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Düsseldorf Panther verlieren ohne Import-Angreifer deutlich 16:69 gegen Dresden

Nicht einmal 20 Sekunden lang durften die Panther von einer Sensation träumen: Gleich im ersten Spielzug machten die Dresden Monarchs klar, dass sie bei ihrem GFL-Gastspiel in Düsseldorf ihrer Favoritenrolle gerecht werden wollten: Mit einem spektakulären 79-Yard Lauf von US-Runningback Donald Russell übernahmen die Gäste im Benrather Panther-Gehege die Führung, die sie auch bis zum 69:16 (21:6, 21:3, 13:7, 14:0)-Endstand nicht mehr abgaben.
„Wir haben den Anfang total verschlafen. Das sah so aus als wenn wir sieben Stunden im Bus gesessen hätten und nicht die Monarchs“, kritisierte Düsseldorfs Headcoach Michael Wevelsiep seine Schützlinge. Allerdings hatte er trotz der überdeutlichen Niederlage auch Positives gesehen: „Wir werden Schrittchen für Schrittchen besser, das war auch im Training diese Woche zu erkennen.“ Was sicherlich damit zusammenhängt, dass – wie berichtet – mit Jörg Mackenthun und Anthony Doghmi zwei erfahrene Coaches den Trainerstab ergänzen.
Wobei der neue Defense Coordinator Mackenthun zugab, vom hohen Score enttäuscht zu sein: „Ich war vorher sicher, dass wir sie unter 40 Punkte halten würden.“ Dass daraus nicht wurde, lag zum einen daran, dass die Sachsen – anders als die anderen Topteams Kiel und Braunschweig in den Wochen zuvor – auch nach der deutlichen Führung zur Pause noch weiter Gas gaben und lediglich in den beiden letzten Angriffsserien ihre amerikanischen Stars schonten. Zum andern machte sich die erneute Umstellung des Abwehrsystems unter dem bereits dritten verantwortlichen Trainer in dieser Saison bemerkbar. „Das ist aber ganz normal, dass die Jungs das alles nach nur zwei gemeinsamen Trainingseinheiten noch nicht verinnerlicht haben“, erklärte Mackenthun. „Das war oft genug deutlich zu sehen, das der ein oder andre Spieler eben einen Moment zu lange nachdenken muss und das nutzt so ein cleverer Gegner natürlich aus.“
Andererseits hatte die Düsseldorfer Deckung gegen die übermächtigen Gäste durchaus einige starke Momente: So ‚klaute‘ Till Janssen seinem Dresdener Gegenspieler im ersten Viertel den Ball. Safety Mike Wallace schnappte sich zwei gegnerische Pässe und Jalali Shayan fügte eine dritte Interception hinzu, die leider wegen eines Fouls aber nicht zum erhofften Touchdown führte. Zudem zeigte Linebacker Marius Kensy, gerade erst aus der U19 hochgerückt, sein Talent bei einem krachenden Sack von Dresdens Spielmacher Brandon Connette.
Auf der anderen Seite tat sich die Düsseldorfer Offense ohne ihre beiden angeschlagenen Importspieler Clark Evans und Jeremiaha Gates gegen die druckvolle Dresdener Abwehr sehr schwer. Die Highlights: Quarterback Manuel Engelmann bediente Martin Emos mit einem tollen 39-Yard-Pass zum ersten Panther-Touchdown des Tages. Auch nach der Pause verpasste Engelmann, der insgesamt aber allzu oft keine Zeit hatte, sein Spiel zu entwickeln, den Dresdnern ein big play, als Aziz Rebai dem ‚königlichen‘ Backfield davonsprintete. Wie prekär die personelle Situation der Hausherren ist, zeigte sich im Schlussviertel. Als Engelmann kurzzeitig mit einer Fußblessur vom Feld musste, übernahm kurzentschlossen Tyrone Alexander, der bisherige Runningback der U19, die Quarterback-Position.
So dürfte Ex-Rhein-Fire-Profi David Odenthal, der als Offense Coordinator der Cologne Crocodiles für den wahrscheinlichen Relegationsgegner der Panther spionierte, wohl kaum wertvolle Erkenntnisse gewonnen haben. . .
German Football League, Gruppe Nord:
Düsseldorf Panther – Dresden Monarchs 16:69 (6:21, 3:21, 7:13, 0:14)
0:7 Donald Russell, 79-Yard-Lauf, PAT Franz Kammel; 0:20 Minuten gespielt;
6:7 Martin Emos, 39-Yard-Pass von Manuel Engelmann, PAT Franz Kammel; 4:03;
6:14 Donald Russell, 2-Yard-Lauf, PAT Franz Kammel; 7:34
6:21 Hendrik Hinrichs, 11-Yard-Pass von Brandon Connette, PAT Franz Kammel; 11:21;
9:21 Daniel Schumacher, 40-Yard-Fieldgoal; 14:24;
9:28 Donald Russell, 2-Yard-Lauf, PAT Franz Kammel; 18:52;
9:35 Hendrik Hinrichs, 6-Yard-Pass von Brandon Connette, PAT Franz Kammel; 20:12;
9:42 Brandon Connette, 16-Yard-Lauf, PAT Franz Kammel; 22:48;
9:49 Micky Kyei, Fumble Recovery in der Endzone nach geblocktem Punt, PAT Franz Kammel; 26:57;
16:49 Aziz Rebai, 37-Yard-Pass von Manuel Engelmann, PAT Daniel Schumacher, 32:08;
16:55 Donald Russell, 19-Yard-Lauf; 34:15;
16:62 Mike Schallo, 23-Yard-Pas von Brandon Connette, PAT Franz Kammel, 37:03;
16:69 Karl Diesel, 15-Yard-Pass von Ferras El-Hendi, PAT Franz Kammel; 40:45;
Jürgen Nitsch - Düsseldorf Panther
Vor über 3.900 Zuschauer im Braunschweiger Eintracht-Stadion siegen die New Yorker Lions gegen kämpferisch starke Hildesheim Invaders mit 42:7 (0:0; 14:7; 21:0; 7:0) und bleiben damit auf Nordmeisterschaftskurs. Das Team der Lions tat sich dabei besonders in der ersten Spielhälfte gegen gut eingestellte Gäste aus Hildesheim schwer und konnten erst ab dem dritten Spielviertel endgültig auf die Siegerstraße einbiegen.

Foto: Fabian Uebe / New Yorker Lions – QB #5 Evan Landi machte erneut eine gute Figur auf der Quartierback Position als Vertreter von Grant Enders
Das erste Quarter war geprägt von beiden Verteidigungsreihen und anhaltenden Regen, der den Spielfluss beider Teams merklich beeinflusste. Keine der Offensivabteilungen fand zu Beginn ein Mittel gegen die jeweilige Defense, dazu kamen unnötige Strafen und unvollständige Pässe.
Highlight auf Seiten der Verteidigung der Hausherren war dabei ein Sack von Christian Petersen, der Invaders Spielmacher Zachary Cavanaugh für einen Raumverlust von 10 Yards zu Boden brachte.
Das zweite Spielviertel begann mit einem Punt der Gäste aus Hildesheim und dem ersten erfolgreichen Angriffsdrive der New Yorker Lions. Von der eigenen 48 Yard Linie startend sorgte Runningback Chris Smith und Lions Quarterback Evan Landi, mit einem 17 Yard Pass auf Jan Hilgenfeldt, für großen Raumgewinn. Für die ersten Punkte des Spiels sorgte die Kombination Landi mit einem 23 Yard Pass auf den wiedergenesenen Niklas Römer zum 7:0 (PAT T. Goebel). Doch wer glaubte das sich der Knoten auf Seiten der Braunschweiger nun löste, sah sich getäuscht. Die Gäste der Hildesheim Invaders starteten ihrerseits einen langen Drive zum Ausgleich. Mit Läufen von Cavanaugh, Reggie Bullock und Philip Gamble arbeiteten sich die Gäste kontinuierlich Richtung Braunschweiger Endzone. Das 7:7 (PAT C. Besser) erzielte Runningback Gamble mit einem ein Yard Touchdownlauf. Durch den vorherigen Drive, hatten die Hildesheim Invaders viel Zeit von der Uhr genommen und den Löwen blieben bis zur Halbzeit nun nur noch knappe zwei Minuten.
Läufe von Chris Smith und Evan Landi führten den Angriff der Lions schnell bis an die 24 Yard Linie der Invaders. Es folgte ein Pass über 11 Yards von Landi auf seinen Receiver Christian Bollmann und ein weiterer abermals auf Bollmann über 14 Yards zum 14:7 (PAT T.Goebel) und damit dem Halbzeitstand.
Nach der Pause folgte das letztendlich spielentscheidende Quarter für die New Yorker Lions.
Die erneut fehlerfrei spielende Defense der Braunschweiger kontrollierte die Gäste aus Hildesheim und der Angriff der Lions fand nun ein Konzept gegen die Defense der Gäste. Vorbereitet durch
41 Yard Raumgewinn von Christian Bollmann nach kurzen Pass von E. Landi, vollendete Chris Smith mit einem 16 Yard Lauf zum 21:7 (PAT T. Goebel). Ganze vier Spielzüge der Hildesheim Invaders später erhöhten die New Yorker Lions dann umgehend noch einmal.
Den erneut fälligen Punt der Gäste trug Braunschweigs Jan Hilgenfeldt über 75 Yards, unterstützt durch starke Blocks seiner Mitspieler, zurück bis in die Endzone der Hildesheimer zum 28:7
(PAT T. Goebel). Doch damit nicht genug im dritten Spielviertel. Nach einem weiteren Punt der Gäste bis an die 23 Yard Linie der Hausherren, dauerte es abermals nur wenige Spielzüge ehe E. Landi zum zweiten Mal an diesem Tag Christian Bollmann, dieses Mal über 59 Yards, zum Touchdown und dem 35:7 (PAT T. Goebel) bediente.
Mit diesem Spielstand wechselten beide Teams ein letztes Mal die Seiten.
Bei den Hildesheim Invaders änderte sich weiterhin wenig. Die Offense hatte große Schwierigkeiten sich gegen die Defense der New Yorker Lions zu behaupten und die Verteidigung der Gäste hatte Probleme gegen den Angriff der Braunschweiger. Schlagbar schienen die Löwen nur, wenn sie sich eigene Fehler und Strafen lieferten. So verlor Runningback David McCants nach einem schönen Lauf über mehr als 40 Yards den Ball, der von den Invaders gesichert werden konnte. Kapital konnten die Gäste keines daraus schlagen, denn nach nur drei mehr oder weniger erfolgreichen Spielzügen stand abermals der Punt auf dem Programm.
Im Anschluss bewegten die Hausherren den Ball hauptsächlich nur noch mit Laufspiel über das Feld und kontrollierten damit die Uhr. Als Ergebnis Stand zum ende ein 28 Yard Touchdown-Lauf von Davis McCants zum 42:7 (PAT T. Goebel) auf der Anzeigentafel. Zwar versuchten die Hildesheim Invaders selbst bei etwas mehr als zwei Minuten noch einmal zu scoren, aber gegen die bärenstarke Defenseline der Löwen gab es kein Durchkommen.
Somit blieb es beim klaren 42:7 Sieg gegen die Invaders. Zusätzlich zum Spielergebnis erzielte Kicker Tobias Goebel im Verlauf des Spiels seinen 400. Extrapunkt im Jersey der Lions und Geburtstagskind David McCants knackte die 500 Punktemarke und kann nun auf bereits 504 erzielte Punkte für die New Yorker Lions zurückblicken.
Ein Meilenstein im Kampf um die Platzierungen und dem Nordmeistertitel in der GFL Gruppe Nord wird für die New Yorker Lions am nächsten Samstag das schwere Auswärtsspiel in Dresden gegen die Dresden Monarchs. Mit einem Sieg dort haben die Braunschweiger Footballer von Head Coach Troy Tomlin zumindest schon einmal den zweiten Tabellenplatz im Norden sicher und es kommt zum Endspiel um die Nordmeisterschaft am 3. September im Eintracht Stadion gegen die Berlin Rebels.
Scoreboard:
07:00 23 Yard TD-Pass E. Landi auf N. Römer (PAT T. Goebel)
07:07 1 Yard TD-Lauf P. Gamble (PAT C. Besser)
14:07 14 Yard TD-Pass E. Landi auf C. Bollmann (PAT T.Goebel)
21:07 16 Yard TD-Lauf C. Smith (PAT T. Goebel)
28:07 75 Yard Punt Return-TD Jan Hilgenfeldt (PAT T. Goebel)
35:07 14 Yard TD-Pass E. Landi auf C. Bollmann (PAT T.Goebel)
42:00 28 Yard TD-Lauf C. Smith (PAT T. Goebel)
Holger Fricke - New Yorker Lions
Die Dresden Monarchs haben wie erwartet bei Tabellenschlusslicht Düsseldorf einen Sieg eingefahren. Dresden dominierte die Panther von Beginn an und gewann verdient deutlich mit 16:69 (6:21/3:21/7:13/0:14).

Es ist eine alte Binsenweisheit im Sport: solche Spiele sind manchmal die Schwersten! Da hat man eine Woche zuvor den bisherigen Tabellenführer in einem Footballkrimi knapp bezwungen. In einer Woche kommt mit Rekordmeister Braunschweig der nächste Brocken ins Dresdner Heinz-Field. Und zwischendrin geht die Reise nach Düsseldorf zum Tabellenschlusslicht. Es gehört sicher mit zu den heikelsten Aufgaben von erfahrenen Trainern ein Team in so einer Situation zu fokussieren und daran zu erinnern, dass man auch in so einem Spiel vier mal zwölf Minuten konzentriert zu Werke zu gehen hat um Punkte einzufahren. Die Coaches der Dresden Monarchs haben offenbar einen guten Job gemacht.
Dresden setzte gleich mit dem ersten Spielzug eine deutliche Marke. Ballübergabe an Donald Russell und der Runnningback kämpfte sich über reichlich 70 Yard zum ersten Touchdown in die Endzone (PAT Kammel 0:7). Alles klar, alles easy? Eben nicht. Wenige Minuten später verlor Dresdens Receiver Mike Schallo nach einem Pass von Quarterback Brandon Connette den Ball. Düsseldorf fackelte nicht lang und verkürzte auf 6:7. QB Manuel Engelmann hatte Martin Emos mit einem wunderschönen Pass bedient. Der anschließende Zusatzkick ging zwar gründlich daneben. Dennoch war solch eine Situation genau das, wovor die Coaches gewarnt hatten. Dieser frühe Touchdown der Düsseldorfer schien für Dresden genau das richtige Warnsignal gewesen zu sein. Denn jetzt lief es wie geschmiert. Zwei weitere Touchdowns von Donald Russell, zwei von Hendrik Hinrichs und einen von Brandon Connette folgten noch vor der Halbzeitpause. Düsseldorf konnte zwischenzeitlich nur ein Fieldgoal von Daniel Schumacher dagegensetzen. 9:42 lautete der deutliche Halbzeitstand. Nicht nur für Dresden war die Frage der Fokussierung auf dieses Match schwer. Auch die Panther werden in ihren Köpfen womöglich schon wo anders gewesen sein. Ob sie gegen die Monarchs nun zwei, sechs oder halt zehn Touchdowns kassierten war schlichtweg Egal. Aus dem Tabellenkeller geht es für sie in dieser Saison nicht mehr heraus. Um die Liga zu halten muss Düsseldorf in ein paar Wochen in die Relegation. Da zählt es!
Dresden legte in Halbzeit zwei nach. Erst trug Micky Kyei einen geblockten Punt zum Touchdown zurück. Dann trugen sich noch einmal Donald Russell, Mike Schallo und Karl Diesel in die Scorerlisten ein (Letzterer nach einem Pass von Dresdens QB Ferras El-Hendi). Auf Seiten der Panther verkürzte Aziz Rebai nach einem Pass von Manuel Engelmann zum zwischenzeitlichen 16:49. Der Endstand: 16:69!
Man nennt sowas Pflichtsieg. Heißt: es ist das Erwartete eingetreten. Das schmälert die Leistung der Dresden Monarchs aber keineswegs. Sie sind ihrer Favoritenrolle in beeindruckender Weise gerecht geworden. Und dürfen sich jetzt, gänzlich ungestört, auf den kommenden Gipfel gegen die NewYorker Lions aus Braunschweig vorbereiten.
Kommender Samstag, 27.08.2016, Kick Off im Heinz-Field ist um 15:00 Uhr! Dein Ticket unter: https://goo.gl/ZS57Jd
Jörg Dreßler - Dresden Monarchs e.V.
Mackenthun und Doghmi neu im Trainerstab – Groß-Paaß in die Hall of Fame

Hohen Besuch erwarten die Panther am Samstag: Zum einen trifft das Düsseldorfer Team in der German Football League im Benrather Panther-Gehege auf die Dresden Monarchs. Und der Coin Toss, die Seitenwahl, zum Gastspiel der ‚Königlichen‘ wird von Andreas Rimkus ausgeführt, dem Düsseldorfer SPD-Chef und Bundestagsabgeordneten. Wie er in seinem Vorwort im Programmheft unterstreicht, hat Rimkus eine besondere Beziehung zum Football, trainierte er doch einst selbst – wenn auch beim Lokalrivalen Bulldozer – den us-amerikanischen Volkssport.
Zudem wird vor dem Kick-off Peter Groß-Paaß geehrt. Der langjährige Panther-Akteur, der immerhin fünf deutsche Meistertitel und den Eurobowl mit den Raubkatzen errang, von 1995 bis 1997 als Profi bei Rhein Fire spielte und inzwischen als Defense Line Coach des GFL-Teams sein Wissen weitergibt, wird offiziell in die Ruhmeshalle, die ‚Fans‘ Football Hall of Fame‘ aufgenommen. Nach der Zeremonie wird es für die Gastgeber aber wohl weniger erfreulich weitergehen: Nicht nur wegen des 61:14 im Hinspiel in Dresden, sind die Gäste haushohe Favoriten. Zwar haben die Panther im Saisonendspurt ihren Trainerstab noch einmal erweitert und mit Anthony Doghmi (ein weiterer Ex-Fire-Profi) und Jörg Mackenthun, der sein letztjähriges Amt als Defense Coordinator wieder übernommen hat, zwei weitere erfahrene Coaches für die bisher so anfällige Abwehr verpflichtet.
Der Unterschied zwischen den Monarchs, die nach zuletzt vier Halbfinal-Teilnahmen in Folge dieses Jahr endlich mal Meister werden wollen, und den Panthern, bei den es nur um den Klassenverbleib geht, ist unübersehbar. Bei den Düsseldorfern fehlen verletzungsbedingt die beiden us-amerikanischen Offenseakteure Clark Evans (Knöchel) und Jeremiaha Gates (Knie). Beide haben in ihrer Heimat bereits als Coaches in High Schools gearbeitet und unterstützen in dieser Woche ihr Team als ‚Ersatzcoaches‘, da Offense Coordinator Marc Ellgering krankheitsbedingt nicht zur Verfügung stand. Manuel Engelmann, im bisherigen Saisonverlauf als Tightend einer der wichtigsten und zuverlässigsten Passempfänger der Panther, ist daher als Spielmacher gefordert, auf dem erst 20-jährigen Raven Tummoszeit wird die Hauptlast als Runningback liegen.
Zum Vergleich: Als sich bei den Dresdnern vor zwei Wochen Runningback Joe Bergeron verletzte, wurde kurzerhand als ‚Notnagel‘ Donald A. Russell aus den USA geholt: Der erzielte in der vergangenen Saison in 13 Spielen mehr als 2.000 Yards Raumgewinn und 26 Touchdowns für die Monarchs. Im Frühjahr versuchte Russell vergeblich den Sprung in den NFL-Kader der New York Giants und wurde jetzt zurück an die Elbe geholt. Mit Trevar Deed, dem besten GFL-Runningback der Jahre 2011 bis `13, der aber ‚eigentlich‘ als Defensive Back eingeplant ist, und Damien Donaldson, der ebenfalls bereits in der vorigen Saison, u.a. mit acht Interceptions, erfolgreich für die Sachsen gespielt hatte, wurden zwei weitere Akteure aus Übersee nachverpflichtet. Ein vierter Neu-Monarch ist ein alter Bekannter und ein echter Football-Nomade. Patrick Neff hat außer bei den Panthern auch schon bei den Lions in Braunschweig, in Mönchengladbach bei den schon lange insolventen Mavericks, bei den Cologne Falcons in der Stadt mit der großen Bahnhofskirche, in Berlin bei den Adlern, mit denen er 2014 den Eurobowl gewann, bei den Swarco Raiders Tirol in Innsbruck und natürlich in der deutschen Nationalmannschaft die Offense Line verstärkt
Angesichts dieser Voraussetzungen ist es verständlich, dass Panther-Headcoach Michael Wevelsiep betont, dass die Partie „für uns nur ein weiteres Vorbereitungsspiel in Richtung Relegation ist.“
German Football League, Gruppe Nord:
Düsseldorf Panther – Dresden Monarchs
Samstag., 20. August 2016, 17 Uhr;
Benrather Stadion an der Karl-Hohmann-Straße; Eingang über Bayreuther Straße
Eintritt: € 10,-; Ermäßigte € 8,--
Live-Übertragung durch das Fanradio: http://www.duesseldorfpanther.de/panther-radio/
Livestream über: http://livestream.com/RadioMonarchsTV
Jürgen Nitsch - Düsseldorf Panther
Nach dem Sieg gegen die Rebels müssen auch gegen Düsseldorf Punkte her - Noch immer kämpfen vier Mannschaften um das Playoff-Heimrecht

Was für ein Spiel. Was für eine Dramatik. Das Duell zweier Spitzenmannschaften, der Berlin Rebels und der Dresden Monarchs, am vergangenen Wochenende im Dresdner Heinz-Steyer-Stadion war mit Sicherheit eine der spannendsten Partien des Jahres. Zuschauer und Spieler mussten bis in die Schlusssekunden bangen. Mit 40:36 entschieden die Königlichen knapp, aber keineswegs unverdient, diesen erstklassigen Schlagabtausch für sich. Zum Ausruhen bleibt nun dennoch keine Zeit. Schon an diesem Sonnabend folgt bereits der nächste Spieltag (gegen die Düsseldorf Panther). Auch wenn der kommende Gegner durchaus schlagbar scheint, gilt es konzentriert zu bleiben. Jetzt bloß keine Fehler machen, lautet die Devise. Das Playoff-Heimrecht gibt es gerade in dieser Spielzeit nicht geschenkt.
Drei Spieltage. Drei grundverschiedene Gegner. Eine Pflicht: Gewinnen! Kurz vor Ende der Saison stehen die Dresden Monarchs auf dem zweiten Platz der GFL Nord. Dieser ist gleichbedeutend mit dem Playoff-Heimrecht, dem großen Ziel der Königlichen in der regulären Saison. „Wir haben in den vergangenen Monaten viel Kraft und Arbeit investiert. Wir verfolgten geduldig unser Ziel und stehen nur kurz vor dessen Erreichen. Drei Siege trennen uns, von einer erneut großartigen Saisonbilanz. Doch eines ist schon jetzt klar: keiner der drei notwendigen Siege wird uns geschenkt. Jeder der drei kommenden Gegner wird uns alles abverlangen“, ist sich Dresdens Cheftrainer John Leijten sicher.
Spätestens das Duell in zwei Wochen gegen Braunschweig, Erster des Nordens gegen den Zweiten des Nordens, könnte eine kleine Vorentscheidung bringen, auch wenn man die Hamburg Huskies, den letzten Gegner der Monarchs in dieser regulären Spielzeit, keinesfalls unterschätzen darf. Ein Blick in die Ferne, der John Leijten keinesfalls gefällt. „Wir müssen uns auf unseren kommenden Gegner konzentrieren und stets von Spiel zu Spiel denken. Alles andere geht ins Auge. Aktuell spielt es keine Rolle, ob wir gegen den Tabellenletzten oder den Tabellenersten antreten. Die Aufgabe bleibt stets die gleiche. Wir müssen gewinnen, wollen wir aus eigener Kraft das Heimrecht für die Meisterschaftsendrunde erringen.“ Vielleicht ist es genau dieser Pragmatismus, der die Dresden Monarchs auch in dieser Saison so erfolgreich macht. Statt wild zu fabulieren, hält Dresdens Cheftrainer sein Team fest auf dem Boden der Tatsachen.
Und die sprechen zumindest in der nun kommenden Partie (Kickoff: 17 Uhr) im Düsseldorfer Stadion Benrath klar für die Königlichen aus Sachsen. Mit 0:22 Punkten liegen die Düsseldorf Panther abgeschlagen auf dem letzten Platz im Norden. Das Hinspiel ging mit 61:14 klar an Dresden. Kiel, der letzte Gegner Düsseldorfs und ein weiterer Aspirant auf einen der zwei ersten Tabellenränge, schlugen die Raubkatzen in der Vorwoche mit 63:0. Es müsste schon mit dem Teufel zugehen, wären die Dresden Monarchs nicht in der Lage, die Panther zu bezwingen. Dennoch wird John Leijten nicht müde, sein Team zu warnen, absolute Konzentration und maximalen Einsatz zu fordern. Sein Kader scheint verstanden zu haben. Die Vorbereitung läuft akribisch.
Jörg Dreßler - Dresden Monarchs e.V.
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