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In einem bis zur letzten Sekunde spannenden German Bowl XXXIX, unterliegen die New Yorker Lions letztendlich den Schwäbisch Hall Unicorns vor 13.500 Zuschauern knapp mit 13:14 (7:7; 6:0; 0:7; 0:0) und beenden damit erstmalig seit 2013 als Vizemeister die Saison in der GFL.

David McCants (Foto: Fabian Uebe / New Yorker Lions)
Das Spiel war von Beginn an geprägt durch den ständig anhaltenden Regen und entwickelte sich zu einem Spiel der Ballverluste und vergebenen Chancen auf beiden Seiten. Nachdem Gewinn des Coin Toss eröffneten die Lions den German Bowl mit dem Kick-Off durch Tom van Duijn. Die Offense der Schwäbisch Hall Unicorns um Spielmacher Marco Ehrenfried startete an ihrer eigenen 13 Yard Linie, musste sich aber schnell per Punt wieder vom Angriffsrecht trennen.
Doch auch im Angriff der Lions lief es nicht rund. Nach einem guten Lauf von David McCants zum Auftakt, ging der folgende Passversuch von Casey Therriault, auf den zum German Bowl als Unterstützung angereisten Evan Landi, schief und wurde von Halls Safety Mark Scherenberg abgefangen. Doch sollte das Glück nicht lange auf Seiten der Unicorns bleiben. Denn nur kurze Zeit später gelang Braunschweigs Passverteidiger Tim Unger das gleich Kunststück, in dem er einen Passversuch von Halls Quarterback Ehrenfried abfangen konnte.
Anders als die Haller vor ihnen, nahmen die Lions das Geschenk dankend an. Mit Pässen auf Nathaniel Morris, Niklas Römer und Christian Bollmann, führte Casey Therriault sein Team bis an die 19 Yard Linie der Unicorns heran. Ein Lauf von Therriault selbst und zwei weitere durch David McCants, davon der Letzte über zwei Yards und die New Yorker Lions gingen erstmalig mit 7:0 (PAT T. Goebel) in Führung. Der folgende Angriff der Schwäbisch Haller gehörte der Kombination Marco Ehrenfried und Nathaniel Robitaille. Insgesamt vier Mal bediente Ehrenfried seinen US-amerikanischen Ballfänger und konnte mit dem abschließenden Pass über 15 Yards die Partie auf 7:7 (T. Stadelmayr) ausgleichen. Doch der Konter der Lions ließ erneut nicht lange auf sich warten.
Mit Läufen von Therriault und McCants arbeiteten sich die Braunschweiger mit acht Läufen bis an die zwei Yard Linie der Haller voran. Mit dem ersten Spielzug des zweiten Spielviertels vollendete McCants mit seinem zweiten Touchdown des Spiels zum 13:7 (PAT nicht gut). Dieses sollte auch gleichbedeutend der Halbzeitstand der Begegnung sein, obwohl beide Teams noch große Chancen auf weitere Punkte hatten. So konnten die New Yorker Lions weder aus einem Fumble-Return von Robert Kitching, noch aus einer Interception von Tissi Robinson Kapital schlagen und auch zwei ausgespielte vierte Versuche, in aussichtsreicher Position, bei nur kurzer Distanz zu gehen, schlugen gegen eine starke Verteidigung der Schwäbisch Hall Unicorns fehl. Da aber auch die Angriffsbemühungen der Haller verpufften, blieb es bei der knappen Führung für den Titelverteidiger zur Halbzeit.
Auch in Halbzeit zwei ging das Muntere hin und her auf dem Rasen des Friedrich-Ludwig-Jahn Stadions in Berlin weiter. Der Angriff der Löwen bewegte Yard um Yard den Ball Richtung Endzone der Unicorns, schaffte es aber weiterhin nicht zu punkten. So konnte man weder ein Fieldgoal aus 44 Yard verwandeln, noch einen ausgespielten vierten Versuch an der Haller 19 Yard Linie und weniger als ein Yard zu gehen, in ein neues First Down umwandeln. Die Verteidigung der Braunschweiger in Person von Kerim Homri konnte einen weiteren Ballverlust der Haller Offense an deren 29 Yard Linie produzieren, aber auch daraus resultierten keine Punkte.
Das Highlight auf Seiten eines Angriffs im dritten Spielviertel gelang den Schwäbisch Hall Unicorns in Person von Marco Ehrenfried und Wide Receiver Tyler Rutenbeck. Eigentlich schon von der Lions Defense gestoppt, fand Ehrenfried in letzter Sekunde einen freien Rutenbeck mit einem Pass über 71 Yards zur 13:14 Führung (PAT T. Stadelmayr) mutterseelenallein im Backfield der Löwen.
Mit diesem Spielstand ging es ins letzte und vierte Quarter des Endspiels um die Deutsche Meisterschaft und es sollte bis zum Ende spannend bleiben. Das finale Viertel begann mit einem weiteren vergebenen Fieldgoal der New Yorker Lions, dieses Mal aus 40 Yards Entfernung.
Der Defense der Löwen gelang der nächste Turnover durch Kerim Homri, der einen weiteren Passversuch von Marco Ehrenfried abfangen konnte und damit einen erfolgsversprechenden Drive des Angriffs der Lions einleiten sollte. Drei Mal David McCants und ein langer Pass von Therriault auf Morris und die Lions standen an der zwei Yards Linie der Unicorns. Hier unterlief dem späteren German Bowl MVP David McCants der einzige Fehler des Spiels. Bei einem weiteren Laufversuch in Richtung Endzone verlor der amerikanische Ballträger der Braunschweiger den Ball, welcher von der blitzschnell reagierenden Verteidigung der Unicorns gesichert werden konnte.
Bei noch knapp fünf verbleibenden Spielminuten lag es nun wieder an der Verteidigung der Löwenstädter, die möglichen Chancen auf den Sieg am Leben zu halten. Zwar musste man zwei große Raumgewinne vom Haller Receiver Robitaille hinnehmen, der sein Team bis in die Hälfte der Lions voranbrachte, doch an Braunschweigs 33 Yard Linie war letztendlich Schluss und die Unicorns mussten sich durch ihren Punter Joseph Joyner vom Angriffsrecht trennen. Damit blieben dem Angriff der New Yorker Lions noch etwas mehr als zwei Minuten, um das Spiel doch noch zu ihren Gunsten zu drehen. Mit Läufen von McCants und Pässen von Therriault auf Landi, Morris, Römer und Hilgenfeldt, arbeiteten sich die Löwen bis an die 18 Yard Linie der Schwäbisch Hall Unicorns voran. Dort lag das Spiel und der mögliche erneute Sieg im German Bowl mit auslaufender Uhr auf dem Fuß von Kicker Tobias Goebel. Doch auch diesen Versuch, dieses Mal aus 35 Yards Entfernung, konnten die Lions nicht verwerten und der Fieldgoalversuch wurde vom Special Teams der Haller geblockt.
Damit Stand die erste Niederlage in einem Deutschen Endspiel seit 2013 und die erste Niederlage in der Saison 2017 überhaupt für die Lions aus Braunschweig fest. Andererseits konnten die Schwäbisch Hall Unicorns im vierten Anlauf ihren ersten Sieg in einem German Bowl gegen die Löwen feiern.
07:07 15 Yard TD-Pass M. Ehrenfried auf N. Robitaille (PAT T. Stadelmayr)
13:07 2 Yard TD-Lauf D. McCants (PAT geblockt)
13:14 71 Yard TD-Pass M. Ehrenfried auf T. Rutenbeck (PAT T. Stadelmayr)
Am Sonntag ist es soweit, der letzte Heimspieltag der Saison 2017 steht für die Sauerland Mustangs an. Es geht gegen die Rebels aus Bochum und da soll die Kampfbahn Boelerheide wieder beben. Also laden sie ein und hoffen auf Unterstützung für ihr Projekt „Aufstieg“. Die Sauerland Mustangs haben es immer noch selber in der Hand zum Ende der Saison aufzusteigen.

Der Kick Off ist zu gewohnter Zeit um 15.00 Uhr in der Kampfbahn Boelerheide (Kapellenstrasse 30, 58099 Hagen). Für das Rahmenprogramm wird selbstverständlich auch gesorgt. So werden die Spieler der Mustangs diesmal mit der E3 Jugendmannschaft des SSV Hagen einlaufen. Auch das Danceteam von Phönix Hagen steht den Gastgebern wieder unterstützend zu Seite. Die kleineren Gäste dürfen sich auf die Hüpfburg an diesem Tag freuen.
Im Rahmen einer Spendenaktion werden die Mustangs wieder versuchen möglichst viele Punkte zu sammeln. Zusätzlich werden vor dem Spiel und während der ersten Halbzeit Lose verkauft, deren Erlös zu 100% einem Guten Zweck zugute kommt. In der Halbzeitpause findet dann die Verlosung statt. Weitere Informationen sind in bei Facebook zu finden.
Katja Kolm - Sauerland Mustangs
Siebzehn Tage nach dem letzten Saisonspiel haben die Bundesliga-Footballer der Hamburg Huskies schon die erste wichtige Personalie für die anstehende Spielzeit geklärt: Anthony Rouzier, bislang Defensive Coordinator der Schlittenhunde, wird neuer Headcoach der Hanseaten.

„Nachdem uns Sean Embree in der angelaufenen Saison wegen wichtiger Familienangelegenheiten verlassen musste, hat Anthony einen unglaublichen Job gemacht, wie er das Team am Ende zu vier Siegen in Folge geführt hat. Das war der Grund, warum er für mich der Top-Kandidat für den Posten des Head Coaches in der neuen Saison war“, sagt Huskies-Sportdirektor Timothy Speckman. „Er ist ein Coach mit viel Football-Wissen und einer Leidenschaft für seine Spieler, was er auch immer wieder zeigt. Ich bin sicher, er wird für die Huskies 2018 eine Menge bewegen können.“
Die Verhandlungen mit Rouzier liefen schon seit Mitte August, auch die Spieler hatten sich für einen Verbleib des sympathischen 30-jährigen Amerikaners ausgesprochen, der sich Hamburg ausgesprochen wohl fühlt. Seine Verbundenheit zur Hansestadt zeigte er auch damit, dass er das Amt des Defensive Coordinators der Hamburger U17-Jugendauswahl HamJam übernahm. Nun wird er gemeinsam mit Sportdirektor Speckman in den nächsten Wochen und Monaten die Vorbereitung für die anstehende GFL-Saison übernehmen.
„Ich freue mich sehr, dass ich zum neuen Head Coach der Huskies ernannt wurde“, sagt Rouzier. „Coach Embree hat eine tolle Basis für uns geschaffen, auf der wir nun aufbauen können. Unser Hauptaugenmerk wird darauf liegen, Spieler aus Hamburg und der Umgebung zu überzeugen, dass sie nicht woanders hingehen müssen, um etwa Tolles zu erreichen. Großes sollte man gemeinsam in seiner Heimatstadt vollbringen. Die Verpflichtung von Timothy Speckman als Sportdirektor und unser zurückkehrender Coachingstaff haben mich davon überzeugt, dass wir auch strukturell auf dem richtigen Weg sind. Wir wollen Hamburg wieder zu einem Football-Powerhouse machen, wie es schon einmal war.“
Thomas Köhn - Hamburg Huskies
Am vergangenen Wochenende waren die Mustang zu Besuch in Heinsberg bei den Bisons.Bei bestem Wetter ließ die Mannschaft rund um Headcoach Guido Zink keinen Zweifel daran, dass sie am Ende der Saison den Aufstieg feiern möchten. So stand es zum Ende der Spielzeit 07: 61 für die Sauerland Mustangs.

Allein vier Touchdowns konnte sich Robin Kriegs zu Buche schreiben. Eingeleitet wurden diese nach Pässen von Quarterback Marc Klöckner, der ebenso der Passgeber war für die Touchdowns von Fabio Villani, Daniel Jürgens und Richard Giebel. Weiter konnte der Ball zweimal durch gutes Laufspiel, von Patrick Potrafke sowie Julian Sapel, in die Endzone getragen werden.
Auch sieben der neun möglichen Extrapunkte konnten die Sauerland Mustangs Dank Fabio Villani auf ihrem Konto verbuchen. Doch nicht nur die Offense hat ein gutes Spiel gemacht. Verteidiger Tobias Lahme konnte gleich dreimal einen Pass vom gegnerischen Quarterback abfangen.
Und wie heißt es so schön: „Nach dem Spiel ist vor dem Spiel“.
Am kommenden Sonntag werden die Mustangs ihr letztes Heimspiel der Saison gegen die Bochum Rebels bestreiten. Kick Off an diesem Tag ist um 15.00 Uhr. Wie immer ist für Verpflegung gesorgt. Auch dieses Mal wird es wieder eine Hüpfburg für die kleinen Zuschauer geben, so dass der GAMEDAY ein Spaß für die ganze Familie wird. Die Sauerland Mustangs freuen sich über jede Unterstützung auf dem Weg in Richtung Aufstieg.
Katja Kolm - Sauerland Mustangs
Ganze 14 Wochen ist es her, seitdem die Bergischen letztmalig im Einsatz waren. Eine schier endlos lange Zeit, die es gerade auch mental zu überbrücken galt.

Die Greyhounds Defense ließ den Hamm Aces nicht den Hauch einer Chance.
Doch den Wuppertal Greyhounds hat die lange Spielfreie Zeit wohl nicht geschadet, so zeigten die Bergischen bei den Hamm Aces eine fulminante Vorstellung und beherrschten zu jeder Zeit das Spiel. Zwar verlor man im ersten langen Drive über 60 Yards kurz vor der Endzone (per Fumble) den Ball an die Gastgeber, jedoch sollte das der einzige Fehler an diesem Tag bleiben.
Schon mit zweitem Ballbesitz arbeiteten sich die Greyhounds mit variantenreichem Laufspiel wiederum übers ganze Feld und Quarterback Florian Körber selber erlief den ersten TD des Tages zur 7:0 (Pat Fabian Müller) Führung. Die Defense der Greyhounds erlaubte den Hausherrn fast keinen Raumgewinn und so kamen die Aces kurz vor der Halbzeit zu ihrem überhaupt ersten First Down. Zu diesem Zeitpunkt lagen die Greyhounds mit 21:00 in Führung (TD von Florian Körber und Daniel Berg/PATs Fabian Müller).
Nach der Pause änderte sich im Spielgeschehen nichts. Alle Bemühungen der Hausherrn nun besser ins Spiel zu kommen scheiterten an einer hervorragend aufspielenden Verteidigung , die den Aces im gesamten Spiel nicht einmal erlaubten auch nur in die eigenen Hälfte zu gelangen. Anders lief es beim Angriff der Greyhounds. Auch in Halbzeit zwei war das extrem starke Laufspiel von den Aces nicht zu stoppen. Daniel Berg erhöhe folgerichtig durch Lauf auf 28:00 (PAT Müller).
Obwohl schon zu Beginn der zweiten Halbzeit bei den Greyhounds munter durch gewechselt wurde, konnten die Hausherrn auch im letzten Viertel weitere Lauf TDs nicht verhindern. So war es Kevin Schmidlin, diesmal als RB eingesetzt der durch kurzen Lauf auf 35:00 (PAT Müller) erhöhte und kurz darauf setze RB Jan Berger mit seinem TD Lauf den Schlusspunkt unter einer einseitigen Angelegenheit zum 41:00 (PAT failed) Endstand.
"Der Start in die Rückrunde ist den Greyhounds somit eindrucksvoll gelungen. Das Team hat ein klasse Spiel gemacht und gerade von der konsequenten Einstellung der Spieler bin ich heute überzeugt und mit 500 Laufyards und einer extrem dominierenden Defense sind wir gut in die Rückrunde gestartet." meinte Otto nach dem Spiel.
Doch kann dieser Sieg nur der Einstieg in die Rückrunde sein. Schon am Samstag empfangen die Wuppertal Greyhounds zum Spitzenspiel im heimischen Stadion ‚Am Gelben Sprung‘ die Recklinghausen Chargers. Eine schwere Aufgabe für die Bergischen, denn die Greyhounds verloren im Hinspiel mit 21:24 bisher ihr einziges Spiel.
Dirk Sosnowsky - 1. AFC Wuppertal Greyhounds
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