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Planung für die kommende GFL2 Saison läuft schon auf Hochtouren
Die Paderborn Dolphins können ihre erste Neuverpflichtung für die Spielzeit 2017 vorstellen. Die Position des Quarterbacks konnte bereits besetzt werden. In der kommenden GFL 2 Saison wird Jordan Moore die Offensiv-Spielmacher-Rolle besetzen. Die sportliche Leitung, David Schmidtmann, sowie Head Coach Carsten Weber zeigten sich über die frühe Verpflichtung mehr als erfreut. Der US-Amerikaner Jordan Moore sammelte bereits Erfahrung in europäischen American Football Vereinen. In Frankreich und zuletzt in der italienischen Liga zeigte er, dass er eine gesunde Mischung aus Lauf- und Passspiel beherrscht.

Der diesjährige Quarterback Ethan Haller hatte frühzeitig bekannt gegeben, dass er im kommenden Jahr nicht noch einmal für die Paderborn Dolphins auf dem Feld stehen wird. Für Haller war es vorerst die letzte Spielzeit als aktiver Spieler. Für den sportlichen Leiter und Präsidenten der Paderborn Dolphins, David Schmidtmann, war damit klar, dass nach der Saison 2016 direkt mit der Suche nach einem neuen und passenden Quarterback begonnen werden musste.
Jetzt konnte Schmidtmann gemeinsam mit Head Coach Carsten Weber die Neuverpflichtung für das Jahr 2017 vorstellen. Der US-Amerikaner Jordan Moore wird in der kommenden Spielzeit für die Paderborn Dolphins als Trainer und Quarterback aktiv sein. Die favorisierte Besetzung für die kommende Spielzeit, wenn es nach Head Coach Weber geht. Moore verfügt mit seinen 23 Jahre nicht nur über einen starken Wurfarm, sondern zeigte ebenfalls in den vergangenen Jahren seine Laufstärke. Mit 1,88 m gehört Jordan Moore zu den größer gewachsenen Quarterbacks. Mit 95 kg ist er ebenfalls nicht einfach zu stoppen, wenn er selber mit dem Ball läuft. Seine früheren Teams bestätigen ihm, dass er maßgeblich am Erfolg der Mannschaft beteiligt war.
Ein Grund für Head Coach Carsten Weber und David Schmidtmann positiv schon jetzt in Richtung der neuen Saison zu schauen. Mit Moore haben die beiden einen Quarterback gefunden, der sowohl individuelle Klasse hat, selber zu laufen, aber auch die nötige Pocket Awareness besitzt. Wie seine American Football Karriere startete und was er sich für die kommende Spielzeit so alles vorgenommen hat, erzählte Jordan Moore im Interview.
Paderborn Dolphins: Hallo Jordan, kannst du uns ein bisschen über deine American Football Karriere berichten? Wann hast du mit American Football begonnen? Auf welcher Position und wo hast du College gespielt?
Jordan Moore: Hallo Dolphins-Familie! Ich habe im Alter von 12 Jahren mit dem American Football begonnen. Vom ersten Tag an spiele ich Football als Quarterback. Nach der High-School habe ich durch ein Stipendium an der Texas State University gespielt.
Paderborn Dolphins: Warst du schon einmal in Europa und hast hier gespielt?
Jordan Moore: Ja, im Jahr 2014 war ich das erste Mal in Europa und habe bei den La-Queue-En-Brie Gladiateurs in Frankreich gespielt. Danach bin ich allerdings wieder in die USA gegangen und wurde ein Jahr von Corpus Christi Fury in den USA unter Vertrag genommen. Das Team spielt in der Arena League, ein Spielformat, welches in Europa eher unbekannt ist. 2016 bin ich wieder nach Europa zurückgekehrt und habe für die Bergamo Lions in Italien gespielt.
Paderborn Dolphins: Wie haben dir deine Aufenthalte in Frankreich und Italien gefallen?
Jordan Moore: Es hat unglaublich viel Spaß gemacht. Beide Länder sind faszinierend, vom Essen über die Leute bis zu den tollen Städten. Ich kann mich sehr gut daran erinnern, wie ich mir 2014 auf dem Weg nach Frankreich im Flugzeug nicht so sicher war, ob Europäer Football überhaupt ernst nehmen. Nach den 2 Jahren muss ich sagen: Ja, sie tun es! American Football wird in Europa aus meiner Erfahrung immer bekannter, was ich toll finde.
Paderborn Dolphins: Was war der größte kulturelle Unterschied zu den USA?
Jordan Moore: Der größte Unterschied? (überlegt) Sicherlich die Sprache. Es ist manchmal schwierig, sich zu verständigen, wenn jemand kein Englisch spricht und man die Richtung wissen möchte... (lacht)
Paderborn Dolphins: Warum hast du dich für uns – die Paderborn Dolphins – entschieden?
Jordan Moore: Ich habe für mich für die Dolphins entschieden, da sie ein sehr besonderes Team sind, mit tollen Spielern, Trainern und dem unbedingten Willen zu gewinnen. Nachdem ich einige Videos des Teams gesehen habe, war ich mir sicher, dass dieses Team das richtige für mich ist und ich alles dafür tun möchte, die sehr positive sportliche Entwicklung fortzusetzen.
Ein weiterer Grund für die Dolphins waren die tollen Gespräche mit Head Coach Carsten Weber und Präsident Schmidtmann über das Programm und die Ziele des Vereins. Sie waren von Beginn an sehr ehrlich bezüglich ihrer Erwartungen an mich als Importspieler, was ich toll finde.
Paderborn Dolphins: Welche Ziele hast du dir persönlich für 2017 gesetzt? Welche mit dem Team?
Jordan Moore: Mein persönliches Ziel ist es, das Team besser zu machen als 2016. Außerdem möchte ich Freundschaften schließen, die mich und meine Teamkameraden lange verbinden. Mein Ziel mit dem Team ist sehr einfach: WIN A CHAMPIONSHIP!
Paderborn Dolphins: Was sind deine besonderen Stärken als Quarterback?
Jordan Moore: Meine Stärken liegen darin, dass ich sowohl laufen als auch passen kann. Viele Leute sehen mich laufen und vergessen dabei, wie gut ich passen kann. Das ist ein großer Vorteil von mir, da ich die Offense flexibel führen und auch selber viele Yards überbrücken kann.
Paderborn Dolphins: Magst du uns etwas von deiner Familie berichten? Du scheinst ein Familienmensch zu sein!
Jordan Moore: Ich bin auf jeden Fall ein Familienmensch. Das liegt wohl daran, dass ich aus einer großen Familie komme. Ich habe sieben Brüder und zwei Schwestern. Da ich der zweitälteste bin, war ich immer auch der "große Bruder", der mit dafür verantwortlich war, meine jüngeren Geschwister groß zu ziehen. Wenn man aus so einer großen Familie kommt wie ich, vor allem mit so vielen Jungs, sind Wettbewerbe untereinander ein wichtiger Teil des Lebens. Wir haben uns immer gegenseitig angestachelt und gemessen, wer der Beste ist. Daher kommt mein absoluter Siegeswille! Ich selber habe eine Tochter namens Maia Anabelle Moore, die am 19. September ein Jahr alt wird. Sie ist heute meine Motivation für alles.
Paderborn Dolphins: Dankeschön für das Gespräch. Wir freuen uns, dich im kommenden Jahr persönlich kennen zu lernen!
Mit dem neuen Kopf der Offensive haben Head Coach Weber und David Schmidtmann sicherlich eine ganz neue Art von Quarterback für die Paderborn Dolphins verpflichtet. Weber, der den Mix aus Laufspiel und Pässen sehr schätzt, meinte: „Ich bin froh, dass wir so einen netten und hochkarätigen Quarterback für die Paderborn Dolphins finden konnten. Es ist selten, dass man sich so früh einigen kann. Für uns ist dieses aber sehr gut, denn so haben wir schon frühzeitig die Möglichkeit, das Team weiter auszubauen.“
Präsident Schmidtmann ergänzte: „Ich kann wohl sagen, dass ich noch nie so früh mit einer Verpflichtung fertig war. Besonders bei der Position des Quarterbacks ist es immer schwierig. Dieses ist einfach damit begründet, dass es nicht viele gute Spieler gibt. Einen Glücksfall wie Ethan Haller, den wir schon kannten, damit kann man nie rechnen.“
Mit Jordan Moore scheint den Dolphins eine sehr gute Verpflichtung geglückt zu sein. Neben seinen guten Bewertungen seiner vorherigen Mannschaften, kann Moore gerade aus seiner Zeit an der Texas State University mit viel Erfahrung um die Ecke kommen. Für Schmidtmann und Weber ist zudem klar, dass Moore ebenfalls eine Perspektive für die Dolphins sein kann. Besonders, wenn er auch in den kommenden Jahren weiter American Football spielen wird, kann sich Schmidtmann auch eine längerfristige Zusammenarbeit vorstellen.
Björn Gorniak -Paderborn Dolphins
Die Dresden Monarchs gehören erneut zu den vier besten Footballteams Deutschlands. Nach einem klaren 43:07 Sieg im Play-Off Viertelfinale gegen die Saarland Hurricanes im Dresdner Heinz-Field müssen die Sachsen mal wieder zum Halbfinale nach Schwäbisch Hall. (14:0/15:0/7:0/7:7)

Ein souveräner Sieg war das. Es gibt keine andere Beschreibung für das, was sich den über zweitausend Fans bei nasskaltem Wetter im Dresdner Heinz-Field bot. Und doch muss man auch zugeben, dass die klar favorisierten Gastgeber ihren Gegner in diesem Spiel nach Belieben dominierten oder gar an die Wand spielten. Nein, Dresden tat was nötig war. Und Saarland, der Drittplatzierte der GFL Süd, wird sich auf der Heimfahrt über einige liegengelassene Chancen ärgern. Vor allem in Halbzeit Eins! Drei Mal standen die Gäste aussichtsreich vor möglichen Punkten. Drei Mal mussten sie den Ball unverrichteter Dinge wieder hergeben. Dresden ging wie so oft in dieser Saison gleich mit dem ersten Drive in Führung. Und das gewohnt schnell und konsequent. Runningback Joe Bergeron mit einem kurzen Lauf in die Endzone zur Führung (PAT Franz Kamel 7:0).
Dann der erste Auftritt der Canes-Offense. Und der sah sehr zerfahren aus. War es zu großer Respekt, war es Nervosität? Was auch immer, nach drei offensichtlichen Missverständnissen zwischen Quarterback Alexander Haupert und seinen Mittspielern war dieser erste Auftritt schnell beendet. Dresden war wieder am Zug und setzte zuverlässig ein. Diesmal durch Donald Russell, ebenfalls nach einem kurzen Lauf in die Endzone (PAT Kamel 14:0). Und dann kam Saarland scheinbar besser ins Spiel. Zweimal hintereinander ließ Haupert mit langen Pässen die Dresdner Verteidigung überraschend alt aussehen und stand so nur zwei Schritte vor der Monarchs Goalline. Doch da war Schluss. Dresden machte zu. Auch im vierten Versuch, den Saarland ausspielte statt auf Fieldgoal zu gehen. Die nächste Chance bot sich schneller als gedacht. Kevin Medou, Verteidiger der Canes, griff zu, als Sebastian Sagne einen Pass von Dresdens Spielmacher Brandon Connette nicht kontrollieren konnte. Aussichtsreiche Position für Saarland an der gegnerischen 25 Yard Linie. Doch wieder gab es keine Punkte. Diesmal entschied man im vierten Versuch auf Fieldgoal, doch der Kick ging rechts am Tor vorbei. Dresden legte im nächsten Versuch nach. Connette mit einem schönen Pass auf Sagne zum dritten Touchdown (PAT Kamel 21:0). Mittlerweile war man schon tief im zweiten Viertel und Saarland startete den nächsten Versuch. Der dauerte diesmal lang. Die Canes hielten den Ball jetzt besser, erkämpften sich Firstdown um Firstdown und hatten wenige Sekunden vor der Halbzeitpause zum dritten Mal die Endzone der Monarchs schon deutlich im Blick. Doch wieder wurde es nichts mit Punkten. Auch ein vierter Versuch endete mit einem unvollständigen Pass von Haupert. Firstdown Dresden – und sofort Touchdown Dresden. In der sprichwörtlich letzten Sekunde konnte sich Donald Russell die Verteidiger abschütteln und lief über fast 60 Yard ins Ziel. Der anschließende Zusatzkick ging fast schief. Trevar Deed konnte den verunglückten Snap aber retten und mit Ball in die Endzone laufen. Zwei Punkte mehr statt nur einer. Halbzeitstand 29:0.
Hätte, Wenn und Aber! Dresden machte das bemerkenswert abgeklärt ohne zu glänzen. Und Saarland konnte außer sehenswertem Bemühen nichts Zählbares beitragen. Erst tief im letzten Viertel. Davor hatte Dresdens Quarterback Connette noch zwei Touchdowns selbst erlaufen. Da war es Zeit für die redlich verdienten Ehrenpunkte. Haupert mit der Ballübergabe an Benjamin Thompson, der setzte sich schön durch und lief über knapp 50 Yard zum ersehnten Touchdown (PAT Philip Gabel). Mehr passierte nicht. Dresden schaltete spürbar ein paar Gänge runter und ließ die Backups aufs Feld. Und Saarland schien sich seinem Schicksal auch zu ergeben. Endstand 43:7!
Dresden steht völlig verdient im Halbfinale. Das findet am kommenden Wochenende statt. Der Gegner heißt zum dritten Mal hintereinander Schwäbisch Hall. Die beiden letzten Halbfinals haben die gegen Dresden gewonnen. Diesmal wollen die Monarchs den Spieß aber umdrehen!
Jörg Dreßler - Dresdnen Monarchs
Mit einem hart erkämpften 30:6 (7:0; 10:6; 6:0; 7:0) gegen die Mannschaft der Allgäu Comets aus Kempten im Play-Off Viertelfinale der GFL Saison 2016, steht das Team der New Yorker Lions zum vierten Mal in Folge im Halbfinale und damit im Spiel um den erneuten Einzug in den German Bowl. 
WR Jan Hilgenfeldt war die Liebelingsanspielstation im Angriff der Lowen (Foto: Fabian Uebe)
Über 3.200 Zuschauer sahen ein von Beginn an kampfbetontes Spiel, welches von vielen Fehlern und Strafen auf beiden Seiten geprägt war. Zusätzlich mussten die Lions auf Seiten der Defense verletzungsbedingt auf Durrell Givens und Mamadou Sy verzichten, die sich beide im letzten regulären Saisonspiel gegen die Berlin Rebels schwerer verletzten.
Die Gäste aus dem Süden Deutschlands gewannen den Coin Toss und wählten das Angriffsrecht. Mit Läufen ihres Spielmachers Cedric Townsend und Runningback Daniel Conroy, kamen die Comets bis knapp an die Mittellinie voran, dort mussten sie sich aber erstmalig per Punt vom Angriffsrecht trennen. Aber auch der erste Angriffsdrive der Hausherren gestaltete sich schwierig und es ging nur mühsam vorwärts. Pässe von Quarterback Casey Therriault auf Niklas Römer und Christian Bollmann, sowie Läufe von Runningback Jabari Johnson brachten die Löwen zwar ebenfalls bis knapp an die Mittelinie, doch ein Sack gegen Therriault vom Allgäuer Defense Liner Christian Liebold sorgte dafür, das man sich ebenfalls vom Angriffsrecht via Punt durch Christian Bollmann trennen musste. Es folgte der erste starke Auftritt der Braunschweiger Defense, die den Kemptener Quarterback Townsend unter Druck setzten und dazu zwangen, den Ball schnell loszuwerden.
Den zweiten dieser mehr unkontrolliert geworfenen Bälle konnte von Lions Saftey Christian Petersen abgefälscht und von Passverteidiger Benjamin Krahl abgefangen werden. Die daraus resultierende hervorragende Feldposition für die Braunschweiger Offense nutzte Casey Therriualt umgehend aus und bediente im dritten Spielzug des Angriffsdrive seinen Receiver Jan Hilgenfeldt mit einem 32 Yard Pass zum 7:0 (PAT T. Goebel) in der Allgäuer Endzone. Mit diesem Spielstand ging es ins zweite Quarter und einem neuen ersten Versuch für die New Yorker Lions an der 21 Yard Linie der Comets.
Nach zwei Läufen von Chris Smith bis 13 Yards vor die Endzone der Gäste, unterlief dem sonst den Überblick behaltenen Therriault sein erster und einziger Fehler des gesamten Spiels. Unter starken Druck durch die Verteidigung der Comets, warf der Spielmacher der Braunschweiger den Ball einfach in die Richtung eines schwarzen Jerseys in die Endzone der Gäste. Comets Linebacker Niall Padden sprang dazwischen und fing den Passversuch zum First Down für sein Team an der eigenen 11 Yard Linie ab. Abermals war die Verteidigung der Lions auf der Hut und zwang die Gäste umgehend zum Punt. Mit zwei langen Pässen von Therriault auf Hilgenfeldt für insgesamt 33 Yard Raumgewinn und einer Strafe über 15 Yards gegen die Allgäuer, gelangten die Lions bis kurz vor die Endzone der Bayern. Für das 14:0 (PAT T. Goebel) sorgte Casey Therriault selbst mit einem Lauf aus einem Yard.
Erneut ließ die Braunschweiger Verteidigung keinen nennenswerten Raumgewinn der Comets zu und konnte einen weiteren Sack durch Marco Köhler erzielen. Besser lief es für den Angriff der Lions. Läufe über Jabari Johnson und Pässe von Therriault auf Hilgenfeldt führten die Hausherren bis an die 12 Yard Linie der Comtes, dort verlor Chris Smith bei einem weiteren Laufversuch den Ball, der von der Defense der Gäste gesichert werden konnte. Das Momentum des Turn Over nutzten die Allgäuer umgehend aus und brachen mit ihrem Runningback Conroy durch die Reihen der Verteidigung der Löwen. Erst nach 71 Yards Raumgewinn konnte Benjamin Krahl den Tackle zum verhindern des direkten Touchdowns gegen die Ballträger der Gäste machen. Doch nur einen Spielzug später bediente Townsend den ehemaligen Braunschweiger Francis Bah mit einem 16 Yard Pass zum 14:6 (PAT nicht gut) Anschluss für die Allgäu Comets. Kurz vor Ende der ersten Halbzeit konnte
New Yorker Lions Kicker Tobias Goebel mit auslaufender Uhr den Vorsprung der Gastgeber durch ein 34 Yard Fieldgoal auf 17:6 ausbauen. Nach der Halbzeitpause übernahm die Verteidigung der Löwen endgültig die Spielkontrolle und ließ den Allgäu Comets, im speziellen Quarterback Cedric Townsend, kaum noch Zeit und Platz um zu agieren. Zwar war auch im Angriff der Braunschweiger immer noch Sand im Getriebe und es lief nicht alles rund, aber nach einem Punt im ersten Drive des dritten Spielviertels war es dann der zweite Anlauf nach einem erneute Punt der Comets, der zum Erfolg führte. Beginnend von der eigenen
41 Yard Linie, zerlegte Theriault mit vier vollständigen Pässen in Folge, davon drei auf Evan Landi, die Abwehr der Gäste. Abschließend war es die Kombination Therriault auf Römer über 37 Yards, die zum Ausbau der Führung der Lions auf 23:6 führte. Der Versuch der Two Point Conversion scheiterte knapp. Es ging ins vierte und letzte Spielviertel, aber nicht bevor es die am meisten diskutierte Szene des Spiels gab. Beim Return von Jan Hilgenfeldt nach einem weiteren Punt der Comets, wurde
New Yorker Lions Linebacker Jacob Schridde, nach einem von den Schiedsrichtern gesehenen Angriff des Braunschweiger mit dem Helm auf einen Spieler der Allgäuer, vom Platz verwiesen. Sollte die Strafe Bestand haben, würde Schridde beim bevorstehenden Halbfinale am kommenden Samstag gegen die Kiel Baltic Hurricanes fehlen. Im vierten und letzten Spielabschnitt machten die Löwen dann den Sack zu.
Mit weiter anhaltenden starken Druck gegen den Quarterback der Gäste Cedric Townsend und einer guten Passabwehr, nahmen die Braunschweiger den Gästen alle Chancen auf weitere Punkte. Allen voran der spätere Game-MVP auf Seiten der Lions, Defense End Patrick Finke. Der Angriff der Löwen kontrollierte mit Laufspiel über Chris Smith und Jabari Johnson die Uhr und konnten mit einem 28 Yard Touchdown-Lauf durch Smith den Vorsprung auf 30:6 weiter ausbauen.
Damit kommt es nun zum dritten Aufeinandertreffen mit den Kiel Baltic Hurricanes in der GFL Saison 2016 am kommenden Samstag, den 24. September (Kick-Off 18 Uhr, PreGame Party ab 16 Uhr). Bereits 2013 trafen die Mannschaften der Lions und der Hurricanes im Halbfinale der Play-Offs aufeinander. Sieger waren damals die Lions, die sich nach einer bereits deutlichen 34:7 Führung noch knapp mit 34:29 durchsetzen konnten.
Scoreboard
07:00 32 Yard TD-Pass C. Therriault auf J. Hilgenfeldt (PAT T. Goebel)
14:00 1 Yard TD-Lauf C. Therriault (PAT T. Goebel)
14:06 16 Yard TD-Pass C. Townsend auf F. Bah (PAT nicht gut)
17:06 34 Yard Fieldgoal T. Goebel
23:06 37 Yard TD-Pass C. Therriault auf N. Römer (TPC nicht gut)
30:06 28 Yard TD-Lauf C. Smith (PAT T. Goebel)
Holger Fricke - FFC Sportmanagement GmbH & Co. KG
Die Kiel Baltic Hurricanes stehen im Halbfinale um die deutsche Meisterschaft. Vor 3.812 Zuschauern im Frankfurter Volksbankstadion besiegten sie die Samsung Frankfurt Universe mit 10:3 (7:0/3:0/0:0/0:3) im Viertelfinale. In einer hart umkämpften Regenschlacht dominierten beide Verteidigungsreihen von Beginn an das Geschehen.

„Wir wussten, dass es ein umkämpftes Spiel werden würde“, so Hurricanes Head Coach Marcus Herford nach dem Spiel, „Die Wetterbedingungen waren schwierig und unsere Defense hat herausragend gespielt und heute die Last für das Team getragen.“ Entsprechend war es auch die ganze Kieler Verteidigung, die zur abschließenden Laola vor den mitgereisten Fans abklatschend an der Offense entlang lief.
Die Gastgeber erhielten als Erste den Ball, doch Kiels Brandon LeBeau fing den Pass von Marcus McDade ab und trug ihn über 40 Yards in die Endzone zum ersten und einzigen Touchdown der Partie. Beide Offensivreihen taten sich schwer gegen die dominanten Verteidigungen und in dem strömenden Regen. Mit einem Fieldgoal von Florian Dannehl bauten die Canes die knappe Führung im zweiten Quarter auf 10:0 aus.
Auch in der zweiten Hälfte sahen die Zuschauer zahlreiche Punts beider Teams, bis Frankfurt im Schlussviertel mit einem Fieldgoal die ersten Punkte des Clubs in einem Playoffspiel erzielte. Nach einem weiteren Punt der Kieler kam die Universe Offense bei noch zwei Minuten Spielzeit noch einmal in Ballbesitz, musste allerdings wie oft in der gesamten Partie mit ungünstiger Feldposition starte – in diesem Fall an der eigenen 2-Yard Line. Christoph Stamm beendete den letzten Angriff des Zweiten der GFL Süd mit einer Interception, die den Sieg für die Kieler besiegelte. So konnte die Offense der Hurricanes die letzten knapp eineinhalb Minuten die Uhr kontrollieren und den Einzug ins Halbfinale besiegeln.
Am kommenden Wochenende treffen die Hurricanes nun im Halbfinale auf den Sieger der morgigen Partie New Yorker Lions gegen Allgäu Comets. Im Falle eines Sieges des amtierenden Meisters aus Braunschweig, müssen die Canes zu den Lions reisen, sollte der Südvierte aus dem Allgäu gewinnen, hätten die Kieler als nach der regulären Saison besser Platzierte Heimrecht.
Im zweiten Viertelfinale des Samstages besiegten der Südmeister aus Schwäbisch Hall die Berlin Rebels mit 24:14 und empfangen am kommenden Samstag den Sieger der zweiten Sonntagspartie Dresden Monarchs gegen Saarland Hurricanes.
Samsung Frankfurt Universe – Kiel Baltic Hurricanes - 3:10 (0:7/0:3/0:0/3:0)
1. QTR
0:7 #5 Brandon LeBeau, Interception Return Touchdown. PAT #96 Florian Dannehl
2. QTR
0:10 #96 Florian Dannehl, 35-Yard Fieldgoal
3. QTR
keine Punkte
4. QTR
3:10 #29 Ricardo Rodrigues, 28-Yard Fieldgoal
Bettina Büll - Kiel Baltic Hurricanes
War es das schon? Natürlich, und da wollen wir auch nicht um den heißen Brei herumreden. Im ersten Relegationsspiel um den letzten Platz in der GFL-Nord für die Saison 2017 verloren die Düsseldorf Panther gegen den Meister der GFL2-Nord, die Cologne Crocodiles mit 0:34 (0:6, 0:8, 0:7, 0:14). Die über 2000 Zuschauer, die sich den Football-Klassiker im Westen im Benrather Panther-Stadion nicht entgehen lassen wollten, waren, sofern sie Anhänger der Düsseldorfer waren, fassungslos. Auch wenn noch ein Spiel zu spielen ist, und es bestimmt schon Football-Wunder gegeben hat, „Wir haben jetzt einen fürchterlichen Knock-Out bekommen, nun müssen wir wieder aufstehen und uns mit einem anständigen Spiel am 2.Oktober in Köln aus der GFL verabschieden“ realisierte Panther-Offense-Line Trainer Roland Wolff das Geschehende.

Der Rahmen im Benrather-Stadion war erstligareif: Über 2000 Zuschauer, Buden, Party und American-Feeling im ganzen Rund, jetzt ging es nur noch darum zu ermitteln, wer nächstes Jahr in der höchsten deutschen Liga spielen durfte. Die Gastgeber, die Düsseldorf Panther, die kein Spiel in der abgelaufenen Saison gewinnen konnten und auf der anderen Seite die Cologne Crocodiles, die das Momentum des Zweitliga-Meisters mit nach Düsseldorf brachten.
Vor dem Spiel mussten die Raubkatzen zwei weitere Ausfälle beklagen: Mit QB Clark Evans wurde keine Einigkeit über eine Verlängerung des Vertrages erreicht und DB Waheed Bihkh musste mit einer Knöchelverletzung passen. Da RB Geremiaha Gates mit seinen Kreuzbandrisses schon in den USA weilte, war die Düsseldorfer Offense auf den eigenen Nachwuchs geschrumpft, doch das machte sich im ersten Drive nicht unbedingt bemerkbar. Backup-Spielmacher Manuel Engelmann führte seine Mitspieler bis an die 27-Yard Linie der Domstädter, aber das anschließende 44-Yards- Fieldgoal von Daniel Schuhmacher ging leider links an den Stangen vorbei. Besser machten es die Gäste: RB James Langford bekam immer wieder den Football von seinem schnellen Quarterback Joao Krapohl überreicht, wusste damit immer was anzufangen, legte den Ball schließlich auf die 4-Yard Linie der Raubkatzen und ließ seinen Landsmann Poppy Livers sein Werk vollenden. Die Langford-Spiele gingen im zweiten Spielabschnitt weiter: Diesmal war es Ballträger Glody Ngovo vorbehalten Langfords Geschenke in der Endzone der Panther auszupacken. Kurz danach endlich die erste gute und sehenswerte Aktion der Angriffsmaschine der Hausherren.
Engelmann fasste sich ein Herz, schleuderte den Football über 40-Yards weit auf Martin Emos, der sich im Hechtsprung das Ei angelte. Nun waren die Panther am Drücker und standen kurze Zeit später vor den ersten Punkten: Schumacher kickte das Ei durch das Kölner Tor zum 3:14, doch die Schiedsrichter hatten was dagegen: Mit einer Strafe gegen die Crocos hatte Engelmann auf einmal vier neue Versuche an der Kölner 10 Yard Linie. Kurz danach der vermeidliche Touchdown der Raubkatzen, als Engelmann den Ball aus kurze Distanz in die Endzone der Domstädter rammte. Diesmal war der Schiedsrichter den Panthern nicht holt: Eine Strafe kostete den Gastgebern die sechs Punkte und das Team musste 15 Yards nach hinten. 12 Sekunden standen noch auf der Uhr, als Engelmann den Touchdown erzwingen wollte, nach außen stürmte, erwischt wurde und die Uhr zur Halbzeit herunter tickte. Warum die Panther nicht das Fieldgoal bei 12 Sekunden genommen hatten? „Der Spielzug war eigentlich ganz anders geplant, Manuel sollte schnell in die Endzone werfen“ erinnerte sich RB-Coach Francesco Mavaro an den Knackpunkt im Spiel.
Nach der Pause ging bei den Panthern in der Offense .... nichts mehr. Nur DB Michael Wallace zeichnete sich mit einer schönen Interception aus. DB Till Janssen zeigte wenig später die spektakulärste Aktion des ganzen Spiels: Ein langer Pass vom Kölner Quarterback Krapohl pflückte Janssen mit einer Hand herunter, nur... eine gelbe Flagge gegen die Düsseldorfer machte seine Aktion leider zunichte. Am Ende brachen die Raubkatzen dann völlig in sich zusammen und mussten mit dem 0:34 noch zufrieden sein.
Während die Kölner sich von den 300 Fans auf der Gegentribüne zu Recht feiern ließen, flossen auf der anderen Seite die Tränen des sehr wahrscheinlichen Abstiegs. Aber natürlich muss das Rückspiel noch gespielt werden, dass weiß auch Crocodiles Offense-Coordinator David Odenthal, der davor warnte die Panther im Rückspiel zu unterschätzen. „Im Football kann alles passieren und es kann sehr schnell gehen. Da passiert ein Fumble, eine Interception, ein Return Touchdown und dann ist wieder alles offen“ Die Panther hoffen drauf, aber es ist doch sehr unwahrscheinlich, dass das passiert. Der Zug für die GFL in der Saison ist ohne die Panther abgefahren.
Düsseldorf Panther – Cologne Crocodiles 0:34 (0:6, 0:8, 0:7, 0:14) 2000 Zuschauer
0:6 Poppy Livers
0:12 Glody Ngovo
0:14 Poppy Livers
0:20 Glody Ngovo
0:21 Florian Mentges
0:27 Poppy Livers
0:33 Max Reuter
0:34 Noah Plöttner
Marco Block - Düsseldorf Panther
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