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Die Paderborn Dolphins müssen weiter auf den ersten Erfolg der Saison warten. Am Blaulicht-Spieltag im Hermann-Löns-Stadion unterlagen die Gastgeber den Münster Phoenix vor 15 Uhr Kickoff trotz einer engagierten Offensivleistung mit 30:39 (3:7/7:7/6:13/14:12). Zahlreiche Regenschauer machten die Bedingungen für beide Teams dabei alles andere als einfach.
Die Münsteraner Umar Tairou #1 und Malik Brown #8 konnten von Paderborn kaum gestoppt werden - Foto: Oliver Jungnitsch
Vor den Augen vieler Zuschauer sowie bei freiem Eintritt für Angehörige der Blaulichtorganisationen entwickelte sich ein offensiv geprägtes Spiel, in dem vor allem die beiden Quarterbacks den Ton angaben. Für Münster erzielte Quarterback Malik Brown gleich fünf Touchdowns, während Paderborns Spielmacher Xavier Powell drei Mal selbst den Weg in die Endzone fand.
Frühe Führung für die Dolphins
Die Dolphins eröffneten die Partie mit dem Kickoff und profitierten wenig später von einem Fehler der Gäste. Münster verlor im ersten Drive durch einen Fumble den Ball, sodass Paderborn in aussichtsreicher Feldposition übernehmen konnte.
Ein langer Pass von Powell brachte die Gastgeber tief in die gegnerische Hälfte. Der anschließende Angriff endete mit einem erfolgreichen Field Goal von Kicker Fabian Fried zur 3:0-Führung.
Die Antwort der Gäste ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Brown krönte den nächsten Drive der Phoenix mit einem Lauf in die Endzone. Nach dem Extrapunkt von Maxi Elfers führte Münster mit 7:3.
Führungswechsel vor der Pause
Im zweiten Viertel übernahmen die Dolphins erneut die Kontrolle. Powell lief aus drei Yards selbst zum Touchdown in die Endzone, Fried verwandelte den Extrapunkt zum 10:7.
Doch auch diesmal konterten die Gäste umgehend. Brown erzielte seinen zweiten Touchdown des Tages mit einem 12-Yard-Lauf. Der erfolgreiche PAT brachte Münster wieder mit 14:10 in Front.
Bis zur Halbzeit blieb es bei diesem Spielstand. Ein 25-Yard-Field-Goal-Versuch der Dolphins wurde von der Phoenix-Defense geblockt.
Brown dominiert das dritte Viertel
Nach dem Seitenwechsel schien zunächst alles für die Hausherren zu laufen. Return-Spezialist Calvin Okoli brachte den Kickoff zur zweiten Halbzeit weit in die Hälfte der Münsteraner zurück.
Doch der folgende Pass von Powell wurde von Bennet Varro abgefangen. Die Gäste nutzten die Gelegenheit eiskalt aus. Ein langer Lauf von Brown brachte Münster bis kurz vor die Endzone, ehe der Quarterback wenig später selbst über drei Yards zum 20:10 vollendete. Der Extrapunkt misslang.
Paderborn hielt dagegen. Powell verkürzte mit einem Zwei-Yard-Lauf auf 16:20, doch auch hier blieb der Zusatzpunkt aus.
Die Defense der Dolphins bekam Brown weiterhin nicht in den Griff. Noch im dritten Viertel erzielte der Münsteraner Quarterback seinen vierten Touchdown des Nachmittags. Nach erfolgreichem PAT zog Phoenix auf 27:16 davon.
Spannendes Schlussviertel reicht nicht zur Wende
Im Schlussabschnitt entwickelte sich ein für dieses Spiel ungewöhnliches Bild, denn neben den beiden Quarterbacks trugen sich nun weitere Akteure in die Punkteliste ein. Zunächst verkürzte Powell mit seinem dritten Touchdown-Lauf auf 22:27. Die anschließende Two-Point-Conversion verwandelte Jonathan Gripp zum 24:27.
Dolphins Quarterback Xavier Powell machte ein gutes Spiel und erzielte drei Touchsdowns - Foto: Oliver Jungnitsch
Doch erneut schlug Brown zurück und erzielte Touchdown Nummer fünf zum 33:24. Der Extrapunkt misslang zwar, dennoch behielten die Gäste die Kontrolle. Anschließend erhöhte Umar Tairou nach einem kraftvollen Lauf in die Endzone auf 39:24.
Die Dolphins gaben sich jedoch nicht auf. Wide Receiver Niklas Kastrup fing einen Touchdown-Pass zum 30:39. Die folgende Two-Point-Conversion blieb erfolglos. Mit dem Versuch eines Onside-Kicks wollten die Gastgeber noch einmal zurück ins Spiel kommen. Allerdings sicherte Varro den freien Ball für Münster. Die verbleibende Restspielzeit spielte die Phoenix anschließend souverän herunter und brachte den Auswärtssieg ins Ziel.
- 9:7 TD Run – Xavier Powell
- 10:7 PAT – Fabian Fried
- 10:13 TD Run – Malik Brown
- 10:14 PAT – Maxi Elfers
- 10:20 TD Run – Malik Brown (PAT nicht gut)
- 16:20 TD Run – Xavier Powell (PAT nicht gut)
- 16:26 TD Run – Malik Brown
- 16:27 PAT – Maxi Elfers
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22:27 TD Run – Xavier Powell
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24:27 TPC – Jonathan Gripp
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24:33 TD Run – Malik Brown (PAT nicht gut)
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24:39 TD Run – Umar Tairou (TPC nicht gut)
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30:39 TD Pass – Niklas Kastrup (TPC nicht gut)
Stimmen zum Spiel
Paderborns Head Coach Jason Irmscher sah trotz der Niederlage positive Ansätze: „Positiv war, dass wir zeigen konnten, dass wir mit verschiedenen Spielern punkten können. Wir haben vor zwei Wochen ein neues Playbook installiert, das noch nicht in allen Bereichen sauber funktioniert, aber wir machen Fortschritte.“
Gleichzeitig verwies Irmscher auf die Probleme in der Verteidigung: „Defensiv konnten wir mit dem Laufspiel von Münster nicht mithalten. Vor allem im dritten und vierten Viertel hat sich unsere dünne Kaderdecke bemerkbar gemacht.“
Mit Blick auf die Tabellensituation fand der Dolphins-Head-Coach klare Worte: „Wir müssen jetzt anfangen, Spiele zu gewinnen, um aus dem Tabellenkeller herauszukommen. Das Schlimmste, was unserem Programm passieren könnte, wäre der Abstieg.“
Während die Dolphins damit weiterhin auf ihren ersten Saisonsieg warten, feierte das Team von Head Coach Jonathan Kuban einen wichtigen Auswärtserfolg in Paderborn.
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Oliver Jungnitsch für NRW Football
Mehr als 2.400 Zuschauer im Braunschweiger Eintracht-Stadion erlebten ein spannendes und bis in die Schlussphase offenes Niedersachsen-Derby zwischen den Braunschweig Lions und den Hildesheim Invaders. In einer Partie auf Augenhöhe setzten sich die Gäste erst in den letzten Sekunden mit 31:27 (7:7; 0:7; 7:3; 13:14) durch.
Die Defense der Lions zeigte sich stark verbessert - Foto: Fabian Uebe
Bester Akteur auf Seiten der Lions war Quarterback Ryon Thomas. Der Spielmacher erzielte drei Touchdowns selbst per Lauf und sorgte mit knapp 200 Yards Raumgewinn immer wieder für wichtige Akzente in der Offensive.
Die Lions gewannen den Coin Toss und entschieden sich für den Ballbesitz. Nach einem starken Kickoff-Return von Finn Wilts bis an die eigene 35-Yard-Linie führte die Offense den Ball zügig in die Hälfte der Gäste. Den ersten Höhepunkt setzte schließlich Ryon Thomas, der mit einem 46-Yard-Lauf die Hausherren mit 7:0 in Führung brachte. Mark-Robin Peschelt verwandelte den Extrapunkt sicher.
Die Antwort der Invaders ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Bereits wenige Spielzüge später fand Quarterback Nelson Hughes III seinen Receiver Philipp Dolezal mit einem 34-Yard-Touchdownpass zum 7:7-Ausgleich. Im weiteren Verlauf des ersten Viertels bestimmten die Defensivreihen beider Mannschaften das Geschehen. Auf Braunschweiger Seite machte sich insbesondere die Rückkehr von Brandon Potts bemerkbar, der nach seiner verletzungsbedingten Pause wieder ins Team zurückkehrte. Auch Finn Oppermann, der von der Runningback- auf die Linebacker-Position gewechselt war, setzte wichtige Akzente.
Das zweite Viertel blieb zunächst von starker Defensivarbeit geprägt. Die Hildesheimer Defense um Kyle Kitchens setzte die Braunschweiger Offensive immer wieder unter Druck. Gleichzeitig präsentierte sich die Lions-Verteidigung im Vergleich zur Vorwoche deutlich verbessert und zwang die Gäste mehrfach zum Punt. Erst ein Ballverlust tief in der eigenen Hälfte brachte die Invaders in aussichtsreiche Feldposition. Diese Gelegenheit nutzten die Gäste konsequent: Nelson Hughes III bediente Lennart Stukenborg mit einem 26-Yard-Touchdownpass zur 14:7-Halbzeitführung.
Nach dem Seitenwechsel erhielten zunächst die Invaders den Ball und arbeiteten sich bis an die 15-Yard-Linie der Lions vor. Dort verhinderte Mark-Robin Peschelt mit einem Tackle für Raumverlust einen möglichen Touchdown, sodass sich die Gäste mit einem 32-Yard-Fieldgoal zum 17:7 begnügen mussten.
Kurz darauf bot sich Hildesheim die Chance, die Führung weiter auszubauen. Ein missglückter Snap bei einem 49-Yard-Fieldgoalversuch brachte jedoch die Lions zurück ins Spiel. Mark-Robin Peschelt und Leon Hockauf sicherten den freien Ball für Braunschweig. Ein langer Pass auf Peter Anderson und mehrere Läufe von Ryon Thomas führten schließlich zum Anschlusstouchdown. Thomas selbst überquerte aus einem Yard Entfernung die Endzone und verkürzte auf 14:17.
Im Schlussviertel erhöhten zunächst wieder die Gäste den Druck. Mit einer temporeichen Offense marschierten die Invaders über das Feld und bauten ihre Führung durch einen 15-Yard-Touchdownpass von Nelson Hughes III auf Noah Bomba auf 24:14 aus.
Doch die Lions blieben im Spiel. Erneut war es Ryon Thomas, der Verantwortung übernahm und seine Mannschaft mit einem spektakulären 51-Yard-Touchdownlauf auf 21:24 heranbrachte.
Die Antwort der Gäste folgte wenig später. Ein ein Yard langer Touchdownlauf von Matti Probst stellte den Zehn-Punkte-Vorsprung zum 31:21 wieder her. Doch die Lions hatten noch eine Antwort parat: Direkt nach dem Kickoff nahm Peter Anderson den Ball an der eigenen Ein-Yard-Linie auf und trug ihn über 99 Yards zum Touchdown zurück. Der Extrapunktversuch misslang, sodass die Braunschweiger auf 27:31 verkürzten.
In der Schlussphase schienen die Invaders die Entscheidung herbeiführen zu können, als sie bis an die 11-Yard-Linie der Lions vorstießen. Doch Brandon Potts sorgte mit einer Interception für die nächste Wende und brachte seine Mannschaft bei noch etwas mehr als zwei Minuten Restspielzeit zurück in Ballbesitz.
Die Lions nutzten die Gelegenheit und arbeiteten sich bis an die 24-Yard-Linie der Gäste vor. Dort stoppte die Hildesheimer Defense jedoch den letzten Angriffsversuch. Die Invaders ließen die verbleibenden Sekunden von der Uhr laufen und sicherten sich damit einen hart umkämpften 31:27-Auswärtssieg.
Für die Braunschweig Lions folgt nun eine spielfreie Woche, bevor am 13. Juni das nächste Heimspiel gegen die Dresden Monarchs auf dem Programm steht.
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7:0 – 46-Yard-TD-Lauf R. Thomas (PAT M. Peschelt)
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7:7 – 34-Yard-TD-Pass N. Hughes III auf P. Dolezal (PAT P. Krause)
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7:14 – 26-Yard-TD-Pass N. Hughes III auf L. Stukenborg (PAT P. Krause)
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7:17 – 32-Yard-Fieldgoal P. Krause
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14:17 – 1-Yard-TD-Lauf R. Thomas (PAT M. Peschelt)
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14:24 – 15-Yard-TD-Pass N. Hughes III auf N. Bomba (PAT P. Krause)
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21:24 – 51-Yard-TD-Lauf R. Thomas (PAT M. Peschelt)
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21:31 – 1-Yard-TD-Lauf M. Probst (PAT P. Krause)
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27:31 – 99-Yard-Kickoff-Return-Touchdown P. Anderson (PAT nicht gut)
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Holger Fricke - Braunschweig Lions
Am Sonntag, den 31.05.2026, steht in der American-Football-Regionalliga ein besonderes Aufeinandertreffen auf dem Programm: Die Paderborn Dolphins empfangen die Münster Phoenix im Rahmen eines emotional aufgeladenen Spieltags im Zeichen der Blaulichtorganisationen. Austragungsort ist das Hermann-Löns-Stadion. Der Einlass beginnt um 14:00 Uhr, Kickoff ist für 15:00 Uhr angesetzt.
Enge Spiele, kein Sieg: Paderborns Geduldsprobe geht weiter - Foto: Oliver Jungnitsch
Der sogenannte „Blaulicht-Spieltag“ bietet allen Angehörigen von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdiensten und weiteren Einsatzorganisationen freien Eintritt – ein Zeichen der Wertschätzung, das über die offiziellen Kanäle der Dolphins weiter kommuniziert wird.
Sportliche Ausgangslage mit unterschiedlichen Vorzeichen
Die Saison der Paderborner verläuft bislang alles andere als geplant. Nach der überraschenden Abmeldung aus der GFL und dem anschließenden Neustart in der Regionalliga wartet das Team noch auf den ersten echten Sieg auf dem Feld. Zwar stehen zwei Wertungssiege aus den Spielen gegen die zurückgezogenen Essen Cardinals zu Buche, sportlich wurden jedoch drei äußerst knappe Niederlagen mit jeweils nur einem Score Unterschied kassiert. Die fehlende Konstanz bleibt damit das zentrale Thema im Lager der Dolphins.
Auf der anderen Seite reisen die Münsteraner mit einer deutlich stabileren Bilanz an. Auch sie erhielten vier Punkte aus den gewerteten Partien gegen Essen, zusätzlich stehen drei Siege sowie eine knappe Niederlage aus dem letzten Spiel zu Buche. Eine zweiwöchige Pause dürfte dem Team von Head Coach Jonathan Kuban zudem die Möglichkeit gegeben haben, kleinere Verletzungen auszukurieren und taktisch nachzuschärfen.
Coaches im Fokus
Auf Paderborner Seite steht Head Coach Jason Irmscher unter besonderer Beobachtung. Nach dem Umbruch und dem freiwilligen Rückzug aus der höchsten deutschen Spielklasse lastet zusätzlicher Druck auf dem Trainerteam, die Mannschaft wieder in ruhigeres Fahrwasser zu führen und den ersten Sieg einzufahren.
Bei Münster liegt die Verantwortung bei Jonathan Kuban, der sein Team bislang stabil durch die Saison geführt hat, aber die Niederlage vom letztem Spieltag aufarbeiten musste.
Erwartung an ein intensives Regionalliga-Duell
Für beide Teams hat die Begegnung richtungsweisenden Charakter. Paderborn benötigt dringend ein sportliches Erfolgserlebnis, um den Anschluss nicht zu verlieren und die knappen Niederlagen endlich in Punkte umzumünzen. Münster hingegen kann mit einem weiteren Sieg die eigene Position in der Tabelle festigen und den positiven Trend bestätigen.
NRW Football vor Ort
Das Team von NRW Football wird das Spiel vor Ort begleiten und im Anschluss mit einem ausführlichen Bericht sowie einer großen Bildergalerie nachbereiten. Die Begegnung verspricht dabei nicht nur sportliche Spannung, sondern auch eine besondere Atmosphäre im Zeichen der Blaulichtorganisationen.
Oliver Jungnitsch für NRW Football
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