Seniors
Die Wege von Paolo Bizzarri und dem AFC Remscheid Amboss trennen sich nach drei gemeinsamen Jahren. Zuletzt war Bizzarri als Head Coach der Amboss-Senioren tätig und führte die Mannschaft frühzeitig zum sicheren Klassenerhalt in der Oberliga NRW.
Bizzarri verlässt den Amboss - Foto: CEPD Sports
“Es liegt eine anstrengende Saison hinter uns. An dieser Stelle möchte ich der Mannschaft für ihren Einsatz in dieser schwierigen Saison für den Amboss danken“, sagt der Cheftrainer, der den Amboss auf eigenen Wunsch hin verlässt. Bizzarri war zur Saison 2020 als Offensive Coordinator von den Schiefbahn Riders nach Remscheid gekommen. Nach der wegen Corona ausgefallenen Saison 2020 baute Bizzarri im Coaching Staff unter dem damaligen Head Coach Carsten Weber 2021 eine Basis auf, die in dieser Saison Früchte tragen sollte.
“Wir waren sehr ambitioniert und wollten um den Aufstieg mitspielen“, erklärt Bizzarri die Situation zu Jahresbeginn 2022. Leider verlief die Vorbereitung dann anders als erwartet. Nachdem Weber den Amboss kurzfristig in Richtung der Hildesheim Invaders verlassen hatte, sprang Bizzarri als Head Coach ein. Die Umstrukturierungen führten allerdings zu einer gestörten Saisonvorbereitung, mehrere geplante Spieler-Neuzugänge und neue Trainer sprangen zu diesem Zeitpunkt ab und das Saisonziel musste korrigiert werden.
Letztendlich blickt Bizzarri, der aufgrund seiner ruhigen und reflektierenden Art in Mannschaft und Verein sehr geschätzt wird, auf eine erfolgreiche Saison zurück, die trotz der Situation im Frühjahr und einer Verletzungsmisere im Mittelfeld oder gar der oberen Tabellenhälfte enden wird (abhängig vom letzten Ligaspiel zwischen Dortmund und Münster am kommenden Wochenende auf Platz drei oder vier). “Wir sind zeitweise auf dem Zahnfleisch gegangen. Und auch wenn es nicht meine Art ist, einzelne Spieler hervorzuheben, möchte ich Michael Schönen und Oskar Meyer nennen, die als Teamkapitäne das ganze Jahr vorangegangen sind und nahezu bei jedem Training Gas gegeben haben“, so Bizzarri.
Neben Bizzarri gehört auch Defensive Coordinator Patrick Giesa auf eigenen Wunsch nicht mehr dem Coaching Staff an, ebenso wie die Positionstrainer Marcel Dorndorf und Sven Engelmann ihren Rückzug verkündet haben. Marc Schnabl, der verletzungsbedingt in dieser Saison vom Spielfeld in den Coaching Staff gerückt war, plant 2023 hingegen wieder zu spielen.
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Markus Schulz - AFC Remscheid Amboss e.V.
Der AFC Remscheid Amboss hat am zehnten und letzten Spieltag der Oberliga NRW mit 00:28 (0:6, 0:14, 0:8, 0:0) gegen die Krefeld Ravens verloren. Damit wiederholte sich vor etwa 150 Zuschauern im Stadion Reinshagen das Hinspielergebnis. Trotz der Niederlage blickt der Amboss auf eine erfolgreiche Saison zurück.
Amboss bleibt trotz Niederlage Dritter - Foto: CEPD Sports
Die Gäste vom Niederrhein, für die durch das abgesagte Parallelspiel zwischen den Wuppertal Greyhounds und den Aachen Vampires schon zu Spielbeginn feststand, dass der Aufstieg in die Regionalliga und damit das erklärte Saisonziel verpasst werden würde, legten gut los. Gleich im ersten Drive kamen die Ravens zum ersten Touchdown, der folgende PAT misslang. Doch auch der Amboss startete gut ins Spiel. Quarterback Tobias Picard führte die Offense gekonnt über das Feld und nutzte auch die neuen Möglichkeiten im Passspiel durch die Neuzugänge auf der Wide-Receiver-Position Kevin Mitchel Joosten und Tim Haver Droeze.
Doch dann unterbrach ein Schreckmoment die Spielzugkette des Amboss. Picard musste einen Sack einstecken und zog sich dabei nach ersten Erkenntnissen eine Nackenverletzung zu. Der Backup-Quarterback konnte das Spiel nicht fortsetzen, wurde ins Krankenhaus gebracht und fortan vom zweiten Backup Erik Hensch ersetzt. Damit setzte sich die Quarterback-Misere in dieser Spielzeit beim Amboss fort. Nach der Verletzung von Starting Quarterback Tom Schröder im vierten Saisonspiel musste Amboss-Head-Coach Paolo Bizzarri fast zu jedem Spiel mit einem anderen Quarterback starten. Neben Tobias Picard und Erik Hensch war so auch Jonas Kronenberg im Einsatz.
Der Amboss verlor dadurch den Faden in der Offense. Nach einem Touchdown-Run für 50 Yards und einem weiteren Touchdown im zweiten Viertel, jeweils mit geglückten PATs, war der Amboss zur Pause bereits stark ins Hintertreffen geraten. So war es einmal mehr die Defense des Amboss, die das Ergebnis erträglich hielt. Linebacker Leon Jäger setzte in Blitz-Spielzügen eingesetzt immer wieder den gegnerischen Quarterback unter Druck und verbucht auch eine Interception. Nach einem geblockten Punt gelang den Krefelden allerdings der nächste Touchdown. Eine gelungene Two-Point-Conversion sorgte schon im dritten Viertel für den späteren Endstand – auch weil auf beiden Seiten nun vermehrt Backup-Spieler Einsatzzeiten sammelten.
Der Amboss bleibt trotz der Niederlage auf dem dritten Tabellenplatz und schaut am kommenden Wochenende auf das letzte Ligaspiel zwischen den Dortmund Giants und den Münster Mammuts. Bei einem Sieg der Giants, die auch das Hinspiel gegen Münster gewonnen hatten, schließt der Amboss die Oberliga-Saison auf einem hervorragenden dritten Tabellenplatz ab. Bei einem Sieg der Mammuts – oder einem Unentschieden – schieben sich die Mammuts noch am Amboss vorbei. Die Senioren des Amboss gehen damit nun in die wohlverdiente Offseason, die U16, die in einer Spielgemeinschaft mit den Assindia Cardinals und Bochum Rebels agiert, hat am 22. Oktober noch ihr abschließendes Saisonspiel gegen die Schiefbahn Riders. Die Meisterschaft ist den Amboss-Recken im Verbund allerdings nicht mehr zu nehmen.
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Markus Schulz - AFC Remscheid Amboss e.V.
Zum letzten Heimspiel empfingen die Footballer vom TuS Wesseling die Riders aus Schiefbahn.
Letztes Heimspiel der Wesseling Blackvemon (Foto: Wesseling Blackvemon)Verantwortlich für den Inhalt: Udo Rath - Blackvenom Wesseling
Die Cologne Centurions verpflichten Kahlil Carter als neuen Head Coach und Defensive Coordinator für die Saison 2023. Der 46-Jährige aus Washington DC verfügt bereits über mehr als 15 Jahre Erfahrung in verschiedenen Trainerpositionen in den Vereinigten Staaten und Kanada. Zuletzt war er als Defensive Coordinator der Montreal Alouettes in der Canadian Football Leage (CFL) tätig.
Kahlil Carter wird neuer Headcoach (Foto: privat)
Carter begann seine Trainerkarriere als Spieler/Trainer im Jahr 2007 als Pass Game und Special Teams Coordinator für die Arkansas Twisters und im Jahr 2010 für die Iowa Barnstormers. Später, im Jahr 2010, nahm Carter seine erste Stelle als College-Coach an der Graceland University an. Seine weiteren Stationen führten ihn von den Trenton Steel in der Southern Indoor Football League über die Valley High School in West Des Moines und die Drake Bulldogs nach Kanada zum Grey-Cup-Sieger Saskatchewan Roughriders. Im Jahr 2014 wurde Carter als Coach der Secondary für die Florida Blacktips in der neu gegründeten FXFL eingestellt, die später zur Spring League wurde. Von 2015 bis 2017 war Carter als Defensive Backs Coach für die Calgary Stampeders in der Canadian Football League tätig. Anfang 2018 wurde Carter zum Defensive Coordinator in Montreal ernannt, trat aber später aus persönlichen Gründen von dieser Position zurück, um als Team-Scout zu arbeiten.
Als Spieler spielte der neue Head Coach der Centurions zwischen 2000 und 2010 in der NFL Europe (Scottish Claymores), der Arena Football League und der Canadian Football League (Toronto Argonauts, Montreal Alouettes). Darüber hinaus gehörte er 2003 und 2004 zu den NFL-Teams der Cleveland Browns und Buffalo Bills, blieb dort aber ohne Einsatz.
Obwohl in Washington, D.C., geboren, wuchs Carter in Little Rock, Arkansas, auf, wo er die Little Rock Central High School absolvierte. Im Jahr 2000 schloss er sein Studium an der University of Arkansas mit einem B.A. in Psychologie und einem Nebenfach Französisch ab. Im August 2014 schloss Carter sein Studium an der Drake University in Des Moines, Iowa, mit einem Master of Public Administration ab. Carter hat über 10 Jahre Erfahrung in der Jugendberatung und im Mentoring.
Bei den Centurions ist man überzeugt, mit Kahlil Carter einen jungen und trotzdem erfahrenen Headcoach gefunden zu haben. General Manager David Drane dazu: "Wir freuen uns, dass wir Coach Carter als Cheftrainer für die kommende Saison gewinnen konnten. Er ist ein junger und hungriger Trainer mit Tatendrang - er will stets den Sieg! Mit dieser positiven Einstellung und seiner Erfahrung sowohl als Trainer als auch als Spieler auf höchstem Niveau, glauben wir, dass wir die richtige Person haben, um die Centurions in die neue Saison zu führen!"
Der neue Headcoach freut sich auf die Rückkehr nach Europa: „Ich bin begeistert und fühle mich geehrt, zum neuen Cheftrainer der Cologne Centurions ernannt zu werden. Meine Familie und ich sind wirklich gesegnet, Teil einer so großartigen Football-Organisation mit einem solchen historischen und zukünftigen Erfolgspotenzial zu sein. Meine Aufgabe wird es sein, mich darauf zu konzentrieren, dieses Team und seine Spieler zu einer Mannschaft zu entwickeln, der man gerne zuschaut und die man unterstützen möchte. Seit meiner Zeit in der NFL Europe als Spieler bis zu meiner Rückkehr nach Europa habe ich mit Freude die Fortschritte gesehen, die der Profi-Football vor allem in Deutschland gemacht hat, und ich hoffe, dass 2023 für unser Team und die gesamte ELF-Football-Familie ein bedeutendes Jahr wird.
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Manfred Damaschke - Cologne Centurions
Mit der Verpflichtung von Klaudiusz Cholewinski schlagen die Footballer der Klingenstadt ein neues Kapitel auf
Die Solingen Paladins präsentieren ihren neuen Headcoach - Foto: Oliver Jungnitsch
„Mit Klaudiusz Cholewinski haben wir unseren Wunschkandidaten im Kreise der Paladins verpflichten können. Wir arbeiten schon seit einigen Jahren immer wieder auf verschiedenen Ebenen mit ihm zusammen und beide Seiten wissen, was sie voneinander erwarten können“, verkündet Ingo Hübner Silva die neueste und sicherlich auch wichtigste Personalveränderung im Coaching-Staff des GFL II-Teams.
Der 32-Jährige Cholewinski kommt mit einer beeindruckenden Trainer-Historie in die Klingenstadt. Neben verschiedenen Meisterschaften mit belgischen und polnischen Teams, gehört der Neu-Paladin seit 2015 auch zur Coaching-Crew der belgischen Nationalmannschaft. Nach seine Arrangement in der GFL II während man sich auf dem Feld noch gegenüber stand, übernahm er 2021 die Defense der Limburg Shotguns, mit denen er auch direkt den Titel „Belgischer Meister“ erreichen konnte. 2022 startete er in der Benelux-Liga und wurde dort nur von den Amsterdam Crusaders geschlagen und wurde Vize-Meister. Seinen Schwerpunkt sieht Cholewinski eindeutig in der Defensive, 2017 begleitete er die erfolgreichste Verteidigung der Brussels Black Angels mit nur 3 zugelassenen Touchdowns in Europa. Ergänzend legt er einen enormen Stellenwert auf die „schweren Jungs“ in der Defenisve-Line. So lag für den Vorstand die Entscheidung nahe, dem ausgewiesenen Experten auch die Position des Defensive-Coordinators zu übertragen. Tim Rüttgers, der diesen Bereich in der vergangenen Saison vorübergehend innehatte, kann sich nun erstmals zu 100% auf das Coaching seiner Linebacker konzentrieren.
„Klaudiusz steckt voller Energie und gibt von Beginn an Vollgas. Damit zieht er Coaches und Spieler vom ersten Meeting an mit. Wir erhoffen uns von ihm mit seiner offenen, unkomplizierten Art und seinen ambitionierten Planungen einen neuen Schub für den Gesamtverein. Die Paladins werden mit einem frischen Selbstbewusstsein in die Saison 2023 starten. Davon sind wir schon jetzt überzeugt, denn Klaudiusz legt sehr viel Wert auf ein ganzheitliches Vereinsleben. Das ist absolut in unserem Sinne und lässt unsere Abteilungen weiter zusammenwachsen“, blickt Hübner Silva optimistisch in die Zukunft.
In den ersten Meetings konnte Cholewinski sich schon ein Bild von den Qualitäten seiner neuen Trainer-Kollegen machen: „Ich bin sehr freundlich und offen in die Gruppe aufgenommen worden. Die Coaches sind alle gut qualifiziert, motiviert und arbeiten seit Jahren gut zusammen. Die Chemie stimmt definitiv und alle haben Lust, sich für das Team und den Verein voll reinzuhängen. Auch die Spieler, die ich bislang kennenlernen durfte, sind hungrig auf Neues. Wir werden miteinander viel bewegen können. Ich glaube in Solingen kann man einiges bewegen. Ich habe in der vergangenen Saison alle Spiele gesehen und oftmals hat das Team die vorhandene „PS-Zahl“ nicht auf das Feld bringen können. Eine Beurteilung warum das so war, steht mir nicht zu. Aber ich habe mich für Solingen entschieden, weil es für mich der Verein mit dem mit Abstand größten Potenzial in der Region ist und das wollen wir nun versuchen als Gemeinschaft auf das Feld zu bringen. Es wird sicherlich keine leichte Aufgabe, aber mit dem erweiterten Trainerstab und Spielern werden wir unser Bestes geben, um die Fans zufrieden zu stellen und für die höchsten Ziele zu kämpfen.“
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Ingo Hübner - Solingen Paladins
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