Seniors
Mit einer klaren Niederlage sind die Düsseldorf Panther aus Braunschweig zurückgekehrt – aber trotzdem nicht allzu unzufrieden. Beim deutlichen 6:45 (0:14, 0:10, 6:14, 0:7) beim deutschen Meister, Rekordmeister und Eurobowl-Champion New Yorker Lions hielt der auch nach dem sechsten Spieltag weiterhin sieglose Tabellenletzte der German Football League über weite Strecken der Partie mit und zeigte sich vor allem in der Defense verbessert.

Das freute auch Headcoach Marc Ellgering: „In der Abwehr haben wir wesentlich solider gespielt als in den Wochen zuvor, da standen wir deutlich gefestigter.“ Was sich zahlenmäßig darin ausdrückte, dass die Lions im ungleichen Duell der Raubkatzen ‚nur‘ vier Touchdowns mit ihrer Offense erzielten. Gleich die beiden ersten Angriffsserien schlossen die Braunschweiger erfolgreich ab. Die Düsseldorfer legten nach dem schnellen 0:14- Rückstand einen langen Drive hin, in dem die Hausherren vor allem das Laufspiel der Gäste nicht stoppen konnten. Kurz vor der Endzone und dem erhofften Anschluss fing dann Nationalspieler Jacob Schridde einen Pass von Panther-Quarterback Clark Evans ab und trug ihn über 95 Yards zum 21:0 für den hohen Favoriten zurück.
Auch anschließend hielten die Düsseldorfer die Partie einigermaßen offen, ehe im dritten Quarter ausgerechnet einer der zahlreichen Ex-Panther bei den Lions das nächste big play hinlegte. Diesmal schnappte sich Lars Steffen einen Evans-Pass und retournierte den Ball über 50 Yards zum Touchdown. „Wir waren in der Offense in den entscheidenden Momenten ein wenig glücklos, es fehlte halt das letzte Quäntchen, das man zum Erfolg braucht“, urteilte Cheftrainer Ellgering.
Insgesamt bot die Panther-Offense eine solide Vorstellung und trug durch lange Angriffsserien zur Entlastung der Abwehr bei. „Das war auch unser Plan“, gab Ellgering zu, „aber als wir nach zwei langen Angriffsserien hätten Scoren können, haben wir uns jeweils einen Interception-Return-Touchdown eingefangen und dann wird das Ergebnis eben am Ende so klar.“ So blieb es beim ‚Ehren-Touchdown‘ für die Düsseldorfer durch Martin Emos, der einen 15-Yard-Pass von Clark Evans fing.
Geman Football League, Gruppe Nord:
New Yorker Lions Braunschweig – Düsseldorf Panther 45:6 (14:0, 10:0, 14:6, 7:0)
7:0 Evan Landi, 7-Yard-Pass von Grant Enders, PAT Tobias Goebel, 2:12 Minuten gespielt
14:0 Grant Enders, 4-Yard-Lauf, PAT Tobias Goebel, 8:47
21:0 Jacob Schridde, 95-Yard-Interception-Return, PAT Tobias Goebel, 13:42
24:0 Tobias Goebel, 24-Yard-Fieldgoal, 23:35
38:6 Martin Emos, 15-Yard-Pass von Clark Evans, 34:22
45:6 Evan Landi, 28-Yard-Pass von Grant Enders, PAT Tobias Goebel 37:29
Jürgen Nitsch - Düsseldorf Panther
Die Dresden Monarchs sind weiter in Sieg-Laune. Das Heimspiel gegen die Hildesheim Invaders wurde am Samstag souverän gewonnen. Vor knapp anderthalbtausend Zuschauern im Dresdner Heinz-Field hieß es am Ende 33:14 (7:0/13:0/13:0/0:14).

Das Hinspiel vor 3 Wochen war denkwürdig. Dresden gewann, machte bemerkenswerte 77 Punkte – Rekord in dieser Saison. Bemerkenswert war aber noch etwas anderes: Auch die damals gastgebenden Hildesheim Invaders scorten munter mit. 49 Punkte waren zu wenig um gegen Dresden zu gewinnen. Aber deutlich zu viel für die kritischen Dresdner Coaches.
Dass es diesmal anders lief hatte vor allem zwei Gründe. Erstens: die Monarchs-Verteidiger spielten deutlich konzentrierter, machten mehr Druck und zwangen vor allem Invaders Spielmacher Zachery Covenaugh zu vielen Fehlern. Allein in Halbzeit eins warf der drei Fehlpässe, die Monarchs-Verteidiger abfangen und sichern konnten.
Der zweite Grund: Dresdens Angriff ließ sich mehr Zeit. So gab es zwar weniger eigene Punkte. Man hielt den Ball aber auch länger in den eigenen Reihen und gab so den Gästen einfach viel weniger Chancen.
Dresdens Quarterback Brandon Connette dirigierte seine Vorderleute sehr überlegt und konzentriert übers Feld. Lange Pässe, kurze Pässe, Laufspiel über Runningback Joe Bergeron oder Connette selbst. Und zum Schluss ein 16 Yard Pass auf den völlig frei stehenden Hendrik Hinrichs zum ersten Touchdown (PAT Franz Kammel 7:0).
Hildesheim antwortete zügig. Bemerkenswert wieder wie schnell und dennoch überlegt QB Cavenaugh immer wieder agierte. Dennoch war kurz vor der 30-Yard Linie Schluss. Dresden machte dicht und die Invaders gaben den Ball ab. Was folgte war zunächst ein Fehler von Connette. Einer seiner Pässe geriet ein wenig zu kurz so das Victor Bürger auf Seiten der Hildesheimer zugreifen konnte. Schrecksekunde für die Monarchs! Doch nur wenig später „revanchierte“ sich Monarchs-Verteidiger Jonas Gacek, der seinerseits einen Pass des Hildesheimer Quarterbacks abfing. Brandon Connette bedankte sich bei seiner Verteidigung umgehend mit dem nächsten Touchdownpass auf Henrik Hinrichs zu 14:0.
Ein paar Minuten später hätte sich die Monarchs-Defense dann auch gleich mal selbst mit Punkten belohnen können. Jordan Glass mit der zweiten Interception und einem schönen Return in die Endzone der Invaders. Zu dumm nur, dass einer seiner Kollegen währenddessen unerlaubt einen Invader bedrängte. So blieb zwar der Ballbesitz Dresden. Punkte gab es aber keine. Die folgten erst nach der dritten Interception, diesmal von Dresdens Santeri Inkinen. Wieder Ballbesitz Dresden. Und diesmal Touchdown über Runningback Joe Bergerand (PAT nicht gut 20:0). Halbzeit und Durchatmen!
Dresden dominierte bis hierhin die Partie. Auch wenn die Offense wie gewohnt Punkte aufs Board zauberte stand die zuletzt kritisierte Passverteidigung der Monarchs im Mittelpunkt. Dank der spektakulären Interceptions durften sie so auch mal den verdienten Applaus des Publikums genießen.
Auch das dritte Viertel gehörte den Gastgebern. Oder um es konkret zu sagen: Joe Bergerand. Hatte der schon in Halbzeit Eins mit langen Läufen immer wieder für Raumgewinn und einen Touchdown gesorgt, legte er sehenswert nach. Zwei Touchdowns, einer über 48 und einer über 34 Yard Entfernung! Dresdens Runningback war an diesem Tag nur schwer zu stoppen. Erst im letzten Viertel schalteten die Monarchs ein bisschen runter, auch wenn sie weiter Spiel und Uhr kontrollierten. Dennoch kam nun auch Hildesheim zu Punkten. Zunächst bediente Zack Cavenaugh Christian Fette mit einem kurzen Pass (PAT Jonas Kretschmann 33:7). Und kurz vor Spielschluss wurde ein Fieldgoalversuch von Dresdens Florian Finke geblockt. Victor Bürger griff zu und trug den Ball begleitet von schützenden und jubelnden Kollegen in die Monarchs Endzone (PAT Kretschmann 33:14).
Dresden kann sich über einen weiteren Sieg freuen. Vor allem aber auch über eine sehr konzentrierte und fast schon abgeklärte Leistung, die einem Gegner, der vor ein paar Wochen noch schwer zu kontrollieren schien, diesmal kaum Chancen auf Gegenwehr erlaubte. Die Monarchs gehen nun in eine verdiente Pause. Das nächste Spiel findet am 30. Juli statt, wenn die Hamburg Huskies nach Dresden reisen.
Jörg Dreßler - Dresden Monarchs e.V.
Assindia Cardinals verpassen den Ostwestfalen die erste Niederlage
Foto: John Bishop
Die erste Niederlage der laufenden GFL 2 Saison müssen die Paderborn Dolphins nach dem Spiel gegen die Assindia Cardinals wegstecken. Mit 42:50 unterliegen die Ostwestfalen beim Tabellenschlusslicht in Essen. Eine mehr als unkonzentrierte Leistung der Dolphins mit vielen individuellen und teilweise fatalen Fehlern sorgen am Ende für die Niederlage. Eine ungewohnte Situation für die Paderborner, denn schon früh mussten die Dolphins einem hohen Rückstand hinterherlaufen. Erst in den letzten 10 Minuten des Spiels konnten die Dolphins noch einmal das Ergebnis kosmetisch korrigieren.
Wer 50 Punkte kassiert – egal ob es gegen das Schlusslicht der Tabelle ist oder nicht – kann ein Spiel nur schwer gewinnen. Darüber waren sich die Verantwortlichen der Paderborn Dolphins nach dem Spiel einig. Quarterback Ethan Haller betonte zwar, dass es kein Weltuntergang sei, man konnte dem US-Amerikaner aber anmerken, dass ihn diese Niederlage persönlich sehr wurmte. Denn diese Niederlage war nicht aufgrund eines überragend starken Gegners zustande gekommen, sondern aufgrund der schlechtesten Saisonleistung, die die Paderborn Dolphins in diesem Jahr zeigten. Natürlich kann man nun auch den Assindia Cardinals zusprechen, dass sie als einziges Team es geschafft haben die Chancen konsequent zu nutzen, doch bei den Fehlern die seitens der Dolphins gemacht wurden, wollte man sich nicht ausmalen wie die Spiele gegen Bonn oder Potsdam dann geendet wären.
Dabei begann das Spiel sehr vielversprechend für die Paderborner. Mit einem Touchdown gingen die Mannen um Head Coach Carsten Weber in Führung. Auch die Defensive punktete und brachte den gegnerischen Quarterback in der Endzone zu Fall. Safety und zwei Punkte auf der Habenseite. Die Essener kamen auf Fieldgoal Distanz heran und konnten dieses verwandeln, hatten sonst aber keine bemerkenswerten Chancen. „Dann haben wir völlig unseren Fokus verloren“, sagte Head Coach Weber. Vier Mal ging der Offensive der Ball im zweiten Quarter verloren und die Essener nutzten Ihre Chance.
Die Offensive der Essener setzte sich besonders durch immer wieder einfache, aber effektive Spielzüge in Szene. So entwischte Quarterback Schorn der Dolphins Defensive und konnte den American Football 50 Yards über das Feld tragen. Genauso schlecht präsentierte sich die Passverteidigung. Sie ging nur halbherzig in die Verteidigung und stoppte die Receiver der Essener nicht mit genügend Nachhaltigkeit. „Oftmals haben die Receiver von Essen noch 20 oder mehr Yards erlaufen können, obwohl wir an ihnen dran waren. Wir haben sie nur nicht ordentlich gestoppt“, ärgerte sich Head Coach Carsten Weber.
Nach der Pause startete die Offensive souverän und konzentrierter. Das Erfolgsrezept von Quarterback Haller, sich mit kurzen Pässen über das Feld zu arbeiten, ging auf. Sein US-Receiver Cameron Richmond konnte den ersten Touchdown in der zweiten Hälfte erzielen. Allerdings war ab der dritten Minute nicht mehr viel von der Konzentration zu sehen und die leichtfertige Spielweise zog wieder ein. Die Defensive kassierte drei Touchdowns in Folge und die Offensive war nicht in der Lage, im Angriff zu punkten.
Für die Paderborn Dolphins, das konnte man auch schon in den vergangenen Spielen sehen, spricht
allerdings, dass sie nicht aufgaben. Quarterback Haller forderte nun höchste Konzentration von seiner Offensive und startete die Aufholjagd. Die Defensive konzentrierte sich wieder auf ihre Stärke und schickte mehrfach die Essener Angriffsreihe nach vier Versuchen vom Feld. Doch die Zeit spielte gegen die Paderborn Dolphins – drei Quarter, die schlecht gespielt wurden, können zum Ende hin nicht mit einem guten Quarter kompensiert werden. Am Ende erreichten die Dolphins zwar noch die 42 Punkte, doch die Essener blieben mit einem Touchdown Vorsprung auf Abstand.
„Es spricht für das Team, dass wir nicht aufgegeben haben. Wir müssen uns nun mit den Fehlern, die wir heute gemacht haben, beschäftigen. Die Menge an individuellen Fehlern, Abstimmungsproblemen und unnötigen Ballverlusten haben für eine gesamte Spielzeit gereicht“, so Head Coach Weber. Eine Chance auf Revanche hat der Paderborner Head Coach schon in zwei Wochen. Dann sind die Assindia Cardinals im Hermann-Löns-Stadion zu Gast. Hier wollen die Dolphins weiter ungeschlagen bleiben!
Die ersten zwei Minuspunkte der Paderborn Dolphins machen nun den anderen GFL 2 Teams wieder mehr Mut und Hoffnung, die Dolphins von der Spitze zu vertreiben. Natürlich war auch den Dolphins bewusst, dass man in der GFL 2 kaum eine Perfect Season, ohne Niederlage, spielen wird, doch hatte man sicherlich nicht damit gerechnet, dass man die erste Niederlage beim Tabellenschlusslicht kassiert. Viel Arbeit wartet auf die Paderborn Dolphins, um die Fehler und Abstimmungsprobleme weiter zu verringern. Head Coach Weber war wenigstens mehrere Stunden nach der Niederlage schon wieder optimistisch: „Wir werden alles daransetzen und weiter an uns arbeiten. Von Spiel zu Spiel, um am Ende ein gutes Ergebnis zu erzielen“, so Weber.
Spielverlauf
1. Quarter
| Spielstand | Was? | Wer? |
| 00-06 | Touchdown Paderborn Dolphins | Cameron Richmond |
| 00-07 | PAT Paderborn Dolphins | Marc Schröder |
| 03-07 | Field Goal Assindia Cardinals | |
| 03-09 | Safety Paderborn Dolphins | Marco Milovanovic |
2. Quarter
| Spielstand | Was? | Wer? |
| 10-09 | Touchdown & PAT Assindia Cardinals | |
| 17-09 | Touchdown & PAT Assindia Cardinals | |
| 24-09 | Touchdown & PAT Assindia Cardinals | |
| 24-15 | Touchdown Paderborn Dolphins | Cameron Richmond |
3. Quarter
| Spielstand | Was? | Wer? |
| 24-21 | Touchdown Paderborn Dolphins | Cameron Richmond |
| 24-22 | PAT Paderborn Dolphins | Marc Schröder |
| 31-22 | Touchdown & PAT Assindia Cardinals | |
| 38-22 | Touchdown & PAT Assindia Cardinals | |
| 44-22 | Touchdown & PAT Assindia Cardinals |
4. Quarter
| Spielstand | Was? | Wer? |
| 44-28 | Touchdown Paderborn Dolphins | Dominic Gröne |
| 50-28 | Touchdown Assindia Cardinals | |
| 50-34 | Touchdown Paderborn Dolphins | Cameron Richmond |
| 50-36 | Two Point Conversion Paderborn Dolphins | Dominic Gröne |
| 50-42 | Touchdown Paderborn Dolphins | Cameron Richmond |
Björn Gorniak - Paderborn Dolphins
Bildergalerie von uns:
Nach zwei nicht siegreichen Spielen in Folge, bewies das Team der New Yorker Lions gegen die Düsseldorf Panther, das sie das Siegen nicht verlernt hatten.

#5 WR Evan Landi bei seinem Touchdown Catch - Foto: Fabian Uebe / New Yorker Lions
Vor etwas mehr als 2.300 Zuschauern im Braunschweiger Eintracht Stadion gewann die Mannschaft von Head Coach Troy Tomlin klar mit 45:6 (14:0; 10:0; 14:6; 7:0) im Duell der Raubkatzen.
Trotz nach wie vor verletzungsbedingter Ausfälle wichtiger Spieler auf Seiten der Gastgeber speziell auf Seiten der Verteidigung, so fehlten u.a. Sorie Bayoh und Durrell Givens und dazu der gesperrte Christian Petersen, spielten die Lions von Beginn an stark.
Nachdem Kick-Off der Düsseldorf Panther und dem Return von Evan Landi bis knapp vor die Mittellinie, dauerte es nur ganze fünf Spielzüge ehe die Lions nach einem acht Yard Pass von Grant Enders auf Evan Landi mit 7:0 (PAT T. Goebel) erstmalig in Führung gingen.
Vorausgegangen waren u.a. zwei tolle Läufe von David McCants.
Die Gäste aus Düsseldorf kamen zwar durch ihre beiden US-Amerikaner im Angriff, Quarterback Clark Evans und Runningback Jeremiaha Gates in ihrem ersten Offense Drive zu zwei First Downs, mussten sich aber dann dem starken Druck durch die Verteidigung der Gastgeber und nach einem gemeinsamen Sack von Patrick Finke und Christopher Cauvet an Evans, vom Angriffsrecht trennen.
Erneut benötigte der Angriff der Lions nur wenige Spielzüge bis zum nächsten Touchdown und dem Ausbau der Führung. Einem Lauf von McCants folgten zwei vollständige Pässe von Enders auf Bollmann und Römer, bevor Spielmacher Enders selbst mit zwei Läufen, der letzte über fünf Yards in die Endzone, für das 14:0 (PAT T. Goebel) sorgte.
Mit diesem Spielstand ging es in das zweite Spielviertel und dem weiterhin hauptsächlich einseitigen, aber immer wieder auch erfolgreichen, Angriffsspiel der Panther über Quarterback Evans und Runningback Gates. Kurz nach dem ersten Seitenwechsel und nach einer Strafe gegen die New Yorker Lions fanden sich die Gäste aus Düsseldorf an der 13 Yard Linie der Lions in aussichtsreicher Position wieder. Bei einem der seltenen Passversuche vom Panther Spielmacher Evans geriet dieser unter starken Druck während es Wurfs und der daraus resultierende unkontrolliert geworfene Pass landete direkt in den Armen von Braunschweigs Linebacker Jacob Schridde.
Dieser ließ sich diese Chance nicht nehmen und lief über 83 Yards zum 21:0 (PAT T. Goebel) in die Endzone der Panther.
Die Düsseldorf Panther bemühten sich weiterhin darum ihrerseits in Schlagdistanz zur Endzone der Lions zu gelangen. Aber auch ein ausgespielter vierter Versuch an der Braunschweiger 34 Yard Linie brachte keinen Erfolg. Anders dagegen der Angriff der Löwen um Regisseur Grant Enders. Mit langen Pässen auf seine Ballfänger Römer, Bolllmann und Landi näherten sich die Hausherren unaufhaltsam der Endzone der Gäste. Doch der Touchdown blieb ihnen dieses mal verwehrt, aber mit einem
23 Yard Fieldgoal durch Tobias Goebel konnte man auf 24:0 erhöhen. Mit diesem Spielstand ging es in die Halbzeitpause.
Nach der Pause weiterhin ein ähnliches Bild wie in der ersten Spielhälfte. Das Angriffsspiel der Gäste aus Düsseldorf beschränkte sich hauptsächlich auf das Laufspiel über ihre beiden Amerikaner Evans und Gates, nur selten streuten die Panther einmal einen Passspielzug ein und wenn, wurde dieses gefährlich, aber selten für die Lions, sondern meistens für die Düsseldorfer selbst. Wie bereits im zweiten Quarter beim Interception-Return Touchdown durch Jacob Schridde geriet Panther Spielmacher Evans bei einem Passversuch stark unter Druck und der Versuch noch einen seiner Mitspieler anzuspielen verunglückte vollends. Braunschweigs Passverteidiger Lars Steffen reagierte am schnellstens, schnappte sich das freie Spielgerät aus der Luft und trug dieses über 50 Yards zum 31:0 (PAT nicht gut) zurück in die Endzone der Düsseldorfer.
Doch damit nicht genug Pech im Spielviertel drei für die Düsseldorf Panther. Gleich im ersten Spielzug nach dem Kick-Off der Löwen verlor Panther Spielmacher Evans nach einem Sack von Marc Klassen den Ball und das freie Spielgerät konnte Jens Vogt für die Lions an der Düsseldorfer 20 Yard Linie für sein Team sichern. Punkte konnten die Braunschweiger keine aus dem Ballgewinn durch ihre Verteidigung holen, da der 23 Yard Fieldgoalversuch von Tobias Goebel am Tor vorbei ging. Nach wie vor gab die Verteidigung der Lions dem Angriff der Panther keine Chance und hielt sie abermals bei einem ausgespielten vierten Versuch in Schach.
Diese erneute gute Feldposition an der Panther 39 Yard Linie nutze Löwen Runningback Chris Smith umgehend aus und erhöhte die Führung der Gastgeber auf 38:0 (PAT T. Goebel).
Doch sollte es das immer noch nicht gewesen sein mit Punkten im dritten Spielabschnitt.
Auf Grund der deutlichen Führung wechselten die Lions auf diversen Positionen durch und gaben somit allen Spielern wichtige Spielzeit auf dem Feld. Dieses führte aber auch zu dem ein oder anderen Abstimmungsproblem, was die Panther in Person ihres Runningback Jeremiaha Gates ausnutzten. Mit zwei langen Läufen brachte er seine Mannschaft bis an die 16 Yard Linie der Löwen. Einen Spielzug später bediente Clark Evans seinen Receiver Martin Emos zum 38:6 (PAT geblockt).
Es ging ins letzte und vierte Spielviertel und dem nächsten Angriffsdrive der Löwen.
Chris Smith führte sein Team mit kraftvollen Läufen bis an die 27 Yard Linie der Panther. Von dort aus fand Grant Enders mit einem schönen Pass Evan Landi in der Endzone der Panther frei stehend zum 45:6 (PAT T. Goebel).
Dieses Ergebnis stellte auch den Endstand des Spiels dar, da sowohl die Panther, als auch die Lions keine weiteren Punkte erzielten. Ein 72 Yard Touchdown-Lauf von Chris Smith knapp drei Minuten vor Schluss wurde auf Grund einer Holding Strafe gegen die Lions ab erkannt. Für den Abschluss einer guten Defense Leistung der New Yorker Lions sorgte noch kurz vor dem Schlusspfiff Passverteidiger Christoph Wahl, der einen weiteren Passversuch vom Quarterback der Düsseldorfer abfing und diesen bis an die 16 Yard Linie der Panther zurücktrug.
Mit diesem Sieg gehen die New Yorker Lions nun in eine zweiwöchige wohlverdiente Pause und Regenerationszeit, bevor am 23. Juli die Berlin Adler im nächsten Heimspiel im Eintracht Stadion auf die Löwen warten.
Scoreboard
07:00 8 Yard TD-Pass G. Enders auf E. Landi (PAT T. Goebel)
14:00 5 Yard TD-Lauf G. Enders (PAT T. Goebel)
21:00 83 Yard Interception-Return-TD Jacob Schridde (PAT T. Goebel)
24:00 23 Yard Fieldgoal T. Goebel
31:00 50 Yard Interception-Return-TD Lars Steffen (PAT nicht gut)
38:00 39 Yard TD-Lauf C. Smith (PAT T. Goebel)
38:06 16 Yard TD-Pass C. Evans auf M. Emos (Pat nicht gut)
45:06 27 Yard TD-Pass G. Enders auf E. Landi (PAT T. Gaebel)
Holger Fricke - New Yorker Lions
Spiel der „Men In Blue“ gegen die Dolphins beginnt schon um 16 Uhr!

Die wichtigste Information vorne weg. Das Spiel der Assindia Cardinals gegen Paderborn Dolphins findet am Samstag bereits eine Stunde früher um 16 Uhr statt, damit auch alle Fans rechtszeitig zum EM-Viertelfinale der deutschen Nationalmannschaft wieder zu Hause oder beim Public Viewing sind. Zuvor dürfen sich die Fans auf die „Men In Blue“ freuen, die ihren Aufwärtstrend aus den letzten Spielen auch gegen den Tabellenführer aus Paderborn fortsetzen wollen.
Paderborn ist derzeit noch ungeschlagen, hatte aber bisher auch einige knappe Ergebnisse zu verzeichnen. „Warum sollen wir sie nicht als erstes Team schlagen? Auch Paderborn kocht nur mit Wasser“ ist Headcoach Yves Thissen optimistisch, dem Tabellenführer ein Bein stellen zu können. Die Cardinals hatten zuletzt eine kleine Pause und konnte wieder etwas Kraft tanken, Blessuren auskurieren. „Nur Toby Nick wird wohl ausfallen, sonst sieht es personell sehr gut aus. Die Stimmung ist gut und alle arbeiten professionell hart weiter, keiner lässt sich hängen“, so der Headcoach. Natürlich wurde auch noch einmal das eigene Spiel per Video analysiert. Aufgrund einiger zweifelhafter Schiedsrichter war man immer wieder zurückgeworfen worden. Yves Thissen dazu: „Es hätte ja durchaus sein können, dass wir etwas im Spiel hätten ändern müssen, weil die Spieler etwas falsch machen, aber dem ist nicht so. Also konzentrieren wir uns weiter darauf unseren Weg zu gehen und das Team weiter zu entwickeln.“
Auch wenn die Siege der Siege zuletzt recht knapp ausfielen, gelten die Gäste als Punkte-hungrig. Die Eckpfeiler im Kader sind starke Importspieler, doch die Partie gegen die Dolphins birgt aber auch noch zusätzliche Brisanz. So hat bei den Ostwestfalen seit dieser Saison Carsten Weber das Sagen. Bis vor zwei Spielzeiten war Weber noch bei den Cardinals.
Der erste Sieg der Cardinals soll und wird fallen, dessen ist sich Headcoach Yves Thissen sicher. Am liebsten bereits Samstag vor den eigenen Fans: „Sicher benötigen wir einen richtig guten Tag an dem alles bei uns passt und beim Gegner auch mal in wichtigen Situationen etwas schief geht, aber warum sollen wir nicht am Samstag überraschen? Wir sind gut vorbereitet und die Einstellung im Team stimmt.“
Da die Cardinals bisher noch ohne Sieg sind, ist es völlig egal gegen wen der erste Sieg geholt wird, aber am Ende des Spieltages für eine ganz dicke Überraschung zu sorgen, wäre für alle im Lager der Assindia Cardinals eine zusätzliche Motivation für die anstehende Rückrunde. Vorbei und entschieden am Tabellenende ist derzeit noch nichts. Es gibt noch zahlreiche Spiele und die Formkurve der Assindia Cardinals zeigt weiterhin stetig nach oben.
Dirk Unverferth - Essen Assindia Cardinals
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