Seniors
Derbyzeit im Stadion Reinshagen. Am Samstag empfängt der AFC Remscheid Amboss zum 3. Spieltag der Oberliga NRW die Wuppertal Greyhounds. Kickoff zum Bergischen Derby ist um 15 Uhr.
Amboss-Linebacker Marc Schnabl (#57) beim Kickoff (Foto:CEPD Sports)
“Das Derby ist etwas Besonderes. Wir wollen es gewinnen“, sagt Carsten Weber, Head Coach des Amboss. Und tatsächlich, im Duell zwischen dem Amboss und den Greyhounds steckt aus vielerlei Hinsicht mächtig Prestige. Von 2008 bis 2011 bildeten beide Vereine als Bergischer Amboss vereint eine Spielgemeinschaft und teilen so einen gemeinsamen Teil ihrer Vereinsgeschichte. Dass die Vereine nach der Rückkehr zu ihrer Eigenständigkeit im Jahre 2012 erst sieben Jahre später wieder aufeinandertrafen, hatte auch den Grund, dass der Remscheid Amboss das Startrecht in der Regionalliga behielt, während die Wuppertaler in der Landesliga ihren Neuanfang starten mussten.
In der aktuellen Spielzeit steht das Duell abermals unter besonderen Vorzeichen. Der Amboss kann nach dem besten Saisonstart seit 2013 mit dem dritten Sieg im dritten Spiel den vor der Saison angepeilten Klassenerhalt bereits vorzeitig nahezu perfekt machen, auch wenn es mathematisch noch nicht ganz reicht. “Über den Klassenerhalt hinaus hatte ich mir drei Saisonsiege als Ziel gesetzt. Ganz einfach weil es bedeutet, dass wir dann keine 'Losing Season' gespielt haben. Dass wir dieses Ziel schon im dritten Spiel erreichen können, motiviert uns zusätzlich“, sagt Weber weiter, hält den Ball aber flach: “Der gute Saisonstart ist für uns aber kein Grund abzuheben. Wir müssen weiter hart arbeiten, um unsere Gegner zu schlagen“, so Weber.
Da kommt das Derby gegen die Greyhounds als nächste Hürde gerade recht. Denn Derbys sind nicht die Stärke des Amboss. Wann, wenn nicht in dieser außergewöhnlichen Spielzeit sollte also der Bann der Sieglosigkeit in Nachbarschaftsduellen durchbrochen werden? Seit Vereinsgründung 1999 hat der Amboss gegen die Solingen Paladins und Wuppertal Greyhounds insgesamt acht Derbys gespielt – herausgekommen ist dabei lediglich ein Remis 2016 in Solingen, ansonsten gab es sieben Niederlagen. Auch 2019 zweimal gegen die Wuppertaler. Umso mehr brennt die Mannschaft nun auf den Derbysieg und ist laut Albert Thüssing Favorit: “Der Amboss ist Favorit. Die Defense beeindruckt mit acht Interceptions in nur zwei Spielen“, sagt der Head Coach der Greyhounds, für den der Samstag auch eine Rückkehr an alte Wirkungsstätte ist. 2019 war Thüssing Offensive Coordinator beim Amboss. Aber er hofft: “Nachbarschaftsduelle haben ihre eigenen Gesetze.“
Die Defense des Amboss ist auch am Samstag stark zu erwarten, hat sie doch keine Ausfälle zu beklagen. Personalsorgen gibt es allenfalls in der Offense. Denn ob Tight End Jens Vogt (Knöchel) und Runningback David Engelmann (Schulter) dabei sein können, entscheidet sich erst am Spieltag. Die beiden Offensivspieler sind die beiden Verletzten, die der Amboss als Malus aus den ersten beiden Saisonspielen zu beklagen hat.
Ein weiterer Faktor für einen Heimsieg sollen neben den Amboss-Cheerleadern an der Sideline auch die Fans des Amboss sein, die das Stadion Reinshagen bereits am 1. Spieltag gegen die Aachen Vampires mit rund 400 Zuschauern gut besucht hatten. Aufgrund erleichterter Corona-Vorschriften können Tickets ab 13 Uhr an der Tageskasse erworben werden. Im Stadion ist ein Abstand von 1,50 Metern von anderen Besuchern zu halten, in Warteschlangenbereichen muss ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.
Für die Wuppertaler ist es erst das zweite Saisonspiel. Ihre Auftaktpartie am ersten Spieltag hatten die Thüssing-Mannen mit 14:34 gegen die Münster Mammuts verloren. Beide Teams gehen also mit verdrehten Vorzeichen ins Spiel. Während dem Amboss mit einem Sieg der beste Saisonstart seit 2009 winkt, würden die Wuppertaler mit einer Niederlage erstmal im Tabellenkeller festhängen. Unterstützung erfährt der Amboss auch durch zwei besondere Gäste: Nationalspieler Patrick Poetsch und LeRoy Stryewski werden in Reinshagen sein. Beide sind ehemalige Jugendspieler des Amboss und haben aktuell mit den Cologne Centurions in der European League of Football die Playoffs erreicht. In der Halbzeitpause ist ein Interview mit den ELF-Stars geplant, zudem hat das Duo noch eine Überraschung geplant, die aber erst im Stadion gelüftet wird.
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Markus Schulz - AFC Remscheid Amboss e.V.
Die Seniors der Gelsenkirchen Devils werden am Sonntag, den 05.09.2021 zu ihrem ersten Saisonspiel seit zwei Jahren antreten. Aufgrund der Corona-Pandemie konnte bisher kein Spiel stattfinden. Die Jungs der Gelsenkirchen Devils freuen sich auf das Debüt.
Die Gelsenkirchen Devils reisen zu den Paderborn Dolphins (Foto: Oliver Jungnitsch)
Auswärts geht es zu den Paderborn Dolphins. Um 15 Uhr treffen die Devils im Hermann-Löns-Stadion auf ihren Gegner. Dieser hat bereits schon zwei Spiele hinter sich gegen Troisdorf Jets (42:14) und die Düsseldorf Bulldozer (16:16) mit einem Sieg und ein Unentschieden.
Wie stark die Gegner sind, ist zum jetzigen Zeitpunkt schwer durchschaubar, da die Pause sehr lang war. Jedoch sollten die Seniors die Paderborner nicht unterschätzen. In der Saison 2019 mussten die Devils sich in beiden Begegnungen den Dolphins geschlagen geben (20:0 und 20:30).
"Selbstverständlich freuen die Devils über zahlreiche und lautstarke Unterstützung in Paderborn. Im Stadion gilt die 3G-Regel und wir möchten euch bitten, diese einzuhalten. Außerdem wird am Stadion auch ein Impfmobil stehen, an welchem ihr euch impfen lassen könnt. Im Vorverkauf erhaltet ihr die Tickets hier oder an der Tageskasse." sagt Corinna von Eicken.
Verfasserin und verantwortlich für den Inhalt: Corinna von Eicken - Gelsenkirchen Devils
Auch im zweiten Spiel der Regionalliga-Saison 2021 bleiben die Jets ohne Punkte. Das Derby gegen die Bonn Gamecocks konnten die Gäste im Troisdorfer Aggerstadion mit 27:24 für sich entscheiden.
Jets-Quarterback Nick Schaper (#16) erzielt die ersten Punkte im Aggerstadion seit knapp zwei Jahren (Foto: Matthias Berger).
Nach einer verschlafenen ersten Halbzeit zeigten die Jets in den letzten beiden Spielvierteln Moral und legten eine starke Aufholjagd hin. Doch die solide Bonner Defense hielt dem Druck stand und sicherte den Bonnern den knappen Auswärtssieg. Dabei legten die Jets los wie die Feuerwehr. Defensive End Daniel Albrecht sicherte einen zu hohen Snap wenige Zentimeter vor der Bonner Endzone. Der Rest war für den jungen Jets-Quarterback Nick Schaper (Bild #16) nur noch Formsache und die Jets gingen früh mit 7:0 in Führung (PAT Dennis Schwartz).
Doch ab da lief für die Troisdorfer Offense nichts mehr auf dem Platz, während die Bonner schnell mit drei blitzsauberen Touchdown-Pässen von Quarterback Ferdi Rieck auf seine Wide Receiver Moritz Schober (7:6, 7:13) und Rudy Uhl (7:20) davonzogen. Kicker Maximilian Eisenhut sorgte dabei für zwei von drei zusätzlichen Extrapunkten. „Wir haben die erste Halbzeit klassisch verpennt“, so Jets Head Coach Andreas Heinen. „Irgendwie sind wir mit der Offense nicht richtig in Tritt gekommen.“
Das änderte sich jedoch nach der Halbzeit, denn mit einem Fieldgoal durch Dennis Schwartz brachten die Jets endlich wieder Punkte aus Scoreboard (10:20). Doch die Freude währte nicht lange, denn erneut fand Gamecocks-Quarterback Ferdi Rieck seinen freien Receiver Jonas Neffgen zum Führungsausbau (10:27, PAT Eisenhut). Nun drehten die Jets noch einmal auf und punkteten zweimal hintereinander erfolgreich über Running Back Johannes „JJ“ Mensing zum 24:27-Anschluss (PAT Schwartz). Ein Onside-Kick-Versuch der Troisdorfer bei knapp vier Minuten Restspielzeit funktionierte leider nicht.
„Das starke Comeback im vierten Quarter haben wir hauptsächlich unserer starken Defense zu verdanken“, so Heinen weiter. „Die Jungs von Coordinator Thijs Metsch haben nur einen Score zugelassen und sogar noch einen Fumble erobert.“ Genau diese Szene sorgte bei den Jets-Fans auf der Tribüne im Aggerstadion für Hoffnung und gab dem Spiel am Ende reichlich Spannung. Denn Neuzugang Elliott Jeffcoat sicherte kurz vor der Two-Minute-Warning einen verlorenen Ball der Bonner und brachte so die Offense zurück aufs Feld. Leider wurde der Einsatz nicht mit einem siegbringenden Touchdown belohnt, so dass sich die Gamecocks am Ende über ihren ersten Saisonsieg freuen durften.
Die Jets haben jetzt ein Wochenende spielfrei und bereiten sich schon auf die Bielefeld Bulldogs vor, die am 11. September im Aggerstadion erwartet werden.
Troisdorf Jets vs. Bonn Gamecocks 24:27 (7:6/0:14/3:7/14:0)
07:00 Run Schaper (PAT Schwartz)
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Andreas Heinen - American Football Club Troisdorf Jets e.V.
Lippstadt Eagles verlieren ihr zweites Saisonspiel gegen die Chargers
Lippstadt Eagles verlieren auch ihr zweites Spiel (Foto: Lippstadt Eagles)
Am vergangenen Sonntag empfingen die Eagles ihre Gäste aus Recklinghausen zum ersten Heimspiel 2021. Die Bedingungen waren besser als angesagt und der Regen hat kurz vor Beginn der Aufwärmphase aufgehört um für die ca. 400 Gäste einen tollen Footballtag möglich zu machen. So ging es auch direkt los: Die Defense unter Koordinator Luca Berdelmann fing wieder bärenstark an und hat den Ball direkt nach drei Versuchen zurückerobert, sodass die Chargers vom Platz geschickt und der Weg für die Offense freigemacht wurde.
Direkt im ersten Drive der Eagles gelang es Mike Kitenge den Ball von Maximilian Born zu fangen und direkt zum Touchdown zu verwandeln. Die Freude war groß, denn der unerfahrene Quarterback hatte in der letzten Woche gegen Dortmund Giants erst sein Debüt gefeiert. Der Extrapunkt wurde verschossen.
Doch das Ruhrgebiet ließ sich davon nicht lange beeindrucken. Nach einem weiteren guten Auftritt der Defense, bekamen sie den Ball durch einen Fehler in der Absprache in sehr guter Feldposition. Diese nutzten sie um erst mit einem Touchdown für den Ausgleich und dann durch das Verwandeln des Extrapunktes für die Führung zu sorgen. Ab diesen Zeitpunkt funktionierte im Angriff der Ostwestfalen nicht mehr viel. Die Nervosität stieg an und die Chargers bekamen den Ball immer wieder an, für sie, bester Position, wodurch es für die Eagles Defense immer schwerer wurde dagegen zu halten. So ging es mit einem 6:21 Rückstand in die Halbzeitpause.
Die zweite Halbzeit war eine echte Defense-Schlacht. Beide Teams haben fast keine Punkte mehr zugelassen und ihre jeweiligen Gegner immer wieder aufgehalten. Die letzten Punkte der Chargers machte der Kicker mit der Nummer 21 mit einem Fieldgoal zum 6:24 Endstand.
Der Head Coach Philipp Reiche zum Spiel: „Wir machen einfach zu viele Fehler und lassen uns durch Kleinigkeiten aus der Ruhe bringen; das ist ein Prozess, an dem wir arbeiten müssen und werden. Wie auch schon im letzten Spiel haben wir viele gute Dinge gesehen, ganz besonders von der Defense. Jetzt müssen wir die nächsten drei Wochen nutzen, um uns vorzubereiten und endlich das erste Spiel der Saison zu gewinnen. Wir danken allen Fans und Sponsoren, dass Sie da gewesen sind und freuen uns auf das nächste Heimspiel am 19.09. gegen die Dortmund Giants.“
Die Assindia Cardinals haben auch ihr achtes Saisonspiel in der GFL2 verloren. Gegen die Rostock Griffins kassierten die Men in Blue vor heimischem Publikum im Sportpark am Hallo eine herbe 7:41- Klatsche (0:7, 7:13, 0:7, 0:14) und warten weiterhin auf den ersten Sieg nach dem Aufstieg. Die Gäste aus dem Norden bestimmten das Spiel von der ersten Sekunde an und ließen den Essenern zu keinem Zeitpunkt die Chance, die Partie noch zu ihren Gunsten zu drehen.
Alex Jodlauk führte in dieser Begegnung die Offense als Quarterback (Archivbild: Roland Schicho / Assindia Cardinals)
Nach mehreren erfolglosen Drives beider Teams konnten die Rostocker in Führung gehen. Dylan David Van Boxel übergab das Leder an Brecht Deboosere, der in die Cardinals Endzone durchstartete. Der Extra-Punkt-Versuch von Jonas Beumer war ebenfalls erfolgreich – 0:7 aus Sicht der Assindia Cardinals. Die Griffins sollten zu Beginn des zweiten Viertels erneut scoren: Diesmal passte Van Boxel in die Endzone auf den komplett freistehenden Julian Hagen, der den Ball ohne Mühe fangen konnte. Der Extra-Punkt-Versuch war diesmal nicht erfolgreich – 13:0-Führung für die Griffins. Die Rostocker erhöhten nur wenige Minuten später erneut: Jonas Beumer fing das Leder und marschierte in die Endzone. Dieser war es auch, der den PAT verwandelte – 0:20 aus Sicht der Men in Blue.
Aber im Gegenzug entflammte die erste kleine Hoffnung für die Assindia Cardinals: Joseph Newman rannte mit einem überragenden Lauf über 90 Yards zum Return-Touchdown. Kicker Moritz Schiprowski behielt die Ruhe und verwandelte den Extra-Punkt-Versuch – nur noch 7:20, geht da vielleicht noch was für die Men in Blue? Die Rostocker lieferten die Antwort im dritten Viertel: Dylan David Van Boxel lief einige Meter, passte das Ei auf Ben Bruß, der zum nächsten Rostocker Touchdown sprintete. Der PAT wieder erfolgreich – 7:27 und die Hoffnung auf ein Cardinals-Comeback schwand. Mit dem Startpfiff des letzten Viertels bauten die Griffins ihre Führung weiter aus: Van Boxel mit einem langen Ball in die Endzone auf Ben Bruß, der ebenfalls das Leder völlig unbeschwert aus der Luft schnappen konnten. Der Extra-Punkt-Versuch war zum vierten Mal an diesem Tage erfolgreich – 7:34 und die Messe gelesen. Den Schlusspunkt setzte Maximilian Kothe für die Rostock Griffins, der sich nach der Ballübergabe von Arthur Riemer aus kurzer Distanz in die Endzone durchtanken konnte. 7:41 – der Schlusspunkt eines weiteren enttäuschenden Nachmittags für die Assindia Cardinals im Regen am Sportpark am Hallo.
Die Stimmen zum Spiel:
- Head Coach Bernd Janzen: „Da brauchen wir nicht viel herumreden. Das war kein knappes Spiel, sondern eine klare Sache, was ich auch den Jungs gesagt habe. Rostock war uns heute deutlich überlegen. Dazu kommen noch eine ganze Menge Verletzte, die heute dazugekommen sind, was die Situation natürlich nicht einfacher macht.“
- Defensiv-Koordinator Klaudiusz Cholewinski: „Das war mit Abstand das schlechteste Spiel der Defense in dieser Saison, was aber auch daran lag, dass mindestens sechs von elf Spielern auf dem Feld nicht auf ihrer gewohnten Position gespielt haben, weil wir verletzungsbedingt sehr reduziert sind. Dennoch haben wir uns mindestens fünf Touchdowns durch individuelle Fehlentscheidungen gefangen. Ich glaube wir haben zu schnell die Motivation verloren. Es ist schwer zu sagen, woran es gelegen hat. Das Einzige, was jetzt zählt, ist Hamburg.“
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Julian Lötte - Essen Assindia Cardinals
Weitere Beiträge …
- Die Bulldogs freuen sich auf das erste Heimspiel der Saison
- Düsseldorf Panther bedauern Spielabsage der Lübeck Cougars
- New Yorker Lions gewinnen in Potsdam
- Amboss gewinnt Regenschlacht in Münster
- Men in Blue verlieren Spiel im Schlussviertel
- Black Barons vor dem ersten Heimspiel
- Ein Derby zum Jets-Heimspielauftakt
- Spitzenspiel bei den Mammuts
- Geglückter Saisonstart der Dortmund Giants
- Playoffs trotz Niederlage in Reichweite der Centurions
Unterkategorien
GFL Nord Beitragsanzahl: 709
GFL2 Nord Beitragsanzahl: 706
Europa/Welt Beitragsanzahl: 188
GFL + GFL2 (Nord) - ELF Beitragsanzahl: 0
Regionalliga (Seniors) Beitragsanzahl: 430
Oberliga (Seniors) Beitragsanzahl: 180
Verbandsligen (Seniors) Beitragsanzahl: 255
Landesligen (Seniors) Beitragsanzahl: 173
NRW-Liga (Seniors) Beitragsanzahl: 76
FS / Training / sonstiges (Seniors) Beitragsanzahl: 57
Seite 246 von 555