Seniors
Die Münster Phoenix haben ihr letztes Saisonspiel verloren. Auf der Sentruper Höhe unterlag das Team am Samstag den Bielefeld Bulldogs in einer bis zum Schluss spannenden Partie mit 25:28 (6:7/12:14/7:7/0:0). Damit sind die Münsteraner aus dem Aufstiegsrennen ausgeschieden. Für die Bielefeld Bulldogs geht es dagegen am letzten Spieltag um den Gruppensieg. Die Bulldogs treten bei den Paderborn Dolphins an und würden mit einem Sieg Platz eins sichern. Die Cologne Crocodiles können noch Gruppenerster werden, benötigen dafür allerdings eine Niederlage der Bielefelder. Köln ist am letzten Spieltag bei den Troisdorf Jets zu Gast.
Am Ende reichte es für Münster nicht ganz und verlor knapp mit 25:28 - Foto: Nick Jungnitsch
Münster gewann den Coin Toss und überließ den Gästen den Kickoff. Die Phoenix arbeiteten sich zunächst gut über das Feld, doch dann gelang Bielefelds Defensive Back Derek Tuffour eine Interception gegen Münsters Quarterback Malik Brown. Brown hatte zuvor selbst für die Bulldogs gespielt.Die Gäste zeigten anschließend, dass sie bereit waren, auch ins Risiko zu gehen. Gleich im ersten Drive spielten die Bulldogs einen vierten Versuch aus und wurden belohnt. Rafael Regehr lief über drei Yards in die Endzone und brachte Bielefeld mit 6:0 in Führung. Andreas Schilling verwandelte den PAT zum 7:0.
Die Antwort der Phoenix ließ allerdings nicht lange auf sich warten. Von der eigenen 26-Yard-Linie bediente Brown Laumann mit einem Pass. Der Receiver nutzte seine Chance und sprintete bis in die Endzone. Der anschließende PAT wurde geblockt – Münster verkürzte damit auf 6:7.Auch im zweiten Drive gingen die Bulldogs bei einem vierten Versuch ins Risiko. Quarterback Niklas Gorny sorgte schließlich selbst für die nächsten Punkte und lief über acht Yards zum Touchdown. Nach Schillings PAT stand es 6:14.
Doch erneut schlugen die Gastgeber zurück. Ein langer Pass von Brown auf Michiah Quick brachte die Phoenix bis in die Endzone. Quick spielte dabei seine enorme Geschwindigkeit aus und verkürzte auf 12:14. Die anschließende Two-Point-Conversion war nicht erfolgreich. Bielefeld antwortete wiederum mit Punkten. Gorny fand Vinzenz Wiemer per Pass, der die Führung der Bulldogs auf 21:12 ausbaute. Schilling verwandelte den PAT.
Kurz vor der Halbzeit meldete sich Münster erneut zurück. Brown bediente Maxi Elfers, der den Ball zum Touchdown in die Endzone brachte. Die Phoenix verkürzten auf 18:21. Bei der anschließenden Two-Point-Conversion wurde der Pass allerdings von Bielefeld abgefangen.
Nach der Pause erwischten die Phoenix den besseren Start. Umar Tairou brachte Münster mit einem Lauf in die Endzone und damit erstmals in diesem Spiel in Führung. Hendrick Schröder verwandelte den PAT – aus dem 18:21 war ein 25:21 geworden. Die Bulldogs ließen sich davon jedoch nicht beeindrucken. Wieder war es Regehr, der für Bielefeld punktete. Mit seinem Lauf-Touchdown drehten die Gäste die Partie erneut und gingen mit 28:25 in Führung. Schilling sorgte mit dem PAT für den Drei-Punkte-Vorsprung. Münster versuchte in der Schlussphase noch einmal alles, doch die Phoenix fanden keinen Weg mehr in die Endzone. Damit blieb es beim 28:25 für die Bielefeld Bulldogs.
Nach dem Spiel zeigte sich Münsters Head Coach Jonathan Kuban trotz der bitteren Niederlage beeindruckt von der Partie. „Das war Werbung für den Sport“, sagte Kuban. Es sei ein „megageiles Spiel“ gewesen, allerdings mit dem schlechten Ende für seine Mannschaft. Als neutraler Zuschauer, so Kuban weiter, wäre er von diesem Spiel sicherlich sehr begeistert gewesen. Gleichzeitig gratulierte der Phoenix-Head-Coach den Bielefeld Bulldogs zum Sieg.
Für Münster endet damit die Saison. Bielefeld dagegen hat am letzten Spieltag weiterhin alle Chancen auf den Gruppensieg. Die Entscheidung fällt im Duell bei den Paderborn Dolphins sowie im Spiel der Cologne Crocodiles bei den Troisdorf Jets.
Unsere Bildergalerien zum Spiel:
Nick Jungnitsch - Link zur Galerie
Oliver Jungnitsch - Link zur Galerie
Oliver Jungnitsch für NRW Football
Die Solingen Paladins haben in der Regionalliga NRW einen wichtigen Auswärtssieg gefeiert. In einem erneut dramatischen Herzschlagfinale setzten sich die Klingenstädter bei den Troisdorf Jets mit 21:20 durch. Erst wenige Sekunden vor dem Ende fand Quarterback Kai Rosin seinen Receiver Omunique Wilkerson zum entscheidenden Touchdown.
Glückliche Gesichter bei den Paladins nach dem Krimi in Troisdorf - Foto: Marc Junge
Vor der Partie war klar, dass für beide Teams viel auf dem Spiel stand. Im Kampf um Platz vier beziehungsweise fünf konnte der Sieger einen wichtigen Schritt nach vorne machen. Rund 300 Zuschauer, darunter etwa 100 mitgereiste Solinger Fans, sahen zunächst einen besseren Start der Gastgeber.
Die Jets erwischten einen Blitzstart und gingen mit 7:0 in Führung. Vor allem im Laufspiel waren die Troisdorfer in dieser Phase nur schwer zu stoppen. Die Paladins kämpften sich jedoch zurück ins Spiel. Ein missglückter Pass von QB Kai Rosin kurz vor der Endzone verhinderte zunächst den möglichen Anschluss. Troisdorf nutzte die Gelegenheit und erhöhte auf 14:0.
Die Defense der Paladins fand anschließend immer besser ins Spiel und verhinderte eine noch höhere Führung der Gastgeber. Unter anderem sicherte Niclas Fiorillo einen Fumble der Jets. Auch die Offense um Coordinator Michel Fritsche stellte sich zunehmend besser auf die Troisdorfer Verteidigung ein. Nach einigen erfolgreichen Drives war es schließlich Myles Bailey, der zum 6:7 verkürzte. Der anschließende PAT misslang. Mit diesem Spielstand ging es in die Halbzeit.
Paladins drehen die Partie
Auch nach der Pause schenkten sich beide Teams nichts. Die Verteidigungsreihen bestimmten weiterhin das Geschehen. Nach einem starken Drive kamen die Paladins der Endzone erneut gefährlich nahe. Anton Lange sorgte schließlich per Field Goal für das 9:14. Kurz darauf schlug Myles Bailey erneut zu: Er fing den Ball ab und sprintete über 75 Yards bis in die Endzone. Damit gingen die Paladins erstmals mit 15:14 in Führung. Der PAT blieb erneut erfolglos. Doch auch die Jets hatten die passende Antwort parat und holten sich die Führung zurück. Troisdorf erhöhte auf 20:15, ehe erneut der PAT nicht verwandelt werden konnte. Damit war alles für ein weiteres Herzschlagfinale angerichtet.
Rosin findet Wilkerson zum Sieg
Kurz vor dem Ende führte Kai Rosin seine Offense ein letztes Mal über das Feld. Mit einer Mischung aus Lauf- und Passspiel arbeiteten sich die Paladins bis auf wenige Inches an die Troisdorfer Endzone heran. Mehrfach hielt die Jets-Defense dagegen. Dann kam der entscheidende Moment: Rosin fand den freilaufenden Omunique Wilkerson und bediente seinen Receiver mustergültig. Touchdown Solingen – 21:20! Der anschließende PAT misslang, doch die verbleibenden Sekunden reichten den Jets nicht mehr für eine Antwort. Die Paladins brachten den knappen Vorsprung über die Zeit und ließen sich anschließend von den mitgereisten Fans feiern.
„Das Team hat bis zum Ende an sich geglaubt“
„Natürlich sind wir erleichtert. Das Team hat bis zum Ende an sich geglaubt und die Ernte verdient eingefahren“, resümierte Cheftrainer Alexander Thomas nach dem Abpfiff. „Wir können jetzt die positive Energie mit ins Finale gegen Remscheid nehmen.“
Auch Pressesprecher Jens Merten hob die Arbeit des Trainerteams hervor: „Es ist mir wichtig zu betonen, dass die Coaches heute wieder einen großartigen Job gemacht haben, indem sie während des Spiels die richtigen Änderungen und Entscheidungen getroffen haben. Als Zuschauer konnte man von Drive zu Drive sehen, wie die Strategien angepasst wurden.“
Viel Zeit zum Durchatmen bleibt den Paladins allerdings nicht. Bereits am kommenden Samstag wartet mit dem Remscheid Amboss der nächste Gegner – und ein Spiel mit enormer Bedeutung. „Das Spiel gegen den Amboss kann im schlechtesten Fall über die gesamte Saison entscheiden. Wir haben aber nun alle Karten in der Hand, um den vierten Platz zu behalten. Das ist unser klares Ziel“, blickt Thomas voraus. Das Saisonfinale steigt am Samstag im Walder Stadion. Kick-off ist um 16 Uhr.
Die Rostock Griffins haben das Halbfinale beim Südmeister Wiesbaden Phantoms verdient mit 54:35 (21:7, 14:21, 6:0, 13:7) gewonnen. In einem sehenswerten und physischen Footballspiel setzten sich die Rostocker auswärts durch und stehen damit im erstmals ausgetragenen GFL2 Bowl. Dort geht es nicht nur um die Meisterschaft, sondern auch um die Chance auf den Aufstieg in die GFL.Gegner am 12. September in Krefeld sind die Krefeld Ravens, die sich im zweiten Halbfinale gegen die Albershausen Crusaders durchsetzten.
Mit dem Sieg gegen die Wiesbaden Phantoms haben die Griffins das Finale um den Aufstieg in die GFL erreicht - Foto: Helke Redersborg
Griffins legen furios los
Im ersten Quarter gingen zunächst die Gastgeber nach einem sehenswerten Passspielzug in Führung. Die Griffins antworteten jedoch umgehend: Quarterback #5 Christofer Zellous bediente Wide Receiver #1 Ruben Saint-Jean mit einem Pass über 80 Yards. Kicker #15 Jonas Beumer verwandelte den PAT zum 7:7. Kurz darauf unterlief der Wiesbadener Offense ein misslungener Snap. Defensive Liner #31 Arben Musa setzte nach, sicherte den freien Ball und trug ihn bis in die Endzone der Gastgeber. Mit dem anschließenden PAT von Beumer gingen die Griffins mit 14:7 in Führung.
Die Rostocker Defense blieb weiter hellwach. In einem gut vorbereiteten Trickspielzug konnte der eigene Kickoff direkt wieder gesichert werden, sodass die Offense erneut auf das Feld kam. Zwar brachte dieser Drive keine weiteren Punkte, doch wenig später schlug die Defense erneut zu: Linebacker #38 George Hawkins III fing einen Pass des starken Wiesbadener Quarterbacks ab und trug den Ball über mehr als 50 Yards zum Interception Return Touchdown in die Endzone. Beumer verwandelte den PAT – 21:7 für die Griffins.
Wildes zweites Quarter
Im zweiten Quarter wurde es turbulent: Insgesamt fielen 35 Punkte. Zunächst verkürzten die Gastgeber per Pass-Touchdown. Danach übernahm die Rostocker Offense wieder das Kommando. Das starke Laufspiel der Griffins wurde von der statistisch besten Defense der GFL2 zwar weitgehend unterbunden, dafür setzte Rostock zunehmend auf das Passspiel.
Am Ende eines langen Drives fand Zellous Wide Receiver #8 Arthur Riemer, der einen eigentlich abgefälschten Ball artistisch und sicher in der Endzone fing. Die Griffins führten damit 28:14. Wiesbaden ließ sich jedoch nicht abschütteln. Nach einem weiteren Pass-Touchdown kamen die Phantoms erneut heran. Im folgenden Rostocker Drive gelang ihnen zudem eine Interception, die direkt zum Touchdown zurückgetragen wurde – der Ausgleich war hergestellt.
Doch die Griffins hatten noch eine Antwort parat. Bei weniger als einer Minute auf der Uhr orchestrierte Zellous noch einmal einen starken Drive. Mit einem herausragenden Pass auf Saint-Jean, der den Ball ebenso spektakulär fing, stellten die Rostocker die Führung wieder her und gingen mit 35:28 in die Halbzeitpause.
Defense entscheidet das Spiel
Nach der Halbzeit versuchten die Phantoms alles, doch die Rostocker Defense übernahm nun zunehmend die Kontrolle. Defensive Coordinator und Geburtstagskind Gerrit Lühmann hatte seine Mannschaft bestens eingestellt. Die Defensive Line um Froese, Baierl und Musa setzte den Wiesbadener Quarterback immer wieder unter Druck. Die Linebacker Waltz, Pohl, Wood und Hawkins bekämpften konsequent das gefährliche Laufspiel der Gastgeber. Auch das Backfield mit Orgill, Wuchrer, Bergeron und Beumer stand sicher.
Die Griffins wurden zwar immer wieder durch Strafen zurückgeworfen, ließen sich davon auf dem Weg ins Finale aber nicht aus dem Konzept bringen. Dann folgte der nächste große Spielzug: Wide Receiver #3 Igor Ovtchinnikov hatte sich seinen ersten Saisontouchdown offenbar für den richtigen Moment aufgehoben. Nach einem eigentlich abgefälschten Ball sprintete er über rund 60 Yards bis in die Endzone und baute die Rostocker Führung weiter aus.
Gut drei Minuten vor dem Ende setzte die komplette Defensive Line die Wiesbadener Quarterback-Jagd fort. Hawkinsschlug dem Quarterback den Ball aus den Händen, DL #69 Tobias Froese sicherte das Fumble und brachte die Griffins damit in aussichtsreiche Feldposition. 70 Sekunden vor dem Spielende machte schließlich WR #19 Jaeden Lewis mit seinem Touchdown endgültig den Deckel drauf. Beumer setzte mit dem PAT noch einen weiteren Punkt drauf – 54:35. Danach kannte der Jubel keine Grenzen.
691 Kilometer für den Traum vom Aufstieg
691 Kilometer inklusive einer Übernachtung lagen hinter Mannschaft und Staff – eine lange Auswärtsfahrt, die mit erheblichem organisatorischem und finanziellen Aufwand verbunden war. Ein besonderer Dank der Griffins gilt deshalb allen Sponsoren, die diese lange Auswärtsfahrt extra unterstützt und damit einen wichtigen Beitrag zum Halbfinalerfolg geleistet haben.
Die Saison 2026 ist noch nicht vorbei: GFL2 Bowl 2026 – das Finale um den Aufstieg
Die Griffins haben ihr erstes großes Saisonziel erreicht: die Playoffs. Nun folgt die Zugabe. Am 12. September 2026 blickt die deutsche Football-Welt nach Krefeld. In der traditionsreichen Grotenburg wird erstmals der GFL2 Bowl ausgetragen. Die beiden Finalisten der Saison 2026 kämpfen um die Meisterschaft der GFL2 und gleichzeitig um den Aufstieg in die effect® ENERGY GFL, die höchste deutsche Spielklasse im American Football. Krefeld Ravens vs. Rostock Griffins – das Finale verspricht Football auf höchstem Niveau. Für beide Teams geht es dabei um weit mehr als nur einen Titel. Es geht um den Traum vom Aufstieg, um die Belohnung für eine Saison voller harter Arbeit und um die einmalige Chance, sich einen Platz in den Geschichtsbüchern des eigenen Vereins – und des deutschen Footballs – zu sichern.
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Jens Putzier- Rostock Griffins (redaktionell geändert)
Weitere Beiträge …
- Braunschweig Lions gewinnen Herzschlagfinale in Berlin
- Auf in die vorletzte Runde: Paladins starten nach der Sommerpause in Troisdorf
- Griffins vor dem Halbfinal-Kracher in Wiesbaden
- Endspiel auf der Sentruper Höhe: Münster Phoenix empfängt die Bielefeld Bulldogs
- Wolfpack steht im nächsten Heimspiel vor historischer Chance
- Jason Irmscher wird neuer Headcoach der Wolves
- Düren Demons starten Neuaufbau ihres Seniorenteams
- Gambles Trikotnummer wird nicht mehr vergeben
- Braunschweig Lions finden gegen starke Royals kein Mittel
- Phillip Gamble – Statement: Meine Zeit bei den Minden Wolves
Unterkategorien
GFL Nord Beitragsanzahl: 715
GFL2 Nord Beitragsanzahl: 725
Europa/Welt Beitragsanzahl: 189
GFL + GFL2 (Nord) - ELF Beitragsanzahl: 0
Regionalliga (Seniors) Beitragsanzahl: 435
Oberliga (Seniors) Beitragsanzahl: 184
Verbandsligen (Seniors) Beitragsanzahl: 255
Landesligen (Seniors) Beitragsanzahl: 173
NRW-Liga (Seniors) Beitragsanzahl: 76
FS / Training / sonstiges (Seniors) Beitragsanzahl: 58
Seite 1 von 562









