Seniors
Die Solingen Paladins sind mit einer 24:27-Niederlage beim Remscheid Amboss in die neue Regionalliga-Saison gestartet. Über 350 Fans aus Solingen begleiteten das Team ins Stadion Reinshagen. Der Gastgeber war als Aufsteiger aus der Oberliga in die Partie gegangen.
Die Solingen Paladins kehren mit einer 24:27 Niederlage nach Hause zurück - Foto: Marc Junge
Bereits im Vorfeld hatte das Trainerteam der Paladins darauf hingewiesen, dass mit einem leistungsstarken Gegner zu rechnen sei. Insbesondere das Laufspiel der Remscheider erwies sich über weite Strecken als wirkungsvoll. „Der Remscheider Runningback hat über vier Quarter hinweg konstant Raumgewinn erzielt. Wir konnten ihn nicht dauerhaft kontrollieren. Insgesamt war es ein Spiel auf solidem Niveau, in dem beide Mannschaften durch Fehler Ballbesitz oder Feldposition eingebüßt haben. Die Regionalliga ist insgesamt ausgeglichener geworden. Wir werden das Spiel analysieren und uns auf die kommenden Aufgaben vorbereiten“, erklärte Pressesprecher Jens Merten nach der Partie.
Erste Halbzeit
Vor rund 600 Zuschauern begann das Spiel mit einem frühen Ballverlust der Paladins beim ersten Kickreturn. Remscheid nutzte die gute Feldposition und ging mit 8:0 in Führung.
Solingen verkürzte durch ein Fieldgoal von Anton Lange auf 8:3. Kurz darauf erhöhte Remscheid mit einem weiteren Touchdown auf 15:3. Im weiteren Verlauf stabilisierten sich die Paladins. Myles Bailey erzielte nach einem Kickoff-Return über mehr als 90 Yards einen Touchdown zum 15:9.
Mit zunehmender Spieldauer fand die Solinger Defense besser in die Partie, während die Offense um Quarterback Kai Rosin kontinuierlicher Raumgewinn erzielte. Ein weiterer Touchdown durch Bailey führte zur knappen 15:14-Halbzeitführung aus Solinger Sicht.
Zweite Halbzeit
Auch im dritten und vierten Quarter blieb die Begegnung ausgeglichen. Remscheid setzte weiterhin erfolgreich auf sein Laufspiel, während Solingen ebenfalls mehrere längere Angriffsserien etablieren konnte.
Nach einer zwischenzeitlichen 20:15-Führung der Gastgeber verkürzte Anton Lange per Fieldgoal auf 20:18. Remscheid baute den Vorsprung anschließend auf 27:18 aus. Die Paladins antworteten mit einem Touchdown: Anton Lange fing einen Pass von Kai Rosin und trug ihn über mehr als 40 Yards in die Endzone zum 27:24.
In der Schlussphase erhielt Solingen nach einem defensiven Ballgewinn noch einmal den Ballbesitz. Ein abgefangener Pass im ersten Spielzug der Serie beendete jedoch die Möglichkeit auf weitere Punkte. Remscheid ließ die verbleibende Spielzeit auslaufen.
„In einer ausgeglichenen Partie haben einzelne Ballverluste den Ausschlag gegeben. Solche Situationen sind spielentscheidend. Das Spiel wird intern aufgearbeitet“, sagte Vorstandsmitglied Markus Jantke.
Stimmen zum Spiel
Alexander Thomas, Headcoach: „Mehrere vermeidbare Fehler und Strafen haben uns in schwierige Situationen gebracht. Diese Aspekte werden wir analysieren und gezielt bearbeiten. Die Mannschaft ist jung und befindet sich in einem Entwicklungsprozess.“
Jens Merten, Pressesprecher: „Es war ein intensives Derby. Nun richtet sich der Fokus auf das kommende Heimspiel gegen Köln. Dort wird sich zeigen, wie sich das Team weiterentwickelt.“
Ausblick
Samstag, 25. April 2026 – 16:00 Uhr (Einlass 14:30 Uhr)
Jahnkampfbahn Solingen-Wald
Solingen Paladins vs. Cologne Crocodiles
Meisterschaft Regionalliga NRW
Nächster Gegner: Cologne Crocodiles
Die Cologne Crocodiles wurden 1980 gegründet und gehören zu den traditionsreichen Vereinen im deutschen American Football. In den 1980er- und 1990er-Jahren erreichte der Club mehrfach das Finale um die deutsche Meisterschaft. Im Jahr 2000 gewann das Team den German Bowl.
Nach finanziellen Schwierigkeiten wurde der Spielbetrieb 2003 eingestellt. Ab 2008/09 erfolgte ein Neuaufbau, der 2016 mit dem Aufstieg in die GFL seinen sportlichen Höhepunkt fand. In den Folgejahren nahm das Team an den Playoffs teil, bevor es 2023 zu einem erneuten Rückzug kam. Für die Saison 2026 befindet sich die Mannschaft weiterhin im strukturellen Neuaufbau.
Die bisher acht Begegnungen zwischen den Solingen Paladins und den Cologne Crocodiles endeten mit einer ausgeglichenen Bilanz.
Die Braunschweig Lions haben ihr Auswärtsspiel bei den Hamburg Pioneers am Samstagabend mit 48:28 (21:14 / 14:7 / 13:0 / 0:7) gewonnen und dabei insbesondere offensiv ein echtes Ausrufezeichen gesetzt. Vor allem Quarterback Ryon Thomas prägte mit einer starken und variablen Leistung das Spielgeschehen und führte seine Offense nahezu fehlerfrei durch die Partie.
Quarterback #7 Ryon Thomas - Foto: Fabian Uebe
Früher Schlagabtausch im ersten Quarter
Die Partie begann mit hohem Tempo: Bereits im ersten Drive brachte Ryon Thomas seine Lions mit einem 10-Yard-Touchdown-Pass auf L. Kusterer früh in Führung (7:0). Doch die Hamburg Pioneers antworteten prompt – Quarterback T. Eggers fand T. Lohalm zum Ausgleich.
Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch: Thomas bediente zunächst P. Anderson zur erneuten Führung, ehe Eggers mit einem kurzen Lauf wieder egalisierte. Kurz vor Ende des ersten Viertels sorgte schließlich ein Big Play für den Unterschied: Ein 67-Yard-Touchdown-Pass von Thomas auf Anderson stellte den 21:14-Zwischenstand her.
Lions-Offense bleibt dominant
Auch im zweiten Quarter behielten die Lions die Kontrolle. Ein Touchdown-Lauf von N. Bünger baute die Führung weiter aus, bevor Hamburg noch einmal verkürzen konnte. Doch erneut hatte Braunschweig die passende Antwort: Thomas fand Kusterer zum nächsten Touchdown-Pass – auch wenn der Extrapunkt misslang.
Zur Halbzeit führten die Lions verdient mit 35:21, getragen von einer Offense, die sowohl durch die Luft als auch am Boden variabel und effektiv agierte.
Vorentscheidung nach der Pause
Nach dem Seitenwechsel übernahmen die Lions endgültig das Kommando. Zwei weitere Touchdown-Pässe von Ryon Thomas auf den überragenden P. Anderson – darunter ein spektakulärer 65-Yard-Pass – sorgten früh für die Vorentscheidung.
Auch die Defense setzte wichtige Akzente: Eine Interception durch Dominic Yaw Aboagye-Duah im zweiten Quarter sowie ein weiterer Ballgewinn durch Fabian Schröder im Schlussviertel unterstrichen die geschlossene Teamleistung, auch wenn phasenweise Abstimmungsprobleme infolge verletzungsbedingter Ausfälle sichtbar wurden.
Ergebniskosmetik im Schlussviertel
Im letzten Quarter gelang den Hamburg Pioneers noch ein Touchdown durch K. Meyer mit einem 39-Yard-Pass auf L. Mohnsen zum 28:48-Endstand. Am deutlichen Sieg der Lions änderte dies jedoch nichts mehr.
Fazit und Ausblick
Die Braunschweig Lions präsentierten sich offensiv in beeindruckender Frühform. Quarterback Ryon Thomas überzeugte mit mehreren Touchdown-Pässen und einer insgesamt souveränen Spielleitung. Besonders die Verbindung zu Wide Receiver P. Anderson erwies sich als kaum zu stoppen.
In der Defense wurde deutlich, dass noch nicht alle Leistungsträger zur Verfügung stehen. Verstärkungen – insbesondere in der ersten Verteidigungsreihe – werden erst zum Start der Saison der effect® Energy GFL Anfang Mai erwartet.
Head Coach Brayden McCombs zeigte sich nach dem Spiel dennoch zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft: Die Richtung stimmt, und die Entwicklung innerhalb des Teams ist klar erkennbar.
Nun bleiben den Lions noch knapp drei Wochen, um sich auf die nächste große Herausforderung vorzubereiten: Am 9. Mai wartet mit den Dresden Monarchs, dem aktuellen deutschen Vizemeister, ein echter Härtetest in Dresden.
Scoreboard
1. Quarter
00:07 – 10-Yard-TD-Pass R. Thomas auf L. Kusterer (PAT R. Skoczylas)
07:07 – 9-Yard-TD-Pass T. Eggers auf T. Lohalm (PAT M. Loth)
07:14 – 3-Yard-TD-Pass R. Thomas auf P. Anderson (PAT R. Skoczylas)
14:14 – 3-Yard-TD-Lauf T. Eggers (PAT M. Loth)
14:21 – 67-Yard-TD-Pass R. Thomas auf P. Anderson (PAT R. Skoczylas)
2. Quarter
14:29 – 2-Yard-TD-Lauf N. Bünger (PAT R. Skoczylas)
21:29 – 12-Yard-TD-Pass T. Eggers auf T. Lohalm (PAT C. A-Freeman)
21:35 – 7-Yard-TD-Pass R. Thomas auf L. Kusterer (PAT nicht gut)
3. Quarter
21:41 – 65-Yard-TD-Pass R. Thomas auf P. Anderson (PAT geblockt)
21:48 – 7-Yard-TD-Pass R. Thomas auf P. Anderson (PAT R. Skoczylas)
4. Quarter
28:48 – 39-Yard-TD-Pass K. Meyer auf L. Mohnsen (PAT C. A-Freeman)
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Holger Fricke - Braunschweig Lions (redaktionell geändert)
Calgary Gators aus Kanada unterstreichen ihre Klasse und siegen im Weserstadion mit 56:7 - Dieser Gegner war schlichtweg zwei Klassen zu stark. Nach dem deutlichen Sieg gegen den niederländischen Rekordmeister Amsterdam Crusaders (35:18) wurden den Minden Wolves eine Woche später eindrucksvoll die Grenzen aufgezeigt. Das Team der Calgary Gators aus Kanada, das derzeit durch Deutschland tourt und neben dem klaren Erfolg bei den Schwäbisch Hall Unicorns nach eigenen Aussagen auch seine Gastgeber in Hildesheim und Bielefeld bei Scrimmages dominierte, war dem Aufsteiger in die GFL2 in allen Belangen überlegen. Am Ende stand ein deutlicher 56:7 (14:0, 14:0, 7:7, 21:0)-Erfolg im Weserstadion.
Mindens Tim Fauth kann mit seiner spektakulären Flugeinlage Calgarys Anthony Tanguay stoppen - Foto: Hendric-Noah Pieper
„So wie sich Calgary bei uns präsentiert hat, würde das Team in der GFL1 ganz vorne mitspielen. Nicht umsonst haben sie auf ihrer Deutschland-Tour ausnahmslos klare Siege eingefahren“, zog Wolves-Vorstand Volker Krusche respektvoll den Hut vor der Leistung der Gäste aus Übersee. „Gerade das, was sie in der O- und D-Line aufbieten, sieht man hierzulande sicher nicht alle Tage.“
Zwar mussten die Mindener insbesondere in der eigenen Offensiv-Line auf einige Akteure verzichten, doch am Spielverlauf hätte ihre Anwesenheit kaum etwas geändert. Zu deutlich war der kanadische Meister der Jahre 2024 und 2025 überlegen. Es war eine Demonstration der Klasse – und entsprechend ruhig und sachlich ordneten die Verantwortlichen um Headcoach Phil Gamble die Partie ein. „Es war eine absolute Lehrstunde für uns – und ich glaube, dass uns das guttun wird“, bilanzierte Gamble. „Dass Calgary sehr gut ist, war klar. So stark hätte ich sie allerdings nicht erwartet. Nach dieser Niederlage sind wir wieder geerdet.“
Etwas enttäuscht zeigte man sich auf Seiten der Gastgeber über die eher magere Kulisse. Möglicherweise lag es daran, dass an drei aufeinanderfolgenden Samstagen namhafte Gegner im Weserstadion gastieren. Nur gut 500 Zuschauer verfolgten die Partie im „Wohnzimmer“ der Wolves. Enttäuscht war jedoch niemand – vielmehr wurde die Klasse des Gegners anerkannt. Stolz überwog darüber, dass sich das eigene Team dieser Herausforderung gestellt hatte.
Bereits der erste Angriff der Mindener wurde von den physisch beeindruckenden Kanadiern kompromisslos gestoppt. Im Gegenzug marschierten die Gäste souverän über das Feld, sodass Bryce Harper das erste Angriffsrecht direkt in einen Touchdown ummünzte. Kurz darauf erhöhte er mit seinem zweiten Endzonenbesuch, jeweils inklusive der von Ian Hewitt verwandelten PATs (Points after Touchdown), auf 14:0 nach dem ersten Viertel.
Im zweiten Quarter hielt die Mindener Defense besser dagegen, konnte jedoch nicht verhindern, dass Ben Hnatiuk nach einem zuvor vergebenen 36-Yard-Field-Goal-Versuch mit einem Touchdown (plus PAT Hewitt) auf 21:0 stellte. Eigentlich schien dieses Ergebnis zur Pause Bestand zu haben, doch ein langer Pass der Gäste wurde nicht entscheidend gestört, sodass Jacob Deslo der Endzonenbesuch praktisch „geschenkt“ wurde. Mit 28:0 ging es in die Halbzeit.
Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Gators am Drücker. Erneut war es Bryce Harper, der mit seinem dritten Touchdown auf 34:0 erhöhte. Gabriel Canabrava verwandelte den PAT zum zwischenzeitlichen 35:0.
Headcoach Phil Gamble reagierte und brachte den jungen Mindener Quarterback Fabrice Steinbach für US-Import Darrius Sample. Der 22-Jährige fügte sich gut ein, änderte bei seinem ersten Einsatz sogar den angesagten Spielzug und bediente stattdessen Rückkehrer Willie Fedd Jr. mit einem Pass über 30 Yards. Fedd sorgte mit seinem Touchdown für den umjubelten Ehrenpunkt der Hausherren – eine „Nullnummer“ war damit abgewendet.
Mehr Zählbares sollte den Wolves allerdings nicht mehr gelingen. Im Schlussviertel dominierten erneut die Kanadier. Runningback Marshall Tailleur, Spielertrainer Kurt Howland und Wide Receiver Doneff Cassidy sorgten gemeinsam mit drei erfolgreichen PATs dafür, dass Calgary die 50-Punkte-Marke knackte und auf 56:7 davonzog. Pech für Minden: Nach einem Quarterback-Sack durch Geburtstagskind Kai Schröter fehlte die Zeit, um aus guter Feldposition vielleicht noch ein zweites Mal zu punkten.
Fest steht dennoch: Für das Wolfsrudel, das erst in sein sechstes Spieljahr geht, war die deutliche Niederlage zugleich eine wertvolle Erfahrung – und trotz allem ein besonderes Erlebnis.
Die Minden Wolves empfangen am Samstag zum Kracher die Calgary Gators aus Kanada - So etwas hat es in Deutschland noch nicht gegeben: Die Calgary Gators absolvieren mit zwei Spielen in „Good old Germany“ eine Premiere.
Mindens neuer Quarterback Darrius Sample freut sich über seinen ersten Touchdown im Wolves-Trikot - Foto: Hendric-Noah Pieper
Denn noch nie zuvor gab es ein deutsch-kanadisches Liga-Duell auf deutschem Boden. Am vergangenen Samstag waren die Footballer aus Calgary, der mit rund 1,2 Millionen Einwohnern größten Stadt der Provinz Alberta, in Schwäbisch Hall zu Gast. Eine Woche später treten sie am Samstag bei den Minden Wolves im Weserstadion an. Kickoff ist um 15 Uhr.
Ein solches Duell hat die Weserstadt bislang noch nicht erlebt. Die Footballfans blicken gespannt nach Minden, denn dem Wolfsrudel ist es gelungen, in der Vorbereitung ein in Deutschland eher seltenes Programm auf die Beine zu stellen. Spiele gegen den Rekordmeister der Niederlande, den aktuellen kanadischen Champion sowie eines der besten Teams der GFL – ein solch hochwertiges Footballpaket hat es in dieser Form kaum gegeben.
Die Wolves sind erfolgreich in das Footballjahr 2026 gestartet. Im ersten Auftritt musste sich das Team zunächst finden und lag aufgrund mangelnden Zusammenspiels zur Halbzeit mit 7:11 gegen die Amsterdam Crusaders zurück, die sich aufgrund der laufenden Saison als deutlich eingespielter präsentierten. Nach der Pause steigerte sich das Team in allen Mannschaftsteilen deutlich und drehte die Partie in eine 35:11-Führung. Besonders das Passspiel auf die schnellen Receiver Ray Fletcher und Willie Fedd Jr. war sehenswert. In den Schlusssekunden betrieben die Gäste aus der Metropole noch etwas Ergebniskosmetik.
Mit Blick auf die kommende Aufgabe warnt Headcoach Phil Gamble jedoch vor zu hohen Erwartungen. „Mit Calgary treffen wir auf ein ganz anderes Kaliber. Die Mannschaft wurde zuletzt zweimal in Folge kanadischer Meister.“ Im letztjährigen Playoff-Finale siegten die Männer von Headcoach Kurt Howland deutlich mit 35:0.
Auch beim ersten Auftritt auf deutschem Boden demonstrierten die Gators ihre Stärke. Bei den Schwäbisch Hall Unicorns aus der GFL1 führten sie im vierten Viertel mit 28:7, ehe die Gastgeber noch auf 14:28 verkürzen konnten.
„Ich denke, dass dieses Spiel eine tolle Kulisse verdient hat. Man hat nicht alle Tage einen so starken und prominenten Gegner zu Gast – erst recht nicht aus Übersee“, betont Phil Gamble und hofft auf ein deutlich größeres Interesse als noch gegen Amsterdam. „Womit will man noch locken, wenn selbst internationale Top-Duelle nicht ziehen würden? Daher hoffe ich diesmal gegen einen bärenstarken Gegner auf die Rückendeckung zahlreicher Fans.“
Am kommenden Samstag beginnt für die Solingen Paladins die Regionalliga-Saison 2026. Zum Auftakt steht direkt das Derby beim Remscheid Amboss an.
Kickoff zum Saisonauftakt: Solingen Paladins starten in die Regionalliga 2026 - Foto: Oliver Jungnitsch
Seit November befindet sich das Team in der Vorbereitung. Entsprechend groß ist die Vorfreude auf den Saisonstart, auch wenn ein Termin Mitte April im Football-Kalender als vergleichsweise früh gilt. „Die Spieler sind seit November im Training und freuen sich auf den Saisonstart. Mitte April ist grundsätzlich früh, aber wir nehmen es an, wie es kommt“, erklärt Headcoach Alexander Thomas.
Intensive Athletik-, Theorie- und Feldeinheiten, ein Trainingscamp in Velbert sowie ein Testspiel gegen die Düsseldorf Bulldozer bildeten die Grundlage der Vorbereitung. Auch organisatorisch habe sich der Verein weiterentwickelt. Der Fokus liege weiterhin auf einem nachhaltigen Aufbau. „Für uns steht ein gesundes Fundament im Vordergrund. Eine langfristige und weitsichtige Strategie hat Vorrang vor kurzfristigem Erfolg“, betont der erste Vorsitzende Ingo Hübner Silva. Entsprechend steht das Thema Aufstieg derzeit nicht im Mittelpunkt der Planungen.
Der Gegner: Remscheid Amboss
Der Remscheid Amboss wurde 1999 als Nachfolger der Bergischen Löwen gegründet. In der vergangenen Saison sicherte sich das Team mit neun Siegen aus zehn Spielen die Meisterschaft in der Oberliga NRW und stieg in die Regionalliga NRW auf. Zwischen beiden Vereinen bestehen zahlreiche personelle und historische Verbindungen. Mit Cole Williams steht ein ehemaliger Paladin als Headcoach an der Seitenlinie der Remscheider. Über die Jahre wechselten Spieler und Trainer zwischen beiden Standorten, wodurch neben der sportlichen Rivalität auch gewachsene Kontakte entstanden.
Sechs reguläre Duelle gab es bislang zwischen beiden Mannschaften, fünf davon entschieden die Paladins für sich. Die Ausgangslage vor dem erneuten Aufeinandertreffen gilt jedoch als offen. Remscheid verstärkte sich in der Offseason unter anderem mit internationalen Spielern. „Ein klarer Favorit lässt sich nicht ausmachen“, sagt Pressesprecher Jens Merten mit Blick auf das Derby. Die Generalprobe verlief für beide Teams nicht optimal. Remscheid unterlag am vergangenen Wochenende den Osnabrück Tigers knapp mit 23:26.
Rückzug der Assindia Cardinals
Für Bewegung in der Liga sorgte am Wochenende der kurzfristige Rückzug der Assindia Cardinals aus dem Spielbetrieb der Regionalliga West. Als Gründe nannte der Verein unter anderem eine geringe Trainingsbeteiligung, eine unzureichende Vorbereitung sowie eine zu kleine Kaderstärke. Neben der sportlichen Komponente hat die Entscheidung auch wirtschaftliche Auswirkungen auf andere Vereine. Für die Paladins entfällt damit das geplante Heimspiel am 6. Juni in der Jahnkampfbahn samt entsprechender Einnahmen.
Die wichtigsten Informationen zum Spieltag
Einlass: ab ca. 14:00 Uhr
Kickoff: 15:00 Uhr
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