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Vor knapp 8.500 Zuschauern im Dresdner Heinz-Steyer-Stadion mussten sich die Braunschweig Lions zum Auftakt der effect® Energy GFL-Saison 2026 den Dresden Monarchs deutlich mit 8:47 (0:14 / 0:16 / 0:14 / 8:3) geschlagen geben. Gegen den deutschen Vizemeister zahlten die Lions in vielen Situationen Lehrgeld, zeigten im Schlussviertel jedoch Moral und kämpften sich immerhin noch auf das Scoreboard.
Wide Receiver mit der # 89: Jonathan ter Horst - Foto: Fabian Uebe
Die Lions gewannen den Coin Toss und eröffneten die Partie mit ihrer Offense. Quarterback Ryon Thomas führte sein Team zunächst mit Läufen und kurzen Pässen bis an die 31-Yard-Linie der Monarchs. Im nächsten Spielzug erhöhte die Dresdner Defense jedoch den Druck und brachte Thomas zu Boden. Beim Sack verlor der Lions-Quarterback unglücklich den Ball, den die Gastgeber sichern konnten. Die Braunschweiger Defense präsentierte sich zunächst aufmerksam und stoppte den ersten Angriff der Monarchs auf Höhe der Mittellinie. Doch auch der folgende Drive der Lions endete mit einem Ballverlust: Finn Oppermann verlor das Spielgerät an der eigenen 20-Yard-Linie. Die Monarchs nutzten das Geschenk konsequent aus und gingen durch einen 19-Yard-Touchdown-Lauf von Tufonmi Lala mit 7:0 in Führung.
Im Anschluss mussten die Lions punten, während Dresden offensiv immer besser ins Spiel fand. Zwar sorgte Taylor Pawelkoski mit einem starken Tackle gegen Monarchs-Quarterback Rocky Lombardi zunächst für einen Raumverlust von zwölf Yards, doch bereits im nächsten Spielzug schlug Dresden tief zu: Lombardi fand Wide Receiver Janne Särkelä mit einem 85-Yard-Pass zum 14:0.
Auch im zweiten Quarter fanden die Lions offensiv kaum Mittel gegen die starke Verteidigung der Gastgeber. Gleichzeitig blieb Dresden hocheffektiv. Immer wieder setzte Rocky Lombardi seine Receiver gekonnt in Szene – insbesondere Montigo Moss, der einen sechs Yards langen Touchdown-Pass zum 21:0 verwertete. Zu allem Überfluss unterlief den Lions anschließend ein weiteres Missgeschick in den Special Teams: Ein zu hoher Snap bei einem Puntversuch rollte durch die eigene Endzone ins Aus und führte zu einem Safety sowie zum 23:0 für die Monarchs.
Noch vor der Halbzeit erhöhte erneut Tufonmi Lala mit einem 23-Yard-Lauf auf 30:0. Zwar gelang es den Braunschweigern kurz vor der Pause noch einmal, tief in die gegnerische Hälfte vorzudringen, doch auch ein ausgespielter vierter Versuch brachte keine Punkte ein.
Nach der Halbzeitpause knüpften die Monarchs nahtlos an ihre dominante Vorstellung an. Rocky Lombardi erhöhte mit einem eigenen Lauf auf 37:0, ehe Janne Särkelä mit seinem zweiten Touchdown des Tages – nach einem 23-Yard-Pass – den Spielstand auf 44:0 stellte. Erst im Schlussviertel fanden die Lions offensiv besser in die Partie. Zwar erhöhte Dresdens Kicker Florian Finke zunächst per 32-Yard-Field-Goal auf 47:0, doch anschließend zeigte die Offense der Braunschweiger noch einmal ihr Potenzial. Vor allem die Verbindung zwischen Quarterback Ryon Thomas und Tight End Jonathan ter Horst funktionierte nun deutlich besser.
Den verdienten Touchdown zum 47:6 erzielte schließlich Jonathan ter Horst nach einem sechs Yards langen Pass von Thomas. Auch die anschließende Two-Point-Conversion gelang: Ryon Thomas fand Peter Anderson zum 47:8-Endstand. Trotz der deutlichen Niederlage zeigte sich insbesondere im letzten Viertel, dass die Lions weiterhin Entwicklungspotenzial besitzen. Für das Team von Head Coach Brayden McCombs gilt es nun, die Partie gründlich zu analysieren, Fehler aufzuarbeiten und die richtigen Lehren daraus zu ziehen.
Bereits in der kommenden Woche wartet die nächste Herausforderung: Dann empfangen die Braunschweig Lions im ersten Heimspiel der neuen Saison die Kiel Baltic Hurricanes.
Scoreboard
- 07:00 – 19-Yard-TD-Lauf T. Lala (PAT F. Finke)
- 14:00 – 85-Yard-TD-Pass R. Lombardi auf J. Särkelä (PAT F. Finke)
- 21:00 – 6-Yard-TD-Pass R. Lombardi auf M. Moss (PAT F. Finke)
- 23:00 – Safety, Ball über die Endzone ins Aus
- 30:00 – 23-Yard-TD-Lauf T. Lala (PAT F. Finke)
- 37:00 – 3-Yard-TD-Lauf R. Lombardi (PAT F. Finke)
- 44:00 – 23-Yard-TD-Pass R. Lombardi auf J. Särkelä (PAT F. Finke)
- 47:00 – 32-Yard-Field-Goal F. Finke
- 47:08 – 6-Yard-TD-Pass Ryon Thomas auf Jonathan ter Horst (TPC Peter Anderson)
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Holger Fricke - Braunschweig Lions
Mit einem 31:29-Erfolg bei den Elmshorn Fighting Pirates sind die Rostock Griffins in die neue Saison der GFL 2 gestartet.
Das war knapp. Mit 31:29 behielten die Griffins beim Auftakt zum Saisonstart - Foto: Alexander Schmidt (Elmshorn)
Die Partie begann vor zahlreichen mitgereisten GriffANS mit einem guten Kickoff-Return von LB #9 Austin Wood bis an die Mittellinie. Eine frühe Strafe verhinderte jedoch zunächst weiteren Raumgewinn, sodass der Ballbesitz schnell wieder wechselte. Auch Elmshorn hatte gegen die Defensivreihen der Rostocker Schwierigkeiten, wodurch das erste Quarter ohne Punkte blieb. Kurz vor der ersten Pause arbeiteten sich die Griffins bis an die 28-Yard-Linie der Gastgeber vor.
Beim dritten Versuch und noch sieben Yards bis zum neuen First Down brachte WR #19 Jaeden Lewis sein Team näher an die Endzone. Nach weiteren Läufen von RB #2 Ryan Gomes fand QB #6 Spencer Moore schließlich TE #15 Jonas Beumer in der Endzone. Beumer verwandelte anschließend auch den Extrapunkt zum 7:0.
Die Pirates reagierten mit mehreren erfolgreichen Spielzügen, wurden zunächst jedoch durch einen Sack von DL #90 Ben Baierl gestoppt. Ein ausgespielter vierter Versuch der Gastgeber endete anschließend ohne Punkte, nachdem S #0 Anthony La’Mar Dixon den Pass in die Endzone verhinderte. Die Griffins nutzten den folgenden Ballbesitz und erhöhten erneut durch einen Touchdown-Pass von Moore auf Beumer auf 14:0.
33 Sekunden vor der Halbzeit verkürzte Elmshorn durch einen Lauf des Quarterbacks auf 14:7. Die Rostocker antworteten jedoch noch vor der Pause mit einem erfolgreichen Two-Minute-Drive. Moore fand erneut Beumer zum Touchdown, sodass die Griffins mit einer 21:7-Führung in die Halbzeit gingen.
Nach dem Seitenwechsel verkürzten die Pirates bereits nach wenigen Spielzügen durch ihren Running Back auf 21:14. Wenig später führte ein Ballverlust von Ryan Gomes zu einem Defensivtouchdown der Gastgeber und damit zum 21:21-Ausgleich.
Die Griffins antworteten im nächsten Drive. Nach einem Trickspielzug, bei dem Gomes auf Jonas Beumer passte, sorgte WR #1 Ruben Saint-Jean nach einem Pass von Spencer Moore für die erneute Führung zum 28:21.
Kurz darauf blockten die Rostocker einen Punt der Pirates und sicherten den Ball an der 9-Yard-Linie Elmshorns. Trotz guter Ausgangsposition blieb der Angriff ohne weitere Punkte, da ein vierter Versuch an der 1-Yard-Linie gestoppt wurde.
Im Schlussviertel gelang Elmshorn ein langer Drive über 99 Yards, den der Quarterback selbst mit einem Lauf in die Endzone abschloss. Auch die anschließende Two-Point-Conversion war erfolgreich, wodurch die Pirates erstmals mit 29:28 in Führung gingen.
Die Griffins nutzten anschließend ihren letzten längeren Drive. Nach mehreren erfolgreichen Spielzügen brachte ein 30-Yard-Field-Goal von Jonas Beumer die Rostocker erneut in Führung – 31:29.
In den verbleibenden zwei Minuten verhinderte die Defensive der Griffins weitere Punkte der Gastgeber. Ein Quarterback-Sack beim vierten Versuch Elmshorns an der Mittellinie beendete letztlich die Partie.
HC Markus Grahn erklärte nach dem Spiel:„Leider hat man uns heute das fehlende richtige Testspiel angemerkt. Viele Fehler und zudem Strafen in ungünstigen Momenten. Das Team muss sich noch besser finden. Wir werden jetzt klar analysieren und die kommende Woche konsequent nutzen, um uns auf unser erstes Heimspiel am 16. Mai gegen die Langenfeld Longhorns vorzubereiten. Am Ende zählt aber eine der vielen Football-Weisheiten – und der bediene ich mich heute: A win is a win.“
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Jens Putzier- Rostock Griffins (redaktionell geändert)
In der Regionalliga kommt es am Samstag zu einem echten Kracher: Mit dem Remscheid Amboss und dem Münster Phoenix treffen die beiden bislang ungeschlagenen Teams aufeinander. Aufgrund der durch den Rückzug der Assindia Cardinals unübersichtlichen Tabellenlage wird die Partie je nach Wertung sogar als Duell des Ersten gegen den Zweiten gehandelt – Spannung ist also garantiert.
Remscheid Amboss empfängt am Samstag die Münster Phoenix -Foto: Oliver Jungnitsch
Der Aufsteiger aus Remscheid geht mit breiter Brust in die Begegnung. Zwei Spiele, zwei Siege – und beide hatten es in sich. Zum Auftakt setzte sich das Team von Head Coach Cole Williams knapp mit 27:24 gegen die Solingen Paladins durch. Noch spektakulärer verlief jedoch das zweite Spiel bei den Paderborn Dolphins: Nach einer durchwachsenen ersten Halbzeit, in der laut Williams „nicht viel gut lief“, kämpfte sich der Amboss eindrucksvoll zurück.
Nach der Pause verkürzte Remscheid zunächst auf 7:6, musste jedoch zusehen, wie Paderborn auf 23:6 davonzog. Rund neun Minuten vor Schluss stand es 23:13 – doch dann begann eine wilde Aufholjagd. Zwei erfolgreiche Onside-Kicks brachten die Gäste zurück ins Spiel, ehe sie sogar mit 31:23 in Führung gingen. Paderborn konterte in der letzten Minute zum 31:31, alles deutete auf Overtime hin. Doch dazu kam es nicht mehr: Im letzten Spielzug ging der Snap direkt auf Runningback Antonio, der sprintete nach außen und spielte einen überraschenden Pass auf Wide Receiver Kenneth Rawls. Der setzte sich gegen gleich drei Verteidiger in der Endzone durch – Touchdown, 37:31, Sensation perfekt.
Auch der Münster Phoenix reist mit Rückenwind an. Das Team von Head Coach Jonathan Kuban sorgte zuletzt für ein echtes Offensivspektakel und legte beim 50:42 gegen die Solingen Paladins einen „50-Burger“ aufs Feld. Zudem behielt man gegen die Paderborn Dolphins mit 13:9 die Oberhand. Die Offensive ist brandgefährlich, die Moral stimmt – beste Voraussetzungen für das Topspiel.
Am Samstag, den 09.05.2026, steigt das Duell im Stadion Reinshagen (Wallburgstraße 25, 42857 Remscheid). Einlass ist ab 14:00 Uhr, Kickoff um 15:00 Uhr.
NRW Football wird vor Ort sein und im Anschluss mit einem ausführlichen Spielbericht sowie zahlreichen Fotos und Hintergrundinformationen berichten. Ein Spiel, das man in der Regionalliga definitiv nicht verpassen sollte.
Oliver Jungnitsch für NRW Football
Der Countdown läuft: Die letzten Tage vor dem Saisonstart der GFL 2 sind angebrochen, und nur noch eine Trainingseinheit liegt vor den von Head Coach Markus Grahn trainierten Griffins. In Kürze fliegt der Football wieder in der German Football League.
Markus Grahn der Head Coach der Rostock Griffins - Foto: Oliver Jungnitsch
Die Griffins gehen auch in der Saison 2026 als einer der Favoriten auf den Aufstieg in die 1. German Football League ins Rennen. Ob Fans, Presse oder andere Vereine – vielerorts werden die Rostock Griffins als Kandidat für die höchste deutsche Spielklasse genannt. Intern ist diese Rolle bekannt, dennoch richtet sich der volle Fokus auf das Auftaktspiel bei den Fighting Pirates in Elmshorn – und das aus gutem Grund.
Die Liga präsentiert sich 2026 so ausgeglichen wie selten zuvor. Nahezu alle Teams haben sich personell verstärkt. Besonders die Pirates zeigten bereits zum Ende der Saison 2025 ihre Qualität und verfügen über eine der stärksten Offensivlinien der Liga. Darauf aufbauend lässt sich ein gefährliches Laufspiel etablieren – insbesondere mit einem mobilen Quarterback und Running Back aus dem Mutterland des Footballs. Einen ersten Härtetest absolvierte Elmshorn bereits beim Erstligisten in Kiel.
Zudem kommt es zum Wiedersehen mit einem bekannten Gesicht: Coach Stefan Mau, im vergangenen Jahr noch Head Coach beim Meister Hamburg Pioneers, kehrt als Offensive Coordinator nach Elmshorn zurück.
Für Head Coach Markus Grahn steht vor allem eines im Fokus: „Das Team hat in der Offseason sehr gut gearbeitet. Einige neue Spieler sind dazugekommen, die Importgruppe wurde nahezu komplett neu aufgestellt. Die Stimmung ist hervorragend, und alle sind bereit, endlich auf dem Feld loszulegen. Beim Auswärtsspiel in Elmshorn können wir zeigen, dass sich der Einsatz auszahlt. Gleichzeitig wollen wir Spaß haben und eine erfolgreiche Saison einläuten – let’s RoG.“
FACTS:
09.05., Krückaustadion Elmshorn
Kickoff: 15:00 Uhr
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Jens Putzier- Rostock Griffins (redaktionell geändert)
Aufsteiger Minden startet bei den Leipzig Lions in seine erste Saison in der GFL2 - Das Abenteuer kann beginnen. Lange haben die American Footballer der Minden Wolves auf diesen Moment hingefiebert – am Samstag geht es endlich los. In der GFL2 Nord, der 2. Bundesliga, startet das Wolfsrudel mit einem Gastspiel bei den Leipzig Lions in die Saison 2026. Kickoff ist um 15 Uhr.
Runningback René Lange will für die Wolves punkten - Foto: Hendric-Noah Pieper
Knallharte Tests gegen teilweise übermächtige Gegner sollten das Team von Headcoach Phil Gamble auf das einstimmen, was es in der neuen Spielklasse erwartet. Auch wenn die Ergebnisse in der Vorbereitung zweitrangig sind und das Einspielen, das Testen neuer Spielzüge sowie der Einsatz der zweiten Reihe im Vordergrund stehen, lieferten die drei Partien wertvolle Erkenntnisse darüber, wo bis zum Saisonstart noch nachgebessert werden muss.
Gegen den niederländischen Rekordmeister Amsterdam Crusaders drehten die Wolves nach einer durchwachsenen ersten Hälfte auf. Zur Pause lag man nach anfänglichen Abstimmungsproblemen gegen ein bereits eingespieltes Team noch mit 7:11 zurück, steigerte sich danach jedoch deutlich und zog zwischenzeitlich auf 35:11 davon. Am Ende stand ein verdienter 35:18-Erfolg. „Es war ein gutes Gefühl für die Jungs, die Testspielreihe mit einem Sieg zu beginnen“, blickt Gamble zurück.
Es sollte allerdings das einzige Erfolgserlebnis der Vorbereitung bleiben. Die beiden folgenden Partien gingen deutlich verloren. Der kanadische Meister aus Calgary war den Wolves in allen Belangen überlegen und erteilte ihnen – ebenso wie zwei Erstligisten – beim 7:56 eine Lehrstunde. Dennoch war die Leistung über weite Strecken mit Blick auf die GFL2 durchaus ansprechend.
Weniger zufrieden zeigten sich die Mindener Coaches mit dem Auftritt im Merkur Bowl gegen die Düsseldorf Panther. Auch die Ausfälle mehrerer verletzter Spieler wollten sie nicht als Ausrede gelten lassen. Bei der 0:35-Niederlage fehlte es vor allem am nötigen Aufbäumen.
Genau hier haben die Coaches vor dem Saisonstart angesetzt. Denn in der GFL2 wird nichts verschenkt. „Da musst du da sein, wenn du auf dem Feld stehst. Ausreden werden nicht mehr akzeptiert. Wir dürfen uns in dieser Klasse nicht vorwerfen, nicht alles für den Erfolg getan zu haben.“
Das Auftaktspiel in Leipzig könnte für die Wolves direkt richtungsweisend werden. Zwar ist die Liga für den Aufsteiger noch Neuland, doch die Lions gelten als Gegner auf Augenhöhe. Gamble: „Da müssen wir punkten, um gleich etwas auf dem Konto zu haben. Die folgenden Spiele werden mit Sicherheit nicht leichter.“
Der letztjährige Aufsteiger in die 2. Bundesliga, der sich selbst gern als „The Beast of the East“ bezeichnet, hat erneut den Klassenerhalt als Ziel ausgegeben. Mit einer deutlichen Leistungssteigerung gegenüber dem Düsseldorf-Spiel scheint für das Wolfsrudel in Sachsen durchaus etwas möglich.
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