Seniors
1:35 Minuten vor dem Ende der Partie, konnte man den Stein, der Head Coach André Schleemann und Co. vom Herzen fiel, bis auf die Tribüne hören. Essens Quarterback Lennart Brodeßer versuchte die Cougars-Defense mit einem Rückwärtspass auf seinen Receiver zu linken, der Trickspielzug misslang aber, der Ball landete auf dem Boden. Fumble. Linebacker Donald Smith schaltete am schnellsten und sicherte sich das Spielgerät. Damit war der erste Saisonsieg der Cougars perfekt. Kollektives Aufatmen am Buniamshof. 17:14-Sieg gegen die Assindia Cardinals.

Foto: Bjarne Almstedt
"Wir standen enorm unter Druck, aber wir haben einen Weg gefunden, damit umzugehen. Ich habe immer gesagt, dass diese Mannschaft Charakter hat - und das hat sie heute bewiesen", freute sich Schleemann über seinen ersten Erfolg als Cougars-Cheftrainer. Und Matchwinner Smith sagte: "Ich fühle mich wie ein Kind an Weihnachten. Mein erster Sieg in Deutschland. Klasse!".Bis es soweit war, mussten die rund 500 Fans am "Buni" aber lange zittern. In einer ausgeglichenen erste Hälfte hatten die Gäste dabei zunächst knapp die Nase vorn. 20 Sekunden vor der Pause tauchte Quarterback Fabian Schorn in die Cougars-Endzone ein. Zuvor hatte Mike Kresowaty die frühe Gäste-Führung durch Running Back Tobias Nick ausgeglichen. 7:14 der Halbzeitstand. Bitter: Running Back Jamie Dale schied mit Verdacht auf Rippenbruch bereits früh in der Partie aus. Dabei pfiffen die Cougars personell bereits vor dem Spiel aus dem letzten Loch - vor allem in der Offensive Line. Nach der Verletzung von Niels Mälk gegen Potsdam musste TightEnd Marlon Mau als Starting Tackle einspringen. Line-Coach Christian Thielck stand als "Notnagel" sogar umgezogen und mit Helm auf dem Kopf an der Seitenlinie. Im zweiten Quarter schied auch Rookie-Lineman Tobias Schulze noch aus, so dass Rookie-Kollege Tom Lübcke sein Debüt gab.
Die Unerfahrenheit der Line wurde auch ganz deutlich sichtbar: Vier Sacks kassierte Quarterback Campbell Summerfield alleine in Halbzeit eins. Am Ende sollten es sechs sein. Mit ihrem Laufspiel hatten die "Berglöwen" gegen die starke Essener Box keine Chance und auch das Passspiel gestaltete sich das gesamte Spiel über schwierig, weil Quarterback Summerfield viel improvisieren musste. Trotzdem standen später 229 Yards zu Buche, weil die Receiver Julian Dohrendorf, Mike Kresowaty, Colin Harms und Alexander Osiik allesamt einen guten Tag erwischten und immer wieder freie Räume fanden.
Die Lübecker Abwehrreihe brachte Essen dagegen in der zweiten Halbzeit an den Rande der Verzweiflung. Nur einer von 13 Pässen vom eingewechselten Cardinals-Spielmacher Brodeßer fand sein Ziel. Auch den guten Running Back Nick bekam die Linebacker-Crew um den starken Benjamin Rabe jetzt immer besser in den Griff. Die Männer aus dem Ruhrgebiet bissen sich an den Cougars förmlich die Zähne aus.
Im dritten Viertel dann das Big Play, das die Cougars-Offense in dem schwierigen Match so dringend benötigte: Summerfield fand erneut Kresowaty aus 53 Yards. 14:14, der Ausgleich. Und als 8:45 Minuten vor dem Ende Julian Dohrendorf zu einem Field Goal Versuch aus 38 Yards Entfernung antrat und traf, lagen die Gastgeber zum ersten Mal in dieser Saison in Führung. 1:35 Minuten vor dem Ende verschoss Dohrendorf seinen zweiten Versuch aus 32 Yards zwar und Essen hätte mit einem langen Drive noch einmal die Möglichkeit zum Sieg gehabt - doch dann packte der hellwache Smith zu. Und ließ die Fans jubeln.In zwei Wochen reisen die Cougars jetzt zu Spitzenreiter Potsdam Royals. Mit neuem Selbstvertrauen im Gepäck.
Scoreboard
00:07 Tobias Nick 5 Yard Lauf (Kick Tobias Nick)
07:07 Mike Kresowaty 10 Yard Pass von Campbell Summerfield (Kick Julian Dohrendorf)
07:14 Fabian Schorn 1 Yard Lauf (Kick Tobias Nick)
14:14 Mike Kresowaty 53 Yard Pass von Campbell Summerfield (Kick Julian Dohrendorf)
17:14 Julian Dohrendorf 38 Yard Field Goal
Jan Wulf - Lübeck Cougars
Zwei unterschiedliche Gesichter zeigten die Assindia Cardinals beim Auswärtsspiel bei den Lübeck Cougars. Nach einer soliden ersten Halbzeit bauten die „Men In Green“ ab und mussten am Ende mit einer knappen 14:17 Niederlage im Gepäck die Rückreise nach Essen antreten.

Dabei kamen die Cardinals ganz ordentlich in das Spiel. Bereits der erste Drive endete mit Punkten. Nach einem eröffnenden Pass von Fabian Schorn auf Yannick Baumgärtner lief zunächst Toby Nick an die Endzone, um dann selber zum 7:0 (plus Extrapunkt) zu vollenden. Es folgten auf beiden Seiten Angriffsversuche ohne Punkte.
Der erste Drive der Gastgeber im zweiten Viertel brachte dann den Ausgleich zum 7:7. Es dauerte etwas, bis die Cardinals wieder den Rhythmus aufnehmen konnten, doch sie starteten einen sehr intensiven Drive gegen Ende der Halbzeit. Am Ende stand die erneute Führung. Über knapp 80 Yards lief der der Angriff, den Quarterback Fabian Schorn mit einem kurzen Lauf vollenden konnte. Inklusive Zusatzpunkt gingen die Cardinals mit einer 14:7 Führung in die Pause.
Zunächst passierte in der zweiten Halbzeit wenig interessantes, doch im dritten Drive mussten die Assindia Cardinals eine ganz bittere Pille schlucken. Quarterback Fabian Schorn musste passen und die Offense der „Men In Green“ kam ins Stocken.
Die Gastgeber nutzen die aufkommende Unruhe kurz vor dem Viertelende 14:14 Ausgleich. Gleich zu Viertelbeginn dann durch ein Fieldgoal aus 48 Yards auch noch die Führung der Gastgeber. Jetzt war vor allem die Defense der Cardinals gefragt und diese hatte den Gegner im Griff. Es kam jetzt auf die Offense an, wieder in die Spur zu finden, doch dies sollte nicht gelingen. Ein Ballverlust gegen Spielende begrub abschließend alle Chancen auf einen möglichen Sieg in Lübeck.
Es war mehr drin für die „Men In Green“ aber es war nicht druckvoll genug, was man in der zweiten Halbzeit abgeliefert hatte. Dies sah auch Head Coach Yves Thissen so: „Leider haben wir zur zweiten Halbzeit abgebaut und den Ausfall von Fabian Schorn in der Offense nicht verkraftet.“
Aber auch mit den Entscheidungen der Unparteiischen haderte der Coach wie auch schon in der Woche zuvor: „Spätestens nach Durchsicht des Videos von dem Spiel fragt man sich, wie man überhaupt noch Football als Kontaktsport verkaufen kann, wenn die Regelauslegung der Schiedsrichter so aussieht. Gerade bei knappen Spielen sind die Unparteiischen immer öfter das Zünglein an der Waage.“ Den schwarzen Peter für die Niederlage in Lübeck wollte er aber trotzdem nicht Schiedsrichter zuschieben: „Wir haben Fehler gemacht und die nötige Konsequenz in der zweiten Halbzeit missen lassen.“
Bereits kommenden Sonntag haben die „Men In Green“ die Chance auf Punkte. Dann kommt es um 15 Uhr im Sportpark „Am Hallo“ zum Derby gegen die Düsseldorf Panther. Tickets für das Heimspiel der „Men In Green“ gegen die Düsseldorf Panther sind an der Tageskasse zu erhalten.
Dirk Unverferth- Essen Assindia Cardinals
Mit einer deutlichen Niederlage beim ungeschlagenen Spitzenreiter kehrten die Griffins aus Potsdam zurück. Neben der Stärke der Royals waren es in diesem Spiel eine beträchtliche Anzahl eklatanter Fehler besonders in den Special Teams, die den Greifen das Leben schwer machten und immer wieder in schlechte Feldpositionen brachten.

Foto: Gerd Köhler
Und dabei hatte alles so gut angefangen – den ersten Drive der Potsdamer konnte die Rostocker Defense mit einem Turnover stoppen (Fumble Recovery Piankowski), im nächsten Ballbesitz der Brandenburger gab es ein 3 and out und eine gute Feldposition für den Angriff der Greifen. Dieser arbeitete sich dann auch in Fieldgoalposition vor, der Versuch wurde aber direkt geblockt und der Ball weit in die Rostocker Hälfte zurückgetragen. Nun konnte die Verteidigung der Greifen nicht mehr standhalten und die Royals konnten mit 7:0 in Führung gehen. Im nächsten Ballbesitz der Griffins nahm das Unglück seinen Lauf. Der Punter der Greifen wurde übersnapt, Ballbesitz für Potsdam an der 11 Yard-Line ! der Rostocker und nur wenig später die Erhöhung zum 14:0. Und damit nicht genug, bereits im nächsten Spielzug, dem Kick Off Return, kamen die Brandenburger durch einen Fumble von Cortez Barber erneut in der Hälfte der Griffins in Ballbesitz. Viel schlimmer hätte es zu diesem Zeitpunkt nicht laufen können, doch die Verteidigung der Griffins hielt nochmals stand und stoppte die Royals im vierten Versuch. Nun legte der Angriff der Greifen seinen besten Drive des Tages hin. Quarterback Trent Cummings bediente souverän seine Receiver, die Runningbacks sorgten für Raumgewinn und unser QB selbst sorgte selbst für den Anschlusstouchdown zum 14:7.
Das Team des Spitzenreiters kam vor der Halbzeit dann leider noch einmal zu Punkten, wobei Herb Whitehurst den PAT blocken und fast zu eigenen Punkten zurücktragen konnte. Beim Halbzeitstand von 20:7 war das Spiel trotz der vielen Rostocker Fehler definitiv noch nicht entschieden, zumal die Greifen in der 2. Halbzeit zuerst in Ballbesitz kommen sollten. Nach dem ersten Play des zweiten Durchgangs sah das aber schon anders aus. Die Royals konnten ihren eigenen Kick Off aufgrund von Abstimmungsschwierigkeiten im Return-Team der Griffins recovern und waren so unmittelbar und wieder in der Hälfte der Greifen in Ballbesitz. Wenige Plays später hieß es folgerichtig wieder TD Royals. Und so ging es dann weiter. Im nächsten Angriffsversuch wurden die Rostocker von Strafen zurückgeworfen und mussten von ihrerer eigenen 3 Yard-Linie Punten. Und wie sollte es an diesem Tag anders sein, der Punter wurde wiederum übersnapt, Safety und damit die nächsten 2 Punkte für Potsdam. Zwischenstand mittlerweile nun 29:7 für die Brandenburger. Damit war das Spiel entschieden.
Im weiteren Spielverlauf gelang der Rostocker Offense nicht mehr viel, bzw. wurde sie immer wieder durch Strafen zurückgeworfen. Die Defensive kassierte noch 2 Touchdowns durch Big Plays und individuelle Fehler, bevor man sich wieder fangen und die letzten beiden Angriffsbemühungen der Royals nochmal vereiteln konnte. Der Endstand war mit 44:7 trotzdem deutlich und aufgrund der vielen Rostocker Fehler, welche die gute Potsdamer Mannschaft eiskalt ausnutzte, nur folgerichtig.
Am kommenden Sonntag steht mit der nächsten Partie bei den Paderborn Dolphins bereits die nächste Herausforderung für die Griffins an.
Jens Putzier - Rostock Griffins
Die Paderborn Dolphins können ihren ersten Punktgewinn verbuchen. Im Auswärtsspiel gegen die Bonn Gamecocks können sich die Ostwestfalen denkbar knapp mit 35:28 durchsetzen. Ein Spiel, welches bis 30 Sekunden vor dem Schlusspfiff spannend war. Besonders die stark aufspielende Defensive im letzten Viertel konnte die Führung der Dolphins verteidigen. Trainer und Spieler zeigten sich nach dem ersten Saisonerfolg erleichtert, denn mehr als drei Jahre war es her, dass die Dolphins erst im dritten Saisonspiel Pluspunkte sammeln konnten. Damit wiederholt sich der GFL2 Krimi in Bonn, in der vergangenen Spielzeit war es die Offensive die wenigen Sekunden vor dem Schlusspfiff durch einen Touchdown noch die Führung holte.

#7 Cameron Richmond von den Paderborn Dolphins (Foto: Oliver Jungnitsch)
Die Paderborn Dolphins können im dritten Ligaspiel die ersten Plus-Punkte auf ihrem Konto verbuchen. Das Spiel gegen die Bonn Gammecocks wird wie in der Saison 2016 zu einem Krimi und bleibt bis wenige Sekunde vor dem Schlusspfiff spannend. Ein wenig zu spannend, wenn man mit Präsident David Schmidtmann nach der Partie sprach: „Ich habe schon keine Stimme mehr vom Anfeuern. In Bonn sind es jedes Jahr sehr spannende und enge Spiele für die Dolphins. Heute war es ein Krimi bis zum Schluss.“ Damit sprach Schmidtmann das ausgeglichene Punkteverhältnis auf der Anzeigentafel an.
Beide Teams schafften es während des Spiels nicht, sich deutlich abzusetzen. Maximal war es eine Touchdown-Nasenlänge, die eine Mannschaft davonziehen konnte. So wunderte es nicht, dass es zur Halbzeitpause noch 21:21 stand. Erst im vierten Spielviertel konnten die Dolphins in Führung gehen und mit 35:28 das Ruder an sich reißen. Da waren es allerdings noch neun Minuten zu spielen und so begann die Stunde der Abwehrreihen. Sowohl die Dolphins, als auch die Gamecocks Verteidigung schafften es immer wieder, dass die jeweils andere Angriffsreihe den Ball abgeben musste. Zwei Minuten vor dem Schlusspfiff erhielten die Paderborn Dolphins so noch einmal das Angriffsrecht in Höhe der Mittellinie. Ein Verteidiger, der Dolphins-Quarterback Justin Gomez zu Boden reißen konnte, entriss ihm ebenfalls den Ball und lief in die Endzone. Eigentlich wären die Gamecocks mit den Dolphins wieder gleich auf gewesen, hätten die Unparteiischen nicht ein Foul geahndet und damit den Punktgewinn zurückgerufen. Die Bonner blieben aber in aussichtsreicher Feldposition in Ballbesitz.

Das Spiel der Beiden war, wie auch im letzten Jahr, spannend bis zum Ende (Foto: Nick Jungnitsch)
So begannen die letzten spannenden eineinhalb Minuten. Als hätte es Defensiv-Koordinator Luigi Figlia in der Vorbereitung auf dieses Spiel gewusst, hatte er in der Woche genau diese Situation im Training geübt. Dabei hatte er sein Team bewusst schnell über das Feld gescheucht und immer wieder schnelles Reagieren und Positionieren gefordert. Eine Vorbereitung, die der Dolphins-Verteidigung zugute kam. Sicher und mit viel Leidenschaft verhinderte die Defense den Punktgewinn. Bei verbleibenden 35 Sekunden auf der Anzeige kam so die Offensive noch einmal aufs Feld und konnte die letzten Sekunden herunterspielen.
Die Leidenschaft und Hingabe, die Offensiv-Koordinator Andreas Kegelmann und Defensiv-Koordinator Luigi Figlia gefordert hatten, zeigte das Dolphins-Team an diesem Spieltag. „Die Jungs haben die gesamte Zeit gekämpft und sind niemals nachlässig geworden“, sagte Schmidtmann nach dem Spiel. Doch nicht nur die Defensive war ein Garant für den Sieg gegen die stark aufspielenden Gamecocks. Die Dolphins Offensive konnte an diesem Spieltag eine bunte Mischung aus Lauf- und Passspiel zeigen. Die Runningbacks hatten die Chance, immer wieder durch kurze, aber impulsive Läufe die nötigen Yards zum ersten Versuch zu holen.
Bitterer Nebeneffekt - Runningback Max Quandt verletzte sich kurz vor Ende der Partie am Knie so sehr, dass er ins Krankenhaus gebracht werden musste. Quandt, der neben Kai Böger und Daniel Greitens das erfahrene Runningback-Dreigestirn bildet, wird für einige Spiele ausfallen. „Eine genaue Diagnose haben wir noch nicht, doch wir gehen davon aus, dass er erst einmal ausfällt“, so Schmidtmann. Das Laufspiel, welches bei den Paderborn Dolphins in den ersten Partien nicht funktioniert hatte, schaffte den Receivern die notwendigen Freiräume, um die Pässe sicher zu fangen und einige Yards zu überbrücken.
Ausruhen wollen sich die Paderborn Dolphins auf diesem ersten Punktgewinn aber nicht. Schon am kommenden Wochenende kommen die Rostock Griffins als Gegner ins heimische Hermann-Löns-Stadion. Dann möchte man natürlich dem heimischen Publikum einen ersten Sieg in der laufenden Spielzeit schenken und sich von der besten Seite präsentieren. Wenn es nach Präsident David Schmidtmann geht, darf das Spiel auch ein bisschen weniger Spannung haben als die Partie gegen die Gamecocks: „Wenn man an der Seitenlinie steht und selber einmal gespielt hat, dann leidet und fiebert man besonders mit. Man kennt die Spielsituationen und weiß, was auf dem Feld passiert. Aber gut, das Ende entschädigt für alle Aufregung.“
- Quarter
|
Spielstand |
Was? |
Wer? |
|
00-06 |
Touchdown Paderborn Dolphins |
Dominik Gröne |
|
00-07 |
PAT Paderborn Dolphins |
Marc Schröder |
|
07-07 |
Touchdown Bonn Gamecocks |
Bonn Gamecocks |
- Quarter
|
Spielstand |
Was? |
Wer? |
|
14-07 |
Touchdown Bonn Gamecocks |
Bonn Gamecocks |
|
14-13 |
Touchdown Paderborn Dolphins |
Cameron Richmond |
|
14-14 |
PAT Paderborn Dolphins |
Marc Schröder |
|
21-14 |
Touchdown Bonn Gamecocks |
Bonn Gamecocks |
|
21-20 |
Touchdown Paderborn Dolphins |
Dominik Gröne |
|
21-21 |
PAT Paderborn Dolphins |
Marc Schröder |
- Quarter
|
Spielstand |
Was? |
Wer? |
|
21-27 |
Touchdown Paderborn Dolphins |
Cameron Richmond |
|
21-28 |
PAT Paderborn Dolphins |
Marc Schröder |
- Quarter
|
Spielstand |
Was? |
Wer? |
|
28-28 |
Touchdown Bonn Gamecocks |
Bonn Gamecocks |
|
28-34 |
Touchdown Paderborn Dolphins |
Dominik Gröne |
|
28-35 |
PAT Paderborn Dolphins |
Marc Schröder |
Nur eine Woche nachdem 6:41 Sieg der New Yorker Lions im Hinspiel gegen die Hamburg Huskies, bleiben die Hanseaten auch im Rückspiel nur eine Woche später chancenlos gegen die Mannschaft von Head Coach Troy Tomlin.

LB 51 Kerim Homri stoppt Huskies RB Marvin Studemann (Foto: Fabian Uebe / New Yorker Lions)
Vor knapp 3.000 Fans und bei zum Teil, vor allem im ersten Spielabschnitt, widrigen Wetterbedingungen, gewinnen die Braunschweiger auch das Rückspiel gegen die Huskies deutlich mit 41:0 (3:0; 21:0; 10:0; 7:0). Das Spiel begann für die New Yorker Lions und deren Gäste aus Hamburg mit Blitz, Donner, Starkregen und Hagel. Zwar pfiffen die Schiedsrichter die Partie im Braunschweiger Eintracht-Stadion noch an, doch je mehr man im ersten Spielviertel voranschritt, um so widriger wurden die Witterungsbedingungen und die Gefährdung für die Spieler speziell durch das aufziehende Gewitter. So entschied die Crew um Hauptschiedsrichter Dirk Schrader noch vor dem Ende des ersten Quarter, beim Spielstand von 3:0 für die Hausherren, das Spiel für eine knappe halbe Stunde zu unterbrechen.
Vorausgegangen waren zwei Angriffsserien der Gäste aus Hamburg, die mit einem Punt bzw. mit einem Turnover nach vier erfolglosen Versuchen endeten. Aber auch der Angriff der Lions tat sich schwer und kam nicht über ein 41 Yard Fieldgoal durch Tobias Goebel zum 3:0 hinaus. Erst nach der witterungsbedingten Zwangspause kam die Angriffsmaschinerie der Löwen zu Beginn des zweiten Spielviertels ins rollen. Nach einem weiteren Stopp der Defense der Hausherren, die der Offense der Lions das Angriffsrecht an der 15 Yard Linie der Huskies übergab, war es die Kombination Casey Therriault auf Niklas Römer über 8 Yards, die für den ersten Touchdown der Partie und dem Ausbau der Führung auf 10:0 (PAT T. Goebel) sorgte. Auch die folgenden Angriffsbemühungen der Hamburger bis zur Pause verliefen gegen die von Dave Likins hervorragend eingestellte Verteidigung der Lions ergebnislos. So konnte Braunschweigs Defense nicht nur durch Patrick Finke zwei Mal Hamburgs Spielmacher John Uribe zu Boden bringen, sondern auch ständig dafür sorgen, das der Quarterback der Huskies keine Anspielstationen fand bzw. der Versuch des Aufbau eines Laufspiels durch Runningback Marvin Stüdemann, meistens bereits im Ansatz gestoppt werden konnte.
Anders sah es im Angriff der Lions aus. So konnte erneut der Youngster des Teams Wide Receiver Justis Holtz sein Können zeigen, in dem er einen Pass von Casey Therriault über 63 Yards zum 17:0 (PAT T. Goebel) in die Endzone der Hamburger trug. Die Möglichkeit kurze Zeit später ein zweites Mal zu scoren blieb der #6 der Löwen dann aber verwehrt, als ein für ihn bestimmter Pass in der Endzone der Huskies abgefälscht wurde und vom Passverteidiger Dawid Tchurek in der eigenen Endzone gesichert werden konnte.
Zum Anderen war es zum zweiten Mal an diesem Tag das Duo Therriault und Römer, die für das 24:0 (PAT T. Goebel) dieses Mal über 18 Yards und damit für den Halbzeitstand sorgten. Nach der Pause änderte sich das Bild nur wenig. Die Hamburg Huskies rannten weiterhin vergeblich gegen das Abwehrbollwerk der Braunschweiger an und fanden keine Möglichkeit zu punkten. Zwar gelang es ihnen im dritten Spielviertel einmal bis an die 31 Yard Linie der Lions vorzudringen, doch war dort dann nach vier vergeblichen versuchen ebenfalls Schluss.
Die New Yorker Lions ihrerseits erhöhten erst durch ein 28 Yard Fieldgoal von Tobias Goebel auf 27:0 und kurze Zeit später zogen sie, durch den dritten Touchdown des Abends der Kombination Therriault auf Römer, in diesem Fall über 22 Yards auf 34:0 (PAT T. Goebel) davon. Der vierte und letzte Spielabschnitt gehörte auf Seiten der Hausherren den Back-Ups, wobei auf Grund der Verletzungssituation im Team der New Yorker Lions auch die Anzahl derer aktuell stark begrenzt ist. So übernahm u.a. die Regie im Angriff der Löwen auf der Position des Quarterback Tom van Duijn und im Backfield ersetzte Patrick Papke David McCants.
In der Defense erhielt mit Jabari Johnson als Safety ein weiterer Rückkehrer ins Team der Löwen in der Saison 2017 seinen ersten Einsatz. Für den Endstand zum 41:0 (PAT T. Goebel) sorgte dann auch einer der vorher genannten Spieler in Person von Patrick Papke mit einem Touchdownlauf aus 9 Yard Entfernung.
Zum wichtigsten Spieler der Partie wurde verdienter Weise, mit Defense Liner Sydney Boakye, ein Spieler der herausragenden Verteidigung der New Yorker Lions gewählt. Head Coach Troy Tomlin zeigte sich nach der Partie größtenteils zufrieden mit dem was er gesehen hat. Zwar gibt es immer noch an der ein oder anderen Stelle Abstimmungsschwierigkeiten und Fehler, doch sollte mit der nun bevorstehenden einwöchigen Pause auch die Chance bestehen, das zum Spiel in Hildesheim am 27. Mai wieder einigen der momentan verletzen Spieler zur Verfügung stehen.
Mit dem nächsten Heimspiel am 3. Juni gegen die Dresden Monarchs beginnt dann die sieben Spiele andauernde Zeit der wichtigsten Spiele der regulären Saison gegen die härtesten Mitkonkurrenten um die Nordmeisterschaft mit Spielen gegen die bereits erwähnten Dresden Monarchs, den Kiel Baltic Hurricanes und den Berlin Rebels. Nicht zu vergessen das Finale im Eurobowl am Wochenende des 10. / 11. Juni gegen das starke Team der Universe aus Frankfurt.
Scoreboard
Holger Fricke - New Yorker Lions
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