Seniors
Die Bielefeld Bulldogs freuen sich riesig, verkünden zu können, dass sie sich mit Willie Robinson auf ein Vertragsangebot einigen konnten. Er wird der neue Head Coach für die kommenden Saisons. Bielefeld Bulldogs: "Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und wünschen Ihm viel Erfolg. Coach Robinson wird Mitte Oktober in Bielefeld erwartet."
1. AFC Bielefeld Bulldogs e.V. - i.A. André Zarnke
Die ersten News kommen direkt nach dem Saisonende der Berlin Rebels: Unsere zweite Männermannschaft geht mit einem neuen Headcoach in ihre zweite Saison in der Regionalliga.
Die Berlin Rebels freuen sich einen ihrer „Urrebellen“ noch aus den ersten rebellischen Jahren wieder in der Familie begrüßen zu dürfen.
Volker Hertzberg wird neuer HC der Berlin Rebels II.

Volker ist im American Football kein Unbekannter. Als Spieler startet er seine Karriere 1988, und wie soll es anders sein, natürlich bei den Berlin Rebels. 6 Jahre bleibt er als aktiver Spieler bei den Charlottenburgern, bevor es ihn weitertreibt und er 1995 zu den Thunderbirds wechselt. Hier agiert er nicht nur als Spieler, sondern beginnt auch schon seine Coachinglaufbahn. Aber wie heißt es so schön „Einmal Rebel, immer Rebel!“ Hertzberg bleibt den Rebels treu und kehrt als Trainer bereits 1998 zurück und holt 1998 die Meisterschaft in der GFL 2 Nord. 2001 kehrt er auch aufs Spielfeld zurück und beendet seine aktive Spielerkarriere 2003 bei den Rebels.
Als Trainer bleibt er den Rebels, bis auf einen kurzen ersten Abstecher zu den Berlin Bears, bis 2013 erhalten und coacht hier die Jugend und das GFL Seniors Team der Rebels. 2014 geht er als Headcoach zu den Berlin Bears und bleibt dort für 3 Seasons. Nun geht’s wieder zurück zu seinen Wurzeln nach Charlottenburg und Volker übernimmt das Team der Berlin Rebels II. 2016 sind die Jungs in die 3. Liga aufgestiegen und greifen 2017 zur zweiten Runde an. Wir haben Volker zum Interview gebeten und er stand uns sehr gern Rede und Antwort!
Volker erzähl uns etwas über deine Footballlaufbahn?
Ich bin ein „Spätzünder“ was den American Football betrifft.
Erst mit 23 Jahren begann ich als Spieler bei den Berlin Rebels, die sich zwei Jahre zuvor gegründet hatten. Als Spieler schaffte ich insgesamt 10 Seasons, wobei am eindrücklichsten die letzten drei Jahre (2001-2003) waren.
Nachdem wir 1998 die Meisterschaft in der 2. Bundesliga Nord gewannen aber den Aufstieg in die 1. Liga verloren, zog sich das Team zu 1999 zurück.
Es blieb eine extrem starke Jugendmannschaft übrig, die ich 2000 zusammen u.a. mit „Ecki“ Rankl (damaliger HC) trainieren und begleiten durfte. Wir gewannen die deutsche Meisterschaft und standen vor dem Problem, dass für unsere Seniors kein Männerteam mehr vorhanden war. Kurzerhand zogen wir „Alten“ die Sachen nochmal an und gründeten die Berlin Rebels Männermannschaft neu.
Guckt mal in die Sprecherkabine bei Spielen des GFL Teams, da steht Uli Maaß, mit dem ich dann 2001 nochmal antrat.
Wir stiegen wiederholt auf und 2005 schafften wir den Sprung in die 2. Bundesliga.
2007 scheiterten wir knapp gegen Kiel und konnten nicht gegen Düsseldorf um den freien Platz in der GFL spielen. Danach brauchte ich eine Pause, bevor ich mich mit den Berlin Bears wieder als Trainer aktiv zeigte.
Da mich mit Kim Kuci eine Freundschaft verbindet –schließlich kam er 1992 als Jugendspieler in unser Männerteam und war auch 1998 Spieler bei uns, als wir Zweitligameister wurden- folgte ich ihm 2012 zu den Rebels in die GFL.
Arbeitsbedingt musste ich kürzer treten und unterbrach meine aktive Zeit nochmal, bevor mich die Berlin Bears im Sommer 2014 erneut aus dem „Vorruhestand“ holten.
Jetzt haben wir die Zusammenarbeit beendet und ich kehre noch einmal zu den Berlin Rebels zurück. Diesmal als HC der 2. Mannschaft.
Was für Wünsche und Vorstellungen hast du für die Berlin Rebels II?
Nach den sehr intensiven letzten Jahren, möchte ich ein stabiles und dann erfolgreiches Programm aufstellen, in welchem sich Spieler, Trainer und Verein gleichermaßen wiederfinden. Dafür ist es notwendig, dass alle Beteiligten erkennen, was investiert werden muss und bereit sind, das auch zu tun.
-Der Verein/Organisation, der die Hilfe anbietet und die Voraussetzungen schafft, die für eine Mannschaft notwendig sind. Der ansprechbar und anwesend, einfach erreichbar.
-Spieler, die bereit sind, zu trainieren und ihre Energie einzubringen und erkennen, dass es auf sie ankommt, ob ein Programm erfolgreich ist oder nicht.
Regelmäßiges und gutes, inhaltsreiches Training ist Grundlage sportlichen Erfolgs.
-Trainer, die Lust und Leidenschaft haben, im Team zu arbeiten, dabei zuverlässig sind, um gemeinsam besser und damit erfolgreich zu werden. Verantwortung erkennen und zu übernehmen.
Sportlicher Erfolg ist also ein Dreiklang. Fehlt eine der genannten Komponenten, kann eine Idee in sich zusammen brechen und zurück bleiben traurige und müde Gesichter.
Was ist dein Ziel mit dem Team?
Als diesjähriger Tabellenletzter (2-8) ist das erste sportliche Ziel klar...
Wenn es bleibt, wie man aktuell diskutiert, können wir auch in 2017 in der Regionalliga Ost antreten, dann gäbe es eine schwere aber sehr reizvolle Aufgabe.
Wobei ich betonen möchte, dass die mir vorgegebene Ausrichtung nicht primär am sportlichen Erfolg ausgerichtet wird. Wir sind als Team II das Bindeglied zwischen der A Jugend und dem GFL Team, damit Teil einer Gemeinschaft, in der es wichtig ist, Spieler für den Gesamtverein auszubilden, jungen Sportler den Sprung in die Männerteams zu ermöglichen und somit den „drop out“ zu minimieren.
Des Weiteren wollen wir die Spieler des Teams II näher an das GFL Niveau bringen.
Es wird die Möglichkeit für Spieler des Teams II geben, sich im Team I zu versuchen und in der GFL zu zeigen.
Andererseits gibt es Sportler, die die Anstrengung für ein GFL Team nicht mehr bringen wollen oder können. Diese Sportler haben die Chance, sich in der sehr wohl niveaustarken Regionalliga zu zeigen.
Was sind deine Pläne bezüglich des Coaching Teams der Berlin Rebels II?
Zusammen mit Sportdirektor Dogan Özdincer und Teammanager Alex Lück stellen wir ein komplettes Trainerteam auf, um jede Position zu „teachen“ und zu verbessern.
Es soll keine Abstriche an der Qualität des Trainings geben, im Gegenteil, wir wollen uns dem GFL Niveau annähern.
Wir haben mit Team I einen Play-off Teilnehmer, also eine Mannschaft, die zu den besten acht Deutschlands gehört. Es ist doch klar, dass wir uns eng vernetzen wollen, das Wissen der Trainer nutzen und, darauf freue ich mich ganz besonders, ein gemeinsames Playbook in beiden Teams zu spielen. Das ist konsequent, wenn man Spielern die Chance geben möchte, sich gut zu präsentieren.
Was für Projekte gibt es in der kommenden Saison für die Jungs?
Es gibt einige Projekte für das Team II.
Neben internen, teambildenden Ideen, wird es im nächsten Frühjahr ein Trainingslager geben. Außerdem ein hochwertiges Pre-Season Game, eine gemeinsame „Superbowl-Party“ und ein Tagesturnier –Pass-Football- wo wir als Ausrichter andere Teams einladen, im 7 on 7 Modus zu spielen.
Wir freuen uns sehr, dass du wieder da bist Volker und danken dir für das Interview.
Wir dürfen gespannt sein, was die neue Saison für das zweite Team der Rebels bringt und sind sehr froh einen „HerzensRebel“ wie Volker wieder dabei zu haben.
Anne Kadler - Sport-Club Charlottenburg e.V. Berlin Rebels
Vor einer großen Kulisse von 650 Zuschauer lieferten sich die Wuppertal Greyhounds am vergangenen Samstag gegen die Mülheim Shamrocks einen wahren Footballkrimi und gewannen letztlich mit 14:08 und schoben sich somit vorerst an die Tabellenspitze der Verbandsliga Ost.
Stark dezimierte Wuppertal Greyhounds zeigten gegen die Mülheim Shamrocks großes Kämpferherz.
Es sollte die Revanche zum Hinspiel werden, welches unter..naja..seltsamen Umständen mit 24:21 gegen die Shamrocks verloren wurde. Und nach vier Siegen in Folge mussten genau in diesem Spitzenspiel die Greyhounds etliche Absagen durch Verletzungen und Urlaub von Spielern verkraften. Unter anderen musste QB Philipp Czampiel ersetzt werden.
Die Vorzeichen auf eine Revanche waren dementsprechend nicht optimal. Jedoch zeigten die Wuppertal Greyhounds gerade in diesem Spiel ihren Teamgeist und eine ganz große Kämpferische Einstellung. So führte QB Florian Körber seine Offense bis auf ganz wenige Fehler sicher und ruhig durchs Spiel und konnte im dritten Quarter mit einem phänomenalen Lauf über 80 yards den Spielentscheidenden TD selbst erzielen.
Die Defense der Greyhounds wusste trotz etlicher Ausfälle dass es heute auch ganz besonders auf eine starke Abwehrleistung ankommt und setzte früh im ersten Quarter das erste Highlight. Safety Tobias Ehrchen fing einen Pass des gegnerischen Quarterbacks ab und trug ihn unter lautstarken Jubel der Zuschauer über 50 yards bis in die Endzone der Shamrocks und brachte somit sein Team mit 7:0 (PAT Fabian Müller) in Führung.
In weiteren Verlauf konnte sich kein Team entscheidend in Szene setzen, zu stark waren die Abwehrreihen auf beiden Seiten. Kurz vor der Halbzeit dann ein sehenswerter Drive der Greyhounds und man stand an der 9 yards Linie der Shamrocks. In dieser Situation leisteten sich die Bergischen unglücklicherweise einen Fumble, der von den Gästen aus Mülheim gesichert werden konnte.
In Folge zeigten die Gäste ihren besten Drive des Spiels. Mit Variantenreichen Spiel wurde das gesamte Feld überbrückt und die Shamrocks konnten sogar mit einem Lauf die Endzone erreichen. Da auch die TPC gut war, stand es zur Halbzeit 07:08 aus Sicht der Greyhounds. HC Otto..kurz vor der Pause hätten wir mit 14:00 in Führung gehen können. Der Rückstand war so kurz vor der Halbzeit schon ein kleiner moralischer Dämpfer für das Team so Otto weiter.
Doch mit Beginn der zweiten Halbzeit zeigten die Greyhounds ihren Kampfeswillen. So war es QB Florian Körber, der mit einem grandiosen 80 yards Lauf früh im dritten Quarter die Endzone des Gegners erreichte und sein Team mit 14:08 (PAT Fabian Müller) abermals in Führung brachte.
Und spätestens ab jetzt entbrannte ein spektakulärer Kampf um jeden Zentimeter Raumgewinn. Es entwickelte sich ein sehr hartes aber jederzeit fair geführtes Spiel zweier Teams auf Augenhöhe welches von der sehr guten Schiedsrichter Crew geleitet wurde. So wurden im gesamten Spiel gerade einmal 60 yards Strafen pro Team ausgesprochen.
Kurz vor Ende des Spiels konnten die Gäste aus Mülheim nochmals die Redzone erreichen. Die Defense kämpfte verbissen. Mittlerweile mussten weitere Spieler ersetzt werden. LB Philipp Knühmann (Bänderdehnung) und DE Keven Losch (Rippenprellung) konnten nicht mehr helfen. Auch DB Schneider und Ehrchen mussten verletzungsbedingt passen.
Doch das Team stemmte sich gegen die noch drohende Niederlage. Nachdem die Gäste durch Strafen bis zur 30 yards zurück geworfen wurde, nun der letzte und entscheidende First Downs der Shamrocks. Schnell konnten die ersten drei Versuche gestoppt werden. Im letzten Versuch ein langer Pass der Shamrocks in die Endzone. Safety Fabian Müller erkennt die drohende Gefahr und erreichte im letzten Moment den Ball vor dem empfangsbereiten Receiver und schlägt diesen ins Aus. Die 650 Zuschauer im Stadion Gelben Sprung stehen Kopf. HC Otto..was eine Kulisse, was für Fans. Die Greyhounds knien ab und gewinnen mit 14:08 gegen die Mülheim Shamrocks.
Dieser Sieg ist uns enorm wichtig so HC Otto. Zum einen bewahren wir unsere Chance auf den Aufstieg. Desweiteren war es der erste Sieg überhaupt gegen die Mülheim Shamrocks und dadurch sind wir nun seit zwei Jahren Zuhause ungeschlagen so Otto weiter. Die Wuppertal Greyhounds haben nun lediglich eine Woche Zeit um die vielen Verletzungen zu kurieren.
Am Sonntag 02.10. bestreiten die Bergischen dann ihr letztes Saisonspiel bei den Rheine Raptors.
Vorzeigespiel im letzten Spiel der ersten Saison
Fighting Miners tackeln einen Cologne Ronin (Foto: Thomas Funk)
Bei sonnigen 25 Grad verfolgten über 400 Zuschauer das letzte Spiel der Fighting Miners gegen die Cologne Ronin vor heimischen Publikum in dieser Saison. Im ersten Quarter konnten sich die Fighting Miners mit einem starken Laufspiel sich mit 7:0 durchsetzen. Diesen bauten sie im zweiten Quarter auf 13:6 aus.
Die Cologne Ronin tauschten den Quarterback Norman Jankowski #11 gegen Jeremy Davis #8 der die Cologne Ronin ins Spiel zurückbrachte. Die Gäste kämpften sich erfolgreich zurück und gingen mit 13:22 in Führung. Im letzten Quarter erlebten die Zuschauer und Spieler ein Wechselbad der Gefühle. Dabei gelang es den Gastgeber erst in den letzten Minuten mit zwei Touchdowns das Spiel, unter massiver Anfeuerung des heimischen Publikums, zu drehen und den Sieg mit 26:22 zu erringen. Damit haben die Fighting Miners in ihrer ersten Saison den dritten Tabellenplatz in der 6. Liga NRW-Süd erkämpft.
„Wir haben heute ein Vorzeigespiel gesehen, bei dem fairen, harten und emotionalen Kampf um den Sieg wurde alles geboten. Dies war beste Werbung für den American Football.“ so der Head Coach Frank Keichel von den Cologne Ronin. „Ich bin einfach nur super glücklich auf dieses Team, in der der Spaß am Sport im Vordergrund steht. Ab Montag geht für uns die Vorbereitung auf die nächste Saison los.“ so Head Coach Marco Ruth. Der zweite Vorsitzende des TB 06 Witterschlick, Micheal Arenz, beglückwünschte die Mannschaft für diesen besonderen Erfolg.
Turnerbund 1906 Witterschlick e. V. - Thomas Funk
Die Dresden Monarchs haben erneut den Einzug in den German Bowl verpasst. Zum dritten Mal hintereinander mussten sie sich im Halbfinale den Schwäbisch Hall Unicorns geschlagen geben. Am vergangenen Samstag unterlagen sie beim Südmeister mit 35:26 (7:7/14:0/0:10/14:9).

Gibt es so etwas wie einen Football-Fluch? Hat einer der Monarchs vor Jahren mal in Schwäbisch Hall einen Salzstreuer umgeworfen? Oder einen Hotelspiegel zerbrochen? Angesichts der Tatsache, dass die Footballer aus Dresden nun schon zum dritten Mal in Folge zu einem Halbfinale in Schwäbisch Hall antreten mussten und sich die Unicorns genauso oft als unüberwindbar auf dem Weg zur ersehnten zweiten German Bowl Teilnahme erwiesen, muss einen Monarchs Fan an realer Gerechtigkeit zweifeln lassen. Und doch sollte man nach dieser erneuten Niederlage klar aussprechen: Da war kein böser Zauber, kein dunkler Lord, kein finsterer Fluch. Die Schwäbisch Hall Unicorns waren einmal mehr das bessere Team und damit verdienter Sieger. Und das mit ganz irdischen, sportlichen Mitteln. Das Team war einfach abgeklärter. Was nicht heißt, dass Dresden gänzlich chancenlos, oder gar komplett unterlegen war. Keineswegs.
Hall war gleich zu Beginn in Führung gegangen. Quarterback Marco Ehrenfried konnte nach einem guten ersten Drive seinen Receiver Aurieus Adegbesan völlig freistehend in der Endzone mit einem Pass zum ersten Touchdown bedienen (PAT Tim Stadelmeyr 7:0).
Dresden braucht etwas um ins Spiel zu kommen. Die Offense um Spielmacher Brandon Connette musste nach nur wenigen Spielzügen den Ball wieder abgeben. Und erhielt ihn der Defense sei Dank schnell wieder. Trevar Deed konnte bei einem langen Laufspielzug von Halls Runningback Anthony Bilal den Ball freischlagen. Dresdens Offense also erneut am Ball. Und diesmal mit der nötigen Konzentration und Konsequenz. Connette mit einem wunderbaren 34 Yard Pass auf Sebastien Sagne zum Ausgleich (PAT Franz Kammel 7:7).
Das folgende zweite Viertel gehörte dann ganz den Gastgebern. Auffallend stark agierte deren Defense. Vor allem mit der schnellen, aggressiven Passverteidigung hatte Dresdens Offense sichtbar Schwiergkeiten. Quarterback Connette konnte selten mit Ruhe agieren, stand oft schnell unter Druck und musste improvisieren. Halls Offense dagegen zeigte alle Quallitäten. Sicher, Dresdens Verteidigung verlangte mehr von ihnen, als in manch einem Spiel der laufenden Saison gegen andere Teams aus der GFL Süd. Doch das Team um Quarterback Ehrenfried zeigte sich bemerkenswert konzentriert und stark. Folgerichtig zog Hall noch vor der Pause davon. Zwei Touchdowns von Bilal und Ehrenfried plus die nötigen Extrapunkte von Kicker Stadelmayr – Halbzeitstand 21:7 für die Unicorns.
Nach der Pause arbeitete sich Dresden dennoch wieder heran. Zunächst mit einem Fieldgoal von Florian Finke zum 21:10. Wenig später eroberte erneut die Defense mit einem abgefangenen Ball das Angriffsrecht zurück. Und Dresden legte nach: Touchdownpass von Connette auf Hendrik Hinrichs zum 21:17 (PAT Kammel). Es folgte ein Schlussviertel mit offenem Schlagabtausch. Hall baute zunächst die Führung aus. Patrick Donahue fing einem Pass von Ehrenfried zum erneuten Touchdown in der Endzone (PAT Staelmayr 28:17). Doch Dresden antwortete umgehend: Connette mit einem schnellen Pitch auf Runningback Donald Russell, der über reichlich 50 Yard mit dem Ball in die Endzone sprintete. Anschließend versuchte Dresden mit einer Conversion den Rückstand auf drei Punkte zu verringern. Das gelang nicht: Zwischenstand 28:23. Und noch einmal eroberte Dresden den Ball vor der Zeit zurück. Gleich im anschließenden Kick Off verlor Donahue den Ball Mitte der eigenen Hälfte. Dresdens Matthias Meinel warf sich geistesgegenwärtig drauf und schon bekam die Monarchs Offense die Chance das Spiel zu drehen. Doch das Gegenteil passierte. In den folgenden Minuten kippte das Spiel endgültig auf die Seite des Südmeisters. Dresden gelang es nicht mit einem Touchdown die Führung zu ergattern. Nur ein Fieldgoal von Florian Finke zum 28:26 sprang heraus. Und im folgenden Kick Off machte Patrick Donahue seinen zuvor gemachten Fehler eindrucksvoll vergessen: Return über 100 Yards zum finalen Touchdown für Schwäbisch Hall (PAT Stadelmayr 35:26). Das war der Sargnagel für Dresden. Noch waren gut sieben Minuten zu spielen, doch es gelang nichts Zählbares mehr. Schwäbisch Hall stand als verdienter Sieger und damit German Bowl Teilnehmer fest.
„Es ist schwer durch die Enttäuschung über die verpasste Chance den Erfolg einer sehr guten Saison zu sehen. Und doch war es genau das - eine erneut großartige Saison für uns alle!“ gibt sich Monarchs Cheftrainer John Leijten optimistisch, „Ich bin sehr stolz auf meine Jungs, danke jedem Einzelnen und hoffe wir nehmen so genügend Motivation für die nun bevorstehende Offseason mit. Ein besonderer Dank auch an unseren Fans, die uns so unermüdlich sowohl zu Hause als auch in der Ferne unterstützt haben! “ so Leijten weiter.
Zum fünften Mal hintereinander gehörten die Sachsen zu den vier besten Teams in Deutschland und standen verdient im Halbfinale. 2017 beginnt eine neue Saison und ein neuer Angriff der Königlichen!
Jörg Dreßler - Dresden Monarchs e.V.
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