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Die Rostock Griffins haben das Halbfinale beim Südmeister Wiesbaden Phantoms verdient mit 54:35 (21:7, 14:21, 6:0, 13:7) gewonnen. In einem sehenswerten und physischen Footballspiel setzten sich die Rostocker auswärts durch und stehen damit im erstmals ausgetragenen GFL2 Bowl. Dort geht es nicht nur um die Meisterschaft, sondern auch um die Chance auf den Aufstieg in die GFL.Gegner am 12. September in Krefeld sind die Krefeld Ravens, die sich im zweiten Halbfinale gegen die Albershausen Crusaders durchsetzten.

Mit dem Sieg gegen die Wiesbaden Phantoms haben die Griffins das Finale um den Aufstieg in die GFL erreicht - Foto: Helke RedersborgMit dem Sieg gegen die Wiesbaden Phantoms haben die Griffins das Finale um den Aufstieg in die GFL erreicht - Foto: Helke Redersborg

Griffins legen furios los

Im ersten Quarter gingen zunächst die Gastgeber nach einem sehenswerten Passspielzug in Führung. Die Griffins antworteten jedoch umgehend: Quarterback #5 Christofer Zellous bediente Wide Receiver #1 Ruben Saint-Jean mit einem Pass über 80 Yards. Kicker #15 Jonas Beumer verwandelte den PAT zum 7:7. Kurz darauf unterlief der Wiesbadener Offense ein misslungener Snap. Defensive Liner #31 Arben Musa setzte nach, sicherte den freien Ball und trug ihn bis in die Endzone der Gastgeber. Mit dem anschließenden PAT von Beumer gingen die Griffins mit 14:7 in Führung.

Die Rostocker Defense blieb weiter hellwach. In einem gut vorbereiteten Trickspielzug konnte der eigene Kickoff direkt wieder gesichert werden, sodass die Offense erneut auf das Feld kam. Zwar brachte dieser Drive keine weiteren Punkte, doch wenig später schlug die Defense erneut zu: Linebacker #38 George Hawkins III fing einen Pass des starken Wiesbadener Quarterbacks ab und trug den Ball über mehr als 50 Yards zum Interception Return Touchdown in die Endzone. Beumer verwandelte den PAT – 21:7 für die Griffins.

Wildes zweites Quarter

Im zweiten Quarter wurde es turbulent: Insgesamt fielen 35 Punkte. Zunächst verkürzten die Gastgeber per Pass-Touchdown. Danach übernahm die Rostocker Offense wieder das Kommando. Das starke Laufspiel der Griffins wurde von der statistisch besten Defense der GFL2 zwar weitgehend unterbunden, dafür setzte Rostock zunehmend auf das Passspiel.

Am Ende eines langen Drives fand Zellous Wide Receiver #8 Arthur Riemer, der einen eigentlich abgefälschten Ball artistisch und sicher in der Endzone fing. Die Griffins führten damit 28:14. Wiesbaden ließ sich jedoch nicht abschütteln. Nach einem weiteren Pass-Touchdown kamen die Phantoms erneut heran. Im folgenden Rostocker Drive gelang ihnen zudem eine Interception, die direkt zum Touchdown zurückgetragen wurde – der Ausgleich war hergestellt.

Doch die Griffins hatten noch eine Antwort parat. Bei weniger als einer Minute auf der Uhr orchestrierte Zellous noch einmal einen starken Drive. Mit einem herausragenden Pass auf Saint-Jean, der den Ball ebenso spektakulär fing, stellten die Rostocker die Führung wieder her und gingen mit 35:28 in die Halbzeitpause.

Defense entscheidet das Spiel

Nach der Halbzeit versuchten die Phantoms alles, doch die Rostocker Defense übernahm nun zunehmend die Kontrolle. Defensive Coordinator und Geburtstagskind Gerrit Lühmann hatte seine Mannschaft bestens eingestellt. Die Defensive Line um Froese, Baierl und Musa setzte den Wiesbadener Quarterback immer wieder unter Druck. Die Linebacker Waltz, Pohl, Wood und Hawkins bekämpften konsequent das gefährliche Laufspiel der Gastgeber. Auch das Backfield mit Orgill, Wuchrer, Bergeron und Beumer stand sicher.

Die Griffins wurden zwar immer wieder durch Strafen zurückgeworfen, ließen sich davon auf dem Weg ins Finale aber nicht aus dem Konzept bringen. Dann folgte der nächste große Spielzug: Wide Receiver #3 Igor Ovtchinnikov hatte sich seinen ersten Saisontouchdown offenbar für den richtigen Moment aufgehoben. Nach einem eigentlich abgefälschten Ball sprintete er über rund 60 Yards bis in die Endzone und baute die Rostocker Führung weiter aus.

Gut drei Minuten vor dem Ende setzte die komplette Defensive Line die Wiesbadener Quarterback-Jagd fort. Hawkinsschlug dem Quarterback den Ball aus den Händen, DL #69 Tobias Froese sicherte das Fumble und brachte die Griffins damit in aussichtsreiche Feldposition. 70 Sekunden vor dem Spielende machte schließlich WR #19 Jaeden Lewis mit seinem Touchdown endgültig den Deckel drauf. Beumer setzte mit dem PAT noch einen weiteren Punkt drauf – 54:35. Danach kannte der Jubel keine Grenzen.

691 Kilometer für den Traum vom Aufstieg

691 Kilometer inklusive einer Übernachtung lagen hinter Mannschaft und Staff – eine lange Auswärtsfahrt, die mit erheblichem organisatorischem und finanziellen Aufwand verbunden war. Ein besonderer Dank der Griffins gilt deshalb allen Sponsoren, die diese lange Auswärtsfahrt extra unterstützt und damit einen wichtigen Beitrag zum Halbfinalerfolg geleistet haben.

Die Saison 2026 ist noch nicht vorbei: GFL2 Bowl 2026 – das Finale um den Aufstieg

Die Griffins haben ihr erstes großes Saisonziel erreicht: die Playoffs. Nun folgt die Zugabe.  Am 12. September 2026 blickt die deutsche Football-Welt nach Krefeld. In der traditionsreichen Grotenburg wird erstmals der GFL2 Bowl ausgetragen. Die beiden Finalisten der Saison 2026 kämpfen um die Meisterschaft der GFL2 und gleichzeitig um den Aufstieg in die effect® ENERGY GFL, die höchste deutsche Spielklasse im American FootballKrefeld Ravens vs. Rostock Griffins – das Finale verspricht Football auf höchstem Niveau. Für beide Teams geht es dabei um weit mehr als nur einen Titel. Es geht um den Traum vom Aufstieg, um die Belohnung für eine Saison voller harter Arbeit und um die einmalige Chance, sich einen Platz in den Geschichtsbüchern des eigenen Vereins – und des deutschen Footballs – zu sichern.

Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Jens Putzier- Rostock Griffins (redaktionell geändert)

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