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Gute Ansätze beim etwas unglücklichen 39:42 - zweite Niederlage im zweiten Saisonspiel

Foto: Düsseldorf Panther / Birgit Häfner
Mit erhobenem Haupt, aber leeren Händen: Die Düsseldorf Panther verloren am gestrigen Sonntag bei den Berlin Adlern knapp mit 39:42 (7:0/6:21/6:0/20:21). Eine deutliche Leistungssteigerung gegenüber der Saisonpremiere am Wochenende zuvor konnte zwar nicht mit den ersten Meisterschaftspunkten gekrönt werden. Bei aller Enttäuschung über die neuerliche Niederlage zeigen sich Panther-Head Coach Marc Ellgering und sein Trainerstab mit dem Auftreten der Mannschaft in der Bundeshauptstadt dennoch zufrieden und freuen sich über den Entwicklungsschritt des Teams in die richtige Richtung.
Es hat nicht viel gefehlt: „Es war das erwartete Spiel zweier Gegner auf Augenhöhe, welches auch gut für uns hätte ausgehen können“, analysiert Marc Ellgering, Head Coach der Düsseldorf Panther, die 39:42-Niederlage seines Teams in Berlin. „Es war ein andauernder Schlagabtausch mit dem besseren Ende für die Adler.“ Den besseren Start erwischten hingegen die Panther. Quarterback Clark Evans warf einen 17-Yard-Pass auf seinen Spielmacher-Kollegen Manuel Engelmann, der von Beginn an als Wide Receiver aufgeboten wurde – und so erstmals in seiner Karriere einen Touchdown als Passempfänger erzielen konnte. Auch vom Ausgleich der Adler zu Beginn des zweiten Viertels ließen sich die Gäste nicht aus der Ruhe bringen, gingen ihrerseits viereinhalb Minuten vor der Halbzeit auf mit 13:7 erneut in Führung. Es folgte dann allerdings die letztlich spielentscheidende Phase, denn die Adler konnten die Partie mit zwei Touchdowns noch bis zur Pause drehen (21:13).
Diesem Zwei-Scores-Rückstand rannten die Panther in der zweiten Hälfte hinterher – leider erfolglos. „Wir haben unsere Drives immer wieder mit Punkten abgeschlossen, leider konnten die Adler ihrerseits auch immer wieder kontern“, so Ellgering. In der Tat entwickelte sich ein offener Schlagabtausch zwischen beiden Teams, die den Zuschauern im Berliner Poststadion somit beste Football-Unterhaltung boten. Die Panther zeigten dabei große Moral, ließen sich von den wiederholten Rückschlägen nicht unterkriegen. Auch als die Hausherren exakt fünf Minuten vor dem Ende erneut auf zehn Punkte davonzogen, steckten die Panther nicht auf. Mit einem Touchdown kamen sie 2.37 Minuten vor Schluss noch einmal auf drei Punkte dran, für eine neuerliche Wende im Spiel sollte es dann aber nicht mehr reichen.
„Es war in jedem Fall ein weiterer Schritt nach vorn, auf dieser Leistung werden wir weiter aufbauen“, gewinnt Ellgering der Niederlage dennoch viel Positives ab. „Wir haben einige der Fehler, die wir letzte Woche noch gemacht haben, abstellen können und sind
kontrollierter ins Spiel gegangen. Die Special Teams haben wir stabilisieren können und mit 51 Yards an Strafen sind wir in diesem Bereich auch wieder zu unserer Normalität zurückgekehrt. Auf die gezeigte Leistung unserer Mannschaft können wir stolz sein.“
29. Mai 2016: Berlin Adler vs. Düsseldorf Panther Stadion: Poststadion
Zuschauer: 1.407
Scoring:
1. Viertel:
0:7 TD Panther – M. Engelmann (17-Yard-Pass von C. Evans), PAT good (R.Grooten)
2. Viertel:
7:7 TD Adler – S. Krech (4-Yard-Pass von P. Zimmermann), PAT good (M. Lewerenz)
7:13 TD Panther – J. Gates (3-Yard-Pass von C. Evans), PAT failed (R. Grooten blocked)
14:13 TD Adler – S. Krech (33-Yard-Pass von P. Zimmermann), PAT good (M. Lewerenz)
21:13 TD Panther – P. Zimmermann (7-Yard-Lauf), PAT good (M. Lewerenz)
3.Viertel:
21:19 TD Panther – C. Evans (10-Yard-Lauf), TPC failed (C. Evans, Pass incomplete)
4. Viertel:
28:19 TD Adler – D. Francois (13-Yard-Lauf), PAT good (M. Lewerenz)
28:25 TD Panther – M. Engelmann (4-Yard-Pass von C. Evans), PAT failed (C. Schwab
blocked)
35:25 TD Adler – D. Francois (49-Yard-Lauf), PAT good (M. Lewerenz)
35:32 TD Panther – J. Gates (36-Yard-Pass von C. Evans), PAT good (C. Schwab)
42:32 TD Adler – D. Francois (48-Yard-Lauf), PAT good (M. Lewerenz)
42:39 TD Panther – J. Gates (99-Yard-Lauf), PAT good (C. Schwab)
Kampfhähne etablieren sich nach 33:53-Auswärtserfolg in Nordstaffel-Spitzengruppe

Travis Poitier #23 und Sebastian Schopen #11(Foto: Kerstin Offer)
Jahrelang war die Rußheide, Heimstadion der Bielefeld Bulldogs, ein ganz schlechtes Pflaster für die Gamecocks. Seit dem Bonner 14:28-Sieg im „Abstiegsendspiel“ 2015 scheint der Fluch endgültig der Vergangenheit anzugehören, denn am Donnerstag gewannen die Kampfhähne abermals deutlich in Bielefeld: 33:53 hieß es am Ende für „Columbia Blue“.
Ein Erfolg der Gäste in der Feiertags-Partie zeichnete sich dann auch schon früh ab: Cocks-Quarterback Simon Nassar zeigte sich erneut in guter Form und fand Receiver Travis Poitier per Pass zum Führungs-Touchdown (Extrapunkt Lars Borchwald gut). Beim nächsten Bonner Score half die Bielefelder Defense tatkräftig mit – und die Geistesgegenwart von Receiver Nils Dobmeier: Nassars eigentlich für Borchwald gedachter Pass wurde abgefälscht, und während mehrere Bulldogs-Verteidiger andächtig auf das Spielgerät warteten, schnappte sich Dobmeier den Rebound einfach kurzentschlossen und baute die Bonner Führung auf 0:13 aus (Extrapunkt nicht gut).
Bielefeld gelang zwar noch im ersten Quarter der Anschluss durch einen Touchdown-Pass von US-Quarterback Hank Kujak auf Rückkehrer Bert Smith jr., der die Vorsaison beim Lokalrivalen Paderborn Dolphins verbracht hatte, doch Bonn konnte die Gastgeber durch einen Touchdown-Run von erneut Poitier samt Extrapunkt von Borchwald zum 6:20 sofort wieder auf Distanz halten. An diesem Bild änderte sich auch im weiteren Spielverlauf wenig: So folgte einem Touchdown von Spielmacher Kujak auf Maximilian Nolte ein Doppelschlag von Simon Nassar, der erst Poitier und dann Dobmeier mit Touchdown-Pässen bediente; Borchwald verwandelte jeweils die Extrapunkte, sodass es mit einem Drei-Score-Abstand von 13:34 in die Pause ging.
Im dritten Viertel konnte Bulldogs-Neuzugang Kujak sein Team mit zwei Scoring Plays auf Tobias Bögel (Extrapunkt und 2-Point-Conversion nicht gut) abermals heranbringen, doch auf der Gegenseite war auch die Combo Nassar/Dobmeier (Extrapunkt nicht gut) erneut erfolgreich, wodurch die Kontrahenten mit einem 25:40-Zwischenstand ins Schluss-Quarter gingen.
Bielefelds Hoffnungen auf ein spätes Comeback zerschlugen sich spätestens mit dem Touchdown-Lauf von Cocks-Runningback Felix Zenner (Extrapunkt Borchwald gut) zum 25:47; der Neu-Gamecock, in der Offseason von den Bad Kreuznach Thunderbirds an den Rhein gewechselt, fand damit bereits im zweiten Spiel hintereinander die gegnerische Endzone. Bert Smith nach Pass von Kujak und D-Liner Joe Donner mit einer erfolgreichen Two-Point-Conversion sollte schließlich noch ein wenig Ergebniskosmetik zum 33:47 gelingen, bevor Nassar für Bonn den Sack endgültig zumachte. Abnehmer des insgesamt sechsten Touchdown-Passes des Kanadiers war wiederum Poitier, der damit seinen vierten Score des Tages (3 Receiving/1 Rushing) feiern konnte. Da der Versuch einer Two-Point-Conversion zum Abschluss scheiterte, war mit dem 33:53 auch der Endstand erreicht.

Nils Dobmeier #89 und Lars Borchwald #88 (Foto: Kerstin Offer)
Cocks-Headcoach Stefan Naumann hatte ein gutes, wenngleich nicht perfektes Spiel seiner Truppe gesehen: „Ich bin zufrieden und stolz auf mein Team. Bielefeld hat gut gegengehalten. Trotzdem glaube ich, dass der Sieg zu keinem Zeitpunkt gefährdet war. Unsere Offense hat sich besonders spielfreudig gezeigt. Auch wenn ich es nicht mag, einzelne Spieler hervorzuheben: Travis Poitier und Simon Nassar haben sich großartig präsentiert. Dennoch haben wir stellenweise erneut Unkonzentriertheiten gezeigt. Daran werden wir arbeiten.“
Der Auswärtssieg bedeutet nicht nur den besten GFL2-Saisonstart der Gamecocks, sondern führt Bonn nach dem ersten Saisonviertel in die Spitzengruppe der GFL2-Nordstaffel. Nach den Wochenend-Partien Paderborn gegen Lübeck (38:31) und Köln gegen Potsdam (37:19) belegen die Kampfhähne nach vier Spielen mit 6:2 Punkten hinter den Cougars (4 Spiele/8:0) und den Crocodiles (5/8:2) aktuell den dritten Tabellenplatz.
Quarterergebnissse:
|
Quarter: |
1 |
2 |
3 |
4 |
F |
|
Bielefeld |
6 |
7 |
12 |
8 |
33 |
|
Bonn |
20 |
14 |
6 |
13 |
53 |
Noël Martin Heyen -Bonn Gamecocks
Unsere Bildergalerien zum Spiel:
Dolphins können sich mit 38:31 gegen die Berglöwen aus Lübeck durchsetzen.

Paderborn Dolphins Receiver Niklas Rentzsch-Holm konnte in der Partie gegen die Lübeck Cougars gleich drei Mal den Ball in die Endzone tragen und war gerade am Ende der Partie eine beliebte Anspielstation für Ethan Haller (Foto: John Bishop)
Die Paderborn Dolphins können sich vor heimischer Kulisse mit einem Touchdown Vorsprung gegen die Lübeck Cougars durchsetzen. Beide Teams schenkten sich bei der Begegnung kein Yard und zeigten in einem hart umkämpfen Schlagabtausch, dass sie sich beide im oberen Tabellendrittel einnisten wollen. Die Paderborn Dolphins bleiben zu Hause weiter ungeschlagen im Hermann-Löns-Stadion. Gerade das Duell der Quarterbacks wurde im Hermann-Löns-Stadion mit voller Spannung erwartet. Peres Mattison und Ethan Haller führen die Statistik der Offensive in der German Football League 2 an. Gerade was das Pass-Spiel angeht, sind die beiden Quarterbacks ungeschlagene Spitzenreiter. Schon im Vorfeld wurde die anstehende Partie heiß diskutiert und immer wieder die Frage gestellt ‚Welcher Quarterback wird seine Receiver besser in Szene setzen können?‘ Am Ende konnte Haller mit seiner Offensive den Sieg sichern. Lediglich ein Touchdown entschied das Spiel. Die Dolphins führen nach diesem erfolgreichen Spiel die Tabelle als einziges Team ohne Niederlage an. Mit acht Zählern auf der Habenseite stehen die Dolphins vor den Cologne Crocodiles und dem dritten Bonn Gamecocks.
Doch bis dieser Blick auf die Tabelle möglich war, wurde im Hermann-Löns-Stadion hart um jedes Yard gekämpft. Gerade die Entwicklung in Richtung Halbzeitpause gestaltete sich für die Paderborn Dolphins Fans schwierig. Als erstes punkteten die Lübeck Cougars mit einem Field Goal und konnten bis zur Halbzeitpause eine Führung von sieben Punkten herausspielen. „Wir haben die schlechteste Offensiv-Leistung der ganzen Saison gezeigt. Lübeck verfügt über eine starke Defensive, doch wir haben unß wirklich viel zu einfach mit kleinen Fehlern immer wieder selbst behindert und die Butter vom Brot nehmen lassen", analysierte Head Coach Carsten Weber die ersten beiden Spielabschnitte.
Musste Weber die ersten zwei Quarter kritisieren, so lobte er anschließend die Arbeit seines Offensiv-Koordinators Haller: „Ethan hat in der Halbzeit mit den Jungs ganz deutlich gesprochen und klargemacht, wo sich die gesamte Offensive steigern muss. Zum Glück hat das so geklappt, wie es sich das Team und Ethan vorgenommen haben", berichtete Weber. Einfacher sollte es für die Dolphins nach der Halbzeitpause nicht werden. Doch zeigte gerade die Offensive, dass sie schlagkräftig ist. Vier Mal wurde das Leder-Ei noch in die Endzone getragen.
„Die Lübecker haben unser Passspiel gut verteidigt und mit dem Laufspiel sind wir viel zu spät richtig durchgekommen", so Weber. Am Ende war die Dolphins Defensive das entscheidende Zünglein an der Waage. „Wir sind immer besser ins Spiel gekommen und haben immer mehr Selbstvertrauen getankt. Mit jedem Spielzug, den wir vereiteln konnten, haben wir noch einmal zugelegt", so Weber. Durch die voranschreitende Zeit und sicherlich zunehmende Erschöpfung auf beiden Seiten schlichen sich gerade zum Ende hin immer weitere Fehler ein. Die Schiedsrichter mussten oft in die Tasche greifen und die ‚Flagge werfen‘. Mal ging es gegen die Dolphins, mal gegen die Cougars.
„Dadurch wurde das Spiel am Ende sehr unruhig und unrund", beschrieb Weber das letzte Quarter. Der Head Coach der Paderborn Dolphins wusste nach dem Schlusspfiff, dass das Ergebnis nur bedingt eine Aussage in Richtung Saison zulässt. „Wir haben viele Ausfälle in der Defensive gehabt, die Cougars sind auch nur mit der Hälfte ihrer Stammspieler auf dem Feld gewesen. Wir freuen uns, dass wir das Spiel für uns entscheiden konnten. In Lübeck wird es dann noch einmal eine ganz andere Partie werden", so Weber. Die Dolphins wollen weiter von Spiel zu Spiel schauen und sich darauf konzentrieren, die Fehler auszumerzen, die noch gemacht werden.
Dolphins Präsident David Schmidtmann brachte es anschließend auf dem Punkt: „Ich bin fertig!" So eine spannende Partie hatte der ehemalige Dolphins Spieler lange nicht mehr erlebt. „Ich brauche auch nicht immer solche Herzschlag-Spiele, aber es ist eine tolle Werbung für den American Football und eine tolle Werbung für beide Teams", so Schmidtmann weiter. Er stellte ebenfalls klar, dass er von den Cougars und deren sportlicher Arbeit eine Menge hält. „Die Cougars waren super eingestellt, besitzen eine tolle Coaching-Crew um Headcoach Robinson und haben ganz individuelle Stärken. Viele Spieler besitzen eine besondere Athletik", so Schmidtmann und ergänzte: „Diese Athletik hat sich auch in den letzten Jahren bei uns im Team entwickelt und das vor allem auf Seiten der deutschen Spieler."
Schmidtmann war sich ebenfalls sicher, dass die Unterstützung der heimischen Fans das Team noch einmal angefeuert hat und dazu beigetragen hat, dass am Ende der eine Touchdown mehr auf dem Scoreboard für die Dolphins stand. Nun können die Dolphins eine Woche entspannen und sich erholen. Dann geht es in zwei Wochen zum Tabellendritten, den Bonn Gamecocks. Diese haben sich in der ersten Partie gegen die Lübeck Cougars mit einem Punkt Vorsprung durchgesetzt und gelten in diesem Jahr mit ihrem neuen QB aus Kanada als passlastiges Team. „Es ist so wie in den vergangenen Jahren. Jeder kann jeden in der GFL 2 schlagen und aus diesem Grund müssen wir uns immer weiter verbessern", sagte Weber.
Spielverlauf
1. Quarter
| Spielstand | Was? | Wer? |
| 00-03 | Field Goal Lübeck Cougars | |
| 06-03 | Touchdown Paderborn Dolphins | Cameron Richmond |
| 07-03 | PAT Paderborn Dolphins | Dominic Gröne |
2. Quarter
| Spielstand | Was? | Wer? |
| 10-03 | Field Goal Paderborn Dolphins | Dominic Gröne |
| 10-09 | Touchdown Lübeck Cougars | |
| 10-10 | PAT Lübeck Cougars | |
| 10-16 | Touchdown Lübeck Cougars | |
| 10-17 | PAT Lübeck Cougars |
3. Quarter
| Spielstand | Was? | Wer? |
| 16-17 | Touchdown Paderborn Dolphins | Tobias Handirk |
| 17-17 | PAT Paderborn Dolphins | Dominic Gröne |
| 17-23 | Touchdown Lübeck Cougars | |
| 17-24 | PAT Lübeck Cougars | |
| 23-24 | Touchdown Paderborn Dolphins | Niklas Rentzsch-Holm |
| 24-24 | PAT Paderborn Dolphins | Dominic Gröne |
4. Quarter
| Spielstand | Was? | Wer? |
| 30-24 | Touchdown Paderborn Dolphins | Niklas Rentzsch-Holm |
| 31-24 | PAT Paderborn Dolphins | Dominic Gröne |
| 31-30 | Touchdown Lübeck Cougars | |
| 31-31 | PAT Lübeck Cougars | |
| 37-31 | Touchdown Paderborn Dolphins | Niklas Rentzsch-Holm |
| 38-31 | PAT Paderborn Dolphins | Dominic Gröne |
Björn Gorniak -Paderborn Dolphins
Ritterhude Badgers vs. Assindia Cardinals 28.05.2016

(Archivbild - Foto: Oliver Jungnitsch)
Es waren ausgelassene Szenen, die sich auf dem gut besuchten Sportplatz am Moormannskamp abspielten, als es langsam alle realisiert hatten, was sie da gerade gesehen haben. Rund 600 begeisterte Zuschauer wurden Zeugen vom ersten Sieg in der Vereinsgeschichte der Ritterhude Badgers in der GFL2.
Dabei sah es zu Beginn des Spiels noch ganz anders aus. Denn obwohl es Nico Rathje gelang einen Ballverlust der Gäste aufzunehmen, stand es zu Beginn des zweiten Viertels 0:14 für die Cardinals. Doch dann begannen die Glieder in der Mannschaft ineinander zu greifen. Besonders die Defense hatte ab diesem Zeitpunkt immer eine Lösung parat und so kam es zu fünf aufeinander folgenden Punts und keine mehr zugelassenen Punkte der Gäste aus Essen.
Äußerst glücklich zeigte sich Quarterback Ryan Cieplinski nach dem Spiel. Nicht nur wegen seine eigene fabelhafte Leistung, sondern auch wegen der Unterstützung durch seine Ballempfänger, die bisher in dieser Saison noch zu wünschen übrig ließ. Abgesehen von zwei Fumbles, brachte Cieplinksi insgesamt 13 Pässe an den Mann, allein davon fünf Pässe auf den US-Amerikaner Delvin Welch, der immer mehr Spielzeit als Receiver findet. So war es kein Zufall, dass es den Gastgeber noch vor der Halbzeit gelang, den Anschluss herzustellen. Es war Rookie Fery Bogard, der mit seinem ersten Touchdown zählbares auf die Anzeigetafel bringen konnte. Nachdem verwandeltem Extrapunkt von Thilo Neubert ging es mit einem Spielstand von 7:14 in die zweite Hälfte.
Dort machten die Badgers genau da weiter, wo sie aufgehört hatten. Die Badgers Defense zwang den Cardinals Angriff zu einem Punt und der Ritterhuder Quarterback stellte erneut seine enorme Wurfkraft unter Beweis, als er mit einem langen 60 Yards Pass auf Delvin Welch den Spielstand auf 14:14 stellte.
Unermüdlich führte er weiterhin seine Kameraden anschließend das Feld hinunter. Mit einem unteranderem sehr sehenswertem 40 Yards Pass auf Receiver Tevin Hanley, erreichte die Offense die gegnerische 5 Yardline, von der Ryan Cieplinski das Leder selbst in die Endzone trug zum Spielstand von 21:14. Es war das erste Mal in der GFL2, dass die Badgers in einem Spiel in Führung gegangen sind.
Nun lag es an der Badgers Verteidigung, den Spielstand über die Zeit zu bringen. Die Cardinals legten im letzten Viertel noch einmal einen ordentlichen Drive hin und erhöhten den Druck auf die Gastgeber erheblich, als sie sich bis in die Redzone der Badgers vorgetastet hatten. Die Defense zwang die Gäste in den wohl spielentscheidenden 4. Versuch, den die Cardinals mit einem Pass in die Endzone versuchten zu bewältigen. Doch durch eine hervorragende Abwehraktion gelang es Marc Dora, den Pass zu unterbrechen und so seine Teamkameraden in Ballbesitz zu bringen.
Nach und nach erreichte der Angriff neue Firstdowns und ließ somit die Spieluhr weiter hinunter ticken. Kurz vor Ende des Spiels entschied sich Headcoach Markus Meckes zu einem Fieldgoal, um den Vorsprung auf 10 Punkte zu erhöhen, der für die Essener mit einem Angriff nicht einzuholen wäre. Während des gesamten Spiels war es wohl zu keinen Zeitpunkt so still im Stadion, als Kicker Thilo Neubert anlief. Im nächsten Augenblick schwang die Stille in tosenden Jubel über, denn Neubert hatte den Ball punktgenau zwischen die Pfosten gesetzt und somit den Endstand von 24:14 hergestellt. Ein spannendes und historisches Spiel, das wohl allen Spielern, Trainern, Fans und Vereinsangehörigen in Erinnerung bleiben wird.
Vor dem Spiel der ersten Herren fand das Spiel der zweiten Herren gegen die Jade Bay Buccaneers aus Wilhelmshaven statt, indem sich die Ritterhudener mit 09:40 geschlagen geben mussten. Doch selbst die Niederlage ist für das junge Team mit einem positiven Beigeschmack zu Ende gegangen, denn es gelang dem zweiten Team zum ersten Mal einen Touchdown zu erzielen und obwohl es nach Verletzungen am Ende nur noch 13 aktive Spieler waren, konnte man viele lachende Gesichter nach dem Spielende sehen.
Mirko Morisse - Ritterhude Badgers
Rückschlag in Paderborn

Gekämpft, gehofft - und doch verloren: Die Zweitliga-Footballer der Lübeck Cougars haben im Spitzenspiel bei Tabellenführer Paderborn Dolphins eine 31:38 (17:10)-Niederlage kassiert und den Anschluss an die Ligaspitze vorerst verloren. Die Cougars-Zähler erzielten Cody Journell (7), Jamie Dale, Mike Kresowaty, Sascha Hamp und Julian Dohrendorf(alle 6).
Nach einem ausgeglichenen ersten Viertel gingen die Cougars dabei nach zwei Touchdowns von Jamie Dale und Mike Kresowaty im zweiten Viertel mit 17:10 in Führung. Im letzten Quarter drehten die Hausherren, die seit nunmehr 2,5 Jahren im eigenen Stadion ungeschlagen sind, durch zwei Touchdowns von Niklas Rentzsch-Holm das Match zugunsten der Dolphins.
Die Cougars waren vor allem in der Defense arg gebeutelt in die Partie gegangen. Mit den US-Amerikanern Homer Mauga und Ernest Wiggins sowie Torben Amend und Alexander Sarrazin fehlten alleine in der Defense gleich vier Leistungsträger verletzungsbedingt, in der Offense mussten die Cougars erstmals ohne Top-Receiver Laurents Mohr nach dessen Armbruch auskommen. Zwar kehrte Jordi Brugnani nach seiner Sperre zurück und erstmals bot Head Coach Willie J. Robinson den Niederländer Jeffrey Juurlink auf, der eigentlich erst nach seinem Uni-Abschluss Anfang Juli zur Mannschaft stoßen soll, dennoch waren die Paderborner an diesem Tag für die "Berglöwen", die sich abermals zu viele Strafen erlaubten, nicht zu schlagen.
Am kommenden Sonntag müssen die Cougars jetzt bei den noch sieglosen Assinidia Cardinals aus Essen ran.
1. Quarter
00:03 Cody Journell Field Goal
07:03 Cameron Richmond (Kick Dominic Gröne)
2. Quarter
10:03 Dominic Gröne Field Goal
10:10 Jamie Dale (Kick Cody Journell)
10:17 Mike Kresowaty (Kick Cody Journell)
3. Quarter
17:17 Tobias Handrik (Kick Dominic Gröne)
17:24 Sascha Hamp (Kick Cody Journell)
24:24 Niklas Rentzsch-Holm (Kick Dominic Gröne)
4. Quarter
31:24 Niklas Rentzsch-Holm (Kick Dominic Gröne)
31:31 Julian Dohrendorf (Kick Cody Journell)
38:31 Niklas Rentzsch-Holm (Kick Dominic Gröne)
Jan Wulf - Lübeck Cougars
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