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AFLE startet mit großen Plänen: Heisler und Nommensen präsentieren Liga-Strategie

Mit großen Ambitionen und klaren Worten hat die American Football League Europe (AFLE) am Donnerstagvormittag im Rahmen ihrer Online-Pressekonferenz offiziell den Start in die Saison 2026 eingeläutet. Der erste Kickoff erfolgt bereits am Samstag, den 23. Mai 2026, wenn die Vienna Vikings um 17:00 Uhr auf Berlin Thunder treffen. Die Partie markiert zugleich den Beginn einer neuen europäischen Football-Ära, die sich langfristig etablieren und den Sport auf dem Kontinent nachhaltig entwickeln soll.

Commissioner Andreas Nommensen stelle sich den Fragen der Journalisten - Foto: Oliver JungnitschCommissioner Andreas Nommensen stelle sich den Fragen der Journalisten - Foto: Oliver Jungnitsch 

Als Sprecher der digitalen Saisoneröffnung traten Moritz Heisler, Managing Director und COO der AFLE, Fabienne Lampe, Head of Communications der Liga, sowie Commissioner Andreas Nommensen auf. Nach der Begrüßung durch Lampe übernahm Heisler das Wort – und machte früh deutlich, wohin der Weg der Liga führen soll.

Im Mittelpunkt der AFLE stehe keine Diskussion über persönliche Befindlichkeiten, sondern die langfristige Entwicklung des American Footballs in Europa. Heisler sprach dabei mehrfach von Transparenz, Stabilität und einem nachhaltigen Aufbau der Liga. Besonders wichtig sei es, sämtliche Franchises mitzunehmen – vor allem neue Teams, um das sportliche Niveau ligaweit anzugleichen und insgesamt anzuheben.

Ein entscheidender Faktor dabei sei auch die klare Trennung von sportlichen und wirtschaftlichen Interessen. Laut Heisler verfügt die Liga über einen amerikanischen Investor, der sich vertraglich genau zu dieser Trennung verpflichtet habe. Dadurch wolle man professionelle Strukturen schaffen und gleichzeitig den sportlichen Fokus bewahren.

Besonders die Spieler stehen im Zentrum der Planungen. Die AFLE wolle Talenten eine Plattform bieten, um sich weiterzuentwickeln und perspektivisch sogar den Sprung in die NFL zu schaffen. Entscheidend seien dafür hochwertige Coaches und eine nachhaltige Nachwuchsarbeit. Camps, Ausbildungsprogramme und gezielte Talentförderung sollen künftig eine zentrale Rolle spielen.

Im Anschluss stellte sich Commissioner Andreas Nommensen ausführlich vor. Der Hamburger blickt auf eine erfolgreiche Karriere im deutschen Football zurück. Zwischen 1998 und 2006 lief er als Tight End für die Hamburg Blue Devils auf und gewann 1998 den Eurobowl sowie die deutschen Meisterschaften 2001, 2002 und 2003. 2007 gehörte er zudem zum Kader der deutschen Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft.

Auch nach seiner aktiven Laufbahn blieb Nommensen dem Football eng verbunden. Als Coach sammelte er unter anderem Erfahrungen bei den Kiel Baltic Hurricanes, den Hamburg Huskies und den Elmshorn Fighting Pirates, mit denen ihm 2019 der Aufstieg in die höchste deutsche Spielklasse gelang. International arbeitete er zudem im Trainerstab der französischen Nationalmannschaft und gewann dort 2017 Gold bei den World Games sowie 2018 die Europameisterschaft.

Nommensen betonte ebenfalls die Bedeutung der Spielerentwicklung. Besonders die Zusammenarbeit mit NCAA-Programmen solle künftig intensiviert werden, um europäischen Talenten zusätzliche Perspektiven zu eröffnen. Gleichzeitig räumte der Commissioner ein, dass sich viele Prozesse noch in einer Findungsphase befinden. Gerade Fragen zu Spielerwechseln zwischen verschiedenen Ligen seien aktuell noch Gegenstand von Gesprächen. Die AFLE zeige sich hierbei jedoch ausdrücklich dialogbereit.

Auch erste Regularien zum Kaderaufbau wurden vorgestellt. Pro Team sind vier US-Imports erlaubt, dazu neun europäische Spieler sowie ein weiterer internationaler Spieler, beispielsweise aus Kanada oder Japan. Gleichzeitig dürfen maximal zwei US-Imports zur selben Zeit auf dem Feld stehen. Die Basis der Mannschaften sollen jedoch weiterhin einheimische Spieler bilden.

Der Saisonstart erfolgt bereits kurzfristig am kommenden Wochenende. Aufgrund der späten Organisationsphase komme es laut Liga derzeit noch zu unterschiedlichen Kickoff-Zeiten an den Spieltagen. Die Übertragungen der Begegnungen sollen unter anderem bei Sport1 zu sehen sein.

Auch wir von NRW Football werden die neue Liga intensiv begleiten und freuen uns bereits auf den zweiten Spieltag, wenn Rhein Fire im Heimspiel auf die London Warriors trifft. Von dort wollen wir direkt aus dem Stadion berichten und die Atmosphäre der neuen AFLE-Saison hautnah einfangen.

Verantwortlich für den Inhalt: Oliver Jungnitsch
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