Seniors
Am Samstag, den 10. August 2024, erlebten die Lüdenscheid Lightnings in ihrem letzten Heimspiel der Saison einen triumphalen Sieg über die Euskirchen Lions. Vor 738 begeisterten Zuschauern setzten sich die Gastgeber mit 42:14 (13:00/08:07/07:00/14:07) gegen die bis dahin ebenfalls ungeschlagenen Lions durch und übernahmen damit die Tabellenführung in der Landesliga NRW.
Ricky Johns wurde MVP des Spiel - Foto: Oliver Jungnitsch
Das Spiel stand unter dem Motto „Salute to Service“, bei dem alle Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr, Bundeswehr, THW sowie Rettungs- und Pflegediensten freien Eintritt erhielten und sich dem Publikum präsentieren durften. Als besonderes Highlight führte Landrat Marco Voge den Coin Toss durch, der den offiziellen Beginn des Spiels markierte.
Die Lions erhielten den Ball zum ersten Drive, scheiterten jedoch im vierten Versuch und mussten den Ball an die Lightnings abgeben (Turnover on Downs). Die Hausherren starteten deutlich besser: Quarterback Riley Cooper fand mit einem langen Pass seinen Wide Receiver Ricky Johns, der den ersten Touchdown des Spiels erzielte. Kicker Jannik Steuber verwandelte den Extrapunkt sicher, und die Lightnings gingen mit 7:0 in Führung.
Nur wenige Minuten später sicherte Johns einen Fumble der Lions, was die Lightnings in eine gute Feldposition brachte. Dies nutzte Runningback Waldemar Bechthold, der sich über kurze Distanz in die Endzone tankte und den Vorsprung auf 13:0 ausbaute. Der anschließende PAT misslang jedoch.
Im nächsten Viertel war es erneut das Laufspiel der Lightnings, das den nächsten Touchdown brachte. Runningback Jan Berger erhöhte auf 19:0. Head Coach Jens Ellermann entschied sich für eine Two-Point Conversion, die erfolgreich durch einen Pass von Cooper auf Johns abgeschlossen wurde, womit es 21:0 stand.
Kurz vor der Halbzeitpause gelang es den Euskirchen Lions, durch einen Pass von Quarterback Michael Zimmer auf Wide Receiver Fynn Handschke zu verkürzen. Nach einem erfolgreichen Extrapunkt durch Jeremy Franke ging es mit 21:7 in die Kabinen.
Auch in der zweiten Halbzeit dominierten die Lightnings das Spiel. Jan Berger erzielte nach einem weiteren Lauf seinen zweiten Touchdown des Tages und Steuber verwandelte den PAT zum 28:7. Es folgte ein Pass von Cooper auf Tight End J. Hidden, der den Spielstand auf 35:7 erhöhte.
Die Lions konnten noch einmal durch einen Trickspielzug verkürzen, als Jonas Schmitz den Ball auf Quarterback Zimmer in der Endzone passte, der den Touchdown zum 35:14 erzielte. Doch die Lightnings blieben dominant. Head Coach Ellermann gab seinem zweiten Quarterback Jan Santen Spielzeit, der sich mit einem präzisen Pass auf Tight End Tommy Le für einen weiteren Touchdown bedankte. Steuber verwandelte erneut sicher den PAT zum Endstand von 42:14.
Durch diesen eindrucksvollen Sieg übernehmen die Lüdenscheid Lightnings die Tabellenführung von den Euskirchen Lions. Beide Teams haben nun bis Anfang September Spielpause, bevor die Saison in der Landesliga weitergeht.
Beim letzten Heimspiel der Lüdenscheid Lightnings gegen die Euskirchen Lions waren besondere Gäste anwesend: Mitglieder der "Germany Old Stars", einer Spielgemeinschaft aus ehemaligen und verdienten Footballspielern. Sie nutzten die Gelegenheit, um im Nattenbergstadion für ein bevorstehendes Benefizspiel zu werben. Am 29. September 2024 werden die "Germany Old Stars" in dem "Klaus Hein Bowl" gegen eine niederländische Auswahl antreten. Kickoff ist um 15:00 Uhr. Die Veranstaltung verspricht ein spannendes Spiel für einen guten Zweck, und die Organisatoren hoffen auf zahlreiche Zuschauer. Tickets kann man über diesen Link erwerben.
- 06:00 – TD: Pass von Cooper auf Johns
- 07:00 – PAT Steuber
- 13:00 – TD: Run Bechthold (PAT nicht gut)
- 19:00 - TD: Run Berger
- 21:00 – TPC: Pass von Cooper auf Johns
- 21:06 – TD: Pass von Zimmer auf Handschke
- 21:07 – PAT Franke
- 27:07 - TD: Run Berger
- 28:07 - PAT Steuber
- 34:07 – TD: Pass von Cooper auf Hidden
- 35:07 - PAT Steuber
- 35:13 – TD: Pass von Schmitz auf Zimmer
- 35:14 – PAT Franke
- 41:14 – TD: Pass von Santen auf Le
- 42:14 – PAT Steuber
Oliver Jungnitsch für NRW Football
In einem, von beiden Verteidigungsreihen bestimmten Spiel, unterliegen die New Yorker Lions den Dresden Monarchs knapp mit 13:17 (0:7; 10:3; 0:0; 3:7) und beenden damit ihre über fünf Spiele andauernde Siegesserie.
LB #3 Gee Stanley und die Defense der Lions zeigten eine starke Leistung - Foto: Fabian Uebe
Knapp 1.500 Zuschauer im Stadion am Salzgittersee sahen eine spannende Partie, welche erst in den letzten Minuten zu Gunsten der Gäste entschieden wurde. Die Lions gewannen den Coin-Toss und entscheiden sich dafür den Ball zu empfangen. Dresdens Kicker Florian Finke begann das Spiel mit dem Kick-off und bescherte den Lions einen ersten Versuch an der eigenen 25 Yard Linie. Mit Pässen von Donovan Isom auf Luc Meacham und Läufen von Tyrrell Bovelle, als auch dem Spielmacher der Löwen selbst, ging es kontinuierlich bis an die 10 Yard Linie der Monarchs voran. Dort war dann Schluss für die Hausherren, den auch ein ausgespielter vierter Versuch, führte nicht zum Erfolg.
Besser lief es für den Angriff der Dresden Monarchs in ihrer ersten Angriffsserie. Mit einer „No-Huddle“ Offense, ging es schnell bis tief in die Spielfeldhälfte der Lions voran. Zwar konnte die Abwehr der Braunschweiger immer wieder Druck auf Dresdens Spielmacher Brock Domann ausüben, doch schaffte es der US-Amerikaner sich aus der Umklammerung zu lösen oder eine Anspielstation zu finden. Letztendlich war es Monarchs Ballfänger Jordi Torrededia, der einen 20 Yard Pass seines Quarterback fing und zum 0:7 (PAT F. Finke) in die Endzone der Löwen einlaufen konnte.
Die New Yorker Lions ließen sich davon nicht beeindrucken und Luc Meacham trug umgehend den Kick-off der Gäste, über 50 Yards bis in die Spielfeldhälfte der Monarchs zurück. Moritz Riedinger mit zwei Passfängen und Tyrrell Bovelle mit starken Läufen, brachten ihr Team bis kurz vor die Endzone der Dresdener.
Kurz nachdem Wechsel ins zweite Quarter war es Spielmacher Donovan Isom, der mit einem ein Yard Lauf, den 7:7 (PAT L. Jeckstadt) Ausgleich erzielte. Den Gästen gelang es zwar, speziell durch ihren Runningback Nico Barrow, im folgenden Drive erneut bis kurz vor die Endzone der Lions zu gelangen, doch die Abwehr von Defense Koordinator Dave Likins war hellwach und nach einem Quarterback-Sack durch OJ Thompson, blieb den Monarchs nur ein 25 Yard Fieldgoal durch Florian Finke zum 7:10 Zwischenstand.
Nach einem kurzen Kick-off der Monarchs und einem Return von Braunschweigs Maximilian Wessel bis an die eigene 40 Yard Linie, führte ein weiterer Passfang von Moritz Riedinger und Läufe von Tyrrell Bovelle sowie Donovan Isom, die Lions bis an die 36 Yard Linie der Sachsen.
Es folgte eine Schrecksekunde für die Löwen, nach einem Tackle gegen ihren Quarterback. Donovan Isom blieb auf dem Rasen liegen und konnte nur mit Unterstützung das Spielfeld verlassen. Als Spielmacher übernahm David Shafir, der mit Pässen auf Luc Meacham und einer Strafe gegen die Abwehr der Dresden Monarchs, wegen einem zu späten Angriff auf den Quarterback, sein Team bis an die 12 Yard Linie der Goldhelme voranbrachte.
Dort übernahm Donovan Isom wieder das Ruder im Angriff und Luca Jeckstadt stellte final, mit einem 25 Yard Fieldgoal zum 10:10, den Halbzeitstand her. Die zweite Halbzeit startete mit dem Kick-off von Luca Jeckstadt und einer Defense der Lions, welche den Angriff der Dresden Monarchs in ihre Grenzen wies und zum Punt aus der eigenen Hälfte zwang. Auf Höhe der eigenen 15 Yard Linie übernahmen die Löwen und trugen den Ball hauptsächlich mit Läufen über Tyrrell Bovelle und Donovan Isom, als auch Passfänge von Moritz Riedinger und Luc Meacham, bis an die 25 Yard Linie der Dresdener voran.
Mit dem Wechsel in den vierten und letzten Spielabschnitt war es Luca Jeckstadt vorbehalten, mit einem 32 Yard Fieldgoal zum 13:10, sein Team erstmalig in Führung zu bringen. Zwar gelang es den Monarchs im Anschluss, bis kurz vor die Mittellinie zu kommen, doch Braunschweigs Verteidigung zwang sie mit einer starker Leistung, in den vierten Versuch. Die Dresdener Verantwortlichen entschieden sich diesen auszuspielen und sollten damit schlussendlich die Entscheidung vorbereiten.
Monarchs spanischer Wide Receiver und Scorer des ersten Touchdowns der Partie, Jordi Torrededia, entwischte seinen Verteidigern und fing einen 41 Yard Pass seines Spielmachers Brock Domann, auf Höhe der 11 Yard Linie der New Yorker Lions. Den Score zum 13:17 (PAT F. Finke) erzielte Runningback Nico Barrow im Anschluss.
Mit knapp neun Minuten auf der Spieluhr, erhielten die Hausherren wieder das Angriffsrecht. Abermals kamen die Lions, mit einem Mix aus Lauf- und Passspiel, bis tief in die Spielfeldhälfte der Monarchs voran. Doch ein Sack von Linebacker Taylor Pawelkowski auf Seiten Dresdens und eine Strafe gegen die Offense Line im ausgespieltem vierten Versuch, sorgten für einen weiteren Turnover und Ballverlust. Bei noch etwas mehr als drei Minuten Spielzeit, hatten die Gäste nun die Möglichkeit den Sack zu zumachen.
Braunschweigs Abwehr hatte etwas dagegen und stoppte den Drive auf Höhe der Mittellinie. Somit erhielten die Lions eine weitere Chance bei verbleibenden zwei Minuten, das Spiel zu ihren Gunsten zu entschieden. Es gelang ihnen ein neuer erster Versuch durch einen schönen Catch von Fabian Rolfes, doch mit auslaufender Uhr und ohne Auszeiten, war dann kurz vor der Mittellinie Schluss. Die Dresden Monarchs mussten nur noch abknien und konnten dann ihren siebten Sieg, im achten Spiel der Saison, bejubeln.
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Holger Fricke - New Yorker Lions
Timur Beckmann - Tight End-Coach und Sportdirektor von Rheinfire (Foto: Nick Jungnitsch)Aber Timur Beckmann, Tight End-Coach und Sportdirektor der Rheinländer, wiegelt ab: „Wir nehmen jeden Gegner ernst, bereiten uns seriös vor, sonst kann man bös erwischt werden.“ Oder wie Cheftrainer Jim Tomsula es gern formuliert: „Focus and finish“, in Deutsch: „Konzentriere dich und bring's zu Ende.“
Erholung oder 'Rost'?
Am vergangenen Wochenende hatte Fire spielfrei, die erste 'Bye-Week' der Saison, Tomsula hatte dem gesamten Team samt seinen Coaches acht Tage frei gegeben Wie sich die erste Gelegenheit zum Abschalten vom Football seit Beginn der Intensiv-Vorbereitung im April auswirkt, wird sich gegen die 'Seeteufel' zeigen. „Wir hoffen, dass der Erholungs-Effekt größer ist als der 'Rost' durch das Nichtstun“, sagt Timur Beckmann. Ob die zuletzt angeschlagen fehlenden Sergej Kendus und Justin Schlesinger dank der zusätzlichen Pause wieder mitmischen können, wird sich wohl erst kurzfristig entscheiden.
Im Hinspiel im Hamburger Volksparkstadion hatte Fire einen sensationellen Start hingelegt: Bis die Rheinländer kurz nach Beginn des zweiten Viertels bereits ihren fünften Touchdown zur 34:0-Führung erzielten, hatte die Defense schon zwei Bälle der Sea Devils erobert und nur einen einzigen First Down zugelassen. Bis zum 61:23-Endstand erhielten dann auch Akteure der Gäste, die sonst nicht immer erste Wahl sind, ausreichend Spielzeit.
DKMS bietet Registrierung an
Ausreichend Gelegenheit Fire zu feiern, bekommen die Fans – wie stets bei den Heimspielen – bereits ab 13 Uhr am Stadion. Zu Auftritten des 'Cheer- & Danceteam' und der 'Flight Crew' sowie Live-Musik mit der 'Freak-Show' steht eine Charity-Aktion im Blickpunkt. Die DKMS hat einen Stand, an dem sich alle Besucher für eine potenzielle Stammzellenspende registrieren lassen können, um ihren Teil im Kampf gegen Blutkrebs beizutragen.
Riley Cooper wird auch in der Saison 2025 wieder als Quarterback für die Lightnings auflaufen - Foto: Oliver JungnitschFür die Lüdenscheid Lightnings ist es das letzte Heimspiel der regulären Saison, und die Mannschaft möchte vor ihren treuen Fans ein weiteres Ausrufezeichen setzen. Die Lightnings gelten als heimstark, nicht zuletzt aufgrund der lautstarken Unterstützung von den Rängen. Im Stadion Nattenberg haben sie in dieser Saison noch keinen Punkt abgegeben, was die Erwartungshaltung vor dem Spitzenspiel zusätzlich anheizt.
Das Spiel steht unter dem Motto „Salute to Service“. Alle Einsatzkräfte der Polizei, Feuerwehr, Bundeswehr, des THW sowie des Rettungs- und Pflegedienstes erhalten als Dank für ihre Dienste freien Eintritt.
Die Vorzeichen könnten spannender kaum sein: Beide Mannschaften verpassten im letzten Jahr nur knapp den Aufstieg in die Verbandsliga. Nun wollen sie sich im direkten Duell die Tabellenführung sichern und den Grundstein für den ersehnten Aufstieg legen.
Lüdenscheids Head Coach Jens Ellermann baut auf die Stärken seines Teams, das insbesondere im heimischen Stadion immer wieder glänzen konnte. Besonders erfreulich für die Fans ist die Nachricht, dass Quarterback Riley Cooper auch in der kommenden Saison 2025 für die Lightnings auflaufen wird. Sein Gegenüber, der Euskirchener Head Coach Andre Frisch, wird jedoch alles daran setzen, seine Lions gut auf das Duell vorzubereiten, um den Lightnings ihre Heimstärke streitig zu machen.
Die Spannung vor dem Spiel ist spürbar, und es wird erwartet, dass beide Teams alles auf dem Platz lassen werden, um als Sieger vom Feld zu gehen. Wer sich dieses Spitzenspiel in der Landesliga NRW nicht entgehen lassen möchte, sollte sich frühzeitig ein Ticket sichern und am Samstag in Lüdenscheid dabei sein, wenn das Stadion Nattenberg zur Festung wird.
Wir, das Team von NRW Football, werden vor Ort sein, um euch einen ausführlichen Spielbericht mit einer Vielzahl von Fotos zu liefern.
Oliver Jungnitsch für NRW Football
Die Plätze sind nach der allgemeinen Sommerpause wieder freigegeben, die Minden Wolves haben das Training für den abschließenden Saisonteil aufgenommen. Vorausgegangen war ein Teammeeting, bei dem sich Spieler, Trainer und Verantwortliche auf das einstimmten, was nun vor ihnen liegt. Denn mit einem Sieg beim ersten Auftritt am 25. August bei den Kachtenhausen White Hawks kann das Wolfsrudel den Meistertitel in der Oberliga und Aufstieg in die 3. Liga bereits vorzeitig klarmachen.
Die Minden Wolves bauen auf ihren Nachwuchs und vertrauen ihren eigenen Jugendspielern wie Quarterback Fabrice Steinbach - Foto: Oliver Jungnitsch
Dann würde man drei Spieltage vor Serienende auf den ärgsten Verfolger sechs Punkte Vorsprung aufweisen und zudem über den besseren direkten Vergleich verfügen. Verlieren die Wolves das Gastspiel allerdings, dann müssten sie alle drei noch ausstehenden Partien gewinnen und könnten sich erst am letzten Spieltag zum Champion krönen.
„Wir wollen es uns nicht schwerer machen als nötig“, sagt Sportdirektor Volker Krusche. „Unser Ziel ist es, den Sack schon in Kachtenhausen zuzumachen.“. Fans der American Footballer aus Minden sei mitgeteilt, dass die Partie auf einem anderen Platz stattfindet. Ursprünglich sollte das Ostwestfalen-Duell auf dem Kachtenhauser Homefield ausgetragen werden, es findet nun aber am gleichen Tag und zur gleichen Zeit im Stadion Westeranger in Lage statt.
Bislang sind die Wölfe also voll auf Kurs. Und das nicht nur in der laufenden Saison. „Wir haben den von uns vorgegebenen Weg unseres Projektes seit 2021, als wir erstmals um Punkte kämpften, zu keinem Zeitpunkt verlassen und Änderungen an unserer Philosophie vorgenommen“, betont Krusche. American Football sei im Mühlenkreis als aktiv betriebene Sportart zu dem Zeitpunkt nicht existent gewesen. „Fans kannten den Kampf Offense gegen Defense eigentlich nur vom Fernseher, wenn die NFL übertragen wurde. Aber genau das war es, was uns den Einstieg erleichtert hat. Jeder auf der Welt kennt den Super Bowl, jeder weiß, dass sich da Männer in ‚Rüstungen‘ gegenüberstehen.“
Aber wie diese Sportart im Mindener Land bekannt machen? „Da haben wir uns bewusst von Anfang an der Unterstützung amerikanischer Spieler bedient. Sie waren unsere Zugpferde, um das Interesse an unserer Sportart zu wecken“, betont der Sportdirektor. „Und plötzlich hatten wir bei unserer Premiere über 1.000 Zuschauer im Weserstadion. Später sind es dann noch sehr viel mehr geworden.“ Im Schnitt waren es in der zurückliegenden Saison 2.000. „Allein beim Pink-Ribbon-Spiel, mit dem wir für den Kampf gegen den Brustkrebs geworben haben, waren über 3.000 Zuschauer im Stadion.“
Natürlich seien die Zahlen auf dem Sportplatz des Besselgymnasiums, auf den das Wolfsrudel wegen der Renovierung des Weserstadions umziehen musste, deutlich gesunken. „Das war uns aber von vornherein klar. Wir hoffen, im nächsten Jahr nach unserer Rückkehr ins Stadion wieder an die alten Zahlen anknüpfen zu können.“
Man habe sich nicht zuletzt durch die Verstärkung aus den USA, dem Mutterland des American Footballs, bei den Mindenern interessant gemacht. „Zudem haben wir bei unseren Gamedays, also unseren Heimspielen, ein Gesamtangebot inklusive des Spiels geschaffen, das eine besondere familiäre Atmosphäre erzeugt, so dass sich die Menschen bei uns wohlfühlen.“ Dieses Gesamtpaket an den Spieltagen sei den Wolves wichtig. „Und kommen die Zuschauer, wird man auch für heimische Unternehmen interessant, wie sich zeigt. Sie sehen in uns einen guten, vor allen Dingen auch einen auf dem Boden gebliebenen Partner.“
Aber die Philosophie der Minden Wolves sieht nicht vor, das Projekt dauerhaft verstärkt auf die Hilfe von Imports auszurichten. „Man darf nicht vergessen, wann wir angefangenen haben. Das war 2021 – und ist noch nicht lange her. Aktuell brauchen wir diese Unterstützung noch, aber künftig wollen wir natürlich stärker von unserer eigenen Jugend profitieren. Aber sowas braucht einfach Zeit.“
Zeit, die sich die Minden Wolves definitiv nehmen. „Wir haben klare Vorstellungen, von dem, was wir machen und wo wir hinwollen“, so Volker Krusche. 2022 war erstmals ein Jugendteam am Start. Damals aber noch als Spielgemeinschaft mit Kachtenhausen. „Man darf nicht vergessen, dass alle die Auswirkungen von Corona zu dem Zeitpunkt voll getroffen haben und den Aufbau eines Nachwuchsbereichs deutlich erschwerten.“
Dennoch verfolgten die Wolves weiterhin ihre ausgegebenen Ziele. Und 2023 gingen erstmals zwei eigenständige Jugendteams (U13 und U19) an den Start. In Zeiten, in denen in vielen Bereichen Nordrhein-Westfalens – wie in anderen Sportarten – Spielgemeinschaften an der Tagesordnung sind. Und in diesem Jahr stellen die Mindener sogar in der U13, U16 und U19 eigene Mannschaften.
„Das ist genau die Entwicklung, die wir uns vorgestellt haben. Es gibt jedoch keinen Grund, uns darauf auszuruhen, denn wir wollen dauerhaft unser Herrenteam aus der eigenen Jugend bestücken. Je mehr Spieler aus dem Nachwuchs nach oben rücken, umso weniger Imports brauchen wir.“
In kleinem, aber nicht unwichtigem Rahmen sei das bereits gelungen. Aus der 2022-er Jugend seien Spieler in die Senioren hochgerückt, die heute zum Stammpersonal zählen. Und im August 2023 stiegen weitere Jungs nach Beendigung ihrer Jugendkarriere ins Herrenteam auf, denen Headcoach Phil Gamble sogar gleich das Vertrauen schenkte und sie auf zentralen Positionen fest einplante. Fabrice Steinbach ist auf der Quarterback-Position die klare Nummer eins, René Lange bester deutscher Runningback im Wolves-Team und Fabian Henßler steht seinen Mann als Defensive Back.
Zudem bieten die Minden Wolves wie geplant auch ein Flagfootball-Team an, in dem Freunde der Sportart auch körperlos spielen können. Das soll nun sogar um einen Jugendbereich erweitert werden. Hintergrund sind die Kooperationen, die mit den heimischen Schulen angestrebt werden. Am Besselgymnasium gibt es seit November bereits eine Flagfootball-AG. „Sehr erfolgreich, denn zwei Schulteams haben kurz vor den Ferien an den Landesmeisterschaften teilgenommen und sind dort auf Anhieb jeweils Dritter geworden.“ Krusche legt aber großen Wert darauf, dass die Verlässlichkeit von unserer Seite bei einer solchen Zusammenarbeit an erster Stelle stehe. „Nur dann sind wir glaubhaft und ein guter Partner. Daher werden wir auch hier den Aufbau Schritt für Schritt vorantreiben.“
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Volker Krusche - Minden Wolves
Weitere Beiträge …
- New Yorker Lions erkämpfen sich Sieg in Berlin
- Vorgezogenes Endspiel um die Meisterschaft: Die Solingen Paladins empfangen die Krefeld Ravens
- Mit Volldampf in die Playoffs: Düsseldorf Rhein Fire überrollt Paris Musketeers
- New Yorker Lions verstärken sich nochmals für die zweite Saisonhälfte
- Griffins siegen weiter – 45:17 Sieg vor Rekordkulisse
- Düsseldorf Panther bezwingen Hamburg Pioneers in packendem Duell
- Rhein Fire will im Spitzenspiel gegen Paris ein Frankreich Fest feiern
- Panther gegen Pioneers – Spitzenspiel in der GFL2 Nord
- Griffins empfangen Bielefeld Bulldogs
- Toonga bricht Rekorde: Rhein Fire besiegt Galaxy mit 48:13
Unterkategorien
GFL Nord Beitragsanzahl: 715
GFL2 Nord Beitragsanzahl: 725
Europa/Welt Beitragsanzahl: 188
GFL + GFL2 (Nord) - ELF Beitragsanzahl: 0
Regionalliga (Seniors) Beitragsanzahl: 432
Oberliga (Seniors) Beitragsanzahl: 184
Verbandsligen (Seniors) Beitragsanzahl: 255
Landesligen (Seniors) Beitragsanzahl: 173
NRW-Liga (Seniors) Beitragsanzahl: 76
FS / Training / sonstiges (Seniors) Beitragsanzahl: 58
Seite 89 von 562









