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Seit drei Jahren prägt Sebastian Nawroth als Defensive Coordinator (DC) maßgeblich die Erfolgsgeschichte der Krefeld Ravens. Zuvor hatte er bereits ein Jahr lang die Defensive Backs betreut. Mit mehr als 25 Jahren Erfahrung im American Football zählt „Nawi“, wie er deutschlandweit genannt wird, zu den anerkanntesten Trainern seines Fachs.
Coach Sebastian Nawroth übernimmt zusätzliche Rolle bei den Krefeld Ravens - Foto: Oliver Jungnitsch
Sein analytisches Denken, seine ruhige und besonnene Art sowie die Fähigkeit, Spieler individuell und als Team weiterzuentwickeln, machen ihn zu einem hochgeschätzten Coach – sportlich wie menschlich. Unter seiner Leitung stellte die Ravens-Defense in den vergangenen drei Jahren die beste Verteidigung der Liga. Besonders eindrucksvoll: Bereits im ersten Jahr in der 2. Bundesliga stellte die Krefelder Verteidigung Ligaweit die stärkste Unit und setzte damit Maßstäbe.
„Mit Coach Nawi behalten wir nicht nur sportlich einen zentralen Grundpfeiler im Verein. Auch menschlich ist er für mich nicht mehr wegzudenken – inzwischen verbindet uns eine Freundschaft. Umso mehr freue ich mich, dass er in diesem Jahr noch mehr Verantwortung übernimmt“, betont Vereinspräsident Dino Volpe.
Denn Nawroth übernimmt künftig neben seiner Funktion als Defensive Coordinator auch die Position des Assistant Head Coaches. Zum ersten Mal gibt er die direkte Betreuung der Defensive Backs ab – und das voller Vertrauen: „Ich freue mich riesig, mit Coach Mac zusammenzuarbeiten. Er ist seit Jahren mein absoluter Wunschkandidat. Wir teilen die gleiche Philosophie, und ich weiß genau, wie viel Potenzial er aus Spielern herausholen kann. Seine Vita spricht für sich“, erklärt Nawroth mit einem Lächeln.
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Christoph Wittfeld - Krefeld Ravens e.V. (redaktionell geändert)
Die Minden Wolves haben im Aufstiegs-Playoff zur GFL2 ein dickes Ausrufezeichen gesetzt. Der Champion der Regionalliga West siegte beim Nord-Meister Hannover Grizzlies mit 58:38 (14:6, 24:20, 14:0, 6:12) und verschaffte sich eine komfortable Ausgangsposition für das Rückspiel am 27. September.
Zahchary Cavanaugh - Foto: Hendric Noah Pieper
Trotz des klaren Erfolges zeigte sich Headcoach Phil Gamble nicht vollständig zufrieden. „Unsere Defense war heute sehr enttäuschend. Wenn man Trainingsintensität und Videoanalyse schleifen lässt, darf man sich nicht wundern, wenn man auf dem Feld nicht weiß, was zu tun ist“, kritisierte er scharf. Offensiv hingegen legte sein Team eine fast perfekte Vorstellung hin.
Quarterback Zachary Cavanaugh dirigierte die Angriffseinheit mit Übersicht und Selbstvertrauen. Bis zum Ende des dritten Viertels erzielte seine Offense bei jedem Drive einen Touchdown. „Ich bin absolut stolz auf meine Spieler. Sie haben für ein starkes Polster gesorgt“, sagte der US-Amerikaner. Runningback Jordon McKenzie glänzte dabei mit mehreren spektakulären Läufen, Wide Receiver RayShon Fletcher mit sehenswerten Catches und Touchdowns.
Die Partie begann jedoch mit Punkten für die Hausherren: Hannovers Quarterback Tyler Eggers nutzte die Schwächen der Mindener Verteidigung auf der linken Seite und lief in die Endzone. Doch die Wolves antworteten prompt. Nach einem 60-Yard-Lauf von McKenzie vollendete Cavanaugh selbst zum Touchdown und legte per Conversion nach. Wenig später erhöhte McKenzie auf 14:6.
Im zweiten Viertel drehten die Grizzlies zunächst auf und glichen zum 14:14 aus. Doch dann kam der große Auftritt der Wolves-Offense. Ein Trickspielzug über mehrere Rückwärtspässe brachte Fletcher frei, der das Feld zum 20:14 überquerte. Die Grizzlies verkürzten zwar noch einmal, doch McKenzie und Cavanaugh legten nach. Fletcher sorgte schließlich mit einem langen Passfang kurz vor der Pause für das 38:26.
Nach dem Seitenwechsel bauten die Gäste den Vorsprung weiter aus. René Lange erhöhte auf 44:26 und bereitete anschließend auch den nächsten Touchdown von Cavanaugh vor. Spätestens beim 52:26 schien die Partie entschieden.
Überschattet wurde der Abend von einer schweren Verletzung: Am Ende des dritten Viertels blieb Abwehrspieler Sebastian Schneider am Boden liegen. Beide Teams bildeten einen Kreis um den 27-Jährigen, der nach eineinhalbjähriger Pause erst kürzlich zurückgekehrt war. Mit einer schweren Beinverletzung wurde er ins Krankenhaus gebracht und noch am Abend operiert.
Das letzte Viertel geriet dadurch zur Nebensache. Hannover verkürzte noch durch Lucas Theek und Solomon Sheard, ehe Fletcher mit einem starken Lauf bis an die 5-Yard-Linie den Schlusspunkt vorbereitete. Cavanaugh vollendete zum 58:38-Endstand.
Trotz des klaren Erfolges warnte Sportdirektor Volker Krusche vor Übermut: „20 Punkte sind drei Touchdowns – das ist kein dickes Polster. Hannover hat gezeigt, dass sie sich noch nicht geschlagen geben. Unsere Fans können sich auf ein spannendes Rückspiel am 27. September freuen. Immerhin geht es um den Sprung in die 2. Bundesliga.“
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Volker Krusche - Minden Wolves (redaktionell geändert und gekürzt)
Nach der Verpflichtung von Headcoach und Offense Coordinator Allan Verbraeken, der bereits die ELF gewinnen konnte, sowie dem mehrfachen Eurobowl-Sieger Tom van Duijn, geben die Krefeld Ravens den nächsten hochkarätigen Neuzugang bekannt: Jörg „Mac“ Mackenthun, mehrfacher Europameister und eine Institution im deutschen Football, verstärkt das Trainerteam der Ravens.
Jörg Mackenthun wechselt von den Assindia Cardinals zu den Krefeld Ravens - Foto: Oliver Jungnitsch
Coach Mac bringt eine Vita mit, die ihresgleichen sucht: Seit den späten 1980er-Jahren war er in unterschiedlichen Rollen – als Defensive Coordinator, Head Coach und Special Teams Coordinator – bei Top-Teams wie den Düsseldorf Rhein Fire, den Düsseldorf Panthern, den Hamburg Mavericks, den Maastricht Wildcats sowie in der deutschen Nationalmannschaft aktiv. Zu seinen größten Erfolgen zählen zwei Europameistertitel (2001 und 2010), der Vize-Europameistertitel 2007, Bronze bei der IFAF-WM in Japan sowie die Goldmedaille bei den World Games 2007. Zuletzt wurde er ELF-Champion mit Rhein Fire, wo er zunächst als DB-Coach und später als Defensive Coordinator arbeitete.
In der deutschen Footballszene gilt Mackenthun als ausgewiesener Defense-Spezialist und erfreut sich bei Spielern im ganzen Land großer Beliebtheit. Vereinspräsident Dino Volpe zeigt sich entsprechend begeistert:
„Mit Coach Mac holen wir einen weiteren Wunschkandidaten nach Krefeld. Wir haben ihn seit Jahren auf dem Zettel. Seine Expertise, seine smarte und ruhige Art sowie seine Popularität bei Spielern aus ganz Deutschland machen ihn extrem wertvoll für uns. Gute Programme und gute Coaches finden sich immer – das ist meine Devise.“
Trotz seiner zahlreichen Erfolge bleibt Mackenthun bodenständig. Er liebt Football in seinen Wurzeln, meidet das Rampenlicht und gilt als echter Hardworker. Viele der besten Defense-Spieler Deutschlands wurden von ihm ausgebildet – nun bringt er seine Erfahrung nach Krefeld.
Bei den Krefeld Ravens wird Coach Mac die Special Teams und die Defensive Backs übernehmen – zwei Positionsgruppen, die gezielt verstärkt werden sollen, um die nächsten Schritte in der Entwicklung des Teams zu gehen und bestehende Schwächen abzustellen.
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Christoph Wittfeld - Krefeld Ravens e.V. (redaktionell geändert)
Für die Minden Wolves ist die Saison 2025 noch nicht vorbei – sie geht in die Verlängerung. Allerdings in eine, die das Team nur allzu gern angeht. Nach dem 29:26 im Herzschlagfinale bei den Bielefeld Bulldogs geht der frischgebackene Meister der Regionalliga West hoffnungsvoll in die beiden Playoff-Spiele gegen Nordmeister Hannover Grizzlies. Das erste Aufeinandertreffen steigt am Samstag an der Leine. Kickoff ist um 16 Uhr im Beeke-Stadion in Hannover-Ricklingen.
Das Wolfsrudel peilt die 2. Bundesliga an - Foto: Oliver Jungnitsch
Deutlich ausgeruhter dürften die Schützlinge von Headcoach Norman Schreiter sein, denn die Nordstaffel der 3. Liga bestand lediglich aus vier Klubs. Entsprechend bestritten die Hannoveraner ihr letztes Saisonspiel bereits Mitte August. Zu diesem Zeitpunkt standen sie mit fünf Siegen aus fünf Spielen längst als Meister fest. Ihre weiße Weste büßten sie jedoch im letzten Heimspiel ein, als sie den Osnabrück Tigers mit 36:40 unterlagen. Somit gehen auch die Grizzlies mit einer Niederlage in die Aufstiegs-Playoffs zur GFL2 (2. Bundesliga).
Für das Wolfsrudel war an Schonung nicht zu denken. Das Duell in Hannover ist bereits die vierte Partie binnen 22 Tagen – ein kraftraubendes Programm. Vor allem das „Finale Furioso“ gegen die Bulldogs war alles andere als ein Spaziergang. Intensiver als die Begegnung am vergangenen Samstag im Stadion Rußheide in Bielefeld ging es für die Mindener in ihrer noch jungen Vereinsgeschichte weder physisch noch psychisch zu. „Bielefeld hat uns alles abverlangt. Es war ein Kampf auf Biegen und Brechen“, erklärte Headcoach Phil Gamble.
Beobachtet wurde dieses Drama auch von den Hannoveranern, die ihren möglichen Playoff-Gegner unter die Lupe nehmen wollten. Schließlich hätte sowohl Bielefeld als auch Minden der Gegner werden können. „Wir haben keine Geheimnisse“, betont Gamble. „Es gilt in erster Linie, auf uns selbst zu schauen. Wenn wir unsere Stärken durchbringen, haben wir eine gute Chance in Hannover.“
Trotzdem mahnt der Coach zur Vorsicht: „Wer glaubt, dass wir das aufgrund des 29:0-Erfolgs in der Vorbereitung locker wiederholen, befindet sich auf dem Holzweg.“ Die Grizzlies hätten sich nach dem Test im Weserstadion stark entwickelt und verdient die Meisterschaft eingefahren. „Wir treffen auf einen hochmotivierten Gegner, der uns alles abverlangen wird.“
Denn der Einsatz ist hoch: Der Sieger der beiden Duelle steigt in die GFL2 auf. Für die Minden Wolves, die innerhalb von fünf Jahren von der untersten Liga bis an die Tür zur 2. Bundesliga vorgestoßen sind, geht es nun darum, sich eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel am Samstag, 27. September, im Mindener Weserstadion zu verschaffen.
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Volker Krusche - Minden Wolves (redaktionell geändert und gekürzt)
In Europas American-Football-Landschaft steht ein Umbruch bevor: Die European Football Alliance (EFA) hat bekannt gegeben, dass ihre Teams ab der Saison 2026 nicht mehr in der European League of Football (ELF) antreten werden.

Nach einer ausführlichen internen Prüfung sei klar geworden, dass die Teilnahme an der ELF nicht im Einklang mit den langfristigen Zielen der Allianz stehe. Stattdessen setzt die EFA auf Stabilität, Nachhaltigkeit und eine transparente Organisationsstruktur.
Kritik an der ELF wurde dabei deutlich: Finanzielle Unsicherheiten, mangelnde Transparenz sowie Vertragsverstöße passen nach Ansicht der EFA nicht zu dem Anspruch, eine Liga aufzubauen, in der Vereine gleichberechtigte Partner bei Entscheidungen und Erlösen sind. „Europas Fans, Spieler, Coaches und Investoren verdienen Integrität, Transparenz und Verlässlichkeit“, heißt es in der Mitteilung.
Die Allianz verfolgt nun den Aufbau eines neuen, NFL-orientierten Modells, das von europäischen Top-Franchises getragen wird. Details zu Struktur, Spielplan und Partnern sollen noch in diesem Jahr veröffentlicht werden. Klar ist: Im Mittelpunkt soll künftig das Fan-Erlebnis stehen, während Sponsoren und Investoren auf nachhaltige Rahmenbedingungen setzen können.
Die EFA wurde im Juli 2025 gegründet und besteht aus einigen der größten Namen im europäischen Football: Rhein Fire, Paris Musketeers, Madrid Bravos, Vienna Vikings, Tirol Raiders, Frankfurt Galaxy, Wroclaw Panthers, Prague Lions, Nordic Storm, Stuttgart Surge und Berlin Thunder. Sie ging aus der ELF Franchise Association hervor, die 2024 ins Leben gerufen wurde.
Fans können sich dennoch beruhigt zurücklehnen: Auch 2026 wird professioneller Football in Europa gespielt – nur nicht mehr unter dem Dach der ELF.
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: European Football Alliance - Merlin Koene (redaktionell geändert)
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