Derby 2.0: Die Solingen Paladins empfangen die Assindia Cardinals - Foto: Oliver Jungnitsch Bei bestem Sommerwetter im Berliner Poststadion, besiegen die New Yorker Lions das Team der Berlin Adler, nach einem zwischenzeitlichen 17:0 Rückstand, mit 17:31 (10:0; 7:10; 0:14; 0:7). Die Mannschaft von Headcoach Troy Tomlin brauchte nahezu eineinhalb Spielviertel, um ihren Spielrhythmus zu finden und die Berlin Adler in den Griff zu bekommen.
Foto: Fabian Uebe – WR #17 Tamsir Seck war sowohl als Receiver, als auch als Runningback, Passverteidiger und Returner im Einsatz
Auf Seiten der Berlin Adler machte sich spätestens im zweiten Spielviertel der kurzfristige Ausfall ihres etatmäßigen Quarterback Zachary Cavanaugh bemerkbar, auch wenn Backup Spielmacher Paul Zimmermann ein gutes Spiel machte. Bei den New Yorker Lions kehrten Christian Bollmann und Eryk Paszkiewicz nach einer längeren Verletzungspause wieder zurück auf das Feld.
Die Berlin Adler gewannen den Coin-Toss und wählten zuerst das Angriffsrecht. Zwar gelang ihnen ein neues First Down, doch war im Anschluss daran Schluss mit dem Vorwärtsdrang und die Hausherren mussten punten. Ähnliches Bild bei den Lions, zwar kamen auch diese, u.a. mit Läufen durch Finn Opermann, bis knapp über die Mittellinie voran, doch war auch hier der erste Angriffsdrive der Löwen beendet. Auch die nächsten beiden Drives beider Teams brachten nichts ein.
Das erste Highlight auf Seiten des Angriffs setzten dann die Berlin Adler. Max Zimmermann returnierte den Punt der Lions bis an die 21 Yard Linie der Löwen und Adler Runningback Andreas Betza sorgte mit einem Lauf durch nahezu die gesamte Braunschweiger Defense, für die 7:0 (PAT L. Krieg) Führung der Gastgeber. Im Angriff der Lions lief weiterhin nicht viel zusammen und so waren es erneut die Adler, die für die nächsten Punkte sorgten. Mit Läufen von Ali Khalife und Paul Zimmermann, sowie Pässe von Paul Zimmermann auf seinen Bruder Max Zimmermann und Patrick Donahue, ging es bis an die 19 Yard Linie der Lions.Kicker Lenny Krieg sorgte final mit einem 36 Fieldgoal für den Ausbau der Führung auf 10:0.
Zu Beginn des zweiten Spielviertel konnte die Defense der Adler abermals den Angriff der Löwen stoppen und ihren Angriff tief in der Braunschweiger Spielfeldhälfte wieder in Ballbesitz bringen. Vier Spielzüge später bediente Paul Zimmermann, mit einem 23 Yard Pass, Patrick Donahue in der Endzone der Lions zum 17:0 (PAT L. Krieg). Dieser erneute Ausbau der Führung der Berlin Adler, läutete die Wende im Spiel für die Lions ein. Was davor an Spielzügen im Angriff nicht funktioniert hatte, gelang plötzlich und die Braunschweiger Verteidigung lief zur Höchstform auf und ließ nichts mehr zu. Spielmacher Jakob Parks fand jetzt immer wieder seine Ballfänger Justus Holtz und Christian Bollmann mit sehenswerten Anspielen und Emmanuel Abedi-Bawa sorgte für die weiteren notwendigen Yards, mit starken Läufen durch die Mitte. Yard um Yard ging es so für den Braunschweiger Angriff immer weiter in Richtung Berliner Endzone und Emmanuel Abedi-Bawa sorgte mit einem zwei Yard Lauf für die ersten Punkte der Lions zum17:7 (PAT L. Jeckstadt) Anschluss.
Bei den Berlin Adler riss der anfängliche Erfolgsfaden und sie machten sich zum Teil das Leben durch Strafen selbst schwer, für den anderen Teil sorgte die Abwehr der Lions, die jetzt Paul Zimmermann immer mehr unter Druck setzte und zu Fehlern zwang. So kam der Angriff der Lions, bei noch etwas weniger als einer Spielminute im zweiten Quarter, wieder auf das Feld, um den Abstand weiter zu verkürzen. Emmanuel Abedi-Bawa brachte sein Team mit zwei Läufen in Scoring-Reichweite und Kicker Luca Jeckstadt verkürzte mit auslaufender Uhr, den Rückstand mit einem 34 Yard Fieldgoal auf 17:10.
Nach der Halbzeit erhielten die New Yorker Lions zuerst das Angriffsrecht und erwischten die Berlin Adler umgehend auf dem falschen Fuß. Mit einem sehenswerten Trickspielzug und einem daraus resultierenden 78 Yard Touchdown-Pass von Christian Bollmann auf Justus Holtz, glichen die Löwen auf 17:17 (PAT L. Jeckstadt) aus. Den folgenden Kick-Off trug Adler Spieler Maylan Bacher bis an die 37 Yard Linie der Lions, doch Kapital konnten die Adler aus der guten Position nicht schlagen und somit übernahm Jakob Parks mit seinem Angriff wieder das Angriffsrecht. Erneut waren es Justus Holtz und Christian Bollmann, sowie auch Paul Bogdann, die mit Passfängen Raumgewinn erzielten. Emmanuel Abedi-Bawa übernahm das Laufspiel. Leider fand der Angriffsdrive ein jähes Ende, nachdem Adler Spieler Maylan Bacher, dieses Mal als Passverteidiger aktiv, einen Passversuch von Jakob Parks auf Paul Bogdann kurz vor der eigenen Endzone abfangen konnte.
Erneut lief es für den Angriff der Berliner alles andere als gut und zu allem Überdruss misslang auch der abschließende Punt, so dass der Angriff der Löwen in der Berliner Spielfeldhälfte wieder auf das Feld kam. Tamsir Seck fing einen Pass von Jakob Parks über 23 Yards und nur zwei Spielzüge später einen weiteren über 18 Yards, zum 17:24 (PAT L. Jeckstadt) und zur ersten Führung der Braunschweiger im Spiel. Mit diesem Spielstand wechselten beide Mannschaften ein letztes Mal die Seiten.
Nach einem weiteren Punt der Adler, startete die Offense der Lions nahe der Mittellinie ihre nächste Angriffsserie. Mit Läufen von Finn Oppermann und Emmanuel Abedi-BAwa, sowie Pässe von Jakob Parks auf Mika Wickinger und Paul Bogdann, ging es bis kurz vor die Endzone der Hausherren. Emmanuel Abedi-Bswa sorgte mit einem zwei Yard Lauf für den nächsten Score und den erneuten Ausbau der Führung für die New Yorker Lions auf 17:31 (PAT L. Jeckstadt). Die Adler setzten jetzt alles auf eine Karte, kamen aber nicht über die eigene 42 Yard Linie hinaus. Aber auch den Lions unterlief ein Fehler und Emmanuel Abedi-Bawa verlor den Ball bei einen seiner Läufe, tief in der eigenen Hälfte. Punkte konnten die Berlin Adler aber keine aus der guten Feldpositionen erzielen, da sie sich mit unnötigen Strafen selbst aus dem Spiel nahmen.
Nach einem weiteren Turn Over der Defense der Lions, war es dann an der Offense der Löwen das Spiel zu Ende zu bringen. Tamsir Seck, jetzt als Runningback eingesetzt und Finn Oppermann, erzielten drei weitere First Downs welche dazu führten, das die Braunschweiger die letzten Spielsekunden nur noch runterlaufen lassen mussten. Damit gehen die New Yorker Lions weiterhin ungeschlagen in den ersten Teil der Sommerpause und treffen am 23. Juli im heimischen Eintracht Stadion auf das aktuell beste Team der GFL Nord, die Potsdam Royals.
Scoreboard
07:00 21 Yard TD-Lauf A. Betza (PAT L. Krieg)
10:00 36 Yard Fieldgoal L. Krieg
17:00 23 Yard TD-Pass P. Zimmermann auf P. Donahue (PAT L. Krieg)
17:07 2 Yard TD-Lauf E. Abedi-Bawa (PAT L. Jeckstadt)
17:10 34 Yard Fieldgoal L. Jeckstadt
17:17 78 Yard TD-Pass C. Bollmann auf J. Holtz (PAT L. Jeckstadt)
17:24 18 Yard TD-Pass J. Parks auf T. Seck (PAT L. Jeckstadt)
17:31 2 Yard TD-Lauf E. Abedi-Bawa (PAT L. Jeckstadt)
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Holger Fricke - New Yorker Lions
Die Black Barons ziehen nach fünf Spielen zur Sommerpause ein Halbzeitfazit.
Black Barons ziehen Halbzeitfazit: “Gefühlt 1-2 Punkte zu wenig“. (In der Bildmitte Head Coach Kai-Uwe Weitz / Foto: Oliver Jungnitsch)
“Speziell in der Offense war das viel zu wenig, da sind wir noch nicht in der Verbandsliga angekommen. Wir haben nur in einem Spiel Punkte gemacht, das ist schon enttäuschend. Das lag natürlich auch an den vielen Ausfällen in der Hinrunde. Der ein oder andere wird auch in Rückrunde nicht zur Verfügung stehen, deshalb müssen wir unser System jetzt darauf anpassen. Wir werden jetzt viel trainieren müssen, aus diesem Grund werden wir auch keine längere Pause machen bis zum Rückrundenstart. Mit der Leistung der Defense bin ich weitgehend zufrieden, obwohl wir immer wieder viele Ausfälle hatten und auch da unser volles Potenzial noch nicht ausgeschöpft haben. Positiv ist, wir sind trotzdem noch im Soll, Platz Nummer 4 ist durchaus erreichbar“, so das Halbzeit-Fazit von Head Coach Kai-Uwe Weitz.
“Wenn wir Minden mal weglassen, ist es wie vor der Saison vermutet, eine ausgeglichene Liga in der es auf Kleinigkeiten und Tagesform angkommt. Gefühlt haben wir ein bis zwei Punkte zu wenig nach der Hinrunde. Wir müssen es schaffen, das die Offense länger auf Platz ist und Punkte macht. Aber auch in der Defense haben wie noch viel Luft nach oben. Da bin ich speziell mit dem letzten Spiel überhaupt nicht zufrieden, da muss einfach noch mehr kommen. Wir werden in der Sommerpause an den Defiziten arbeiten und versuchen die Ausfälle zu ersetzen. Vor allen der Ausfall von Linebacker Michel Kreska tut uns besonders weh, da ist unserer Defense das Herz rausgeriessen worden. Da müssen jetzt andere mehr Verantwortung übernehmen, aber das geht nicht von heute auf morgen, das muss man lernen. Wir sind der Aufsteiger, das Ziel ist der Klassenerhalt und dafür werden wir alles geben“, sagte Defense Coach Dirk Dreßler.
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Dirk Dreßler für die Herne Black Barons
Heute steht für Rhein Fire das dritte Auswärtsspiel der Saison an. Dafür reisen sie nach Hamburg und spielen dort gegen die Hamburg Sea Devils. Besonders spannend an diesem Aufeinandertreffen: Beide Teams halten einen 3-1 Rekord, haben also bisher drei Spiele gewonnen und eine Niederlage einstecken müssen.
Rhein Fire gegen Hamburg Sea Devils - Foto: Oliver Jungnitsch
Nach drei grandiosen Siegen in Folge musste sich das Fire Team um Headcoach Jim Tomsula am vergangenen Sonntag gegen die Barcelona Dragons leider knapp geschlagen geben. Ebenso spannend gestaltete sich zu gleicher Zeit das Spiel der Sea Devils, die in Breslau die Panthers besiegten. Hierbei ging das Spiel erstmals in dieser Saison der European League of Football (ELF) sogar in die Nachspielzeit, aus der Hamburg nach einem Strip Sack mit 26:23 als Sieger hervorging. Ein besonders auffälliger Spieler der Sea Devils ist Glen Toonga, der Runningback der Hamburger. Mit seinen 100 Kilo auf 1,77 Metern Körpergröße ist er ein wahres Kraftpaket, auf den das Spiel der Sea Devils zugeschnitten ist.
Verfasser*in und verantwortlich für den Inhalt: Rhein Fire - Number One Sportbetriebs GmbH
Derby 2.0: Die Solingen Paladins empfangen die Assindia Cardinals - Foto: Oliver Jungnitsch Eigentlich hätte es für Rhein Fire wieder ein perfekter Tag werden können. Erneut kamen mehr als 7600 Zuschauer in die Schauinsland-Reisen Arena nach Duisburg, um dort zunächst miteinander auf der Fire-Party und dann im Stadion ihr Team zu feiern. Mit den Barcelona Dragons war zudem ein Gegner zu Gast, der zu den Top 3 Teams der Liga zählt, so dass die Fans eigentlich mit Spitzenfootball rechnen durften.

Spitzenleistungen auf dem Platz zeigten dann aber zunächst nur die Defense Reihen beider Teams. Vor allem die Fire Verteidigung hatte sich auf das spanische Traum Duo aus QB Zach Edwards und WR Kyle Sweets perfekt eingestellt. Immer wieder suchte der Dragons Quarterback seine Lieblingsanspielstation, wurde aber vor allem durch Linebacker Martin Pinter und Defense Ass Christian van Horn so unter Druck gesetzt, dass er den Ball ins Aus werfen oder selbst laufen musste. Zudem ließen die Rhein Fire Defense Backs um US Amerikaner Omari Williams auch den Receivern der Dragons kaum Platz zum Atmen.
Die Offense der Rheinländer machte es an diesem Tag leider nicht besser. Man konnte zwar den Ball vor allem durch die Running Backs Jason Aguemon und Tyrone Alexander immer wieder für einige Meter laufen, aber in einen echten Rhythmus kam die Fire Offense nie. Vor allem das Pass-Spiel von Quarterback Matt Adam, der in der Vorwoche noch zum MVP gewählt wurde, wirkte zerfahren und immer wieder brach der Quarterback seine Passversuche ab, um dann doch lieber selbst zu laufen. Obwohl die Fire Defense ihrer Offense gleich mehrfach den Ball in sehr guter Feldposition übergab, konnte man daraus kein Kapital schlagen.
So war es dann auch keine der beiden Angriffsreihen, die die ersten Punkte erzielen konnte, sondern das Special Team der Barcelona Dragons, als Fire Punter Maximilan Eisenhut durch einen zu hohen Long Snap überrascht wurde, der Ball dann zunächst über den Boden rollte und der dann aus der Not geborene Punt Versuch von den Dragons geblockt und zum Touchdown zurückgetragen werden konnte.
Mitte des zweiten Quarters drohten die Dragons dann erneut zu scoren, nachdem Zach Edwards seine Dragons mit zwei schnellen Pässen bis zur 9-Yard Linie von Fire geführt hatte. Seinen Passversuch in die Endzone erahnte dann aber Cornerback Yannik Seidel und fing den Ball direkt vor dem wartenden Kyle Sweet auf der Rhein Fire 1-Yard Linie ab. Von dort aus übernahm Quarterback Matt Adam den Ball und kurze Zeit sah es so aus, als könnte Fire das Momentum nutzen. Über 99 Yards kombinierten die Rheinländer Pass und Laufspiel, bis QB Matt Adam den Ball dann über einen Meter zum 7-7 Halbzeitstand selbst in die Endzone tragen konnte.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit kam zunächst Rhein Fire wieder in Ballbesitz, konnte diesen aber erneut nicht für Punkte nutzen. Die Dragons Defense wehrte die Angriffsversuche weiter ab, teilweise wirkte die Auswahl der Spielzüge auf Düsseldorfer Seite aber auch fast ein wenig hilflos. Konnte man den Ball dann doch in Richtung Endzone bewegen, schaffte man es nicht den Touchdown zu erzielen, so dass man Fieldgoals versuchen musste. Aber auch diese wollten an diesem Tag einfach nicht gelingen. Kicker Daniel Schuhmacher erwischte einen rabenschwarzen Tag und verpasste Fieldgoals von der 1-Yard und 30-Yard Line, zudem einen Extra Punkt.
Als die Dragons dann im vierten Quarter hintereinander einen Touchdown und ein Field Goal erzielen konnten, ahnten die Fans, dass heute der Sieg nach Barcelona gehen würde. Zwar konnte Nate Robitaille durch einen TD-Pass von Matt Adam das Spiel noch einmal zum Endstand auf 13-17 verkürzen, aber am Ende standen die Dragons verdient als Sieger des Spitzenspiels fest.
Fire fällt damit hinter Barcelona auf den zweiten Tabellenplatz zurück und muss am kommenden Wochenende nach Hamburg reisen. Dort trifft man auf die gefährlichen Sea Devils, die ebenfalls 3 Siege und 1 Niederlage auf dem Konto stehen haben. Für das Team von Headcoach Jim Tomsula kommt in dieser Woche damit viel Arbeit zu.
Einen Gewinner konnte Rhein Fire an diesem Tag aber dennoch erzielen: die Rhein Fire Fans. Diese ließen sich auch von der Niederlage nicht entmutigen und feierten gemeinsam mit den Pyromaniacs sowohl das Team von Rhein Fire, aber auch der Barcelona Dragons herzlich. Schon jetzt freut sich die Mannschaft auf das nächste Heimspiel in zwei Wochen gegen die Cologne Centurions im "Battle of Rhine".
Verfasser*in und verantwortlich für den Inhalt: Rhein Fire - Number One Sportbetriebs GmbH
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