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Die Troisdorf Jets hatten bei ihrem letzten Ligaauftritt am vergangen Samstag schon damit gerechnet, dass es ein schweres Spiel werden würde. Immerhin war mit den Solingen Paladins der ungeschlagene Ligaprimus zu Gast im Aggerstadion. Am Ende fiel die Niederlage gegen die mit Abstand beste Defense der Liga mit einem 0:33 aber dann doch höher aus, als es die Jets erwartet hätten.

Die Jets-Defense hat noch einmal alles gegeben (Foto: Richard Welde).
Nach einer bärenstarken Hinrunde ging es für die Troisdorfer Footballer zum Saisonende hin immer weiter bergab. Zunächst noch sicher auf Platz 2 der Tabelle und mit der Aussicht, den Tabellenführer vielleicht am Ende noch ärgern zu können, fingen sich die Jets eine Niederlage nach der anderen ein.
„Die Gründe dafür sind vielfältig“, sagt Head Coach Andreas Heinen. „Letztlich war aber das Hauptproblem, dass wir immer wieder Schlüsselspieler ersetzen mussten, die uns in der ersten Saisonhälfte zuverlässig zu unseren Siegen verholfen haben. Von Ausfällen haben wir zum Teil erst am Gameday erfahren. Irgendwann lässt sich so etwas einfach nicht mehr kompensieren.“
Dass die Niederlage am Samstag nicht noch deutlicher ausgefallen ist, haben die Jets dabei ihrer tapfer kämpfenden Defense zu verdanken. Defense Coordinator Connor McMullen, der die Troisdorfer für einen Masterstudiengang in den Niederlanden leider verlassen wird, hatte seine Jungs noch einmal zu Höchstleistungen motiviert.
Leider war es an diesem Tag die Offense, die einfach nicht ins Rollen kam. Ersatzgeschwächt auf der Quarterback-Position und erneut überraschend ohne Top-Running Back Pepe Bürling, gelang den Troisdorfern kaum etwas.
Bezeichnend war eine Situation gleich im ersten Quarter, wo der Jets-Quarterback gleich zweimal hintereinander über die Füße eines Offense Lineman stolperte und so den Angriff direkt wieder zum Erliegen brachte.
Die Paladins machten es da deutlich besser und überraschten die Jets zuvor mit einem ihrer seltenen Pässe, den Wide Receiver Lars Wünnenberg direkt zum Touchdown tragen konnte (7:0, PAT Daniel Rennich).
Auch danach sahen die Fans, darunter auch viele Vereinsvertreter anderer Sportarten, die zum Abschluss der FörderEi-Aktion der Stadtwerke Troisdorf ins Aggerstadion gekommen waren, eine selten schwache Offense der Troisdorfer. Ein Pass der Jets landete zunächst in den Armen von Defense Back Marlon Böntgen. Paladins-Running Back Daniel Rennich erlief im Anschluss den zweiten Touchdown für die Gäste und verwandelte auch den anschließenden Extrapunkt zum 14:0. Kurz darauf das gleiche Bild: eine Interception durch Dennis Odenhoven und ein weiterer Touchdown durch den Solinger Running Back Marvin Leimküller zum 21:0 (PAT Rennich).
Im dritten Quarter nahmen die Gäste mit einem einzigen Drive viel Zeit von der Uhr, doch eine hellwache Jets-Defense verhinderte weitere Punkte.
Da der Angriff der Jets sich immer wieder schnell vom Ball trennen musste, gab es kaum mehr Verschnaufpausen für die Jungs von Defense Coordinator McMullen. Mit nachlassenden Kräften sicherten sich die Paladins dann im letzten Spielviertel noch einmal zwei weitere Touchdowns durch Marvin Leimküller zum 33:0-Endstand. Die Gäste standen bereits vor der Partie als Meister der Regionalliga NRW fest und behielten so auch noch ihre weiße Weste.
Nach einem letzten Spiel in der regulären Saison gegen Bielefeld treffen die Solinger in den Aufstiegsplayoffs zur 2. Bundesliga zunächst zu Hause auf den Nord-Meister Elmshorn Fighting Pirates. Im Osten entscheidet sich das Rennen am kommenden Wochenende zwischen den Berlin Bears und den Spandau Bulldogs.
Am unteren Rand der Tabelle der Regionalliga NRW stehen die Dortmund Giants als Absteiger fest. Gerade erst in die Liga aufgestiegen, konnten die Riesen in diesem Jahr keines ihrer Spiele gewinnen. Aber neben den Dortmundern könnte es tatsächlich noch ein weiteres Team treffen. Sollte aus der 2. Bundesliga Nord neben den Essen Assindia Cardinals, die bereits als Absteiger feststehen, ein weiteres NRW-Team den Weg in die Drittklassigkeit finden, dann müssten auch zwei Mannschaften aus der Regionalliga absteigen. Die Entscheidung fällt am 2. September, wenn die Bonn Gamecocks mit den Lübeck Cougars gegenseitig um den Klassenerhalt kämpfen.
Ende September könnte es also noch einmal zu einem richtigen Showdown kommen, wenn Remscheid zum Rückspiel bei den Cologne Falcons antreten muss. Beide Teams sind aktuell punktgleich, doch die Domstädter haben nach dem 28:14-Hinspielsieg leicht die Nase vorn.
Andreas Heinen - Troisdorf Jets
Mit einem 0:30 (0:7; 0:6; 0:3; 0:14) Pflichtsieg gegen die Cologne Crocodiles kehren die New Yorker Lions von ihrem letzten Auswärtsspiel der regulären GFL Saison 2017 zurück nach Braunschweig.

WR 24 Nathaniel Morris erzielte drei TD's (Foto: Fabian Uebe / New Yorker Lions(
Knapp 2.000 Zuschauer im Kölner Sportpark Höhenberg sahen dabei eine Partie, in der besonders die Angriffsmaschinerie der Braunschweiger nie richtig ins rollen kam. Fehler, Unkonzentriertheiten und Strafen zum falschen Zeitpunkt sorgten dafür, dass sich die Löwen immer wieder selbst um gute Ausgangssituation und wohl auch Punkte brachten. Dagegen immer auf der Höhe und für die Gastgeber an diesem Tag nicht zu überwinden, war die Verteidigung der Löwenstädter.
So produzierte die Defense der Lions nicht nur vier Turnover, sondern brachte auch immer wieder die Spielmacher der Crocodiles in Bedrängnis oder gegnerischen Ballträger für Raumverlust zu Boden. Am auffälligsten agierten dabei Linebacker David Müller und Defense Line Spieler Georg Burmeister. Das Spiel begann mit dem Kick-Off der Gastgeber und einem Return von Lions Runningback David McCants, welcher auch im folgenden Drive mit einem langen Lauf nach einem kurzen Pass Casey Therriault, sein Team bis an die 27 Yard Linie der Kölner voranbrachte.
Zwei Pässe vom Braunschweiger Spielmacher auf Nathaniel Morris später, davon den letzten über 19 Yard und die Löwen gingen mit 0:7 (PAT T. van Duijn) in Führung. Es folgte der erste Offense Drive der Hausherren, welche sich mit ihrem deutschen Quarterback Benjamin Mentges und US-Runningback Kevin Parks bis in die Spielfeldhälfte der Lions vorarbeiteten, ehe erstmalig das Defense Bollwerk der Braunschweiger in Person von Linebacker David Müller zu schlug.
Bei einem Laufversuch von Kölns Mentges entriss David Müller dem Spielmacher den Ball und brachte damit seinen Angriff wieder zurück auf das Feld. Doch weit kam auch der Braunschweiger Angriff nicht, denn bei dem Versuch einer Ballübergabe rutsche Casey Therriault aus und verlor den Ball, der von Kölns Moubarak Djeri gesichert werden konnte. Es folgten zwei Angriffsversuche beider Teams die jeweils mit einem Punt endeten, bevor zu Beginn des zweiten Spielviertel die Crocodiles erneut mit der Verteidigung der Löwen Bekanntschaft machten. Mete Konya stoppte Kölns Ballträger Kevin Parks hart, so dass dieser den Ball verlor, welcher von Jonathon Rollins 17 Yards vor der Endzone der Crocodiles gesichert werden konnte.
Zwei Spielzüge später bediente Casey Therriault erneut Nathaniel Morris in der Endzone der Gastgeber zum 0:13 (PAT nicht gut). Zwar ging es mit diesem Spielstand in die Pause, doch bis dahin waren es beide Verteidigungsreihen die mit einem Highlight nach dem anderen das Spielgeschehen bestimmten. So konnte auf Seiten der Cologne Crocodiles Passverteidiger Phillip Troge zwei für Morris gedachte Pässe von Therriault abfangen und auf Seiten der Defense der Lions, sowohl Georg Burmeister als auch Kerim Homri einen Quarterback-Sack verbuchen.
Die aber wohl beeindruckteste Aktion gelang Braunschweigs Christian Petersen, der einen Passversuch von Kölns Parks auf seinen Ballfänger Vasey im Rahmen eines Trickspielzugs, mit einem spektakulär aussehenden Catch in der eigenen Endzone abfangen konnte. Nach der Halbzeitpause erhielten die Hausherren als erstes das Angriffsrecht, konnten aber auch mit einem ausgespielten vierten Versuch bei nur noch Zentimeter zu gehen, das Verteidigungsbollwerk der Lions nicht überwinden.
Die gute Feldposition tief in der Hälfte der Crocodiles nutzen die New Yorker Lions umgehend aus und bauten die Führung mit einem 22 Yard Fieldgoal durch Tom van Duijn auf 0:16 aus. Doch sollte es das auch mit Highlights des Angriffs der Braunschweiger für das dritte Spielviertel gewesen sein, denn weder schaffte es man in vier Versuchen an der Kölner sechs Yard Linie zu scoren, noch glückte ein 48 Yard Fieldgoalversuch von Tom van Duijn, der zu kurz geriet.
So musste es erneut die Defense der Braunschweiger richten und Anfang des vierten und letzten Spielabschnitts mit einer Interception durch David Müller, den Angriff der Löwen aufwecken und dicht vor Kölns Endzone wieder in Ballbesitz bringen. Diese Einladung ließen sich die Löwen in Person von Runningback Jabari Johnson dieses Mal nicht nehmen und erhöhten durch einen 10 Yard Lauf des US-Amerikaners auf 0:23 (PAT T. van Duijn).
Den endgültigen Schlusspunkt des Spiels setzte dann kurze Zeit später nochmalig Braunschweigs Nathaniel Morris mit seinem dritten Touchdown des Tages.Einen erneuten Punt der Cologne Crocodiles nahm der wendige Morris an der eigenen 40 Yard Linie auf und trug den Ball über das gesamte Feld quer durch die Kölner Verteidigungsreihen, bis in die Endzone der Gastgeber zum finalen Spielstand von 0:30 (PAT T.van Duijn) zurück.
Zwar kamen die Kölner noch einmal in Ballbesitz, doch mussten sie sich abermals nach nur wenigen Spielzügen wieder per Punt vom Angriffsrecht trennen. Die New Yorker Lions ließen nur noch die Spieluhr auslaufen und knieten das Spiel ab. Damit bleiben die Brauschweiger Footballer um Head Coach Troy Tomlin auch im 13. Spiel der regulären GFL Saison ungeschlagen und erwarten in der letzten Partie der regulären Spielzeit am kommenden Samstag (2. September, Kick-Off 18 Uhr) bevor in die Play-Offs geht, die Mannschaft der Berlin Adler.
00:13 17 Yard TD-Pass C. Therriault auf N. Morris (PAT nicht gut)
00:16 22 Yard Fieldgoal T. van Duijn
00:23 10 Yard TD-Lauf J. Johnson (PAT T. van Duijn)
00:30 60 Yard Punt-Return-TD N. Morris (T. van Duijn)
Die 1386 Zuschauer im Leichtathletikstadion feierten ihre Helden und das trotz der 21:42 Niederlage gegen den Meister der GFL 2 und potentiellen Erstligaaufsteiger Potsdam Royals. Sie hatten eine Mannschaft gesehen, die dem Starensemble aus Brandenburg über vier Quarter alles abverlangt hatte.

Besonders der Angriff der Greifen startete stark ins Spiel. Quarterback Trent Cummings bediente seine befreit aufspielende Wide Receiver Crew mit messerscharfen Pässen und konnte so für 3 Touchdowns sorgen. Zwei mal war es der zu Höchstform auflaufende Cortez Barber und einmal der starke Phillip Schumann, die die Endzone fanden. Alle PAT´s verwandelte Erik Weilandt sicher. In der Verteidigung wechselte in Halbzeit eins hingegen Licht und Schatten. Starke Drives wechselten mit Totalaussetzern im defensiven Backfield, welche die Royals immer sofort zu Punkten kommen ließen. Dennoch konnte das Spiel auch durch die an diesem Tag sehr stark arbeitenden Specialteams beim Halbzeitstand von 21:28 offen gehalten werden.
Und die Griffins gaben sich natürlich noch nicht geschlagen. Die Defensive der Hansestädter stellte die Fehler ab und beendete den ersten Ballbesitz der Potsdamer mit einem tollen Sack von Niels Schroedter. Die Offense der Greifen führte nun Quarterback Michael Bensch, der im dritten Viertel für ein paar schöne First Downs sorgte, bevor er leider verletzt ausschied und der ebenfalls angeschlagene Trent Cummings wieder aufs Feld kommen musste. Die Drives der Offensive wurden nun erwartungsgemäß kürzer, auch da jetzt schon alle Spieler Spielzeit bekamen. Angefeuert von einem wiedereinmal herausragenden und stimmgewaltigen Publikum ließ aber niemand den Kopf hängen oder gab auf. Die Defense der Griffins biss sich im Gegner fest, sorgte für mehre Punts und konnte sogar einen Fumble erobern. Dennoch gelang es den Potsdamern bis zum Spielende noch zwei Touchdowns zu produzieren, während die Greifen in der zweiten Hälfte ohne Punkte blieben. Geschuldet war dies sicher auch dem Umstand, dass der Zweitligameister das Spiel überraschenderweise mit allen Startern beendete, während die Griffins nach und nach ihr gesamtes Team einsetzen. Selbst 30 Sekunden vor Spielende beim Stand von 42 zu 21 versuchte der amerikanische Spielmacher der Royals noch mit einem tiefen Pass zu punkten. Nicht gerechnet hatte er dabei mit Griffins DB Pavel Niklas, der diesen Ball gekonnt abfing und das Spiel mit einem umjubelten Highlight für die Griffins enden ließ. Einen würdigen Rahmen für ihr letztes Spiel fanden damit die beiden Defense-Line Legenden der Rostock Griffins Reiko Sudrow und Robin Hunsicker, die sehr emotional verabschiedet wurden. Wie schon vor vielen Jahren in der fünften Liga zeigten beide Spieler vollen Einsatz auf dem Feld und beendeten ihre Laufbahn mit einer starken Leistung und insgesamt drei Regio-Ost Meisterschaften (2012,2015,2016) und dem zweimaligen Aufstieg in die zweithöchste deutsche Spielklasse (2012, 2016).
Auch das Rahmenprogramm, welches erstmals in der Geschichte der Griffins von zwei Sponsoren, Karls Erlebnis Dorf und Saphenion Venenzentren, präsentiert wurde, ließ erneut keine Wünsche offen. Mit den Ergebnissen auf den anderen Plätzen stand am frühen Sonntagabend auch fest, dass die Greifen ihre Saison sicher auf dem 3.Platz beenden werden, obwohl in der nächsten Woche noch 3 Spiele ausstehen. Nur noch eine Entscheidung steht aus – wer muss den Assindia Cardinals in die Regionalliga folgen…
Jens Putziger - Rostock Griffins
Zwei Wochen nach dem Herzschlagsieg gegen die Berlin Rebels hieß es für die Kiel Baltic Hurricanes und ihre Fans wieder fiebern bis zur letzten Sekunde. Mit einem Fieldgoal in der letzten Sekunde des Spiels gewannen die Canes das entscheidende Spiel um Platz zwei am Samstag gegen die Dresden Monarchs mit 24:21 (0:7/7:7/7:7/10:0). Vor 2.693 Zuschauer sicherten sich die Kieler den zweiten Tabellenplatz und damit das Heimrecht im Viertelfinale am 16. September.

Foto: Chris McClendon erlief zwei Touchdowns (Foto: Marc Seefeldt)
„Ich bin sehr stolz auf das Team. Die Defense fand immer besser ins Spiel gegen diese starke Dresdner Offense und sicherte insgesamt drei Turnovers. Mit der Offense konnten wir viele verschiedene Dinge spielen und das ganze Team hat wieder eng zusammen gestanden“, so Hurricanes Head Coach Marcus Herford nach dem Spiel, „Und ich freue mich sehr, dass wir seit 2012 dieses Jahr erstmals wieder ein Playoff-Heimspiel in Kiel haben und mindestens noch einmal zuhause spielen werden.“
Zum zweiten Mal hatten die Canes zum letzten Heimspiel der regulären Saison zum „White Out“ geladen. Das Team spielte in seiner komplett weißen Uniform und auch die Fans kamen nahezu alle in Weiß und bildeten so eine starke, einheitliche Front. Auch Ute Schönherr, die den Spieltag wie gewohnt mit der Hymne eröffnete, und Ministerpräsident Daniel Günther, der den Münzwurf vornahm, hatten sich dem Motto angeschlossen.
Den besseren Start in die Partie erwischten jedoch die Gäste aus Sachsen. Schon kurz nach Spielbeginn lagen die Hurricanes mit 0:7 zurück. Auch aus einem durch Lucas Biere eroberten Fumble konnten die Kieler zunächst keine Punkte schlagen. Doch nach einer Interception von Xazier Murry im zweiten Viertel gelang endlich der Ausgleich als Jared Stegman Diego Sanchez mit einem Pass über 43 Yards bediente. Tim Albrecht schoss den Extrapunkt zum 7:7. Nur eine halbe Minute vor der Halbzeitpause konnten die Dresdner jedoch erneut in Führung gehen, als Quarterback Garrett Safron über 31 Yards selbst zum Touchdown lief.
Nach der Halbzeit konnten die Hurricanes durch Chris McClendon ausgleichen. Doch die Dresdner antworteten prompt im nächsten Spielzug. Safron fand Sebastien Sagne mit einem Pass, den dieser über 75 Yards zum Touchdown trug. Florian Finke schoss den Extrapunkt zum 21:14 für Dresden. Anschließend spielten die Hurricanes einen vierten Versuch aus, doch Dresdens William James fing den Pass von Stegman ab. Aber die Kieler Verteidigung verhinderte weitere Punkte. Zay Murry konnte mit einem Tackle einen Fumble verursachen und erneut sicherte Lucas Biere, der im Winter aus der zweiten Mannschaft der Canes in das GFL Team kam, den Ball für die Kieler. Dieses Mal war es jedoch die Dresdner Defense, die Punkte verhinderte und die Canes zum Punt zwang. Doch der Returner der Monarchs konnte den Ball nicht kontrollieren und Xavier Mitchell eroberte ihn für die Kieler an der Dresdner 11-Yard Line. Aber die Defense der Sachsen hielt und verhinderte mit einer Interception in der Endzone Punkte der Kieler. Diese sollten jedoch dann im vierten Viertel fallen, als Chris McClendon zu seinem zweiten Touchdown und dem Ausgleich lief.
Auch in der Schlussphase hielt die Kieler Defense. Okan Güzel schlug einen Pass von Safron runter, Neuzugang Viliseni Fauonuku stoppte den Ballträger für Raumverlust und auch im dritten Versuch stoppten die Canes Safron nach nur drei Yards und zwangen die Monarchs zum Punt. So konnte die Kieler Offense in den letzten Minuten die Uhr kontrollieren und sich mit zwei First Downs in Fieldgoal-Reichweite vorarbeiten. Mit der letzten Spielsekunde versenkte Tim Albrecht das Fieldgoal zum 24:21 Sieg der Canes und das Team stürmte jubelnd das Feld.
Mit diesem zehnten Saisonsieg sicherten sich die Hurricanes den zweiten Tabellenplatz in der GFL Nord und damit das Heimrecht im Viertelfinale am 16. September. Denn die Monarchs haben nur noch ein Spiel und können damit zwar auch auf zehn Siege kommen, jedoch aufgrund des direkten Vergleichs nun nicht mehr an den Kielern vorbei. Bevor die Canes das elfte Jahr in Folge in die Playoffs starten können, müssen sie jedoch am nächsten Sonntag bei den Berlin Rebels antreten. Am 9. September wird dann das Spiel in Hamburg gegen Huskies nachgeholt, die sich mit einem 35:21 Sieg bei den Berlin Adlern am Samstag voraussichtlich den Verbleib in der Liga gesichert haben. Somit werden wahrscheinlich die Adler, die nun nur noch ein Saisonspiel gegen den Nordmeister in Braunschweig haben, in der Relegation gegen den Meister der zweiten Bundesliga Nord aus Potsdam antreten müssen.
Kiel Baltic Hurricanes – Dresden Monarchs 24:21 (0:7/7:7/7:7/10:0)
1. QTR
0:7 #87 Mike Schallo, 10-Yard Pass #10 Jared Stegman. PAT #21 Florian Finke
2. QTR
7:7 #80 Diego Sanchez, 43-Yard Pass #10 Jared Stegman. PAT #6 Tim Albrecht
7:14 #10 Garrett Safron, 31-Yard Lauf. PAT #21 Florian Finke
3. QTR
14:14 #1 Chris McClendon, 15-Yard Lauf. PAT #6 Tim Albrecht
14:21 #7 Sebastien Sagne, 75-Yard Pass #10 Garrett Safron. PAT #21 Florian Finke
4. QTR
21:21 #1 Chris McClendon, 8-Yard Lauf. PAT #6 Tim Albrecht
24:21 #6 Tim Albrecht, 23-Yard Fieldgoal
Bettina Büll - Kiel Baltic Hurricane
Das war kein Spiel für schwache Nerven: Mit 35:21 (7:0/7:14/7:7/14:0) siegen die Hamburg Huskies bei den Berlin Adler, haben damit fast sicher die Relegation vermieden und schieben sich in der Tabelle der Football-Bundesliga GFL auf Platz sechs.

Huskies-Runningback Colby Goodwyn (Foto: Zelter Media)
„Do or die“! Dieses Motto hatten die Hamburger dem Spiel gegeben und reisten mit einem eigens angefertigten Banner in die Hauptstadt. Vor 2215 Zuschauern im Poststadion entwickelte sich ein Abstiegskrimi auf Augenhöhe. Beiden Mannschaften merkte man an, worum es bei diesem Spiel ging. Auf Hamburger Seite vertrat Defensive Coordinator Anthony Rouzier den abwesenden Headcoach Sean Embree und kümmerte sich in der Hauptstadt auch um die Offense. Die Huskies knüpften im Spiel an die zuletzt gezeigte gute Leistung vom Sieg gegen Hildesheim an und gingen durch einen Touchdown von Tobias Nill in Führung. Doch in der ersten Hälfte kämpften sich die Berlin Adler immer wieder zurück, gestalteten das Spiel offen. So ging es mit 14:14 in die Halbzeitpause.
„Ich habe den Jungs in der Kabine gesagt, dass wir hier heute als Sieger vom Platz gehen“, so Rouzier nach dem Spiel. Doch auch nach der Pause ging der Nervenkrimi zunächst weiter. Die Huskies gingen mit ihrem ersten Drive, der fast sieben Minuten andauerte, durch Nassim Amroun (sein zweiter Touchdown des Tages) wieder in Führung, doch Berlin glich umgehend aus. Die Entscheidung fiel dann im vierten Quarter: Nach einem mißglückten Fieldgoal-Versuch der Adler schickte Huskies-Quarterback John Uribe Moritz Maack mit einem 70 Yds-Pass auf die Reise und der lief mit dem Lederei in die Endzone der Adler – die Vorentscheidung neun Minuten vor dem Ende der Partie. Zum Ende des Spiels hielt die Huskies-Defense den Berliner Angriff in Schach und so konnten die Hamburger durch einen kurzen Lauf von Colby Goodwyn noch einmal punkten und so den zweiten Sieg in Folge klar machen. Damit blieb für die Schlittenhunde auch eine Serie in der Hauptstadt bestehen: Noch nie haben die Huskies ein GFL-Spiel bei den Berlin Adler verloren…
Rouzier: „Für mich war es das erste Mal, dass ich Verantwortung als Offensive Coordinator trug“. „Ich stand mit Coach Embree in den USA in ständigem Austausch, wir haben uns gut vorbereitet. Alle, ob Spieler oder Coaches, haben mich unglaublich unterstützt und mir diese Aufgabe heute einfach gemacht. Der Sieg war das Ergebnis einer richtig guten Vorbereitung in der vergangenen Woche“, fügte der Amerikaner an und gab schmunzelnd zu: „Offense zu coachen macht Spaß, da kann man sehr kreativ sein“.
Am kommenden Sonnabend empfangen die Hamburger im Stadion Hammer Park die Hildesheim Invaders (Kickoff 17 Uhr).
Nassim Amroun #28 – 12
Colby Goodwyn #3 – 6
Ben Hamelmann #8 - 5
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