Seniors
Die Hamburg Huskies sind mit einer Niederlage in die neue GFL-Saison gestartet. Gegen das Team der Berlin Adler kassierten die Hamburger vor 733 Zuschauern im Hammer Park eine 8:30-Pleite.
Foto Zelter Media: Josh Hartigan tankt sich durch die Berliner Defense
„Die erste Halbzeit haben wir komplett verschlafen“, so ein frustrierter Huskies-Head Coach Sean Embree. „Wir hatten nicht die richtige Einstellung zum Spiel und viele Unzulänglichkeiten.“ Vor allen in der Offensive passte bei den Huskies gar nichts. Weder Lauf- noch Passspiel konnten etabliert werden, dazu wurde Quarterback John Uribe immer wieder von den Berliner Abwehrspielern zu Boden gebracht. Embree: „Er hat eigentlich gut gespielt, nur keine Anspielstationen gefunden.“ Besser machten es die Berliner, zogen schon im ersten Quarter auf 16:0 davon. Die einzigen Punkte der Hamburger brachte Wide Receiver Maximilian Donalies im zweiten Quarter aufs Scoreboard, als er einen 10-Yards-Pass von John Uribe in der Endzone fing. Nassim Amroun war dann mit der Two-Point-Conversion erfolgreich.
Im zweiten Spiel-Abschnitt hatten sich die Schlittenhunde besser auf den Gegner eingestellt, Zählbares für die Hanseaten kam dabei aber nicht heraus. Im Gegenteil: Am Ende punkteten noch einmal die Adler zum Endstand. Embree: „Wir werden auf jeden Fall das Training intensivieren, damit wir besser werden.“ Schon am Sonntag sammelt er sein Team wieder um sich...
Scores Hamburg Huskies:
- Maximilian Donalies – 6
- Nassim Amroun - 2
Thomas Köhn - Hamburg Huskies American Sports e.V.
Nach über einem Jahr intensiver Planung und viel investierter Arbeit, mussten die Assindia Cardinals das für den 30. April 2017 terminierte Freundschaftsspiel gegen die Tel Aviv Pioneers absagen.

Es sollte ein besonderes Event werden, für das die Cardinals in das große Stadion Essen umgezogen wären. Das Team der Pioneers wäre 5 Tage in Essen geblieben und es standen -neben gemeinsamen Trainingseinheiten- viel kulturelle und vor allem die städtepartnerschaftliche Freundschaft vertiefende Aktivitäten auf der Agenda. Das Spiel im Stadion Essen wäre der sportliche Höhepunkt des Aufenthalts der Pioneers geworden, zu dem selbst der israelische Botschafter aus Berlin angereist wäre.
"Wie so oft, scheiterte es am Geld. Wir konnten einige Partner für das Projekt gewinnen, aber letztendlich blieb eine Deckungslücke von rd. 15.000 €. Hier konnten wir nicht guten Gewissens das Risiko auf dem Verein Lasten lassen. Bei ursprünglichen Kosten von knapp unter 100.000 € haben wir unser Möglichstes getan, um das Event zu realisieren. Wir haben Kosten gesenkt, Gelder generiert, doch am Ende hat es nicht gereicht. Unterstützung durch das Land blieb ebenso aus, wie Förderung von Stiftungen oder Unternehmen, von denen wir es ehrlich gesagt nicht erwartet hätten. Natürlich war das Footballspiel der Fokus, aber die internationale Begegnung der beiden Kulturen, das Kennenlernen auf der sportlichen Ebene zwischen den Partnerstädten war der eigentliche Hauptanlass. Hier kann der Sport und insbesondere der Mannschaftssport Football auf direkter Ebene sehr viel mehr leisten, als manch anderes. In den letzten Jahren sind Aktivitäten zwischen Partnerstädten insgesamt etwas eingeschlafen, obwohl diese in den letzten Jahrzehnten sehr viel zur Völkerverständigung beigetragen haben. Das wollten wir wiederbeleben", erläutert, sichtlich enttäuscht, Cardinals Präsident Wilfried Ziegler.
"Wir hätten uns sehr gefreut, im Stadion Essen Football zu zeigen. Mit dem erwarteten ca. 3.000 Zuschauern im Stadion und mit dem geplanten Internet-Live-Stream hätten wir weltweit auch einige zehntausend Zuschauer gehabt und es wäre eines der Sport-Highlights der Stadt in diesem Jahr geworden. Ob wir für das nächste Jahr einen neuen Anlauf wagen, kann ich noch nicht sagen. Auf der einen Seite sitzt der Stachel der Enttäuschung sehr tief, auf der anderen Seite will man sich nicht geschlagen geben!"
Nun gilt es für die Cardinals, sich auf die anstehende Saison final einzustellen, denn hier warten genügend Herausforderungen auf sie.
Janis Evers - Essen Assindia Cardinals
Football ist coming home: Vor über sieben Monaten flog das "Ei" zuletzt am Buniamshof. Am Samstag ist es endlich wieder soweit. Um 15:00 Uhr haben die runderneuerten Lübeck Cougars die Bonn Gamecocks zu Gast. Ein Match, das zuletzt immer viele Punkte versprach.
Foto: Oliver Jungnitsch
Die Ausgangslage:
Der erste Spieltag und die Cougars - es ist keine Liebesbeziehung. Seit der Rückkehr in die Bundesliga 2002 gab es nur vier Siege zum Saisonauftakt. Das letzte Mal durften die "Berglöwen" 2013 zum Ligastart jubeln (63:0 gegen Rostock). Ansonsten setzte es zehn Niederlagen, einmal spielten die Cougars unentschieden.
Der Gegner:
Die Bonner, die in den Jahren zuvor oft knapp am Abstieg vorbei geschrammt waren, landeten 2016 einen Platz hinter den Cougars auf Rang fünf. Ihren größten Erfolg feierten die Gamecocks 2011 mit dem Gewinn der Regionalliga-Meisterschaft, 2013 feierten sie mit dem vierten Platz in der GFL2 ihr bestes Resultat in der zweithöchsten deutschen Spielklasse. Über den Kader 2017 ist bei den Gamecocks unterdessen bislang kaum etwas bekannt geworden. Angeführt werden soll die Mannschaft aber von dem kanadischen Quarterback Drew Burko (University of Saskatchewan). Auch gab es kein Testspiel der Rheinländer, so dass die Cougars eine wahre Wundertüte am Buniamshof erwartet.
Die Cougars bangen um die Einsätze von den Tight Ends Marlon Mau und Berend Grube sowie von Linebacker Jonas Tykfer. Ausfallen werden dagegen definitiv Die Defense-Asse Philipp Jareschewski und Arman Taherkhani.
Rund ums Spiel:
Tickets und Dauerkarten gibt es im Vorverkauf am Freitag im Ristorante San Remo an der Obertrave. Außerdem auch an der Tageskasse. Erwachsene zahlen 10 Euro, ermäßigt 6 Euro. Kinder unter 13 Jahren haben freien Eintritt.
Jan Wulf - Lübeck Cougars
In einer bis zur letzten Sekunde spannenden Partie verloren die Wuppertal Greyhounds bei den Gelsenkirchen Devils mit 23:16

Vor gut besuchter Kulisse konnten die Greyhounds noch einmal gegen einen starken Gegner testen. Vor dem Ligastart am 13.05.2017 waren die Wuppertaler beim alljährlichen Gelsenbowl der Gelsenkirchen Devils, dabei spielten sie ganz befreit und mit viel Spielwitz. Quarterback Florian Körber führte schon im ersten Drive seine Offense hervorragend über das Feld. WR Alexander Weise brachte mit einem wunderschönen gefangenen Pass in der Endzone die ersten Punkte auf das Scoreboard (00:06, PAT failed).
Die Defense der Bergischen zeigte eine bärenstarke Vorstellung und kontrollierte die Offense der Gastgeber in ersten Halbzeit fast durchgehend. Im ersten Quarter konnte die Defense durch einen Safety auf noch auf 00:08 erhöhen.
Im zweiten Quarter gelang den Devils durch ein Field Goal die ersten Punkte (03:08 Halbzeitstand). Die zweite Halbzeit begann für die Greyhounds nicht vielversprechend. Durch einen schönen Pass mit anschließendem Extrapunkt konnten die Devils mit 10:08 in Führung gehen. Zu Beginn des letzten Quarters wiederholten die Gastgeber diesen Spielzug (langer Pass in die Endzone) So gingen die Gelsenkirchener mit 16:08 (PAT failed) in Führung.
Die Greyhounds ließen sich jedoch davon nicht beeindrucken. Florian Körber (QB) passte zum Touchdown auf seinen WR Alexander Weise. Der TPC glückte durch RB Kevin Knevel zum 16:16 Ausgleich.
Danach entbrannte ein verbissener Kampf um den Sieg. Beide Teams spielten quasi mit offenem Visier und wollten den Sieg nun erzwingen. Nachdem die Devils einen vierten Versuch erfolgreich zum First Down umsetzen konnten und noch eine 15 Yards Strafe der Greyhounds dazu kam, standen die Gastgeber an der 20 Yards der bergischen Endzone. Und wiederum durch einen schönen Pass erzielten die Devils 30 Sekunden vor Ende der Partie Ihren letzten TD (PAT gut) zur 23:16 Führung. Im letzten Drive konnten die Greyhounds zwar in zwei Spielzügen nochmals 40 yards überbrücken, mussten aber im allerletzten Spielzug eine Interception der Devils hinnehmen, und verloren somit das Spiel mit 23:16.
HC Otto nach dem Spiel: "Als erstes bedanken wir uns bei den Gelsenkirchen Devils für die Einladung sowie für das faire, spannende und gute Spiel. Schon in den letzten Jahren hatten wir stets in der Vorbereitung gegeneinander ein Scrimmage oder ein Freundschaftsspiel, die Devils sind eine super nette Truppe. Sportlich waren wir im Soll. Wir sind zwar etwas dezimiert ins Spiel gegangen, aber das Spiel zeigt das wir durchaus eine gute Qualitative Tiefe haben. Wir haben uns keinen Druck gemacht, haben alle Spieler eingesetzt und haben als Team überzeugt."
In dieser Woche macht das Herrenteam der Greyhounds eine trainingsfreie Woche. Danach werden sich die bergischen in den letzten drei Wochen bis zum Ligastart Zuhause gegen die Mülheim Shamrocks nochmal richtig sortieren und versuchen den letzten Feinschliff zu integrieren.
Dirk Sosnowsky - 1. AFC Wuppertal Greyhounds
Am kommenden Samstag (22. April, Kick-Off 15 Uhr, Sportpark Sloten, Amsterdam, Niederlande) ist es endlich wieder soweit und das Football-Ei fliegt auch für die New Yorker Lions in die neue Saison 2017. Gegner sind erstmalig in der 30-jährigen Geschichte der Lions das Team des niederländischen Rekordmeisters, die Amsterdam Crusaders. Insgesamt 18-mal (1987 -1991,1993, 1998, 1999, 2002 - 2006, 2008 - 2010, 2015, 2016) konnten die Crusaders bisher den nationalen Titel im Nachbarland gewinnen.

Foto: Michael Zelter (Zelter Media)
Dazu kommt zwei Mal der Erfolg im Eurobowl zu Beginn der 90er Jahre (1991, 1992). Damit stehen sich am kommenden Samstag zwei geschichtsträchtige Teams mit insgesamt 29 nationalen und sechs europäischen Titeln gegenüber. Wie bereits in den vergangenen zwei Jahren ist das BIG6-Spiel, für die Mannschaft von Head Coach Troy Tomlin, der Auftakt in eine bevorstehende lange Saison ohne jegliches Vorbereitungsspiel. Zwar bereiteten sich die New Yorker Lions in mehreren Mini-Camps in den letzten Wochen akribisch auf das kommende Spiel gegen die Amsterdam Crusaders und die kommenden Aufgaben vor, doch kann ihr Gegner aus Amsterdam schon auf insgesamt sechs Spiele in der niederländischen ersten Division zurückblicken, von denen sie alle deutlich für sich entscheiden konnten. So erzielte der Angriff der Crusaders im Schnitt 5 Touchdowns pro Spiel und auf Seiten der Verteidigung konnten man sogar eine nahezu weiße Weste behalten und ließ in der gesamten bisherigen Saison nur einmal zu, das ein gegnerisches Team punktete.
Das Team aus Amsterdam ist gespickt mit niederländischen Nationalspielern wie z.B. Passverteidiger Nicky Bakker oder Runningback Miguel Castelen. Aber auch auf Seiten der Imports brauchen sich die Crusaders nicht zu verstecken. So haben sie auf der Position des Quarterbacks mit Keith Ray einen kompletten Spielmacher der nicht nur mit seinem Wurfarm, sondern auch zu Fuß äußerst gefährlich ist. So war er im letzten Jahr in der zweiten polnischen Liga als Spielmacher der Tychy Falcons für nahezu 4.000 Yards Raumgewinn und insgesamt 53 Touchdowns verantwortlich, wobei er 1.500 Yards und 15 Touchdowns selbst erlaufen konnte.
Im zur Seite steht mit Janawski Davis ein Wide Receiver, der sein Handwerk an der Murray State University erlernte. Auf Seiten der Defense stechen im Besonderen die beiden US-Amerikaner Passverteidiger Leo Watkins (Winona State) und Defense Liner Yusef Rodgers hervor. Das die Mannschaft aus der niederländischen Metropole auch außerhalb ihres Heimatlandes mithalten kann bewiesen die Crusaders im letzten Jahr, als sie für alle überraschend die Kiel Baltic Hurricanes auf deren heimischen Platz mit 31:24 in der Verlängerung besiegen konnten. Als Ergebnis dieses Resultats zogen die Niederländer verdient in das EFL-Finale gegen die Frankfurt Universe ein. Im Finale gegen die Frankfurter mussten man sich zwar letztendlich mit 35:21 geschlagen geben, zeigte aber das gesamte Spiel über einen großen Kampf gegen den späteren Meister der GFL Süd 2016.
Die Coaching Crew der New Yorker Lions um Head Coach Troy Tomlin hatte die schwere Aufgabe alleine 20 Neuzugänge in das Team des Rekordmeisters und Eurobowl-Titelverteidiger für die Saison 2017 zu integrieren. Die meisten Neuzugänge gab es dabei auf Seiten der Verteidigung, wobei so wichtige Spieler der letzten Jahre wie Sorie Bayoh, Durrell Givens oder auch Mamadou Sy ersetzt werden mussten. Diese Aufgabe sollen u.a. der finnische Linebacker Roni Salonen (2016 Swarco Raiders Tirol / Helsinki Roosters) und die beiden US-Amerikaner Defense Line Spieler Robert Kitching III (UMass) und Passverteidiger Jonathon Rollins (Western Illinois) übernehmen.
Aber auch nationale Routiniers wie Kerim Homri, Jacob Schridde, Tissi Robinson oder Christian Petersen sind weiter an Bord. Auf Seiten des Angriffs ist das Gros des Teams aus der Saison 2016 zusammen geblieben. Hauptveränderung zu den letzten Jahren ist, das Meister-Quarterback Casey Therriault erstmalig von Beginn an dem Team der Lions zur Verfügung steht. Ihm zur Seite steht im Backfield nach wie vor David McCants auf der Position des Runningback, welcher in diesem Jahr von Neuzugang Stacey Bryant (2016 Berlin Rebels) unterstützt wird.
Bei den Passempfängern stehen Therriault weiterhin mit Christian Bollmann, Niklas Römer und Jan Hilgenfeldt das “Who des Who“ bei den nationalen Receivern zur Verfügung.
Ergänzt wird das „Trio Infernale“ durch Nathaniel Morris, der bei den Lions die Lücke von Evan Landi stopfen soll. Morris, im letzten Jahr noch im Jersey der Frankfurt Universe bester Passverteidiger der GFL, wechselt somit bei den Lions in die Rolle des Angreifers.
Zusammengeblieben ist ebenfalls die starke Offense Line der Löwen, die in 2016 nur 19 Sacks gegen ihren Spielmacher zuließ und damit zu den Top-Linien der GFL gehörte. In wie fern das Team der New Yorker Lions gleich seinen Rhythmus im Spiel gegen die Crusaders finden wird bleibt abzuwarten, auf alle Fälle können sich alle Fans des europäischen Footballs auf ein spannendes und ggf. auch hart umkämpftes Spiel einstellen, in dem sich die beiden Teams nicht schenken werden. Der Sieger der Partie hat die besten Aussichten sich für das Finale um den Eurobowl XXXI zu qualifizieren, auch wenn für beide Mannschaften abschließend noch jeweils das Spiel gegen die Badalona Dracs aussteht.
Die New Yorker Lions bestreiten bereits am 29. April ihr Heimspiel gegen den amtierenden spanischen Meister zum Heimspiel-Auftakt im Braunschweiger Eintracht Stadion
(Kick-Off 18 Uhr, Pre-Game Party ab 16 Uhr). Die Amsterdam Crusaders folgen am 13. Mai mit ihrem Spiel in Badalona.
Holger Fricke - New Yorker Lions
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