Seniors
Für die Krefeld Ravens steht am 6. Juni 2026 bereits das vierte Spiel innerhalb von vier Wochen auf dem Programm. Die Seidenstädter gehen dabei mit breiter Brust in die Partie: An den vergangenen drei Spieltagen feierte das Team jeweils überzeugende Siege und verteidigte die Tabellenführung souverän.
Die Krefeld Ravens stehen vor nächstem Härtetest bei den lmshorn Fighting Pirates - Foto: Alex Wieland
Nun wartet jedoch die bislang wohl größte Herausforderung der Saison. Am kommenden Wochenende treffen die Ravens auswärts auf eines der stärksten Teams der GFL2 – die Elmshorn Fighting Pirates. Die lange Reise in den Norden tritt die Mannschaft bereits am Freitagabend an, um optimal vorbereitet in die Begegnung zu gehen.
Auch der Gegner reist mit Rückenwind an. Nach einer knappen Auftaktniederlage gegen Rostock gewannen die Elmshorner ihre beiden folgenden Spiele deutlich und unterstrichen damit eindrucksvoll ihre Qualität sowie ihre Ambitionen für die laufende Saison.
Ein Blick auf die vergangene Spielzeit zeigt zudem, wie anspruchsvoll die Aufgabe werden dürfte: Zwar konnten die Ravens beide Duelle gegen Elmshorn für sich entscheiden, insbesondere auswärts mussten sie dafür jedoch bis an ihre Grenzen gehen.
Head Coach Allan Verbraeken warnt daher vor dem kommenden Gegner: „Wenn ich Experten zuhöre oder Berichte lese, fehlt mir häufig ein Name, wenn es um die Top-Teams der GFL2 geht: die Elmshorn Fighting Pirates. Aus meiner Sicht sind sie in dieser Saison definitiv mindestens ein Playoff-Kandidat. Sie sind hervorragend gecoacht und verfügen über einen sehr guten Kader.“
Doch auch die Ravens haben in den vergangenen Wochen eindrucksvoll unter Beweis gestellt, welche Qualität in ihrem Team steckt. Sowohl Offense als auch Defense präsentierten sich konstant auf hohem Niveau. Zudem konnten verletzungsbedingte Ausfälle bislang erfolgreich kompensiert werden – nicht zuletzt dank intensiver Gegneranalyse und gezieltem Scouting.
Personell müssen die Krefelder allerdings erneut wichtige Ausfälle verkraften, ähnlich wie bereits im Spiel gegen Langenfeld. Offensive Lineman Malte Trübenbach fällt aufgrund eines Syndesmosebandrisses voraussichtlich rund zehn Wochen aus. Ebenfalls nicht zur Verfügung stehen Tight End Paul Rothkopf mit einer Schulterverletzung sowie Linebacker Ramon Franco, der eine Sperre absitzen muss.
Vereinspräsident Dino Volpe betont die mannschaftliche Geschlossenheit: „Wenn du um eine Meisterschaft spielen willst, muss jeder bereit sein – die erste, zweite und dritte Reihe. Es ist wichtig, zwischen Verletzung und Schmerzen zu unterscheiden. Unsere Spieler wissen, dass wir uns in dieser Saison keine Pausen leisten können und auch nicht leisten wollen. Wir werden auch in Elmshorn bereit sein – ganz egal, wer auf dem Feld steht.“
Die Voraussetzungen für ein weiteres Spitzenspiel in der GFL2 sind damit geschaffen. Kick-off in Elmshorn ist am Samstag um 15:00 Uhr.
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Christoph Wittfeld - Krefeld Ravens e.V.
Die Paderborn Dolphins müssen weiter auf den ersten Erfolg der Saison warten. Am Blaulicht-Spieltag im Hermann-Löns-Stadion unterlagen die Gastgeber den Münster Phoenix vor 15 Uhr Kickoff trotz einer engagierten Offensivleistung mit 30:39 (3:7/7:7/6:13/14:12). Zahlreiche Regenschauer machten die Bedingungen für beide Teams dabei alles andere als einfach.
Die Münsteraner Umar Tairou #1 und Malik Brown #8 konnten von Paderborn kaum gestoppt werden - Foto: Oliver Jungnitsch
Vor den Augen vieler Zuschauer sowie bei freiem Eintritt für Angehörige der Blaulichtorganisationen entwickelte sich ein offensiv geprägtes Spiel, in dem vor allem die beiden Quarterbacks den Ton angaben. Für Münster erzielte Quarterback Malik Brown gleich fünf Touchdowns, während Paderborns Spielmacher Xavier Powell drei Mal selbst den Weg in die Endzone fand.
Frühe Führung für die Dolphins
Die Dolphins eröffneten die Partie mit dem Kickoff und profitierten wenig später von einem Fehler der Gäste. Münster verlor im ersten Drive durch einen Fumble den Ball, sodass Paderborn in aussichtsreicher Feldposition übernehmen konnte.
Ein langer Pass von Powell brachte die Gastgeber tief in die gegnerische Hälfte. Der anschließende Angriff endete mit einem erfolgreichen Field Goal von Kicker Fabian Fried zur 3:0-Führung.
Die Antwort der Gäste ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Brown krönte den nächsten Drive der Phoenix mit einem Lauf in die Endzone. Nach dem Extrapunkt von Maxi Elfers führte Münster mit 7:3.
Führungswechsel vor der Pause
Im zweiten Viertel übernahmen die Dolphins erneut die Kontrolle. Powell lief aus drei Yards selbst zum Touchdown in die Endzone, Fried verwandelte den Extrapunkt zum 10:7.
Doch auch diesmal konterten die Gäste umgehend. Brown erzielte seinen zweiten Touchdown des Tages mit einem 12-Yard-Lauf. Der erfolgreiche PAT brachte Münster wieder mit 14:10 in Front.
Bis zur Halbzeit blieb es bei diesem Spielstand. Ein 25-Yard-Field-Goal-Versuch der Dolphins wurde von der Phoenix-Defense geblockt.
Brown dominiert das dritte Viertel
Nach dem Seitenwechsel schien zunächst alles für die Hausherren zu laufen. Return-Spezialist Calvin Okoli brachte den Kickoff zur zweiten Halbzeit weit in die Hälfte der Münsteraner zurück.
Doch der folgende Pass von Powell wurde von Bennet Varro abgefangen. Die Gäste nutzten die Gelegenheit eiskalt aus. Ein langer Lauf von Brown brachte Münster bis kurz vor die Endzone, ehe der Quarterback wenig später selbst über drei Yards zum 20:10 vollendete. Der Extrapunkt misslang.
Paderborn hielt dagegen. Powell verkürzte mit einem Zwei-Yard-Lauf auf 16:20, doch auch hier blieb der Zusatzpunkt aus.
Die Defense der Dolphins bekam Brown weiterhin nicht in den Griff. Noch im dritten Viertel erzielte der Münsteraner Quarterback seinen vierten Touchdown des Nachmittags. Nach erfolgreichem PAT zog Phoenix auf 27:16 davon.
Spannendes Schlussviertel reicht nicht zur Wende
Im Schlussabschnitt entwickelte sich ein für dieses Spiel ungewöhnliches Bild, denn neben den beiden Quarterbacks trugen sich nun weitere Akteure in die Punkteliste ein. Zunächst verkürzte Powell mit seinem dritten Touchdown-Lauf auf 22:27. Die anschließende Two-Point-Conversion verwandelte Jonathan Gripp zum 24:27.
Dolphins Quarterback Xavier Powell machte ein gutes Spiel und erzielte drei Touchsdowns - Foto: Oliver Jungnitsch
Doch erneut schlug Brown zurück und erzielte Touchdown Nummer fünf zum 33:24. Der Extrapunkt misslang zwar, dennoch behielten die Gäste die Kontrolle. Anschließend erhöhte Umar Tairou nach einem kraftvollen Lauf in die Endzone auf 39:24.
Die Dolphins gaben sich jedoch nicht auf. Wide Receiver Niklas Kastrup fing einen Touchdown-Pass zum 30:39. Die folgende Two-Point-Conversion blieb erfolglos. Mit dem Versuch eines Onside-Kicks wollten die Gastgeber noch einmal zurück ins Spiel kommen. Allerdings sicherte Varro den freien Ball für Münster. Die verbleibende Restspielzeit spielte die Phoenix anschließend souverän herunter und brachte den Auswärtssieg ins Ziel.
- 9:7 TD Run – Xavier Powell
- 10:7 PAT – Fabian Fried
- 10:13 TD Run – Malik Brown
- 10:14 PAT – Maxi Elfers
- 10:20 TD Run – Malik Brown (PAT nicht gut)
- 16:20 TD Run – Xavier Powell (PAT nicht gut)
- 16:26 TD Run – Malik Brown
- 16:27 PAT – Maxi Elfers
-
22:27 TD Run – Xavier Powell
-
24:27 TPC – Jonathan Gripp
-
24:33 TD Run – Malik Brown (PAT nicht gut)
-
24:39 TD Run – Umar Tairou (TPC nicht gut)
-
30:39 TD Pass – Niklas Kastrup (TPC nicht gut)
Stimmen zum Spiel
Paderborns Head Coach Jason Irmscher sah trotz der Niederlage positive Ansätze: „Positiv war, dass wir zeigen konnten, dass wir mit verschiedenen Spielern punkten können. Wir haben vor zwei Wochen ein neues Playbook installiert, das noch nicht in allen Bereichen sauber funktioniert, aber wir machen Fortschritte.“
Gleichzeitig verwies Irmscher auf die Probleme in der Verteidigung: „Defensiv konnten wir mit dem Laufspiel von Münster nicht mithalten. Vor allem im dritten und vierten Viertel hat sich unsere dünne Kaderdecke bemerkbar gemacht.“
Mit Blick auf die Tabellensituation fand der Dolphins-Head-Coach klare Worte: „Wir müssen jetzt anfangen, Spiele zu gewinnen, um aus dem Tabellenkeller herauszukommen. Das Schlimmste, was unserem Programm passieren könnte, wäre der Abstieg.“
Während die Dolphins damit weiterhin auf ihren ersten Saisonsieg warten, feierte das Team von Head Coach Jonathan Kuban einen wichtigen Auswärtserfolg in Paderborn.
Bildergalerien zum Spiel finden Sie unter den entsprechenden Links:
Link zur Bildergalerie mit 76 Fotos
Große Bildergalerie mit fast 300 Fotos - afc.pics
Oliver Jungnitsch für NRW Football
Mehr als 2.400 Zuschauer im Braunschweiger Eintracht-Stadion erlebten ein spannendes und bis in die Schlussphase offenes Niedersachsen-Derby zwischen den Braunschweig Lions und den Hildesheim Invaders. In einer Partie auf Augenhöhe setzten sich die Gäste erst in den letzten Sekunden mit 31:27 (7:7; 0:7; 7:3; 13:14) durch.
Die Defense der Lions zeigte sich stark verbessert - Foto: Fabian Uebe
Bester Akteur auf Seiten der Lions war Quarterback Ryon Thomas. Der Spielmacher erzielte drei Touchdowns selbst per Lauf und sorgte mit knapp 200 Yards Raumgewinn immer wieder für wichtige Akzente in der Offensive.
Die Lions gewannen den Coin Toss und entschieden sich für den Ballbesitz. Nach einem starken Kickoff-Return von Finn Wilts bis an die eigene 35-Yard-Linie führte die Offense den Ball zügig in die Hälfte der Gäste. Den ersten Höhepunkt setzte schließlich Ryon Thomas, der mit einem 46-Yard-Lauf die Hausherren mit 7:0 in Führung brachte. Mark-Robin Peschelt verwandelte den Extrapunkt sicher.
Die Antwort der Invaders ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Bereits wenige Spielzüge später fand Quarterback Nelson Hughes III seinen Receiver Philipp Dolezal mit einem 34-Yard-Touchdownpass zum 7:7-Ausgleich. Im weiteren Verlauf des ersten Viertels bestimmten die Defensivreihen beider Mannschaften das Geschehen. Auf Braunschweiger Seite machte sich insbesondere die Rückkehr von Brandon Potts bemerkbar, der nach seiner verletzungsbedingten Pause wieder ins Team zurückkehrte. Auch Finn Oppermann, der von der Runningback- auf die Linebacker-Position gewechselt war, setzte wichtige Akzente.
Das zweite Viertel blieb zunächst von starker Defensivarbeit geprägt. Die Hildesheimer Defense um Kyle Kitchens setzte die Braunschweiger Offensive immer wieder unter Druck. Gleichzeitig präsentierte sich die Lions-Verteidigung im Vergleich zur Vorwoche deutlich verbessert und zwang die Gäste mehrfach zum Punt. Erst ein Ballverlust tief in der eigenen Hälfte brachte die Invaders in aussichtsreiche Feldposition. Diese Gelegenheit nutzten die Gäste konsequent: Nelson Hughes III bediente Lennart Stukenborg mit einem 26-Yard-Touchdownpass zur 14:7-Halbzeitführung.
Nach dem Seitenwechsel erhielten zunächst die Invaders den Ball und arbeiteten sich bis an die 15-Yard-Linie der Lions vor. Dort verhinderte Mark-Robin Peschelt mit einem Tackle für Raumverlust einen möglichen Touchdown, sodass sich die Gäste mit einem 32-Yard-Fieldgoal zum 17:7 begnügen mussten.
Kurz darauf bot sich Hildesheim die Chance, die Führung weiter auszubauen. Ein missglückter Snap bei einem 49-Yard-Fieldgoalversuch brachte jedoch die Lions zurück ins Spiel. Mark-Robin Peschelt und Leon Hockauf sicherten den freien Ball für Braunschweig. Ein langer Pass auf Peter Anderson und mehrere Läufe von Ryon Thomas führten schließlich zum Anschlusstouchdown. Thomas selbst überquerte aus einem Yard Entfernung die Endzone und verkürzte auf 14:17.
Im Schlussviertel erhöhten zunächst wieder die Gäste den Druck. Mit einer temporeichen Offense marschierten die Invaders über das Feld und bauten ihre Führung durch einen 15-Yard-Touchdownpass von Nelson Hughes III auf Noah Bomba auf 24:14 aus.
Doch die Lions blieben im Spiel. Erneut war es Ryon Thomas, der Verantwortung übernahm und seine Mannschaft mit einem spektakulären 51-Yard-Touchdownlauf auf 21:24 heranbrachte.
Die Antwort der Gäste folgte wenig später. Ein ein Yard langer Touchdownlauf von Matti Probst stellte den Zehn-Punkte-Vorsprung zum 31:21 wieder her. Doch die Lions hatten noch eine Antwort parat: Direkt nach dem Kickoff nahm Peter Anderson den Ball an der eigenen Ein-Yard-Linie auf und trug ihn über 99 Yards zum Touchdown zurück. Der Extrapunktversuch misslang, sodass die Braunschweiger auf 27:31 verkürzten.
In der Schlussphase schienen die Invaders die Entscheidung herbeiführen zu können, als sie bis an die 11-Yard-Linie der Lions vorstießen. Doch Brandon Potts sorgte mit einer Interception für die nächste Wende und brachte seine Mannschaft bei noch etwas mehr als zwei Minuten Restspielzeit zurück in Ballbesitz.
Die Lions nutzten die Gelegenheit und arbeiteten sich bis an die 24-Yard-Linie der Gäste vor. Dort stoppte die Hildesheimer Defense jedoch den letzten Angriffsversuch. Die Invaders ließen die verbleibenden Sekunden von der Uhr laufen und sicherten sich damit einen hart umkämpften 31:27-Auswärtssieg.
Für die Braunschweig Lions folgt nun eine spielfreie Woche, bevor am 13. Juni das nächste Heimspiel gegen die Dresden Monarchs auf dem Programm steht.
-
7:0 – 46-Yard-TD-Lauf R. Thomas (PAT M. Peschelt)
-
7:7 – 34-Yard-TD-Pass N. Hughes III auf P. Dolezal (PAT P. Krause)
-
7:14 – 26-Yard-TD-Pass N. Hughes III auf L. Stukenborg (PAT P. Krause)
-
7:17 – 32-Yard-Fieldgoal P. Krause
-
14:17 – 1-Yard-TD-Lauf R. Thomas (PAT M. Peschelt)
-
14:24 – 15-Yard-TD-Pass N. Hughes III auf N. Bomba (PAT P. Krause)
-
21:24 – 51-Yard-TD-Lauf R. Thomas (PAT M. Peschelt)
-
21:31 – 1-Yard-TD-Lauf M. Probst (PAT P. Krause)
-
27:31 – 99-Yard-Kickoff-Return-Touchdown P. Anderson (PAT nicht gut)
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Holger Fricke - Braunschweig Lions
Weitere Beiträge …
- Minden Wolves: Die Hoffnung auf die ersten Punkte lebt
- Paderborn Dolphins empfangen Münster Phoenix zum Blaulicht-Spieltag
- Nächster Härtetest: Jets reisen mit Rückenwind nach Solingen
- Ravens setzen Ausrufezeichen im Aufstiegsrennen – 41:21 gegen Rostock
- Da war mehr möglich für die Wolves
- Deutliche Niederlage der Braunschweig Lions bei den Potsdam Royals
- Solingen Paladins gewinnen knapp gegen Paderborn Dolphins
- Auch bei den Pioneers nur krasser Außenseiter
- AFLE startet mit großen Plänen: Heisler und Nommensen präsentieren Liga-Strategie
- Erinnerungen an die Overtime: Ravens wollen Revanche gegen Rostock
Unterkategorien
GFL Nord Beitragsanzahl: 709
GFL2 Nord Beitragsanzahl: 706
Europa/Welt Beitragsanzahl: 188
GFL + GFL2 (Nord) - ELF Beitragsanzahl: 0
Regionalliga (Seniors) Beitragsanzahl: 430
Oberliga (Seniors) Beitragsanzahl: 180
Verbandsligen (Seniors) Beitragsanzahl: 255
Landesligen (Seniors) Beitragsanzahl: 173
NRW-Liga (Seniors) Beitragsanzahl: 76
FS / Training / sonstiges (Seniors) Beitragsanzahl: 57
Seite 4 von 555





