Seniors
Griffins gewinnen in Bonn mit 34 zu 8 - Mit der vielleicht besten Saisonleistung konnten die Rostock Griffins ihren dritten Saisonsieg einfahren und sich so erstmal ein wenig Luft im Abstiegskampf verschaffen.

In 630 km Entfernung starteten die Greifen trotz einiger personeller Engpässe stark in die Partie. Gleich im ersten Drive bediente Quarterback Trent Cummings Phillip Schumann für 42 Yard und die 7-0 Führung.
Die Verteidigung der Greifen präsentierte sich ähnlich stark und konnte die Hausherren im 4. Versuch wieder vom Feld schicken. Nächste Runde und dieselbe Nummer: Die Griffins bauten ihre Führung durch einen TD-Pass von Cummings auf Cortez Barber aus und die Defense rührte im 4. Versuch der Bonner wieder Beton an. 14-0 und der nächste Ballbesitz für die Hansestädter, die trotz der Hitze und der langen Anreise keine Zeichen von Müdigkeit zeigten. Diesmal war es der QB selbst, der durch einen starken Lauf zum 21-0 punktete.
Und auch die Verteidigung hielt sich weiter schadlos und konnte, ohne gegnerischen Punkte zuzulassen, in die Halbzeit gehen. Hier zeigte sich HC Kuhfeldt trotz der deutlichen Führung aber nicht bedingungslos zufrieden und machte der Mannschaft klar, dass es noch 2 weitere hochkonzentrierte Quarter brauchen würde, um den Sieg nach Hause zu bringen.
Besonders gut hatte wohl Cornerback Martin Hille zugehört. Ihm gelang direkt im ersten Play, den Pass des Bonner Quarterbacks abzufangen und zu einem TD zurückzutragen. 28-0 für die Griffins! Aber die Gamecocks waren noch nicht geschlagen. Direkt im nächsten Ballbesitz punkteten sie durch einen tiefen Pass und die anschließende 2-Point Conversion. Der Angriff der Griffins stockte nun auch durch die Verletzung von Starting RB Daniel Engel etwas. Ein Fumble und eine Interception brachten die Gamecocks immer wieder in Ballbesitz. Gegen die Verteidigung der Rostocker war an diesem Tag aber kein Kraut gewachsen. Sacks von Niels Schroedter und Rückkehrer Reiko Sudrow zwangen die Bonner immer wieder zum Punt.
Im vierten Viertel präsentierte sich dann auch die Offense wieder in gewünschter Form. Ein wunderschöner Pass von Cummings auf Teamcaptain Christian Moddelmog sorgte für den 34-8 Endstand. Bis auf diesen Zusatzpunktversuch, der durch die Gamecocks geblockt werden konnte, verwandelte Kicker Erik Weilandt gewohnt sicher. Nun durften wirklich alle Spieler, die die 5. weite Auswärtsfahrt auf sich genommen hatten, aufs Feld und machten ihre Sache sehr ordentlich. Mit dem Schlusspfiff kam der Jubel. Die Griffins wollen nun ihre ansteigende Form halten, bzw. wenn möglich weiter ausbauen. Dazu geht es in der nächsten Woche wieder hochmotiviert im Training weiter.
Am 8.Juli steigt dann das nächste Heimspiel in Rostock, Gegner werden dann die Tabellennachbarn Paderborn Dolphins sein, gegen die man vor Wochenfrist noch unglücklich und knapp unterlag
Jens Putzier - Rostock Griffins
Stark gespielt und am Ende doch verloren. Mit einer 31:43-Niederlage im Gepäck kehren die Troisdorf Jets aus Bielefeld zurück an die Agger. Während der gesamten Partie fanden die Roten kein Mittel gegen den bärenstarken Bielefelder US-Import Keashawn Hill, der fast alle Punkte für die Ostwestfalen erzielte.

Bielefelds Keashawn Hill (#) war nur selten zu stoppen (Foto: Richard Welde)
Jets-Head Coach Andreas Heinen hatte im Vorfeld vor dem starken US-Amerikaner gewarnt, doch trotz penibler Vorbereitung und einer extrem kämpferischen Einstellung der Troisdorfer Defense, war gegen Hill an diesem Tag kein Kraut gewachsen. „Das ist schon echt frustrierend, wenn du gefühlt gegen einen einzigen Spieler verlierst“, so Heinen nach dem Spiel. „Wir haben auf beiden Seiten des Balles alles gegeben, aber es hat leider trotzdem nicht gereicht.“
Wie erwartet war das Spiel ein Kopf-an-Kopf-Rennen beider Teams. Während die Gastgeber früh mit zwei Touchdowns von Running Back Keashawn Hill in Führung gingen (15:0), verschlief die Troisdorfer Offense ihre ersten beiden Angriffsphasen komplett. Erst im zweiten Quarter starteten die Jets durch und forderten die Bielefelder Defense mit ihrem vielseitigen Spiel heraus. Pepe Bürling, Tim Manns und Quarterback Jannik Nowak, der erneut ein hochpräzises Spiel ablieferte, erzielten drei Touchdowns für Troisdorf (PAT Bernhard Meyer). Leider war aber auch Keashawn Hill zweimal nicht zu stoppen und so stand zur Halbzeit es 27:19 für Bielefeld.
Nach der Pause folgte eine starke Phase der Jets-Defense, die keine weiteren Punkte für die Bulldogs zuließ. Mit einem Lauf, perfekt vorbereitet durch Wide Receiver Niklas Remke, sorgte erneut Jannik Nowak für den 25:27-Anschluss. Im letzten Spielviertel wurde nach einem weiteren Touchdown durch Hill, der Kampfgeist der Jets belohnt. Auch Niklas Remke trug sich nach einem schnurgeraden Pass von Nowak zum 35:31 aus Sicht der Bulldogs in die Scorerliste ein.
Mit letztem Aufgebot mobilisierte die Jets-Defense noch einmal alle Kräfte, konnte aber einen weiteren Touchdown durch Keashawn Hill wieder nicht verhindern. Zwar kam die Troisdorfer Offense der Endzone der Bulldogs noch zweimal gefährlich nahe, doch es kam in den wenigen verbleibenden Sekunden bis zum Schlusspfiff nichts Zählbares mehr dabei heraus. Der verletzungsbedingte Ausfall der beiden Offense Tackle Daniel Albrecht und Kai Graf machte die Sache dabei nicht einfacher.
„Eine Offense Line funktioniert wie eine Maschine“, sagt deren Trainer Andreas Brock. „Alle Spieler sind extrem gut aufeinander abgestimmt. Der Ausfall von gleich zwei Spielern ist dabei nur schwer zu kompensieren.“ Nach einer ersten Umstellung des Personals, bei der Routinier Christian Lülsdorf in die Linie aufrückte, musste letztlich sogar Defense Liner Marcel Philippsen bei seinen Offense-Kollegen aushelfen.
„Wir hatten uns vorgenommen, mit einer starken Offense unserer Defense mehr Raum zum Atmen zu geben“, so Heinen, der als Offense Coordinator auch für die taktische Ausrichtung im Angriff verantwortlich ist. „Das hat leider nicht ganz geklappt, auch wenn wir ein paar Mal richtig nah dran waren. Ein paar kleine, aber folgenreiche Fehler haben uns den Sieg gekostet. An der Einstellung der Spieler gibt es nichts auszusetzen, die Jungs haben wirklich alles gegeben.“
Für die Jets beginnt nun eine fast achtwöchige Spielpause, in der in den kommenden drei Wochen auch kein Training stattfindet. Anfang August beginnt dann die Vorbereitung auf die letzten beiden Saisonspiele in Köln (20.8.) und zu Hause gegen Solingen (26.8.).
Andreas Heinen - Troisdorf Jets
Mit einem ungefährdeten 44:26 (7:0; 10:3; 14:7; 13:16), besiegen die New Yorker Lions vor über 4.000 Zuschauern im heimischen Eintracht-Stadion die Kiel Baltic Hurricanes und übernehmen damit als einzige verbleibende Mannschaft ohne Niederlage, die alleinige Tabellenführung in der GFL Nord.

RB 21 D. McCants erzielte seinen 100 (Foto: Fabian Uebe)
Die Partie der beiden Top-Mannschaften im Norden begann mit dem Kick-Off der Gastgeber durch Jan Hilgenfeldt und einem anschließenden ersten Versuch der Kieler an deren eigenen 25 Yard Linie. Von Beginn an starker Druck durch die Defense der New Yorker Lions auf Hurricanes Spielmacher Jared Stegman, sorgte bereits nach kurzer Zeit dafür, das die Gäste sich per Punt vom Angriffsrecht trennen mussten. Besser lief es erneut, wie bereits in den Spielen zuvor, im ersten Angriffsdrive der Lions unter dem Kommando von Quarterback Casey Therriault. Pässe auf seine Receiver Jan Hilgenfeldt und Nathaniel Morris sowie Läufe von Runningback David McCants, führten die Löwen Yard für Yard bis in die Redzone der Kieler.
Dort war es dann David McCants mit einem Lauf über 15 Yards und seinem 100. Touchdown im Jersey der New Yorker Lions überlassen, für das 7:0 (PAT T. Goebel) und die Führung für die Hausherren zu sorgen. Es folgte eine im Endeffekt weitere enttäuschende Serie für die Kiel Baltic Hurricanes, die letztendlich in einem ausgespielten vierten Versuch an der 33 Yard Linie der Lions endete.
Zwar hatten sich die Gäste in Person von Spielmacher Jared Stegman und Runningback Christopher McClendon trotz nicht nachlassenden Druck der Braunschweiger Verteidigung immer weiter voran gekämpft, doch fehlte ihnen im entscheidenden Moment im vierten Versuch, ein wirksames Rezept gegen die Verteidigung der Löwen. Somit starteten die Lions mit dem Wechsel zum zweiten Spielviertel ihren nächsten Angriffsdrive und marschierten erneut erfolgreich voran. Abermals waren es besonders Hilgenfeldt und McCants aber auch Youngster Justus Holz, die für die entscheidenden Meter Raumgewinn sorgten. Verantwortlich für das 14:0 (PAT T. Goebel) war Nathaniel Morris nach einem acht Yard Pass von C. Therriault.
Nach einem weiteren Punt der Kieler waren es dann die Lions selbst, die die ersten Punkte der Gäste vorbereiteten. Nach einem Passfang macht sich Jan Hilgenfeldt auf weiter Raumgewinn zu erkämpfen, verlor dabei aber unglücklich den Ball und das freie Spielgerät konnte sich die Defense der Hurricanes zu ihren eigenen Gunsten tief in der Spielhälfte der Gastgeber, an deren 28 Yard Linie, sichern. Zwar gelang den Kielern abermals kein Touchdown, da u.a. Tissi Robinson zwei Mal einen Pass von Stegman beinahe abfangen konnte, doch mit einem 29 Yard Fieldgoal durch Kicker Tim Albrecht gelang ihnen zumindest der Anschluss zum 14:3.
Kurz vor der Halbzeitpause konnten dann auch die New Yorker Lions durch ein 31 Yard Fieldgoal von Tobias Goebel nochmalig zum 17:3 Pausenstand punkten, nachdem Casey Therriault den einzigen Sack der Kieler Defense durch Linebacker Joshua Alaeze hinnehmen musste. Nach der Halbzeitpause legten die Gastgeber dann mit zwei Scores in Folge und einer weiter grandios agierenden Defense den letztendlichen Grundstein für den Sieg. So war es Runningback Jabari Johnson, nach guter Vorarbeit durch Casey Therriault und seine Receiver Justus Holtz,
Niklas Römer und Nathaniel Morris, der mit einem Lauf aus einem Yard Entfernung für das 24:3 (PAT T. Goebel) sorgte. Doch damit nicht genug, blockte doch Braunschweigs Geburtstagskind Jonathon Rollins den im Folgedrive der Kieler notwendigen Punt tief in der Hälfte der Gäste und das freie Spielgerät wurde von Patrick Finke an der Kieler 20 Yard Linie gesichert. Diese Ausgangssituation ließen sich die New Yorker Lions natürlich nicht nehmen und erhöhten kurze Zeit spät durch den zweiten Touchdown des Tages von Nathaniel Morris, nach 7 Yard Pass von C. Therriault, auf 31:3. (PAT T. Goebel). Erst jetzt in der bereits aussichtslos erscheinenden Situation schien es, als wenn die Kiel Baltic Hurricanes zum Leben erwachen würden.
Mit nur drei Spielzügen über ihr Arbeitstier Runningback Christopher McClendon, überbrückten die Fördestädter das gesamte Spielfeld und konnten mit einem 27 Yard Lauf auf 31:10 (PAT T. Albrechtt) herankommen. Es dauerte bis kurz nachdem letzten Seitenwechsel, ehe die Lions wieder vor der Kieler Endzone auftauchten und Punkte erzielen konnten. Mit einem Pass über 72 Yards bereitete Jan Hilgenfeldt das 38:10 (PAT T. Goebel), durch einen weiteren ein Yard Lauf von Jabari Johnson, vor. Doch wie bereits zuvor erwähnt war jetzt auch die Kieler Offense im Spiel und somit entwickelte sich im vierten und letzten Spielabschnitt ein zum Teil offener Schlagabtausch zwischen den beiden Kontrahenten.
Für das 38:18 (TPC X. Mitchell) war der US-amerikanische Ballfänger auf Seiten der Hurricanes Xavier Mitchell, nach 14 Yard Pass von J. Stegman, verantwortlich. Mit dem Erfolg aus den letzten Angriffen im Rücken, wurde nun auch die Defense der Hurricanes stärker und schickte ihrerseits den Braunschweiger Angriff ohne weitere Punkte schnell wieder vom Feld.
Doch wenn es in diesem Jahr mal nicht so gut auf Seiten des Angriffs der Lions läuft, springt die Verteidigung in die Bresche. Beim vorliegenden Fall geschah dieses in Person von Passverteidiger Lars Steffen, der einen Passversuch von J. Stegman auf Höhe der eigenen 44 Yard Linie abfangen konnte und über 54 Yards zum 44:18 (PAT nicht gut) in die Endzone der Gäste zurücktrug.
Für den Abschluss des Spiels nahezu passend mit dem Schlusspfiff, waren dann nochmals die Kiel Baltic Hurricanes und Christopher McClendon verantwortlich. Mit einem Pass über acht Yards bediente Stegman seinen Runningback in der Endzone der Löwen zum Endstand des Spiels von 44:26 (TPC F. Nikel). Damit geht es jetzt für die New Yorker Lions in einen einwöchige Spielpause, bevor am 7 Juli das Auswärtsspiel in Dresden gegen die Monarchs ansteht. Bereist bei diesem Spiel können die Titelverteidiger aus Braunschweig mit einem weiteren Sieg, ihre gute Tabellenposition festigen.

Eine 14:82 Niederlage ist natürlich schwer zu verdauen, aber der Spielplan lässt keine Pause zu. Vielleicht ist dies gut so und man muss sich schnell auf den nächsten Gegner konzentrieren. Am Sonntag sind die Assindia Cardinals in Paderborn zu Gast. Dann sind einige der Leistungsträger wieder an Bord.
„Die Lage hat sich schon etwas entspannt. Wir haben ordentlich trainiert und ich bin ganz zuversichtlich, dass wir uns diesmal besser verkaufen können“, so Head Coach Yves Thissen. Das auch Paderborn längst nicht dort steht, wo sie gerne stehen wollten, ist im Lager der „Men In Green“ kein Thema. Es gilt das eigene Spiel zu stabilisieren und den nächsten Erfolg einzufahren. Head Coach Yves Thissen bringt es auf den Punkt: „Es ist derzeit egal, was die Gegner machen und wo sie stehen. Wo wir selber stehen ist wichtig und dass wir von dort weg wollen. Wir müssen nach oben und nach vorne schauen. Die nächsten Wochen sind für uns echte Schicksalswochen!“
Am Donnerstag tauchte Huskies-Quarterback John Uribe zusammen mit den anderen US-Imports der Hamburg Huskies bei der „Independence Day Celebration“ im Hamburger US-Konsulat auf - an Krücken. Der Spielmacher der Schlittenhunde hat sich zwei Bänder im linken Sprunggelenk gerissen, fällt für das Heimspiel in der Football-Bundesliga GFL am Sonnabend (Stadion Hammer Park, Kickoff 17 Uhr) gegen die Cologne Crocodiles aus!

Zelter Media: Huskies-Quarterback Moritz Maack
„Es passierte im Spiel gegen Dresden, als ich nach unserer mißglückten Two-Point-Conversion den Ballträger aufhalten wollte“, erzählt Uribe. Zuerst befürchteten die Huskies gar einen Knöchelbruch, am Ende war es „nur“ ein doppelter Bänderriss. „Ärgerlich, aber eigentlich keine große Sache“, so der 26-Jährige. „Wenn ich müsste, könnte ich spielen“. So wird er nun im Hin- und Rückspiel gegen Köln ausfallen, nach auskurierter Verletzung kann er dann nach der Sommerpause wieder angreifen.
Den Part des Spielmachers übernimmt nun Moritz Maack, der Uribe nach dessen Verletzung schon im Dresden-Spiel vertreten hatte. Für das 19-jährige Huskies-Eigengewächs, das in der vergangenen Saison von den Young Huskies zum Herrenteam gestossen war, ist es der erste GFL-Einsatz als Starting Quarterback. „Moritz hat unser vollstes Vertrauen“, so Huskies-Head Coach Sean Embree. „Ich bin überzeugt, dass er seine Sache gut machen wird.“ Im Ausfall Uribes sieht Embree sogar eine plötzlich auftauchende Chance, den Angriff zu stärken: „Mit Josh Hartigan und Jaylen Hill hätten wir zwei US-Receiver auf dem Feld, die Köln dann verteidigen muss. Möglicherweise bereiten wir ihnen damit Probleme“. In der GFL dürfen maximal zwei US-Importspieler eines Teams gleichzeitig auf dem Feld stehen.
Hill kommt von der Univertsity of Virginia (NCAA DIV II) und spielte zuletzt in der AFA (Atlantic Football Association) bei den New River Nitros. Der 21-Jährige war Donnerstag vor einer Woche in Hamburg gelandet, stand nach nur einer Trainingseinheit gegen Dresden auf dem Feld und kann sowohl als Defensive Back als auch als Wide Receiver eingesetzt werden.
Thomas Köhn - Hamburg Huskies
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