Die Krefeld Ravens haben in der GFL2 Nord ein deutliches Zeichen im Kampf um den Aufstieg gesetzt. Vor heimischer Kulisse in der Grotenburg schlug das Team von Head Coach Allan Verbraeken die Rostock Griffins mit 41:21 (07:00/14:00/13:21/07:00). Kickoff der Partie war am Samstag, 23.05.2026, um 16:00 Uhr und hatten im Vorfeld 1600 Karten verkauft.
Quarterback Christian Arrambide sorgte mit eigenen Läufen für den Erfolg der Ravens - Foto: Oliver Jungnitsch
Der Erfolg hatte dabei gleich doppelte Bedeutung. Zum einen gelang den Ravens die Revanche für die knappe Niederlage aus dem vergangenen Jahr, zum anderen könnte der direkte Vergleich am Ende der Saison entscheidend werden. Die Teams treffen in der regulären Saison nur einmal aufeinander – bei Punktgleichheit zählt somit das direkte Duell.
Auch mit Blick auf den neuen Aufstiegsmodus setzte Krefeld ein deutliches Ausrufezeichen. Anders als in den vergangenen Jahren wird der Aufsteiger in die GFL nicht direkt ermittelt, sondern über ein Playoff-System ausgespielt. Die jeweils ersten beiden Teams der GFL2 Nord und Süd qualifizieren sich für das Halbfinale. Dort trifft der Sieger der Nordstaffel auf den Zweiten der Südstaffel und umgekehrt. Die Gewinner der Halbfinals spielen anschließend den Aufsteiger aus.
Frühe Dominanz der Ravens
Die Gastgeber eröffneten die Partie mit dem Kickoff und erwischten den besseren Start. Rostock um Quarterback Spencer Moore musste den ersten Drive schnell mit einem Punt beenden. Anschließend zeigte Ravens-Quarterback Christian Arrambide sofort seine Klasse.
Nahe der Mittellinie fand Arrambide seinen Wide Receiver Leroy Rümmeli mit einem tiefen Pass. Rümmeli sprintete anschließend bis in die Endzone zum frühen 6:0, den Extrapunkt verwandelte Dennis Storm sicher zum 7:0.
Rostock bekam im ersten Viertel durch einen missglückten Punt der Ravens an der Krefelder 25-Yard-Linie eine große Möglichkeit. Die Griffins arbeiteten sich bis kurz vor die Endzone vor, doch ein Fieldgoal-Versuch im vierten Versuch von der Acht-Yard-Linie wurde von Daryn Blackwell spektakulär geblockt.
Wedge überragt vor der Pause
Im zweiten Quarter gehörte die Bühne vor allem Akiva Wedge. Nach einem sehenswerten Lauf von Arrambide inklusive Hurdle stand Wedge an der Ein-Yard-Linie bereit und brachte den Ball zum 14:0 in die Endzone. Wenig später erhöhte der Running Back mit einem weiteren Touchdown-Lauf über rund 35 Yards auf 21:0 zur Halbzeit.
Die Rostocker um Head Coach Markus Grahn wirkten bis dahin nahezu chancenlos und fanden offensiv kaum Lösungen gegen die aggressive Defensive der Ravens.
Griffins melden sich zurück
Im dritten Quarter zeigte Rostock jedoch ein Lebenszeichen. Nach einem Punt der Ravens nahm Austin Wood den Ball an der eigenen 35-Yard-Linie auf und trug ihn per Punt-Return-Touchdown zum 21:6 in die Endzone. Jonas Beumer verwandelte den Extrapunkt zum 21:7.
Austin Wood trug sich mit einem Punt-Return-Touchdown auf das Scorceboard ein - Foto: Oliver Jungnitsch
Die Antwort der Ravens ließ allerdings nicht lange auf sich warten. Wieder war es ein langer Pass von Arrambide auf Leroy Rümmeli – diesmal von der eigenen 20-Yard-Linie. Rümmeli fing das „Ei“ an der gegnerischen 45 und lief den Rest des Feldes bis in die Endzone zum 28:7.
Kurz darauf sorgte Jason Oshodin für den nächsten Big Play der Defensive. Er fing einen Pass von Spencer Moore an der eigenen 20-Yard-Linie ab und brachte die Ravens-Offense bis an die Acht der Griffins. Von dort lief Wedge zu seinem dritten Touchdown des Tages. Der Extrapunkt misslang, dennoch stand es 34:7.
Doch Rostock gab sich nicht auf. Running Back Ryan Gomes verkürzte zunächst mit einem explosiven 48-Yard-Lauf auf 34:14. Anschließend brachte erneut ein missglückter Punt der Ravens die Gäste direkt vor die Krefelder Endzone. Gomes tankte sich schließlich zum 34:21 durch und brachte die Griffins noch einmal auf zwei Scores heran.
Arrambide macht alles klar
Im Schlussviertel sorgte schließlich Quarterback Christian Arrambide selbst für die Entscheidung. Mit einem 13-Yard-Lauf in die Endzone stellte er den alten Abstand wieder her. Damit war der 41:21-Endstand perfekt und die Ravens setzten ein weiteres deutliches Signal im Rennen um die Playoff-Plätze und den möglichen Aufstieg.
Scoreboard
| Spielstand | Aktion |
|---|---|
| 06:00 | TD Pass – Leroy Rümmeli |
| 07:00 | PAT – Dennis Storm |
| 13:00 | TD Run – Akiva Wedge |
| 14:00 | PAT – Dennis Storm |
| 20:00 | TD Run – Akiva Wedge |
| 21:00 | PAT – Dennis Storm |
| 21:06 | TD – Punt-Return Austin Wood |
| 21:07 | PAT – Jonas Beumer |
| 27:07 | TD Pass – Leroy Rümmeli |
| 28:07 | PAT – Dennis Storm |
| 34:07 | TD Run – Akiva Wedge (PAT nicht gut) |
| 34:13 | TD Run – Ryan Gomes |
| 34:14 | PAT – Jonas Beumer |
| 34:20 | TD Run – Ryan Gomes |
| 34:21 | PAT – Jonas Beumer |
| 40:21 | TD Run – Christian Arrambide |
| 41:21 | PAT – Dennis Storm |
Am Ende bleiben nicht nur der deutliche Sieg und die gelungene Revanche, sondern auch die Erkenntnis, dass die Ravens in dieser Saison zu den heißesten Kandidaten auf den Aufstieg zählen dürften.
Zwei große Bildergalerien finden sich am Ende des Beitrags.
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