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Kräfte sammeln, konzentrieren und den Blick auf die nächste Aufgabe richten: Drei Wochen hatten die American Footballer der Minden Wolves Zeit, sich auf ihr nächstes Spiel vorzubereiten. Trotz der Niederlage bei den Rostock Griffins gingen sie mit einem guten Gefühl in die kurze Pause. Denn abgesehen vom ersten Viertel zeigte das Team trotz der strapaziösen und langen Anreise eine Leistung, die Hoffnung für den weiteren Saisonverlauf macht.

 

Die Minden Wolves wollen Revanche an den Elmshorn Fighting Pirates nehmen - Foto: Oliver JungnitschDie Minden Wolves wollen Revanche an den Elmshorn Fighting Pirates nehmen - Foto: Oliver Jungnitsch

Die Chance, das Ruder im Kampf um den Klassenerhalt noch herumzureißen, ist weiterhin vorhanden. Am Samstag wollen die Schützlinge von Headcoach Phil Gamble mit Unterstützung der heimischen Fans den ersten Schritt in diese Richtung machen. Zu Gast sind ab 15 Uhr die Elmshorn Fighting Pirates.

Der Traum vom ersten Sieg in der GFL2 lebt also weiter. „Noch stehen vier Spiele aus. Und in denen wollen wir alles dafür tun, um in der 2. Bundesliga zu bleiben“, sagt Wolves-Vorstandssprecher Uli Grünwald. „Wir glauben fest daran, dass uns das gelingen kann.“

Auch wenn der bisherige Saisonverlauf nicht den Vorstellungen aller Beteiligten entspricht, hat der heimische Aufsteiger, der sich innerhalb von nur fünf Jahren von der untersten Spielklasse bis in die GFL2 vorgearbeitet hat – ein Kunststück, das nur wenigen Vereinen gelingt –, bewiesen, dass er in der zweithöchsten deutschen Spielklasse mithalten kann.

„Wir zahlen Lehrgeld. Das muss man so deutlich sagen. Mit einem Jahr Erfahrung in dieser Liga würden wir wahrscheinlich ganz anders dastehen“, betont der ehemalige Sportdirektor und heutige Wolves-Vorstand Volker Krusche. „Wenn man wie wir in Leipzig nur 13 Gegenpunkte kassiert, gegen Langenfeld 14 und in Hamburg 21, dann muss man eigentlich etwas Zählbares mitnehmen.“

Vor allem die Offense machte den Mindenern bislang zu schaffen. Die Gegner stellten sich gut auf die Spielzüge der Wolves ein und ließen den Angriff kaum zur Entfaltung kommen. „Darin liegt zweifellos eines unserer Hauptprobleme.“

Die Verantwortlichen reagierten deshalb. „Wir haben Zack Cavanaugh gefragt, ob er uns trotz seines Football-Projekts in Berlin helfen könnte. Er hat spontan zugesagt“, freut sich Grünwald.

Der Amerikaner und langjährige Weggefährte von Headcoach Phil Gamble übernahm die Rolle des Offensive Coordinators. Schon nach wenigen Trainingseinheiten war seine Handschrift erkennbar. „Er kann natürlich keine Pässe werfen oder selbst Punkte erzielen. Aber er kann die Jungs besser machen und ihnen Selbstvertrauen vermitteln. Das kann viel bewirken“, sagt Krusche.

40 Prozent der Saison liegen noch vor den Wolves. Dazu gehört auch das Auswärtsspiel in Krefeld – eine Aufgabe, die nicht nur für Minden kaum zu lösen sein dürfte. „Sorry, aber dort kann es für uns nur darum gehen, uns so teuer wie möglich zu verkaufen“, bleibt Krusche Realist.

Die beiden notwendigen Siege sollen deshalb in den übrigen drei Partien eingefahren werden. Den Anfang soll das Heimspiel am Samstag um 15 Uhr gegen die Elmshorn Fighting Pirates machen. „Im Hinspiel führte eine Verkettung unglücklicher Umstände – eine Vollsperrung auf der Autobahn und die fehlende Bereitschaft der Schiedsrichter, den Kick-off um eine Stunde zu verschieben – nach einem Kaltstart zu einer deutlichen Niederlage“, erinnert sich Krusche.

Inklusive Umziehen, Passkontrolle, Coin Toss und Aufwärmen standen den Wolves aufgrund der Entscheidung der Unparteiischen weniger als 60 Minuten zur Verfügung. „Elmshorn war damit einverstanden, dass wir erst um 16 Uhr beginnen. Die Schiedsrichter haben uns aber lediglich zehn Minuten zusätzliche Zeit eingeräumt. Mit nur 55 Minuten Vorbereitung geht man nicht optimal in ein Spiel“, sagt Grünwald. „Die Verletzungsgefahr war dadurch erheblich erhöht. Zum Glück ist nichts passiert.“

Angesichts der Bedeutung der verbleibenden Heimspiele hoffen die Wolves auf eine größere Unterstützung von den Rängen. „Mit den Zuschauerzahlen sind wir in diesem Jahr nicht zufrieden. Im Vergleich zur vergangenen Saison mussten wir einen deutlichen Rückgang hinnehmen“, sagt Krusche. „Aber wir brauchen unsere Fans. Nur gemeinsam mit ihnen können wir den Klassenerhalt schaffen.“

Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Volker Krusche - Minden Wolves (redaktionell geändert)

 

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