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OWL-Derby-Niederlage überschattet die gute Saisonleistung der Dolphins

Die Offensive der Paderborn Dolphins konnte sich im letzten Spiel der Saison 2016 nicht deutlich durchsetzen. Gegen die Bielefeld Bulldogs mussten die Paderborner zu oft das Angriffsrecht abgeben. [Foto: John Bishop]
Die Paderborn Dolphins verlieren das OWL Derby gegen die Bielefeld Bulldogs mit 29:34 und müssen sich mit einer Niederlage aus der Saison 2016 verabschieden. Lange kontrollierten die Dolphins das Spiel in Bielefeld. Am Ende waren es die Unachtsamkeit, die es den Bulldogs ermöglichte das Ruder an sich zu reißen. Zudem fanden die Dolphins kein erfolgreiches Mittel gegen die Quarterback Kujak und Receiver Smith Kombination – beide Bulldogs schafften es immer wieder das Spiel der Bulldogs am Leben zu halten.
Die Paderborn Dolphins müssen sich im letzten Spiel der laufenden Saison geschlagen geben. Das Team aus Paderborn unterliegt den Bielefeld Bulldogs mit 29:34 obwohl man lange Zeit das Ruder selber in der Hand hatte. Zwar hatten die Dolphins noch eine Minute vor Spielende die Möglichkeit die Führung wieder an sich zu reißen, doch ein abgefangener Pass durch die Bulldogs Defensive zerstörte die Chance auf einen Punktgewinn.
Die Spielentscheidende Szene war es allerdings nicht im Stadion Rußheide in Bielefeld. Schon viel früher hatten die Paderborn Dolphins das Zepter aus der Hand gegeben und den Bulldogs das Feld überlassen. Vor allem die vielen unnötigen Flaggen aufgrund von Passbehinderungen brachten die Bulldogs immer wieder zurück ins Spiel. Auf der anderen Seite zeigte der Bielefelder Receiver Bert Smith sowie sein US-Quarterback Hank Kujak, dass sie sich blind aufeinander verlassen konnten. War einmal keine Anspielstation verfügbar, so konnte Kujak immer wieder Smith suchen und diesen anspielen. Ein Duo welches die Defensive der Dolphins nicht in den Griff bekam.
Sicherlich eine ebenfalls erschwerende Situation war für die Dolphins der Ausfall von gleich vier Stammkräften in der Defensive. Für Head Coach Carsten Weber keine Entschuldigung, aber sicherlich eine Erklärung für viele Fehler die in der Verteidigung gemacht wurden. Die Dolphins Offensive noch in der ersten Spielzeit eine wirkungsvolle Angriffsformation schaffte es in der zweiten Spielhälfte nicht mehr die Bielefelder übermäßig unter Druck zu setzen.
Quarterback und Offensiv-Koordinator Ethan Haller der für seine langen und zielgerichteten Pässe bekannt ist, setzte zwar auf einen bunten Mix aus verschiedenen Spielvariationen doch die Abschlussquote der Spielzüge ließ zu wünschen übrig. So gaben die Dolphins drei Mal das Angriffsrecht durch einen ungeplanten Ballverlust.
Sicherlich schwebte bei dem einen oder anderem Spieler auch schon der Gedanke in der spielfreien Zeit. Viel zu oft wirkten die Spielzüge träge und unkonzentriert. Eine Situation, die die mitgereisten Dolphins Fans aus den vergangenen Spielen nicht kannten. Trotz dieser Niederlage sind die Bielefeld Bulldogs sportlich abgestiegen und müssten nach derzeitigem Stand in der Regionalliga starten.
Die Paderborn Dolphins bleiben auf dem zweiten Tabellenplatz und verabschieden sich mit einem mehr als positiven Fazit aus der Spielzeit 2016 auch wenn das letzte Spiel sicherlich den eigentlichen guten Verlauf überschattet. Hatten die Dolphins vor Saisonstart mit einer schwierigen und anstrengenden Saison gerechnet in der man vor allem im zweiten Jahr in der GFL2 noch einmal zeigen muss, dass man immer noch mithalten kann, so kann man sagen, dass der Abschluss auf dem zweiten Tabellenplatz alle Erwartungen übertroffen hat.
Hätte jemand vor dem Saisonstart die Prognose abgegeben, dass die Dolphins mit um die Meisterschaft der GFL2 Nord spielen, dann hätte man sicherlich ihn belächelt. Viel zu deutlich hatten die Lübeck Cougars, Cologne Crocodiles und auch die Potsdam Royals angekündigt das obere Tabellendrittel zu beherrschen. Einige Teams hatten sogar den Aufstieg als Ziel ausgegeben. Am Ende waren die Paderborn Dolphins von ihrem Erfolg sicherlich schon fast selber überrascht.
Nach dem Weggang einiger Leistungsträger und Veränderungen im Team war das Saisonziel eigentlich moderat ausgefallen. Man wollte mehr Spiele auswärts gewinnen als in der Vorsaison. Ein Ziel welches erreicht wurde und zudem mit der dreijährigen Serie im eigen Stadion ungeschlagen zu bleiben eine tolle Leistung. Die Paderborn Dolphins verabschieden sich mit einer guten und zufriedenstellenden Saison 2016 in die Winterpause. Sicherlich hätte man gerne das OWL Derby für sich entschieden, doch ist diese Niederlage kein Grund eine tolle Saison nicht abschließend zu würdigen.
Spielverlauf
1. Quarter
| Spielstand | Was? | Wer? |
| 00-06 | Touchdown Paderborn Dolphins | Dominic Gröne |
| 00-12 | Touchdown Paderborn Dolphins | Cameron Richmond |
| 00-14 | Two-Point-Conversion Paderborn Dolphins | Dominic Gröne |
2. Quarter
| Spielstand | Was? | Wer? |
| 07-14 | Touchdown & PAT Bielefeld Bulldogs | |
| 07-20 | Touchdown Paderborn Dolphins | Dominic Gröne |
| 13-20 | Touchdown & PAT Bielefeld Bulldogs | |
| 13-23 | Field Goal Paderborn Dolphins | Dominic Gröne |
3. Quarter
| Spielstand | Was? | Wer? |
| 21-23 | Touchdown & PAT Bielefeld Bulldogs | |
| 21-29 | Touchdown Paderborn Dolphins | Kai Böger |
4. Quarter
| Spielstand | Was? | Wer? |
| 28-29 | Touchdown & PAT Bielefeld Bulldogs | |
| 34-29 | Touchdown Bielefeld Bulldogs |
Björn Gorniak - Paderborn Dolphins
Die Dresden Monarchs haben ihr letztes Spiel der regulären Saison bei den Hamburg Huskies gewonnen. Dank der Schützenhilfe des Meisters Braunschweig, der parallel die Berlin Rebels bezwang, werden die Sachsen zum vierten Mal hintereinander Zweiter in der GFL Nord. Das Spiel in Hamburg endete 7:63 (7:14/0:35/0:0/0:14).

Ein herrlicher letzter Spieltag der regulären Saison. An der Spitze der GFL Nord war nahezu noch alles möglich. Die vier PlayOff Teilnehmer standen zwar schon fest, aber in welcher Reihenfolge sie die Tabelle abschließen würden und wer am Ende die Gunst der Heimspiele in der KO-Runde genießen würde, stand völlig offen. Dresden war dabei in einer zunächst undankbaren Situation. Ein Sieg in Hamburg – Pflicht! Doch wie sehr man sich dabei mühte – das alles wäre nutzlos, wenn es nicht gleichzeitig Schützenhilfe aus Braunschweig gibt. Dresden erfüllte seine Pflicht in Hamburg mit Bravour. Dank starker und konzentrierter Leistung auf allen Seiten des Balles. Offense, Defense, Specials – alle hatten einen guten Tag.
Die Monarchs stolperten sich zunächst ein wenig ins Spiel. Ein sehenswerter erster Drive endete kurz vor der Endzone auch nach einem ausgespielten vierten Versuch ohne Punkte. Hamburg übernahm – und gab den Ball gleich wieder zurück. Fumble Hamburg und Dresdens Jordan Glass eroberte den Ball. Dresden nahm das Geschenk gern entgegen und machte prompt die ersten Punkte: Touchdownpass von Brandon Connette auf Hendrik Hinrichs (PAT Franz Kammel 0:7). Doch auch Hamburg schien zunächst gewillt mehr als nur mitzuspielen. Quarterback Jerry Lovelocke dirigierte seine Offense überlegt und konsequent übers Feld und erntete zwei Minuten vor dem ersten Seitenwechsel verdient den Lohn: 12 Yard Pass auf Diego Sanchez zum Ausgleich (PAT Benjamin Hamelmann 7:7). Doch danach trat nur noch Dresden aufs Gas! Und wie. Den fälligen KickOff konnte Trevar Deed schon bis kurz vor die Hamburger Endzone returnieren. Dresdens Offense nahm Aufstellung, Hamburgs Defense drohte mit Blitzen, QB Connette wartete und ließ die heranrasenden Verteidiger mit einer verzögerten Ballübergabe an Donald Russell gekonnt ins Leere laufen. Russell hatte freies Feld und ging unberührt zum nächsten Touchdown (PAT Kammel 7:14). Dieses Spielchen wiederholte sich ein paar Minuten später auf fast schon beängstigend identische Weise. Guter Return Deed, Blitzende Hamburger, abwartender Connette, geduldiger Russell – Touchdown! Und so langsam machte sich ein Grummeln in den Reihen der Dresdner Verteidigung bemerkbar. Die kamen kaum zum Luftholen, so schnell waren die Offensekollegen immer wieder mit Punkten runter vom Feld. Und Hamburg machte es ihnen mit zahlreichen Fehlern immer wieder leicht. Der nächste Fumble noch in der eigenen Hälfte – Dresden brauchte mal ganze zwei Versuche eh Micky Kyei zum nächsten Touchdown bereitstand (PAT Kammel 7:28). Zwischen diesen beiden Scores war die Gameclock gerade mal gut 30 Sekunden weitergelaufen! Und Dresden machte weiter. Noch drei Touchdowns vor der Halbzeitpause sollten folgen. Zwei von Donald Russell und einer von Sebastian Sagne. Halbzeitstand 7:49.
Dresden hatte einen unglaublichen Lauf und konnte jeden Fehler, jede Unachtsamkeit der Gastgeber postwendend in Punkte verwandeln. Das sah klasse und ziemlich überlegen aus. Und doch wussten alle: bis jetzt war das alles schön, doch brotlose Kunst! Bliebe die Schützenhilfe in Braunschweig aus, würden auch noch so viele Punkte gar nix nützen. Dresden war sich dessen bewusst und schaltete in Halbzeit zwei einen Gang runter. Die Starter wurden geschont und sahen ihrerseits einem spielfreudigen zweiten Anzug zu. Zwei Scores folgten noch im vierten Viertel. Dresdens zweiter Spielmacher Ferras El-Hendi bediente Oliver Braunsdorf mit einem 5-Yard Pass. Und Friedrich Eggers eroberte einen weiteren Hamburger Ballverlust und trug ihn diesmal gleich selbst in die Endzone. Endstand: 7:63.
Knapp 200 Kilometer weiter südlich hatte das Spiel Braunschweig gegen Berlin eine Stunde später begonnen. Und so bejubelten etwas später ausnahmsweise die Monarchs mal völlig zurecht einen Sieg der Lions. 35:7 für den alten und neuen Nord-Meister. Und damit sicher Platz zwei für die Dresden Monarchs inklusive Heimrecht im Viertelfinale. Das steigt in 14 Tagen, diesmal an einem Sonntag, den 18. September im Dresdner Heinz-Field. Gegner ist dann der Drittplatzierte der GFL Süd.
Jörg Dreßler - Dresden Monarchs e.V.
Schon vor dem Spiel der Düsseldorf Panther gegen die Kiel Baltic Hurricanes war vieles anders. Da wegen einer türkischen Hochzeit nebenan der Parkplatz an der Bayreuther Straße schon früh voll war, mussten zahlreiche Panther-Fans auf die umliegenden Straßen ausweichen, angekommen am Stadion erfuhren sie dann, dass das Spiel eine halbe Stunde später angepfiffen werden musste, weil die Kieler in zahlreichen Staus standen und verspätet in Düsseldorf ankamen. Auch während des Spiels war vieles anders. Die Panther hielten über weite Strecken gegen den Play-Off Teilnehmer aus Kiel sehr gut mit und zogen am Ende nur mit 9:27 (0:14, 9:7, 0:6, 0:0) vor 1500 Zuschauern den Kürzeren. „Bis auf vielleicht das erste Viertel, haben wir mit Kiel auf Augenhöhe gespielt“ freute sich Panther-Cheftrainer Michael Wevelsiep. Jetzt bleiben den Verantwortlichen der Raubkatzen noch zwei Wochen um das Team auf den Relegationsgegner, die Cologne Crocodiles vorzubereiten.

Wobei die Partie genau wie so viele andere in diesem Jahr beginnen sollte. Im ersten Drive mussten die Panther schon früh mit einem Punt das Angriffsrecht abgeben und die in weiß-grün gekleideten Gäste hatten scheinbar keine Mühen, die ersten Punkte zu erzielen. In einem vierten Versuch warf Hurricanes-Spielmacher Logan Schrader den Football weit in die Endzone der Panther, Panther-DB Tim Rademacher rutschte aus, Kiels Benedikt Englmann bedankte sich und pflückte den Ball locker zum Touchdown herunter. Als dann wenig später Christopher McClendon einen 8-Yard Pass von Schrader zum 13:0 für die Gäste verwandelte, ahnte Panther-Defense- Coordinator Jörg Mackenthun, der sich während des Spiel auf der Tribüne aufhielt, böses. „Zu diesem Zeitpunkt waren wir auf Hinspiel-Kurs“, und das wäre nicht gut gewesen, hatte die Raubkatzen doch in Kiel beim 0:63 ein kleines Debakel erlitten. Das es nicht dazu kam, war dann ein Verdienst vom ganzen Panther-Team, dass sich kontinuierlich steigerte und die Kieler öfters als deren Lieb war, in Verlegenheit brachte.
Nach dem 0:21 begann eine ganz starke Phase der Panther, wo die Panther-Offense, die wieder von Spielmacher Clark Evans angeführt wurde, es aber auch zweimal nicht schaffte, an der Kieler-Goalline angekommen, den Ball in die 6-Punkte-Zone der Gäste zu tragen. Erst wurde ein vierter Versuch ohne Erfolg ausgespielt und als man den Ball noch mal von den Kielern bekam, sprang nur ein kurzes Fieldgoal für die in schwarz gekleideten Panther heraus. „Wir haben natürlich vieles versucht und neue Spielzüge ausprobiert, da ist es dann eben auch mal so, dass man etwas nicht zu Ende bringt und den Touchdown erzielt“ erklärte Offense-Line Trainer Roland Wolff diese vergeblichen Versuche an der Kieler Endzone. Der Panther-Touchdown sollte dann aber nicht lange auf sich warten lassen. WR Aziz Rebai lief sich kurz vor der Pause in der Gäste-Endzone frei und konnte einen kurzen Pass unter dem Jubel der mehr als 1500 Zuschauer zum Anschluss zum 9:21 aufnehmen. Das er nicht mehr wurde, lag dann auch an den Hurricanes, die geschickt über Kraftpaket Daniel Reinhardt die Zeit runterliefen. „Das war das richtige Vorbereitungsspiel für unsere Relegation gegen Köln. So sollte man Football spielen, wir gehen jetzt positiver in die Spiele herein“ bilanzierte ein sichtlich zufriedener Cheftrainer der Panther, Michael Wevelsiep.
Das erste Relegationsspiel gegen den ersten der 2.Liga Nord, die Cologne Crocodiles, findet übrigens am 17.September, um 15 Uhr im Panther-Stadion in Benrath statt.
Düsseldorf Panther – Kiel Baltic Hurricanes 7:29 (0:14/9:7/0:6/0:0)
1. QTR
0:7 #87 Benedikt Englmann, 32-Yard Pass #10 Logan Schrader. PAT #87 Englmann
0:14 #1 Chris McClendon, 9-Yard Lauf. PAT #87 Englmann
2. QTR
0:21 #10 Logan Schrader, 52-Yard Lauf. PAT #87 Englmann
3:21 #96 Daniel Schuhmacher, 27-Yard Fieldgoal
9:21 #86 Aziz Rebai, 8-Yard Pass #4 Clark Evans. PAT failed
Marco Block - Düsselfdorf Panther
Vor knapp 3.700 begeisterten Footballfans im Braunschweiger Eintracht-Stadion, siegt das Team der New Yorker Lions klar gegen die Berlin Rebels mit 35:7 (7:7; 14:0; 14:0; 0:0), gewinnt damit zum vierten Mal in Folge den Titel in der GFL Gruppe Nord und sichert sich das Heimrecht für die bevorstehenden Play-Offs.

Im dem von der Papierform her als deutlich knapper vorhergesagten Spiel, konnten die Gäste aus Berlin nur in der ersten Hälfte noch einigermaßen mithalten und die Partie eng gestalten.
So gewannen die Berlin Rebels den Münzwurf und entschieden sich dafür als erstes mit ihrer Offense das Spielfeld zu betreten. Doch gleich im ersten Drive bekamen die Rebels den starken Gegenwind von Seiten der Verteidigung der Hausherren zu spüren und mussten sich schnell per Punt wieder vom Angriffsrecht trennen. Anders der Angriff der Ne Yorker Lions um ihren Spielmacher Casey Therriault. Mit Pässen auf seine Receiver Evan Landi, Niklas Römer und Christian Bollmann arbeiteten sich die Löwen bis an die acht Yard Linie der Berliner heran.
Für das 7:0 (PAT T. Goebel) sorgte E. Landi nach Pass von C. Therriault. Doch lange konnten sich die Braunschweiger nicht über die Führung freuen.
Drei Läufe, davon zwei über Larry McCoy und ein Pass von Rebels Spielmacher Terrell Robinson auf Matthias Wolf und die Gäste standen in der Spielfeldhälfte der Lions. Es folgte einer der wenigen Fehler der Lions an diesem Tag, welcher aber zu Punkten der Gäste führte. Berlins Quarterback Robinson fand mit einem kurzen Pass über die Mitte seinen Receiver Dominik Helmbold, welcher im Anschluss die verbleibenden Yards bis in die Endzone der Löwen nahezu unbehelligt zum 7:7 (PAT M. von Wachsmann) zurücklegte. Mit diesem Spielstand ging es ins zweite Spielviertel, welches mit einem geblockten 43 Yard Fieldgoalversuch von Tobias Goebel begann. Doch auch die Berlin Rebels konnten sich darüber nicht lange freuen, denn der folgende Offensedrive entwickelte sich zu einer Katastrophe. Erst konnte Braunschweigs Mamadou Sy gemeinsam mit Christopher Cauvet, Rebels QB Robinson für einen größeren Raumverlust zu Boden bringen, ehe im Anschluss Robinson einen Pass, auf Grund großen Druck von Lions Spieler Jacob Schridde, wegwarf und dieser von Linebacker Simon Bohlmann abgefangen wurde. Die folgende Ausgangssituation für den Angriff der New Yorker Lions an der Berlin Rebels 27 Yard Linie, nutzten die Löwen von Head Coach Troy Tomlimn knallhart aus. Trotz eines Sacks gegen Therriault und starken Druck durch die Defense Line der Berliner im Folgenden, fand der US-amerikanische Spielmacher der Löwen über 38 Yards seinen Ballfänger Jan Hilgenfeldt in der Endzone der Berliner zum 14:7 (PAT T. Goebel). Je weiter der zweite Spielabschnitt voranschritt, je mutiger wurden die Gäste aus der deutschen Hauptstadt und spielten u.a. einen vierten Versuch an der Braunschweiger 40 Yard Linie aus. Dieser Versuch scheiterte kläglich und die Lions bekamen ihrerseits noch einmal die Möglichkeit auf Punkte und damit die Erhöhung der bisherigen Führung. Läufe über Chris Smith sowie Pässe auf Bollmamn, Landi; Römer und Bollmann und das Team stand bereits an der 30 Yard Linie der Rebels Von dort erhöhte Niklas Römer die Führung der Gastgeben auf 21:7). Ein weiterer Sack von Mamadou Sy und die auslaufende Uhr bis zur Halbzeit verhinderte das die Berlin Rebels noch einmal gleichziehen konnten und somit ging es in die Halbzeitpause.
Nach der Halbzeitpause ein ähnliches Spiel wie zuvor. Es dominierte nur ein Team und das waren die New Yorker Lions. Zwar mussten beide Mannschaften sich per Punt von ihrem jeweils ersten Drive nach der Pause verabschieden, doch den besseren Start hatten zweifelsohne die New Yorker Lions.
Nur ganze zwei Pässe benötigte Casey Therriualt um mit einem 32 Yard TD-Pass auf Christian Bollmann die Führung auf 28:7 (PAT) zu erhöhen.
Abermals mussten sich die Rebels der Defense der Löwen beugen und punten. Erfolgsgarant im nächsten Drive der New Yorker Lions war Jabari Johnson. Alleine drei First Downs erzielte der sympathische US-Amerikaner ehe E. Landi mit seinem zweiten Touchdowwn, den Spielstand auf 35:7 (PAT T. Goebel) erhöhte.
Es folgte das vierte und letzte Spielviertel, welches mit einem Sack durch Jacob Schridde, gefolgt von einer Interception durch Benjamin Krahl begann. Punkte gab es keine mehr, aber weiterhin super Leistungen sowohl auf Seiten der Offense als auch der Defense. Der Angriff der Löwen kontrollierte mit Laufspiel über Chris Smith und Jabari Johnson das Spiel, die Verteidigung konnte dahingehend den Angriff der Gäste aus Berlin in Schach halten.
Die New Yorker Lions haben sich durch den klaren Sieg das Heimrecht für das Play-off-Viertelfinale gesichert. Dieses Spiel der Lions im Kampf um die Deutsche Meisterschaft 2016 wird am Sonntag, den 18.09.2016, Kick-Off 15:00 Uhr (Pre-Game-Party 13:00 Uhr), im Eintracht-Stadion ausgetragen. Da der Gegner erst am Abend des 04. September feststeht, entnehmen sie diesen bitte zu gegebenem Zeitpunkt unserer Homepage
Scoreboard
07:00 8 Yard TD-Pass C. Therriault auf E. Landi (PAT T. Goebel)
07:07 49 Yard TD-Pass T. Robinson auf D. Helmboldt (PAT M. von Wachsmann)
14:07 38 Yard TD-Pass C. Therriault auf j. Hilgenfeldt (PAT T. Goebel)
21:07 31 Yard TD-Pass C. Therriault auf N. Römer (PAT T. Goebel)
28:07 32 Yard TD-Pass C. Therriault auf C. BollmannPAT T. Goebel)
35:07 12 Yard TD-Pass C. Therriault auf E. Landi (PAT T. Gaebel)
Holger Fricke - New Yorker Lions
Mit 29:7 (14:0/7:9/6:0/0:0) gewannen die Kiel Baltic Hurricanes ihr letztes Spiel der regulären Saison bei den Düsseldorf Panther vor 1.500 Zuschauern im VfL Benrath Stadion. Nicht spektakulär aber ungefährdet fuhren die Canes den letzten Sieg ein, der für die Kieler wichtig im Kampf um eine möglichst gute Platzierung für die Playoffs war.

„Es hat nicht alles heute geklappt wie gewünscht, aber ich bin froh, dass wir den Sieg geholt haben“, sagte Head Coach Marcus Herford nach dem Spiel.
Die Hurricanes münzten gleich ihre ersten beiden Angriffsserien in Punkte um. Benedikt Englmann und Chris McClendon sorgten für die ersten Touchdowns. Bis zur Mitte des zweiten Viertels konnten sie ihre Führung mit einem weiteren Score durch Logan Schrader weiter ausbauen. Die Kieler Defense brachte ihr Team durch Interceptions von Christoph Stamm und Brandon LeBeau vorzeitig wieder in Ballbesitz und hielt die Panther zunächst noch aus der Endzone fern. Nach drei Spielzügen an der Goalline, bei denen die Kieler den Angriff der Gastgeber aufhielten, erzielten die Düsseldorfer mit einem Fieldgoal die ersten Punkte. Kurz vor der Pause legten die Panther durch einen Pass von Clark Evans auf Aziz Rebai nach und verkürzten auf 9:21.
Zu Beginn der zweiten Hälfte konnten die Panther einen Pass der Kieler abfangen, doch erzielten keine Punkte aus dem Ballbesitz. Stattdessen lief Logan Schrader erneut zum Touchdown zum 27:9 aus Kieler Sicht. Zwar zeigte Running Back Daniel Reinhardt in der zweiten Hälfte noch viele gute Läufe und auch bei den Panthern machte Nachwuchsspieler Tyrone Alexander einen guten Eindruck, doch weitere Punkte sollte es an diesem Tag nicht mehr geben.
Mit dem Sieg brachten sich die Hurricanes in die Position vor dem Beginn der Playoffs noch auf Platz drei vorzurücken. Dazu brauchten sie eine Niederlage der Berlin Rebels in Braunschweig, wo die beiden Teams um die Nordmeisterschaft kämpften. Mit 35:7 setzten sich die New Yorker Lions durch. In Hamburg spielten parallel die Dresden Monarchs und besiegten die Huskies mit 63:7. Dadurch ist der amtierenden deutsche Meister aus Braunschweig nun Nordmeister, Dresden Zweiter, Kiel Dritter und die Rebels Vierter.
Als Tabellendritter müssen die Canes in zwei Wochen zum Viertelfinale zum Südzweiten reisen. Das sind nach einem packenden Spiel um die Südmeisterschaft zwischen Frankfurt und Schwäbisch Hall die Hessen. 35:28 gewannen die Unicorns gegen Universe und sind damit Südmeister.
Düsseldorf Panther – Kiel Baltic Hurricanes 7:29 (0:14/9:7/0:6/0:0)
1. QTR
0:7 #87 Benedikt Englmann, 32-Yard Pass #10 Logan Schrader. PAT #87 Englmann
0:14 #1 Chris McClendon, 9-Yard Lauf. PAT #87 Englmann
2. QTR
0:21 #10 Logan Schrader, 52-Yard Lauf. PAT #87 Englmann
3:21 #96 Daniel Schuhmacher, 27-Yard Fieldgoal
9:21 #86 Aziz Rebai, 8-Yard Pass #4 Clark Evans. PAT failed
Bettina Büll - Kiel Baltic Hurricanes -
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