Seniors
Es war ein Spiel, dass in die Geschichtsbücher der Cardinals eingehen wird. Sowohl das Ergebnis, als auch die begleitenden Faktoren sind denkwürdig - wenn auch nicht in positiver Sicht.

Eigentlich als Verstärkung für die Verteidigung vorgesehen, wärmt sich Donnie Avant für seinen Einsatz als Ersatz-Quarterback auf ( Foto: Roland Schicho)
Die Cardinals reisten nach Potsdam in der Gewissheit, dass auf Essener Seite an diesem Tag alles, bei den Potsdam Royals gar nicht passen müsste, um eine Chance zu haben. Die Zuversicht schwand quasi stündlich, je näher das Spiel rückte. Neben vielen Langzeitverletzten und einigen beruflich bedingten Absagen, aufgrund der zu erwartenden Ankunft am frühen Montagmorgen in Essen, kamen mit Fabian Schorn, Julian Zorz, Tobias Nick, Janis Evers kurzfristig noch weitere Ausfälle hinzu.
Eine Reihe von Spielern reiste am Sonntagmorgen nach, um zum Team zu stoßen, trotzdem fehlten zum Kick Off den Essener Trainern über 20 Spieler aus dem Kader. Die 39 Aktiven waren entsprechend gefordert, doch bereits im 1. Quarter ging die Verletzungsmisere weiter - Quarterback Lennard Brodeßer verletzte sich an der Schulter, Runningback Manuel Krafzik am Sprunggelenk. Die zwangsläufig notwendigen permanenten Umstellungen konnten auch nicht für einen stabilen Spielaufbau sorgen und folglich kam die Cardinals bei dem starken Gegner völlig unter die Räder. 26:0 nach dem 1. Quarter und 54:7 zur Halbzeit drücken die Überlegenheit der Potsdam Royals an diesem Tage aus.
"Ein solches Spiel habe ich in den 20 Jahren noch nicht erlebt. Ergebnis, Spieldauer und die Anzahl der Strafen sind wirklich outstanding! Trotzdem haben die Trainer gemeinsam mit den Spielern meinen höchsten Respekt. Bei den Außentemperaturen und den Gesamtumständen haben sie sich einem überlegenen Gegner bis zuletzt entgegen gestellt. Keine Frage - ein solches Ergebnis ist sehr sehr bitter und nur schwer zu verdauen. Potsdams frisch eingeflogener neuer Quarterback, Jakob Tucker, hatte einen perfekten Tag erwischt. Auf der anderen Seite war der Defense-End der Royals, Michael Reynolds, eine nicht zu stoppende Urgewalt. Potsdam will um jeden Preis aufsteigen, das merkt man sehr deutlich und wir waren an diesem Sonntag das Kanonenfutter. Es sind aber die anderen, vermeidbaren Niederlagen, die viel mehr wurmen. Beim nächsten Spiel am kommenden Wochenende sind Gott sei Dank wieder einige Leistungsträger mit dabei und ansonsten gilt es zu kämpfen - es sind noch mehr als die Hälfte der Spiele auszutragen!", so Cardinals Präsident Wilfried Ziegler.
Yves Thissen, Headcoach der Essener Footballer war natürlich wegen der Niederlage, aber viel mehr wegen der negativen Begleitumstände, enttäuscht. "Es ist natürlich eine ganz schwierige Situation, in der jeder und alles hinterfragt wird."
Das nächste Spiel der Cardinals findet am 25.6., 15 Uhr gegen die Paderborn Dolphins im Hermann-Löns-Stadion, Paderborn, statt.
Wilfried Ziegler - Essen Assindia Cardinals

Die Paderborn Dolphins hatten sich für das Spiel in Lübeck einiges vorgenommen. Noch nie hatte sich das Team aus Ostwestfalen in Lübeck mit einem Sieg verabschieden können, in diesem Jahr sollte es fast anders werden. Kurz vor dem Schlusspfiff hatten die Dolphins auch noch die Führung inne, doch am Ende reichte es in der Hansestadt nur zu einem Unentschieden. Gerade in der entscheidenden Spielphase zeigte man viele Fehler, die einige Strafen gegen die Dolphins zur Folge hatten. Die an den Gegner verschenkten Yards wurden von den Lübeck Cougars dankend angenommen.
Dabei hatten sich die ersten beiden Quarter ausgeglichen gestaltet. Kein Team konnte sich absetzen oder entscheidende Akzente setzen. Die Dolphins und Cougars gaben häufig durch einen Punt das Angriffsrecht ab. Zur Halbzeit hatte man aufgrund der verpassten Extrapunkte auf Seiten der Dolphins einen Rückstand von 12:14. Schon zu diesem Zeitpunkt zeigte sich, dass die Partie bis zum Ende spannend bleiben sollte. Das ausgeglichene Spiel setzte sich auch nach dem Seitenwechsel fort. Mal konnten sich die Lübecker mit einem Touchdown absetzen, mal übernahmen die Paderborn Dolphins das Ruder.
Zehn Minuten vor Ende der Partie hatten die Dolphins ihren Rhythmus gefunden und zeigten sich selbstbewusst im Spielverhalten. Mit einem Touchdown konnten sie die Lübecker immer auf Distanz halten. Nur eine Situation war zu diesem Zeitpunkt sehr ärgerlich: Einen Touchdown von Receiver Dominic Gröne konnten die Unparteiischen nicht werten, da die Offensive zuvor falsch geblockt hatte. Hinzu kam, dass die Dolphins anschließend den Drive ohne Punkte abgeben mussten und damit die Lübecker zurück ins Spiel brachten.
Im weiteren Spielverlauf kam es dann immer wieder zu Strafen und Unachtsamkeiten. Die Chance ließen sich die Lübecker nicht nehmen und kamen wieder heran. Die Paderborn Dolphins gaben nicht auf. Mit drei Minuten auf der Spieluhr verbleibend hatten sich die Dolphins die Führung mit 40:33 zurückerobert. Die Cougars spielten ihren anschließenden Drive souverän bis in die Dolphins Hälfte. Die Defensive zeigte sich zu diesem Zeitpunkt zu nervös und verschaffte den Lübeckern besonders durch unnötige Fouls immer wieder neue Versuche. Der daraus resultierende Touchdown für Lübeck und der verwandelte Extrapunkt zeichneten das 40:40 Endergebnis.
Mit etwa einer Minute auf der Spieluhr trat dann Quarterback Justin Gomez noch einmal auf das Gaspedal und gelangte noch einmal mit wenigen Sekunden auf der Spieluhr in die gegnerische Hälfte. Doch auch hier war es am Ende eine Strafe und Abstimmungsprobleme, die dazu führten, dass ein langer Ball in die Endzone geworfen werden musste. Lübeck verteidigte gut und konnte diesen Pass fangen.
Für die Dolphins ist es – genauso wie für die Lübeck Cougars – ein wichtiger Punkt, um sich gegen den Tabellenkeller abzusichern. Bei den Paderborn Dolphins zeigt sich auch in diesem Spiel, dass es in diesem Jahr nicht richtig rund läuft. Viele individuelle Fehler, Unkonzentriertheiten auf dem Feld und in den entscheidenden Phasen Nachlässigkeiten sorgen auch in diesem Spiel dafür, dass man sich zu schlecht verkauft. Am kommenden Wochenende ist das nächste wichtige Spiel für die Paderborner. Die Assindia Cardinals kommen nach Paderborn.
Wichtige Punkte müssen gegen Essen gesammelt werden, wenn man sich im Tabellenmittelfeld einnisten möchte.
Björn Gorniak - Paderborn Dolphins
Nach den beiden dominanten Siegen gegen die Dresden Monarchs (47:7) und den Samsung Frankfurt Universe im Eurobowl XXXI (55:14), mussten sich auch die Berlin Rebels nach dem Schlusspfiff und einer 52:10 (7:0; 31:0; 7:0; 7:10) Niederlage eingestehen, das es gegen die New Yorker Lions in deren aktueller Verfassung, nichts zu holen gibt.

Foto: Fabian Uebe / New Yorker Lions
Fast 3.200 begeisterte Zuschauer im Braunschweiger Eintracht Stadion sahen ein Team der Lions welches erneut sowohl im Angriff, als auch in der Verteidigung, nahezu perfekt spielte.
Die Gäste aus Berlin gewannen den Coin Toss und entschieden sich dafür, zu erst mit ihrer Offense um Spielmacher James Harris das Spielfeld zu betreten. Mit Läufen durch Chris Smith und Quarterback James Harris selbst, sowie zwei Pässe von Harris auf seine Ballfänger Dominik Helmhold, konnten sich die Rebels trotz starkem Druck der Braunschweiger Defense, bis an die ein Yard Line der Lions vorarbeiten.
Doch so kurz vor den ersten eigenen Punkten und der möglichen Führung, versagten den Berlinern die Nerven bzw. wuchs die Braunschweiger Verteidigung erstmalig an diesem Tag über sich hinaus und hielt dem Anrennen der Gäste stand.
Somit mussten die Gäste aus Berlin, trotz einem Angriffsdrive der nahezu 7 Minuten von der Spieluhr genommen hatte, unverrichteter Dinge das Feld verlassen. Wie man es besser machen kann, zeigte im Gegenzug der Angriff der New Yorker Lions um Quarterback Casey Therriault. Von der eigenen Endzone aus startend, dauerte es nur etwas mehr als zwei Spielminuten, bevor es zum ersten Mal an diesem Nachmittag hieß - Touchdown Lions! Mit Pässen auf Nathaniel Morris, Jan Hilgenfeldt und Niklas Römer, sowie einem Lauf von David McCants, überbrückten die Löwen schnell einen Großteil des Spielfeld, ehe Therriault mit einem 33 Yard Pass Nathaniel Morris zum 7:0 (PAT T. Goebel) in der Endzone der Rebels bediente. Nach der ersten Führung der Löwen schien es, als wenn auf Seiten der Rebels nicht mehr viel zusammenlief. So dauerte es gerade einmal zwei Spielzüge, ehe nach einer Interception durch Braunschweigs Passverteidiger Lars Steffen, erneut der Angriff der Löwen tief in der Hälfte der Rebels die Arbeit aufnahm und mit einem 37 Yard Fieldgoal von Tobias Goebel zum 10:0, diesen direkt nachdem ersten Seitenwechsel, erfolgreich abschloss.
Im zweiten Spielviertel übernahmen die New Yorker Lions dann vollständig die Spielkontrolle und punkteten wie bereits in den beiden zurückliegenden Partien gegen Dresden und Frankfurt, fast nach belieben. Die Verteidigung der Lions machte Berlin Rebels Spielmacher James Harris das Leben schwer und nahm ihm nahezu jede Möglichkeit des Raumgewinns, dazu kamen noch Sacks bzw. Tackle für Raumverlust durch Georg Burmeister und David Müller. Im Angriff der Braunschweiger schlug zwei Mal in Folge die Kombination Casey Therriault auf Niklas Römer zu.
So resultierte das 17:0 (PAT T. Goebel) aus einem 63 Yards Pass von Therriault auf Römer und das 24:0 (PAT T. Goebel) aus einem Pass über 25 Yards.Damit nicht genug, folgte die Zeit des Kerim Homri auf Seiten der Defense der Löwen. Gleich der erste Spielzug der Berliner, nach dem 24:0 der Hausherren, wurde zum Alptraum des Spielmachers der Rebels James Harris. Beim Versuch der Verteidigung der Lions zu entkommen konnte Harris bei einem Tackle den Ball nicht festhalten, so dass das freie Spielgerät vom Braunschweiger Linebacker Kerim Homri aufgenommen wurde und dieser unter dem Jubel seiner Teamkollegen und der Braunschweiger Fans, den Ball über 32 Yards zum 31:0 (PAT T. Goebel) in die Endzone der Rebels zurücktrug.
Nahezu ein Déjà-vu erfuhr James Harris dann erneut nur ein paar Spielzüge später. Wieder verlor Harris bei einem Fluchtversuch nach Tackle durch Jonathon Rollins den Ball und erneut war es
Kerim Homri, der diesen zum Ballbesitz für sein Team an der 27 Yard Line der Hauptstädter sichern konnte. Ein Pass von Therriault über 27 Yards auf Morris später und die New Yorker Lions führten mit 38:0. Mit diesen Spielstand und der klaren Führung der Hausherren, ging es in die Halbzeitpause.
Wer jetzt glaubte, das der frischgebackene Eurobowlsieger im dritten Quarter etwas das Tempo aus dem Spiel nehmen würde sah sich getäuscht. Nach dem Kick-Off zur zweiten Spielhälfte durch die Berlin Rebels, benötigte David McCants nur ganze drei Versuche, den letzten davon mit einem spektakulären Lauf über 70 Yards, um die Führung für seine Mannschaft auf 45:0 (PAT T. Goebel) auszubauen.
Nach diesem weiteren Ausbau der Führung ließen es dann die Hausherren wirklich etwas ruhiger angehen und die Trainer der Löwen um Head Coach Troy Tomlin begannen, ihre Spieler durch zu wechseln. So übernahm auf der Kommandobrücke im Angriff der Lions Quarterback Tom van Duijn die Verantwortung und auch auf vielen anderen Positionen erhielten die Backups des Löwenrudels Einsatzzeit. Einen Abbruch im Spielverlauf gab es dadurch aber keineswegs.
Nach wie vor dominierte die Defense den Angriff der Gäste und auch im Angriff erzielte man Raumgewinn und Punkte. Zu Beginn des vierten und letzten Spielabschnitts war es aber zu erst den Gästen vorbehalten sich auf das Scoreboard zu bringen.
Nach einem schönen Drive beginnend von ihrer eigenen 48 Yard Linie, war es Rebels Kicker Phillip Friis Andersen, der mit einem 31 Yard Fieldgoal zum 45:3 für die ersten Punkte der Berliner sorgte.
Doch auch die nächsten Punkte für die New Yorker Lions ließen nicht lange auf sich warten. Ganze drei Spielzüge nachdem Kick-Off durch die Rebels, bediente Tom van Duijn mit einem sehenswerten Pass über 63 Yards seinen Receiver Justus Holtz zum 52:3 (PAT T. Goebel).
Für den Abschluss des Spiels waren dann aber die Gäste aus der Hauptstadt zuständig in Form ihres GFL Routiniers Quarterback Darius Outlaw. Erreichte er erst mit einem 47 Yard Lauf fast die Endzone der Lions und konnte nur mit einem Hechtsprung von Tissi Robinson noch ins Aus gedrängt werden, sorgte er zwei Spielzüge später mit einem weiteren eigenen Lauf aus vier Yards Entfernung für den 52:10 (PAT P. F. Andersen) Endstand der Partie zwischen den New Yorker Lions und den Berlin Rebels.
Damit bleiben die New Yorker Lions von Head Coach Troy Tomlin auch in ihrem insgesamt achten Spiel der Saison ungeschlagen und erwarten bereist am kommenden Samstag (24. Juni) mit den Kiel Baltic Hurricanes das verbliebende letzte ebenfalls ohne Niederlage in der GFL Nord dastehende Team.
07:00 33 Yard TD-Pass C. Therriault auf N. Morris (PAT T. Goebel)
Holger Fricke - New Yorker Lions
Am Ende mussten sich die Griffins dem Tabellenführer aus Düsseldorf mit 21-34 geschlagen geben, nicht aber ohne zuvor den versprochenen großen Kampf abgeliefert zu haben. In dem mit 1315 Zuschauern wiederum gut gefüllten Rostocker Leichtathletikstadion starteten die Greifen alles andere als zaghaft in die Partie. Die Verteidigungreihe konnte direkt den ersten Angriffsversuch der Panther abwehren und ihren Angriff in Ballbesitz bringen.

Foto: Gerd Köhler
Leider wurde der Ball aber bereits im ersten Spielzug durch einen Fumble wieder abgegeben. Ballbesitz Panther an der Rostocker 21 Yard Linie und wenige Spielzüge später die 7-0 Führung für die Gäste. Nun war auch die Offensive der Hausherren wach und erkämpfte sich mit zwei schönen Touchdownpässen von Trent Cummings auf Phillip Schumann und Cortez Barber den Ausgleich sowie die zwischenzeitliche Führung nach einem Fieldgoal der Panther zum 14-10. Und auch wenn alle Mannschaftsteile der Rostocker weiter fokussiert spielten, manchmal war gegen die starken Gäste vom Rhein einfach kein Kraut gewachsen. Die Panther konnten sich durch einen TD kurz vor der Halbzeit eine knappe 17-14 Führung zurückerobern.
Leider brachte das dritte Viertel dann die Entscheidung zugunsten der Gäste. Kleine Fehler und schlechte Feldpositionen reichten aus, um das Spiel kippen zu lassen. Die Offense der Hausherren musste sich in diesem Viertel regelmäßig nach drei Versuchen vom Ball trennen und die Defensive ließ zwei lange Drives der Raubkatzen zu, die jeweils mit einem Touchdown beendet wurden. Beim Zwischenstand von 31-14 war gegen so einen starken Gegner fast schon eine kleine Vorentscheidung gefallen. Aber angetrieben vom tollen Rostocker Publikum fanden die Greifen jetzt zurück zu ihrem Spiel, hielten in der Verteidigung stand und punkteten noch einmal durch einen Touchdown-Pass von Cummings auf Barber zum Endstand von 34 zu 21. Am Ende stand ein verdienter Sieg der Panther aber auch eine über weite Strecken der Partie wirklich gute Leistung der Griffins, auf die es aufzubauen gilt. Denn in nächsten Partien müssen dann jetzt weitere Punkte her, um sich ein wenig Luft zum Tabellenkeller zu schaffen. Die erste Chance dazu ergibt sich bereits am kommenden Samstag, wenn es in 630 km Entfernung zum letzten weiten Auswärtsspiel der Saison bei den Bonn Gamecocks geht.

Foto: Gerd Köhler
Das erneut großartige Rahmenprogramm im Rostocker Stadion und die wiederum sehr gut gefüllten Ränge machen nach wie vor Lust auf mehr. Der Presenter of the Day, Platinsponsor S+T Fassaden Gmbh aus Tessin, zeigte sich in persona von Geschäftsführer Bernd Schröter ebenfalls sehr zufrieden: „Ich bin mit dem Doubleheader und wie er vom Verein durchgeführt wurde sehr zufrieden. Beide Teams (die Juniors verloren im Vorspiel ebenfalls nach starkem Kampf gegen die Berlin Bears mit 14:26 (Anm.d.Red.)) haben gegen starke und favorisierte Teams einen tollen Kampf bis zur letzten Minute gezeigt. Es war dramatisch und mitreißend und beide Mannschaften, die von uns äußerst gern unterstützt werden, haben alles gegeben. Genau damit können wir uns identifizieren und das passt zu unserem mitarbeiter- und familienorientierten Unternehmen. Schade, dass heute aufgrund des böigen Windes, die von uns bestellten Fallschirmspringer nicht abspringen konnten. Alle anderen Parts des Events wie die Fieldshow der Stadtfanfaren, die Falknershow oder das Familienprogramm an sich um das Spiel herum waren tolle Werbung für den Sport, die Griffins und nicht zuletzt für die S +T Fassaden GmbH. So soll es sein…“
Jens Putzier - Rostock Griffins

Die Gäste aus Dortmund, die nach der Niederlage weiterhin am Tabellenende festsitzen, präsentierten sich dabei keineswegs als potentieller Absteiger. Mit großem Kader und noch größerem Kampfgeist machte das Team von Head Coach Bartos Labos den Jets das Leben immer wieder schwer.
So wurde der erste Angriff der Troisdorfer nach einem leicht überworfenen Ball auch gleich durch eine Interception von Alexandros Alexiou gestoppt, der nach dem Rückzug der Dortmunder Jugendmannschaft aus der GFL Juniors (Juniorenbundesliga) nun bei den Herren auflaufen darf.
Die noch immer von Verletzungsausfällen gebeutelte Jets-Defense machte ihre Sache aber gut und kurz darauf durften sich die Jets über ihre ersten Punkte freuen. Nachwuchs-Running Back Kadir Ucar, der aus der eigenen Jugend stammt, sicherte sich seinen ersten Touchdown bei den Senioren. Den Extrapunkt verwandelte Sebastian Weidenbruch gewohnt sicher (7:0).
„Kadir hat in der Jugend noch hervorragend in der Offense Line gespielt“, sagt Head Coach Andreas Heinen. „Für diese Position ist er im Seniorenbereich aber zu leicht und etwas zu klein. Daher haben wir ihn zum Running Back umgeschult und der Touchdown ist nun die erste kleine Belohnung für seinen Trainingsfleiß und seinen Mut.“
Der nächste Jubel kam anschließend von den Dortmundern, bei denen Kevin Pecnik ein Fieldgoal aus 44 Yards Entfernung zum 3:7-Anschluss durch die Torstangen nagelte.
Während die Jets-Defense immer mehr in ihren Rhythmus fand, lief es im Angriff weiterhin zäh. Keine Spur mehr von der Leichtigkeit im Hinspiel, als den Jets nahezu alles gelang. Dennoch erzielten die Troisdorfer auch im zweiten Spielviertel einen Touchdown durch Routinier Niklas Remke (14:3, PAT Weidenbruch).
Auch nach der Halbzeitpause war das Spiel weiter von Kampfgeist auf beiden Seiten geprägt. Die bis dahin sehr solide Defense der Jets ließ sich dann aber gleich zweimal von den Giants überraschen. Zunächst erzielten die Gäste mit einem Punt Fake großen Raumgewinn und dann fand Quarterback Azad Aslan seinen völlig freistehenden Wide Receiver Benjamin Schuster zum 9:14-Anschlusstouchdown.
Die Antwort der Jets-Offense ließ aber zum Glück nicht lange auf sich warten. Nach einem sehenswerten, von starken Läufen durch Niklas Hornen und Pepe Bürling geprägten Drive, schob sich Quarterback Jannik Nowak hinter seiner bulligen Offense Line in die Endzone der Giants (21:9, PAT Weidenbruch). Kurz zuvor war den Jets noch ein weiterer Touchdown durch Fullback Niklas Hornen, der sich unaufhaltsam über das halbe Spielfeld bulldozerte, nach einer Strafe aberkannt worden.
Im 4. Quarter holte sich dann Arbeitstier Pepe Bürling seinen verdienten Touchdown und erhöhte den Spielstand damit auf 28:09 (PAT Weidenbruch).
Auch aber jetzt ließen die Gäste nicht locker und durften sich ebenfalls über einen weiteren Touchdown durch Running Back Samuel Kwakye-Yeboah freuen. Den Pass zur versuchten Two-Point-Conversion schnappte sich Jets-Teamcaptain Yannick Steger und verhinderte so zwei weitere Punkte für die Giants.
„Bei uns ist immer noch viel Sand im Getriebe“, resümiert Head Coach Heinen. „Irgendwie haben wir die Niederlage gegen Solingen noch immer nicht aus den Köpfen. Kein Wunder, wir sind ja auch mit großen Zielen in die Saison gestartet. Es wird Zeit, dass wir diese Ziele neu definieren und dann hoffentlich am kommenden Samstag wieder befreit aufspielen können.“
Zum letzten Spiel vor der Sommerpause reisen die Jets am Samstag nach Bielefeld, die ihrerseits am vergangenen Spieltag den Amboss aus Remscheid mit 49:24 abserviert haben. Damit stehen nun die Bulldogs auf Platz Drei der Tabelle direkt hinter den Troisdorf Jets. Das Spiel von Spitzenreiter Solingen gegen Köln wurde aufgrund einer Platzsperre abgesagt.
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