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Nur wenige Wochen nach dem Abgang von Kendral Ellison, konnte die eigens dafür eingerichtete Task-Force der Hamburg Huskies den Nachfolger finden. Mit Lars Trömel übernimmt ein alter Bekannter den Posten des Cheftrainers.

Innerhalb kürzester Zeit einen top-qualifizierten Nachfolger für den vakanten Head Coach-Posten finden. Nichts geringeres war die Aufgabe der Huskies Task-Force. Mehrere Kandidaten gab es und die Gespräche starteten umgehend nach dem Abgang von Ellison und tragen nun Früchte. Mit Lars Trömel können die Hamburg Huskies ihren Wunschkandidaten für die Position des Head Coaches vorstellen. Sein Resumé lässt sich sehen. 1991 begann er als Spieler in der Jugend der Darmstadt Diamonds. Insgesamt spielte er bis 2004, zuletzt fünf Jahre lang bei den Braunschweig Lions. Nach seiner aktiven Karriere startete er das Coaching und war unter anderem in der NFL Europe in Köln für die Talentsichtung zuständig.
Von 2016/17 coachte er die U19 Düsseldorf Panther und führte diese erst ins Halbfinale 2016, anschließend bis in den Junior Bowl in 2017. Und auch den Huskies ist Trömel kein Unbekannter. 2018 schloss er sich als Defensive Coordinator den Young Huskies an. Auf Grund der Geburt seiner Tochter beendete er die Zusammenarbeit jedoch nach einem Jahr und wechselte zu den dichter gelegenen Kiel Baltic Hurricanes, wo er im GFL-Team als Defensive Coordinator tätig war. Jetzt schließt er sich dem Rudel erneut an. „Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe und froh ein Teil der Huskies zu sein. Das Programm in Hamburg hat mir schon immer gut gefallen, die Menschen sind herzlich miteinander und arbeiten sehr professionell“, so der 45-Jährige. Auch auf Seiten des Vereins ist die Freude über die Neuverpflichtung groß. „Mit Lars Trömel haben wir unseren Wunschkandidaten bekommen. Er kennt den Verein bereits sehr gut und passt hervorragend in unsere Philosophie. Besonders sein Fokus auf das Aufbauen und Fördern junger Spieler passt äußerst gut in unser Konzept. Nun sind wir perfekt aufgestellt mit einem hochmotivierten Coachingstaff und können mit der Kaderplanung fortfahren“, so Jojo Liebnau, Vorstandsmitglied der Hamburg Huskies.
Trotz der aktuell fordernden Situation und den einschränkenden Maßnahmen auf Grund von Corona, sieht Lars Trömel der kommenden Zeit positiv entgegen: „Eine der größten Herausforderungen wird der Umgang mit Corona sein. Jegliche Planung ist schwierig und dann kann es auf einmal losgehen. Aber ich bin sicher, wir bekommen das gemeinsam hin und werden ready sein.“
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Kevin Kaschner - Hamburg Huskies
Linebacker Jireh Wilson ist genau wie Quarterback Neuzugang Joe Newman Absolvent des Wofford College in Spartanburg (Foto: © Wofford College)
In den Jahren 2018 und 2019 startete er in allen insgesamt 25 Spielen als Outside Linebacker und beendete beide Spielzeiten als Tackleleader der Wofford Terriers. Im Laufe seiner Collegekarriere brachte er es auf fast 200 Tackles – 21 davon waren Tackles for loss. Hinzu kamen 6,5 Sacks, zwei forced Fumbles, zwei Fumble Recoveries und zwei Interceptions.
„Wir wollten einen Spieler haben, der vielseitig einsetzbar und athletisch ist, der auf dem Feld als Leader auftritt, und der Eindruck hinterlässt“, erklärt Head Coach Bernd Janzen die Verpflichtung des 23-Jährigen. Gemeinsam mit Quashawn Gray, dem zweiten defensiven US-Import, werde Wilson die Defense der „Men in Blue“ „auf ein anderes Level heben“. „Die gegnerischen Receiver sollen sich gut überlegen, ob sie wirklich Pässe durch die Mitte fangen wollen“, sagt Janzen.
Für Jireh Wilson ist derweil klar: „Ich werde richtig motiviert nach Deutschland kommen. Für mich ist es eine Ehre und ein Privileg, dass ich nach dem College weiter Football spielen darf. Also werde ich alles geben.“ Davon ist Head Coach Bernd Janzen komplett überzeugt: „Ich habe sehr gute Erfahrungen mit dem Wofford College gemacht, ich habe Videos von ihm gesehen und mit den Coaches gesprochen.“, unterstreicht er seinen Eindruck.
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Mike Mathis - Essen Assindia Cardinals
Jan Marbach ist für Athletik, Fitness und Co bei den MiB zuständig (Foto: Roland Schicho)
„Dann, wenn es zählt, will ich, dass unsere Offense noch mal einen Gang hochschalten kann“, fordert Florian „TicTac“ Hartmann, Offense Coordinator der Assindia Cardinals stellvertretend für den Coaching Staff des Football Zweitligisten aus Essen. Es gehe um „die nötige Power, ein Spiel auch zu beenden“, sagt Hartmann.
Um die entsprechenden Reserven mobilisieren zu können, und um die notwendige Fitness in die Waagschale werfen zu können, trainieren die „Men in Blue“ auch im Lockdown hart: jeder für sich zu Hause, aber nach einem klaren Plan. Der Mann, der dafür verantwortlich zeichnet, ist Jan Marbach, 33 Jahre alt, Fitnesstrainer im Punch Fitness. Er leitet seit rund zwei Monaten das Ausdauer-, Fitness- und Athletiktraining der Cardinals.
„Die Jungs sind in vier Leistungsgruppen eingeteilt. Jede Woche gibt es neue Lauf- und Kraftausdaueraufgaben, und jede Woche steigern wir ein bisschen“, erklärt der Fitness Coach. „Dass ein OLiner nicht das gleiche leisten muss wie ein Cornerback, ist klar. Auf die unterschiedlichen, körperlichen Voraussetzungen gehen wir da natürlich ein.“
Wichtig ist Marbach dabei, dass jeder die Übungen zu Hause problemlos machen kann – entweder in Form von Intervallläufen oder als komplettes Workout. „Alles, was die Jungs brauchen, ist ein Handtuch“, betont er. Die ersten Ergebnisse der „Men in Blue“ seien „schon sehr ordentlich“. Viele Spieler hätten bei dem ersten Leistungstest bereits gut abgeliefert, bei einigen sei allerdings noch Luft nach oben.
„Fitness ist das A und O für erfolgreichen Sport – gerade im Leistungssportsegment. Wenn du auf Augenhöhe spielst, kann das den Unterschied machen“, bekräftigt Athletiktrainer Marbach den besonderen Stellenwert. Und für Offense Coordinator Hartmann ist klar: „Wir brauchen gut austrainierte Spieler. Einer der größten Unterschiede zwischen der Regionalliga und der zweiten Liga ist, dass die dort Spieler alle schneller, athletischer und stärker sind“.
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Mike Mathis - Essen Assindia Cardinals
Auch wenn es die letzten Wochen zwangsläufig ruhig verlief im Solinger Football, arbeiteten die Verantwortlichen unermüdlich im Hintergrund. Wie in weiten Teilen Football Deutschlands verlief die Vorbereitung bislang ausschließlich virtuell. Theorie Einheiten und Online Workouts prägten das Geschehen der letzten Wochen und Monate im GFL2 Team der Paladins. Auch die Spielerakquise gestaltete sich in den letzten Wochen schwierig.
Jeremy Konzack kehrt nach Solingen zurück- Archivfoto: Oliver Jungnitsch
Die Planungsunsicherheit hinsichtlich der Corona Pandemie und die Einführung einer neuen, professionellen Liga in Deutschland wirbelte vieles durcheinander. Doch die Paladins können nun einen ersten Erfolg bekannt geben und für die Saison 2021 die erste große Neuverpflichtung präsentieren. Mit Jeremy Konzack kehrt ein Solinger Eigengewächs für die Schlüsselposition des Quarterbacks zurück. Konzack ist tief verwurzelt im Solinger Sport. Der 27-jährige wechselte 2009 vom Baseball in das damalige Solinger Jugendteam- die Solingen Steelers. Dort spielte er bis 2012 als Quarterback und machte den nahtlosen Übergang ins Herrenteam der Paladins. Trotz zwischenzeitlicher Ausflüge ins Defense Backfield, blieb er der Position des Quarterbacks auch im Herrenbereich treu.
Konzack spielte zuletzt 2017 für die Paladins und führte damals die beste Offensive der Regionalliga zur „Perfect Season“ und zum Aufstieg. Im Winter folgte dann allerdings der Wechsel zum Nachbarn und Ligarivalen, den Langenfeld Longhorns. „Solingen hatte damals ein gut funktionierendes, aber sehr laufbetontes System. Ich wollte jedoch meine Passing-Skills ausbauen und da war Langenfeld mit HC Michael Hap der perfekte Ort. Außerdem spielte mein großer Bruder bereits lange dort, mit dem ich nochmal auf dem Feld stehen wollte.“ erklärt der 27-jährige seinen damaligen Wechsel. Das dieser Wechsel für Langenfeld und Konzack Früchte tragen sollte, zeigte sich in der GFL2 Saison 2018. Dort warf er in 14 Spielen 19 Touchdowns und mit 2537 Yards die meisten Passing Yards der GFL2 Nord. Aufgrund einer Verletzung verpasste der Quarterback die gesamte Saison 2019, will aber jetzt an alter Wirkungsstätte an sein erstes GFL2 Jahr anknüpfen. Auf eine gewisse Eingewöhnungszeit kann Konzack dabei verzichten. „Es fühlt sich an als wäre ich wieder zuhause. Mit vielen von den Jungs habe ich bereits in der Jugend gespielt, einige sind sogar Arbeitskollegen. Der Kontakt war eigentlich immer da.“ Auch der neue Offense Coordinator Markus Blessmann ist für ihn ein bekanntes Gesicht, immerhin coachte er Konzack bereits in der Jugend. Dieser zeigt sich ebenfalls glücklich über die Rückkehr: „Ich bin sehr froh das Jerry wieder in Solingen ist, denn er gehört einfach hierher. Sein Abgang damals war für mich und viele andere schwer mit anzusehen. Als Spieler, Motivator und Mensch ist er perfekt aufgehoben in der Position des Quarterbacks und nimmt diese Aufgabe immer zu 110% ernst. Zudem ist es in der aktuellen Situation erfreulich wieder einen deutschen QB zu haben. Das gibt uns als Coaches mehr Planungssicherheit und die Möglichkeit langfristig etwas aufzubauen. Da wir uns momentan mit einem sehr jungen Team vorbereiten, gewinnt dieser Umstand nochmal mehr an Bedeutung.“
Dieser Wechsel ist ein weiterer Schritt hin zum Fokus wieder vermehrt auf Talente aus den eigenen Reihen zu setzen. Denn letztendlich war es die Fülle an Eigengewächsen, die den Verein an den Punkt gebracht haben, an dem er heute ist. Die Leistungsträger aus dem eigenen Jugendbereich und die starke Bindung an den Verein und die Heimatstadt ist nicht nur etwas was die Verantwortlichen stolz macht, sondern bildet den Grundstein für eine erfolgreiche Zukunft. Davon ist auch der 2. Vorstandsvorsitzende Ingo Hübner überzeugt: „Es ist sicherlich noch Luft nach oben für uns, aber unsere Gleise für die kommende Saison sind schonmal richtig gestellt. Jerry ist ein absoluter Teamplayer und Vereinsmensch. Ich bin sicher er wird viele seiner Erfahrungen an unsere Jugend weitergeben können.“ Ein weiterer Wechsel, der im direkten Zusammenhang steht und den Ansatz bekräftigt ist der von Jeremys jüngerem Bruder Mikka. Der 23-jährige durchlief ebenfalls alle Solinger Jugendteams als Quarterback. Genau wie sein älterer Bruder kehrt er von den Langenfeld Longhorns zurück und wird die Paladins als Wide Receiver unterstützen.
Nicht nur die Paladins Spieler und Trainer können sich freuen, das gilt ebenso für die Solinger Fans. „Ihr könnt gespannt sein auf packende GFL2 Gamedays mit bester Stimmung, Palaburgern und Solinger Eigengewächse. Wir geben hinter den Kulissen Vollgas und hoffen das Football bald wieder so möglich wird, wie wir ihn kennen.“ fügt Jeremy Konzack abschliessend hinzu.
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Niklas Schopphoff - Solingen Paladins
QuaShawn Gray mit der Nummer 6 führt die Defense der Northwestern Oklahoma State University Rangers aufs Feld. Foto: © Emma Sporleder / NWOSU
Auch Qua’Shawn Gray freut sich auf seine Zeit beim Zweitligaaufsteiger in Essen. „Football bedeutet mir die Welt. Und dass ich jetzt, nach dem College, die Möglichkeit habe weiter Football zu spielen, ist unglaublich. Diese Möglichkeit bekommen nur die wenigsten“, lässt er sein neues Team und die Fans der „Men in Blue“ wissen. Lob gibt es jetzt bereits von Defense Coordinator Klaudiusz Cholewinski: „Qua’Shawns Einstellung ist beeindruckend. Er ist jetzt schon regelmäßig bei den Videomeetings der Defense mit dabei, übersetzt sich vieles, stellt sehr gute Fragen und hat absolute Leader-Qualitäten“. Genau das ist der Anspruch mit dem Gray nach Essen kommt: „Ich möchte mich einbringen und ein Leader in der Defense sein“, betont der Texaner.
Qua’Shawn Gray ist 23 Jahre alt, kommt aus Denison, Texas und hat im Sommer 2019 seinen Abschluss an der Northwestern Oklahoma State University Football gemacht. Dort spielte er für die NWOSU Rangers und überzeugte als vielseitig einsetzbarer Verteidiger. Wegen seiner guten Athletik wurde Gray als Cornerback, Free Safety und Strong Safety eingesetzt; wegen seiner sehr physischen Art zu spielen setzten ihn die Coaches aber auch teilweise als Outside Linebacker ein. Foto: (© Chris Maple / NWOSU)
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Mike Mathis - Essen Assindia Cardinals
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