Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Jens Putzier - Rostock Griffins
Im Jahre 2017 stiegen die Bonn Gamecocks in die Regionalliga ab- und die Gelsenkirchen Devils auf. Im letztem Jahr gab es für die Gamecocks zwei Siege gegen die Devils. In diesem Jahr verloren die Gamecocks jedoch das Hinspiel mit 24:33 bei den Devils.
Das Stadion am Pennenfeld wird umfassend umgebaut. Die Bonn Gamecocks absolvierten ihr letztes Ligaspiel in 2019 (Archivbild: Oliver Jungnitsch)
Für die Bonn Gamecocks ging bereits am letzten Wochenende die Sommerpause zu Ende, denn sie hatten die Dolphins aus Paderborn zu Gast. Für die Bonner gab es eine 3:21 Niederlage gegen das Team aus Ostwestfalen. Für die Bonn Gamecocks ist es sowohl das letzte Heimspiel, als auch das letzte Ligaspiel in 2019 überhaupt. Head Coach Stefan Naumann und sein Team möchten sich sicherlich mit einem Sieg aus dem Stadion Pennenfeld verabschieden. Das Stadion wir wohl für längere Zeit für die Gamecocks und andere nicht bereitstehen, denn es wird umfangreich umgebaut.
Für die Gelsenkirchener ist es der Auftakt zur Rückrunde in der Regionalliga, denn sie haben noch insgesamt vier Begegnungen zu absolvieren. Für Head Coach Jan Kärner und seine Devils stehen neben dem Spiel bei den Bonn Gamecocks noch zwei weitere Auswärtsspiele an: es geht außerdem noch zu den Cologne Falcons und Aachen Vampires. Zu ihrem letzten Heimspiel empfangen sie die Bielefeld Bulldogs.
Für beide Team wäre ein Sieg und die damit verbundenen Punkte wichtig, damit man Abstand vom Tabellenende hält. Tabellenletzter sind noch die Vampires aus Aachen, die nur noch theoretische Chancen auf dem Verbleib in der Liga haben. Hier wird es in der Regionalliga und insbesondere für die Vampires am 08.09.2019 spannend, denn dann empfangen sie die Gelsenkirchen Devils. Sollten die Aachener dieses Spiel verlieren, sind sie nach einem Jahr nach dem Aufstieg wieder in die Oberliga abgestiegen.
Verfasser: Oliver Jungnitsch für NRW Football / Wir sind vor Ort und werden mit einem Spielbericht und einer Fotogalerie berichten.
Mit einem tollen Rahmenprogramm verabschieden sich die Troisdorf Jets am Samstag beim letzten Heimspiel der Saison von ihren Fans und leider vorerst auch wieder aus der 2. Bundesliga. Als Gegner empfangen die Troisdorfer Footballer die Solingen Paladins. Obwohl die Saison fast vorbei ist, sind beide Mannschaften bisher noch nicht aufeinander getroffen. Das direkte Rückspiel zum Abschluss erfolgt dann in der darauf folgenden Woche auswärts in Solingen.
Hoffentlich gibt es am Samstag auch Grund zum Jubeln für die Jets (Foto: Bernd-Udo Wiedicke).
In Kooperation mit „Danke an unsere Soldaten e.V.“ steht der kommende Spieltag unter dem Motto „Salute to Service“. Der gemeinnützige Verein möchte für das Thema Bundeswehr und ganz besonders für das Thema Soldaten sensibilisieren. Vor, während und nach dem Einsatz soll den Soldatinnen und Soldaten gezeigt werden, dass nicht nur ihre Familien an sie denken. Durch verschiedene Aktionen, wie auch den „Salute to Service Gameday“ in Troisdorf, unterstützt der Verein die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr moralisch. Vor dem Kickoff wird es einige gemeinsame Programmpunkte geben.
Darüber hinaus gilt der letzte Heimspieltag traditionell als „Homecoming Game“. Die Jets erwarten dazu wieder viele ehemalige Spieler, Coaches und Funktionäre, die sich quasi wie bei einem Klassentreffen das Spiel anschauen und über alte Zeiten plaudern können. Bei einem gepflegten Bierchen wird dabei sicherlich die eine oder andere Heldengeschichte die Runde machen.
Sportlich geht es für die Jets bekanntlich um nichts mehr. Dennoch will sich das Team mit einer ordentlichen Leistung vom heimischen Publikum verabschieden. Die Sache wird jedoch alles andere als einfach, da die Paladins erneut eine starke Saison spielen. Mit sechs Siegen und sechs Niederlagen stehen sie aktuell im Mittelfeld der Liga auf einen soliden 5. Platz, punktgleich mit den Langenfeld Longhorns. Mit dem Abstieg hatten die Paladins früh nichts mehr zu tun, konnten aber auch keine wirklichen Akzente in Richtung Spitze setzen, wo sich die Elmshorn Fighting Pirates am vergangenen Samstag vorzeitig den Meistertitel in der GFL2 Nord und damit die Teilnahme an der Aufstiegsrelegation gegen die Düsseldorf Panther gesichert haben.
Die Jets werden am Samstag die allerletzten Kräfte mobilisieren müssen, um sich gegen Solingen zu behaupten.
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Andreas Heinen - American Football Club Troisdorf Jets e.V.
Die 721 Zuschauer im Rostocker Leichtathletikstadion erlebten am Sonntag ein sehr emotionales letztes Heimspiel der GFL 2 Saison 2019. Noch vor Spielbeginn im Penneke-Gameday wurden die langjährigen Griffins-Spieler Gunnar Schuhr und Andre Mahler in den Football Ruhestand verabschiedet, wobei das Wort langjährig gerade im Fall von Gunnar Schuhr eigentlich kaum ausreicht. Seit 1997 hat er seinen Helm für die Greifen hingehalten und somit schon aktiv Football gespielt, als einige der aktiven Spieler noch nicht mal geboren waren. Zahlreiche ehemalige Spieler standen beim Einlauf der beiden Spieler und der ein oder andere konnte sich eine Träne nicht verkneifen.
Gunnar Schuhr und Andre Mahler wurden in den Football Ruhestand verabschiedet (Foto: Gerd Köhler)
Selbstverständlich hatten sich alle Griffins vorgenommen die Beiden mit einem Sieg zu verabschieden, was angesichts der Serie von 4 Niederlagen in Folge und der sehr dünnen Personaldecke eine sehr schwere Aufgabe zu werden versprach. Verletzungsbedingt fehlten gleich drei amerikanische Import-Spieler und zahlreiche deutsche Leistungsträger. Wie schon beim Auswärtsspiel in Elmshorn führte Quarterback Michael „Jackson“ Bensch die Offense an und hatte nach gutem Start der Defense auch schnell die Möglichkeit für Punkte zu sorgen. Zum Schreck aller Anwesenden wurde gleich sein erster Pass abgefangen und zum Touchdown für die Gäste aus Solingen in die Endzone zurückgetragen. Wie schon gegen die Hamburg Huskies vor zwei Wochen mussten die Greifen also wieder früh einem Rückstand hinterherlaufen.
Glücklicherweise sorgte die Defense dafür, dass der Rückstand nicht höher wurde und der anschließende Drive der Griffins brachte durch ein Fieldgoal von Erik Weilandt die ersten Punkte auf die Anzeigetafel. Der erste richtige Drive der Paladins wurde durch die Defense der Greifen früh gestoppt. DB Darrain Winston konnte einen langen Pass des Solinger Quarterbacks abfangen und zum Jubel der Fans in die Endzone tragen. Der Jubel währte jedoch nicht lange, denn der Touchdown wurde von den Schiedsrichtern aberkannt, aber dennoch hatten die Griffins nun Ballbesitz in sehr guter Feldposition und diese Chance ließ sich die Offense nicht nehmen. Mit einem schönen Pass von Bensch auf Chiam James und dem anschließenden PAT gingen die Griffins erstmals in diesem Spiel in Führung.
Im nächsten Drive zeigten die Solinger allerdings was ihr Spiel ausmacht. Starke Läufe der beiden deutschen Running Backs Daniel Rennich und Patrick Poetsch sorgten immer wieder für Raumgewinn und schlussendlich auch für den 2.Touchdown der Gäste und die 10:14 Führung. Zwei darauf folgende Touchdowns der Griffins (Pass auf C.James / Run Erik Weilandt) und ein Fieldgoal der Gäste sorgten für eine 24:17 Halbzeitführung und die Greifen starteten in Halbzeit 2 mit Ballbesitz. Dieser wurde effektiv genutzt und der an diesem Tag, mit insgesamt 248 erlaufenen Yards sehr starke Running Back Kam Harris erhöhte auf 31:17.
Ausruhen konnten sich die Griffins auf diesem Polster allerdings nur kurz, denn die Solinger konnten direkt im nächsten Drive auf 31:24 verkürzen. Erneut war es Patrick Poetsch, der für Punkte der Gäste sorgte. Was in so manchem Spiel dieser Saison für Nervosität gesorgt hat, konnte die Griffins an diesem Nachmittag aber nicht aus der Ruhe bringen und nachdem die Offense einen 4.Versuch durch einen Pass auf Christian Moddelmog erfolgreich verwandeln konnte, sorgte Erik Weilandt mit seinem zweiten Fieldgoal des Nachmittags für die 34:24 Führung und Jubel im Stadion.
Die Solinger wollten sich aber nicht kampflos geschlagen geben und kamen erneut bis kurz vor die Endzone der Greifen. Der Touchdown wurde von den Schiedsrichtern aber nicht gegeben und nach zwei Strafen hieß es für die Gäste nun 1 und 35 bei etwas über 2 Minuten verbleibender Spielzeit. Der folgende lange Pass konnte von DB Björn Rosenbrock abgefangen werden und so blieb es beim 34:24 Endstand in diesem umkämpften Spiel. Damit verbleiben die Greifen zunächst auf Tabellenrang 3.
Für die Griffins stehen nun noch zwei Auswärtsspiele auf dem Programm, am nächsten Wochenende in Hamburg und eine Woche später in Lübeck bevor es in die verdiente Winterpause geht.
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Jens Putzier - Rostock Griffins
Etwas mehr als 2.700 Zuschauer im Braunschweiger Eintracht Stadion, erlebten bei hochsommerlichen Temperaturen ein Duell zwischen den New Yorker Lions und den Düsseldorf Panther, welches unterschiedlicher nicht hätte sein können. Zum Ende der Partie stand ein 70:14 (7:7; 28:0; 21:0; 14:7) zu Gunsten der Hausherren auf der Anzeigetafel und das obwohl vor allen auf Seiten der Defense, Head Coach Troy Tomlin auf eine Vielzahl der eigentlichen Starter, aus Verletzungsgründen verzichten musste.
Die Offense Line, eine der Garanten für das hervorragende Laufspiel der Lions in 2019 (Foto: Fabian Uebe)
So fehlten neben den beiden US-Amerikanern Basil Jackson und Jamaal White, u.a. auch Roni Salonen und Johnathan Falk. Sein Comeback gab dagegen Christoph Wahl, der erstmalig in 2019 wieder im Jersey der Lions auflief. Eine Show auf dem Rasen lieferte erneut Christopher McClendon ab. Nahezu 250 Yards Raumgewinn und vier Touchdowns, steuerte der aktuell statistisch beste Runningback der gesamten GFL, beim geschichtsträchtigen Spiel gegen die Panther ab. Nicht nur, das Spielmacher Brandon Connette mit seinem 15. Lauf-Touchdown eine neue Rekordmarke in dieser Kategorie, unter allen jemals für die Lions aktiven Quarterbacks aufstellte, auch Kicker Tobias Goebel stellte mit seinen im Spiel erzielten 10 erfolgreichen Extrapunkten, einen neuen Bestwert auf.
Der erste Drive und auch überraschend die ersten Punkte, gehörten den Gästen aus Düsseldorf. Nachdem Kick-Off der Lions durch Jan Hilgenfeldt, war es im dritten Versuch Düsseldorfs Wide Receiver Feli Manoka, der über 65 Yards in die Endzone der Lions zur 0:7 (PAT D. Schuhmacher) Führung einlief. Vorausgegangen war aber nicht etwa eine hervorragende Aktion des Angriffs der Gäste, sondern der Touchdown entstand aus einem Fumble von Panther Ballfänger Montel Patterson, den Feli Manoka geistesgegenwertig aufnahm und zur glücklichen Führung seines Teams verwertete. Das sollte aber für lange Zeit, nämlich bis tief ins vierte Quarter, die einzig nennenswerte Aktion der Gäste bleiben, denn von nun an spielten nur noch die New Yorker Lions. So dauerte es nach der Führung der Düsseldorfer ganze sechs Spielzüge, ehe Christopher McClendon erstmalig mit einem Lauf aus zwei Yards, in die Endzone der Gäste zum 7:7 (PAT T. Goebel) einlief. Der nächste Angriffsversuch der Panther endete in einem Fehlpass ihres Spielmachers Trevor Vasey, welcher genau in den Armen von Lions Passverteidiger Benjamin Barnes landete. Kurze Zeit später war es dann Braunschweigs Quarterback Brandon Connette, der sein Team mit einem Lauf aus sechs Yards, erstmalig mit 14:7 (PAT T. Goebel) zu Beginn des zweiten Spielviertels, in Führung brachte. Vorausgegangen war u.a. ein 34 Yard Pass des Lions Spielmachers auf seinen Tight End Robin Sebeille.
Nun ging es Schlag auf Schlag und die Hausherren ließen keine Chance ungenutzt, weiter zu punkten. Christopher McClendons zweiten Touchdown aus 2 Yards Entfernung zum 21:7 (PAT T. Goebel), folgte kurze Zeit später ein 33 Yard Touchdown Pass von Brandon Connette auf Nicolai Schumann zum 28:7 (PAT T. Goebel). Doch damit nicht genug! Nach einem weiteren Stopp des Düsseldorfer Angriffs durch die hervorragende Verteidigung der New Yorker Lions, welche das Fehlen der vielen verletzten Spieler nahezu perfekt kompensieren konnte, war es kurz vor der Halbzeit nochmals die Kombination Brandon Connette auf Nicolai Schumann, dieses Mal über sage und schreibe 80 Yards, welche den Pausenstand zum 35:7 aus Sicht der Gastgeber, herstellte.
Nach der Pause knüpften die Löwen direkt dort an, wo sie vor der Halbzeit aufgehört hatten, nämlich mit Punkten. Weiter ging es nachdem Kick-Off zur zweiten Hälfte durch die Düsseldorf Panther mit Läufen von Christopher McClendon. Ganze vier Versuche, einer davon alleine über 54 Yards, brauchte der US-Amerikaner im Dienste der Löwen, um das gesamte Feld zu überbrücken und final zum 42:7 (PAT T. Goebel) Zwischenstand aus vier Yards Entfernung zu punkten. Nach einem weiteren Punt der Panther, folgte dann der vierte Streich der #3 der Löwen und Christopher McClendon lief über 26 Yards zum 49:7 (PAT T. Goebel) in die Endzone der Gäste ein.
Danach war der Arbeitstag des GFL Rushing Leaders beendet und mit Mirel Zero übernahm das französische Nachwuchstalent in den Reihen der Braunschweiger, nun die Verantwortung im Laufangriff. Auch auf der Position des Spielmachers wechselten sich ab sofort Mike Friese und Sonny Weishaupt ab, doch tat dieses für das Angriffsspiel der Gastgeber keinen Abbruch. Im Gegenteil, so nutzte nicht nur Mirel Zero mit einem ein Yard Touchdown Lauf zum 56:7 (PAT T. Goebel) und weitere mehr als 100 Yards Raumgewinn seine Chance, sondern auch Sonny Weishaupt warf mit einem 13 Yard Pass auf Niklas Römer zum 63:7 (PAT T. Goebel) zu Beginn des vierten Quarters, seinen ersten Touchdown-Pass im Jersey der Lions.
Es folgte die zweite erfolgreiche Angriffssequenz der Gäste aus der Rheinmetropole. Trotz immer wieder starken Drucks, schaffte es Panther Spielmacher Trevor Vasey sich aus der Umklammerung der Braunschweiger Defense zu lösen und fand mit einem wunderschönen Pass über 30 Yards, seinen belgischen Ballfänger Feli Manoka in der Endzone der Löwen zum 63:14 (PAT D. Schuhmacher). Es folgte der letzte Drive der Hausherren des Spiels beginnend von der eigenen 30 Yard Linie.
Abermals war es Mirel Zero, der die Verteidigung der Panther ins schwitzen brachte. Fünf Läufe benötigte der Franzose um den Ball bis fünf Yards vor die Endzone der Düsseldorfer voranzubringen. Die Punkte zum 70:14 (PAT T. Goebel) Endstand erzielte schließlich der dritte Runningback der Lions an diesem Tage, Patrick Papke, mit einem Lauf aus fünf Yards.
Sieben Lauf-Touchdowns der New Yorker Lions in einem Spiel hat es wohl in der Vergangenheit noch nicht oft gegeben. Die Spieler, welche daran einen ebenso großen Beitrag leisten, wie die Runningbacks selbst, sind dabei die Jungs aus der Offensive Line. So wurde mit dem Center der Braunschweiger Robert Sövegjarto, auch einer genau dieser starken Jungs, zum Game-MVP gekürt. Mit dem 12. Sieg im 12. Spiel haben sich die New Yorker Lions nun endgültig die Meisterschaft in der GFL Nord gesichert und haben in den kommenden Play-Offs sowohl im Viertelfinale, als auch im möglichen Halbfinale, Heimrecht.
Scoreboard
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Holger Fricke - New Yorker Lions
Mit dem Heimsieg der Essen Assindia Cardinals gegen den direkten Konkurrenten, die Bielefeld Bulldogs, sicherten sich die Essener vorzeitig die Teilnahme zur Relegation der GFL2. Das gestrige Spiel in der Regionalliga West gewannen die Cardinals ungefährdet mit 47:21 (25:07) und damit auch den direkten Vergleich. Das Hinspiel ging, aus Essener Sicht, mit nur 29:31 verloren. Somit haben Head Coach DJ Anderson und sein Team voraussichtlich noch zwei weitere Spiele in diesem Jahr zu bestreiten. In der Relegation werden aus drei Mannschaften die beiden besten Team im direkten Aufeinandertreffen ermittelt.
Brian Burnett reckt sich mit dem Ball in die gegnerische Endzone zum Touchdown für die Cardinals (Foto: Oliver Jungnitsch)
Die Begegnung der Cardinals und der Bulldogs begann gestern erst eine Stunde später als vorgesehen, denn die Gäste aus Ostwestfalen standen im Stau. Der Mannschaftsbus der Bulldogs erreichte erst um 15:30 Uhr das Stadion am Hallo, dem Heimstadion der Assindia Cardinals. Aufgrund der sehr hohen Temperaturen sicherlich nicht die schlechteste Endscheidung für die Akteure den Kickoff auf 17:00 Uhr zu verschieben. Dass die Begegnung hitzig werden sollte, konnte man schon beim Einlauf der Teams bemerken. Mit „Nettigkeiten“ bedachte man sich schon beim Einlauf. Im Laufe des Spieles kam es wiederholt, wie man im Fussball sagt, zur Rudelbildung. Diese verliefen, bis auf eine Ausnahme, glimpflich. Zwei Akteure wechselten kurz vor dem Ende der Partie beim Stande von 47:15 die Sportart und je ein Spieler beider Teams wurden mit dem vorzeitigem Duschen belohnt. Hauptsächlich gab es jedoch American Football zu sehen.
Das Regionalligaspiel begann mit einem kurzen Kickoff der Bulldogs. Die Assindia Cardinals starteten den ersten Angriff von der eigenen 35 Yardline mit einem Mix aus Lauf- und Passspiel und beendete diesen mit einem Fieldgoal von Simon Sikorski (#15). Somit gingen die Assindia Cardinals nach etwas mehr als 4 Minuten Spielzeit mit 3:0 in Führung. Das Bielefelder Team trennte sich in seinem ersten Drive mit einem Punt vom Ball. Ohne weitere Punkte oder nennenswerte Aktionen ging das erste Quarter zu Ende.
Im zweiten Viertel konnten die Cardinals wieder punkten: Nach einem Pass von Quarterback Rohan Dagdelen (#12) auf seinen Wide Receiver Brian Burnett (#8) gab es den ersten Touchdown der Partie. Burnett fing den Ball rund 10 Yards vor der Endzone der Bielefelder, schüttelte seien Verteidiger ab und lief in die Endzone. Nach dem PAT (Point After Touchdown) von Tobias Nick (#33) stand es somit 10:00 für die Hausherren. Auch die nächsten Punkte gehörten den Cardinals. Kurz vor der Endzone versuchte Quarterback Dagdelen ein Quarterback Sneak, der vermutlich erfolgreich war, denn so genau konnte man es in dem Pulk nicht erkennen. Whitehead Heinz Sauer und seine Crew erkannten den Spielzug als Touchdown für die Assindia Cardinals an. Da der PAT von Nick mißlang, stand es 16:00 für die Essener. Bei der Restspielzeit von 4:55 Minuten in der erste Hälfte durfte auch die Defense der Cardinals punkten. Nach einem Safety erhöhten die Gastgeber die Führung auf 18:00. Zum Ende des zweiten Quarters wurde es noch einmal spannend. Essen spielte an der gegnerischen zwei Yardline einen vierten Versuch aus. Hierbei täuschte Dagdelen eine Ballübergabe an einen Runningback an, jedoch passte er auf Wide Receiver Harlan Kwofie (#14) und dieser erzielte die nächsten Punkte für Hausherren. Nach dem PAT von Sikorski stand es 25:00 und es waren noch 43 Sekunden auf der Uhr. Diese Restspielzeit nutzen die Bielefelder für ihre ersten Punkte. Von der 50 Yardline warf Quarterback Niklas Gorny (#10) einen sehenswerten, langen Pass auf seinen Wide Receiver Felix Blissenbach, der nach noch ein paar Yards die Essener Endzone erreichte und den ersten Touchdown für die Bulldogs erzielte. Nach dem erfolgreichem PAT von Tobias Stork (#22) verkürzten die Bielefeld Bulldogs auf 25:07, was auch den Halbzeitstand darstellte.
Nach der Halbzeitpause stemmten sich die Gäste noch einmal gegen die drohende Niederlage. Dabei versuchten sie es mit Trickspielzügen, die jedoch aufgrund von Fehlern und folgenden
DJ Anderson war nach dem Spiel sichtlich gerührt (Foto: Oliver Jungnitsch)Strafen nicht erfolgreich waren (z.B. unerlaubter Vorwärtspass). So war es, wie vor der Pause, die Kombination von Dagdelen und Kwofie die mit einem Passspielzug für die nächsten Punkte sorgte. Auch hier gelang der PAT nicht, also stand es 31:07 für die Essen Assindia Cardinals nach 1 ½ Minuten Spielzeit im dritten Quarter. Dies war sicherlich ein psychologischer Vorteil für die Gastgeber. In der Folge wirkte die Offense der Bulldogs unsicher und so gab es den zweiten Safety der Partie. D-Liner Kevin Kocks (#92) und Simon Baumeister (#4) brachten in einer gemeinsamen Aktion Quarterback Gorny in der Bielefelder Endzone zu Fall (neuer Spielstand: 33:07). Für den nächsten Touchdown sorgte dann wieder ein Essener: Brian Burnett. Nach dem Pass seines Quarterbacks reckte er sich mit dem Spielgerät in die gegnerische Endzone und erzielte den Zwischenstand von 39:07 (PAT Sikorski: 40:07). Für Abwechslung in der doch recht einseitigen Partie sorgten die Cardinals, denn jetzt war es ein anderer Spieler, der den nächsten Touchdown erzielte. Nach einem Pass auf Wide Receiver Lesar Duran (#3) tankte er sich durch und versengte das Ei in der Endzone der Bulldogs. Für den letzten Punkt auf Essener Seite sorgte DB und Kicker Sikorski mit seinem PAT zum 47:07. Bei einer Restspielzeit von 11:41 Minuten (4. Quarter) ist es Runningback Veith Stickrock (#48) der für die Ostwestfalen punktete. Mit einem kurzen Lauf Lauf erzielte er den zweiten Touchdown für die Bulldogs. Mit Pass auf Wide Receiver Blissenbach gelang die TPC (Two Point Conversion) zum 47:15. Für die letzten Punkte des Spieles sorgte Niklas Gorny, der Quarterback der Bielefeld Bulldogs. Nach einem Lauf über einen Yards sorgte er für den Endstand von 47:21. Die TPC scheiterte. Nach dem Spiel war besonders Head Coach DJ Anderson die Freunde über den Titel anzumerken. Merklich gerührt und mit Freudentränen übersät bedankte er sich bei seinen Spielern und den Zuschauern.
Jetzt gibt es für die Cardinals noch ein Spiel ohne Wert in der Regionalliga am kommenden Wochenende. Hier empfangen die Essen Assindia Cardinals die Cologne Falcons. Wie es für die Essener weitergeht ist noch nicht ganz sicher. Es spielen voraussichtlich die Meister der Regionalligen West, Ost und Nord um den Aufstieg in die GFL2. Zwei Teilnehmer stehen bereits fest, denn außer dem Meister der Gruppe West (Assindia Cardinals) haben sich die Oldenburg Knights (Gruppe Nord) vorzeitig qualifiziert. Wer und ob es ein Team aus der Gruppe Ost schafft ist zur Zeit noch unklar. Diese Liga ist in zwei Gruppen unterteilt: Regionalliga Gruppe Ost-Nord und Ost-Süd. Die Ersten der beiden Gruppen treten in gegeneinander um den Titel der Gruppe Ost und der Teilnahme an der Relegation an. Qualifiziert für die Gruppe Ost-Süd sind die Magdeburg Virgin Guards, die jedoch nicht für die Aufstiegsrunde gemeldet haben. Anders in der Gruppe Ost-Nord. Hier können noch die Berlin Adler und die Spandau Bulldogs die Gruppe gewinnen (haben sich auch für die Aufstiegsrunde angemeldet)*. Die Entscheidungsspiele für die Regionalliga Ost sind für den 01.09 und 7/8.09.2019 terminiert. Wenn Berlin oder Spandau diese Liga gewinnen, dann gibt es eine Relegation, ansonsten sind die Oldenburger und Essener automatisch in die GFL2 aufgestiegen (Hinweis: im letztem Jahr gab es keine Relegation). Sollte es zur einer Relegationsrunde kommen, so käme es zu folgenden Partien:
Es bleibt also spannend für die Regionalligen und dem Aufstieg in die GFL2.
Update: In der Regionalliga Gruppe Ost-Nord konnten sich die Berlin Adler qualifizieren, somit wird in der Meister der Regionalliga so ermittelt:
07.09. Berlin Adler - Magdeburg Virgin Guards
Unsere Bildergalerie zum Spiel:
Text und Fotos: Oliver Jungnitsch
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