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An Tagen wie diesen schreibt man Geschichte. Die Krefeld Ravens haben den Zuschlag für die Austragung des ersten GFL2 Bowls in der Geschichte des deutschen Footballs erhalten. Damit steht fest: Am 12. September 2026 wird in der Krefelder Grotenburg der Meister der GFL2 gekürt und der Aufsteiger in die höchste deutsche Spielklasse gefeiert.
Im Jahr 2024 war die Grotenburg auch Austragungsort für die Nationalmannschaft - Foto: Oliver Jungnitsch
Für die Krefeld Ravens ist dies ein weiterer Meilenstein in einer außergewöhnlichen Erfolgsgeschichte. Seit der Vereinsgründung im Jahr 2017 haben die Ravens den deutschen Football nachhaltig geprägt. Sechs Aufstiege und Meisterschaften ohne Niederlage, der schnellste Aufstieg eines Teams von Liga 7 bis in die 2. Bundesliga in Deutschland sowie mehr als 80 Siege bei nur drei Niederlagen in neun Jahren sind nur einige der beeindruckenden Zahlen, die den Weg der Ravens dokumentieren.
Nun könnte der größte Moment der Vereinsgeschichte bevorstehen. Mit der Vergabe des ersten GFL2 Bowls nach Krefeld werden die Ravens erneut Teil eines historischen Kapitels im deutschen Football. Gleichzeitig läuft es auch sportlich hervorragend: Mit einer Bilanz von 6:0 führen die Krefeld Ravens aktuell die Tabelle der GFL2 Nord an und haben beste Chancen, sich den Heimvorteil auch für das Halbfinale in Krefeld zu sichern. Mit einem Sieg würden die Krefelder ins „Finale Daheim“ einziehen.
„Wir haben in dieser Saison auf und neben dem Platz härter gearbeitet als je zuvor. Schon die Möglichkeit, das große Finale um den Aufstieg in die erste Bundesliga in der Grotenburg austragen zu können, ist ein enormer Meilenstein. Nun haben wir die Chance, selbst in dieses Finale einzuziehen – in Krefeld, für Krefeld und mit unseren großartigen Fans im Rücken. Es wäre der größte Moment der Vereinsgeschichte. Wir bedanken uns bei allen Entscheidungsträgern für das Vertrauen und die Vergabe nach Krefeld. Wir werden dieses Vertrauen mit einem riesigen Football-Fest zurückzahlen“, erklärt Vereinspräsident Dino Volpe.
Auch Geschäftsführer Christoph Wittfeld blickt voller Vorfreude auf das Event: „Heute ist ein großartiger Tag für die Ravens und für ganz Krefeld. Am 12.09.2026 wird in der Grotenburg in jedem Fall der Meister der GFL2 und der Aufsteiger in die 1. Bundesliga gekürt. Natürlich wollen wir uns die Chance bewahren, selbst das Team zu sein, das vor den eigenen Fans um den Titel spielt. Sollten die Ravens den Finaleinzug schaffen, rechnen wir mit mehr als 6.000 Zuschauern und einer einzigartigen Atmosphäre.“
Bis zu diesem großen Ziel liegt allerdings noch ein weiter Weg vor dem Team. Bereits am kommenden Wochenende können die Ravens gegen die Hamburg Pioneers ihr Ticket für die Playoffs lösen. Das wäre jedoch alles andere als ein Selbstläufer. Ein Sieg würde den Einzug ins Halbfinale bereits zwei Spieltage vor Ende der regulären Saison sichern.
Sollten die Ravens ihren ersten Tabellenplatz bis zum Ende der Saison verteidigen, würden sie das Halbfinale mit Heimrecht in Krefeld austragen dürfen. Ein Sieg in dieser Partie würde den Einzug in den ersten GFL2 Bowl der Geschichte bedeuten – und damit die Chance, vor heimischer Kulisse um die Meisterschaft und den Aufstieg in die GFL, die höchste deutsche Spielklasse im American Football, zu kämpfen.
Die Voraussetzungen sind geschaffen. Die Bühne steht. Die Grotenburg wartet. Historische Wochen liegen vor den Krefeld Ravens, ihren Fans und der gesamten Stadt Krefeld. Jetzt gilt es, den sportlichen Traum auch auf dem Feld Wirklichkeit werden zu lassen.
Krefeld hat in diesem Jahr bereits erlebt, welche Kraft ein Aufstieg entwickeln kann. Nach der Rückkehr der Krefeld Pinguine in die DEL könnte 2026 nun endgültig zu einem historischen Krefelder Sportjahr werden.
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Christoph Wittfeld - Krefeld Ravens e.V. (redaktionell geändert)
Für die Krefeld Ravens steht am kommenden Wochenende eine richtungsweisende Partie auf dem Programm. Die Seidenstädter reisen in den Norden und treffen auswärts auf den amtierenden Meister, die Hamburg Pioneers. Beide Teams kämpfen um ein Ticket für die Play-offs – entsprechend groß ist die Bedeutung dieser Begegnung.
Vereinspräsident Dino Volpe betrachtet das Spiel in Hamburg als eine große Herausforderung für sein Team - Foto: Oliver Jungnitsch
Die Hamburg Pioneers belegen derzeit mit einer Bilanz von 5:2 den dritten Tabellenplatz und gehen mit viel Rückenwind in das Duell. Die Nordlichter haben ihre letzten beiden Spiele gewonnen und zuletzt mit einem beeindruckenden 42:0-Erfolg gegen die Leipzig Lions ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt.
Die Krefeld Ravens führen die Tabelle hingegen weiterhin mit einer makellosen Bilanz von 6:0 an. Bereits das Hinspiel konnten die Ravens für sich entscheiden. In der Gesamtbilanz der vergangenen beiden Jahre steht es zwischen beiden Teams damit 1:1.
Mit einem Auswärtssieg hätten die Ravens die große Chance, den Einzug in die Play-offs aus eigener Kraft perfekt zu machen. Gleichzeitig sind die Krefelder gewarnt: Die Hamburg Pioneers haben sich im Laufe der Saison kontinuierlich gesteigert und gelten insbesondere vor heimischem Publikum als äußerst gefährlicher Gegner.
„Der Platz ist sehr kurz und extrem eng. Man kann hier durchaus von einem kleinen Hexenkessel sprechen. In Hamburg zu gewinnen, ist für jedes Team eine große Herausforderung. Wir haben dort im vergangenen Jahr die wohl bitterste Niederlage der Vereinsgeschichte kassiert und wollen keinesfalls ein ähnliches Szenario erleben. Das Team ist gut vorbereitet. Gegen Hamburg müssen wir von der ersten bis zur letzten Minute alles abrufen – dann können wir den Play-off-Einzug perfekt machen“, sagt Vereinspräsident Dino Volpe.
Die Voraussetzungen könnten kaum spannender sein: Tabellenführer gegen den amtierenden Meister, zwei Teams mit großen Ambitionen und ein Gastgeber, der seine starke Form zuletzt eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat.
Die Ravens haben ihr Schicksal selbst in der Hand und wollen mit einer konzentrierten Leistung den nächsten wichtigen Schritt in Richtung Play-offs machen.
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Christoph Wittfeld - Krefeld Ravens e.V. (redaktionell geändert)
Die Minden Wolves haben sich beim ungeschlagenen Tabellenführer der GFL2 Nord achtbar aus der Affäre gezogen. Zwar unterlagen die Ostwestfalen den Krefeld Ravens mit 18:48 (0:7, 0:20, 6:7, 12:14), zeigten nach der Pause jedoch eine deutliche Leistungssteigerung und erzielten gegen die bislang stärkste Defensive der Liga drei Touchdowns.
Die Minden Wolves ziehen sich als Gast von Tabellenführer Krefeld Ravens beim 18:48 gut aus der Affäre - Foto: Oliver Jungnitsch
Von Beginn an wurden die Ravens ihrer Favoritenrolle gerecht. Quarterback Christian Arrambide führte die Gastgeber mit großer Sicherheit über das Feld und brachte Krefeld bereits im ersten Viertel durch einen Touchdown-Pass auf Mitch Sawyer in Führung. Im zweiten Abschnitt baute der Spitzenreiter den Vorsprung konsequent aus. Leroy Rümmeli, Marco Jünger und Jakob Bojko sorgten für weitere Touchdowns, sodass die Ravens mit einer komfortablen 27:0-Führung in die Halbzeit gingen.
Das Ergebnis spiegelte den Spielverlauf allerdings nur teilweise wider. Die Wolves bewegten den Ball immer wieder gut, ließen jedoch aussichtsreiche Möglichkeiten ungenutzt. Ein Fieldgoal-Versuch von Tobias Pauls aus 34 Yards prallte vom Goalpost zurück, zudem blieb Minden mehrfach in der Redzone ohne Punkte.
Nach dem Seitenwechsel belohnte sich die Mannschaft von Headcoach Phil Gamble schließlich für ihren engagierten Auftritt. Nach einer Interception von Benjamin Barnes gegen Arrambide nutzte Quarterback Darrius Sample die gute Feldposition und fand Willie Fedd jr. zum ersten Mindener Touchdown des Tages. Zwar antworteten die Ravens umgehend mit Sawyers zweitem Endzonenbesuch, doch die Gäste hielten nun deutlich besser dagegen und gestalteten insbesondere die zweite Halbzeit ausgeglichen.
Auch im Schlussviertel zeigte sich die Offensive der Wolves verbessert. Erneut war es Sample, der seine Receiver in Szene setzte. Willie Fedd jr. fing seinen zweiten Touchdown-Pass des Nachmittags, später trug Tobias Pauls den Ball selbst in die Endzone und sorgte für den dritten Mindener Touchdown. Krefeld blieb jedoch jederzeit Herr der Lage und setzte mit weiteren Punkten durch Arrambide und André Frisch den Schlusspunkt zum 48:18-Endstand.
Während die Ravens ihre Spitzenposition eindrucksvoll untermauerten, konnten die Wolves aus ihrer Leistung vor allem nach der Pause Zuversicht schöpfen. Die Offense präsentierte sich gegenüber den ersten Saisonwochen verbessert und fand auch gegen den Ligaprimus immer wieder Lösungen.
Entsprechend fiel das Fazit auf Mindener Seite trotz der Niederlage positiv aus. „Auch wenn man nach Niederlagen eigentlich nie zufrieden sein sollte, so gilt das sicherlich nicht für das Gastspiel bei diesem in der Liga übermächtigen Gegner“, sagte Wolves-Vorstandssprecher Ulrich Grünwald.
Lob erhielt Minden auch vom Gegner. Ravens-Präsident Dino Volpe erklärte: „Minden hat nicht gespielt wie ein Absteiger. Gerade die Offense der Wolves hat sich gegenüber den ersten Saisonspielen erheblich gesteigert. Da ist die Handschrift von Zack Cavanaugh deutlich zu sehen. Mit dieser Leistung zu Saisonbeginn wäre Minden sicherlich nicht in die aktuelle Situation geraten. Sie verfügen eindeutig über das Zeug, in der GFL2 zu spielen und mitzuhalten.“
Bildergalerie zum Spiel:
Scoreboard: Krefeld Ravens – Minden Wolves 48:18 (7:0, 20:0, 7:6, 14:12) - 1432 Zuschauer
Scorer
- 6:0 Sawyer
- 7:0 Storm (PAT)
- 13:0 Rümmeli
- 14:0 Storm (PAT)
- 20:0 Jünger
- 26:0 Bojko
- 27:0 Storm (PAT)
- 27:6 Fedd
- 33:6 Sawyer
- 34:6 Storm (PAT)
- 34:12 Fedd
- 40:12 Arrambide
- 41:12 Storm (PAT)
- 41:18 Pauls
- 47:18 Frisch
- 48:18 Storm (PAT)
Oliver Jungnitsch für NRW Football
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