Derby 2.0: Die Solingen Paladins empfangen die Assindia Cardinals - Foto: Oliver Jungnitsch Heute steht für Rhein Fire das dritte Auswärtsspiel der Saison an. Dafür reisen sie nach Hamburg und spielen dort gegen die Hamburg Sea Devils. Besonders spannend an diesem Aufeinandertreffen: Beide Teams halten einen 3-1 Rekord, haben also bisher drei Spiele gewonnen und eine Niederlage einstecken müssen.
Rhein Fire gegen Hamburg Sea Devils - Foto: Oliver Jungnitsch
Nach drei grandiosen Siegen in Folge musste sich das Fire Team um Headcoach Jim Tomsula am vergangenen Sonntag gegen die Barcelona Dragons leider knapp geschlagen geben. Ebenso spannend gestaltete sich zu gleicher Zeit das Spiel der Sea Devils, die in Breslau die Panthers besiegten. Hierbei ging das Spiel erstmals in dieser Saison der European League of Football (ELF) sogar in die Nachspielzeit, aus der Hamburg nach einem Strip Sack mit 26:23 als Sieger hervorging. Ein besonders auffälliger Spieler der Sea Devils ist Glen Toonga, der Runningback der Hamburger. Mit seinen 100 Kilo auf 1,77 Metern Körpergröße ist er ein wahres Kraftpaket, auf den das Spiel der Sea Devils zugeschnitten ist.
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Derby 2.0: Die Solingen Paladins empfangen die Assindia Cardinals - Foto: Oliver Jungnitsch Eigentlich hätte es für Rhein Fire wieder ein perfekter Tag werden können. Erneut kamen mehr als 7600 Zuschauer in die Schauinsland-Reisen Arena nach Duisburg, um dort zunächst miteinander auf der Fire-Party und dann im Stadion ihr Team zu feiern. Mit den Barcelona Dragons war zudem ein Gegner zu Gast, der zu den Top 3 Teams der Liga zählt, so dass die Fans eigentlich mit Spitzenfootball rechnen durften.

Spitzenleistungen auf dem Platz zeigten dann aber zunächst nur die Defense Reihen beider Teams. Vor allem die Fire Verteidigung hatte sich auf das spanische Traum Duo aus QB Zach Edwards und WR Kyle Sweets perfekt eingestellt. Immer wieder suchte der Dragons Quarterback seine Lieblingsanspielstation, wurde aber vor allem durch Linebacker Martin Pinter und Defense Ass Christian van Horn so unter Druck gesetzt, dass er den Ball ins Aus werfen oder selbst laufen musste. Zudem ließen die Rhein Fire Defense Backs um US Amerikaner Omari Williams auch den Receivern der Dragons kaum Platz zum Atmen.
Die Offense der Rheinländer machte es an diesem Tag leider nicht besser. Man konnte zwar den Ball vor allem durch die Running Backs Jason Aguemon und Tyrone Alexander immer wieder für einige Meter laufen, aber in einen echten Rhythmus kam die Fire Offense nie. Vor allem das Pass-Spiel von Quarterback Matt Adam, der in der Vorwoche noch zum MVP gewählt wurde, wirkte zerfahren und immer wieder brach der Quarterback seine Passversuche ab, um dann doch lieber selbst zu laufen. Obwohl die Fire Defense ihrer Offense gleich mehrfach den Ball in sehr guter Feldposition übergab, konnte man daraus kein Kapital schlagen.
So war es dann auch keine der beiden Angriffsreihen, die die ersten Punkte erzielen konnte, sondern das Special Team der Barcelona Dragons, als Fire Punter Maximilan Eisenhut durch einen zu hohen Long Snap überrascht wurde, der Ball dann zunächst über den Boden rollte und der dann aus der Not geborene Punt Versuch von den Dragons geblockt und zum Touchdown zurückgetragen werden konnte.
Mitte des zweiten Quarters drohten die Dragons dann erneut zu scoren, nachdem Zach Edwards seine Dragons mit zwei schnellen Pässen bis zur 9-Yard Linie von Fire geführt hatte. Seinen Passversuch in die Endzone erahnte dann aber Cornerback Yannik Seidel und fing den Ball direkt vor dem wartenden Kyle Sweet auf der Rhein Fire 1-Yard Linie ab. Von dort aus übernahm Quarterback Matt Adam den Ball und kurze Zeit sah es so aus, als könnte Fire das Momentum nutzen. Über 99 Yards kombinierten die Rheinländer Pass und Laufspiel, bis QB Matt Adam den Ball dann über einen Meter zum 7-7 Halbzeitstand selbst in die Endzone tragen konnte.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit kam zunächst Rhein Fire wieder in Ballbesitz, konnte diesen aber erneut nicht für Punkte nutzen. Die Dragons Defense wehrte die Angriffsversuche weiter ab, teilweise wirkte die Auswahl der Spielzüge auf Düsseldorfer Seite aber auch fast ein wenig hilflos. Konnte man den Ball dann doch in Richtung Endzone bewegen, schaffte man es nicht den Touchdown zu erzielen, so dass man Fieldgoals versuchen musste. Aber auch diese wollten an diesem Tag einfach nicht gelingen. Kicker Daniel Schuhmacher erwischte einen rabenschwarzen Tag und verpasste Fieldgoals von der 1-Yard und 30-Yard Line, zudem einen Extra Punkt.
Als die Dragons dann im vierten Quarter hintereinander einen Touchdown und ein Field Goal erzielen konnten, ahnten die Fans, dass heute der Sieg nach Barcelona gehen würde. Zwar konnte Nate Robitaille durch einen TD-Pass von Matt Adam das Spiel noch einmal zum Endstand auf 13-17 verkürzen, aber am Ende standen die Dragons verdient als Sieger des Spitzenspiels fest.
Fire fällt damit hinter Barcelona auf den zweiten Tabellenplatz zurück und muss am kommenden Wochenende nach Hamburg reisen. Dort trifft man auf die gefährlichen Sea Devils, die ebenfalls 3 Siege und 1 Niederlage auf dem Konto stehen haben. Für das Team von Headcoach Jim Tomsula kommt in dieser Woche damit viel Arbeit zu.
Einen Gewinner konnte Rhein Fire an diesem Tag aber dennoch erzielen: die Rhein Fire Fans. Diese ließen sich auch von der Niederlage nicht entmutigen und feierten gemeinsam mit den Pyromaniacs sowohl das Team von Rhein Fire, aber auch der Barcelona Dragons herzlich. Schon jetzt freut sich die Mannschaft auf das nächste Heimspiel in zwei Wochen gegen die Cologne Centurions im "Battle of Rhine".
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Die Cologne Centurions erwischten gestern „einen gebrauchten Tag“ und konnten dem Championship Game Sieger, der Frankfurt Galaxy kaum etwas entgegenbringen. Die Kölner verloren das Spiel vor rund 2.500 Zuschauern mit 12:48 deutlich.
Die Cologne Centurions erwischten einen gebrauchten Tag gegen die Frankfurt Galaxy (Foto: Nick Jungnitsch)
Eigentlich hatte sich Head Coach Frank Rosner vorgenommen, die Niederlage vom vergangenen Wochenende gegen die Gruppenkontrahenten, die Barcelona Dragons, schnell zu verarbeiten und wieder auf die Siegerstraße zu kommen. Noch im Vorfeld sagte er: „In der Defense müssen wir konzentrierter sein. (...) Wir müssen näher am Receiver spielen und wenn wir die Möglichkeit haben ein Play zu machen, dies auch tun. (...) Wir müssen lernen zu finishen.“
Der Start war alles andere als gut für die Centurions. Der Punt von Jens Appelt #15 innerhalb der eigenen 10 Yardline wurde von Kai Hunter # 22 geblockt und in die Endzone der Gastgeber zurückgetragen. Nach dem PAT von Ryan Rimmler stand es 00:07.
Die nächsten Punkte erzielte Frankfurts FB Leon Helm #44 mit einem Lauf über ein Yard. Der PAT wurde geblockt (00:13). Helm war für den nächsten Touchdown verantwortlich. Auch hier tankte er sich über kurze Distanz in die Endzone der Kölner (00:19 – PAT nicht gut).
Kurz fanden die Domstätter wieder in das Spiel. Nach einem Pass von Centurions Quarterback Jan Weinreich #12 auf seinen Wide Receiver Quinten Pounds #1, lief Pounds zum ersten Touchdown der Hausherren. Da der PAT misslang, stand es 6:19.
Noch in der ersten Hälfte legte die Galaxy mit zwei Touchdowns und einem Fieldgoal über 50 Yards nach. Bei dem Spielstand von 6:35 ging es in die Pause.
Auch in der zweiten Hälfte lief es nicht für die Cologne Centurions. Noch im dritten Quarter erhöhten die Gäste von der Mainmetropole auf 42:6, was den vielen mitgereisten Frankfurter Fans sehr gefiel. Im letzten Quarter konnten beide Teams noch einmal punkten, der Sieg der Gäste war jedoch nicht in Gefahr.
Beide Mannschaften haben jetzt jeweils zwei Spiele gewonnen und verloren. Die Centurions erwarten bereits am nächsten Samstag die Berlin Thunder und die Frankfurt Galaxy muss wieder reisen. Für sie geht es nach Tirol zu den Raiders. Die Statistik zum Spiel ist hier verlinkt.
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Oliver Jungnitsch für NRW Football
Die Ziele der Minden Wolves sind neu definiert. „Wer mit weißer Weste in die Sommerpause geht und im bisherigen Saisonverlauf so dominant aufgetreten ist, der kann nur den Titel als Ziel ausgeben! Wenn wir angesichts der Überlegenheit an unserem anfänglichen Ziel, als Aufsteiger ein positives Punktekonto zu erreichen, festhalten würden, dann würden die Fans das nicht verstehen.“ , so Volker Krusche, Sportdirektor der American Footballer der DJK Dom Minden.
Mike Davis - Foto: DJK Dom Minden
Im abschließenden Heimspiel gegen die Hamm Aces endet eine grandiose Serie, eine andere hat dagegen Bestand. Beim 65:7 (14:0, 7:7, 21:0, 23:0)-Kantersieg vor mehr als 1.600 Zuschauern, die trotz Ferienanfang, der großen Schlager-Party und des Ferienbeginns den Weg ins Weserstadion fanden, gegen die Hamm Aces wahren die Wölfe ihre weiße Weste Die Wolves müssen jedoch aufgrund einer Unachtsamkeit den ersten gegnerischen Score dieser Saison hinnehmen. Das Ende der Null-Punkte-Serie. Bei den Wolves-Verantwortlichen ist man aber nicht böse darum. „Jede Serie hat mal ein Ende. Mir war es viel wichtiger, wie wir in den vier Vierteln aufgetreten sind. Und damit bin ich absolut zufrieden“, so Gamble. Krusche geht noch einen Schritt weiter. „Natürlich hätten die Jungs die Null gern gehalten. Das kann man auch verstehen. Aber jetzt redet keiner mehr über diese Serie und wir können uns voll und ganz darauf konzentrieren, die vor uns liegenden Spiele zu gewinnen.“
Volker Krusche analysiert: „Es ist gegen Hamm eigentlich wie in den vorherigen Spielen. Die Defense wehrt den Gegner gleich bei seinem ersten Angriff an dessen 10 Yard-Linie ab, dringt mit der Offense bis auf ein Yard an die Goalline vor und markiert in Person von Michael Davis den ersten von insgesamt neun Touchdowns. Tobias Pauls, der alle Extrapunkte wieder sicher zwischen die Torpfosten setzt, erhöht umgehend auf 7:0. Kaum ist der Jubel über die schnelle Führung verhallt, da stockt Davis mit einem 25 Yard Lauf gemeinsam mit Pauls auf 14:0 auf.
Dann schreibt Sven Kubisch Geschichte. Hamm spielt in der fünften Minute des zweiten Viertels einen vierten Versuch aus, ein langer Pass über 34 Yards landet beim freistehenden Kubisch und der nutzt die Gelegenheit zwischen zwei Wolves hindurch in die Endzone zu sprinten. „In dem Moment haben wir geschlafen, waren nicht fokussiert, dass Hamm den Versuch ausspielt“, erklärt Phil Gamble. Kubisch und seine Mitspieler feiern den Touchdown. Immerhin hat man schon vor der Partie betont, das Ziel zu verfolgen, der weißen Wolves-Score-Weste den ersten Flecken beizubringen. Nach dem Extrapunkt hieß es dadurch nur noch 14:7 für die Hausherren.
Die Mindener brauchen wahrscheinlich diesen Weckruf. Wenig später aber schlagen die Wolves wieder zu. Marcel Wiegmann fängt einen Pass in der Endzone, Pauls kickt das Ei zwischen die Pfosten – und schon geht das Wolfsrudel mit einem klaren 21:7 in die Halbzeitpause.
„Aus der kommt das Team hochfokussiert zurück auf den Rasen. Mattis Willuhn sorgt mit einem Quarterback-Sneak und wenig später nach einem gelungenen Fake für zwei weitere Touchdowns. Phil Gamble umkurvt die Gegenspieler der Aces wie Slalomstangen und erhöht – zusammen mit Pauls Extrapunkt – nach dem dritten Viertel auf 42:7. Den Gästen aus Hamm ist ein konditioneller Einbruch nun deutlich anzumerken. Erst gelingt D-Liner Leon Blase, der Hamms Quarterback in dessen Endzone stoppt, ein Safety, der zwei weitere Punkte einbringt, dann stocken Lars Weiß mit zwei Touchdowns und Marcel Wiegmann mit einem weiten Satz und ausgetreckten Armen mit den Extrapunkten von Tobi Pauls den Score am Ende auf 65:7 auf.“, meint Volker Krusche.
Die Wölfe gehen nun in die Sommerpause. Am 13. August treten sie beim Gastspiel in Hamm wieder in Erscheinung, um am 17. September gegen die Brilon Lumberjacks noch einmal vor eigenen Fans aufzulaufen.
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Volker Krusche - Minden Wolves (redaktionell geändert)
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