Seniors
Vergleich Spannung bis zum letzten Angriff

Quarterback Fabian Schorn macht einige Yards gut und liefte eine starke Quote in de Offense ab
Erst als Linus Waydhas den letzten Pass der Ritterhude Badgers abfangen konnte, löste sich die Anspannung bei den Assindia Cardinals. Mit 41:35 hatte man das Spiel gewonnen und konnte so den letzten Tabellenplatz endlich verlassen. Bevor dies soweit war, gab es im Sportpark „Am Hallo“ eine echte Nervenschlacht für Teams, Verantwortliche und Fans.
Es war ein erstes Spiel der Rückrunde, indem sich die Assindia Cardinals eine Niederlage nicht leisten konnten. Entsprechend angespannt war man vor dem Spiel gegen die Ritterhude Badgers, welche das Hinspiel mit 24:14 gewinnen konnten. Am Ende hieß es 41:35 für die „Men In Blue“. So reichte es zwar nicht für den direkten Vergleich, aber den letzten Tabellenplatz konnte man trotzdem verlassen.
Das Spiel begann mit ersten Punkten durch die Gäste. Gleich zweimal überraschten die Badgers im vierten Versuch die Cardinals und es hieß nach wenigen Minuten 0:7 aus Sicht der Cardinals. Die „Men In Blue“ hatten eine schnelle Antwort. Julian Zorz lief nur eine Zeigerumdrehung später zum 6:7 (Extrakick war nicht erfolgreich) in die Endzone. So wurden dann auch die Seiten gewechselt.
Nachdem beide Teams im zweiten Viertel erfolglos ihre Angriffe beenden mussten, waren es die Cardinals, die zuerst wieder den ball in die gegnerische Endzone bringen konnten. Angefangen mit einem abgefangenen Ball durch Yannick Baumgärtner, der den zusätzlich noch einige Yards gut machen konnte. Baumgärtner vollendete den Angriff abschließend auch zum 14:7 (die Two-Point- Conversion war ebenfalls gut). So ging es in die Pause und in eine dramatische zweite Halbzeit.
Diese Begann mit einem Paukenschlag der Cardinals. Julian Zorz machte zunächst 11 Yards im ersten Angriff gut, und lief mit dem nächsten Ball glatt 60 Yards bis in die Endzone der Badgers zum 21:7 (PAT durch Toby Nick). Die Badgers wussten zu kontern, allerdings gelang ihnen beim anschließenden Touchdown kein Extrapunkt und die Cardinals kamen beim Stand von 21:13 wieder in Ballbesitz. Als der Angriff gestoppt wurde, versuchte man die Gäste zu überraschen, doch der Pass von Avant auf Baumgärtner war etwas zu ungenau. Doch auch die Badgers kamen nicht mehr zum Zug und es wurden noch einmal die Seiten gewechselt.
Toby Nick setzte direkt ein Ausrufezeichen und erhöhte inklusive Extrapunkt auf 28:13. Es sah nach einem sicheren Sieg der Cardinals aus. Zwar hatten die Badgers mehr Zeit in Ballbesitz, doch die Cardinals-Offense agierte bis dahin sehr effektiv. Als Badgers-Quarterback Cieplenski kurz danach noch den Ball verlor, sicher ihn Michel Lakowitz. Frisch ins Spiel gekommen führte der neue Quarterback Michael Fritsche die Cardinals zum 34:13. Yannick Baumgärtner konnte den 20 Yard-Pass sichern. Ritterhude fand allerdings direkt eine Antwort. Bereits vier Spielzüge später hatten die Badgers auf 34:21 verkürzt.
Es folgte eine dramatische Schlussphase. Zunächst hatten die „Men In Blue“ wieder erhöhen können. Fabian Schorn fand Florian Schultheiß durch die Mitte für 53 Yards. Mit dem Extrakick durch Toby Nick hieß es rund sieben Minuten vor dem Ende 41:21. Die Vorentscheidung, so dachte man wohl. Was folgte forderte die Nerven von allen Beteiligten heraus. Ein Drive der Badgers über knapp drei Minuten und fast über das ganze Feld sorgte nicht nur für das 41:27, zu allem Überfluss musste auch noch Raphael Llanos-Farfan nach einem Foul das Feld verlassen. Es folgte ein Onside-Kick, denn auch die Badgers wussten um den möglicher Weise in der Endabrechnung wichtigen direkten Vergleich. Dieser landete dann auch zum Unmut der Essener in den Händen der Gäste, die somit nur ein halbes Feld zu überbrücken hatten. Zwei Minuten vor dem Ende hieß es dann auch nur noch 41:35, doch das Essener Team hatte das Finale selber in der Hand. Ein guter Start in den Angriff führte die Cardinals bis unmittelbar an die Endzone der Badgers. Der Ball lag dann ein Yard vor der Gästeendzone. Eine Formsache zum sichern Sieg? Doch weit gefehlt. Ausgerechnet in dieser Situation geht der Ball verloren und in den Besitz der Gäste über. Es folgte dazu noch die zweite Disqualifikation, Bernhard Küch musste nach dem zweiten persönlichen Foul vom Feld. Zusätzlich gab es eine weitere Strafe gegen Essen, so dass die Ritterhude Badgers ohne etwas dafür leisten zu müssen, gleich in der Hälfte der Cardinals starten durften. Eine weitere Strafe folgte und Badgers Quarterback Cieplenski, der im Laufe der Begegnung reichlich Hits der „Men In Blue“-Defense einstecken musste, stand 22 Sekunden vor dem Ende 19 Yards vor der Cardinals Endzone. Jetzt kam es auf die Defense an, den Sieg zu sichern und nach Hause zu holen. Avant und Schulz verhinderten großartig den tödlichen Pass in die Endzone und Linus Waydhas beende dann das Spiel mit dem abgefangenen letzten Pass des Spiels.
Mit 41:35 bleiben die Punkte in Essen, für den direkten Vergleich reichte es leider nicht. Trotzdem konnte das Team von Headcoach Yves Thissen den letzten Platz verlassen und sich bis auf den sechsten Platz verbessern. Der Sieg war allerdings teuer erkauft. Zum Einen waren da die durchaus diskussionswürdigen Disqualifikationen der Spieler Llanos-Farfan und Küch, zum Anderen mussten gleich mehrere Spieler nach dem Spiel im Krankenhaus behandelt werden. Vor allem Simon Baumeister traf es hart. Für ihn ist die Saison nach einem komplizierten Daumenbruch beendet.
Bereits in der nächsten Woche ist das Essener Team wieder gefordert. Dann muss man Sonntag beim Zweiten der Liga, den Cologne Crocodiles antreten. Ein Sieg in Köln wäre ein weiterer Joker im Kampf um den Klassenerhalt.
Dirk Unverferth - Essen Assindia Cardinals
Die Relegation rückt wohl immer näher. Auch bei den Hildesheim Invaders, dem starken Aufsteiger aus Niedersachsen, verloren die Düsseldorf Panther nach einer kämpferisch sehr guten Leistung vor 600 Zuschauern knapp mit 37:45 (3:14, 13:17, 8:7, 13:7). „Im ersten Quarter haben uns die Invaders mehr oder weniger überrannt, erst danach haben wir mit der Offense punkten können und es ging dann ein Ruck durch die Mannschaft“ Und da war leider schon der Zug ohne die Raubkatzen abgefahren, die die 14 Punkte die die Gastgeber vorgelegt hatten nicht mehr einholen konnten.

Hinspiel in Düsseldorf - Foto: Oliver Jungntisch
Jonas Kretschmann und Running-Back Phillip Gamble besorgten die ersten Touchdowns der Invaders, aus Sicht der in schwarz gekleideten Gäste traf nur Daniel Schuhmacher aus 40 Yards zwischen die Pfosten zum 3:14. Nach diesen ersten Erfolgen kamen die Düsseldorfer besser ins Spiel und beantworteten mit zwei schönen Touchdowns durch Martin Emos die Punkte der Hildesheimer. Als die Verantwortlichen der Panther in der Halbzeit die Defense anders einstellten, klappte es in der Verteidigung immer besser und die Panther waren drauf und dran, das Spiel zu drehen. „Der Knackpunkt war dann sicher der Kick-Off Return Touchdown der Hildesheimer, von dem wir uns nicht mehr erholt haben“ erinnerte sich Wevelsiep geknickt. Kurz vor Schluss erzielten die Panther durch Geremiaha Gates noch den Anschluss zum 37:45, bekamen sogar dann Ball noch einmal in der eigenen Hälfte, doch nach einem vergebenen vierten Versuch war das Spiel zu Gunsten der Niedersachsen entschieden, die dann den Sieg nach Hause clever nach Hause spielten.
Michael Wevelsiep dachte direkt an die nächste Woche und dem Heimspiel gegen die Adler, die vier Punkte vor den Panthern liegen: „Das nächste Spiel zu Hause gegen die Berlin Adler ist ein entscheidende. Gewinnen wir, haben wir nur noch zwei Punkte Rückstand auf die Adler. Wenn wir dann noch irgendwo gewinnen und die Adler keine Punkte mehr holen, hätten wir es doch noch geschafft“ Das ist natürlich alles sehr positiv gedacht, was allerdings Hoffnung macht: „Wir hatten gestern sechs Jugendspieler dabei, die das erste Mal in der Ersten gespielt haben und die Sache sehr gut gemacht haben“ freute sich Wevelsiep, und noch mehr, als er morgens sein Mail-Postfach öffnete, denn spontan hatten sich weitere Jugendspieler gemeldet, die nun auch weiter bei den Panthern spielen wollen.
Wevelsiep: „Das hat mich sehr gefreut und zeigt ein wenig, dass wir auf dem richtigen Weg sind“
Hildesheim Invaders – Düsseldorf Panther 45:37 (14:3, 17:13, 7:8, 7:13) 600 Zuschauer
- 6:0 Jonas Kretschmann, 32-Yard-Pass von Zachary Cavanaugh 7:0 Jonas Kretschmann, Extrapunkt
- 13:0 Phillip Gamble, 13-Yards-Lauf
- 14:0 Jonas Kretschmann, Extrapunkt
- 14:3 Daniel Schuhmacher, 40-Yards-Fieldgoal
- 17:3 Jonas Kretschmann, 28-Yards-Fieldgoal
- 17:9 Martin Emos, 46-Yards-Pass von Evans
- 17:10 Daniel Schuhmacher, Extrapunkt
- 23:10 Reggie Bullock, 3-Yards-Lauf
- 24:10 Jonas Kretschmann, Extrapunkt
- 24:16 Martin Emos, 39-Yards-Pass von Evans 30:16 Phillip Gamble, 2-Yards-Lauf
- 31:16 Jonas Kretschmann, Extrapunkt
- 31:24 Clark Evans, 15-Yards-Lauf
- 31:26 Clark Evans, Two-Point-Conversion 37:26 Phillip Gamble, 3-Yards-lauf
- 38:24 Jonas Kretschmann, Extrapunkt
- 38:30 Martin Emos, 6-Yards-Pass von Clark Evans
- 38:31 Martin Schuhmacher, Extrapunkt
- 44:31 Reggie Bullock, 95 Yards Kick-Off-Return
- 45:31 Christian Besser, Extrapunkt
- 45:37 Geremiaha Gates, 15-Yards-Pass von Clark Evans
Marco Block - Düsseldorf Panther
Mit einem ungefährdeten 43:0 Sieg (21:0; 12:0; 10:0; 0:0) gegen die Berlin Adler vor knapp

Karsten Reißner / New Yorker Lions – Die Offense der Berlin Adler hatte gegen die starke Verteidigung der Lions zu keinem Zeitpunkt einen Lance. Hier stoppt Linebacker #83 Jakob Schridde Berlin Quartierback #12 Paul Zimmermann.
3.000 Zuschauern starteten die New Yorker Lions in die Zweite und alles entscheidende Hälfte der GFL-Saison 2016. Dabei hatten die Gäste aus der deutschen Hauptstadt zu keinem Zeitpunkt der Partie eine Chance und konnten erst kurz vor der Halbzeitpause erstmalig in die Spielfeldhälfte der Lions vordringen.
Verletzungsbedingt fehlte bei den Berlin Adler Runningback Mason Zurek, zu dem musste man auf die Dienste von Devon Francois verzichten, der in der bisherigen Saison der beste Mann auf Seiten der Berliner gewesen war.
Bis auf die Langzeitverletzten wie Kerim Homri, Nelson Mokwena oder auch Sydney Boakye, konnte New Yorker Lions Head Coach Troy Tomlin wieder auf einen Großteil der vor der Pause angeschlagenen Spieler zurückgreifen. So konnte z.B. in der Defense Line Jakub Malecki sein Comeback feiern.
Nachdem Kick-Off der Lions durch Jan Hilgenfeldt, zeigte die Verteidigung der Löwen gleich zu Beginn dem Angriff der Adler, wer das Sagen auf dem Platz hat. Nach nur drei Versuchen mussten die Adler sich per Punt vom Angriffsrecht trennen und den Ball den Hausherren überlassen.
Diese legten auch umgehend los und nach nur vier Spielzügen konnte Runningback David McCants mit einem 22 Yard Lauf zum 7:0 (PAT T. Goebel) erstmalig in die Endzone der Adler einlaufen.
Vorausgegangen war u.a. ein 48 Yard Pass von Löwen Spielmacher Grant Enders auf seinen Receiver Christian Bollmann.
Auch der folgende Angriffsdrive der Adler führte zu keinem Erfolg und Berlin musste erneut punten.
Abermals war es ein langer Pass von Grant Enders, dieses Mal über 29 Yards auf Jan Hilgenfeldt, der die nächsten Punkte für die Lions vorbereitete. Für den Touchdown zum 14:0 (PAT T. Goebel) sorgte Spielmacher Enders dann mit einem zwei Yard Lauf selbst.
Doch damit nicht genug was Punkte im ersten Spielviertel für die Lions anging.
Nach einem weiteren schnellen Stopp des Berliner Angriffs um deren Spielmacher Paul Zimmermann, durch die Braunschweiger Verteidigung, benötigte die Offense der Löwen ihrerseits erneut nur wenige Spielzüge um zum dritten Male zu scoren. Vorbereitet durch Läufe von David McCants und Passfängen von Evan Landi und Christian Bollmann, war es Wide Receiver
Niklas Römer der einen sieben Yard Pass von Enders zum 21:0 (PAT T. Goebel) in der Endzone der Adler fangen konnte.
Mit diesem Spielstand ging es ins zweite Quarter und einem weiteren „Three and out“ durch die Defense der Lions. Für das zeitnah folgende 28:0 (PAT T. Goebel) war zum zweiten Mal an diesem Spieltag David McCants verantwortlich, der aus 17 Yards in die Endzone der Adler einlief.
Ein langer Pass über 22 Yards von Grant Enders auf Evan Landi bereitete den Weg für den weiteren Ausbau der Führung der Lions. Der Angriff der Berlin Adler fand keine Mittel gegen das Braunschweiger Abwehrbollwerk. Sacks von Christopher Cauvet und Mamadou Sy führten zum nächsten Punt der Adler und ebenfalls direkt zu den nächsten zwei Punkten für die Löwen.
Der Snap der Berlin Adler geriet viel zu hoch und über die Endzone der Hauptstädter hinaus, was in einen Safety, zwei weiteren Punkten, dem 30:0 und dem Ballbesitz für die New Yorker Lions resultierte. Abermals marschierte die Offense der Lions scheinbar mühelos über das Feld und erzielte nach einem 22 Yard Pass von Enders auf Römer den nächsten Touchdown, doch eine Holding Strafe gegen die Löwen verhinderte die nächste Punkte. Aber unter der Devise aufgeschoben ist nicht aufgehoben, sorgte letztendlich Tobias Goebel mit einem 32 Yard Fieldgoal für das 33:0 und damit verbunden auch für den Halbzeitstand, den die Berlin Adler konnten nichts zählbares auf dem Rasen im Eintracht Stadion produzieren.
Nach der Halbzeit begannen die New Yorker Lions bereits mit der Rotation und dem Einsatz von Back-ups auf den verschiedenen Positionen im Angriff und der Verteidigung. So übernahmen u.a. Niklas Römer als Quarterback und Chris Smith als Runningback die Regie im Angriff der Löwen und besonders Chris Smith sorgte umgehend für Unruhe in der Verteidigung der Adler in dem er sich nur äußerst schwer bis gar nicht stoppen ließ. Leider wurde ein schöner Touchdownlauf von Smith über 12 Yards durch eine Strafe gegen die Braunschweiger aberkannt und auch der folgende Fieldgoalversuch von Tobias Goebel über 45 Yards ging unglücklich links an den Torstangen vorbei.
Nach wie vor Verlass war auf die Verteidigung der Braunschweiger von Defense Koordinator Dave Likins. Was die Adler auch versuchten, die Defense fand umgehend das entsprechende Mittel dagegen. So dauerte es nicht lange und der Angriff der Gastgeber, jetzt unter der Regie von Christian Bollmann, war schnell wieder auf dem Feld zurück und konnte mit einem 36 Yard Fieldgoal durch Tobias Goebel auf 36:0 erhöhen.
Ebenfalls noch im dritten Spielabschnitt konnte dann Chris Smith endlich seinen Touchdown nachholen. Nach einem weiteren Stopp durch die Defense der Löwen genügte dem Niederländer in den Reihen der Löwen ein unaufhaltsamer Lauf über 67 Yards, um die Führung der New Yorker Lions auf 43:0 (PAT T. Goebel) auszubauen.
Es ging ins letzte und vierte Quarter und Braunschweigs Defense begann mit dem nächsten Highlight, einer Interception durch Passverteidiger Lars Steffen.
Nachdem die Lions sich nur noch auf das Laufspiel über ihre Runningbacks Stephan Hofer und Patrick Papke konzentrierten und damit die Uhr kontrollierten, versuchten die Berlin Adler ihr Heil mit langen Pässen nach vorne, die aber nicht bei ihren angedachten Abnehmern ankamen.
Somit blieb es beim Spielstand von 43:0 für die New Yorker Lions und damit dem ersten Spiel der Saison 2016, in dem die Verteidigung des amtierenden deutschen Meisters keinen Punkt zu ließ.
Scoreboard
07:00 22 Yard TD-Lauf D. McCants (PAT T. Goebel)
14:00 2 Yard TD-Lauf G. Enders (PAT T. Goebel)
21:00 7 Yard TD-Pass G. Enders auf N. Römer (PAT T. Goebel)
28:00 17 Yard TD-Lauf D. McCants (PAT T. Goebel)
30:00 Safety - Ball über Endzone hinaus
33:00 32 Yard Fieldgoal T. Goebel
36:00 36 Yard Fieldgoal T. Goebel
43:00 67 Yard TD-Lauf C. Smith (PAT T. Goebel)
Holger Fricke - New Yorker Lions
Mit 21:16 (7:7/7:0/7:0/0:9) gewannen die Kiel Baltic Hurricanes am Samstagnachmittag gegen die Berlin Rebels. 2.587 Zuschauer im Kilia Stadion bejubelten den im Kampf um die Playoffplätze so wichtigen Sieg. In einer hart umkämpften Partie gegen den bis dahin noch ungeschlagenen Tabellenführer gingen die Hurricanes zu Beginn des zweiten Viertels in Führung. Paul Häberlein, Thiadric Hansen und Chris McClendon machten die Touchdowns für Kiel, Benedikt Englmann kickte die Extrapunkte.

Chris McClendon (Foto: Marc Seefeldt)
„Ich bin sehr stolz auf die Jungs. Sie haben in der Offense die Spielzüge gut ausgeführt und in der Defense die Rebels immer wieder gut in Schach gehalten“, so Hurricanes Head Coach Marcus Herford nach dem Spiel.
Die Hurricanes starteten in ihrem ersten Spiel nach der kurzen Sommerpause hellwach. Gleich der erste Angriff brachte die ersten Punkte, als Paul Häberlein einen 38-Yard Pass von Logan Schrader zum Touchdown trug. Benedikt Englmann schoss den Extrapunkt zum 7:0. Doch die Rebels antworteten und schlossen auch ihren ersten Drive mit einem Touchdownlauf von Quarterback Terell Robinson ab. Anschließend sahen die Zuschauer jeweils zwei Punts beider Teams, bis die Canes im zweiten Viertel nachlegen konnten. Thiadric Hansen fing einen 1-Yard Pass von Schrader zur erneuten Führung für die Gastgeber, die diese nun auch nicht mehr abgeben sollten. Vor allem die Defensereihen bestimmten die Partie und so endeten die nächsten vier Drives erneut in Punts bis die Rebels kurz vor der Halbzeit einen vierten Versuch ausspielten. Der Pass blieb jedoch unvollständig und das Angriffsrecht wechselte wenige Sekunden vor Halbzeit.
In der zweiten Hälfte erhielten zunächst die Rebels den Ball. Sie arbeiteten sich bis an die Kieler 30-Yard Line, doch dort beendeten Moritz Meis und Joseph LeBeau mit Quarterback Sacks im dritten respektive vierten Versuch den Angriff der Rebellen. Anschließend konnten die Hurricanes mit einem Touchdown durch Chris McClendon nachlegen. Doch die Rebels blieben bissig und spielten auch in den folgenden Angriffsserien vierte Versuche aus, doch die Defense der Kieler, die in der zweiten Spielhälfte von den Rebels lange auf dem Feld gehalten wurde, verhinderte erneute First Downs. Der letzte Drive der Rebels endete nach insgesamt 17 Spielzügen mit einer starken Passverteidigung durch Jan Abrahamsen an der Kieler 4-Yard Linie. Von dort musste die Kieler Offense starten. Berlins Jamaal White konnte Logan Schrader in der eigenen Endzone stoppen und somit durch einen Safety auf 21:9 aus Kieler Sicht verkürzen. Durch den darauf folgenden Kickoff der Hurricanes kamen die Berliner gleich wieder in Ballbesitz und arbeiteten sich auf die Endzone zu. Terell Robinson sorgte dann mit einem Pass auf Dominik Helmhold für den Anschluss-Touchdown. Max von Wachsmann kickte den Extrapunkt zum 21:16. Bei weniger als einer Minute verbleibender Spielzeit versuchten die Berliner nun durch einen Onside Kick noch einmal selbst das Angriffsrecht zu erhalten, doch der Kick von von Wachsmann ging ins Aus. Somit erhielten den Hurricanes den Ball und konnten die letzten Sekunden abknien und die Zeit auslaufen lassen.
Durch diesen Sieg der Hurricanes bleiben die ersten vier Teams in der GFL Nord weiter eng zusammen. Später am Abend konnten die New Yorker Lions die Berlin Adler mit 43:0 besiegen. Am kommenden Samstag müssen die Kieler nun in Braunschweig bei den Lions antreten.
Kiel Baltic Hurricanes – Berlin Rebels 21:16 (7:7/7:0/7:0/0:9)
1. QTR
7:0 #83 Paul Häberlein, 38-Yard Pass von #10 Logan Schrader. PAT #87 Benedikt Englmann
7:7 #1 Terell Robinson, 6-Yard Lauf. PAT #13 Max von Wachsmann
2. QTR
14:7 #2 Thiadric Hansen, 1-Yard Pass von #10 Logan Schrader. PAT #87 Benedikt Englmann
3. QTR
21:7 #1 Chris McClendon, 1-Yard Lauf. PAT #87 Benedikt Englmann
4. QTR
21:9 Safety durch die Rebels Defense
21:16 #89 Dominik Helmhold, 10-Yard Pass #1 Terell Robinson. PAT #13 Max von Wachsmann
Punkte Kiel: Paul Häberlein (6), Thiadric Hansen (6), Christopher McClendon (6), Benedikt Englmann (3)
Bettina Büll - Kiel Baltic Hurricanes

Foto: Caro Engel
Vier Heimspiele in fünf Wochen - für die Cougars-Fans steigen ab Samstag wahre Festspielwochen: Dann haben die "Berglöwen" ab 17.30 Uhr zunächst die Cologne Crocodiles am Buniamshof zu Gast. Die Vorfreude auf die Football-Wochen am "Buni" wäre mit Sicherheit noch größer, wenn die Cougars nicht zwei ihrer drei letzten Spiele verloren hätten - mit einem starken Saison-Finish könnten die Cougars die Ligaspitze trotzdem noch einmal angreifen.
Die Ausgangslage
Die Kölner (sieben Siege, eine Niederlage) führen gemeinsam mit den Paderborn Dolphins punktgleich die Tabelle an. Die Cougars (vier Siege, vier Niederlagen) finden sich nach einem unbefriedigenden Saisonstart im Mittelfeld der Liga wieder. Während die Crocodiles nach dem Hinspiel gegen die Cougars 20 Tage spielfrei waren, holten die Cougars zuletzt einen Heimsieg gegen Ritterhude und kassierten am vergangenen Sonntag eine Pleite in Potsdam.
Der Gegner
Bester Lauf-Angriff und beste Defense der Liga - so lässt sich das Spiel der Crocodiles kurz zusammenfassen. 232 Yards legen die Kölner pro Spiel im Schnitt auf dem Boden zurück, 19 Touchdowns erzielten sie so bereits. Die hart zupackende Verteidigung lässt dagegen gerade einmal 11,2 Punkte pro Spiel zu - Ligaspitze. Angeführt wird das Team vom jungen deutschen Quarterback Joao Krapohl, mit US-Receiver Poppy Livers und dessen Landsmann Runningback James Langford III stehen ihm starke Waffen zur Verfügung.
Die Statistik
Fünf Spiele gab es zwischen beiden Teams - vier Siege und eine Niederlage stehen für die Cougars dabei zu Buche. Die erste Niederlage gegen die Domstädter schmerzte dabei vor drei Wochen besonders. Mit 14:17 unterlag Lübeck in Köln.
Cougars-Personal
Die Wechselsperre von Runningback Robert Clark (kam von den Hamburg Ravens) ist abgelaufen, er wird sein erstes Match am Wochenende für die Cougars bestreiten. Außerdem steht Receiver Thies Waldow ab sofort wieder im Kader.
Das sagt der Coach
Head Coach Willie J. Robinson: "Köln ist aktuell das Top-Team der Liga. Ich denke es wird aber für beide Seiten ein hartes Spiel werden. Es ist ganz simpel: Die Mannschaft, die weniger Fehler macht und ihren Game-Plan am besten exekutiert, wird gewinnen."
Tickets
Eintrittskarten gibt es an der Abendkasse ab 6 Euro. Die Stadiontore öffnen ab 16.30 Uhr.
Weitere Beiträge …
- Heiße Zeiten für die Panther
- Bielefeld Bulldogs gastieren in Paderborn
- Dolphins sind zu Hause weiter ungeschlagen!
- Assindia Cardinals finden in Paderborn zu spät in das Spiel
- 14:36 Niederlage gegen die Rebels – Wevelsiep neuer Headcoach
- Gelingt den Assindia Cardinals in Paderborn die nächste Überraschung?
- Mike Wallace soll Panther-Backfield stabilisieren
- Überraschungsteam zu Gast
- Dolphins haben noch eine Rechnung offen
- Cougars geben sich keine Blöße
Unterkategorien
GFL Nord Beitragsanzahl: 715
GFL2 Nord Beitragsanzahl: 725
Europa/Welt Beitragsanzahl: 189
GFL + GFL2 (Nord) - ELF Beitragsanzahl: 0
Regionalliga (Seniors) Beitragsanzahl: 434
Oberliga (Seniors) Beitragsanzahl: 184
Verbandsligen (Seniors) Beitragsanzahl: 255
Landesligen (Seniors) Beitragsanzahl: 173
NRW-Liga (Seniors) Beitragsanzahl: 76
FS / Training / sonstiges (Seniors) Beitragsanzahl: 58
Seite 508 von 562