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In einem bis zum Ende spannenden Spiel der beiden aktuell wohl besten Vereinsmannschaften Europas, besiegen die New Yorker Lions das Team der Swarco Raiders Tirol aus Innsbruck verdient mit 35:21 (7:7; 7:7; 14:0; 7:7) und sicherten sich damit zum zweiten Mal in Folge den Gewinn des Eurobowl.

Foto: Fabian Uebe (Eurobowl - Der Siegerpokal im Kreis der Mannschaft)
Von Beginn an entwickelte sich ein Spiel auf höchsten europäischem Footballniveau in dem sich beide Teams sowohl auf Seiten des Angriffs, als auch in der Verteidigung nichts schenkten. Den Coin Toss der Partie gewannen die New Yorker Lions, welche sich für die “2nd Half Option“ entschieden und zuerst den Ball via Kick-Off ins Spiel brachten. Raiders Quarterback Sean Shelton und Runningback Sandro Platzgummer brachten die Gastgeber schnell bis an die 45 Yard Linie der Lions voran, doch der folgende erste Passversuch von Shelton landete nicht in den Armen seines Receivers, sondern in die von Braunschweigs Passverteidiger Mualick Bangura. Aber auch der erste Angriffsdrive der Löwen brachte keinen nennenswerten Raumgewinn und die Titelverteidiger mussten sich per Punt vom Angriffsrecht trennen. Ebenso erging es den Raiders. Was nun im Angriff der New Yorker Lions folgte gehört in die Kategorie „Highlight“. Gleich im ersten Versuch von der eigenen 28 Yard Linie überlistete die Offense der Löwen um Spielmacher Grant Enders mit einem sogenannten Flea Flicker, das gesamte Backfield der Abwehr der Innsbrucker. Mit der Kombination Enders auf McCants, McCants auf Enders und dann per
75 Yard Pass auf Niklas Römer gingen die Braunschweiger mit 7:0 (PAT T. Goebel) in Fühtung.
Doch die Antwort der Hausherrren ließ nicht lange auf sich warten und bereits nach kuzer Zeit sorgte Spielmacher Sean Shelton mit einem 33 Yard Pass auf Ballfänger Kyle Callahan für dem 7:7 (PAT C. Erlsbacher) Ausgleich. Ähnliches Bild im zweiten Spielviertel. Runningback Davis McCants brachte mit einem Lauf aus 7 Yards Entfernung die Löwen wieder mit 14:7 in Führung (PAT T. Goebel). Vorangegangen waren u.a. mehrere Pässe auf Evan Landi. Auch darauf wussten die Innsbrucker umgehend eine Antwort und scorten ihrerseits zum erneuten Ausgleich von 14:14 durch Runningback Sandro Platzgummer. Mit diesem Spielstand ging es auch in die Halbzeitpause, wobei ein 50 Yard Fieldgoal von Tobias Goebel nur knapp zu kurz und somit ungültig war.
Nach der Halbzeitpause erwischten die New Yorker Lions eindeutig den besseren Start in die zweite Hälfte der Partie. Beginnend von der eigenen 16 Yard Linie führte Grant Enders sein Team mit Pässen auf N. Römer, J. Hilgenfeldt und E. Landi, sowie mit Läufen von McCants über das Feld. Für die Punkte zum 21:14 (PAT T. Goebel) war Enders selbst mit einem acht Yard Lauf verantwortlich. Diese abermalige Führung konnten die New Yorker Lions erstmalig um weitere Punkte ausbauen, als die Verteidigung der Braunschweiger den Angriff der Raiders schnell zur Ballabgabe zwang. Lions Head Coach Troy Tomlin packte das zweiten “Highlight“-Play des Abends aus seinem Repertoire aus und seine Offense setzen diese bravorös um, in dem Jan Hilgenfeldt nach einem kurzen Rückwärtspass von Enders nicht selbst mit dem Ball lief, sondern dieses per Pass auf Niklas Römer fortsetzte. Resultat war ein 75 Yard Touchdown von Nilas Römer zum 28:14. Dieses war dann auch der Spielstand mit dem beide Teams letztmalig die Seiten tauschten.
Das vierte und letzte Quarter war von der eh schon grandiosen Verteidigung der Braunschweiger dominiert, welche erst bei noch knapp zwei Minuten Restspielzeit sich den Anläufen des Raiders Angriffs geschlagen geben musste. Innsbrucks Quarterback Sean Shelton bediente Clemens Erlsbacher mit einem 15 Yard Pass zum 28:21. Den folgenden Onside-Kick der Löwen konnte Evan Landi für seine Farben an der Raiders 49 Yard Linie sichern und sich herausstellen, das gleich der erste Spielzug der Offense der Braunschweiger mit einem Lauf von McCants, über das gesamte Spielfeld, zum Erfolg und dem Spieltand 35:21 /PAT T. Goebel) führte. Dieses waren dann auch die letzten Punkte des Spiels, da die Verteidigung der New Yorker Lions weiterhin eine Glanzleistung ablieferte, an de sich die Swarco Raiders die Zähne ausbissen. Damit sicherten sich die Lions nach 1999, 2003 und 2015 den vierten Eurobowl-Titel in Folge und damit die Krone Europas für Vereinsmannschaften.
Beide Trainer waren voller Lobes für ihre Teams, aber auch der Anerkennung für das jeweilig andere Team. Lions Head Coach Troy Tomlin sagte: “Es stolz auf das was sein Team geleistet hat, sie haben es sich verdient“. Raiders Cheftrainer Shuan Fatah ergänzte: “Das war heute ein Spiel in dem wir die beste Mannschaft Europas, mit den New Yorker Lions, spielen sehen haben. Sie haben verdient gewonnen.
Scoreboard:
07:00 80 Yard TD-Pass G. Enders auf N. Römer (PAT T. Goebel)
07:07 33 Yard TD-Pass S. Shlton auf K. Callahan (PAT C. Erlsbacher)
14:07 7 Yard TD-Auf D. McCants (PAT T. Goebel)
14:14 2 Yard TD-Lauf S. Platzgummr (PAT C. erlsbacher)
21:14 8 Yard TD-Lauf G. Enders (PAT T. Goebel)
28:14 75 Yard TD-Pass J. Hilgendeldt auf N. Römer (PAT T. Goebel)
28:21 15 Yard TD-Pass S. Shelton auf C. Erlsbacher (PAT C. Erlsbacher)
35:21 49 Yard TD-Lauf D. McCants (PAT T. Goebel)

Foto: Fabian Uebe (Eurobowl MVP #84 WR Niklas Römer)
Holger Fricke - New Yorker Lions
Paderborn Dolphins gewinnen mit 40:37 gegen die Bonn Gamecocks
Einige Defensiv-Spieler waren notwendig um Receiver Cameron Richmond zu stoppen. Er konnte 30 Sekunden vor dem Schlusspfiff den Touchdown zum 39:17 für die Dolphins erlaufen. (Foto: John Bishop)
Spannender kann ein American Football Spiel nicht sein. Erst 30 Sekunden vor dem Ende erzielen die Paderborn Dolphins den entscheidenden Touchdown zum 40:37. Gegen die Bonn Gamecocks machten sich die Paderborn Dolphins über weite Strecken das Leben selbst schwer. Der Hausherr aus Bonn zeigte, dass sie ihre Hausaufgaben gemacht haben und setzten besonders der Dolphins-Angriffsreihe ordentlich zu. Für den positiven Ausgang sorgte nicht nur die am Ende stark aufspielende Defensive der Dolphins, sondern auch die Erfahrung des US-Quarterbacks Ethan Haller.
Mit dem Vorhaben, die Auswärtsschwäche aus dem vergangenen Jahr zu überwinden, waren die Paderborn Dolphins nach Bonn gereist. Das Team um Head Coach Carsten Weber wollte vor allem an ihrem Saisonziel festhalten ‚mehr Spiele zu gewinnen als in der vergangenen Spielzeit‘ und damit war es zwangläufig notwendig, die schlechte Auswärtsquote aus der vergangenen Saison zu verbessern. Sicherlich kamen die Dolphins diesem Ziel einen Schritt näher, doch machten sich das Erreichen des Ziels schwerer als notwendig.
Bis kurz vor dem Ende sah es sogar so aus, als ob die Bonn Gamecocks als Sieger vom Feld gehen werden. Erst 30 Sekunden vor Schluss war es der Pass von Quarterback Ethan Haller auf Receiver Cameron Richmond, der die entscheidenden Punkte sichert. Cameron Richmond ließ dabei gleich drei seiner Verteidiger stehen und konnte an der Außenlinie entlang die Endzone erreichen.
Es war einer der wenigen Fehler, der von der Bonner Defensive gemacht wurde. Gerade der US-Amerikaner Travis Poitier, der sowohl als Receiver als auch als Safety auf dem Platz für die Bonner stand, machte es den Dolphins schwer. Poitier sorgte mit seinen Kollegen in der Passverteidigung dafür, dass die sonst sehr sicheren Pässe von Quarterback Ethan Haller gut abgewehrt und verteidigt wurden. Zudem schaffte es die Gamecocks Defensive immer wieder, über die Defensiv-Linie den Dolphins-Quarterback Haller unter Druck zu setzen.
„Die Bonner haben ihre Hausaufgaben gut gemacht und unsere Offensiv-Linie sehr stark bearbeitet“, analysierte Head Coach Weber das Geschehen auf dem Platz. Quarterback Haller musste oftmals den angreifenden Defensiv-Spielern ausweichen und wurde dabei gleich drei Mal zu Boden gerissen. Für Quarterback Haller eine ungewohnte Situation. Gerade am Ende war es seine Erfahrung und besonnene Spielweise, die für den Erfolg sorgten. „Ethan ist immer ein ruhiger Stützpfeiler für die Offensive. Selbst in fast aussichtslosen Situationen schafft er es immer wieder, ruhig und gelassen sein Spiel aufzubauen und seine Receiver in Szene zu setzen“, so Weber.
Haller und seine Offensive bekam allerdings nur die Chance, die notwendigen Punkte zu erzielen, weil die Dolphins Defensive noch einmal aufdrehten. Im vierten Spielabschnitt stoppten die Jungs der Dolphins die Bonner gerade am Ende bei den entscheidenden Spielzügen. Doch zuvor war es auch bei der Paderborner Verteidigung nicht rund gelaufen. Immer wieder ließen sie durch unnötige Strafen und kleine Fehler den Gamecocks die Chance, auf dem Feld zu bleiben. „Wir haben heute viele Strafen kassiert, die man vermeiden kann“, so Weber. Zudem gaben die Ostwestfalen dem Laufspiel der Bonner zu viel Raum, so dass immer wieder die entscheidenden Yards zu neuen vier Versuchen erzielt werden konnten.
Ein Spiel, welches zeigt, dass sich die Paderborn Dolphins auch auswärts behaupten können, doch zu 100 % war Head Coach Weber noch nicht zufrieden. „Wir müssen auch weiterhin von Spiel zu Spiel arbeiten und gerade an den kleinen, individuellen Schwächen arbeiten. Wir haben heute die schlechteste Saisonleistung gezeigt. Auf der anderen Seite hat Bonn einen sehr guten Job gemacht und uns Grenzen aufgezeigt“, so Weber. Glücklich war der Trainer besonders über die Fähigkeit seiner Mannschaft wieder ins Spiel zu finden. „Es sagt schon eine ganze Menge über ein Team aus, wenn du aus einer deutlichen Niederlage noch am Ende eine knappe Führung machst“, so Weber. Sicherlich waren auch die zahlreich mitgereisten Fans eine wichtige Stütze für die Dolphins. Immer wieder setzten sich die Anhänger der Dolphins für ihr Team ein und halfen damit sicherlich noch einmal, das Team nach vorne zu bringen.
„Wir sind dankbar, dass wir eine so tolle Unterstützung durch Freunde und Fans der Paderborn Dolphins erhalten“, so Präsident Schmidtmann nach dem Spiel. Gleichzeitig gestand der Präsident der Dolphins ein, dass er gerne auf so spannende Spiele verzichten würde. „Es ist sicherlich immer eine Werbung für den American Football in Deutschland, wenn wir solche Spiele sehen, allerdings ist es aus der Sicht eines Dolphins ganz schön nervenaufreibend“, so Schmidtmann.
Die Dolphins haben nun 14 Tage Zeit, sich auf das kommende Auswärtsspiel gegen die Potsdam Royals vorzubereiten. Sicherlich noch einmal eine ganz neue Herausforderung, in Potsdam zu spielen. Die Royals haben noch eine Rechnung mit den Ostwestfalen aus dem Hinspiel offen, die Dolphins wollen weiter an ihrer Auswärtsstatistik arbeiten und ungeschlagen bleiben.
Spielverlauf
1. Quarter
| Spielstand | Was? | Wer? |
| 07-00 | Touchdown & PAT Bonn Gamecocks | |
| 07-06 | Touchdown Paderborn Dolphins | Kai Böger |
| 07-07 | PAT Paderborn Dolphins | Marc Schröder |
| 13-07 | Touchdown Bonn Gamecocks | |
| 13-13 | Touchdown Paderborn Dolphins | Dominic Gröne |
| 13-14 | PAT Paderborn Dolphins | Marc Schröder |
2. Quarter
| Spielstand | Was? | Wer? |
| 16-14 | Field Goal Bonn Gamecocks | |
| 23-14 | Touchdown & PAT Bonn Gamecocks | |
| 23-20 | Touchdown Paderborn Dolphins | Cameron Richmond |
3. Quarter
| Spielstand | Was? | Wer? |
| 30-20 | Touchdown & PAT Bonn Gamecocks | |
| 30-26 | Touchdown Paderborn Dolphins | Dominic Gröne |
4. Quarter
| Spielstand | Was? | Wer? |
| 30-32 | Touchdown Paderborn Dolphins | Cameron Richmond |
| 30-33 | PAT Paderborn Dolphins | Marc Schröder |
| 37-33 | Touchdown & PAT Bonn Gamecocks | |
| 37-39 | Touchdown Paderborn Dolphins | Cameron Richmond |
| 37-40 | PAT Paderborn Dolphins | Marc Schröder |
Björn Gorniak - Paderborn Dolphins
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#1 ist hier
Die Düsseldorf Panther müssen auch nach dem vierten Spiel weiter auf den ersten Saisonsieg in der German Football League (GFL) warten. Mit 40:50 (14:7, 14:14, 6:22, 6:7) unterlag das Team von Headcoach Marc Ellgering am Samstag trotz einer tollen ersten Spielhälfte bei den Hamburg Huskies. Trotz je dreier Touchdowns durch Clark Evans und Jeremiah Gates liegen die Raubkatzen damit weiter am Tabellenende der GFL.

Foto: Düsseldorf Panther / Sebastian Sendlak
Wie schon eine Woche zuvor beim mit 20:31 verlorenen ersten Duell mit den Hanseaten starteten die Panther furios. Gleich im zweiten Spielzug erlief Clark Evans, der nach seiner Zwangspause wegen einer Fußverletzung eine Woche zuvor wieder als Quarterback dabei war, über 68 Yards die Führung für die Gäste. Mit einem kurzen Pass auf seinen belgischen Wide Receiver Feli Manoka erhöhte Evans per Two-Point-Conversion auf 8:0. Auch die im bisherigen Saisonverlauf meist so arg zerrupfte Düsseldorfer Defense begann vor den 1.551 Zuschauern im Hammer Sportpark mit einem big play. Kurz vor der eigenen Endzone eroberten die Rheinländer einen Fumble der Huskies und beendeten damit die erste Angriffsserie der Hausherren.
Leider verloren auch die Gäste in Person von Runningback Gates beim nächsten Drive einen Fumble und die Hamburger schlugen durch ihren US-Spielmacher Jerry Lovelocke zum schnellen Ausgleich zurück. Doch die Panther blieben in den ersten beiden Vierteln weiter am Drücker: Durch zwei weitere von Evans erlaufene Touchdowns, einen Touchdown durch Gates und die von Manuel Engelmann mit einem artistischen Catch gefangene Zwei-Punkte-Conversion führten die Raubkatzen kurz vor der Halbzeit mit 28:14. Dass die Huskies kurz vor Ende des zweiten Viertels noch auf 21:28 verkürzen konnten, war eine Art Vorbote für das Unheil, das nach der Pause über die Düsseldorfer hereinbrechen sollte.
„Wir haben es geschafft, unser Laufspiel zu etablieren, und das war entscheidend“, analysierte Hamburgs Sportdirektor Patrick Esume nachher hörbar erleichtert. US-Boy Kyle Harbridge, erst Freitag aus den USA als neuer Runningback an die Elbe eingeflogen, war von den Düsseldorfern überhaupt nicht mehr zu stoppen, zudem funktionierte das Passspiel der Hanseaten noch besser als in den ersten beiden Quartern. Das für die Panther böse Ergebnis waren 22 Huskies-Punkte im dritten Viertel. Auf der anderen Seite stoppte die Abwehr der Gastgeber immer wieder die beiden tonangebenden Panther-Amerikaner. „Sie haben sieben Leute in die Box gestellt, da war kein Platz mehr für uns, um zu laufen“, sagte Evans nachher. Die beiden weiteren von Gates erlaufenen Touchdowns waren am Ende nur noch Ergebniskorrektur für die unverdrossen kämpfenden, aber am Ende auch völlig ‚platten‘ Düsseldorfer.
Trotz der vierten Saisonpleite und der bereits jetzt schon drohenden Relegation lassen die Akteure des sechsmaligen deutschen Meisters aber den Kopf nicht hängen. „Wir werden weiter hart arbeiten, Tag für Tag versuchen, uns zu verbessern“, gab sich Evans kämpferisch, „wir werden immer weiter ackern und alles dafür tun, als Team besser und dann auch erfolgreich zu werden.“
11. Juni 2016: Hamburg Huskies vs Düsseldorf Panther
Stadion: Hammer Park
Zuschauer: ca. 1.550
GFL | Hamburg Huskies vs Düsseldorf Panther
Scoring:
1. Viertel:
0:8 69 yd TD Panther Lauf Evans, TPC Evans auf Manoka
7:8 12 yd TD Huskies Lauf Schlegel, PAT Amankwah
7:14 09 yd TD Panther Lauf Evans, TPC incomplete
14:14 67 yd TD Huskies Lauf Harbrige, PAT Amankwah
2. Viertel:
14:20 14 yd TD Panther Lauf Evans, TPC incomplete
14:28 15 yd TD Panther Lauf Gates, TPC Evans auf Engelmann
21:28 10 yd TD Huskies Pass Lovelocke auf Ofori, PAT Amankwah
3. Viertel:
29:28 37 yd TD Huskies Lauf Harbridge, TPC Lovelocke
29:34 04 yd TD Panther Lauf Gates, TPC incomplete
37:34 45 yd TD Huskies Pass Lovelocke auf Ofori, TPC Lovelocke
43:34 08 yd TD Huskies Pass Lovelock auf Sanchez, PAT nicht gut
4. Viertel:
50:34 11 yd TD Huskies Lauf Koppe, PAT Amankwah
50:40 05 yd TD Panther Pass Evans auf Gates, TPC incomplete
Jürgen Nitsch - Düsseldorf Panther
Die Dresden Monarchs haben wie erhofft beim Aufsteiger der GFL Nord, den Hildesheim Invaders gewonnen. Mit zunehmender Spieldauer geriet die Partie am Samstag allerdings zu einem wahren Punkterausch auf beiden Seiten. Dresden hatte am Ende mit 49:77 die Nase vorn (0:21/21:14/21:14/7:28).

So ein Spiel kommt oft ungelegen. Da waren die sächsischen Footballer noch mit recht von sich selbst beeindruckt, wie sie am vergangenen Wochenende dem Serienmeister in Braunschweig Paroli geboten hatten. Und dann geht es zum unbekannten Aufsteiger. Man ist plötzlich wieder Favorit, jeder erwartet einen klaren, souverän herausgespielten Sieg. Sowas kann schief gehen. Das es das aus Dresdner Sicht am Samstag nicht tat, lag vor allem an einem starken ersten Viertel.
Dresden schien in den ersten Minuten alle Zweifel zerstreuen zu wollen und hatte schnell 21 Punkte auf dem Scoreboard. Ein Pass auf Runningback Joe Bergeron, einer auf Sebastien Sagne und ein Lauf von Bergeron. Drei Touchdowns, drei sichere Drives in denen Quarterback Brandon Connette seine Offense nahezu unbedrängt übers Feld führte. Hildesheim schien beeindruckt und konnte zunächst wenig entgegensetzen. Das änderte sich mit Beginn des zweiten Viertels. Die Invaders stellten um und setzten fortan vor allem auf ihren agilen Spielmacher Zachary Cavenaugh, der plötzlich die Dresdner Defense vor ungeahnte Probleme stellte. Und das mit beeindruckendem Erfolg. Hildesheim fing an zu scoren: drei Touchdowns im zweiten Viertel. Zwei über Runningback Phillip Gamble, einen via langem Pass von Cavenaugh auf Reggie Bullock.
Gut für Dresden, dass sich der eigene Angriff von dieser Wendung wenig beeindrucken ließ. Die Monarchs hatten auf jedes Score der Gastgeber ein schnelle Antwort, legten weiter nach und hielten die stärker werdenden Invaders so auf Abstand. Ein weitere Touchdown von Joe Bergerand und ein Pass auf Hendrik Hinrichs sorgten für den 21:35 Halbzeitstand. Es war schon beunruhigend, wie schwer sich die Monarchs Defense auf einmal mit den beherzt zu Werke gehenden Invaders tat. Man mag einige nicht mitgereiste Stammspieler und einen Platzverweis gegen William James nach einer Auseinandersetzung im zweiten Viertel als mögliche Gründe nennen. Das allein reicht mit den eigenen Ansprüchen und vor allem den starken Leistungen zuletzt nicht aus. Und das ging im zweiten Durchgang, vor allem im dritten Viertel so weiter. Wieder scorte Hildesheim dreimal. Cavenaugh lief zunächst über die kurze Distanz, gefolgt von einem Touchdown-Lauf von Bullock, eh er noch einmal mit einem spektakulären 71-Yard Lauf für weitere Punkte sorgte.
Dresden hielt weiter gegen, dennoch konnte einem als Monarchs-Fan so langsam Angst und Bange werden. Die Antworten der Monarchs kamen immer zuverlässig und schnell. Vielleicht sogar etwas zu schnell, denn es gelang ihnen nicht Ruhe ins Spiel zu bringen und die nun entfesselten Angreifer der Hildesheimer an der Seitenlinie zu halten. Joe Bergeron und Hendrik Hinrichs waren erneut die Punktelieferanten. Beim Stand von 42:29, mit nur noch einem Score Vorsprung ging es ins Schlussviertel. Und da endlich ging den Gastgebern die Puste aus. Dresden gab noch einmal Gas: allein der großartig aufspielende Joe Bergeron legte drei Touchdowns drauf, genau wie Hendrik Hinrichs. Hildesheim hatte nur noch Luft für einen Touchdown: Zachery Cavenaugh auf Paul Bogdan zum zwischenzeitlichen 49:63.
Der Endstand: 49:77.
Wer American Football als Spiel mit vielen, spektakulär vorgetragenen Angriffen und Punkten verbindet, der dürfte bei diesem Spiel seine Freude gehabt haben. Und es ist auch beruhigend zu sehen, wie eingespielt und abgeklärt die Monarchs-Offense arbeitet. Die vielen Punkte des Gegners werden den Coaches allerdings Sorgen machen. Gegen die bisher sieglosen Düsseldorf Panther kann und sollte das am kommenden Samstag in Dresden anders werden.
Jörg Dreßler - Dresden Monarchs e.V.
Nach zwei starken Auftritten gegen die Top-Teams der Liga geht es gegen einen Neuling
Hildesheim verweist auf ein starkes Laufspiel und auf eine starke Defense

Der Klassenprimus Braunschweig wackelte. Allein, er wollte nicht fallen. Mit ihrem erstklassigen Auftritt gegen den mehrfachen Deutschen Meister und großen Titelfavoriten dieser Saison, die Lions aus Braunschweig, haben sich die Dresden Monarchs Respekt verschafft. 26 Punkte, soviel wie kein anderes europäisches Spitzenteam in dieser Spielzeit, nahmen die Königlichen den Löwenstädtern ab. Nur knapp zog das Team von Cheftrainer Troy Tomlin den Kopf aus der Schlinge, feierte mit 33 erzielten Punkten am Ende einer umkämpften Partie den Sieg. Nun folgt ein Neuling, ein Aufsteiger und damit keinesfalls ein leichtes Los. Dresden muss am Sonnabend (Kickoff: 16 Uhr) in Hildesheim gegen die Invaders gewinnen, um sich alle Playoff-Optionen offen zu halten.
Konnten die Dresden Monarchs am vergangenen Wochenende noch locker aufspielen, befreit von jeder großen Last, ist sie nun zurück, die Pflicht. Der Sieg muss gelingen, gegen einen der starken Aufsteiger dieser GFL-Saison. „Diese Punkte sind fest eingeplant“, analysiert auch Dresdens Cheftrainer John Leijten gnadenlos. Nach den schweren Gegner, den Spitzenteams der Liga, folgt nun eine Phase der „lösbaren Aufgaben“, ohne despektierlich sein zu wollen. Hildesheim, Düsseldorf, die Berlin Adler und erneut die Hildesheim Invaders, so lautet der straffe Plan bis hin zur Sommerpause. Acht Tabellenpunkte warten. Nicht einen sollten die Monarchs in den kommenden Wochen liegen lassen. „Wir haben ein klares Ziel, die Playoffs. Es hilft uns demnach nichts, uns klein zu reden“, kommentiert John Leijten die aktuelle Situation.
Durfte man gegen Braunschweig und Kiel noch gewinnen, ist der Sieg in den kommenden vier Partien fast schon Pflicht. Nur so stünde Dresden auch vor der Sommerpause noch in der Spitzengruppe der GFL Nord. Nur so bliebe die Hoffnung auf ein Playoff-Heimspiel weiterhin am Leben. „Niemand behauptet, die kommenden Spiele wären Selbstläufer. Ganz im Gegenteil. Wir haben nun den Favoritendruck, müssen konzentriert arbeiten und unser Ziel fest im Auge behalten. Hildesheim hat einen starken Quarterback, ein erstklassiges Laufspiel und eine äußerst solide Defensive. Die Invaders werden demnach keine Gastgeschenke verteilen oder sich von unseren Erfolgen der letzten Jahre beeindrucken lassen. Sie wollen gewinnen und werden uns fordern“, ist sich Leijten sicher.
Mit einem Sieg (Düsseldorf: 51:20) und zwei Niederlagen (Berlin Rebels: 13:30; Braunschweig: 7:52) stehen die Invaders derzeit auf dem sechsten Platz der GFL Nord. Mit dem Klassenerhalt als primärem Ziel, kämpft Hildesheim aktuell um jeden Punkt. „Zuhause sind die Invaders nicht zu unterschätzen“, warnt Leijten seinen Kader. Schließlich soll der Aufsteiger nicht zum Stolperstein werden.
Jörg Dreßler - Dresden Monarchs e.V.
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