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Vor ihren 2.500 Fans bejubelt Headcoach Phil Gamble (Mitte mit Pokal) uns seine Jungs den Aufstieg in die GFL2 - Foto: Hendric-Noah PieperAngesichts der schwachen Vorstellung ging Gamble, der vor der Partie von Sportdirektor Volker Krusche für sein Engagement geehrt worden war, mit seinen Spielern hart ins Gericht. „Es ist einfach schade, dass wir so eine Leistung vor unseren Fans gezeigt haben. Auch wenn wir Hannover in diesem Jahr schon zweimal besiegt haben, darf die Konzentration im dritten Duell nicht fehlen. Wir waren einfach nicht fokussiert genug.“
Die Spieler wussten genau, warum ihr Coach trotz des größten Erfolgs den Finger in die Wunde legte. Während im Hinspiel nur die Defense hinter den Erwartungen zurückblieb, enttäuschten am Samstag neben der Abwehr auch die Offensive. Die Gäste aus Hannover zeigten nach der Heimniederlage eine Lockerheit, die den Unterschied machte.
Bereits im ersten Drive setzten die Grizzlies ein Ausrufezeichen: Quarterback Taylor Eggers bediente den lang aufgeschossenen Lucas Theek, der die Gäste in Führung brachte. Eggers erhöhte mit einer Two-Point-Conversion auf 8:0. Die Wolves schlugen sofort zurück: Quarterback Zachary Cavanaugh fand Bernardo Horevitch, der die verbleibenden 20 Yards in die Endzone lief. RayShon Fletcher glich per Two-Point-Conversion zum 8:8 aus.
Im ersten Viertel legten die Grizzlies erneut vor. Salomon Sheard fing einen Pass von Eggers und sorgte mit einer erfolgreichen Conversion für eine 16:8-Führung. Vor allem die Passverteidigung der Wolves zeigte Schwächen. Auch die Offensive patzte: Horevitch verlor einen Fumble in aussichtsreicher Position. Hannover konnte zunächst nicht profitieren, doch ein weiterer Pass von Cavanaugh wurde wegen Holding zurückgenommen, ein Touchdown zählte nicht.
Cavanaugh versuchte danach selbst einen Lauf in die Endzone, doch die Referees sahen das „Ei“ nicht gesichert. Im zweiten Viertel endete das Spiel ohne weitere Punkte, nachdem Benjamin Freese eine Interception abgefangen hatte.
Nach der Pause verloren die Wolves erneut den Ball, diesmal nutzte Taylor Eggers die Chance zum 22:8. Mindens Favoritenrolle geriet ins Wanken, auch weil der nächste Drive ohne Punkte blieb. Tobias Pauls verkürzte per Fieldgoal auf 11:22. Ray Fletcher sorgte anschließend mit einer weiteren Interception für Hoffnung.
Im vierten Viertel verkürzte Horevitch per Touchdown auf 17:22, die Two-Point-Conversion misslang. Eggers konterte erneut, und Hannover führte 30:17. Mit einem Trickspielzug brachte Cavanaugh Tight End Aymen Tlili in die Endzone, Tobias Pauls verkürzte auf 24:30.
Die Grizzlies punkteten noch einmal zum 36:24, konnten den Sieg im verbleibenden Onside-Kick-Chaos aber nicht ausbauen. Am Ende reichte es für die Wolves dank des besseren Hinspiels zum Aufstieg in die GFL2.
„Ich muss erst einmal durchatmen. Auf so viel Spannung hätte ich verzichten können“, sagte Volker Krusche. „Aber am Ende zählt nur, dass wir jetzt in der GFL2 sind.“
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Volker Krusche - Minden Wolves (redaktionell geändert)
Die Minden Wolves stehen kurz vor dem größten Erfolg ihrer noch jungen Vereinsgeschichte. Mit einem 58:38-Erfolg im Playoff-Hinspiel bei den Hannover Grizzlies haben sie sich eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel am Samstag (Kickoff 15 Uhr) im Weserstadion verschafft. Der Traum vom Aufstieg in die GFL2 könnte damit Wirklichkeit werden.
Die Mindener Defense ist, wie hier im Hinspiel, gegen die Offense der Grizzlies gefordert - Foto: Hendric-Noah Pieper
„Als wir 2021 in den Ligabetrieb eingestiegen sind, hatten wir die Vision, in zehn bis zwölf Jahren an die Tür zur 2. Bundesliga klopfen zu können“, erinnert sich Sportdirektor Volker Krusche. „Jetzt stehen wir nach nur fünf Jahren vor dieser Chance – das ist etwas Besonderes.“ Headcoach Phil Gamble mahnt dennoch zur Vorsicht: „Natürlich ist es positiv, dass wir mit einem Polster ins Rückspiel gehen. Aber 20 Punkte sind im Football nichts, worauf man sich ausruhen kann. Wir müssen hochkonzentriert auftreten und dürfen Hannover keine Möglichkeiten eröffnen. Wir müssen spielen, als würden wir wieder bei null beginnen.“
Neben der sportlichen Perspektive hofft der Verein auch auf zusätzliche Unterstützung von den Rängen. „Jetzt, wo wir auf dem Sprung in die Bundesliga stehen – etwas, das für den Sport in Minden keine Selbstverständlichkeit ist – hoffen wir auf ein volles Weserstadion“, so die Verantwortlichen. Die Grizzlies haben ihrerseits zahlreiche Fans für das Rückspiel angekündigt.
Personell können die Wolves wieder auf den Brasilianer Luan A. de Arruda zurückgreifen. Der 23-Jährige, in seiner Heimat „Jacaré“ genannt, lebt derzeit in Lissabon und reist eigens für die Partie nach Minden. Er soll der Defensive zusätzliche Stabilität verleihen. In den vergangenen Spielen kassierten die Wolves gegen Cologne (40 Punkte), Münster (40) und Hannover (38) zu viele Gegenpunkte. Gamble: „Wir haben zuletzt defensiv nicht die Leistung gebracht, die wir uns vorstellen. Das darf uns im entscheidenden Spiel nicht passieren.“ De Arruda begann seine Karriere im Futsal, wechselte im Alter von 15 Jahren zum American Football und wurde mit den Lisboa Devils dreimal portugiesischer Meister. In diesem Jahr wurde er in Portugal zum Defensivspieler des Jahres gewählt. „Seit meiner Ankunft hier fühle ich mich in Minden sehr wohl. Die Stadt hat mich mit offenen Armen empfangen“, erklärt er.
Stark präsentierte sich zuletzt vor allem die Offense der Wolves. Im Hinspiel bei den Grizzlies schloss sie in den ersten drei Vierteln jeden Drive mit einem Touchdown ab. War in den Vorjahren oft die Defense der Garant für Erfolge, so trägt in dieser Saison vor allem der Angriff das Team. „Da haben wir unserem Quarterback Zack Cavanaugh viel zu verdanken – auf und neben dem Platz“, betont Gamble. „Für Samstag wünsche ich mir, dass beide Mannschaftsteile ihren Beitrag leisten, um den Aufstieg perfekt zu machen. Mit der Unterstützung unserer Fans könnte uns das gelingen.“
Trotz des klaren Erfolges warnte Sportdirektor Volker Krusche vor Übermut: „20 Punkte sind drei Touchdowns – das ist kein dickes Polster. Hannover hat gezeigt, dass sie sich noch nicht geschlagen geben. Unsere Fans können sich auf ein spannendes Rückspiel am 27. September freuen. Immerhin geht es um den Sprung in die 2. Bundesliga.“
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Volker Krusche - Minden Wolves (redaktionell geändert und gekürzt)
Nach dem erfolgreichen Klassenerhalt in der Regionalliga unter Interims-Headcoach Jörg Mackenthun haben die Assindia Cardinals nun Nils Müller als neuen Cheftrainer für die kommende Spielzeit vorgestellt.
Assindia Cardinals: Nils Müller neuer Headcoach der Men in Blue - Foto: Assindia Cardinals
Der 33-Jährige kommt von den Recklinghausen Chargers und bringt trotz seines vergleichsweise jungen Alters bereits reichlich Coaching-Erfahrung mit. Der angehende Theologe trainierte unter anderem Jugendteams der Green Machine (NRW-Auswahl), ist in die Trainerausbildung des Landesverbands AFVCNRW eingebunden und war bei den Paderborn Dolphins als Offensive Coordinator in der GFL (German Football League) aktiv. Bei seiner Vorstellung in Essen sprach Müller über seine Eindrücke, seine Philosophie und die Perspektiven der Cardinals.
Nils Müller über …
… seine Eindrücke vor der Verpflichtung: „In diesem Jahr hat mich Cardinals-Präsident Marco Mitschek kontaktiert und eingeladen, mir den Verein einmal anzuschauen. Und wenn man dann das Gelände sieht, wird das Football-Herz deutlich weicher, als man es vielleicht erwartet hätte.“
… seine Spielphilosophie: „Ich bin überzeugt, dass alle Spieler auf dem Feld gefordert sein müssen. Wir werden nächstes Jahr keine Cardinals erleben, die zu 90 Prozent den Ball laufen oder zu 90 Prozent passen. Ich möchte modernen Football spielen – Football, für den die Menschen ins Stadion kommen und sagen: Wow, das sieht nach Football aus.“
… seine frühe Verantwortung als Coach: „Ich schätze es, wenn Menschen Talente erkennen und fördern wollen. Das muss auch unser Weg in Zukunft sein: Wenn wir gute Trainer gewinnen wollen, müssen wir sie selbst ausbilden. Dazu gehört auch der Mut, jemandem eine Chance zu geben, auch wenn er vielleicht noch nicht so viel vorzuweisen hat.“
… den Weg der Cardinals, auf eigene Talente und Spieler aus der Region zu setzen: „Das ist genau der richtige Ansatz, weil er auch meine persönliche Football-Laufbahn geprägt hat. Ich habe mich früh in der Green Machine engagiert, junge Menschen ausgebildet und den Sport auf ein höheres Level gebracht. Mit diesem Weg kann ich mich voll identifizieren. Im Ruhrgebiet gibt es genug Athleten, die auf hohem Niveau performen können. Was bislang vielleicht noch fehlt, ist ein Verein, der diese Performance-Kultur konsequent vorlebt. Das ist für mich ein ganz wesentlicher Grund, jetzt nach Essen zu kommen.“
… die Voraussetzungen bei den Cardinals: „Die Anlagen hier suchen ihresgleichen – da wurde in der Vergangenheit hervorragende Arbeit geleistet. Kabinen, Platz, Trainingsmöglichkeiten: Das ist absolute Spitzenklasse. Jetzt gilt es, das sportliche Programm so auszurichten, dass die Spieler spüren: Hier wird Struktur gelebt, hier bedeutet es etwas, dieses Trikot zu tragen. Genau das möchte ich vorantreiben.“
… die Auswahl neuer Coaches: „Gemeinsam mit dem Vorstand bin ich dabei, den Coaching-Staff zu komplettieren. Essenziell ist, dass unsere Ziele klar sind: Performance-Kultur, Energie und Intensität. Spieler müssen das Gefühl haben, dass jedes Training sie fordert. Dafür brauchen wir ein starkes, passendes Team.“
… die Zusammenarbeit mit den Jugendteams: „Das ist unverzichtbar. Wir haben uns als Verein auf einen klaren Weg festgelegt, und der funktioniert nur, wenn wir altersübergreifend zusammenarbeiten. Es geht nicht darum, überall das gleiche System zu spielen, aber Jugendspieler müssen früh lernen, was es heißt, im Cardinals-Trikot aufzulaufen. Diese Standards können nicht früh genug etabliert werden.“
… die Erwartungen: „Ich weiß, dass es viele Menschen gibt, deren Herz für die Cardinals schlägt. Ab November liegt es mir besonders am Herzen, dass wir gemeinsam erfolgreich sind. Ich freue mich riesig auf die Aufgabe. Wir werden Schritt für Schritt daran arbeiten.“
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Tom Aust - Assindia Cardinals (redaktionell geändert)
Mönchengladbachs American Footballer bezwingen trotz Personalsorgen überraschend den bislang ungeschlagenen Tabellenführer und klettern auf Rang zwei der Oberliga NRW: In einem hochdramatischen High-Score-Game setzte sich das MG Wolfpack am Samstagnachmittag beim favorisierten Remscheid Amboss mit 49:45 (28:23) durch. Mit diesem Überraschungserfolg rücken die Mönchengladbacher in der Oberliga-Tabelle auf Platz zwei vor und wahren sich bei noch zwei verbleibenden Spieltagen die Chance auf die Vizemeisterschaft.
MG Wolfpack ringt Remscheid Amboss mit 49:45 nieder - Foto: Cedric Eltze
Die Vorzeichen für das Auswärtsspiel beim ungeschlagenen Tabellenführer standen denkbar schlecht: Head Coach Phil Scales musste auf zahlreiche Leistungsträger verzichten. Neun Starter und zwei Trainer fehlten aufgrund privater Verpflichtungen, zwei weitere Spieler verletzungsbedingt, hinzu kamen vier kurzfristige Ausfälle wegen Krankheit. „Schon die Vorbereitung war eine echte Herausforderung“, erklärte Scales. Gemeinsam mit seinem Trainerstab entwickelte er daher eine angepasste Spielstrategie, bei der insbesondere die Rookies verstärkt zum Einsatz kommen sollten. Diese rechtfertigten am Samstag eindrucksvoll das Vertrauen ihrer Coaches und lieferten zusammen mit den Routiniers eine herausragende Mannschaftsleistung.
Die Partie war von Beginn an ein intensiver Schlagabtausch. Beide Teams lieferten sich ein Duell um jedes einzelne Yard, die Führung wechselte nahezu nach jedem Drive. Zur Halbzeitpause lagen die Vitusstädter knapp mit 28:23 vorne. Auch im zweiten Durchgang blieb das Spiel hochspannend: Routiniers und Rookies kämpften Seite an Seite, hielten das Tempo hoch und verteidigten mit unermüdlichem Einsatz. Am Ende gaben Entschlossenheit, Teamgeist und der unbedingte Wille den Ausschlag – mit 49:45 fügte das Wolfpack dem Remscheid Amboss die erste Saisonniederlage zu. (Im Hinspiel im Mai hatte Mönchengladbach noch deutlich mit 7:27 das Nachsehen.)
„Ich bin unglaublich stolz auf diese Männer“, sagte Head Coach Scales nach dem Spiel. „Sie haben gezeigt, dass wir auch in der Breite stark aufgestellt sind, und einige unserer Rookies haben sich für mehr Spielzeit empfohlen. Heute werde ich niemanden einzeln hervorheben – auch wenn manche außergewöhnlich gespielt haben. Denn heute war es Familie: Brüder, die für den Mann neben sich gekämpft haben und für diejenigen, die nicht dabei sein konnten. Das ist ein tolles Team, und ich bin sehr froh, ein Teil davon zu sein.“
Bereits am kommenden Samstag, 27. September 2025, empfangen die MG Wolfpack Seniors in Odenkirchen-Süd die Bonn Gamecocks (Kick-Off 15 Uhr). Mit einem weiteren Sieg könnten sich die Gladbacher auf Platz zwei festsetzen. Das große Saisonfinale folgt am Sonntag, 5. Oktober 2025, ebenfalls zu Hause: Dann steht ein Flutlichtspiel gegen die Kachtenhausen White Hawks an (Kick-Off 17 Uhr). Für beide Heimspiele wird den Fans zusätzlich eine Tribüne bereitgestellt, die beste Sicht auf das Geschehen garantiert.
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Volker Boos - American Sports Mönchengladbach e.V. (redaktionell geändert)
Die Krefeld Ravens setzen auch 2026 auf Kontinuität in ihrer stärksten Waffe: der Defense. Zoltan Nagy, ausgezeichnet als „Coach of the Year“, bleibt Chef der Defensiveline und damit ein Schlüsselfaktor für den Erfolg der Seidenstädter. Seit Jahren gilt die D-Line der Ravens als Aushängeschild des Teams – und in der ersten GFL2-Saison der Vereinsgeschichte präsentierte sich die Unit so schnell, hart und aggressiv wie nie zuvor.
Zoltan Nagy (Bildmitte) bleibt ein Raven - Foto: Oliver Jungnitsch
Unter Nagys Führung zeichnen sich seine Spieler vor allem durch Disziplin und außergewöhnliche Work Ethic aus – beides klare Markenzeichen seiner Arbeit. Der 44-Jährige verlangt in jeder Einheit das Maximum von seiner Defense. Sein unermüdlicher Antrieb und seine Leidenschaft machen ihn zu einem der beliebtesten Coaches in Krefeld.
Vereinspräsident Dino Volpe findet deutliche Worte: „Zoltan ist ein großartiger Trainer mit einer beeindruckenden Work Ethic. Sobald er das Feld betritt, geht es für ihn nur darum, alles aus seinen Spielern herauszuholen. Genau das zeigt sich Jahr für Jahr in der Entwicklung seiner Unit. Er pflegt zudem zu jedem Spieler ein persönliches Verhältnis – das macht ihn als Coach so besonders.“
Doch Nagys Blick geht über die Defenseline hinaus: Er denkt stets im Sinne des gesamten Teams und des Clubs. Mit seiner Vision, seinem Engagement und seiner Nähe zu den Spielern bleibt Zoltan Nagy ein zentraler Baustein für die Zukunft der Krefeld Ravens.
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Christoph Wittfeld - Krefeld Ravens e.V. (redaktionell geändert)
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