Seniors
Die Assindia Cardinals haben im neunten Anlauf endlich den ersten Saisonsieg eingefahren. Beim Tabellennachbarn Hamburg Huskies gewannen die Men in Blue mit 20:13 (7:0, 7:13, 0:0, 6:0) und konnten den langen Negativlauf beenden. Nach dem Erfolg in der Hansestadt rücken die Essener auf den siebten Tabellenrang.
QB Joe Newman konnte auch in diesem Spiel wieder mit seinem Laufspiel überzeugen und rannte zum TD über 75 Yards. (Foto: R.Schicho / Assindia Cardinals)
Die Huskies kündigten vor der Partie an, einen erhöhten Fokus auf den mobilen Cardinals Quarterback Joseph Newman zu setzen, der ihnen aber doch mehrfach entwischen sollte. Nach einem fehlgeschlagenen Field-Goal-Versuch der Hausherren gingen die Cardinals in Führung. Max Goldstein, der in dieser Situation die Rolle des Quarterbacks übernahm, rannte von der 16-Yard-Linie zum ersten Touchdown. Auch der Extra-Punkt-Versuch von Moritz Schiprowski zum 7:0 saß. Die Huskies konnten im zweiten Viertel mit einem 80-Yard-Trickspielzug durch die Luft ausgleichen. Nur wenige Minuten später die erneute Führung für die Men in Blue: Diesmal sprintete Quarterback Joseph Newman über 75 Yards in die Endzone. Auch hier war der Extra-Punkt-Versuch erfolgreich. Doch die Hamburger schlugen erneut zurück: Die Huskies tankten sich von der 4-Yard-Line in die Endzone durch, der PAT war aber nicht erfolgreich. Die Cardinals versuchten mit einem Field-Goal- Versuch durch Kicker Moritz Schiprowski die Führung noch um drei Punkte zu erhöhen, der Kick wurde aber abgefangen. So gingen die Men in Blue mit einer 14:13-Führung in die Pause. Nach einem ereignisarmen dritten Viertel, in dem die Teams den Fokus auf die Defensivarbeit gelegt hatten, konnten die Cardinals ihre Führung im letzten Spielabschnitt weiter ausbauen. Nach einem erfolglosen Drive punteten die Men in Blue den Ball kurz vor die Endzone der Huskies. Im nächsten Spielzug fumblete der Hamburger Runningack das Ei an der eigenen 4-Yard-Linie, und Defensive Lineman Florian Tenelsen konnte den Ball für die Cardinals zurückerobern. Die große Chance auf den nächsten Touchdown: Joseph Newman marschierte im dritten Versuch zum dritten Cardinals- Touchdown – die Vorentscheidung. Die ersten Punkte sollten die Men in Blue sich nicht mehr nehmen lassen. Wieder war es Florian Tenelsen, der kurz vor Schluss mit einem Quarterback-Sack für einen enormen Raumverlust der Huskies sorgte. Die Cardinals spielten die Uhr in der Folge locker runter – der erste Saisonsieg war besiegelt. Nach dem Schlusspfiff war die Erleichterung groß, die Feierlichkeiten konnten starten und die Men in Blue machten sich auf die heitere Rückfahrt Richtung Ruhrpott.
Head Coach Bernd Janzen sagte nach dem Spiel: „Wir haben uns es zuerst wieder selbst ein bisschen schwer gemacht, konnten aber immer wieder hohen Druck auf den Quarterback machen und ihn sacken. Ich habe den Jungs in der Halbzeit gesagt, dass wir nicht wieder so einbrechen wollen, wie zuletzt gegen die Panther. Wir sind fokussiert geblieben, haben zusammengehalten und konnten so das Ergebnis über die Zeit retten. Das war eine große Erleichterung für uns alle. Die Emotionen gingen nach dem Schlusspfiff bei allen Beteiligten hoch.“
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Julian Lötte - Essen Assindia Cardinals
Mit 10:34 (3:14/7:14/0:0/0:6) unterlagen die Rostock Griffins in ihrem letzten Saisonspiel dem sechsmaligen deutschen Meister Berlin Adler. Damit ist den Hauptstädtern der Aufstieg in Liga 1 wohl nicht mehr zu nehmen. Die Niederlage tut weh, denn die Griffins vergaben jede Menge Chancen auf ein viel viel besseres Ergebnis.
Griffins laufen ins Ostseestadion ein
Gehandicapt starteten die Hausherren in die Partie. QB Dylan van Boxel hatte sich am vergangenen Wochenende in Essen ein Band in der Wurfhand gerissen und der Rushing Leader der gesamten zweiten Liga RB Julian Hagen fehlte aus persönlichen Gründen. Folgerichtig war die Offense schnell wieder vom Feld. Die Adler schlossen gleich den ersten Drive mit einem TD ab. Nachwuchs QB Arthur Riemer brachte seine Offense im Gegenzug gut über das Feld, RB Brecht Deboosere erzielte gute Raumgewinne. Leider blieb es bei einem erfolgreichen Fieldgoalversuch von Jonas Beumer und dem 3:7 Anschluss.
Danach entwickelte sich ein Spiel, bei dem die Griffins viele Chancen ungenutzt ließen. So verpasste man eine Interception, weil ein Schiedsrichter im Weg stand, in einer aussichtsreichen Situation für die Verteidigung kassierte man unnötige Strafen oder es fehlten ein paar Zentimeter am neuen Forst down im vierten Versuch. Ein Klassenunterschied war kaum erkennbar, beide Teams mit einigen Fehlern und Unzulänglichkeiten. Einziger Unterschied an diesem Tag – die Adler nutzten eben diese Rostocker Fehler aus und brachten das Spiel mehr oder weniger sicher nach Hause. Selbst der spätere Einsatz des angeschlagenen QB´s van Boxel brachte zwar noch einen schönen Drive und TD durch TE Jerome Valbon zustande, die Wende im Spiel hingegen brachte dies nicht.
Der Stimmung der 2250 Fans im Stadion war dies aber nicht abträglich, sie feierten beide Teams und das Event, welches schon mit einem tollen Rahmenprogramm vor dem Stadion startete. Ostseewelle rockte mit dem Hauptsponsor der Griffins, der OstseeSparkasse Rostock, den Vorplatz unterstützt vom Auftritt der Band Stamping Feet. Viele Sponsoren hatten Infostände aufgebaut, die Barmer als Gesundheitspartner machte mit einer Wurfgeschwindigkeitsanlage von sich reden. Surfsimulator, Gewinnspiele, mehrere Hüpfburgen und und und. Abgerundet wurde das Ganze durch die beiden Maskottchen der Teams sowie die Cheerleaderteams.
Im Stadion angekommen dann weitere Highlights wie zum Beispiel der von einer Pyroshow von Klangfeuer unterstützte Einlauf der Teams. Dabei wurden gleich 6 Stammkräfte der Griffins in den Ruhestand verabschiedet wie zum Beispiel die langjährigen Team Captains RB Daniel Engel, WR Christian Moddelmog oder QB Michael Bensch – der Einlauf wurde von den Veteranen der PRIDE of GRIFFINS begleitet. Dann der nächste Kracher. Rostocks Jazz Lady sang die Nationalhymnen Deutschlands und Amerikas, als ein Jet der Firma Jet Feeling zweimal über das Stadion donnerte. Gänsehautmomente im Stadion.
In der Halftime Show gab es einen sehenswerten Kickwettbewerb der Rostocker Zweitligisten. Vertreter des F.C Hansa Rostock, der Seawolves, des HC Empor, des SV Warnemünde Volleyballs und eben ein Vertreter der Pride of Griffins kickten im Ausscheidungsmodus um 500 € für die Nachwuchsarbeit. Björn Rother vom FCH machte seine Sache dabei besonders gut und verfehlte ein FG aus 50 yds nur denkbar knapp. Zudem gab es für das Gewaltpräventionsprojekt der Griffins einen 2500,- € Scheck der OstseeSparkasse. Herzlichen Dank dafür.
Zum Ende des Spiels dann eine weitere Überraschung, denn die Teilnehmer der HANSE-TOUR SONNNESCHEIN kamen zum Ende ihrer über 600 km langen Fahrt und dem Einsammeln von über 100.000,- € für die Krebshilfe ins Stadion eingefahren. Hier wurden sie bereits in persona des Vorstandsvorsitzenden Herrn Brummermann mit einem weiteren Scheck über 20.000,- € von der OSPA empfangen, den stellvertretend für alle Teilnehmer der Tour OB Claus-Ruhe Madsen annahm. Eine großartige Leistung der Radler und der Bank sowie ihrer Kunden.

Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Jens Putzier - Rostock Griffins
Siegeszug gebrochen. Der AFC Remscheid Amboss hat im dritten Saisonspiel der Oberliga NRW die erste Niederlage kassiert. Beim 08:28 (0:7, 0:7, 0:0, 8:14) gegen die Wuppertal Greyhounds fand die Mannschaft von Head Coach Carsten Weber vor etwa 500 Zuschauern im Stadion Reinshagen nie das richtige Mittel und gab die Tabellenführung an die Cologne Crocodiles Prospects ab.
Amboss-Runningback Dennis Remmers (#89) (Foto: CEPD Sports)
“Wir haben heute die Energie nicht auf den Platz gebracht und zu wenig Plays gemacht”, sagte Weber, der auch sein drittes Duell als Amboss-Cheftrainer gegen den bergischen Rivalen verlor. “Das Bittere ist, dass die Wuppertaler nichts Überraschendes gemacht haben. Sie haben genau so gespielt, wie wir es vermutet hatten, aber wir haben nichts gefunden, diese einfachen Plays zu unterbinden”, so Weber weiter: “Aber wir sind eine junge Mannschaft und müssen noch viel lernen.”
Schon der erste Drive der Greyhounds sollte sinnbildlich für die weitere Partie stehen. Tief in der eigenen Hälfte spielten die Wuppertaler mutig einen vierten Versuch “and Inches” aus und holten nicht nur ein neues First Down, sondern kamen in Abwesenheit von Amboss-Kapitän Marc Schnabl (private Gründe) über einen tiefen Run gleich zum Touchdown. Ärgerlich: Der Runningback der Greyhounds durchbrach schon an der Line of Scrimmage mehrere Tackles der Amboss-Verteidigung.
Der Amboss war nah dran, den gegnerischen Drive durch ein “Turnover on Downs” zu stoppen, verpasste aber durch mehrere verpasste Tacklings das Momentum und konnte nur zusehen, wie dem Gegner ein Big Play gelang. Aber auch die Amboss-Offense zeigte sich zunächst verunsichert, der erste eigene Drive endete nach einem Fumble von Quarterback Tom Schröder – wenigstens hielt diesmal die Defense.
Tief in die eigene Hälfte gedrängt musste der Amboss im zweiten Viertel aus der eigenen Endzone punten. Wuppertal, trainiert von Albert Thüssing, 2019 noch Offensive Coordinator des Amboss, nutzte die Gelegenheit, den eigenen Drive 35 Yards vor der Amboss-Endzone zu starten und erlief mit seiner Offense einige Plays später den zweiten Touchdown für die Gäste. Nun aber fand die Offense des Amboss langsam ins Spiel. Schröder lenkte seine Offense First Down für First Down über das Spielfeld und hatte sechs Sekunden vor dem Ende des zweiten Viertels ein entscheidendes Play vor der Brust. Der Pass des Quarterbacks fand über knapp 20 Yards Wide Receiver Ron Burak, der nur wenige Zentimeter vor der Greyhounds-Endzone gestoppt wurde. Da der Amboss keine Timeouts mehr hatte, ging es ohne Punkte in die Pause.
“Der Spielzug passte zum heutigen Tag. Hätten wir hier das letzte Yard noch gemacht, dann wäre es ein richtiger Fight nach der Pause geworden”, erklärte Weber nach dem Spiel. Trotzdem fand der Amboss gut in die zweite Halbzeit. Runningback Dennis Remmers war in mehreren Spielzügen zur Stelle, doch die langen Drives führten abermals nicht zu Punkten. Dem Amboss war in dieser Phase auch anzumerken, dass Jens Vogt, ebenfalls Tight End, verletzt fehlte und Runningback David Engelmann verletzungsbedingt nur sporadisch eingesetzt wurde.
Dann ein Schockmoment für den Amboss. Wide Receiver Michael Schönen, mit bisher zwei Saison-Touchdowns effektivster Passempfänger, zog sich eine tiefe Wunde am rechten Unterarm zu und schied vorzeitig aus. Als eingangs des Schlussviertels den Wupppertalern, die für die Saison zwei US-Amerikaner verpflichtet haben, nach mehreren erfolgreichen Läufen der dritte Touchdown gelang, war auch die bis dahin gute Moral des Amboss gebrochen. Ein Drive später erhöhten die Greyhounds auf 28:00. Immerhin – einen letzten Ballbesitz nutzte der Amboss, um erneut über Remmers und Tight End Marlon Moretti, der mehrere wichtige Bälle fing, sich aber auch einige Drops erlaubte, Raumgewinn zu erzielen. Mit dem vierten Versuch und Goal passte Schröder dann in der Schlussminute auf Tobias Picard in die Endzone und betrieb so Ergebniskosmetik. Die anschließende Two Point Conversion gelang – diesmal mit einem Pass von Schröder auf Wideout David Gamenick. Erfreulich: Für Picard, der noch U19 spielen könnte, und Gamenick waren es jeweils die ersten Catches für Punkte in dieser Saison.
“Wir gewinnen und verlieren zusammen als Team und dieses Spiel war nochmal ein Fingerzeig, das wir in jedem Spiel hart arbeiten müssen. Heute waren wir immer einen Schritt zu spät dran am Gegner. Das hat Wuppertal besser gemacht, aber es war kein Klassenunterschied, so wie das Ergebnis es zwischenzeitlich darstellte. Es haben viele Kleinigkeiten heute nicht gepasst, was in der Summe dann nicht gereicht hat”, sagte Weber, der den für Dienstag geplanten trainingsfreien Tag strich und für Montag, auf Anfrage der eigenen Defense, eine Video-Spielanalyse zusätzlich ansetzte.
Der Amboss, dessen schwarze Derby-Serie somit erhalten bleibt, hat nun eine Bye Week und kann sich so zwei Wochen auf das Gastspiel bei den Cologne Crocodiles Prospects vorbereiten. Dann kommt es erneut zu einem Topspiel, denn nach dem 42:13 der Kölner am Samstag gegen die Münster Mammuts ist der Amboss aktuell Tabellenzweiter, während die Crocodiles neuer Spitzenreiter sind. Aber das Tabellenbild kann sich am spielfreien Wochenende des Amboss ja noch ändern.
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Markus Schulz - AFC Remscheid Amboss e.V.
Foto: Nick JungnitschVerfasser und verantwortlich für den Inhalt 1. AFC Bielefeld Bulldogs e.V. - André Zarnke
Die „Men in Blue“ treffen nach zwei Heimspielen in Folge am Samstag, 04.09.2021 im neunten Saisonspiel der GFL2 auswärts auf die Hamburg Huskies. Kick-Off ist um 16 Uhr.
Foto: R.Schicho / Assindia Cardinals
Beide Teams rechnen sich für diese Partie nach vielen Niederlagen in dieser Saison eine große Chance auf einen Sieg aus. Während die Assindia Cardinals weiterhin ohne Erfolg dastehen, haben die Hamburg Huskies zumindest einen Sieg auf ihrem Konto. Die Partie wird im Hammer Park Stadion in Hamburg ausgetragen. Tickets können über die Internetseite der Hamburg Huskies unter hamburghuskies.de erworben werden. Karten sind ab einem Preis von 8€ erhältlich. Die Hamburg Huskies bieten keinen Livestream an.
Die Hamburg Huskies stehen zwei Spieltage vor Saisonende auf dem vorletzten Tabellenplatz der GFL2. Nach sechs Niederlagen konnten die Huskies vor zwei Wochen gegen die Lübeck Cougars ihren ersten Saisonsieg feiern (29:17). Letztes Wochenende mussten sie sich dem Tabellenführer Berlin Adler 63:7 geschlagen geben. Das letzte Duell liegt bereits knapp neun Jahre zurück. Die Hamburger gewannen im August 2012 in Essen mit 26:0.
Das sagt der Bernd Janzen zur Begegnung: „Die Jungs haben gegen Rostock gar nicht so viele Fehler gemacht, die Griffins waren uns einfach qualitativ deutlich überlegen. Wir werden nach Hamburg fahren, um endlich unser erstes Spiel zu gewinnen. Wir wollen auf jeden Fall die Punkte mitnehmen. Die Hamburger haben einen starken amerikanischen Quarterback. Es wird mit Sicherheit kein einfaches Spiel, beide Teams sehen die große Chance, aber wir wollen zwingend den Sieg einfahren.“
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Julian Lötte - Essen Assindia Cardinals
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