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Jason Irmscher wird neuer Headcoach der Minden Wolves. Was in der zurückliegenden Woche bereits spekuliert wurde, kann der heimische American-Football-Club nun offiziell bestätigen. „Jetzt ist die Tinte trocken, sodass wir offiziell Vollzug vermelden können“, erklärt Pressesprecher Volker Krusche.

 

Minden verpflichtet seinen Wunschkandidaten aus Paderborn als Nachfolger von Phil Gamble - Foto: Oliver JungnitschMinden verpflichtet seinen Wunschkandidaten aus Paderborn als Nachfolger von Phil Gamble - Foto: Oliver Jungnitsch

 

Mit dem Trainer, der jahrelang für die Paderborn Dolphins in der 1. Bundesliga verantwortlich war, kommt ein sehr erfahrener und anerkannter Coach nach Minden. Er tritt damit die Nachfolge von Phil Gamble an, von dem sich das Wolfsrudel nach siebenjähriger Zusammenarbeit zum Saisonende getrennt hat.

 

„Keine Entscheidung für einen kurzen Zwischenstopp“

Warum Minden? „Die Entscheidung für Minden ist für mich keine für einen kurzen Zwischenstopp, sondern eine langfristige Entscheidung. Die Wolves haben in kurzer Zeit enorm viel aufgebaut und sich gerade infrastrukturell sehr gut entwickelt. Daran möchte ich anknüpfen“, nennt Jason Irmscher den Grund für seinen Wechsel von der Pader an die Weser.

Der 37-Jährige gehört bereits seit vielen Jahren zu den prägenden Persönlichkeiten im deutschen American Football. In Paderborn war er in Doppelfunktion als Headcoach und Geschäftsführer tätig und dabei maßgeblich am sportlichen und strukturellen Aufbau der Dolphins beteiligt. Unter seiner Führung entwickelte sich das Programm in Paderborn kontinuierlich weiter. Das Ergebnis: Das Team schaffte schließlich den Sprung in die GFL1, in der es mehrere Jahre spielte.

Neben seiner erfolgreichen Tätigkeit an der Sideline verantwortete Irmscher für den Verein auch die Bereiche Sport, Sponsoring, Marketing und Vereinsentwicklung. Irmscher: „Ich stehe für einen modernen Führungsstil, klare Strukturen und eine langfristige Nachwuchs- und Organisationsentwicklung.“

Fortan trifft er beim erst gut acht Monate alten AFC Minden Wolves auf einen innovativen und verlässlichen Vorstand. „Ich denke, wir werden mit Jason auch neben dem Sport sehr gut zusammenarbeiten und freuen uns darauf, dass er seine Expertise mit in die Diskussion einbringt“, blickt Vorstandssprecher Ulrich Grünwald nach vorn.

Mit seinem Fokus auf Teamkultur, professionelle Standards und nachhaltigen Vereinsaufbau wird Jason Irmscher nun Headcoach der Wolves und soll dort den sportlichen Neuaufbau maßgeblich gestalten.

Die Trennung von den Paderborn Dolphins, bei denen Irmscher nach dem wirtschaftlichen Rückzug aus der GFL1 aktuell noch in der Regionalliga im Einsatz ist, wurde seitens des Vereins Anfang Juli zum Ende September bekannt gegeben. In Minden beginnt sein Engagement offiziell am 1. Oktober.

„Wir freuen uns sehr darauf, diesen erfahrenen Coach für die Weiterentwicklung der Minden Wolves verpflichtet zu haben“, hebt Ulrich Grünwald hervor. „Jason Irmscher war von Anfang an unser Wunschkandidat. Auch, weil uns sein vorgelegtes Konzept absolut überzeugt hat.“

Und angesichts der Tatsache, dass sich der American Football in Minden in den wenigen Jahren so gut entwickelt habe, seien die Wolves auch der Wunschverein des neuen Mannes an der Spitze des sportlichen Bereichs.

Der gibt auch sofort Einblicke in seine Philosophie: „Für mich steht ganz klar ‚Team First‘ über allem. Ich glaube daran, dass Erfolg nicht durch einzelne Spieler oder große Namen entsteht, sondern durch eine gemeinsame Identität, klare Standards und die Bereitschaft, jeden Tag füreinander zu arbeiten. Ich möchte eine Kultur schaffen, in der Commitment, Disziplin, Respekt und Verantwortung nicht nur Worte sind, sondern täglich gelebt werden. Dabei gilt für mich ganz klar: Lead by Example – mit gutem Beispiel vorangehen. Ich werde niemals etwas von Spielern oder Coaches verlangen, was ich nicht selbst bereit bin vorzuleben.“

 

Weniger Imports, mehr deutsche Spieler

In den zurückliegenden Jahren war es in Minden so, dass man das Team durch zahlreiche ausländische Spieler so stark machte, dass der Erfolg die logische Konsequenz war. Unter Irmscher wird sich die Handschrift allerdings verändern.

„Wir werden definitiv deutscher werden. Das Roster an deutschen Spielern wird größer werden.“ Das bedeute allerdings nicht, dass auf „Imports“ gänzlich verzichtet werde. „Definitiv nicht, aber wir werden weniger Spieler aus anderen Ländern holen. Aber die, die wir holen, werden besser sein als die, die bislang in Minden das Wolves-Trikot getragen haben!“

Jason Irmscher sieht an seinem neuen Arbeitsplatz großes Potenzial darin, „den eingeschlagenen Weg im Herrenbereich mit der Entwicklung des Jugendbereichs noch enger zu verzahnen. Für mich ist es besonders wichtig, lokale Talente und Spieler aus der Region zu entwickeln, ihnen eine Perspektive im Herrenbereich zu geben und möglichst viele Homegrown-Spieler in das Programm zu integrieren.“

Für seinen Vorgänger hat Irmscher ebenfalls ehrenwerte Worte parat. „Phil Gamble hat im Herrenbereich wichtige Arbeit geleistet und eine gute Basis geschaffen. Darauf möchte ich aufbauen und gemeinsam mit meinem Coaching Staff meine Stärken, insbesondere im Recruiting, in der Entwicklung von Spielern und in der Umsetzung einer klaren Teamstruktur, einbringen.“

 

Drei Coaches für drei Aufgaben

Dazu beitragen wird ein deutlich größerer und qualitativ stärker aufgestellter Trainerbereich. Anders als Gamble, der auf eigenen Wunsch lange Zeit in der GFL2 als Headcoach auch die Aufgaben des Offensive und Defensive Coordinators innehatte, werden diese drei Positionen künftig von drei unterschiedlichen Personen besetzt.

Hier stehen die Verantwortlichen des AFC Minden Wolves in sehr vielversprechenden Gesprächen. „Wir hoffen, auch hier sehr bald Vollzug vermelden zu können“, gibt sich der stellvertretende Vorstandssprecher und Pressesprecher Volker Krusche optimistisch.

Seine bisherige Position als Sportdirektor ging mit der Gründung des neuen Vereins in die Aufgaben des siebenköpfigen Vorstands über, dem auch Krusche angehört.

Zugleich hebt er hervor, „dass mit der jetzigen Neuausrichtung insbesondere der Coaching Staff besonders im Fokus steht. Hat man gute Trainer, entscheiden sich auch auswärtige Spieler für das Programm. Das ist im Football so.“

Dieses Vorhaben soll die Minden Wolves dann auch wieder zurück in die 2. Bundesliga führen. „Die GFL2 ist unser Ziel. Ob im nächsten oder übernächsten Jahr. Es gilt jetzt erst einmal, die Basis dafür zu legen. Wir haben unglaublich viel in diesem Jahr gelernt, sodass wir dann auch stärker zurückkommen werden“, blickt Vorstandssprecher Grünwald nach vorn.

Und Jason Irmscher schließt mit den Worten: „Mein Ziel ist es, die Wolves nicht nur kurzfristig erfolgreicher zu machen. Wir wollen ein Programm aufbauen, mit dem sich die Menschen in Minden und der Region identifizieren können – nachhaltig, entwicklungsorientiert und mit einem klaren Anspruch an uns selbst.“

Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Volker Krusche - Minden Wolves (redaktionell geändert)

 

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