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Vor knapp 2.000 Zuschauern im Braunschweiger Eintracht-Stadion hatten die personell angeschlagenen Braunschweig Lions gegen den amtierenden Deutschen Meister, die Potsdam Royals, einen schweren Stand. Am Ende der Partie in der effect® Energy GFL 2026 stand ein deutliches 0:61 (0:20; 0:14; 0:7; 0:20) zugunsten der Gäste auf der Anzeigetafel. Für die Royals war es bereits der dritte Sieg in Folge ohne Gegenpunkte.
DE #92 Frevil Ayuk bringt Potsdam QB zu Fall - Foto: Fabian Uebe
Von Beginn an taten sich die Lions schwer, das Angriffsspiel der Potsdamer zu kontrollieren. Vor allem das Laufspiel über Chrisman Kyei und Heiko Bals stellte die Braunschweiger Defense immer wieder vor große Probleme. Nach dem Kickoff der Lions benötigte Kyei nur zwei Läufe, um sein Team bereits nach wenigen Sekunden mit 6:0 in Führung zu bringen. Die anschließende Two-Point-Conversion blieb erfolglos.
Der Braunschweiger Angriff um Quarterback Ryon Thomas sah sich über die gesamte Partie einem hohen und konstanten Druck der starken Royals-Defense ausgesetzt. Zwar gelangen den Lions immer wieder Raumgewinne und neue First Downs, doch der Weg in die Endzone blieb ihnen verwehrt. Hinzu kamen Fehler, die zu unnötigen Ballverlusten führten. So bereitete eine Interception den nächsten Potsdamer Touchdown vor, den Heiko Bals mit einem Vier-Yard-Lauf zum 12:0 erzielte. Noch im ersten Viertel erhöhte Chrisman Kyei mit einem weiteren Touchdownlauf auf 20:0. Kurz vor dem ersten Seitenwechsel gelang es der Braunschweiger Defense erstmals, die Gäste zum Punt zu zwingen.
Zu Beginn des zweiten Quarters schafften es die Lions erstmals, tief in die Hälfte der Royals vorzudringen. Vor allem Leon Kusterer, der später auf Braunschweiger Seite zum Game-MVP gewählt wurde, sorgte mit mehreren Aktionen für wichtige Raumgewinne. Eine Strafe warf die Lions jedoch zurück, und der Drive endete schließlich mit einem Punt.
Die Royals übernahmen an der eigenen 12-Yard-Linie und arbeiteten sich mit vier aufeinanderfolgenden First Downs über das Feld. Jost Bohnhorst schloss die Serie mit einem 12-Yard-Touchdownlauf zum 28:0 ab. Auch im nächsten Drive blieb Braunschweig ohne Punkte, sodass Potsdam noch einmal vor der Halbzeit die Gelegenheit bekam, seine Führung auszubauen. Quarterback Moritz Richter fand unter anderem Milan Spiller und Peter Martin mit Pässen, ehe Heiko Bals mit einem 15-Yard-Lauf den 34:0-Halbzeitstand herstellte.
Auch nach der Pause änderte sich am Spielverlauf zunächst wenig. Head Coach Brayden McCombs gab früh vielen verfügbaren Spielern Einsatzzeit. Unter anderem kam Wide Receiver Peter Anderson auch auf der Quarterback-Position zum Einsatz. Punkte blieben den Hausherren jedoch weiterhin verwehrt.
Auf der anderen Seite stellte vor allem das Laufspiel der Royals die Braunschweiger Verteidigung weiter vor große Herausforderungen. Chrisman Kyei erzielte mit seinem dritten Touchdown des Tages das 41:0. Im folgenden Drive kamen die Lions erstmals bis in die Nähe der 20-Yard-Linie der Gäste, doch ein Fumble von Peter Anderson beendete die vielversprechende Angriffsserie.
Die Braunschweiger Defense antwortete und zwang Potsdam anschließend zum Punt. Doch auch der Return von Brandon Potts endete mit einem Ballverlust, den die Royals tief in der Braunschweiger Hälfte sichern konnten. Dieses Mal hielt die Lions-Defense jedoch stand: Leon Schwarz und Frevil Ayuk sorgten mit zwei Sacks in Folge dafür, dass auch dieser Potsdamer Drive ohne Punkte blieb.
Im vierten Viertel erhöhten die Royals nach einem weiteren Punt der Lions erneut. Chrisman Kyei erzielte mit einem Acht-Yard-Lauf seinen vierten Touchdown der Partie zum 47:0. Auf Braunschweiger Seite übernahm nun Peter Anderson vollständig die Rolle des Quarterbacks, während die Lions verstärkt auf das Laufspiel setzten.
Der Versuch, lange Drives zu spielen und den Potsdamer Angriff möglichst lange vom Feld zu halten, zeigte jedoch nur begrenzt Wirkung. Zunächst erhöhte Elias Güther mit einem Drei-Yard-Touchdownlauf auf 54:0, ehe Peter Martin mit einem 13-Yard-Lauf kurz vor Schluss den 61:0-Endstand herstellte.
Für die Braunschweig Lions war es ein schwieriger Nachmittag gegen einen Gegner, der seine Chancen konsequent nutzte und vor allem am Boden kaum zu stoppen war. Trotz des deutlichen Ergebnisses gab es auf Seiten der Lions einzelne positive Ansätze, auf denen das Team in den kommenden Wochen aufbauen kann.
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0:6 – 11-Yard-TD-Lauf C. Kyei (TPC nicht gut)
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0:12 – 4-Yard-TD-Lauf H. Bals (TPC nicht gut)
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0:20 – 12-Yard-TD-Lauf C. Kyei (TPC J. Bohnhorst)
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0:28 – 12-Yard-TD-Lauf J. Bohnhorst (TPC C. Jeeves)
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0:34 – 15-Yard-TD-Lauf H. Bals (TPC nicht gut)
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0:41 – 11-Yard-TD-Lauf C. Kyei (PAT H. Bals)
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0:47 – 8-Yard-TD-Lauf C. Kyei (TPC nicht gut)
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0:54 – 3-Yard-TD-Lauf E. Güther (PAT H. Bals)
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0:61 – 13-Yard-TD-Lauf P. Martin (PAT H. Bals)
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Holger Fricke - Braunschweig Lions (redaktionell geändert)
Vor einer starken Footballkulisse im Hildesheimer Friedrich-Ebert-Stadion konnten die Braunschweig Lions den Hildesheim Invaders im Lokalderby der effect® Energy GFL 2026 lange Paroli bieten. Am Ende mussten sich die Lions jedoch deutlich mit 15:50 (0:0; 7:15; 8:21; 0:14) geschlagen geben.
QB 7 Ryon Thomas allein war machtlos - Foto: Fabian Uebe
Vor allem die starke Defensive Line der Gastgeber und der permanente Druck auf Quarterback Ryon Thomas machten den Lions über weite Strecken das Leben schwer. Hinzu kamen zahlreiche Strafen auf beiden Seiten, die den Spielfluss immer wieder unterbrachen und den Charakter des Lokalderbys zusätzlich prägten.
Die Braunschweig Lions eröffneten die Partie mit dem Kickoff, sodass die Hildesheim Invaders mit ihrer Offense starteten. Über Läufe von Jeremi Kwanzambi Beni arbeiteten sich die Gastgeber zunächst schnell in die Hälfte der Lions vor. Je näher die Invaders jedoch der Endzone kamen, desto häufiger bremsten sie sich durch eigene Strafen aus. Am Ende blieb nur der Punt.
Auf Braunschweiger Seite übernahm von Beginn an Ryon Thomas viel Verantwortung und sorgte auch mit eigenen Läufen für Raumgewinn. Doch Hildesheims Kyle Kitchens setzte mit zwei Sacks in Folge ein erstes deutliches Zeichen und stoppte den Drive. Eine Strafe gegen die Invaders bescherte den Lions zwar noch einmal ein neues First Down, doch der anschließende Versuch eines 33-Yard-Fieldgoals blieb ohne Erfolg. Damit ging es punktlos ins zweite Viertel.
Dort fanden die Gastgeber zunächst besser ins Spiel. Quarterback Nelson Hughes III brachte sein Team mit Pässen auf Paul Terjung nach vorne, während Matti Probst mit kraftvollen Läufen wichtige Yards sammelte. Den ersten Touchdown erzielte Hughes schließlich selbst mit einem Zwei-Yard-Lauf zum 7:0.
Im folgenden Drive setzte die Hildesheimer Defense die Braunschweiger Offense erneut stark unter Druck. Dank seiner Beweglichkeit hielt Ryon Thomas den Drive jedoch am Leben und vermied mit kurzen, schnellen Pässen größere Raumverluste. An der Mittellinie fand Thomas schließlich Peter Anderson mit einem sehenswerten Pass über die Mitte. Anderson ließ die Defense hinter sich und lief bis in die Endzone. Der vermeintliche Touchdown wurde jedoch wegen einer Strafe für verfrühtes Feiern aberkannt.
Die Lions ließen sich davon nicht aus dem Rhythmus bringen und kamen vier Spielzüge später dennoch zum Ausgleich. Ryon Thomas lief aus einem Yard in die Endzone und stellte auf 7:7.
Kurz vor der Halbzeit antworteten die Invaders noch einmal. Mit ihrem Laufspiel arbeiteten sie sich schnell nach vorne, ehe Hughes von der 29-Yard-Linie seine favorisierte Anspielstation Paul Terjung fand. Dieser nutzte den Freiraum in der Braunschweiger Defense und brachte die Invaders mit 15:7 in Führung. Die Lions versuchten in der verbleibenden Minute noch einmal zu verkürzen, doch die Hildesheimer Verteidigung ließ keine weiteren Punkte zu.
Auch nach der Pause blieb der Druck der Invaders-Defense hoch. Die Lions mussten ihren ersten Drive schnell mit einem Punt beenden. Nur zwei Spielzüge später erhöhte Matti Probst mit einem 27-Yard-Lauf auf 22:7.
Doch Braunschweig gab sich noch nicht geschlagen. Nach einem guten Kickoff-Return von Brandon Potts bis kurz vor die Mittellinie übernahm erneut Ryon Thomas. Mit eigenen Läufen und kurzen Pässen auf Peter Anderson führte er die Lions bis in die Red Zone. Den Drive schloss Thomas selbst mit einem 19-Yard-Touchdownlauf ab. Die anschließende Two-Point-Conversion auf Jonathan ter Horst war erfolgreich und brachte die Lions auf 15:22 heran.
Doch die Antwort der Invaders folgte prompt. Nur zwei Spielzüge später fand Nelson Hughes III Paul Terjung mit einem langen Touchdownpass über 46 Yards zum 29:15.
Die Lions bekamen anschließend noch einmal die Chance, den Rückstand zu verkürzen, und arbeiteten sich bis kurz vor die Endzone der Gastgeber vor. Dort fing Hildesheims Defensive Back Christian Klötergens einen Pass von Ryon Thomas ab und trug den Ball bis tief in die Braunschweiger Hälfte zurück.
Kurz vor dem letzten Seitenwechsel schlug erneut die Kombination Hughes auf Terjung zu. Mit einem weiteren Touchdownpass erhöhte Hildesheim auf 36:15.
Im vierten Viertel übernahmen die Gastgeber endgültig die Kontrolle über das Spiel. Die Braunschweiger Offense fand kaum noch Mittel gegen die aggressive Hildesheimer Defense und musste ihre Angriffsserien mehrfach mit einem Punt beenden.
Gleichzeitig wurde die ohnehin stark geforderte Lions-Verteidigung durch die Ausfälle von Mark-Robin Peschelt und Finn Oppermann zusätzlich geschwächt. Die Invaders nutzten dies konsequent aus und blieben vor allem über Paul Terjung sowie ihr Laufspiel mit Matti Probst gefährlich.
Lennart Stukenborg erhöhte mit einem Fünf-Yard-Touchdownfang auf 43:15, ehe Probst mit einem Zwei-Yard-Lauf den 50:15-Endstand herstellte.
Nach einer lange offenen ersten Hälfte fiel das Ergebnis am Ende deutlicher aus, als es der Spielverlauf zunächst vermuten ließ. Für die Braunschweig Lions gilt es nun, die Partie aufzuarbeiten und die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen, um in den kommenden Spielen wieder an die zuletzt gezeigten Leistungen anzuknüpfen.
Scoreboard
- 7:0 – 2-Yard-TD-Lauf N. Hughes III (PAT T. Eikenberg)
- 7:7 – 1-Yard-TD-Lauf R. Thomas (PAT M. Peschelt)
- 15:7 – 29-Yard-TD-Pass N. Hughes III auf P. Terjung (TPC W. Schubert)
- 22:7 – 27-Yard-TD-Lauf M. Probst (PAT T. Eikenberg)
- 22:15 – 19-Yard-TD-Lauf R. Thomas (TPC J. ter Horst)
- 29:15 – 46-Yard-TD-Pass N. Hughes III auf P. Terjung (PAT T. Eikenberg)
- 36:15 – 11-Yard-TD-Pass N. Hughes III auf P. Terjung (PAT T. Eikenberg)
- 43:15 – 5-Yard-TD-Pass N. Hughes III auf L. Stukenborg (PAT T. Eikenberg)
- 50:15 – 2-Yard-TD-Lauf M. Probst (PAT T. Eikenberg)
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Holger Fricke - Braunschweig Lions (redaktionell geändert)
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