Seniors
Momentan sind die Männer in blau und orange nicht zu stoppen. Mit einem 32 zu 13 Sieg gegen den Tabellenfünften aus Bonn konnte das fünfte Spiel in Folge gewonnen und somit der dritte Platz verteidigt werden. Doch wieder einmal brauchte es volle vier Viertel und den letzten Einsatz des gesamten Teams, um in dieser sehr anspruchsvollen Liga als Sieger vom Platz zu gehen.

Foto: Gerd Köhler
Vor 637 Zuschauern in einem gut gefüllten Jahn-Sportpark zu Warnemünde, schien die zuletzt so starke Defensive der Griffins den Start ins Spiel komplett verschlafen zu haben. Die Gamecocks legten einen makellosen Drive hin und gingen schnell mit 6:0 in Führung (PAT Block von Tari Jones). Die Offense der Griffins versuchte prompt zurückzuschlagen und überquerte das Feld zügig. Der Fieldgoalversuch wurde leider geblockt, weshalb die Greifen zunächst nicht verkürzen konnten. Nun war aber die Verteidigung wach geworden. Bei einem Quarterbacksack von Reiko Sudrow konnte dieser auch gleich noch den Ball freischlagen und für seine Farben in guter Feldposition sichern. Wenige Plays später war es das „Work Horse“ der Griffins, Running Back Daniel Engel, der mit seinem ersten Saison-TD für die erste Führung des Heimteams sorgte (PAT Moddelmog). Für den Rest der ersten Hälfte blieb das Spiel defensiv-lastig, wobei sich auf Rostocker Seite Tari Jones durch eine Interception und Andre Mahler durch das Erobern eines Fumbles besonders auszeichnen konnten. Leider konnte die Führung nicht weiter ausgebaut werden und es ging mit 7:6 in die Halbzeitpause. Dem Rostocker Publikum wurde also eine spannende Partie geboten, auch da der Gegner aus Bonn bestens eingestellt war und sich sehr kampfstark zeigte.
In der zweiten Hälfte startete die Rostock Offensive stark und nutzte gleich den ersten Ballbesitz, um zu punkten. Cummings mit genauem Pass auf Barber und die 13:7 Führung, da der PAT leider neben den Torstangen landete. Die Gamecocks schlugen aber unmittelbar zurück und glichen zum 13:13 aus. Nun wurde das Spiel etwas zerfahrener. Strafen und Verletzungspausen kosteten beide Teams den Spielrhythmus. Nachdem die Griffins die Führung durch einen TD-Lauf von Cummings wieder an sich rissen, hatte der Spielstand von 19:13 bis tief in das vierte Viertel Bestand. Nun war es eine Reihe von Ereignissen, die das Spiel endgültig für die Hausherren kippen lies. Eröffnet von einem starken Goallinestance der Rostocker Verteidigung konnte Trent Cummings mit seinem zweiten Lauftouchdown des Tages die Führung auf 25:13 ausbauen. Zuvor hatten Phillip Schumann und der in der Nacht zuvor frischgebackene Vater und Teamcaptain Christian Moddelmog mit sehenswerten Passfängen für den nötigen Raumgewinn gesorgt. Für die endgültige Entscheidung sorgte dann Herbert Whitehurst jr., der einen Ball des Bonner Quarterbacks abfing und über 40 Yards zum Touchdown returnierte. Damit stand es 32:13 und der Sieg war den Griffins nicht mehr zu nehmen.
Nun heißt es erstmal durchatmen, bevor es in die letzten beiden schweren Spiele gegen Lübeck und Potsdam geht. Mit einem Sieg gegen die Cougars könnten sich die Griffins sogar den dritten Platz in der Endabrechnung sichern, was einer kleinen Sensation gleichen würde. Am kommenden Dienstag wurde das Training aber erstmal an den Strand verlegt. Vorstand und einige Sponsoren laden die Mannschaft und die Cheerleader zum Grillen ein…
Jens Putzier - Rostock Griffins
Die Hamburg Huskies warten in der Football-Bundesliga weiter auf den ersten Saisonsieg. Beim ersten Spiel nach der Sommerpause unterlagen die Hanseaten bei den Dresden Monarchs nach großem Kampf mit 17:41.
Foto: Colby Goodwin (Hamburg Huskies)
„Auch wenn es sich komisch anhört, aber es war für uns ein weiterer Schritt nach vorne“, so Head Coach Sean Embree. „Es waren zwei Big Plays der Dresdner gegen unsere Special Teams, die uns heute das Genick gebrochen haben.“ Ein geblockter Huskies-Punt Sekunden vor der Pause sowie ein 80-Kickoff-Return-Touchdown der Monarchs bereiteten den Weg für den Monarchs-Erfolg.
Für die Huskies wird das Ziel, die Relegation zu vermeiden, trotz der starken Vorstellung vom Sonntag mit nun 10 Niederlagen in Folge bei noch vier ausstehenden Spielen nicht leichter. Vor 2430 Zuschauern im Dresdner Heinz-Steyer-Stadion feierte ein Neuzugang einen vielversprechenden Einstand: Running Back Colby Goodwyn war von den Cineplex Blue Devils aus Österreich zu den Huskies gewechselt und glänzte gleich mit zwei Touchdowns für die Schlittenhunde. „Ich musste mich erst mal an die Geschwindigkeit in der GFL gewöhnen, aber dann lief es für mich ganz gut“, so das 99-Kilo-Kraftpaket nach der Partie.
Stark war auch der Einstand der Junioren Tobias Nill, Jona Thiem, Leon Wagner und Felix Blank, die nach dem Viertelfinal-Aus der Young Huskies in der GFL Juniors direkt im Herrenteam in der GFL zum Einsatz kamen. „An diesen Jungs werden wir noch einige Freude haben“, so Head Coach Sean Embree.
Am kommenden Sonnabend geht es für die Huskies im Kellerduell gegen die Hildesheim Invaders (Kickoff 15 Uhr).
Benjamin Hamelmann #6 - 5
Nach dreiwöchiger Sommerpause geht es für die Bundesliga-Footballer der Hamburg Huskies in den Saisonendspurt. Die Schlittenhunde müssen am Sonntag beim aktuellen Tabellendritten, den Dresden Monarchs (Kickoff 15 Uhr, Heinz-Steyer-Stadion) antreten.

„Wir können es nicht erwarten, endlich wieder zu spielen“, so Head Coach Sean Embree. Für ihn und sein Team kommt es nun darauf an, in der zweiten Hälfte der Saison endlich die ersten Punkte einzufahren, um der drohenden Relegation doch noch zu entgehen. Ob das am Wochenende gegen die Dresdner gelingt? Im Heimspiel gab es mit 18:68 eine richtig heftige Niederlage.
„Wir schauen nach vorne, nicht zurück“, so Embree, der in der Sommerpause durchtrainieren ließ und noch einmal Zuwachs für sein Team bekommen hat: Nach dem Viertelfinal-Aus der Hamburg Young Huskies (U19) sind 13 Spieler aus der Jugend in den GFL-Kader aufgerückt. Embree: „Ich freue mich auf die Jungs. Da sind wirklich einige Spieler dabei, die uns weiterhelfen können.“
Thomas Köhn - Hamburg Huskies

Am Samstag kommt es in Benrath um 17 Uhr zum Derby zwischen den Düsseldorf Panthern und den „Men In Green“ aus Essen. Die Rollen scheinen klar verteilt. Düsseldorf, bis zum letzten Wochenende noch im Rennen um den Spitzenplatz in der Liga, die Cardinals benötigen dagegen jeden Punkt im Kampf um den Lassenerhalt in der GFL2.
Die Assindia Cardinals sind längst auf die Zielgerade der Saison eingebogen und jeder Punkt wäre jetzt Gold wert. „Düsseldorf ist sicher auch nicht der Gegner, an dem wir uns messen müssen, aber je eher wir Punkte einfahren können, umso besser“, macht Trainer Yves Thissen keinen Hehl daraus, dass in den letzten vier Spielen Punkte irgendwie her müssen.
Bei den „Men In Green“ hofft man auf einen besser gefüllten Kader, als noch zuletzt. „Die lange Saison zehrt natürlich, dazu ist gerade Urlaubszeit und einige Spieler konnten es auch nicht anderes organisieren und mussten ihren Urlaub in dieser Saisonphase nehmen“, so der Headcoach. In Rostock konnten die Cardinals gerade einmal mit der Hälfte des Kaders angetreten. Man hofft natürlich, dass es gegen Düsseldorf hoffentlich besser aussehen wird. Das Spiel gegen Düsseldorf ist eher ein Vorbereitungsspiel auf die kommenden wichtigen Aufgaben und entscheidenden Saisonspiele. „Wir wollen versuchen, trotzdem jede Chance zu nutzen, auch bei den Panthern. Je eher wir Punkte auf der Habenseite bekommen, umso besser. Wir gehen von Beginn an der Saison von Woche zu Woche. Wir können es uns nicht leisten Spiele im Vorfeld schon abzugeben“ so Headcoach Yves Thissen.
Schnelle Punkte würden den Druck in der Situation etwas mindern. Der Coach gibt sich kämpferisch und erwarten am Samstag vollen Einsatz von seinem Team: „Realistisch große Chancen nach Saisonverlauf nicht, aber wir werden unsere Möglichkeiten versuchen umzusetzen. Wir werden alles geben und versuchen.“
Dabei schaut man natürlich auch nach Düsseldorf: „Wir müssen alle hart arbeiten, um etwas zählbares zu erzielen. Dabei müssen wir einfach in jedem Spiel mehr tun, als der Gegner. Das bekommen wir aber in Summe momentan bei den Spielen nicht zu meiner Zufriedenheit hin.“
Für die kommenden entscheidenden Heimspiele hofft man in Düsseldorf beim Derby auf einen Aufwärtstrend bei den Cardinals.
Aufgrund der Regenfälle der letzten Wochen muss das nächste Heimspiel der Griffins in den Sportpark Warnemünde (Parkstrasse 45) verlegt werden. Das Leichtathletikstadion ist vorerst gesperrt, steht den Greifen dann aber hoffentlich für die letzten beiden Partien im August wieder zur Verfügung. Für die Orga-Crew der Griffins um Manager Jens Putzier ist die Spielortverlegung zwar eine zusätzliche Herausforderung, wer die Griffins kennt weiß aber, dass sie auch in Warnemünde einen tollen Gamedays organisieren werden. So wird es zum Beispiel diesmal neben den „normalen“ Höhepunkten Live-Musik einer richtig coolen Band geben,Boogie Trap kommen ins Stadion.

Nun zur sportlichen Ausgangsposition. Gegner wird am Sonntag das Team der Bonn Gamecocks sein. Für alle älteren GrifFANS sicher ein gutes Omen, denn gegen eben diese Gamecocks konnte 2013 der einzige Saisonsieg in der ersten Griffins Zweitligasaison eingefahren werden und das auch noch in Warnemünde.
In diesem Jahr starteten die Männer aus Bonn mit drei Siegen stark in die Saison, denen dann aber eine Niederlagenserie folgte. Zuletzt machten die Gamecocks durch eine starke Vorstellung bei den Paderborn Dolphins wieder auch sich aufmerksam. Der Tabellenfünfte verfügt defensiv über ein sehr eingespieltes Team. Im Angriff ist es vor allem der kanadische Quarterback Burko sowie die auf allen Positionen stark besetzte Wide Receiver Crew um Borchwald, Dobmeier und Rieck, welche vom zweiten Importspieler Travis Poitier immer wieder erfolgreich ergänzt wird.
Trotz des deutlichen Hinspielerfolges der Greifen mit 34 zu 8 sind die Rostocker also gewarnt. Sportdirektor Ronny Schmidt: „Nach unserem Blitzstart in Bonn haben sich die Gamecocks schon im Hinspiel immer besser auf uns eingestellt. Wir werden vier Quarter konzentriert sein müssen, um dieses Spiel zu gewinnen.“ Bei dieser Aufgabe werden die Rostocker leider urlaubs- und berufsbedingt auf den ein oder anderen Spieler verzichten müssen. Nichtsdestotrotz sind sich Team und Trainer einig, den positiven Trend und die Siegesserie der Greifen weiter ausbauen zu wollen.
Jens Putzier - Rostock Griffins
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