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"Minden erinnert mich daran, wo ich hingehöre" - Willie Fedd jr. kehrt zurück (Foto: Nick Jungnitsch)Für die Baltimore Lightning erzielte der Wide Receiver 2022 insgesamt 20 Touchdowns und wurde in seiner Heimat zum Offense-MVP gewählt. Sein Weg führte ihn anschließend nach Deutschland an die Weser. Dort avancierte Willie Fedd Jr. auf Anhieb zum erfolgreichsten Punktelieferanten. In seiner ersten Saison erlief und fing der Amerikaner 29 Touchdowns, hinzu kamen 2.900 kombinierte Yards – eine Topmarke. Im Folgejahr steuerte er weitere 20 Touchdowns für die Minden Wolves bei. Insbesondere als Returner in den Special Teams machte sich Fedd einen Namen, wenn er hakenschlagend von links nach rechts über das komplette Feld bis ins „gelobte Land“ lief. Sehr zur Freude der Mindener Fans, die ihren „Willie“ längst ins Herz geschlossen hatten.
Nach zwei Jahren an der Weser wollte Willie Fedd Jr. eine neue Herausforderung annehmen und wechselte nach Nürnberg. „Alles war neu für mich – die Stadt, das Tempo, die Atmosphäre. Da brauchte ich erst etwas Zeit, um mich einzugewöhnen. Aber ich genoss die Energie der Stadt“, blickt Fedd zurück.
„Vor allem war meine Zeit in Nürnberg eine lehrreiche Erfahrung. Ich lernte, geduldiger mit mir selbst zu sein und meine nächsten Schritte überlegter anzugehen, anstatt sie zu überstürzen.“ Ein ungewohnter Ort habe ihm aufgezeigt, wie wichtig persönliches Wachstum, Reflexion und Vertrauen in diesen Prozess seien. Und so lieferte der Amerikaner auch bei den Rams ab und avancierte zu einem der stärksten Spieler der GFL2 Süd.
Der Kontakt nach Minden riss jedoch nie ab. Immer wieder wurde Willie Fedd Jr. angesprochen, ob er nicht zurückkehren wolle – von Fans, ehemaligen Mitspielern und Wolves-Verantwortlichen.
„Die Rückkehr nach Minden, das sich wie meine zweite Heimat anfühlt, ist jetzt genau richtig. Es fühlt sich an wie eine Rückkehr zu Geborgenheit und Klarheit, dorthin, wo sich alles wieder zusammenfügt“, so Fedd. „Insgesamt hat mir Nürnberg geholfen, mich weiterzuentwickeln. Und Minden erinnert mich daran, wo ich hingehöre.“
Die Verlängerung des Vertrags von Headcoach Phil Gamble war nur eine Formsache
Vor dem PlayOff-Rückspiel gegen Hannover wurde Phil Gamble ausgezeichnet. Jetzt gaben die Wolves seine Vertragsverlängerung bekannt - Foto: Hendric-Noah Pieper
Der letzte Schritt zum Aufstieg in die GFL2 steht unmittelbar bevor. Noch 20 Minuten bis zum Kickoff gegen die Hannover Grizzlies. Phil Gamble, Headcoach der Minden Wolves, verlässt den Pass-Check auf dem Nebenplatz des Weserstadions und macht sich auf den Weg in die Spielstätte seines Wolfsrudels. Dort warten bereits Sportdirektor Volker Krusche und Jugendkoordinator Guliano Schunke. Vor den zahlreichen Fans auf der Tribüne wollen sie sich bei Gamble mit warmen Worten bedanken.
Bis zu einem in weiter Ferne liegenden Abschied wollten die Verantwortlichen der Minden Wolves jedoch nicht warten. Als Dank für sein enormes Engagement überreichen sie dem in Bielefeld lebenden Amerikaner sein Trikot mit der Nummer 2 – eingerahmt in einem überdimensionalen Rahmen. Tief bewegt darf sich Phil Gamble trotz einer letztlich völlig überflüssigen Niederlage im Playoff-Rückspiel Stunden später über den Sprung in die 2. Bundesliga freuen. Ein Erfolg, der untrennbar mit seinem Namen verbunden ist.
Umso glücklicher zeigt sich der Vorstand des neuen American Football Clubs (AFC) Minden Wolves nach der vollzogenen Ausgliederung aus dem bisherigen Stammverein DJK Dom Minden darüber, dass Phil Gamble dem Verein auch weiterhin als Headcoach erhalten bleibt. „Wir haben keine großen Worte verlieren müssen“, so der 40-Jährige. „Uns allen war immer klar, dass wir den Weg gemeinsam weitergehen wollen.“
„Phil Gamble ist in der American-Football-Szene ein vielbeachteter und anerkannter Trainer. Das wissen auch andere Vereine. Aber wir gehören nun einmal zusammen und können das Abenteuer Bundesliga nur gemeinsam angehen“, betont Sportdirektor Volker Krusche. Vorstandssprecher Ulrich Grünwald ergänzt: „Wir sind sehr glücklich, dass wir weiterhin auf Phil bauen können. Er ist das sportliche Gesicht der Wolves.“
Entsprechend laufen seit geraumer Zeit auch die gemeinsamen Planungen für die neue Saison. Dabei gibt sich Gamble kämpferisch: „Wir sind optimistisch, dass wir in der GFL2 auch als Aufsteiger eine ordentliche Rolle spielen können. Unsere Fans dürfen sich auf eine sehr interessante Saison mit hochklassigen Vorbereitungsspielen freuen. Wir werden bereit sein!“
Vielseitiger Defensive Back für die GFL-Saison 2026 - Die Braunschweig Lions begrüßen mit Jamal Okeke einen weiteren Neuzugang für die Defense zur GFL-Saison 2026.
Braunschweig Lions 2026 - Teamvorstellung - Passverteidiger Jamal Okeke verstärkt die Braunschweig Lions - Foto: Tom Mummert (Foot Bowl)
Der 24-jährige Passverteidiger wechselt vom letztjährigen ELF-Team der Hamburg Sea Devils nach Braunschweig und bringt wertvolle Erfahrung aus unterschiedlichen Ligen des American Football mit.
Die Solingen Paladins setzen ihre Kaderplanung für die Regionalliga-Saison 2026 konsequent fort und haben mit Running Back Myles Bailey ihren vierten US-Importspieler verpflichtet. Der 1,78 Meter große und rund 104 Kilogramm schwere Ballträger kommt von der Central Michigan University und soll der Paladins-Offense zusätzliche physische Präsenz verleihen.
Paladins stellen ihren vierten US Amerikaner für die Saison 2026 vor - Foto: Solingen Paladins
Bailey zeichnet sich durch einen kraftvollen und explosiven Laufstil aus. Er scheut keinen Kontakt, läuft entschlossen nach vorne und bringt zugleich die Athletik mit, um Verteidiger im offenen Feld zu überwinden. Darüber hinaus ist der US-Amerikaner vielseitig einsetzbar – sowohl im Passspiel als auch in den Special Teams.
In insgesamt 40 College-Spielen sammelte Bailey 1.058 Rushing Yards und sechs Touchdowns bei 214 Läufen, was einem Schnitt von 4,9 Yards pro Lauf entspricht. Ergänzt werden diese Zahlen durch 39 gefangene Pässe für 303 Yards und einen Touchdown sowie 171 Yards bei Kickoff-Returns. Drei Spiele mit über 100 All-Purpose-Yards und ein 100-Yard-Rushing-Game unterstreichen seine Vielseitigkeit. Als Four-Year Letterman bringt er zudem wertvolle Erfahrung und Konstanz mit nach Solingen. „I chose the Paladins because I truly love the culture here—it feels like family. This club stands by its word, is committed to winning, and that means a lot to me“, erklärte Bailey zu seiner Entscheidung.
Auch Running Backs Coach und Assistant Head Coach Mike Opretzka zeigt sich überzeugt: „Wir haben uns sehr intensiv mit dem richtigen Fit beschäftigt. Die Entscheidung war nicht einfach, aber ich bin überzeugt, dass Myles sportlich wie menschlich perfekt zu uns passt.“
Der aus North Brunswick im US-Bundesstaat New Jersey stammende Running Back spielt seit seinem sechsten Lebensjahr Football. Abseits des Feldes verbringt er viel Zeit im Gym sowie mit Familie und Freunden – Werte, die gut zur Kultur der Solingen Paladins passen. Mit Myles Bailey verstärkt sich der Regionalligist um einen variablen und erfahrenen Leistungsträger für die Saison 2026.
Jeremiah McNair auf seiner sigining Party - Foto: Solingen PaladinsMcNair ist der zweite US-Import auf der defensiven Seite des Balls und wird das Defensive Backfield der Paladins als Cornerback verstärken. Mit seiner Explosivität, seinem hohen Football-IQ und starken Coverage-Fähigkeiten bringt er exakt das Profil mit, das zur weiteren Stabilisierung der Defense gesucht wurde. Darüber hinaus überzeugt der Defensivspieler durch aggressives Tackling und hohe Zuverlässigkeit gegen den Lauf.
Zuletzt stand McNair für das Missouri Valley College auf dem Feld, wo er mit konstant starken Leistungen in der Secondary auf sich aufmerksam machte. In der Saison 2024 führte er seine Conference mit vier Interceptions in lediglich fünf Spielen an. Für diese Leistungen wurde er als All-Conference Honorable Mention ausgezeichnet und erhielt zusätzlich den Defensive Player of the Year Award.
Seine Football-Laufbahn begann an der Harrison Central High School, führte ihn über ein Semester am Millsaps College (Division III) und schließlich für seine letzten drei College-Jahre an das Missouri Valley College. Dort entwickelte sich McNair kontinuierlich weiter und performte auf hohem Niveau.
Der US-Amerikaner blickt mit großer Vorfreude auf seine erste Profi-Station außerhalb der USA: “I chose the Paladins family because of the consistent love and interest they’ve shown me since day one. I felt wanted and knew I would be in good hands. Now I’m ready to start my pro experience with the Paladins family.” („Ich habe mich für die Paladins-Familie entschieden, weil mir vom ersten Tag an durchgehend Wertschätzung und echtes Interesse entgegengebracht wurden. Das Gefühl, wirklich gewollt zu sein, hat mir sofort gezeigt, dass ich hier in guten Händen bin. Jetzt freue ich mich darauf, meine Profi-Karriere mit der Paladins-Familie zu starten.")
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