Seniors
Kurve zeigt nach der 26:27 Niederlage nach oben – erster Erfolg eine Frage der Zeit?

Die Assindia Cardinals schrammen ganz knapp am ersten Sieg vorbei. Mit 26:27 geht er Sieg ganz knapp an die Gamecocks. Der Knoten vor einigen Spieltagen noch festsitzende Knoten hat sich auf jeden Fall deutlich gelockert. Die kontinuierliche Arbeit der Coaches trägt langsam Früchte. Die „Men In Blue“ kommen immer besser in den Spielen zu Recht.
Im Spiel gegen die Bonn Gamecocks starteten die Gäste, begünstigt durch zwei Strafen der Essener Defense besser in das Spiel und lagen schnell mit 0:7 in Führung. Weitere Punkte gab es erst im zweiten Viertel. Da fand Julian Zorz die Lücke in der Bonner Defense und lief für 45 Yards zum Touchdown. Dann durfte endlich eine Führung der „Men In Blue“ bejubelt werden. Stefan Wittmann nahm den Langen Pass in Empfang und lief über 30 Yards zur 13:7 Führung in die Endzone der Gamecocks. Jetzt machten die Gäste Druck und es hieß wenig später bereits 13:14. Noch im zweiten Viertel landete dann ein Pass der Cardinals in den Armen der Bonner Defense. Die nahmen das Geschenk dankend an und erhöhten anschließend auf 13:21. So ging es auch in die Pause,
Die Cardinals wissen zu fighten und sie stemmten sich gegen die drohende Niederlage. Nach mehreren vergebenen Chancen auf beiden Seiten waren es dann auch die Cardinals, die sich zu Beginn des letzten Viertels nach einem 40 Yards Pass auf Stefan Wittmann mit dem 19:21 zurück meldeten. Die „Men In Blue“ blieben am Drücker. Fabian Schorn bereitete die erneute Führung mit einem Lauf vor, Florian Schultheiß brachte den Ball dann abschließend in die Endzone. 26:21, der erste Sieg war zum Greifen nahe, doch die Bonner hatten den Ball. Die Cardinals stemmten sich mit allen Mitteln gegen die wohl letzte Bonner Offense. Leider am Ende vergebens. Bonn brachte den Ball in die Essener Endzone. Der Cardinals Defense verhinderte danach die möglichen zwei Extrapunkte und bei 26:27 bekamen die Cardinals die letzte Offense. Es wurde dramatisch. Man kam der Bonner Endzone noch einmal Yard um Yard bedrohlich nahe, doch was die „Men In Blue“ auch probierten, der Ball wollte nicht mehr in die Endzone oder durch die Torstangen der Gäste, die so äußerst knapp und auch etwas glücklich mit 26:27 den Sieg mit nach Bonn nahmen.
Am Ende haderten beide Coaches damit, dass man das Spiel nicht vorzeitig entscheiden konnte. Die Leistung der Cardinals gibt aber doch Hoffnung, dass der erste Erfolg nicht mehr allzu weit entfernt ist. Von Woche zu Woche weiß sich die Mannschaft zu steigern, gibt nicht in den Spielen auf und arbeitet auch ohne Erfolgserlebnis hart im Training weiter, damit sich eben genau dieses Erfolgerlebnis endlich einstellt.
Dirk Unverferth - Essen Assindia Cardinals
Ihre erste Saisonniederlage 2016 mussten die New Yorker Lions mit 24:30 (0:0; 7:7; 7:17; 10:6) gegen laufstarke Berlin Rebels hinnehmen. Dabei mussten die Löwen auf diverse wichtige Spieler auf beiden Seiten des Balls verzichten, die sich beim Eurobowlsieg eine Woche zuvor in Innsbruck verletzten.
28 RB Chris Smith - Foto: Fabian Uebe / New Yorker Lions
So fehlten u.a. auf Seiten der Offense neben Quarterback Grant Enders, auch Runningback David McCants, der zwar umgezogen an der Seitenline stand, aber nicht zum Einsatz kam. In der Verteidigung fehlten neben den Spielern in der bereits seit einigen Wochen stark dezimierten Defense Line zusätzlich noch Sorie Bayoh und Jakub Malecki.
Für den verletzten Grant Enders lief auf der Position des Spielmachers Christian Bollmann auf, da auch der sonst als Back-up vorgesehene Evan Landi nicht vollständig fit in das Spiel gegen die Rebels gehen konnte.
Die New Yorker Lions begannen das Spiel vor etwas mehr als 1.000 Zuschauern mit dem Kick-Off durch Jan Hilgenfeldt. Das erste Spielviertel war geprägt von beiden Abwehrreihen, die es dem jeweiligen Angriff des gegnerischen Teams nicht gestattete, nahe genug an die Endzone oder in Fieldgoalreichweite zu gelangen. So hieß es nach den ersten zwölf effektiven Spielminuten nach wie vor 0:0.
Das erste Team welches sich Schritt für Schritt in Richtung einer Endzone und damit Punkten näherte, waren die Gastgeber aus Berlin zu Beginn des zweiten Quarter. Mit Läufen über ihren nie vollständig zu stoppenden Runningback Larry McCoy, Pässe von Quarterback Terrell Robinson auf seine Ballfänger Alexander Tounkara und Jason Harris, sowie Läufe vom Spielmacher Robinson selbst, arbeiteten sich die Berliner bis an die zwei Yard Linie der New Yorker Lions voran. Für die erste Führung der Rebels zum 7:0 (PAT M. von Wachsmann) war Runningback McCoy verantwortlich. Der nächste Drive der Löwen dauerte nur zwei Spielzüge, bevor ein Passversuch vom Lions Quarterback Christian Bollmann in den Armen von Rebels Passverteidiger Jason Owusu landetet. Kapital konnten die Hausherren nicht aus dem gewonnen Ballbesitz für sich gewinnen, denn die Verteidigung der Lions ließ keinen nennenswerten Raumgewinn zu. Der folgende Drive des Angriffs der Braunschweiger unter der Regie von Bollmann verlief dann deutlich erfolgreicher. Yard für Yard arbeitet sich die Offense voran. Läufen von Chris Smith und Christian Bollmann folgten vollständige Pässe von Bollmann auf seine Ballfänger Römer, Hilgenfeldt und van Duijn. Für den Ausgleich zum 7:7 (PAT T. Goebel) war die Kombination Bollmann auf Landi mit einem 34 Yard Pass verantwortlich. Mit diesem Spielstand ging es in die Halbzeitpause, da die Verteidigung der Löwen u.a. mit einem Sack durch Jacob Schridde, keine weiteren Punkte durch die Hauptstädter zuließen.
Das dritte Spielviertel gehörte den Berlin Rebels, die zwar spielerisch nicht unbedingt überlegen waren, die aber zum richtigen Zeitpunkt und Moment Fehler der New Yorker Lions ausnutzten und selbst kaum Fehler produzierten. Gleich der Kick-Off durch die Rebels war ein Indiz dafür, denn beim Versuch einen schwierigen Kick der Berliner aufzunehmen versprang Tissi Robinson der Ball und das freie Spielgerät konnten die Hausherren in aussichtreicher Position sichern.
Die Defense der Löwen konnte zwar das Schlimmste u.a. durch eine Sack von Schridde und Müller am Berliner Spielmacher verhindern, aber mit einem 29 Yard Fieldgoal durch Max von Wachsmann gingen die Rebels mit 7:10 in Führung.
Im Angriff der Löwen lief zu Beginn des dritten Spielabschnitts nicht viel zusammen und so kamen die Berliner relativ schnell wieder in Ballbesitz und konnten diesen mit insgesamt nur drei Spielzügen und einen abschließenden zwei Yard Touchdownlauf durch Larry McCoy, zum Ausbau der Führung auf 16:7 (PAT nicht gut) ausnutzen. Auch der nächste Drive der Lions brachte nichts ein und der folgende Punt geriet zum Desaster und im Nachhinein wohl auch zur Spielentscheidung.
Den Punt von Christian Bollmann nahm Berlins amerikanischer Passverteidiger und Returner Jamaal White an der eigenen fünf Yard Linie auf und trug den Ball bis in die Endzone der New Yorker Lions zur zwischenzeitlichen 7:24 (TPC M. Wolff) Führung über 95 Yards zurück.
Was zu diesem Zeitpunkt bereits wie der “Todesstoß“ für die Braunschweiger aussah, wirkte aber eher wie ein Weckruf an das gesamte Team der Löwen. Mit aller Kraft stemmte sich die Mannschaft von Troy Tomlin nun gegen die drohende Niederlage und auch der Angriff um Christian Bollmann kam ins Rollen. Mit Pässen auf Landi, van Duijn, Hilgenfedt und Römer, sowie Läufen durch Chris Smith und Bollmann selbst kam man kontinuierlich der Endzone der Gastgeber näher und konnte noch vor dem letzten Seitenwechsel mit einem zwei Yard Lauf durch Chris Smith auf 14:24 (PAT T. Goebel) verkürzen.
Auch der Versuch eines Onside-Kicks, um erneut in Ballbesitz zu kommen, gelang beim folgenden
Kick-Off durch Jan Hilgenfeldt. Back-up Runningback Stephan Hofer konnte den Ball zu Gunsten der Löwen sichern. Den Anschluss zum 17:24 erzielte Tobias Goebel mit einem 37 Yard Fieldgoal zu Beginn des vierten und letzten Quarter. Bis knapp drei Minuten vor Spielende wogte die Begegnung hin und her und keine der beiden Mannschaften erarbeitete sich Vorteile. So konnte die Defense der New Yorker Lions einen weiteren Quarterback-Sack in Person von Patrick Finke verzeichnen und die Berlin Rebels verschossen einen Fieldgoalversuch aus 50 Yards. Die wohl letztendlich spielentscheidende Situation war bei etwas mehr als drei Minuten verbleibender Spielzeit die zweite Interception des Tages durch Christian Bollmann. Beim Versuch seine Receiver Tom van Duijn anzuspielen geriet der Ball zu kurz und Rebels Verteidiger Jamaal White konnte den Ball abfangen und bis zur 28 Yard Linie der Braunschweiger zurücktragen. Das 17:30 erzielte erneut Runningback Larry McCoy, dieses Mal mit einem Lauf aus neun Yards Entfernung. Die New Yorker Lions setzten nun alles noch einmal auf eine Karte und marschierten in den restlichen zwei Spielminuten über das Feld. Denn Touchdown zum 24:30 aus Sicht der Löwen erzielte Jan Hilgenfeldt nach einem 28 Yard Pass von Bollmann.
Nochmals versuchten die Braunschweiger mit einem Onside-Kick in Ballbesitz zu kommen, scheiterten aber dieses Mal am konzentriert agierenden Special Team der Gastgeber.
Damit brauchten die Berlin Rebels nur noch abzuknien und konnten den für sie historischen Sieg gegen den Favoriten aus Braunschweig feiern.
Scoreboard
07:00 2 Yard TD-Lauf L. McCoy (PAT M. von Wachsmann)
07:07 34 Yard TD-Pass C. Bollmann auf E. Landi (Pat T. Goebel)
10:07 29 Yard Fieldgoal M. von Wachsmann
16:07 2 Yard TD-Lauf L. McCoy (PAT nicht gut)
24:07 95 Yard Punt Return-TD J. White (TPC. M. Wolff)
24:14 2 Yard TD-Lauf C. Smith (PAT T. Goebel)
24:17 37 Yard Fieldgoal T. Goebel
30:17 2 Yard TD-Lauf L. McCoy (PAT nicht gut)
30:24 28 Yard TD-Pass C. Bollmann auf J. Hilgenfeldt (PAT T. Goebel)
Holger Fricke - New Yorker Lions
Dresden war für die Düsseldorf Panther einmal mehr keine Reise wert. Mit dem klaren 14:61 (6:21, 0:21, 8:13, 0:6) gegen die Monarchs kassierten die Schützlinge von Headcoach Marc Ellgering im fünften Saisonspiel der German Football League ihre fünfte Niederlage.

„Unsere Jungs haben alles gegeben, aber mehr war in dieser Besetzung einfach nicht drin“, resümierte der Düsseldorfer Cheftrainer, der aufgrund von Verletzungen, Krankheit und beruflich bedingten Ausfällen auf gerade einmal 30 Spieler zurückgreifen konnte.
Besonders eklatant machte sich die Personalnot im Defense Backfield bemerkbar. „Da hatten wir nur einen unserer etatmäßigen Spieler zur Verfügung“, sagte Ellgering. So stand das Deutschland-Debüt von US-Boy Michael Wallace, der in der vergangenen Woche als Verstärkung für die Rückraum-Verteidigung verpflichtet worden war, unter keinem guten Stern. Schließlich mussten immer wieder ‚gelernte‘ Angreifer in der Abwehr neben Wallace aushelfen, was die Hausherren schnell erkannten und gnadenlos ausnutzten. So benötigte das Dresdner ‚All-Star‘-Team - der australische Nationaltrainer und Monarchs-Headcoach John Leijten hat außer US-amerikanischen Akteuren auch Nationalspieler aus Australien, Finnland, Ungarn und Schweden im Kader - meist nur vier oder fünf Plays, um die Endzone der Gäste zu erreichen.
Erst als die Gastgeber nach dem 55:6 ihre internationalen Stars in der Schlussviertelstunde schonten, bekam die unermüdlich kämpfende Düsseldorfer Defense die Monarchen einigermaßen in den Griff. Da war das ohnehin kleine Panther-Aufgebot schon noch weiter dezimiert worden: Wide Receiver Feli Manoka musste mit einer Schulterverletzung zuschauen und Linebacker Dennis Forst erlitt eine Knieverletzung.
Dadurch kam sogar Manuel Engelmann zu seinem Debüt als Abwehrspieler: Der sonstige Pass-Empfänger und Spielmacher half als Outside Linebacker aus. „So wie ihn mussten wir fast ein Dutzend Jungs auf Positionen einsetzen, die sie vorher noch nie gespielt und noch nicht einmal trainiert haben“, erklärte Ellgering, „dass sie trotzdem alles für die Mannschaft gegeben und nie aufgegeben haben, zeigt den tollen Team Spirit.“ Den bewies auch die Offense Line. „Wegen Krankheit und beruflichen Terminen hat keiner der fünf O-Liner diese Woche trainieren können, aber sie haben alle durchgehalten“, lobte der Panther-Headcoach die ‚starken Jungs‘. Dank ihnen legten die Düsseldorfer im ersten Viertel wenigstens eine beeindruckende Angriffserie mit zwölf Plays hin, die Jeremiaha Gates mit einem kurzen Lauf zum ersten Gäste-Touchdown abschloss. Beim zweiten Düsseldorfer Touchdown zeigte der erst 20-jährige Aziz Rebai seine Qualitäten als Ex-Leichtathlet und sprintete seinem Dresdner Gegenspieler geradezu spielerisch leicht davon.
Dresden Monarchs – Düsseldorf Panther 61:14 (21:6, 21:0, 13:8, 6:0)
7:0 Joe Bergeron, 7-Yard-Lauf, PAT Franz Kammel; 1:29 Minuten gespielt
14:0 Sebastien Sagne, 15-Yard-Pass von Brandon Connette, PAT Franz Kammel; 4:07
14:6 Jeremiaha Gates, 3-Yard-Lauf, TPC Pass abgefangen; 8:30
21:6 Mike Schallo, 1-Yard-Pass von Brandon Connette, PAT Franz Kammel; 10:22
28:6 Mike Schallo, 42-Yard-Pass von Brandon Connette, PAT Franz Kammel; 12:18
35:6 Sebastien Sagne, 25-Yard-Pass von Brandon Connette, PAT Franz Kammel; 15:08
42:6 Micky Kyei, 5-Yard-Pass von Brandon Connette, PAT Franz Kammel; 22:32
48:6 Sebastien Sagne, 5-Yard-Pass von Brandon Connette; 28:46
55:6 Joe Bergeron, 12-Yard-Lauf, PAT Franz Kammel; 33:28
55:14 Aziz Rebai, 62-Yard-Pass von Clark Evans, Two-Point Conversion: Jeremiaha Gates fängt Pass von Clark Evans; 34:22
58:14 Florian Finke, 41-Yard-Fieldgoal; 37:28
61:14 Florian Finke, 24-Yard-Fieldgoal; 47:41
Düsselldorf Panther - Jürgen Nitsch
Die Dresden Monarchs haben erneut einen überzeugenden Sieg eingefahren. Gegen die bisher sieglosen Düsseldorf Panther gewannen die Sachsen am Samstag mit 61:14 (21:6/21:0/13:8/6:0).

Wieder gewonnen. Wieder gegen einen Underdog. Wieder viele Punkte gemacht. Aber diesmal vor allem hinten dicht gehalten! Soweit das Fazit schon zu Beginn. Mittlerweile ist man von der Monarchs Offense so ein Touchdown-Gewitter fast schon gewohnt. 71 gegen Berlin, 56 gegen Kiel, 77 gegen Hildesheim. 281 Punkte standen schon vor dem Match gegen die Düsseldorf Panther auf der Haben-Seite. Mehr hat keiner in der GFL bisher. Der Haken in der letzten Woche beim Aufsteiger Hildesheim waren die 49 Punkte, die man zugelassen hat. Das musste unbedingt besser werden. Und es wurde, beim Glöckner-Gameday im heimischen Heinz-Field!
Dresden begann gewohnt druckvoll. Kaum vier Minuten waren gespielt, da lagen die Monarchs schon mit zwei Touchdowns vorn. Joe Bergerand stand als erster in der Endzone. Später bediente Brandon Connette Sebastien Sagne mit einem Pass bis kurz vor die Endzone und der läuft unbedrängt die letzten Schritte zum zweiten Touchdown. Beide Male war dazu Franz Kammel beim Extrapunkt erfolgreich – Zwischenstand 14:0.
Dann Düsseldorf. Die Panther sind weiter nicht zu beneiden. Seit zwei Jahren kämpfen sie gegen Pech, Personalnot, Verletzungen und anderen Unwillen. Eine Season mit nur einem Sieg war die magere Ausbeute. Und auch in diesem Jahr läuft es gar nicht. In ihrem zweiten Drive beim Spiel in Dresden kam sowas wie Hoffnung auf. Womöglich hatten sie im Hinterkopf, wie schwer sich Dresdens Verteidigung noch vor einer Woche in Hildesheim getan hatte. Jedenfalls lief es plötzlich. Clark Evans, laufstarker Spielmacher der Panther, dirigierte seine Offense gut übers Feld. Mit einer Passbehinderung stießen die Monarchs den Düsseldorfern das Tor zum Anschluss weit auf. Und sie liefen dankend hindurch. Jeremiah Gates mit dem ersten Touchdown. Der Extrapunkt ging schief – 14:6. Das war es dann aber auch an Gastgeschenken. Bis kurz vor dem Schlussviertel punktete nur noch Dresden. Vier weitere Touchdown-Pässe von Brandon Connette noch in Halbzeit eins – auf Hendrick Hinrichs, Mike Schallo, Micky Kyei und erneut auf Sebstien Sagne. Halbzeitstand: 42:6!
Auch nach dem Wechsel weiter Dresden am Drücker. Zunächst Sagne mit seinem dritten Touchdown-Catch. Dann Runningback Bergeran mit seinem zweiten Touchdown.
Erst dann, gut anderthalb Minuten vor dem letzten Wechsel, die nächsten Punkte für Düsseldorf. Clark Evans mit einem langen Pass auf Aziz Rebai. Dazu die Conversion auf Jeremiah Gates – Zwischenstand 55:14. Doch da war das Spiel schon gegessen. Dresden wechselte durch. Und legte noch zwei Fieldgoals von Florian Finke nach. Eins aus 41, das zweite aus 24 Yard Entfernung. Endstand: 61:14.
Dresden hat auch diese Aufgabe gegen einen Gegner aus der unteren Tabellenhälfte souverän gelöst. Der Angriff läuft weiter auf Touren, die Verteidigung steht sicher. Als nächstes wartet das Derby in Berlin – am kommenden Sonntag bei den Adlern.
Jörg Dreßler - Dresden Monarchs e.V.
Mit 52:49 gewannen die Kiel Baltic Hurricanes ihr Heimspiel zum Auftakt der Kieler Woche gegen die Hamburg Huskies. 2.744 Footballfans sahen dabei einen spannenden Schlagabtausch der beiden Nord-Teams. Die Hurricanes starteten besser in die Partie, führten zur Halbzeit mit 26:14 und legten auch nach der Pause zunächst weiter vor. Doch die Hamburger zogen nach und hielten die Partie spannend.
„Wir hatten zwei gute Trainingswochen vor diesem Spiel. Wir wussten, dass dieses Spiel ganz anders werden würde als die erste Begegnung im April und ich bin stolz auf die Jungs“, so Hurricanes Head Coach Marcus Herford. „Aber wir haben noch jede Menge Arbeit vor uns, bevor wir nächste Woche die Lions empfangen.“
Ute Schönherr eröffnete das Spiel wieder mit der Nationalhymne, die an diesem Tag auf den letzten Tönen von einem Stadionüberflug durch den Luftsportverein Kiel gekrönt wurde. Mit drei Cessna 172 in Formation überflogen die LSV-Piloten das Kilia Stadion unter dem Jubel der Zuschauer, bevor Ministerpräsident Torsten Albig den Münzwurf zur Seitenwahl vornahm.
Die Hurricanes erwischten den besseren Start in die Partie. Die Defense zwang die Huskies im ersten Ballbesitz nach drei Spielzügen zum Punt. Die Kieler Offense konnte dagegen ihre erste Angriffsserie mit Punkten abschließen. Xavier Mitchell fing den ersten Touchdownpass von Logan Schrader. Der PAT gelang nicht. Auch den nächsten Drive der Hamburger beendete die Hurricanes Defense schnell, als Aaron Boadu Hamburgs Quarterback Jerry Lovelocke den Ball abnehmen konnte. Schrader dankte es ihm mit einem 40-Yard Touchdownlauf. Der Extrapunktversuch von Benedikt Englmann zur 13:0 Führung gelang. Anschließend arbeiteten sich die Huskies vor allem durch Läufe ihres Spielmachers Lovelocke über das Feld. Mit einem Pass über 25 Yards auf Kwame Ofori erzielten die Huskies schließlich ihre ersten Punkte. Marvin Amankwah kickte den Extrapunkt zum 13:7 aus Kieler Sicht.
Im zweiten Viertel wechselten sich die Teams mit dem Punkten ab. Zunächst lief Kiels Christopher McClendon über 70 Yards der Hamburger Defense davon, dann legte Lovelocke nach, bevor Logan Schrader zum 26:14 in die Endzone der Gäste lief. Damit gingen die Hurricanes mit zwei Scores Vorsprung in die Halbzeit und legten auch nach der Pause direkt nach. Doch mit einem weiteren Touchdown von Jerry Lovelocke und einem Interception Return Touchdown durch Victor Philippi kamen die Huskies zum Ende des dritten Quarters auf 29:32 heran und die Partie ging in ein spannendes Schlussviertel, in dem der muntere Schlagabtausch weiter ging.
Xavier Mitchell fing einen weiteren Touchdownpass und auch gleich die anschließende Two-Point Conversion von Schrader zum 40:29. Doch die Huskies arbeiteten sich mit Läufen von Kyle Harbridge über das Feld und legten mit einem Pass von Lovelocke auf Friedrich Nickel wieder nach. Nun griff Hurricanes Head Coach Marcus Herford in die Trickkiste. Schrader übergab den Ball an Xavier Mitchell, der ihn dann quer über das Feld zurück zu seinem Quarterback warf. Von dort trug dieser ihn über 40 Yards zum Touchdown zum 46:35. Lovelocke legte erneut nach und Kiels Chris McClendon antwortete prompt mit einem 75-Yard Touchdownlauf. Zunächst beendete Thiadrich Hansen den nächsten Hamburger Angriff mit einer Interception. Dennoch erneut zogen die Huskies nach einem Kieler Punt noch einmal nach, als Lovelocke seinen Receiver Diego Sanchez mit seinem Pass fand und im Anschluss gleich selbst für die Two-Point Conversion zum 52:49 aus Kieler Sicht sorgte. Daraufhin versuchten die Huskies bei weniger als zwei Minuten zu spielen durch einen Onside Kick selbst wieder in Ballbesitz zu kommen, doch die Canes erobern ihn und können nach einigen Spielzügen schließlich die Uhr auslaufen lassen und ihren so wichtigen dritten Saisonsieg besiegeln.
Am kommenden Samstag empfangen die Hurricanes mit den New Yorker Lions den amtierenden Meister im Kilia Stadion.
Kiel Baltic Hurricanes – Hamburg Huskies 52:49 (13:7/13:7/6:15/20:20)
1. QTR
6:0 #11 Xavier Mitchell, 5-Yard Pass #10 Logan Schrader, PAT failed
13:0 #10 Logan Schrader, 40-Yard Run, PAT #87 Benedikt Englmann
13:7 #81 Kwame Ofori, 25-Yard Pass #14 Jerry Lovelocke, PAT #2 Marvin Amankwah
2. QTR
20:7 #1 Christopher McClendon, 70-Yard Run, PAT #87 Benedikt Englmann
20:14 #14 Jerry Lovelocke, 2-Yard Run, PAT #2 Marvin Amankwah
26:14 #10 Logan Schrader, 9-Yard Run, PAT failed
3. QTR
32:14 #10 Logan Schrader, 25-Yard Run, PAT failed
32:22 #14 Jerry Lovelocke, 2-Yard Run, 2-Pt-Conv #42 Kyle Harbridge
32:29 #27 Victor Philippi, 20-Yard Interception Return, PAT #2 Marvin Amankwah
4. QTR
40:29 #11 Xavier Mitchell, 27-Yard Pass #10 Logan Schrader, 2-Pt #11 Xavier Mitchell
40:35 #7 Friedrich Nikel, 2-Yard Pass #14 Jerry Lovelocke,
46:35 #10 Logan Schrader, 40-Yard Run, 2-PC failed
46:41 #86 Kyle Harbride, 45-Yard Pass #14 Jerry Lovelocke, 2-PC failed
52:41 #1 Christopher McClendon, 75-Yard Run, 2-PC failed
52:49 #19 Diego Arbolda Sanchez, 21-Pass #14 Jerry Lovelocke, 2-PC #14 Lovelocke
Bettina Büll - Kiel Baltic Hurricanes -
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