Seniors
Die Minden Wolves empfangen im ersten GFL2-Heimspiel den Titelfavoriten Krefeld Ravens
Die Minden Wolves sind erstmals nicht in der Favoritenrolle - Foto: Oliver Jungnitsch
Nach der Auftaktniederlage in der GFL2 gehen die Minden Wolves mit gemischten Gefühlen in ihr erstes Heimspiel der neuen Spielklasse. Zum Saisonstart unterlag das Team bei den Leipzig Lions in letzter Sekunde mit 10:13. Am Samstag ist nun Meisterschaftsfavorit Krefeld Ravens im Weserstadion zu Gast. Der Kickoff erfolgt um 15 Uhr.
Beide Mannschaften verbindet eine ähnliche Entwicklung in der noch jungen Vereinsgeschichte. Wie die Minden Wolves erreichten auch die Krefeld Ravens innerhalb von fünf Jahren die 2. Bundesliga. Bereits 2023 trafen beide Teams im Ligabetrieb aufeinander, damals in der Oberliga. Krefeld ging als amtierender Vizemeister in die Saison, Minden als Aufsteiger. In beiden Begegnungen setzten sich die Ravens damals deutlich durch. Wolves-Vorstand Volker Krusche ordnet die damaligen Duelle entsprechend ein: „Wir sind in dem Jahr an einem besseren Team gescheitert. Krefeld war deutlich stärker als wir.“ Minden kassierte gegen die Ravens damit die ersten beiden Niederlagen in einem Punktspiel.
Auch abseits des Platzes entwickelte sich zwischen beiden Vereinen ein respektvoller Umgang. Beide Clubs hätten den sportlichen Aufbau von Beginn an professionell verfolgt, hieß es aus Minden.
Die Ziele für die Saison 2026 unterscheiden sich deutlich. Während die Minden Wolves den Klassenverbleib anstreben, peilen die Krefeld Ravens die Playoffs und den ersten GFL2-Bowl an. Das sagte Vorstandsmitglied Guliano Schunke mit Blick auf die Erwartungen beider Seiten.
Krefeld schloss die vergangene Spielzeit als Aufsteiger auf Platz drei ab und lag dabei punktgleich mit dem GFL2-Nordmeister Hamburg Pioneers. Nach Niederlagen gegen Rostock und in Hamburg gewann das Team die folgenden acht Partien. Am Ende stellte Krefeld die beste Defensive der Liga. Der mögliche Durchmarsch war damit dennoch früh in der Saison nicht mehr realisierbar.
Obwohl die Nordstaffel der GFL2 in diesem Jahr als besonders stark gilt und mehrere Teams Ansprüche auf die Playoff-Plätze anmelden, zählt Krefeld weiterhin zu den Mitfavoriten auf den Titel. Die Ravens haben diesen Anspruch bereits vor Saisonbeginn klar formuliert. Langfristig soll in Krefeld sogar der Gewinn der Deutschen Meisterschaft möglich werden.
In Minden richtet sich der Blick dagegen auf die eigene Entwicklung. Headcoach Phil Gamble betonte, dass der Klassenerhalt das zentrale Ziel sei. Mit Blick auf das Spiel in Leipzig sieht er vor allem in der Offensive Verbesserungsbedarf. Dort habe das Team die größten Probleme gehabt, um die Partie erfolgreich zu gestalten. Gegen Krefeld solle sich das ändern.
Für das erste Heimspiel erhofft sich Gamble zudem mehr Zuschauer im Stadion. Der sportliche Aufstieg in die 2. Bundesliga sei in fünf Jahren ein großer Erfolg gewesen, sagte er. Zugleich sei absehbar gewesen, dass die GFL2 kein Selbstläufer werde. Die Liga biete jedoch Football auf hohem Niveau, von dem auch die Fans profitieren könnten. Damit gehen die Minden Wolves erstmals nicht als Favorit in ein Heimspiel, sondern als Herausforderer gegen eines der derzeit stärksten Teams der Liga.
Die MG Wolfpack Seniors sind mit einem 24:8-Erfolg (0:0/8:0/0:0/16:8) gegen die Aachen Vampires in die Oberligasaison 2026 gestartet. Vor mehr als 200 Zuschauern und zahlreichen Gästen setzte sich das Team am vergangenen Samstag bei guten Wetterbedingungen verdient durch.
Wolfpack mit einem guten Start in die Saison - Foto: Sebastian Zajac
Mit den Aachen Vampires traf die Mannschaft aus Mönchengladbach auf einen ambitionierten Gegner, der bereits im Vorfeld als anspruchsvolle Aufgabe eingeschätzt worden war. Trotz des Auftaktsiegs zeigte sich Head Coach Phil Scales nach der Partie kritisch: „Das war noch nicht die Leistung, die wir von uns selbst erwarten.“
Vor allem individuelle Fehler in wichtigen Spielsituationen verhinderten, dass die Gastgeber ihr volles Potenzial ausschöpfen konnten. Zwar gelang es der Offense der MG Wolfpack Seniors mehrfach, die gegnerische Defense unter Druck zu setzen, vielversprechende Drives blieben jedoch häufig ohne erfolgreichen Abschluss. Dadurch fand das Angriffsspiel zunächst nur schwer in einen konstanten Rhythmus.
Die Defense der Gastgeber, eingestellt von Defensive Coordinator Detlef Zorn, präsentierte sich über weite Strecken stabil und ließ den Gästen nur wenige Möglichkeiten. Einzelne Fehler führten zwar dazu, dass die Offense der Aachen Vampires teilweise länger auf dem Feld blieb, insgesamt überzeugte die Defensive jedoch mit Disziplin und Einsatzbereitschaft.
Bereits vor dem Kickoff musste das Trainerteam kurzfristige Ausfälle kompensieren, nachdem beide Kicker krankheitsbedingt nicht zur Verfügung standen. Das Team reagierte flexibel und verwandelte sämtliche Two-Point-Conversions erfolgreich.
Die einzigen Punkte der Gäste fielen in der Schlussminute nach einem Kickoff-Return-Touchdown. Am Ende stand ein verdienter 24:8-Erfolg für die MG Wolfpack Seniors, die damit erfolgreich in die neue Saison gestartet sind, gleichzeitig aber noch Verbesserungspotenzial erkennen ließen.
Das nächste Heimspiel bestreiten die MG Wolfpack Seniors am 6. Juni 2026 auf der Sportanlage Odenkirchen-Süd an der Kölner Straße 160 in Mönchengladbach. Gegner sind die Greyhounds aus Wuppertal. Kickoff ist um 15 Uhr.
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Steffi Radeck - American Sports Mönchengladbach e.V. (redaktionell geändert)
Die Lüdenscheid Lightnings haben auch ihr zweites Spiel in der American-Football-Oberliga gewonnen. Vor 723 Zuschauern feierte der Aufsteiger im heimischen Nattenbergstadion einen deutlichen 39:6 (25:0)-Sieg gegen die Bochum Rebels.
Die Lüdenscheid Lightnings gewinnen auch ihr zweites Spiel - Foto: Lüdenscheid Lightnings
Besonders in der ersten Halbzeit war das Geschehen äußerst einseitig. Bereits im ersten Angriff fand Riley Cooper seinen Wide Receiver Jannik Steuber zum ersten Touchdown des Spiels und zur schnellen 7:0-Führung. Lange dauerte es nicht, bis die Footballer des LTV 61 nachlegten. Dieses Mal fing Thalys Almeida einen Pass von Cooper zum 13:0, bevor Running Back Devyn Collins mit einem Neun-Yard-Lauf auf 19:0 erhöhte.
Die Defense der Lüdenscheider, bei der Höh und Schmidt jeweils eine Interception fingen, ließ nahezu nichts zu. Bochum kam in der ersten Halbzeit mit seinem Angriff kein einziges Mal über die Mittellinie. Den Schlusspunkt vor der Pause setzte Nick Flunkert, der einen 70-Yard-Pass von Cooper zum 25:0 verwertete.
Kurz zuvor hatte es zwei Schreckmomente für die Bochumer Gäste gegeben, nachdem wegen mehrerer Verletzungen zwei Krankenwagen und Notärzte zur Behandlung angefordert werden mussten.
In der zweiten Halbzeit steigerten sich die Rebels offensiv mit ihrem Ersatz-Quarterback, sorgten für mehrere Big Plays und erzielten im vierten Viertel den Ehrentouchdown. Ansonsten stoppte die Defense der Lightnings die Bochumer immer wieder und forcierte mit mehreren Sacks kontinuierlich Raumverlust.
An den klaren Kräfteverhältnissen änderte sich jedoch nichts mehr. Erneut Collins mit einem kurzen Fünf-Yard-Lauf zu seinem zweiten Touchdown sowie ein Pass von Pressler auf Steuber zum 39:6-Endstand besiegelten den souveränen Heimsieg.
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Wesley Baankreis - Lüdenscheid Lightnings
Es war das, zumindest für die Zuschauer zu erwartende, Spitzenspiel in der Regionalliga: Am Samstag, 09.05.2026, trafen im Stadion Reinshagen an der Wallburgstraße 25 in 42857 Remscheid die beiden ungeschlagenen Teams aufeinander. Am Ende setzten sich die Gastgeber in einer spektakulären und bis in die Schlusssekunden offenen Partie mit 44:42 gegen Phoenix Münster durch.
Im Spitzenspiel der Regionalliga trafen die Teams von Remscheid und Münster aufeinander - Foto: Oliver Jungnitsch
Auf der Seitenlinie standen mit Cole Williams beim Amboss und Jonathan Kuban bei Phoenix zwei Coaches, die ihre Mannschaften mutig in dieses Topspiel schickten. Remscheid startete gleich mit einem Onside-Kick von Nick Zimmermann in die Begegnung, doch wegen einer Strafe gegen den Amboss blieb dieser Überraschungscoup ohne Erfolg. Auch Münster zeigte früh keinerlei Zurückhaltung: Kuban ließ im ersten Drive gleich zwei vierte Versuche ausspielen – und wurde zunächst belohnt. Phoenix-Quarterback Malik Brown fand Wide Receiver Maxi Elfers zum ersten Touchdown des Abends, Hendrik Schröder verwandelte den PAT zum 0:7.
Der Amboss antwortete prompt. Ein starker Return brachte die Hausherren schnell in die Red Zone, ehe Runningback Luca Vetter den Ball kurz vor die Endzone trug und selbst den ersten Remscheider Touchdown vollendete. Antonio „Tre“ Bass erhöhte mit der Two-Point-Conversion auf 8:7. Münster schlug seinerseits zurück: Umar Tairou lief zum nächsten Touchdown ein, Schröder stellte per PAT auf 8:14. Noch im zweiten Quarter legten die Gäste nach und bauten ihre Führung durch den zweiten Brown-auf-Elfers-Touchdown weiter aus. Remscheid verkürzte vor der Pause zwar noch durch einen Pass auf Vetter und die erneute Two-Point-Conversion von Bass, doch zur Halbzeit stand es 16:21 aus Sicht des Amboss.
Nach dem Seitenwechsel drehte sich das Spiel dann zunehmend in Richtung Remscheid. Bass trug den nächsten Touchdown selbst in die Endzone und brachte den Amboss mit seiner anschließenden Two-Point-Conversion erstmals wieder in Front: 24:21. Kurz darauf profitierte Remscheid von einem Fumble der Gäste und bekam den Ball tief in Münsters Hälfte. Quarterback Adrien Roux bediente erneut Bass in der Endzone, Jan Preuß verwandelte den PAT zum 31:21.
Phoenix gab sich jedoch keineswegs geschlagen. Malik Brown brachte sein Team mit einem langen Pass auf Elfers wieder heran, der über mehr als 20 Yards bis in die Endzone lief. Schröder stellte auf 31:28. Doch Bass blieb der Faktor auf Seiten des Amboss: Ein weiterer Lauf-Touchdown des Remscheiders schraubte den Vorsprung wieder auf zehn Punkte. Münster antwortete spektakulär, als ein Snap über Brown zunächst gefährlich wurde, der Quarterback den Ball aber noch sichern und selbst über 30 Yards in die Endzone tragen konnte. Der PAT von Schröder verkürzte auf 38:35.
Die Schlussphase hatte dann alles, was ein Spitzenspiel braucht. Nach einem Pass auf Vetter stellte Remscheid zunächst auf 44:35; der anschließende PAT aus 35 Yards misslang nach einer Strafe. Phoenix kämpfte weiter und kam durch den Pass von Brown auf Tairou noch einmal auf 44:41 heran, Schröder brachte den PAT zum 44:42 sicher durch. Der anschließende Onside-Kick misslang jedoch, und Remscheid brachte das Spiel in der Victory Formation über die Zeit.
Für Münster war es das vierte Spiel in Folge, zudem mussten die Gäste zur Halbzeit verletzungsbedingt auf einige Leistungsträger verzichten. Umso bemerkenswerter blieb der Kampfgeist der Phoenix, die sich trotz aller Rückschläge noch einmal bis auf zwei Zähler herankämpften. Am Ende reichte es aber nicht mehr, weil der Amboss in den entscheidenden Momenten einen Antonio „Tre“ Bass hatte.
Mit dem 44:42 behauptet Remscheid seine makellose Bilanz. Neben dem Amboss sind in der Regionalliga damit nur noch die Troisdorf Jets ungeschlagen, die allerdings noch kein Spiel bestritten haben. Der nächste Gegner der Remscheider wartet bereits am kommenden Samstag in Troisdorf. Münster hat zunächst spielfrei und trifft danach auf die Paderborn Dolphins.
Nach der Partie fand Phoenix-Head-Coach Jonathan Kuban deutliche Worte: „Ich habe meinem Team zwei Dinge gesagt: Erstens, dass wir dieses Spiel verbockt haben, da wir auf beiden Seiten des Balls die schlechteste Leistung in diesem Jahr gebracht haben. Und zweitens, die Saison ist noch nicht vorbei, denn wir haben noch einige Spiele vor uns und können unsere Ziele noch erreichen. Schön ist, dass wir nach vier Spielen endlich eine Pause haben und nutzen können, uns auf das Spiel in Paderborn vorzubereiten.“
Oliver Jungnitsch für NRW Football
GFL2-Aufsteiger Minden Wolves kassiert bei seiner Bundesliga-Premiere in Leipzig ein vermeidbares 10:13
Nur selten wurden die starken Receiver der Minden Wolves, wie hier Willie Fedd jr., bei der Bundesliga-Premiere in Leipzig in Szene gesetzt. Foto: Minden Wolves
Das hatten sich die American Footballer der Minden Wolves ganz anders vorgestellt. Eine einzige Sekunde fehlte dem Aufsteiger in der GFL2 Nord, um bei den Leipzig Lions die Overtime zu erreichen – eine Sekunde, die letztlich über Verlängerung oder Niederlage entschied. Mit einem Field Goal sicherten sich die Gastgeber vor knapp 500 Zuschauern im Sportpark Camillo Ugi in Markkleeberg mit dem 13:10 (0:7, 10:0, 0:3, 3:0)-Erfolg die ersten Punkte der Saison. Bei den Mindenern hingegen spiegelten lange Gesichter die grenzenlose Enttäuschung nach der Bundesliga-Premiere wider.
„Dieses Spiel hätten wir nie und nimmer verlieren dürfen. Ich bin völlig niedergeschlagen“, kommentierte Wolves-Vorstand Volker Krusche. Vorstandskollege Stephan Meier ergänzte: „Leichter als hier in Leipzig dürfte es in dieser Saison auswärts kaum werden, um als Sieger vom Platz zu gehen.“
Auch Headcoach Phil Gamble sparte nach Spielende im gemeinsamen Huddle nicht mit Kritik: „Das ist auch ein Ergebnis der Trainingsarbeit. Ohne intensives Training geht es nun mal nicht.“
Zum Saisonauftakt standen sich zwei Mannschaften gegenüber, die auf beiden Seiten deutliche Probleme im Offensivspiel offenbarten. „First Downs“ waren bei den Gästen ebenso Mangelware wie bei den Hausherren. Und Mindens Quarterback Darrius Sample blieb bei der Bundesliga-Premiere seines Teams einmal mehr den Nachweis seiner Klasse schuldig. Für ihn war es ein Tag zum Vergessen – mit einer Ausnahme: Ausgerechnet er war es, der den Liganeuling im ersten Viertel mit einem Lauf-Touchdown in Führung brachte und damit die ersten Bundesliga-Punkte der Wolves erzielte. Es sollte jedoch eine der wenigen gelungenen Aktionen des Amerikaners bleiben.
Entweder zwangen ihn seine Gegenspieler nach dem Snap zu Verzweiflungswürfen, oder seine Pässe waren für seine Receiver, die ihre Stärken kaum ausspielen konnten, zu hoch und unerreichbar.
Hinzu kam, dass Sample maßgeblich an den gegnerischen Punkten beteiligt war. Im zweiten Viertel roch Leipzigs Importspieler Malachi Ruffin bei einem schwachen Pass den Braten, fing den Ball ab und trug ihn postwendend in die Endzone – ein unnötiges Geschenk an die Lions.
Beide Teams taten sich gegen die starken Defensivreihen weiterhin schwer. Sample beschränkte sich zunehmend auf Ballübergaben an seine Running Backs oder versuchte, mit eigenen Läufen Raumgewinn zu erzielen. Doch immer dann, wenn sich die Wolves Hoffnungen auf einen Touchdown machen durften, fehlten die Lösungen. Drei- oder viermal standen sie nur wenige Yards vor der Goal Line, brachten das „Ei“ jedoch nicht über die Linie. Es mangelte an Überzeugung in den durchschaubaren Spielzügen – Leipzig wurde es dadurch zu leicht gemacht.
So blieben die Gäste auch im zweiten Viertel ohne weitere Punkte. Ein Field-Goal-Versuch von Tobias Pauls aus knapp 60 Yards war schlicht zu lang. Besser machten es die Lions, die im Gegenzug durch Dominik Banse aus kürzerer Distanz erfolgreich waren. So hieß es zur Pause 10:7 für Leipzig – und auf Mindener Seite fragte man sich, warum die Hausherren überhaupt in Führung lagen.
Nach dem Seitenwechsel standen die Wolves erneut direkt vor der Endzone. Doch wieder sprang aus drei Versuchen nichts Zählbares heraus. Auch weil Darrius Sample im dritten Versuch lieber selbst lief und gestoppt wurde, statt den völlig freistehenden Willie Fedd Jr. in der Endzone zu bedienen. So blieb „nur“ ein Field Goal, das Tobias Pauls diesmal sicher zum 10:10-Ausgleich verwandelte.
Da die Defensivreihen weiterhin den Ton angaben und sich die Offensiven zusätzlich durch Strafen selbst schadeten, ging es mit diesem Spielstand in die Crunchtime. Auch deshalb, weil Tobias Pauls ein weiteres Field Goal nicht verwandeln konnte.
„Anstatt Ruhe ins Spiel zu bringen und vielleicht eine Auszeit zu nehmen, mussten wir auf den Platz hetzen und sofort antreten. Das war alles andere als glücklich und hätte nicht sein müssen.“ Dem Mindener Kicker war wegen der vergebenen Chance jedenfalls kein Vorwurf zu machen.
Kurz darauf fing Benji Frese zwar eine Interception, doch der Ballgewinn wurde wegen eines Offside-Pfiffs zurückgenommen. Kurz vor dem Two-Minute Warning kam Leipzig erneut in Ballbesitz. 78 Sekunden vor Schluss schienen dann plötzlich alle Trümpfe wieder beim Aufsteiger zu liegen: Willie Fedd fing einen Pass der Leipziger ab und brachte seine Farben zurück in Ballbesitz.
Doch Darrius Sample avancierte endgültig zum tragischen Helden. 41 Sekunden vor dem Ende war sein langer Pass viel zu kurz, sodass erneut Malachi Ruffin dazwischengehen konnte. Der Leipziger trug den Ball bis an die 35-Yard-Linie der Mindener.
Die Zeit verstrich, die Defense der Gäste hielt dagegen. Doch die Uhr zeigte nur noch eine einzige Sekunde an – genug für einen letzten Field-Goal-Versuch der Lions. Und Dominik Banse versenkte den Ball sicher zwischen den Torstangen. 13:10. Leipzig jubelte, Minden trauerte.
„Unserer Defense kann man keinen Vorwurf machen. Sie hat uns immer im Spiel gehalten und selbst nur drei Punkte für Leipzig zugelassen. Die anderen Punkte sind durch die Interceptions entstanden. Die Offense hingegen habe große Schwächen offenbart, selten durchdachte Spielzüge umgesetzt, kaum First Downs erzielt, zu wenige Pässe an den Mann gebracht und selbst in vielversprechenden Feldpositionen keine Lösungen gefunden. Ich hoffe nur, dass uns diese vergebene Chance in Leipzig am Ende nicht wehtun wird.“, sagte Krusche.
Weiter geht es für die Minden Wolves am Samstag, 16. Mai, um 15 Uhr mit dem Heimspiel gegen Meisterschaftsfavorit Krefeld Ravens.
Weitere Beiträge …
- Braunschweig Lions müssen sich starken Dresden Monarchs geschlagen geben
- Knapper Sieg zum Auftakt – Rostock Griffins gewinnen in Elmshorn
- Showdown der Ungeschlagenen: Amboss empfängt Phoenix zum Topspiel
- Die Griffins starten in Elmshorn in ihre zehnte GFL-2-Saison
- Für die Wolves kann das Abenteuer beginnen
- Fehlstart für die Lippstadt Eagles – 10:28-Niederlage bei den Recklinghausen Chargers
- GFL 2 startet am 9. Mai in die Saison 2026
- Football-Krimi mit 92 Punkten: Münster bleibt ungeschlagen
- Formstarke Teams im Duell: Münster will Siegesserie ausbauen
- Packender Heimsieg: Solingen Paladins bezwingen Cologne Crocodiles
Unterkategorien
GFL Nord Beitragsanzahl: 709
GFL2 Nord Beitragsanzahl: 706
Europa/Welt Beitragsanzahl: 188
GFL + GFL2 (Nord) - ELF Beitragsanzahl: 0
Regionalliga (Seniors) Beitragsanzahl: 430
Oberliga (Seniors) Beitragsanzahl: 180
Verbandsligen (Seniors) Beitragsanzahl: 255
Landesligen (Seniors) Beitragsanzahl: 173
NRW-Liga (Seniors) Beitragsanzahl: 76
FS / Training / sonstiges (Seniors) Beitragsanzahl: 57
Seite 8 von 555




