochhalten, wenn sie gegen die Lübeck Cougars punkten wollen. In der vergangenen Spielzeit scheiterten die Ostwestfalen in Lübeck, da sie nicht konsequent genug ihr Spiel durchzogen. Mit drei Punkten weniger auf dem Score-Board verließen die Dolphins die Hansestadt.
Für Head Coach Weber ist klar, dass das in diesem Jahr nicht passieren soll. Ein Sieg, der sicherlich schwer zu erkämpfen ist, soll es auch in Lübeck werden. Danach richten sich die Augen dann auf Köln, denn schon am darauffolgenden Wochenende werden die Paderborn Dolphins von den Cologne Crocodiles erwartet. Ein anstrengendes Saison-Abschluss-Programm mit großen Herausforderungen. „Wir denken von Spiel zu Spiel. Es sind noch drei Partien zu spielen, diese wollen wir gewinnen. Natürlich wissen wir, dass wir noch eine Chance auf die Meisterschaft in der GFL2 haben. Der Weg dahin ist steinig, wir werden alles geben“, versprach Weber.
Björn Gorniak - Paderborn Dolphins
Gegen die Bonn Gamecocks setzen sich die Dolphins mit 35:34 durch.
Dolphins Runningback Daniel Greitens feierte nicht nur einen Touchdown im Spiel gegen die Gamecopcks, sondern ebenfalls seinen 502. Punkt auf der All-Star-Punkte-Liste für die Paderborner [Foto: John Bishop].
Denkbar knapp können die Paderborn Dolphins das Spiel gegen die Bonn Gamecocks für sich entscheiden. Mit einem 35:34 geht auch das Rückspiel vor heimischen Publikum an die Ostwestfalen. Damit bleiben die Dolphins im Hermann-Löns-Stadion im dritten Jahr ungeschlagen und kämpfen weiter um die Meisterschaft in der GFL2. Doch der Schlussspurt muss sitzen. Mit den Partien gegen die Lübeck Cougars und die Cologne Crocodiles haben die Dolphins noch ein hochkarätiges Programm vor sich.
Schon das Hinspiel in Bonn war eine Zitterpartie für die Paderborn Dolphins. Für das Rückspiel hatten die Paderborn Dolphins Besserung gelobt. Einen Vorsatz, den die Ostwestfalen nicht konsequent durchzogen. Schon die Anfangsphase des Spiels begann hektisch. Nach dem KickOff durch die Bonn Gamecocks konnten die Paderborn Dolphins den Ball nicht sichern und gaben das Angriffsrecht direkt wieder ab.
Der Bonner Quarterback Simon Nassar zeigte sich in Bestform und setzte auf einen Mix aus Lauf- und Passspiel. Besonders der Gamecocks Runningback Thomas Fischbach fand immer wieder Lücken in der Verteidigung der Paderborn Dolphins. „Wir haben hier den Gamecocks viel zu viel Spielraum gegeben“, meinte Head Coach Carsten Weber nach der Partie. Weber war nur mäßig zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft, hatte er sich mit dem Team vorgenommen, deutlicher die Gamecocks zu bezwingen.
Doch wie im Hinspiel lief auch die Passverteidigung bei den Paderborn Dolphins nicht rund. Receiver und Allrounder Travis Poitier wurde zwar gut in Schach gehalten, doch zeigte der US-Amerikaner, dass er mit allen Wassern gewaschen ist und erzwang mittels einiger Strafen oftmals neue vier Versuche. War Poitier einmal nicht frei, so konnte Quarterback Nassar weitere Receiver bedienen. Besonders der auch als Ersatzquarterback fungierende Ferdinand Rieck wurde an diesem Sonntag häufig bedient. „Einfache Spielzüge haben heute schon ausgereicht, um uns aus dem Konzept zu bringen“, meinte Heach Coach Carsten Weber. Dieser ärgerte sich besonders über die Lücken in der ersten Verteidigungsreihe.
Nach der Pause sahen die Fans im heimischen Herman-Löns-Stadion dann erst einmal eine sehr agil und wach spielende Defensive. Mehrfach schickten die Paderborner die Bonner ohne Punkte vom Feld. Hatte die Offensive bis dahin einen souveränen Job gemacht und immer ihre Spielzüge in Punkte verwandelt, so stockte die Offensive der Paderborn Dolphins zu diesem Zeitpunkt.
Paderborns Quarterback Ethan Haller konnte seine Receiver nicht mehr frei bedienen. Dabei hatte die Offensive einen guten Start in das Spiel gezeigt. Zielgerichtet marschierte Haller mit seiner Offensive über das Feld und bot den Gamecocks die Stirn. Mit Pässen über die Mitte und guten Läufen der Runningbacks kam Haller schnell in die Endzone und baute den Vorsprung der Dolphins auf zwei Touchdowns aus. „Diese Führung haben wir dann zu leicht aus der Hand gegeben und uns fast den Sieg noch gefährdet“, so Weber.
In den letzten zwei Minuten Spielzeit wurde es dann noch einmal eng. Die Gamecocks konnten bis auf einen Punkt an die Dolphins herankommen. Nur die abgewehrten Zusatzpunkte verhinderten die Führung. Der zu erwartende Onside Kick, ein kurzer Anstoß, der es dem Team ermöglicht, wieder in Ballbesitz zu kommen, konnte von Tobias Handirk gesichert werden. „Es war unglaublich wichtig, dass wir die Two-Point-Conversion abgewehrt haben und den Onside Kick sichern konnten. In diesem Moment waren wir dann wieder vollkommen wach und konzentriert“, so Weber. Einen Zustand, den der Head Coach mehrfach im Spiel gefordert hatte.
Die Paderborn Dolphins verabschieden sich in der laufenden GFL 2 Saison aus dem heimischen Hermann-Löns-Stadion. Einen besonderen Rekord konnte Daniel Greitens für sich verbuchen. Der Runningback der Paderborn Dolphins erreichte durch einen Touchdown im Spiel gegen die Bonn Gamecocks seinen 502. Punkt auf der All-Star-Punkte-Liste. Präsident David Schmidtmann sagte dazu: „Mit Daniel habe ich selber lange gespielt. Seine Einstellung sucht seinesgleichen, wofür man ihm nicht genug Respekt zollen kann! Er ist jetzt zweifacher Familienvater und gilt immer noch als einer der besten Runningbacks auf dem Feld. Wir freuen uns sehr, dass er diese vielen Punkte mit den Paderborn Dolphins erzielen konnte.“
Einen besonderen Dank richtete Schmidtmann dann noch an die Fans: „Wir haben es nun drei Jahre lang geschafft, vor heimischem Publikum ohne eine Niederlage zu sein. Dieses ist ein toller Rekord und eine tolle Leistung. Allerdings kann man dieses nur erreichen, wenn man so eine tolle und starke Unterstützung im Rücken hat. Vielen Dank an die Fans der Paderborn Dolphins!“ Am kommenden Wochenende reisen die Paderborn Dolphins dann an die Küste. Gegen die Lübeck Cougars erwartet Head Coach Weber eine ebenso spannende wie anstrengende Partie.
Spielverlauf
1. Quarter
| Spielstand | Was? | Wer? |
| 00-07 | Touchdown & PAT | Bonn Gamecocks |
| 06-07 | Touchdown Paderborn Dolphins | Tobias Handirk |
| 07-07 | PAT Paderborn Dolphins | Dominic Gröne |
| 07-14 | Touchdown & PAT | Bonn Gamecocks |
| 13-14 | Touchdown Paderborn Dolphins | Cameron Richmond |
| 14-14 | PAT Paderborn Dolphins | Dominic Gröne |
2. Quarter
| Spielstand | Was? | Wer? |
| 20-14 | Touchdown Paderborn Dolphins | Daniel Greitens |
| 21-14 | PAT Paderborn Dolphins | Dominic Gröne |
3. Quarter
| Spielstand | Was? | Wer? |
| 21-21 | Touchdown & PAT | Bonn Gamecocks |
| 27-21 | Touchdown Paderborn Dolphins | Cameron Richmond |
| 28-21 | PAT Paderborn Dolphins | Dominic Gröne |
4. Quarter
| Spielstand | Was? | Wer? |
| 34-21 | Touchdown Paderborn Dolphins | Dominic Gröne |
| 35-21 | PAT Paderborn Dolphins | Dominic Gröne |
| 35-28 | Touchdown & PAT | Bonn Gamecocks |
| 35-34 | Touchdown | Bonn Gamecocks |
Björn Gorniak - AFC Paderborn Dolphins e.V.
„Men In Blue“ verlassen die Abstiegsränge

Es war ein ganz starker Auftritt der Assindia Cardinals im wichtigen Spiel gegen die Bielefeld Bulldogs. Durch den souverän erspielten 49:6 Erfolg ließ man die Gäste in der Tabelle hinter sich und hat jetzt die beste Ausgangsmöglichkeit auf den Klassenerhalt. Die „Men In Blue“ stehen damit kurz vor Saisonende auf einem Nichtabstiegsplatz. Durch den deutlichen Sieg hat man sich auch den direkten Vergleich erspielt, womit Bielefeld jetzt in den verbleibenden Spielen schon mehr als nur einen Überraschungserfolg benötigen würde, um den Platz mit den Cardinals wieder zu tauschen.
Konzentriert, fokussiert, so sind die Assindia Cardinals in das wichtige Spiel gegen die Bielefeld Bulldogs gestartet und ließen von Beginn keine Zweifel aufkommen, wer am Ende das Feld als Sieger verlassen wird. Gleich die ersten Aktionen hinterließen Eindruck bei den Fans auf der gut gefüllten Tribüne, aber vor allem beim Gegner. Die Defense packte zu, ließ den Bulldogs kaum einmal eine gelungene Aktion. In der Cardinals-Offense mischte Quarterback Fabian Schorn sehr gut Lauf- und Passspiel und fand immer wieder die Lücken in der Bielefelder Defense.
Den Anfang machte Julian Zorz mit einem langen Lauf zur 6:0, im zweiten Viertel hieß es dann schnell 13:0 und nach dem dritten Touchdown mit erfolgreicher Two-Point-Conversion 21:0. Mehrfach im Spiel stoppte die Cardinals Defense die Gäste im vierten Versuch. Nachdem die Defense damit eine gute Position herausgeholt hatte, vollendete die Offense mit dem nächsten Touchdown. Es hieß 28:0 ehe die Gäste Sekunden vor dem Ende zu ihrem ersten und im weiteren Verlauf einzigen Touchdown kamen. Mit 28:6 zur Halbzeit hatten die „Men In Blue“ bereits die Hinspiel Niederlage wettgemacht.
Es stand viel auf dem Spiel, die Marschroute für die zweite Hälfte war damit klar, ein Nachlassen konnte man sich diesmal nicht erlauben. Die „Men In Blue“ blieben fokussiert, ließen zu keiner Zeit im Spiel nach. Die Defense war im dritten Viertel Spiel bestimmend und holte den Ball immer wieder in die eigenen Reihen zurück. Allerdings nur einmal kamen die Cardinals zu Punkten und mit 36:6 wurden noch einmal die Seiten gewechselt.
Im letzten Viertel veränderten sich die Spielanteile nicht. Bielefeld blieb ohne weitere Punkte, die Cardinals legten dagegen noch einmal nach. Zwei weitere Touchdowns konnten die Spieler und Fans in den Schlussminuten bejubeln. Dabei setzte Linebacker Martin Golab, der zunächst den Ball abfangen konnte, im anschließenden Angriff mit einem kurzen Lauf den 49:6 Schlusspunkt unter die Partie. Die Assindia Cardinals konnten die Gäste mit dem Erfolg in der Tabelle überholen und stehen damit auf dem rettenden sechsten Tabellenplatz der GFL2.
Das Team der Cardinals bestätigte den Aufwärtstrend der letzten Spiele mit diesem Sieg über die Bulldogs eindrucksvoll. Mit dem dritten Erfolg dieser Spielzeit hat man sich dazu jetzt in die beste Ausgangsposition für die letzten Spieltage manövriert und die direkten Konkurrenten aus Bielefeld und Ritterhude unter Zugzwang gesetzt. Im verbleibenden Spiel für die Badgers heißt der Gegner Potsdam, während Bielefeld neben Lübeck auch noch gegen die beiden Spitzenteams aus Paderborn und Köln antreten muss.
Auf Rechenspiele will man sich bei den Cardinals aber gar nicht erst einlassen. Die Mannschaft hat sich in der Spielzeit immer weiter zu steigern gewusst und man ist heiß auf weitere Siege. „Wir haben in dieser Saison oft an möglichen Siegen gekratzt, haben auch meist mitspielen können, Paderborn geschlagen und wir haben auch oft gesehen, dass das Potential im Team da ist. Heute war es ein ganz wichtiger Sieg und Schritt weiter nach vorne. Für das Team freue ich mich dazu, dass der Erfolg so deutlich wurde“, so Defense Coordinator Stephan Schacht nach dem Spiel.
Es war gegen Bielefeld das letzte Heimspiel der GFL2 Saison. Die letzten zwei Begegnungen müssen die „Men In Blue“ auf fremden Rasen zu bestreiten. Es geht nach Potsdam und Bonn.
Assindia Cardinals - Bielefeld Bulldogs 49:6 (6:0 | 22:6 | 7:0 | 14:0)
Die Punkte der Assindia Cardinals: Baumgärtner 14 (2 TD), Nick 11 (1 TD, 5 PAT), Zorz 6 (TD), Groz 6 (TD), Golab 6 (TD) Avant 6 (TD)
Dirk Unverferth - Essen Assindia Cardinals
Vor über 900 Zuschauern und bestem Footballwetter im Berliner Poststadion, überrennen die New Yorker Lions die Berlin Adler und siegen letztendlich mühelos mit 52:0 (10:0; 21:0; 7:0; 14:0). Bester Akteur auf Seiten der New Yorker Lions dabei mit drei Touchdowns war Runningback David McCants, wobei aber auch die Verteidigung der Braunschweiger, mit einer geschlossenen starken Teamleistung, einen großen Beitrag zum klaren Sieg beitrug.

#21 Runningback David McCants - Foto: Fabian Uebe / New Yorker Lions
Die Lions gewannen den Coin-Toss und begannen mit dem Kick-Off durch Jan Hilgenfeldt das Spiel. Von Beginn an machte die Verteidigung der Löwen dem Angriff der Adler das Leben schwer und ließ, bis auf wenige Ausnahmen, kaum einen Raumgewinn der Gastgeber zu. Ergebnis des ständigen Drucks und gutem Stellungsspiel, der von Defense Koordinator Dave Likins hervorragend eingestellten Defense, waren Punts in allen Drives der Hausherren ohne die Erreichung eines neuen ersten Versuchs, bis kurz vor Ende des zweiten Spielviertels. Mamadou Sy und Patrick Finke jeweils mit Sacks gegen den Berliner Quarterback Paul Zimmermann, sorgten für die Highlights in der ersten Spielhälfte.
Besser dagegen agierte der Angriff der New Yorker Lions erneut unter der Führung von Evan Landi auf der Position des Quarterbacks. Hauptsächlich mit dem Laufspiel über die gefährlichen Runningbacks Chris Smith und David McCants, arbeiteten sich die Braunschweiger stetig Yard um Yard voran. Für die ersten Punkte zum 7:0 (PAT T. Goebel) aus Sicht der Lions sorgte Evan Landi mit einem 15 Yard Pass auf Jan Hilgenfeldt. Für die nächsten Punkte im ersten Spielviertel sorgte Kicker Tobias Goebel mit einem 36 Yard Fieldgoal zum 10:0.
Nach dem ersten Seitenwechsel änderte sich am Spielverlauf nicht viel, die Berlin Adler waren weiterhin auf beiden Seiten des Balls nahezu chancenlos, die New Yorker Lions ihrerseits punkteten kontinuierlich in jedem ihrer Offense-Drives. So sorgte David McCants mit einem 13 Yard Lauf für das 17:0 (PAT T. Goebel), gefolgt von einem 34 Yard Touchdown-Lauf durch Chris Smith im folgenden Angriffsspiel der Löwen zum 24:0 (PAT T. Goebel). Für die letzten Punkte im zweiten Spielviertel vor der Halbzeitpause zeichnete sich erneut David McCants mit seinem zweiten Touchdown, dieses Mal über 30 Yards, zum 31:0 (PAT T. Goebel) verantwortlich. Erwähnenswert aus Sicht der Gastgeber war das erste First Down des Spiels für die Berlin Adler durch ihren Runningback Mason Zurek, kurz vor dem Pausenpfiff.
Das dritte Spielviertel startete mit dem ersten gestoppten Angriffsspielzug der New Yorker Lions durch die Defense der Adler. Kapital konnten die Hausherren für sich aber nicht daraus schlagen, da bereits zwei Spielzüge später Tissi Robinson einen Pass von Adler Spielmacher Zimmermann an der eigenen 40 Yard Linie abfing und das Spielgerät bis an die 36 Yard Linie der Adler zurücktrug. Drei Spielzüge später erhöhte D. McCants mit seinem dritten Touchdown des Spiels über drei Yards auf 38:0 (PAT T. Goebel).
Im Angriff der Löwen übernahm jetzt Christian Bollmann die Regie und auch auf vielen anderen Positionen im Team der Braunschweiger bekamen die Backups wertvolle Einsatzzeit. Weitere Punkte gab es im dritten Quarter keine, dafür begann aber der vierte und letzte Spielabschnitt für die Braunschweiger erfolgreich. Nach einem weiteren Punt der Berlin Adler war es erst die Kombination Bollmann auf Christoph Oetken mit einem Pass über 20 Yards, ehe C. Bollmann seinen niederländischen Ballfänger Tom van Duijn mit einem kurzen Pass bediente und dieser dann über 12 Yards seinen ersten Touchdown im Jersey der Lions zum 45:0 (PAT T. Goebel) in die Endzone der Adler trug. Doch damit noch nicht genug mit Punkten und Debüts auf Seiten der Löwen. Für die finalen Punkte sorgte Runningback Patrick Papke mit seinem ebenfalls ersten Touchdown für die Braunschweiger, nach einem fünf Yards Lauf zum 52:0 (PAT T. Goebel). Vorrausgegangen waren Pässe von Bollmann auf van Duijn, Oetken und Robin Papke, sowie Läufe von Stephan Hofer und Patrick Papke selbst.
Damit gewannen die New Yorker Lions auch das Rückspiel gegen die Berlin Adler ohne Gegenpunkte und erobern sich mit dem Sieg die Spitze in der GFL Nord zurück. Bereits am kommenden Samstag bestreiten die Lions ihr nächstes Spiel, Gegner im Niedersachsenderby im heimischen Eintracht Stadion sind dann die Hildesheim Invaders. Weitere Infos zu diesem außergewöhnlichen Spieltag am 20. August, der bereits morgens um 10 Uhr mit den niedersächsischen Barbecue Meisterschaften beginnt, mit dem Spiel des Lions Flag Team gegen die Hildesheim Flag Invaders (Kick-Off 13 Uhr), weitergeführt wird und um 18 Uhr mit dem Kick-Off der GFL-Partie der New Yorker Lions gegen die Hildesheim Invaders seinen Höhepunkt findet, folgen in den nächsten Tagen.
Scoreboard
07:00 15 Yard TD-Pass E. Landi auf J. Hilgenfeldt (PAT T. Goebel)
10:00 36 Yard Fieldgoal T. Goebel
17:00 13 Yard TD-Lauf D. McCants (PAT T. Goebel)
24:00 34 Yard TD-Lauf C. Smith (PAT T. Goebel)
31:00 30 Yard TD-Lauf D. McCants (PAT T. Goebel)
38:00 3 Yard TD-Lauf D. McCants (PAT T. Goebel)
45:00 20 Yard TD-Pass C. Bollmann auf T. van Duijn (PAT T. Goebel)
52:00 5 Yard TD-Lauf P. Papke (PAT T. Goebel)
Holger Fricke - New Yorker Lions
Wichtiger Sieg nach schwer umkämpftem Spiel. Die Dresden Monarchs behalten nach einem Herzschlagfinale gegen den Tabellenführer der GFL Nord die Oberhand und holen damit wichtige Punkte im Kampf um ein Heimspiel in den PlayOff. Vor knapp zweieinhalb Tausend Fans im Dresdner "Heinz-Field" gewann Dresden gegen die Berlin Rebels mit 40:36 (0:0/14:0/13:14/13:22).

"Für solche Spiele geht man zum American Football"! Das schrieb ein Fan der kurz nach dem Spiel am Samstag Nachmittag auf das Facebook Profil der Dresden Monarchs. Und damit drückte er wohl das aus, was viele nach diesem Krimi dachten. Dieses Gipfelduell in der GFL Nord zwischen Tabellenführer und Verfolger hatte alles, was ein Spiel mit erhöhtem Infarkt-Risiko braucht: zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten, spektakuläre Spielzüge, hitzig und z.T. überhitzt geführte Zweikämpfe und ein Finale in fast allerletzter Sekunde inklusive befreiendem, frenetischem Jubel auf den gefüllten Rängen. Dort sah man zunächst zwei Teams, die sich vorsichtig einander annäherten. Zu groß offenbar der Respekt voreinander und die Angst mit Fehlern früh in Rückstand zu geraten. Entsprechend endete das erste Viertel ohne Punkte. Berlin stand zwar zwei Mal in aussichtsreicher Feldposition, scheiterte aber in beiden Fällen beim Fieldgoalversuch. Dann kam der Gastgeber besser in Fahrt. Wobei Dresden beide Male von Fehlern des Gegners profitierte. Zunächst verlor Berlins Runningback Larry McCoy noch in der eigenen Hälfte den Ball und Dresden griff zu. Eine Handvoll Spielzüge später stand es 7:0. Brandon Connette fand Hendrik Hinrichs in der rechten äußeren Ecke der Endzone zum Touchdown und Franz Kammel verwandelte den Extrapunkt sicher. Auch Touchdown Nr. 2 folgte einem Fehler und dem konsequenten Zugreifen der Monarchs Verteidiger. Berlin musste den Ball diesmal nach dem vergeblichen Versuch abgeben, einen weiteren Fieldgoalversuch spontan in einen Firstdown zu verwandeln. Dresden bedankte sich erneut gnadenlos und umgehend: Connette mit einem 45 Yard Touchdownpass auf Micky Kyei (PAT Kammel 14:0). Direkt nach der Halbzeitpause trat Dresden erneut kurz und beherzt aufs Gaspedal. Ein zunächst schon abgewehrter Pass landete in den Händen von Micky Kyei, der nach der ersten Überraschung das vollkommen leere Feld realisierte und zum dritten Touchdown lief (PAT Kammel 21:0).
Und dann? War doch eigentlich schon alles klar. Dresden schien sicher. Berlin schien mit sich zu hadern. Und auf den Rängen war man in bester Feierlaune. Doch aus welchem Grund auch immer: plötzlich kippte das Spiel und entwickelte sich zu einem selten gesehenen Thriller. Berlin kämpfte sich regelrecht aus dem Loch. Dem nächsten Drive merkte man richtig an wie sich jeder einzelne der Rebels jeden Meter des Feldes und jeden Schritt zurück zum Selbstvertrauen mühsam erarbeitete. Mit Erfolg: der Anschluss Touchdown mit einem Pass von Terell Robinson auf Alexander Tounkara (PAT Machs von Wachsmann 21:7). Dresden antworte zügig und legte mit einem spektakulärem Run von Donald Russell über das halbe Feld nach. Touchdown Nr. 4 zum 27:4. Die Monarchs entschieden sich für eine 2 Point Conversion. Das misslang und hätte sich am Ende der Partie fast bitter gerächt. Denn Berlin bekam jetzt Oberwasser. Und tatkräftige Unterstützung der plötzlich nervös agierenden Monarchs. Zu Touchdown Nr.2 wurden die Rebels nach etlichen Strafen gegen Dresden regelrecht eingeladen. In der zunehmend hitzigen Atmosphäre auf dem Rasen liesen sich die Monarchs ein ums andere Mal den Schneid abkaufen. Ob nun von den Berlinern provoziert oder nicht: Dresden verlor Ruhe, Souveränität und damit den Faden im Spiel. Und die Rebels zeigten eindrucksvoll dass sie nicht zufällig bisher die Tabelle der GFL Nord angeführt hatten. Mit Touchdowns von Matthias Wolf und erneut Alexander Tounkara schoben sie sich immer weiter heran. Dresden hatte zwar zwischenzeitlich über Sebastian Sagne zum 33:14 nachgelegt. Dennoch war das im Football so viel gepriesene Momentum jetzt auf Seiten der Berliner. Spätestens als gut vier Minuten vor Schluss Berlin mit dem nächsten Touchdown über Mathias Wolf auf 33:28 herankam ahnte auch der letzte im Stadion dass nun beide Teams wirklich alles in die Waagschale werfen mussten und auch würden. Und diese letzten Minuten werden wohl alle die an diesem Samstag dabei gewesen sind lange im Gedächtnis behalten. Dresdens Offense wackelte. Gleich mehrere Pässe von Brandon Connette wurden von den Berliner Verteidigen fast abgefangen. Aber nur fast. Dennoch: bei knapp zweieinhalb Minuten auf der Uhr musste Dresden den Ball ohne Punkte nachgelegt zu haben abgeben. Berlin am Drücker und Dresdens Verteidger verzweifelt am gegenhalten. Und trotzdem gelang den Rebels das, was kurz nach der Halbzeitpause niemand für möglich gehalten hätte. Mit dem Beginn der Schlussminute lief Quarterback Terell Robinson selbst zur Berliner Führung. Erst über 18 Yard zum Touchdown. Und dann auch noch für zwei weitere Punkte in der Conversion. Spielstand 33:36! Ein Schock für Dresden. Das sich die Monarchs daraus befreien konnten, vor allem wie konzentriert und überlegt sie es taten und sich in buchstäblich letzter Sekunde zurück kämpften, dafür kann man als Beobachter und Fan nur ein Wort geben: Respekt! Und grenzenlosen Jubel, als Connette mit seinem letzten Pass Mike Schallo zum Touchdown bediente, zur erneuten Führung und zum Sieg.
Das hat Nerven gekostet. Und sicher auch sehr viel mentale und körperliche Kraft. Dresden hat einen sicher scheinenden Sieg fast aus der Hand gegeben. Dresden hat aber auch einen unglaublichen Nackenschlag in letzter Sekunde abgewehrt. Das alles wird im Kopf bleiben, wenn es in den kommenden Wochen um weitere Punkte im Kampf um die Nordmeisterschaft geht.
Jörg Dreßler - Dresden Monarchs e.V.
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