Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Jens Putzier - Rostock Griffins
Für die Solingen Paladins stand am Samstag die Revanche gegen die Langenfeld Longhorns auf dem Plan. Nach der 44:16 Niederlage vergangenen Monat waren die Klingenstädter nicht bloß auf Wiedergutmachung aus, es ging auch darum den direkten Verfolger in der Tabelle auf Abstand zu halten. Nach der starken Leistung vergangene Woche gegen Spitzenreiter Elmshorn, ging das Team um HC Cevin Conrad mit breiter Brust ins Spiel. Das die Longhorns dazu auch jeden Grund haben, zeigte nicht nur die Leistung im Hinspiel sondern auch die Sommerpause. Die haben die Gäste aus der Nachbarstadt genutzt um Verstärkung aus Übersee einzufliegen: Mit Davonte Lynch verpflichteten die Longhorns einen Running Back, der den Solingern bereits aus dem vergangenen Jahr bekannt war.
Daniel Rennich mit Ball für die Solingen Paladins als Kicker und Runningback aktiv (Foto: Nick Jungnitsch)
Dieser musste jedoch erstmal zuschauen, denn die Klingenstädter starteten mit ihrem Angriff ins Spiel- und wie! QB Danny Farley erwischte einen perfekten Start und fand Brice Coquin aus 45 Yards zum ersten Touchdown des Tages (07:00 PAT Daniel Rennich). Die Gäste aus Langenfeld ließen im nachfolgenden ersten Drive dann aber erahnen, was den restlichen Tag auf die Paladins Defense zukommen sollte. QB McClam und RB Lynch tankten sich immer wieder durch die Defense und machten Yard für Yard, bis McClam schliesslich selbst aus kurzer Distanz den Ball in die Endzone lief (07:07 PAT erfolgreich).
Was QB Danny Farley in der ersten Angriffsserie noch gut gelang, ging anschliessend in der zweiten wortwörtlich daneben. Nach einem Missverständnis mit WR Dorian Stanard, fing die Longhorns Defense einen tiefen Pass ab und kam in der Mitte des Felds in Ballbesitz. McClam nutzte eine Lücke der Solinger Defense und spurtete den Gastgebern über 45 Yards zum Touchdown davon (07:14 PAT erfolgreich).
Der Solinger Angriff schien plötzlich seinen Rythmus verloren zu haben und sah sich einer hungrigen Longhorns Defense gegenüber, die sie zu einem schnellen Punt zwang. McClam schloss den nachfolgenden Drive diesmal nicht selbst ab, sondern fand seinen Receiver aus 37 Yards in der Endzone und erhöhte im zweiten Quarter auf 7:21 (PAT erfolgreich). Diesmal fanden die Klingenstädter aber die passende Antwort: Daniel Rennich lief nach einem starken Kickoff Return einen 33 Yard Touchdown, verwandelte den Extrapunkt und verkürzte damit auf 14:21. Und auch die Solinger Defense schien nun in Big Play Laune zu sein: wenige Sekunden vor Halbzeit und Inches vor der Goal Line, forcierten sie einen Langenfelder Fumble und hielten das Spiel in Reichweite.
Damit war in Hälfte zwei alles offen und es schien ein weiterhin spannendes Derby zu werden.
Den Klingenstädtern gelang es im dritten Spielviertel allerdings nicht an das starke Finish der ersten Hälfte anzuknüpfen. Zunächst scorte Lynch mit einem kurzen Lauf den nächsten Touchdown für die Gäste (14:27 PAT nicht erfolgreich) und dann wurde es für die Solinger Offense immer frustrierender. Ein guter Drive zu Beginn des letzten Viertels endete mit einem gescheiterten vierten Versuch in der RedZone der Langenfelder und McClam schraubte den Spielstand mit einem Lauf über knapp 50 Yards weiter hoch (14:33, PAT nicht erfolgreich).
In der anschließenden Angriffsserie wurde es plötzlich wild: die Paladins waren gezwungen aus der eigenen Endzone zu punten, doch Daniel Rennich rutschte der Ball über den Spann. Den viel zu kurzen Punt griff ein Longhorns Verteidiger aus der Luft und retournierte ihn zum Touchdown (14:41, TPC erfolgreich). Damit war das Endergebnis hergestellt und den Gästen aus der Nachbarstadt gelingt nach zwei Niederlagen im vergangenen Jahr die direkte Revanche mit zwei Siegen in diesem Jahr.
Der Leistung vom Lynch/McClam Duo musste auch DC Tim Rüttgers Tribut zollen: „Die beiden haben uns heute praktisch im Alleingang geschlagen.“ WR Dorian Stanard hingegen haderte mit passenden Worten. „Es ist schwierig zu sagen was falsch lief und letztendlich der Grund für die Art und Weise der Niederlage war. Mir fehlen da die Worte.“ so der US-Receiver, der hoffentlich kommenden Samstag wieder mehr zu sagen hat. Viel Zeit bleibt Team und Trainerstab nicht sich auf die Aufgabe vorzubereiten, denn nächste Woche empfangen die Paladins mit den Lübeck Cougars den Tabellenzweiten der GFL2. Die Cougars sind aktuell mit sieben Siegen in Serie in bestechender Form und haben sich in der Sommerpause nochmals auf Schlüsselpositionen verstärkt. Zeit also für die Paladins zur Hinrundenform zurückzufinden und die Festung mit den lautesten Fans der Liga zu verteidigen!
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Niklas Schopphoff - Solingen Paladins
Am Sonntag erlebten die zahlreichen Zuschauer des AOK-Gamedays, die trotz der Hanse Sail den Weg ins Rostocker Leichtathletikstadion gefunden hatten, ein Spiel, das alles zu bieten hatte, was American Football ausmacht: Großer Sport, großartiges Rahmenprogramm, wahnsinnige Kulisse! Überschattet wurde die Partie von einer schweren Verletzung auf Seiten der Gäste gleich zu Beginn des Spiels.
Griffins müssen sich in einem Footballkrimi geschlagen geben (Foto: Gunnar Rosenow)
Zum Zeitpunkt der Verletzung führten die Gäste durch einen Kickoff-Return Touchdown bereits mit 0:7 und hatten durch einen Fumble zu Beginn des ersten Drives der Gastgeber erneut den Ball tief in der Hälfte der Greifen. Diesen Ballbesitz der Gäste beendete Griffins Safety Darrain Winston aber mit einer seiner beiden Interceptions des Tages. Schwer zu stoppen für die Verteidigung der Greifen war hingegen der Hamburger Running Back Ja Vontae Hence, der im Laufe des Spiels 4 Touchdowns erzielen sollte. Auf Auf Seiten der Griffins waren es in der ersten Halbzeit zwei lange Pässe auf Chiam James, die für Punkte sorgten.
Nach einem 14:20 Rückstand zur Pause entwickelte sich in der zweiten Halbzeit ein wahrer Krimi, der bis zum Ende noch 6 Führungswechsel zu bieten hatte, leider mit dem schlechteren Ende für die Griffins, die sich den stark spielenden Huskies letztendlich 36:40 geschlagen geben mussten. Highlights des Spiels aus Sicht der Greifen waren sicher der Interception-Return Touchdown durch Björn Rosenbrock sowie die beiden Touchdowns von Neu-Running Back Kameron Harris, der als Ersatz für den einfach nicht aus dem Urlaub zurückgekehrten US-Boy Selders ein starkes Debüt ablieferte. Griffins-Headcoach Dr. Christopher Kuhfeldt: „Speziell in der ersten Halbzeit haben wir aus unseren Ballbesitzen deutlich zu wenig gemacht und defensiv neben starken Drives zu viele Big Plays abgegeben. Aber wir werden den Kopf nicht in den Sand stecken und weiter fokussiert trainieren und uns auf die nächsten Gegner vorbereiten.“
Nach der dritten Niederlage in Folge, trotzdem sind die Griffins noch immer Tabellendritter, haben die Rostocker mit den Elmshorn Fighting Pirates am kommenden Wochenende bereits das nächste schwere Spiel vor Augen, so dass keine Zeit zum Ausruhen bleibt.
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Jens Putzier - Rostock Griffins
Am vergangenen Sonntag gewannen die Hamburg Huskies das erste Spiel nach der Sommerpause mit 36:40 bei den Rostock Griffins. In einem punktreichen Spiel war es vor allem die Defense, die am Ende der Partie die entscheidenden Aktionen machte. Vier Wochen Pause hatten die Spieler der Hamburg Huskies hinter sich, als sie am Sonntag in Rostock aufliefen. Genug Zeit, etliche kleinere und größere Blessuren auszukurieren und Kraft für die verbleibenden vier Partien der GFL 2 Saison 2019 zu sammeln.

So traten die Hamburger im Hanseatenduell mit nahezu dem gesamten Kader an. Allen voran war auch der wieder genesene US-Running Back Ja Vontae Hence nach monatelanger Pause wieder mit im Team. Für den Paukenschlag zu Beginn der Partie sorgte jedoch der andere US-Amerikaner im Team, Lamont Crittendon, der den Kickoff zum Spielbeginn direkt zum Touchdown zurück trug. Sekunden nach Anpfiff der Partie stand es so bereits 00:07 für die Huskies. Die Rostocker starteten mit einigen Problemen ins Spiel und verloren in der ersten Angriffsserie den Ball. Doch auch die Hamburger Offense kam nicht sofort ins Rollen. Im ersten Viertel, das auf beiden Seiten hauptsächlich durch das Laufspiel geleitet wurde, schafften es die Rostocker dann kurz vor Ende des Viertels mit einem langen Pass, den Ausgleich zu erzielen. Im zweiten Viertel zeigte sich dann, wie sehr Ja Vontae Hence den Huskies in seiner Abwesenheit gefehlt hatte. Mit einem 69-Yard-Lauf sorgte er für die erneute Führung der Hamburger zum 07:14. Doch erneut glichen die Griffins kurze Zeit später durch einen langen Pass aus. Kurz vor der Halbzeit gelang es den Huskies, erneut durch einen Lauf von Hence über 2 Yards, die Führung wieder an sich zu nehmen. Der PAT ging jedoch daneben und so stand es zur Halbzeit 14:20 für die Hamburger.
In der zweiten Hälfte der Partie ging die Punkteschlacht dann ungebremst weiter. Zunächst gelang es den Griffins durch einen 12-Yard-Lauf zu Punkten und so gingen sie zum ersten Mal in dieser Partie mit 21:20 in Führung. Doch erneut war es Ja Vontae Hence, der an diesem Tage immer das letzte Wort zu haben schien. Mit einem 48-Yard-Lauf zum Touchdown sorgte er für den erneuten Führungswechsel. Die anschießende 2-Point-Conversion gelang allerdings nicht und so waren die Griffins beim Stand von 21:26 immer noch in Schlagdistanz. Im vierten Quarter nutzten die Griffins dann das Versäumnis der Extrapunkte seitens der Huskies und gingen mit einer 2-Point-Conversion, nachdem sie eine Interception zurückgetragen hatten, mit 29:26 in Führung. Doch nun schaltete sich auch Huskies-Quarterback Moritz Maack aktiv in die Punktejagd mit ein. Er fand Wide Receiver Djamal Heine, der erst vor ein paar Wochen aus der U19 ins Herrenteam kam, über 13 Yards zum Touchdown. 29:33. Doch auch die Griffins punkteten noch einmal und so war es beim Stand von 36:33 denkbar spannend zum Ende der Partie. Maack allerdings ließ sich dadurch nicht aus der Ruhe bringen. Wie bereits im vorherigen Drive führte er die Offense mit seinen Pässen über das Feld, ehe er zum Abschluss Wide Receiver Finn Appelt über 5 Yards zum 36:40 bediente. Doch eine Chance hatten die Griffins noch, um das Blatt erneut zu wenden. Die Griffins arbeiteten sich bis in die Hälfte der Huskies vor, ehe die Huskies den Ball erneut aus den Händen des Ballträgers lösen konnten und mit einer Minute Restspielzeit abknien konnten.
Überschattet wurde der Sieg der Hamburg Huskies jedoch von der frühen Verletzung von Running Back Daniel Naumov, der sich bereits im ersten Viertel einen Wadenbeinbruch zuzog.
Head Coach Kendral Ellison sagte nach dem Spiel: „Die Verletzung sah echt böse aus! Wir hoffen, dass er sich schnell erholen kann!“ Vom Spiel selbst war Ellison hoch erfreut: „Das Team hat es definitiv geschafft die mentale Blockade zu lösen. Wir waren uns heute sicher, dass wir gewinnen können und haben einen Weg gefunden genau das zu tun. Einen großen Respekt auch an die U19 Spieler, die nach ihrer Jugendsaison zu uns gestoßen sind. Sie haben heute gezeigt was sie können und uns einen zusätzlichen Schub gegeben.“
In zwei Wochen treffen die Huskies dann im heimischen Stadion Hammer Park erneut auf die Elmshorn Fighting Pirates, die bisher ungeschlagen an der Tabellenspitze stehen.
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Kevin Kaschner - Hamburg Huskies
Nach der kurzen Sommerpause ging es im Derby der GFL2 wieder los. Die Solingen Paladins empfingen die Langenfeld Longhorns und hofften vergeblich auf eine Revanche des Hinspiels. In einer sehr ansehnlichen Partie gewannen die Gäste mit 41:14 und stehen jetzt mit den Paladins mit 10:10 Zählern punktgleich in der GFL2 Nord. Nach der Niederlage in Langenfeld hatten sich Head Coach Cevin Conrad und seine Paladins viel vorgenommen und wollte ursprünglich dem heimischen Publikum einen Sieg im Derby gegen die Longhorns präsentieren. Es reichte am Ende nicht: Die Wende brachte im dritten Quarter ein misslungener 4. Versuch der Solinger kurz vor der Endzone der Langenfelder.
Die Paladins verloren auch das zweite Derby gegen die Longhorns (Foto: Oliver Jungnitsch)
Für Cevin Conrad war es das 371 Spiel in seiner Trainerkarriere als Footballcoach, dabei kommt er auf 290 Siege und hätte sich sicherlich einen weiteren Sieg gewünscht. Aufhören will er bei 600 Siegen als Trainer, was er uns im Vorfeld des Spieles mit einem Augenzwinkern verriet. Dabei begannen seine Paladins gut und konnten bereits im ersten Drive den ersten Touchdown der Partie erzielen. Zuvor gewannen die Langenfeld Longhorns den Cointoss und wählten den Kickoff. Nach Läufen von Patrick Poetsch (#9) und Daniel Rennich (#3) war es ein langer Pass von Quarterback Danny Farley (#12) auf seinen Wide Receiver Brice Jacques-André-Coquin (#14), der die ersten Punkte brachte. Nach dem erfolgreichem Point After Touchdown (PAT) von Daniel Rennich stand es 7:0 für die Hausherren.
Langenfelds Quarterback Jarvis McClam (#10) bekamen die Solinger nicht immer unter Kontrolle (Foto: Nick Jungnitsch)Langenfeld arbeitete sich mit dem Duo aus Runningback Davonte Lynch (#7) und Quarterback Jarvis McClam (#10) über das Feld. Nach rd. 7 Minuten im ersten Quarter konnte Jarvis McClam (#10) seinen ersten Touchdown verbuchen. Mit einem Lauf des Quarterbacks über rd. 7 Yards und dem PAT von Marcel Kirchner (#81) konnte Langenfeld den Ausgleich herstellen.
Der nächste Drive der Solingen Paladins endete mit einer Interception an der 40 Yardline der Langenfelder. Danny Farley’s Pass konnte Cole Williams von Langenfeld abfangen. Ohne weiter Zählbares ging das erste Quarter zu Ende.
Das zweite Quarter begann mit einem weiteren Touchdown von Jarvis McClam für Langenfeld. Mit einem Lauf über circa 45 Yards und dem PAT (Marcel Kirchner) stand es 7:14, dabei waren gerade einmal 45 Sekunden in dem Viertel vergangen. Nach einem Timeout von Langenfeld war es ein langer Pass von Jarvis McClam auf seinen Wide Receiver Justin Schlesinger (#3) der die nächsten Punkte auf das Scoreboard brachte. Schlesinger konnte sich freilaufen und legte rund 10 Yards bis in die Endzone zurück (PAT Marcel Kirchner) und erhöhte somit die Führung auf 21:7 für die Gäste.
Mit Daniel Rennich kamen die Paladins noch einmal heran. Nach einem Pass von Danny Farley fand er nach rd. 20 Yards die Endzone. Mit seinem Touchdown und dem PAT verbesserte Rennich das Ergebnis auf 14:21 für Solingen. Die Langenfeld Longhorns hatten kurz vor der Pause die Chance die Führung weiter auszubauen, aber Runningback Davonte Lynch verlor kurz vor der Endzone den Ball und der Solinger Linebacker Rashaad Lighty (#31) konnte das Spielgerät in der eigenen Endzone sichern. Damit ging die erste Spielhälfte zu Ende.
Solingen eröffnete die zweite Hälfte mit einem kurzen Kickoff. Die Longhorns änderten in der Offensive zunächst nichts, denn für die Raumgewinne sorgten die Läufe von Quarterback Jarvis McClam und Runningback Davonte Lynch. Davonte Lynch war es auch, der nach einem Toss und einem Lauf über 7 Yards den nächsten Touchdown markieren konnte. Der PAT mißlang, denn der Ball ging gegen den Goalpost und der neue Spielstand war somit 14:27.
Solingen stemmte sich gegen die Derbyniederlage und hatte noch im dritten Quarter die Chance zum Anschluss. An der 12 Yardline der Longhorns konnte Danny Farley in vier Versuchen weder einen guten Pass, noch eine Ballübergabe anbringen. Nach dem Turnover on downs lief nichts mehr bei den Paladins zusammen. So gehörten die letzten Punkte den Gästen. Wieder war es Longhorns Quarterback Jarvis McClam mit einem Lauf, der die Führung erhöhte (14:33).
Auch die Defense der Longhorns konnte für Punkte sorgen. Nach einem verunglückten Punt der Paladins aus der eigenen Endzone, konnte Till Müller (#17) Innerhalb der 5 Yardline den Ball fangen und brachte ihn zum 14:39 in die Endzone der Hausherren. Durch eine Two Point Conversion stellte Gil Deblaere (#1) mit seinem gefangenen Pass von Jarvis McClam den Endstand von 14:41 her.
Die Langenfeld Longhorns haben jetzt eine Woche spielfrei. Dann geht es für die Longhorns zum Tabellenschlusslicht, den Troisdorf Jets. Die Solingen Paladins haben ihr nächste Spiel bereits am kommenden Wochenende. Sie haben ein weiteres Heimspiel und empfangen die Lübeck Cougars.
Unsere beiden Bildergalerien sind hier verlinkt:
Oliver Jungnitsch für NRW Football (korrigierte Fassung)
Bestes Footballwetter in Braunschweig, ein Spiel im Zeichen der pinkfarbenen Schleife im Kampf gegen den Brustkrebs und knapp 3.000 Fans, sahen ein Team der New Yorker Lions, welches zu keinem Zeitpunkt der Partie, gegen die Dresden Monarchs, das Spiel nicht unter ihrer Kontrolle hatte. Letztendlich stand es zum Ende der Partie 19:3 (3:0; 10:3; 6:0; 0:0) für die Hausherren und der 10. Sieg im 10. Spiel und damit die Verteidigung der Tabellenspitze in der GFL Nord, war gesichert.
Tobias Goebel Kicker und Game MVP, sowie All Time Leading Scorer (Foto: Rolf Daus)
Die Begegnung begann mit dem Kick-Off der New Yorker Lions und der Offense der Gäste aus Dresden. Schnell mussten die Gäste erkennen, das es gegen die Verteidigung der Braunschweiger am heutigen Tage schwer werden würde, denn der erste Drive endete bereits früh mit einem Punt. Anders dagegen der Angriff der Lions, allen voran erneut Runningback Christopher McClendon. Yard um Yard arbeiteten sich die Hausherren an die Endzone der Monarchs heran.Zwar reichte es nicht bis in die Endzone der Gäste vorzudringen, doch sprang zumindest ein Fieldgoal des späteren MVP der Partie, Kicker Tobias Goebel, zur 3:0 Führung aus 29 Yards Entfernung heraus.
Abermals tat sich die sonst so effektive Dresdener Angriffsmaschinerie gegen das Braunschweiger Abwehrbollwerk, in dem u.a. Neuzugang Benjamin Barnes als Defenseback sein Debüt im Lions Jersey gab, schwer. Nach einem weiteren Punt der Gäste und zu Beginn des zweiten Spielviertels, war es abermals Runningback Christopher McClendon, der die Dresdener Verteidigung „alt“ aussehen ließ. Über 50 Yards Raumgewinn erzielte der US-Amerikaner im Dienste der Lions allein in diesem Drive und konnte final mit einem 25 Yard Lauf in die Endzone der Goldhelme zum 10:0 (PAT T. Goebel) nahezu ungehindert einlaufen.
Die Gäste aus Dresden suchten weiterhin nach einem Mittel, die Defense der Braunschweiger zu überwinden. Aber, u.a. nach einem Sack von Jakob Schridde, gegen Dresden Spielmacher Zackerey Greenlee, wiederholt punten. Die nächsten Punkte für die New Yorker Lions erzielte, mit seinem zweiten Fieldgoal des Tages zum 13:0 aus 38 Yards Entfernung, Tobias Goebel. Vorausgegangen waren Pässe von Brandon Connette auf Christian Bollmann und Micky Kyei, sowie Läufe von David McCants und Brandon Connette selbst. Was folgte war der im Endeffekt einzige erfolgreiche Drive des Angriffs der Dresden Monarchs an diesem Tage, der mit Punkten endete. Mit mehreren Pässen in Folge von Monarchs Spielmacher Zackerey Greenlee auf seien Ballfänger Kevonn Mabon, Mike Schallo, und Jordan Bouah, verwandelte Kicker Florian Finke aus 35 Yard mit einem Fieldgoal zum 13:3. Dieses war dann auch gleichbedeutend der Halbzeitstand der spannenden Begegnung.
Nach der Halbzeitpause bot sich den Fans weiterhin ein Bild wie vor dem Pausenpfiff. Die Defense der New Yorker Lions kontrollierte den Angriff der Dresden Monarchs und ließ sie nicht in die Nähe der eigenen Endzone kommen. Und der Angriff der Braunschweiger kontrollierte die Uhr und das Spielgeschehen auf dem Feld. Zwar gelang es der Offense um Brandon Connette nicht, nochmals Tobias Goebel All Time Leading Scorer mit Andreas Rübeling 1. FFC BS 1. Vorsitzender (Foto: Rolf Daus)einen Touchdown zu erzielen, doch das erwies sich letztendlich auch nicht für notwendig.
Für die nächsten Punkte war erneut zum dritten Mal an diesem Tage Kicker und All Time Scoring Leader der Löwen, Tobias Goebel zuständig, der das 16:3 dieses Mal aus einer Distanz von 36 Yards erzielte. Es folgte ein weiterer Punt der Dresden Monarchs und im Anschluss eine wiederholte Demonstration der Laufstärke des Angriffs der Hausherren. Brandon Connette und Christopher McClendon bereiteten im Alleingang die nächsten Punkte vor und Tobias Goebel erhöhte mit seinem vierten Fieldgoal des Tages aus 27 Yards, das Ergebnis auf 19:3 zu Gunsten der Gastgeber.
Mit diesem Spielstand ging es ins vierte und letzte Spielviertel und die Dresden Monarchs setzten nochmals alles auf eine Karte. Mit vier erfolgreichen Pässen in Folge von Zackerey Greenlee auf seine Lieblingsanspielstation Kevonn Mabon, ging es bis an die 17 Yard Linie der Lins heran, doch auch mit dem ausgespielten vierten Versuch, sprang nicht zählbares für die Sachsen heraus, da dieser von Liosn Safety Jamaaal White, in der Endzone abgewehrt werden konnte. Bei dieser Aktion verletzte sich Dresden Top-Angreifer Kevonn Mabon schwer am Fuß und wird den Monarchs wohl bis auf weiteres nicht mehr zur Verfügung stehen können.
Es folgten jeweils ein Punt der Teams, bevor sich die Lions nochmals in Richtung Dresdner Endzone auf den Weg machten. Highlight dieser letzten Angriffsserie der Löwen vor dem Schlusspfiff, war der 27 Yards Passfang der neuen #94 Alan Steinohrt, der sich nach seinem ersten Einsatz am vergangenen Wochenende in Kiel, nun auch vor heimischen Publikum erstmalig aktiv präsentieren konnte. Den letzten Punt der Partie hatten dann die New Yorker Lions. Beim aufnehmen dieses Punts, unterlief den Gästen ein Fehler, den Braunschweigs Robin Papke als erstes erkannte und den Ball für seine Farben an der neun Yard Linie der Dresden Monarchs sichern konnte. Die Lions knieten ab und beendeten damit das Spiel.
Somit reisen die New Yorker Lions nun am nächsten Samstag zum Erzrivalen nach Hildesheim weiterhin ohne eine Niederlage auf dem Konto. Mit einem möglichen weiteren Sieg in Hildesheim, dürfte ihnen die Nordmeisterschaft mit einem Blick auf das Restprogramm (2x Düsseldorf, 1x Kiel), eigentlich nicht mehr zu nehmen sein.
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Holger Fricke - New Yorker Lions
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