Seniors
Die letzte Woche war für den 1 AFC. Bielefeld Bulldogs e.V. eine sehr ereignisreiche Woche. Wie sicherlich alle mitbekommen haben, sind am Montag den 23. August die neuen Corona Regeln des Landes NRW in Kraft getreten. Die bestehende Regelung, dass Kontaktsport mit mehr als 35 Personen nicht stattfinden darf, ist außer kraft getreten.

Der Verband beschloss zwar schon vor längerem eine verkürzte Saison zu spielen, aber wir als lokaler Verein, konnten unsere Veranstaltung erst planen, nachdem wir auch vom Land das Ok bekommen haben. Für uns hieß dies, dass in der letzten Woche einiges organisiert werden musste.
Fragen kamen auf:
Wie genau kann die Veranstaltung stattfinden? Wir haben weder Eintrittskarten noch Werbematerial. Wie setzen wir dies um? Welche Auflagen müssen wir aufgrund der Corona-Situation einhalten? Müssen wir Kontakte nachverfolgen? Der Verband möchte das wir den sportlichen Bereich komplett vom Eventbereich trennen.
Händeringend begannen wir mit der Suche nach ehrenamtlichen Helfern, die uns in den unterschiedlichen Bereichen unterstützen. Bis heute besteht immer noch Helferbedarf.
Gleich am Montag haben wir Kontakt zu unserem Caterer aufgenommen, um zu erfahren, ob er für die beiden nun doch sehr kurzfristigen Termine zur Verfügung steht. Leider hat die Stadt eine Woche vorher den Weinmarkt in Bielefeld abgesagt, daher hat unser Caterer berechtigter Weise seinen Urlaub gebucht. Somit musste Ersatz für das erste Heimspiel beschafft werden. Dank des tollen Partnernetzwerkes der Bielefeld Bulldogs, war dies zum Glück schnell möglich.
Tickets? Was machen wir mit den Tickets?
Da wir bisher nicht sicher wussten ob die Spiele stattfinden, hatten wir auch keine Tickets entworfen, geschweige denn drucken lassen. Außerdem müssen wir eventuell auch noch alle Gäste im Stadion nachverfolgen können. Wir haben uns dazu entschieden, auf einen Barverkauf von Tickets am Event Tag gänzlich zu verzichten und setzen hierbei ausschließlich auf Onlinetickets. Dieses bilden wir mit unserem Partner Eventim ab. Zusätzlich hat der Verein entschieden, dass zum ersten Mal seit Vereinsgründung auch Vereinsmitglieder Eintritt (4€ + VVK) zahlen.Kinder bis einschließlich 12 Jahren, erhalten weiterhin wie gewohnt freien Eintritt ins Stadion. Dieses wird sicherlich eine der „spannendsten“ Herausforderung.
Tickets sind bis zum Spieltag, bis 19:00 Uhr ausschließlich Online bei Eventim bestellbar.
Die neue Version der Corona-Verordnung zwingt uns dazu, dass unsere Heimspiele leider nicht so stattfinden kann, wie wir es gewohnt sind. Das Einhalten der 3 G-Regel, wie auch die Maskenpflicht im Stadion, muss eingehalten werden. Eine Ausnahme der Maskenpflicht besteht am eigenen Sitzplatz auf der Tribüne.Der sportliche Ablauf der Veranstaltung muss strikt vom Gästebereich getrennt werden. Unsere Gäste werden daher leider nicht auf die gegenüberliegende Seite des Stadions kommen.Außerdem werden unsere Spieler bei den beiden Heimspielen leider nicht für ein Meet and Greet auf dem Vorplatz des Stadions zur Verfügung stehen. Am meisten blutet Uns das Herz, dass unsere Cheerleader, die Wildcats, nicht im Innenraum der Rußheide auftreten können. Dennoch freuen wir uns besonders, unsere Fans und Gäste zu unseren beiden Heimspielen am 04.09.2021 gegen die Bonn Gamecocks und am 18.09.2021 gegen die Troisdorf Jets wiedersehen zu dürfen. Beide Spiele beginnen planmäßig um 18:00 Uhr. Der Einlass ins Stadion ist ab 17:00 Uhr möglich.
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt 1. AFC Bielefeld Bulldogs e.V. - André Zarnke
Mit Bedauern mussten die Düsseldorf Panther am Freitag die offizielle Absage der Lübeck Cougars für deren eigentlich für den Samstagnachmittag angesetzte Gastspiel in der NRW-Landeshauptstadt entgegennehmen. Als Begründung gaben die Vereinsverantwortlichen der Cougars die Bedenken hinsichtlich der aktuellen Corona-Fälle im GFL 2 Team der Panther an.
Statement Spielabsage Lübeck (Foto:Düsseldorf Panther / Birgit Häfner)
Nachdem die Düsseldorf Panther bereits am vergangenen Wochenende beim Auswärtsspiel bei den Assindia Cardinals auf mehrere Spieler verzichten mussten, die im Vorfeld positiv auf das Corona-Virus getestet wurden, wandte ich der Verein auch zu Beginn der vergangenen Woche gemäß des Corona Protokolls des AFVD an die Liga, um die aktuellen Fälle vom medizinischen Dienst bewerten zu lassen. Der verantwortliche Arzt Dr. Ulrich Grünwald formulierte daraufhin keine Einwände, die eine Absage des Heimspiels gegen die Lübeck Cougars nahgelegt oder gerechtfertigt hätte.
„Wir, die Düsseldorf Panther, haben ein sehr gutes Hygienekonzept erarbeitet und stehen im ständigen Austausch mit dem Gesundheitsamt und den öffentlichen Stellen“, erklärt Panther-Vorstand Willi Sauer. „Den Schutz der Gesundheit aller Beteiligten nehmen wir sehr ernst. Bereits Anfang der Woche haben wir uns gemäß des Corona Protokolls des AFVD an die Liga gewandt und unsere aktuellen Fälle vom medizinischen Dienst bewerten lassen. Es gab hier keine Bedenken das Spiel stattfinden zu lassen. So nachvollziehbar die Sorgen der Lübecker auch sein mögen, so sind genau für solche Situationen die Hygienekonzepte und das AFVD-Protokoll entwickelt worden. Da wir uns zu 100 Prozent gemäß der Vorgaben verhalten haben, sehen wir bei allen verständlichen Bedenken absolut keinen Grund für eine eigenmächtige Absage der Lübecker – vor allem nicht, weil uns diese Nachricht erst so spät erreichte. Wir werden die Entscheidung der Ligaleitung hinsichtlich der Konsequenzen abwarten und behalten uns weitere Schritte vor.“
Derweil rückt bei Head Coach Douglas Fryer und seinem Coaching Staff die Vorbereitung auf das letzte Saisonspiel gegen die Solingen Paladins am kommenden Samstag in den Vordergrund, mit dem das Team ab morgen beginnen wird.
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Carsten van Zanten - Düsseldorf Panther
Mit einem verdienten und ungefährdeten 20:35 (6:14; 0:28; 0:7; 14:0) Sieg gegen die Potsdam Royals, kehren die New Yorker Lions von ihrem letzten Auswärtsspiel der regulären SharkWater GFL Saison 2021 zurück nach Braunschweig.
WR 85 C. Bollmann erzielte zwei TDs (Foto: Fabian Uebe)
Das Spiel begann mit dem Gewinn des Coin-Toss der Lions und der Wahl, zuerst den Gastgebern das Angriffsrecht zu überlassen. Von Beginn an machten die Löwen auf dem Feld klar, das sie heute nicht gewollt waren, mit einer weiteren Niederlage gegen die Potsdamer nach Hause zu fahren. Zwar gelang den Royals durch einen Pass ihres Spielmacher PJ Settles auf seinen finnischen Ballfänger Kimi Linnainmaa ein First Down, doch bereits der folgende Spielzug verunglückte aus Sicht der Gastgeber vollständig. Lions Safety Darrain Winston fing einen langen Passversuch von PJ Settles ab und brachte damit erstmals den Angriff der Lions um Quarterback Jake Kennedy auf das Feld. Mit Pässen auf Justus Holtz und Jordan Bouah, sowie Läufen von Exavier Edwards, marschierten die Braunschweiger Richtung Potsdamer Endzone. Das 0:7 (PAT L. Jeckstadt) erzielte Christian Bollmann, nach einem fünf Yard Pass von Jake Kennedy.
Es folgte eine weitere starke Serie der Lions Defense gegen den Angriff der Hausherren, welche in einen Punt der Royals mündete. Beginnend kurz vor ihrer eigenen Endzone, gelang es Jake Kennedy mit einem Lauf über 10 Yards sich Luft zu verschaffen, doch leider führte ein Ballverlust im folgenden Spielzug, welcher vom Potsdamer Heiko Bals gesichert werden konnte, für die Vorbereitung auf die Anschlusspunkte der Potsdamer. Startend an der acht Yard Linie der Lions, war es Spielmacher PJ Settles mit einem Lauf überlassen, den Spielstand auf 6:7 (PAT geblockt) zu verkürzen.
Davon unbeeindruckt antworteten die Löwen erst mit einem Kick-Off Return von CJ Okpalobi bis kurz vor die Mittellinie, gefolgt von zwei Pässen von Jake Kennedy auf Paul Bogdann, bis an die 30 Yard Linie der Hausherren. Nach einem kurzen Lauf von Exavier Edwards war es letztendlich Tight End Fabian Rolfes, der einen 25 Yard Pass von Jake Kennedy zum 6:14 (PAT L. Jeckstadt) in die Endzone der Royals trug.
Die Potsdam Royals übernahmen zu Beginn des zweiten Spielviertels wieder das Angriffsrecht, konnten aber abermals nichts gegen die hervorragend eingestellte Verteidigung von Dave Likins ausrichten und mussten nach einem ausgespielten vierten Versuch, punktelos das Feld auf Höhe der Mittellinie verlassen. Für diese gute Ausgangssituation bedankte sich CJ Okpalobi umgehend und trug gleich mit dem ersten Versuch des Angriffsdrive der New Yorker Lions, den Ball zum 6:21 (PAT L. Jeckstadt) bis in die Endzone der Potsdam Royals.
Es folgte ein erneuter Punt der Royals, die zwischenzeitlich auf der Spielmacher Position PJ Settles durch Giovanni Rescigno ersetzt hatten und Jake Kennedy betrat mit seinem Angriff abermals auf Höhe der Mittellinie das Spielfeld. Exavier Edwards mit einem Lauf über 20 Yards und Jake Kennedy selbst mit einem 13 Yard Lauf, brachten die Lions bis kurz vor die Potsdamer Endzone. Es folgte ein Pass über sieben Yards von Jake Kennedy auf Christian Bollmann, der mit seinem zweiten Touchdown des Tages die Führung der Braunschweiger auf 6:28 ausbaute. Mit diesem Spielstand ging es auch in die Halbzeitpause.
Nach der Pause war es die Offense der Lions, welche zuerst in Ballbesitz kam und dieses umgehend erneut in Punkte umwandelte. Zwei Läufe von Exavier Edwards und zwei Strafen zu jeweils 15 Yards gegen die Hausherren, brachte den Braunschweiger Angriff wieder schnell in Reichweite der Potsdamer Endzone. Es folgte ein Passfang von Maximilian Merwarth und Läufe von CJ Okpalobi und die Löwen von Head Coach Troy Tomlin führten mit 6:35 (PAT L. Jeckstadt). Die Potsdam Royals versuchten weiterhin mit allen Mitteln eine Lücke in der Braunschweiger Verteidigung zu finden, kamen aber wenn, meisten nur durch Läufe ihres Runningback Jake Mayon voran.
Zwar gelang es ihnen sich bis an die sechs Yard Linie der Lions voran zuarbeiten, doch nach einer Interception eines Passversuch von PJ Settles durch Benjamin Krahl in der eigenen Endzone, musste man erneut punktelos das Spielfeld verlassen. Es ging ins vierte und letzte Spielviertel, die New Yorker Lions schalteten einen Gang zurück und begannen damit die Spieluhr zu kontrollieren, was unter anderem zu zwei Punts in Folge führte. Die Potsdam Royals ihrerseits bäumten sich noch einmal auf und konnten mit viel Glück durch ihren Ballfänger Lukas Drache erst auf 13:37 (PAT H. Werner) und später durch Ballträger Jake Mayon mit einem acht Yard Lauf auf 20:35 (PAT H. Werner) verkürzen. In Gefahr war aber der klare Sieg der New Yorker Lions zu keinem Zeitpunkt, da die Braunschweiger immer den Eindruck ausstrahlten, das Spiel zu kontrollieren.
Mit diesem Sieg verschaffen sich die Löwen, vor ihrem letzten regulären Saisonspiel am kommenden Samstag gegen die Cologne Crocodiles im heimischen Eintracht Stadion, eine gute Ausgangssituation auf den dritten Tabellenplatz in der GFL Nord. Mit einem weiteren Sieg gegen das Team aus Köln, würde eine Auswärtsfahrt gegen den zweiten der GFL Süd auf dem Programm im Play-Off Viertelfinale stehen, was aktuell eine Fahrt nach Saarbrücken zu den Saarland Hurricanes bedeutet.
Scoreboard
00:07 5 Yard TD-Pass J. Kennedy auf C. Bollmann (PAT L. Jeckstadt)
06:07 7 Yard TD-Lauf PJ Settles (PAT geblockt)
06:14 25 Yard TD-Pass J. Kennedy auf F. Rolfes (PAT L. Jeckstadt)
06:21 46 Yard TD-Lauf CJ Okpalobi (PAT L. Jeckstadt)
06:28 7 Yard TD-Pass J. Kennedy auf C. Bollmann (PAT L. Jeckstadt)
06:35 1 Yard TD-Lauf CJ Okpalobi (PAT L. Jeckstadt)
13:35 24 Yard TD-Pass PJ Settles auf L. Drache (PAT H. Werner)
20:35 8 Yard TD-Lauf J. Mayon (PAT H. Werner)
Zweiter Sieg im zweiten Spiel. Der AFC Remscheid Amboss hat am 2. Spieltag der Oberliga NRW mit 13:6 (0:0, 0:6, 13:0, 0:0) bei den Münster Mammuts gewonnen und so Platz eins in der Tabelle verteidigt. Mit fünf Interceptions schaffte erneut die Defense die Basis für den Erfolg.

“Beide Mannschaften sind etwas lethargisch ins Spiel gestartet, in der zweiten Halbzeit war es aber ein großer Fight“, sagte ein sichtlich erleichterter Carsten Weber, Head Coach des Amboss, nach dem Spiel. In der Tat, zunächst gelang den Offenses beider Mannschaften nicht viel. Die Amboss-Defense blieb nach dem 27:0 in der Vorwoche gegen die Aachen Vampires auch im fünften Viertel der Saison ohne Gegenpunkte.
Erst im Verlauf des zweiten Viertels gelang es den Mammuts, einen Drive mit mehreren guten Pässen auf den Platz zu bringen. Der Ballbesitz mündete letztendlich in der 6:0-Führung für die Gastgeber. Der PAT nach dem Münsteraner Touchdown wurde von Amboss-Linebacker Marwin Miotke aber immerhin geblockt. Kurz vor der Pause verhinderte Sven Engelmann, ebenfalls Linebacker, mit einer Interception bei einem tiefen Pass eine höhere Mammuts-Führung.
In der Pause stellte Weber in Absprache mit seinem Coaching Staff die Verteidigung um und zog Marc Schnabl in die Defensive Line, um mehr Druck auf den gegnerischen Quarterback zu erzeugen. “Münster hat uns alles abverlangt und war ein Gegner von großem Kaliber mit starken Receivern und einer kompakten Offensive Line, so dass wir etwas umstellen wollten“, erklärte Weber, der bereits im Verlauf der ersten Halbzeit David Engelmann vom Platz nehmen musste. Der Runningback, gegen Aachen noch überragend, zog sich eine Schulterverletzung zu.
Bei einsetzendem starken Regen mutierte das Spiel nach der Pause zu einer wahren Schlacht mit etlichen Turnovern. Linebacker Oskar Meyer und Cornerback Sören Hecker fingen jeweils zwei Pässe der Münsteraner Quarterbacks ab - Hecker erhöhte damit seine Saisonausbeute auf bereits drei Interceptions. Allerdings verlor der Amboss durch drei Fumbles ebenfalls häufig den Ball, so dass der Ballbesitz mehrmals frühzeitig wechselte und das Momentum mehrfach hin und her schwenkte.
“Das Wetter hat eine Rolle gespielt, Münster war deutlich mehr aufs Passspiel ausgelegt, was bei dem Regen nicht mehr richtig möglich war“, erklärte Weber und lobte seine Coaches: “Großes Kompliment an meinen Offensive Coordiantor Paolo Bizzarri und die Offensiv-Trainer, die perfekt auf die Begingungen reagierten“, so Weber weiter. Das Glück war dem Amboss in den entscheidenden Momenten dann auch holt.
In zwei aufeinanderfolgenden Drives kam der Amboss dann im dritten Viertel zu zwei Touchdowns. Erst passte Quarterback Tom Schröder im vierten Versuch und Goal aus acht Yards auf Wide Receiver Michael Schönen, nachdem der PAT des Amboss von Nick Zimmermann ebenfalls geblockt wurde, stand es 6:6. Für Schönen war es somit bereits der zweite Touchdown der Saison. Kurz darauf erlief Schröder dann selbst die Führung, diesmal saß auch der PAT von Zimmermann und der Amboss lag mit 13:6 vorne. Nachdem die Amboss-Verteidigung auch im letzten Viertel hielt, blieb es bei dem Ergebnis auch bis zum Schlusspfiff.
“Ich bin stolz auf meine Mannschaft, wie sie trotz des Rückstands zusammengerückt ist und weitergearbeitet hat. Heute dürfen alle einmal die Früchte der gemeinsamen Arbeit genießen. Der Sieg ist für alle: Spieler, Coaches, Staff, Ehrenamtler, alle, die so viel Herzblut für diesen Verein geben und die die letzten Jahre so viele Rückschläge verkraften mussten“, sagte Weber. Ab Sonntag bereitet sich der Amboss dann schon auf die nächste Aufgabe vor. Am kommenden Samstag kommt es im Stadion Reinshagen ab 15 Uhr zum Bergischen Derby gegen die Wuppertal Greyhounds.
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Markus Schulz - AFC Remscheid Amboss e.V.
Die Assindia Cardinals haben auch ihr siebtes Saisonspiel nach dem Aufstieg in die GFL2 verloren. In einer turbulenten Partie am Hallo mussten sich die Men in Blue den Düsseldorf Panthern mit 26:34 (7:0, 7:0, 12:7, 0:27) geschlagen geben. Dabei war das Team von Head Coach Bernd Janzen nach drei Vierteln der sicher geglaubte Sieger, doch die Gäste überrannten die Cardinals im letzten Viertel und drehten den Rückstand zu ihren Gunsten.
Julian Zorz #5 nach seinem Touchdown zum 26:07 (Foto: Oliver Jungnitsch)
Die Düsseldorfer reisten mit großen Personalsorgen zum Auswärtsspiel nach Essen. Einige Spieler waren nach dem Auswärtsspiel in Berlin positiv auf das Corona-Virus getestet worden. So fielen große Teile des Kaders aus. Auch Cardinals Coach Janzen musste auf einige seiner Akteure verzichten, da einige Spieler aus Schutzgründen nicht auflaufen wollten.
„Heute wollen wir von Beginn an das Spiel bestimmen“, so der Stadionsprecher vor Kickoff. Und so sollte es kommen: Die Cardinals nahmen das Zepter in die Hand und konnten ordentliche Raumgewinne verzeichnen und sich in die Hälfte der Gäste arbeiten. Doch dann der erste Schreckmoment: Ein Pass von Quarterback Joseph Newman wurde abgefangen – Interception der Düsseldorf Panther. Nur wenige Sekunden später das gleiche Spiel auf der anderen Seite: Defenseliner Florian Tenelsen fing einen Pass der Panther ab – erneut Ballbesitz für die Cardinals. In der Folge konnten die Hausherren ihren ersten Punktgewinn verbuchen: Joe Newman mit einem starken Pass vor die Endzone auf Tight End Justin Kleinert, der nur noch einen Schritt machen musste, um in die Endzone zu gelangen. Auch der Extra-Punkt-Versuch von Kicker Moritz Schiprowski war erfolgreich: 7:0 für die Assindia Cardinals. Defense Back Jakob Skolik fing zum Ende des ersten Viertels beinahe die nächste Interception, konnte den Ball aber nicht richtig festhalten.
Nachdem die Panther die Cardinals im zweiten Viertel vorerst vor der eigenen Endzone stoppen konnten, eroberten die Men in Blue das Ei durch einen Fumble zurück. Sie nutzten die zweite Chance und scorten: Newman übergab den Ball Cole Williams, der einige Panther aussteigen ließ und in die Endzone durchbrechen konnte. Auch diesmal hatte Kicker Moritz Schiprowski keine Mühe den Extrapunkt zu verwandeln – 14:0 und eine solide Cardinals-Führung zur Halbzeit.
Die Gastgeber konnten ihre Führung im dritten Viertel weiter ausbauen: Joe Newman fand eine Lücke in der Panther Defense und marschierte nach einem langen Sprint bis in die Endzone der Panther. Diesmal scheiterte Kicker Schiprowski – 20:0 für die Assindia Cardinals. Doch die Panther kämpften sich zurück: Runningback Tobi Nick tankte sich in die Essener Endzone durch, auch der Extrapunkt war erfolgreich – nur noch 20:7. Aber die Men in Blue hatten prompt eine Antwort parat: Newman übergab das Ei Runningback Julian Zorz an der drei Yard Linie, der sich durchtankte und auf 26:7 erhöhte. Auch diesmal konnte der Extra-Punkt-Versuch nicht verwandelt werden. 19 Punkte Vorsprung nach dem dritten Viertel, eigentlich der sicher geglaubte Sieg.
Doch die Düsseldorfer gaben sich nicht auf und wandelten den Rückstand mithilfe dreier Touchdowns in eine 28:26-Führung um. Zwei Field Goals von Panthers Kicker Dean Severin begruben alle Cardinals Hoffnungen den knappen Rückstand noch drehen zu können. Am Ende stand ein 26:34 auf der Anzeigetafel des Stadions am Hallo. Dabei war das erste Erfolgserlebnis der Men in Blue eigentlich so nah, aber am Ende doch so fern. Den nächsten Versuch auf den ersten Erfolg starten die Cardinals am Sonntag – dann kommen die Rostock Griffins nach Essen (Kickoff: 15 Uhr).
Die Stimmen zum Spiel:
Head Coach Bernd Janzen: „Uns haben in der Defense zum Ende der Partie die Kräfte verlassen, weil uns ja auch einige Jungs gefehlt haben. Wir haben eine gute erste Halbzeit, aber leider eine schlechte zweite Halbzeit gespielt. Wir haben es nicht geschafft die Führung über die Zeit zu bringen. Am Ende hat es nicht gereicht, was umso schmerzhafter war, weil wir mit zweieinhalb Scores vorne waren. Eigentlich ist jeder davon ausgegangen, dass wir uns das heute nicht mehr nehmen lassen, aber dann haben wir relativ schnell hintereinander die Scores bekommen. Dann fangen die Nervenspielchen an und dann hat das Ganze seinen Lauf genommen.“
Offense-Coordinator Florian „Tic Tac“ Hartmann: „Von der Offense war es bisher das beste Spiel der Saison. Wir haben 26 Punkte gescored, das ist eigentlich sehr ordentlich. Am Ende war es ärgerlich, dass wir unsere beiden Import-Receiver hinterher angeschlagen an der Seitenlinie liegen hatten und auf die beiden nicht mehr zugreifen konnten. Das war sicherlich auch ein Faktor, wieso hinterher die Bälle nicht mehr so sicher gefangen wurden. Das Spiel muss ich auch erst einmal verdauen.“
Defense-Coordinator Klaudiusz Cholewinski: „Wir haben fünf Plays zugelassen, wovon vier Touchdowns waren. Das darf natürlich nicht passieren und schmerzt besonders, weil es Plays waren, die wir erwartet haben und auf die wir uns eigenstellt haben. Am Ende sind es wieder „Mental Breakups“, die uns den Sieg kosten. Wir sind sehr enttäuscht, aber es muss irgendwie weiter gehen, auch, wenn es nicht leicht ist.“
Unsere Bildergalerie zum Spiel:
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