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Welch eine aufwühlende Woche für die Minden Wolves: Erst wartete man vergeblich auf Schützenhilfe der Elmshorn Fighting Pirates. Für die war die Saison vor dem Gastspiel in Leipzig bereits gelaufen, zudem traten sie nur mit einem schmalen Kader an und kamen dabei unter die Räder. Dadurch war der Abstieg des Aufsteigers bereits vor dem letzten Heimspiel des Wolfsrudels besiegelt. Dann sorgte ein Podcast für jede Menge Aufregung, die seitens der Verantwortlichen in einem eigentlich erst nach der Saison geplanten, nun aber vorgezogenen Gespräch mit Headcoach Phil Gamble gipfelte. Danach war klar: Beide Seiten werden in der neuen Saison getrennte Wege gehen.

Pink Ribbon Game gegen die Leipzig Lions - Foto: Oliver JungnitschPink Ribbon Game gegen die Leipzig Lions - Foto: Oliver Jungnitsch

Doch ungeachtet dessen gilt der Blick nach vorn. Und das schon im traditionellen „Pink Ribbon Game“, bei dem die Wolves gemeinsam mit ihrem Partner, der BKK Melitta hmr, am Samstag gegen die Leipzig Lions in Pink auflaufen. Dabei peilen sie nicht nur den zweiten Saisonsieg an, sondern unterstützen zugleich den Kampf gegen Brustkrebs. Kickoff ist um 15 Uhr. Geplant sind zahlreiche Aktionen. Ein Besuch lohnt sich also.

„Wir haben in diesem Jahr eindeutig Lehrgeld gezahlt“, sagt Wolves-Vorstand und -Pressesprecher Volker Krusche, der im Abstieg aber auch eine besondere Chance sieht. „Wir werden mit Sicherheit stärker zurückkommen. Das, was wir in diesem einen Jahr in der Bundesliga gelernt haben, wird uns auf unserem künftigen Weg massiv helfen.“

Krusche betonte zugleich noch einmal, „dass wir vom Potenzial her sicherlich nicht die schwächste Mannschaft der 2. Liga waren. Wer aber zu spät seine Möglichkeiten auf das Feld bringt, der darf sich nicht beschweren, wenn andere Teams das für sich zu nutzen verstehen.“ In den Wochen vor dem Heimspiel gegen die für die Playoffs um den GFL2-Bowl qualifizierten Rostock Griffins sei bereits durch die kurzfristige Verpflichtung von Zachary Cavanaugh als Offensive Coordinator eine deutliche Weiterentwicklung zu spüren gewesen.

Doch gegen die Greifen von der Ostsee zeigte das Wolfsrudel deutlich, wozu es eigentlich imstande gewesen wäre. Der 40-jährige „Jungbrunnen“ Cavanaugh, der als „Zack-Attec“ auch wieder im Trikot der Wolves auflief, führte dabei überragend Regie. Rostock hatte bis dahin lediglich einmal gegen die überragenden Krefeld Ravens verloren. Minden verpasste dem letztjährigen Vizemeister die zweite Niederlage.

Von den Rängen wurden die Mannen von Phil Gamble durch eine überragende Stimmung nach vorn gepeitscht und durften am Ende gemeinsam mit den Fans erstmals in dieser Saison jubeln. „Dem soll jetzt ein zweiter Sieg folgen“, so Volker Krusche. „Und das gemeinsam mit den Fans, die damit nicht nur uns den Rücken stärken werden, sondern vor allen Dingen auch unsere Aktion zum Kampf gegen den Brustkrebs unterstützen.“

Die gute Laune hat die Wolves trotz des Abstiegs nicht verlassen, sodass man immer für einen Spaß gut ist. Krusche: „Wann sieht man die kräftigen Männer schon mal in Pink auflaufen …“

Zuschauer sind jedenfalls herzlich willkommen. „Und sie werden ihr Kommen nicht bereuen.“

Oliver Jungnitsch von NRW Football (Foto bereitgestellt von den Minden Wolves)

 

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