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Das Warten hat ein Ende: Am kommenden Samstag (12. Juni, Kickoff: 16 Uhr) starten die Düsseldorf Panther mit einem Heimspiel gegen die Hamburg Huskies im Stadion des VfL Benrath an der Karl-Hohmann-Straße in die GFL2-Saison 2021. Mehr als anderthalb Jahre nach seiner Vorstellung als neuer Head Coach kann Douglas Fryer damit endlich sein Pflichtspiel-Debüt mit den Raubkatzen feiern. Dank seines breiten und qualitativ gut besetzen Kaders und einer erfolgreich verlaufenden Saisonvorbereitung siegt der US-Amerikaner nicht nur dem Spiel gegen die Hansestädter optimistisch entgegen, sondern formuliert auch hohe sportliche Ziele für die gesamt Spielzeit.
Heimspiel gegen die Hamburg Huskies soll Grundstein für eine erfolgreiche Saison legen(Foto: Nick Jungnitsch)
Endlich geht es wieder los: Eine Woche nach der GFL startet an diesem Wochenende auch die zweithöchste Spielklasse des hiesigen American Football in die Sasion 2021. Die Düsseldorf Panther bekommen es zum Auftakt mit den Hamburg Huskies zu tun – und das Ganze tatsächlich vor heimischen Publikum. Die aktuell guten Zahlen für die NRW- Landeshauptstadt und das von den Panthern erarbeitete Hygienekonzept ermöglichen, dass sowohl am kommenden Samstag sowie nach derzeitigem Stand mindestens auch beim zweiten Heimspiel 14 Tage später bis zu 500 Zuschauer das Geschehen auf dem Rasen des Stadions an der Karl-Hohmann-Straße live vor Ort verfolgen können. Alle Fans, die über die E-Mail-Adresse
Nach dem Willen von Panther-Head Coach Douglas Fryer sollten ihnen dabei viel Anlass zur Freude geboten werden. „Ich glaube, wir sind bereit für Saison“, so der 35-Jährige Kalifornier. „Wir haben viele Spieler im Team, damit herrscht ein gesunder Konkurrenzkampf um die Kaderplätze für den jeweiligen Spieltag. Eine bessere Situation kann sich ein Head Coach nicht wünschen. Der interne Konkurrenzkampf hilft den Spielern dabei, ihr maximales Potenzial zu entwickeln.“ Grund zur Zuversicht zieht der Übungsleiter auch aus den jüngsten intensiven Trainingseinheiten sowie einem aufschlussreichen Testspiel gegen den Erstligisten Cologne Crocodiles am vorvergangenen Wochenende. „Bei diesem Scrimmage konnten wir noch einige kleinere Fehler abstellen, Feinjustierungen vornehmen und uns so optimal auf das Spiel gegen die Huskies vorbereiten.“
Die größte Herausforderung sieht Fryer in der Dosierung der Emotionen nach der langen Wartezeit. „Die Aufregung unter unseren Spielern ist groß, sie können das erste Spiel kaum abwarten“, weiß er zu berichten. „Die Aufgabe für uns Coaches lautet, darauf zu achten, dass sie cool bleiben und sich aufs Spiel konzentrieren.“ Dass die erste Bewährungsprobe für seine Mannen dann gleich wieder vor erwartungshungrigen Fans stattfindet, darin sieht der Cheftrainer kein zusätzliches Problem: „Wir verspüren keinen Extra-Druck. Wir sind hier für unsere Fans, wollen ihnen ein tolles Spiel mit Emotionen liefern und den ersten Sieg hier in Düsseldorf feiern.“
Was die Vorbereitung auf den Gegner natürlich erschwert, ist die Tatsache, dass auch die Hamburg Huskies ihr letztes Pflichtspiel 2019 absolviert haben. „Das verkompliziert das Ganze natürlich, weil sich seitdem viele Dinge geändert haben können“, weiß Fryer. „Auch sie haben einen neuen Head Coach und es gab einiges an Bewegung im Kader. Entscheidend wird sein, dass wir uns während des Spiels schnell auf das einstellen, was Hamburg auf den Platz bringt. Darauf haben wir in der Vorbereitung großen Wert gelegt. Die Huskies sind eine großartige Football-Organisation. Wir erwarten am Samstag ein gutes, sauberes und spannendes Spiel von und mit ihnen.“
Aber Blick von Douglas Fryer geht auch bereits über den ersten Spieltag hinaus. „Wir peilen die Meisterschaft an“, gibt er unumwunden zu – schränkt gleichzeitig aber auch ein: „Ich denke, dass gilt für jedes Team in der Liga, denn es macht keinen Sinn anzutreten, wenn du nicht gewinnen willst. Aber wir denken von Woche zu Woche, fokussieren uns immer nur auf das nächste Spiel – ganz egal, wie das letzte ausgegangen ist. Wir gehen jede Partie an, als wäre sie die erste und einzige – und somit die entscheidende.“
Auf den Tag genau 20 Monate ist es her, dass das Team der New Yorker Lions letztmalig ein Spielfeld betreten hat. Am 12. Oktober 2019 war es die Commerzbank-Arena in Frankfurt, der Gegner hieß Schwäbisch Hall Unicorns und es ging um den German Bowl XL. Das Ergebnis dürfte allen Fans der Lions noch im Gedächtnis sein, denn mit einem zwar knappen, aber verdienten 10:7 sicherten sich die Löwen ihren 12. Deutschen Meistertitel und bauten damit Ihre Rekordmeisterserie weiter aus. Was dann folgte waren über 600 Tage zum Teil quälend lange Wartezeit mit vielen Höhen und Tiefen.

Die Saison 2020 wurde abgesagt und an ein richtiges Training war bis Mitte Mai 2021 nicht zu denken, doch dann ging alles plötzlich schnell und innerhalb von nur knapp vier Wochen stand Head Coach Troy Tomlin vor der schweren Aufgabe ein neues Team der New Yorker Lions für die GFL Saison 2021 zu formen. Auf Grund der Ungewissheit der letzten Monate standen viele erfahrene nationale Spieler nicht mehr zur Verfügung, da sie sich anderweitig beruflich orientieren mussten. Wiederum andere für 2020 geplante Spieler blieben in ihren Heimatländern und spielen dort in den nationalen Ligen.
Somit wird in 2021 ein Team der Lions an den Start gehen, welches auf viele junge Talente und Spielern aus der Region setzt, aber auch Erfahrung aufzubieten hat. So sind nach wie vor Spieler wie Christian Bollmann, Justus Holtz, Paul Bogdann, Benhur Ayra, Robert Sövegjarto oder auch Maik Friese auf Seiten des Angriffs dabei. In der Verteidigung werden die jungen und in der GFL unerfahrenen Spieler von David Müller, Benjamin Krahl, Robin Papke, Christoph Bachmann oder auch Samuel Kargel im übertragenden Sinne an die Hand genommen.
Verstärkt wird die Mannschaft durch die drei US-Spieler Jake Kennedy auf der Position des Quarterbacks, Multitalent Exavier Edwards, welcher voraussichtlich erst einmal hauptsächlich als Runningback Einsatzzeit finden wird und Da‘Shawn Benton, der in der Passverteidigung seine Erfahrung mit in die Waagschale wirft. Wie die letzten harten Trainingswochen das neugebildete Team der Lions zusammengeschweißt hat, können sie nun am kommenden Samstag gegen die Berlin Rebels im Saisonauftakt unter Beweis stellen (Eintracht-Stadion, Kick-Off 18 Uhr).
Ähnlich wie es den Löwen erging, erging es auch den Gästen aus Berlin. Lange musste man auf die Trainings- bzw. Spielfreigabe warten und sich binnen kurzer Zeit auf die GFL Saison vorbereiten. Wie auch bei den Lions, mussten auch die Rebels ihren Kader an vielen Stellen umstrukturieren und neue und junge Spieler integrieren. Dazu verlor man auch einiges an Erfahrung an die Statdrivalen der Berlin Adler (GFL2) und dem neu gegründeten Team der Berlin Thunder, aus der ELF. Doch wie Troy Tomlin, hat auch sein Gegenpart auf Seiten der Berliner, Head Coach Joshua Mandel, das beste aus seiner Situation gemacht und eine starke Mannschaft auf die Beine gestellt.
Auf Seiten der Hauptstädter wird QB Darius Wade den Angriff führen. Wade kommt vom Boston College und spielet dort von 2014- 2018 mit den Boston College Eagles, bevor er in 2019 und 2020 an die Bowling Green University wechselte. Nach wie vor der Fels in der Berliner Brandung auf Seiten der Verteidigung ist Rory Johnson. Der Linebacker aus Mississippi spielt seit 2010 in Deutschland und kam damals von den Ole Miss Rebels. Das Quartett der US-Amerikaner wird komplettiert durch Passverteidiger Paul Morant und Wide Receiver Jordan Paul. Somit sind die Weichen für beide Teams gestellt und die Vorbereitungen abgeschlossen, damit es am Samstag, zwar noch ohne Zuschauer, endlich wieder losgehen kann und das „Ei“ wieder durch das Braunschweiger Stadion fliegt.
Livestream - Link: https://livestream.com/accounts/14081153/events/9707139
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Holger Fricke - New Yorker Lions
Neben den bereits vorgestellten Stammkräften gibt es im Angriff der Lions auch noch andere wichtige relevante Positionsgruppen und Spieler, die in 2019 einen großen Anteil am Erfolg des gesamten Teams hatten.

Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Holger Fricke - New Yorker Lions
Am vergangenen Samstag ging es in der GFL2 endlich wieder los. Der Aufsteiger, die Assindia Cardinals, hatten die Solingen Paladins zu Gast. In der Feinabstimmung war bei allen, auch bei den Schiedsrichtern, die lange Pause spürbar. Die Solingen Paladins gewannen mit 20:6 vor leeren Zuschauerrängen.
Auftakt in der GFL2 bei den Assindia Cardinals. Sie hatten die Solingen Paladins zu Gast (Foto: Oliver Jungnitsch)
Auch für uns war es ungewohnt wieder in ein Stadion zu kommen und ein Footballspiel live zu erleben. Noch sind die Auflagen hoch gehängt, so durften nur eine kleine Auswahl von Personen (inklusive Pressevertreter) mit den Teams ins Stadion. Es gilt nach den Bedingungen des AFVD’s nicht die 3G-Regel (getestet, geimpft oder genesen), sondern jeder muss einen tagesaktuellen Negativtest vorweisen. Das Spiel wurde daher von den Cardinals über einen Stream übertragen, damit die Fans des Sports dennoch in den Genuss des Spiels kommen konnten.
Anhand des Coin Toss sah man schon, wie Corona das Spiel und unser Leben verändert hat, so war nur ein Teamkapitän je Mannschaft und der Whitehead zugegen. Um 15:00 Uhr begann das Spiel mit dem Kickoff der Men in Blue (Herrenteam der Assindia Cardinals). Schnell machten die Gäste aus Solingen klar, dass sie sich nicht verstecken und gewinnen wollten. Bereits im ersten Drive der Paladins gelang ihnen der ersten Touchdown. Nach einem Pass von Quarterback Jeremy Konzack (#12) fing Wide Receiver Noah Gehring (#27) den Ball in der Endzone (PAT Yannic Schorn #36). Bei Essen lief es zunächst nicht so rund: So wurde nach dem 0:7 der anschließende Kickoff Return von Cole Williams (#9) an der eigenen 30 Yardline verloren. Es schloss sich fast eine Kopie des ersten Drives an, denn wieder konnte Gehring (#27) einen Pass seines Quarterbacks in der Endzone fangen. Diesmal misslang jedoch der PAT.
Auch der zweite Kickoff Return war für die Men in Blue (MiB) alles andere als ideal, so begannen sie den zweiten Drive an der eigenen 5 Yardline. Diesen Drive beendeten sie mit einem Punt. Im weiteren Spielverlauf konnten die Solingen Paladins von der 20 Yardline ein Fieldgoal nicht verwandeln. So ging der Ball von Yannic Schorn direkt gegen den Goalpost.
Im zweiten Quarter kamen die MiB besser ins Spiel. Viel ging in der Offense über das Laufspiel bei den Hausherren. Auch spielten die Essener den vierten Versuch häufig aus. Noch in der ersten Halbzeit gab es die ersten Punkte für die Cardinals in dieser Saison. Joe Newman (#6) warf von der 30 Yardline der Solinger einen Pass auf Williams, der seinen Fehler vom Return ausbügelte. Williams tankte sich durch die Abwehrreihen der Solinger bis in die Endzone. Der PAT der MiB wurde geblockt und so war der neue Spielstand 6:13. Zwar wurde es in der letzten Minute der ersten Hälfte noch einmal spannend, da die Paladins bei einem Trickspielzug in ihrer eigenen Hälfte den Ball verloren und Essen somit bis in die Redzone vordringen konnten. Jedoch gab es keine weiteren Punkte, da der Wide Receiver der Cardinals den Ball nur außerhalb des Spielfeldes fangen konnte.
Zu Beginn der zweiten Hälfte legten die Gäste mit dem nächsten Touchdown schnell nach, doch danach passierte nicht mehr viel auf dem Platz. Die Paladins zeigten, dass sie nicht nur in der Luft punkten können, sondern auch auf dem Boden. So war es Running Back Moses Harris (#24), der sich über kurze Distanz in die Endzone des Gegners arbeitete. Der PAT von Schorn war gut und so bauten die Paladins die Führung auf 20:6 aus. Dies war gleichzeitig auch der Endstand.
HC's nach dem Spiel - Michael Tiedge (links) mit Bernd Janzen (Foto: Oliver Jungnitsch)
Insgesamt war es ein spannendes Spiel, bei dem die Solingen Paladins jedoch den besseren Eindruck hinterließen. Noch gab es auf allen Seiten Entwicklungspotenzial, aber nach so einer langen Abstinenz und den neuen Anforderungen an die Teams und die Organisatoren ist es klar, dass nicht alles rund läuft. Wir waren begeistern, endlich wieder den Rasen zu riechen und das „Ei“ fliegen zu sehen. Eins war jedoch nicht gut: Die Atmosphäre. Zwar versuchten die Teams etwas Stimmung in das Stadion am Hallo zu bekommen, aber mit einem „richtigen Publikum“ war es nicht zu vergleichen. So hoffen sicherlich nicht nur wir, dass das nächste Spiel mit Zuschauern stattfinden kann. Wir drücken jedenfalls ganz fest die Daumen!
Scoreboard:
- 00:06 – TD (Pass) Noah Gehring WR #27
- 00:07 - PAT Yannic Schorn K #36
- 00:13 - TD (Pass) Noah Gehring WR #27 (PAT nicht gut)
- 00:13 – FG nicht gut - Yannic Schorn K #36
- 06:13 – TD (Pass) Cole Williams WR (#9) (PAT nicht gut)
- 06:19 - TD Moses Harris RB #24
- 06:20 - PAT Yannic Schorn K #36
Fotogalerie mit 71 Bildern vom Spiel:
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Oliver Jungnitsch für NRW Football
Mit dem 27-jährigen Da´Shawn Benton bekommt die Passverteidigung der New Yorker Lions kurz vor dem Saisonbeginn noch einmal zusätzliche Erfahrung und Schlagkraft.
BentonDaShawn (Foto: Rob Goldberg (ECU Athletics))
Der aus Atlanta, Georgia stammende US-Amerikaner verbrachte seine Collegezeit an der East Carolina University (Greenville, North Carolina), wo er sowohl in der Verteidigung als auch in den Special Teams der Pirates zum Einsatz kam.
Trotz dem Interesse einiger Teams, reichte es für den 1,83 m großen und 86 kg schweren nicht für eine NFL Karriere, doch wurde er in der Draft der AAF (Alliance of American Football) von den San Antonio Commanders an deren zweiter Stelle ausgewählt und als Starting Free Safety geführt. Aufgrund einer Verletzung nach bereits einem Spiel wurde er aber entlassen. Ebenso scheiterte der Versuch in der XFL Fuß zu fassen.
Über einen ehemaligen Teamkameraden der ECU Pirates erhielt Da´Shawn Benton dann den Tipp, es in Europa und im speziellen in der GFL zu versuchen und so war es nur eine Frage der Zeit, bis Teams der GFL und der GFL2 auf den erfahrenden Spieler aufmerksam wurden.
Ursprünglich sollte der sich für Bücher und Musik interessierende und in seiner Freizeit ehrenamtlich in seiner Gemeinde arbeitende Verteidiger für das GFL 2 Süd Team der Biberach Beavers auflaufen, doch durch den Rückzug der Beavers für die Saison 2021 führten ihn die Wege nun nach Braunschweig zu den New Yorker Lions in die GFL Nord.
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Holger Fricke - New Yorker Lions
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