Seniors
Zum Auftakt der neuen Saison mussten die Lippstadt Eagles eine Auswärtsniederlage hinnehmen. Bei den Recklinghausen Chargers unterlagen die Adler mit 10:28. Ausschlaggebend waren vor allem zahlreiche kleine Fehler, die die Gastgeber konsequent nutzten und immer wieder in große Raumgewinne oder Punkte ummünzten.
Die Lippstadt Eagles starten mit einer Niederlage bei den Recklinghausen Chargers in die neue Spielzeit - Foto: Lippstadt Eagles
Dabei begann die Partie durchaus vielversprechend. Im ersten Quarter entwickelte sich zunächst ein offener Schlagabtausch. Die Chargers gingen früh in Führung, doch die Defense der Eagles stabilisierte sich im weiteren Verlauf und fand besser ins Spiel. Lippstadt hielt dagegen und zeigte, dass man phasenweise gut mithalten kann.
Im zweiten Quarter kam dann auch die Offense der Eagles, die erstmals unter dem neuen Headcoach und Offensive Coordinator Jan Kärner auflief, besser in Rhythmus. Ein langer, strukturierter Drive brachte die Mannschaft tief in die gegnerische Hälfte. Zwar blieb ein Touchdown noch aus, doch ein Field Goal sorgte für die ersten Punkte und den zwischenzeitlichen Anschluss zum 3:7. Dennoch verhinderten Abstimmungsprobleme und Ballverluste eine weitere Annäherung. Kurz vor der Halbzeit nutzten die Chargers erneut eine Gelegenheit und erhöhten auf 14:3.
Das dritte Quarter erwies sich als spielentscheidende Phase. Zunächst bauten die Hausherren ihre Führung auf 21:3 aus. Kurz darauf schien Lippstadt bereits auf dem Weg in die Endzone, doch ein sicher geglaubter Touchdown wurde im letzten Moment verhindert: Den Eagles wurde der Ball aus der Hand geschlagen und von den Chargers gesichert – eine Szene, die sinnbildlich für den Spielverlauf stand.
Im Schlussviertel zeigten die Eagles noch einmal Moral. Rückkehrer Mike Kitenge fing einen Pass in der Endzone und erzielte den Touchdown zum 10:28. Am Endergebnis änderte dies jedoch nichts mehr.
Headcoach Jan Kärner zog nach der Partie ein differenziertes Fazit: „Durch einige Fehler zu Beginn des Spiels sind wir in Rückstand geraten. Diesen konnten wir nicht mehr aufholen, was uns zum Ende zu einer sehr riskanten Spielweise in der Offense gezwungen hat. Dadurch sind weitere Turnover entstanden. Grundsätzlich haben wir aber auf beiden Seiten des Balls schon sehr gute Ansätze gezeigt und müssen nun am erfolgreichen Abschluss sowie am Halten des Ballbesitzes weiter arbeiten.“
Die Chance zur Wiedergutmachung bietet sich bereits am kommenden Sonntag, 10. Mai. Dann empfangen die Lippstadt Eagles um 16 Uhr im Stadion am Waldschlösschen ihr Publikum zum ersten Heimspiel der Saison. Gerade am Muttertag hoffen die Eagles auf zahlreiche Unterstützung von den Rängen.
Verfasserin und verantwortlich für den Inhalt: Phillip Reiche von den Lippstadt Eagles
Die Rostock Griffins gehen in der Saison 2026 der GFL 2 in eine richtungsweisende Spielzeit. Erstmals wird im Anschluss an die Hauptrunde ein GFL-2-Bowl ausgetragen, dessen Sieger direkt in die GFL aufsteigt. In der regulären Saison absolvieren die Griffins zehn Spiele.
Die Greifen starten in ihre 10.Zweitligasaison in Folge - Foto: Annemarie Ulbricht
Spielmodus und Paarungen
Aufgrund unterschiedlicher Staffelstärken (GFL 2 Nord: 7 Teams, GFL 2 Süd: 6 Teams) wird in der Nord-Staffel nicht gegen alle Mannschaften ein Hin- und Rückspiel ausgetragen. Die Nord-Teams haben sich mehrheitlich auf eine Saison mit zehn Spielen verständigt, um vergleichbare Wettbewerbsbedingungen für die Play-off-Qualifikation zu schaffen.
Die Rostock Griffins treffen jeweils zweimal auf die Hamburg Pioneers, Langenfeld Longhorns, Elmshorn Fighting Pirates und den Aufsteiger Minden Wolves. Jeweils einmal gespielt wird gegen die Krefeld Ravens (auswärts) sowie die Leipzig Lions (heim).
Play-offs und Aufstieg
Nach Abschluss der Hauptrunde folgen erstmals Play-offs:
29./30. August 2026 – Halbfinale
Erster Nord vs. Zweiter Süd
Erster Süd vs. Zweiter Nord
Das Finale, der GFL-2-Bowl, findet am 11. oder 12. September 2026 statt. Der Sieger steigt in die GFL auf.
Spielplan Rostock Griffins 2026
09.05.2026, 15:00 Uhr – Elmshorn Fighting Pirates vs. Rostock Griffins
16.05.2026, 16:00 Uhr – Rostock Griffins vs. Langenfeld Longhorns
23.05.2026, 16:00 Uhr – Krefeld Ravens vs. Rostock Griffins
06.06.2026, 18:00 Uhr – Rostock Griffins vs. Leipzig Lions
13.06.2026, 16:00 Uhr – Hamburg Pioneers vs. Rostock Griffins
21.06.2026, 15:00 Uhr – Rostock Griffins vs. Minden Wolves
18.07.2026, 16:00 Uhr – Langenfeld Longhorns vs. Rostock Griffins
25.07.2026, 16:00 Uhr – Rostock Griffins vs. Elmshorn Fighting Pirates
01.08.2026, 15:00 Uhr – Minden Wolves vs. Rostock Griffins
09.08.2026*, 15:00 Uhr – Rostock Griffins vs. Hamburg Pioneers
(*Termin abhängig von der Ansetzung der Fußball-Bundesliga und des F.C. Hansa Rostock)
Einschätzung der Konkurrenz
Die GFL 2 Nord gilt in der Saison 2026 als ausgeglichen besetzt. Aufsteiger Minden Wolves konnte bereits in der Vorbereitung überzeugen. Elmshorn zeigte gegen einen Erstligisten eine konkurrenzfähige Leistung. Titelverteidiger Hamburg Pioneers zählt erneut zum Favoritenkreis. Langenfeld Longhorns belegte in der Vorsaison lange den ersten Tabellenplatz und hat den Kader weiter verstärkt. Die Leipzig Lions sowie die Krefeld Ravens ergänzen das Teilnehmerfeld. Insbesondere Krefeld wird als ambitioniertes Team mit Aufstiegszielen eingeschätzt.
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Jens Putzier- Rostock Griffins (redaktionell geändert)
Ein Offensivfeuerwerk mit 92 Punkten bekamen die Zuschauer am Samstag im Sportpark Sentruper Höhe geboten. In der Regionalliga-Partie zwischen den Münster Phoenix und den Solingen Paladins setzte sich das Heimteam am Ende mit 50:42 (14:08/14:12/7:6/15:16) durch – und bleibt damit auch im dritten Spiel der Saison ungeschlagen. Trotz des deutlichen Zwischenstands entwickelte sich die Begegnung im Schlussviertel noch zu einem echten Krimi.
Die Münster Phoenix erzielten 50 Punkte gegen die Solingen Paladins- im Bild Runningback Bjarne Middendorf (Foto: Oliver Jungnitsch)
Bereits im ersten Quarter zeigte sich, dass beide Offensivreihen einen Sahnetag erwischt hatten. Münster eröffnete mit einem Touchdown-Pass von Jannik Helms, den Marius Strunk sicher zum 7:0 veredelte. Solingen konterte umgehend: Myles Bailey verkürzte per Lauf, Matz Aue brachte die Gäste per Two-Point-Conversion sogar mit 8:7 in Führung. Quarterback Malik Brown antwortete mit einem eigenen Lauf in die Endzone, Strunk stellte den 14:8-Pausenstand nach dem ersten Viertel her.
Auch im zweiten Abschnitt blieb das Tempo hoch. Brown erhöhte erneut per Lauf auf 21:8, ehe Bailey für Solingen verkürzte. Umar Tairou stellte den alten Abstand wieder her, Strunk blieb weiterhin fehlerfrei. Kurz vor der Pause gelang den Paladins durch einen Pass auf Omunique Wilkerson noch einmal der Anschluss zum 28:20.
Nach dem Seitenwechsel blieb Solingen zunächst dran: Bailey sorgte mit seinem dritten Touchdown für das 28:26. Doch Münster fand die passende Antwort – ein langer Pass auf Helms und der anschließende Extrapunkt brachten das 35:26.
Im Schlussviertel schien die Partie dann entschieden. Tairou erhöhte auf 41:26, Strunk traf erneut. Nach einem weiteren Lauf von Bjarne Middendorf und einer erfolgreichen Two-Point-Conversion durch Malik Brown stand es plötzlich 50:26. Doch Solingen gab sich keineswegs geschlagen.
Justin Wambach leitete die Aufholjagd ein, Wilkerson verkürzte per Conversion auf 50:34. Ein erfolgreicher Onside-Kick brachte die Gäste wieder in Ballbesitz – Marius Ohren nutzte die Chance zum Touchdown, erneut war Wilkerson für die Conversion zur Stelle: 50:42. Plötzlich war die Sensation greifbar nah. Doch der nächste Onside-Kick landete in den Händen der Münsteraner, die anschließend in Victory-Formation abknieten und den Sieg sicherten.
Nach dem Spiel zeigte sich Ingo Hübner Silva, Vorsitzender der Paladins, stolz auf die Moral seines Teams: „Auch wenn es am Ende nicht ganz für die Sensation gegen den Tabellenführer reichte, hat das Team wieder ein deutliches Signal an die Konkurrenz gesendet: Diese Mannschaft spielt mit unglaublich viel Herz und kämpft bis zur letzten Sekunde.“
Head Coach Alexander Thomas ordnete die Partie ähnlich ein: „Das war schon ein Spektakel. Wir wussten, dass uns ein heißer Tanz erwarten würde, 92 Punkte sieht man nicht alle Tage. Leider hat es am Ende nicht für uns gereicht, aber das ist kein Grund, den Kopf hängen zu lassen. Wir müssen nun an den Schwachstellen, die Münster aufgezeigt hat, arbeiten.“
Auf Seiten der Gastgeber fand Head Coach Jonathan Kuban ebenfalls klare Worte: „Wir haben das Spiel selbst unnötig spannend gemacht, weil uns am Ende etwas die Disziplin gefehlt hat und wir Onside-Kick-Recoveries nochmal üben müssen. Generell freue ich mich über den dritten Sieg im dritten Spiel.“ Ein Spiel, das vor allem offensiv Maßstäbe setzte – und defensiv noch einige Hausaufgaben für beide Teams offenbarte. Bereits am kommenden Samstag wartet die nächste Herausforderung: Dann reisen die Münsteraner zum ebenfalls ungeschlagenen Aufsteiger, der am heutigen Spieltag gegen die Paderborn Dolphins gewinnen konnte.
Bildergalerie mit 49 Fotos:
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Regionalliga – Spieltag | 02.05.2026 | Sportpark Sentruper Höhe
| Team | Q1 | Q2 | Q3 | Q4 | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Münster Phoenix | 14 | 14 | 7 | 15 | 50 |
| Solingen Paladins | 8 | 12 | 6 | 16 | 42 |
Scoring Münster Phoenix (50 Punkte)
Scoring Solingen Paladins (42 Punkte)
| Spieler | Aktion | Punkte |
|---|---|---|
| Myles Bailey | 3× TD (Run) | 18 |
| Omunique Wilkerson | TD (Pass) + 3× TPC | 10 |
| Justin Wambach | TD (Run) | 6 |
| Marius Ohren | TD (Onside-Kick-Drive) | 6 |
| Matz Aue | TPC | 2 |
Oliver Jungnitsch für NRW Football
Am dritten Spieltag der Regionalliga steht ein spannendes Duell in Münster bevor: Die Münster Phoenix empfangen am Samstag, den 2. Mai 2026, die Solingen Paladins im Sportpark Sentruper Höhe. Der Einlass beginnt um 13:30 Uhr, Kickoff ist um 15:00 Uhr.
Heißer Tanz in Münster: Phoenix fordern die Paladins - Foto: Oliver Jungnitsch
Beide Teams gehen mit Rückenwind in die Partie. Münster konnte bislang zwei Siege einfahren – zunächst gegen die Paderborn Dolphins, die sich überraschend aus der GFL zurückgezogen hatten, sowie gegen die Bielefeld Bulldogs, den Zweitplatzierten der vergangenen Regionalliga-Saison. Damit unterstreichen die Phoenix früh ihre Ambitionen in dieser Spielzeit.
Auch die Paladins kommen mit einem Erfolgserlebnis nach Münster. Nach einer Auftaktniederlage im Derby gegen den Aufsteiger Remscheid Amboss gelang ihnen am vergangenen Wochenende der erste Saisonsieg. Entsprechend selbstbewusst dürfte das Team von Head Coach Alexander Thomas auftreten.
Auf Seiten der Gastgeber trägt Jonathan Kuban die Verantwortung. Der Head Coach der Phoenix wird daran arbeiten, die starke Form seines Teams zu bestätigen. Zusätzliche Motivation liefert ein Blick in die Vergangenheit: Im vergangenen Jahr konnten die Münsteraner ein knappes 31:28 bei den Paladins feiern.
Die Zuschauer dürfen sich auf ein intensives und richtungsweisendes Spiel freuen. Tickets sind für 9 Euro erhältlich, ermäßigt für Studierende für 6 Euro. Kinder ab 6 Jahren erhalten ebenfalls Zugang zu vergünstigten Konditionen.
Auch wir von NRW Football sind vor Ort und berichten im Anschluss ausführlich – inklusive einer großen Bildergalerie vom Spielgeschehen und der Atmosphäre im Sportpark Sentruper Höhe.
Oliver Jungnitsch für NRW Football
Das erste Heimspiel der Regionalliga-Saison im Walder Stadion hätte kaum spannender verlaufen können. In einem echten Football-Krimi sicherten sich die Solingen Paladins kurz vor Schluss einen knappen 22:20-Erfolg gegen die Cologne Crocodiles und feierten damit ihren ersten Saisonsieg im zweiten Spiel. Die Entscheidung fiel erst in der letzten Spielminute: Runningback Myles Bailey war auf seinem Weg in die Endzone nicht mehr zu stoppen. Mit dem erfolgreichen Touchdown und dem anschließenden Extrapunkt drehten die Paladins die Partie endgültig zu ihren Gunsten.
Runningback Myles Bailey sorgte für den Sieg in der letzten Spielminute - Foto: Marc Junge
Kampfgeist nach Auftaktniederlage
„Das tut natürlich gut. Wir haben immer an uns und unsere Stärken geglaubt und sind dafür belohnt worden“, bilanzierte Cheftrainer Alexander Thomas nach dem Abpfiff. Nach der bitteren Derby-Niederlage gegen Remscheid in der Vorwoche hatte dieser Sieg besondere Bedeutung. Vor allem den unermüdlichen Kampfgeist hob der Coach hervor, den das Team bis zur letzten Sekunde zeigte.
Vor rund 800 Zuschauern starteten die Solinger zunächst souverän und gingen mit ihrem ersten Ballbesitz mit 6:0 in Führung. Auch die Defensive präsentierte sich hellwach: Jeremiah McNair beendete die ersten Angriffsversuche der Gäste mit einer starken Interception. Erst im zweiten Viertel fanden die Kölner eine Lücke und gingen mit 7:6 in Führung.
Nervenstark in der Crunchtime
Die zweite Halbzeit begann erneut mit einem Glanzmoment von McNair, dessen Interception die Paladins bis kurz vor die Kölner Endzone brachte. Ein Field Goal von Anton Lange sorgte für die zwischenzeitliche 9:7-Führung, doch die Crocodiles konterten prompt und bauten ihren Vorsprung bis ins letzte Viertel auf 20:9 aus.
In dieser kritischen Phase bewiesen die Paladins Nervenstärke. Myles Bailey verkürzte zunächst auf 15:20, bevor Quarterback Kai Rosin wenige Sekunden vor dem Ende mit einem präzisen Pass erneut Bailey auf die entscheidende Reise schickte. Auf der Tribüne gab es kein Halten mehr. Pressesprecher Jens Merten lobte im Anschluss besonders die Leistung der Offensive Line um Felix Issberner: „Das war herausragend. Trainer und Spieler haben diesen Charaktertest bestanden.“
Dank an Unterstützer und Fans
Bereits vor dem Spiel hatte eine Tailgate-Party der „Shieldbearer“, dem Supporter-Club der Paladins, für Stimmung gesorgt. Am Abend feierten Mannschaft, Fans und Helfer gemeinsam im „Al B’Andy“ den Sieg – ein Erfolg, der spürbare Erleichterung im gesamten Verein auslöste. Ein besonderer Gruß galt Oberbürgermeister Daniel Flemm für seinen Besuch sowie den Partnern aurego und der Bergischen Krankenkasse für ihre Unterstützung am Spieltag.
Vorschau: Nächste schwere Hürde in Münster
Am kommenden Samstag, den 2. Mai (15:00 Uhr), wartet bereits die nächste Herausforderung: Die Paladins reisen zum ungeschlagenen Tabellenführer Münster Phoenix in den Sportpark Sentruper Höhe.
Münster geht nach Siegen gegen Bielefeld und Paderborn favorisiert in die Partie. Auch die bisherige Bilanz spricht mit drei Niederlagen aus vier Spielen für die Gastgeber. Dennoch reisen die Solinger nach dem Erfolg gegen Köln mit viel Selbstvertrauen an den Aasee.
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