Seniors
Die Cologne Centurions und Headcoach Frank Roser gehen künftig getrennte Wege.
Headcoach Frank Roser verlässt die Cologne Centurions - Foto: Oliver Jungnitsch
Nach dem siegreichen Saisonabschluss in Istanbul erklärte Roser Team und Staff mit emotionalen Worten, dass er im kommenden Jahr nicht mehr Trainer der Centurions sein wird: „Ich rede nicht gerne über „hätte und was wäre wenn“, aber für mich war in der Saison 2022 viel mehr drin. Wir haben eine sehr guten Start hingelegt und in den ersten drei Spielen auch gegen zwei Playoff-Teilnehmer gezeigt, was in uns steckt“ sagte der Coach. „Es sind leider auch einige Dinge schief gegangen und dann ist es uns nicht gelungen, konstant das zu zeigen, was wir können. Das haben andere Teams besser gemacht und dann auch verdient gegen uns gewonnen.Ich bin sehr dankbar, dass ich die Chance hatte, die Cologne Centurions 2022 als Head Coach anzuführen. Tröstlich ist für mich, dass es unsere Offense in die Top-Five der Liga geschafft hat und unser Quaterback Jan Weinreich die drittbesten Werte der ELF erreicht hat. Und ich freue mich sehr für unsere beiden Spieler Flamur Simon und Leander Wiegand, die nun die Möglichkeit haben, im NFL-Combine in London zu zeigen, was in ihnen steckt. Football ist für mich nicht nur gewinnen und verlieren. Ich verstehe zwar, dass man daran gemessen wird, aber es ist nicht, was einen als Spieler, Coach und als Mensch auszeichnet. Was uns auszeichnet ist, wie wir mit Siegen und Niederlagen umgehen. Ich habe hier so viel mehr gesehen, als nur Football, ich habe Menschen erlebt, die wirklich alles geben, egal ob in guten oder in lehrreichen Zeiten. Nicht alle haben das getan – leider - aber viele. Und das bedeutet mir sehr viel und ist auch der Grund, warum ich Coaching liebe. Ich habe hier in Köln viele tolle Menschen kennengelernt und dafür bin ich sehr dankbar. Diese Dinge werde ich in meinem Herzen behalten. Auch ich selber habe viele Fehler gemacht und werde reflektieren und daraus lernen. Ich habe mich dazu entschieden als Head Coach zurückzutreten und erstmal wieder in meine Heimat zurückzukehren. Ich möchte zunächst meiner Leidenschaft und meiner Selbstständigkeit im Bereich Breathwork und Coaching nachgehen.“
Mit großem Bedauern reagieren Verantwortliche und Spieler der Centurions auf den Rückzug Rosers. General Manager David Drane dankte dem Coach für sein großes Engagement: „Frank hat sich leider entschlossen, als Cheftrainer unserer Mannschaft zurückzutreten. Wir sind ihm sehr dankbar für die harte Arbeit und sein Engagement in dieser schwierigen Saison. Er ist einer der besten Trainer in Europa und wer weiß, wohin ihn seine Reise noch führen wird. Wir sind einfach nur froh, dass wir ihn als Cheftrainer hatten. Seine Ansprachen vor dem Spiel waren legendär, und ich bin mir sicher, dass die gesamte Mannschaft und der Stab ihn vermissen werden. Wir wünschen ihm alles Gute für seine Zukunft! Es wird immer einen Platz für ihn in unserem Stadion geben!“
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Manfred Damaschke - Cologne Centurions
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Zum sechsten und letzten Heimspiel in der European League of Football Saison empfängt Rhein Fire am Sonntag (4. September 2022, 15 Uhr) die Leipzig Kings in der Duisburger Schauinsland-Reisen-Arena. Dabei kämpft Rhein Fire nicht nur gegen die Kings, sondern im Fernduell auch gegen die Tirol Raiders und Berlin Thunder um den letzten Playoff Platz. Diesen kann Rhein Fire allerdings nur noch dann einnehmen, wenn Berlin Thunder zu Hause die Tirol Raiders besiegt und Rhein Fire hoch gewinnt. Mindestens 32 Punkte Unterschied sind dazu erforderlich, plus die Punktedifferenz des Spiels Thunder gegen Raiders.
Letztes Heimspiel der Premierensaison - Foto: Oliver Jungnitsch
Auf was für ein Leipziger Team Fire am Sonntag trifft, kann man aktuell kaum vorhersagen. Mit Gabriel Cunningham werden die Gäste am Sonntag bereits verletzungsbedingt ihrem dritten Quarterback der Saison vertrauen. Der ist nicht nur selbst sehr mobil, in Stuttgart war er mit 14 Rushes für 150 Yards Raunmgewinn erfolgreichster Runningback seines Teams. Sondern hat mit Seantavius Jones, der 2022 54 Pässe für 870 Yards und 12 Touchowns gefangen hat, und dem Franzosen Anthony Dable-Wolf (51/618/2) zwei brandgefährliche Passempfänger. Dementsprechend ist die Passabwehr von Fire besonders gefordert, die trotz der drei Siege in Istanbul, gegen Frankfurt und in Köln zuletzt schwächelte und insgesamt 1032 Yards Raumgewinn zulassen musste.
Noch stärker als die beiden Kings-Receiver ist allerdings Nathaniel Robitaille. Der 30-Jährige, der sich insgesamt schon 59 Pässe für 1.140 Yards und 13 Touchdowns gekrallt hat, stellte beim 59:37 bei den Centurions mit 286 Yards einen Rekord auf und mit vier Touchdowns eine weitere Liga-Bestleistung ein und wurde folgerichtig von der Liga als Spieler der Woche geehrt. Außer auf ihre spielerischen und kämpferischen Qualitäten setzen die Hausherren in Duisburg auch auf die Unterstützung von den Rängen. Sicher ist: In puncto Besucher sind die Rheinländer schon in ihrem Jahr mit großem Abstand Nummer eins der Liga. Der Durchschnitt von (mindestens) 8.500 Fans übertrifft die höchste Zuschauerzahl aller anderen Teams für ein einzelnes Spiel.
Verfasser*in und verantwortlich für den Inhalt: Rhein Fire - Number One Sportbetriebs GmbH (redaktionell geändert)
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Am Sonntag konnten zwar die Assindia Cardinals das Duell im Abstiegskampf gegen die Solingen Paladins mit 20:12 gewinnen, aber im direkten Vergleich reichte es nicht. Es fehlten nur fünf Zähler und diese waren nur wenige Inches entfernt. Die Cardinals steigen somit in die Regionalliga West ab.
Ein paar Inches weiter und Essen hätte den Klassenerhalt geschafft - Foto: Oliver Jungnitsch
Die Men in Blue starteten agiert, aber hatten kein Glück und fanden nicht gut ins Spiel. So verlor zunächst Runningback Darnell Walker Jr. #1 das Ei im ersten Drive, jedoch ohne zählbares für die Gäste zu verursachen. Sein Runningback Partner Brett Sylve #5 erzielte kurz danach den ersten Touchdown für die Essener (PAT Tim Rechter). Noch im ersten Quarter kamen die Klingenstädter heran. Nach einem Lauf von RB Moses Harris verkürzten die Paladins auf 7:6 (PAT nicht gut).
Im zweiten Quarter gingen die Solinger sogar mit 12:7 in Führung. Dabei passte Paladins Quarterback Alexander Busch #1 über rund 30 Yards auf seinen Wide Receiver Noah Gehring #3, der den Ball in der Endzone der Hausherren fing (TPC nicht gut).
Noch vor der Pause übernahmen die Assindia Cardinals die Führung. Wieder war es ein Laufspiel, in dem RB Lennart Eßer #43 sich ein Yard über die Goalline tankte (PAT Tim Rechter). Mit dem Ergebnis von 14:12 ging es in die Halbzeit.
Der Stadionsprecher rechnete in der Pause vor, wie viele Scores den Men in Blue noch fehlen: 11 Punkte. Dabei durften sie keine weiteren Zähler zulassen, was auch funktionierte.
Wieder war es RB Brett Sylve #5, der sich mit einem Lauf über kurze Distanz auf das Scoreboard eintrug: 20:12. Die anschließende TPC misslang. Essen drückte, hatte aber Pech: sie vergaben einen Field-Goal-Versuch aus 34 Yards Distanz und Quarterback Alexander Jodlauk #17 fumblete wenige Meter vor der Endzone.
Doch die Assindia Cardinals sollten ihre Chance noch bekommen. Mit der Restspielzeit von 2:48 Minuten standen sie überraschend an der 36 Yardline der Gäste. Vorausgegangen war ein misslungener Snap beim Punt und so blieb Kicker Yannic Schorn nichts anderes übrig, als den in Richtung eigener Endzone kullernden Ball zu sichern.
Die Endphase war nichts für schwache Nerven! Essen kämpfte sich Yard für Yard in Richtung Endzone, wobei man auch mal den vierten Versuch ausspielte. Bei einer Restspielzeit von 27 Sekunden nahm Essen sein letztes Team-Timeout. Danach passte Men in Blue Quarterback Alexander Jodlauk #17 auf Brett Sylve, der das Ei zwischen zwei Gegenspielern fangen konnte. Dies passierte an der vier Yardline. Gegen mittlerweile drei Solinger arbeitete er sich vor zur Goalline, wurde jedoch wenige Inches zuvor gestoppt. Erst hatte er kein Glück, dann kam noch Pech hinzu, denn ein Foul (Facemask) wurde nicht geahndet. Kurze Zeit später war das Spiel beendet und Essen abgestiegen.
Nach dem Spiel traft Mike Rötger, der Defense Coordinator der Cardinals, den Nagel auf den Kopf: „Ich wusste gar nicht, wie schlecht sich ein Sieg anfühlen kann. Ich denke mal, wir haben heute alles gegeben. Wir waren in der Defense auf jeden Fall produktiv. Umso bitterer ist es, dass es am Ende wieder in der letzten Sekunde gescheitert ist. Das spiegelt aber auch so ein bisschen den Saisonverlauf wider. Da haben wir in diversen Spielen auch gut performt und am Ende des Tages hat es nicht gereicht, weil es auf den letzten Metern nicht mehr funktioniert hat.
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Oliver Jungnitsch für NRW Football
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Im Spitzenspiel der Verbandsliga Gruppe West verloren die Gelsenkirchen Devils gegen den Tabellenersten, das Wolfpack aus Mönchengladbach, deutlich mit 7:42. Auch im Fürstenberg, dem Homefield der Devils, blieben die Gäste vom Niederrhein ungeschlagen. Der Meistertitel ist ihnen somit sicher.
Devils verlieren gegen den Meister - Foto: Nick Jungnitsch
Dabei hatte sich das Team um Vorstandsmitglied und Quarterback Johannes Werner vorgenommen, die Meisterschaft in der Verbandsliga noch einmal spannend zu machen. Doch schon im ersten Drive der Gäste aus Mönchengladbach gab es schon die ersten Punkte. Bis zur Halbzeit lagen die Gelsenkirchen Devils bereits mit 0:42 zurück. Die Punkte für das Wolfpack erzielten: Danny Lange, Finn Wickerath, Jason Scales, Taylor und Benno Degenhardt (PAT’s Niklas Schützendorf).
Nach der Pause gab Mönchengladbachs Head Coach Phil Scales der zweiten Reihe Spielzeit. Zwar verhinderten die Gelsenkirchener weitere Punkte, kamen jedoch nicht über einen Touchdown hinaus. Hier bediente Quarterback Johannes Werner #18 seinen Tight End Marius Brinkmann #87 mit einem langen Pass, der dann über rund fünf Yards in die Endzone lief (PAT gut).
„Jetzt haben wir drei Wochen Vorbereitung auf das kommende Spiel gegen die Kevelaer Kings und im Training zeigt sich, wie sehr wir diesen Sieg wollen.“, sagt Devils Head Coach Holger Meyering. Die Begegnung findet am 17.09. um 15:00 Uhr im Fürstenbergstadion (Fischerstr. 35 in 45899 Gelsenkirchen) statt.
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Oliver Jungnitsch für NRW Football
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Am letzten Sonntag empfingen die Lippstadt Eagles den Ligaprimus, die Minden Wolves, zum Heimspiel im Stadion am Waldschlösschen. Mit einem Punkteverhältnis von 254:7 und ohne Niederlage dominierten sie bisher ihre Gegner in der NRW Verbandsliga Ost. Wie wichtig den Wolves der Aufstieg ist, machten sie durch die Verpflichtung von drei Import-Spielern und einem zusätzlichen US-amerikanischem Spielertrainer deutlich.
Lippstadt Eagles - Foto: Oliver Jungnitsch
Vor einer beeindruckenden Kulisse von 600 Zuschauern war es ein Fest beider Verteidigungsreihen. Von Anfang an machten die Eagles deutlich, dass das Hinspielergebnis von 0:34 nicht aussagekräftig war und so konnten sie den ersten Angriffsversuch der Gäste im vierten Versuch abwehren. Auch die Offense begann ganz anders als im Hinspiel und erkämpfte sich einige Yards durch sehenswerte Pässe von Quarterback und Offensive Coordinator David Wagner. Die Eagles nutzen den Raumgewinn, um durch ein Field Goal von Kicker Jonas May die ersten drei Punkte auf das Scoreboard zu bringen.
Im zweiten Quarter schlichen sich dann bei beiden Angriffsreihen ein paar Fehler ein, sodass zuerst die Wölfe zwei Pässe der Eagles abfangen konnten. Doch nur drei Plays nach der zweiten Interception antwortete Linebacker Tobias Tabertshofer selbst mit einem abgefangenen Ball, was eine Initialzündung für die Eagles-Offense werden sollte. In einem langen Drive inklusive eines erfolgreichen vierten Versuchs und zwei „fast Touchdowns“, krönte Wide Receiver Nico Schneider die Bemühungen nach einem Pass von David Wagner zum 10:0 (PAT durch Jonas May).
Nach einer weiteren Interception durch Free Safety Jan Mönnig kurz vor der eigenen Endzone, konnte die Offense zwar wieder weit über das Feld marschieren, aber keine weiteren Punkte generieren. So nutzte die Mindener Verteidigung kurz vor der Halbzeitpause eine für die Eagles schlechte Feldposition und brachte den Ballträger in der eigenen Endzone zu Boden. Dieser „Safety“ wird im Football mit zwei Punkten belohnt und so stand es zur Pause 10:2. Headcoach Philipp Reiche fand in der Pause die richtigen Worte für seine Spieler und machte sie hungrig für die zweite Halbzeit.
Doch auch Minden stellte ihre Verteidigung neu ein und so konnten alle Mannschaften keine nennenswerten Raumgewinne erzielen. Die Verteidigungsreihe unter Defense Coordinator Luca Berdelmann spielte weiterhin groß auf, blockte einen Fieldgoal-Versuch und verhinderte mehrere vierte Versuche sowie Angriffe kurz vor der eigenen Endzone. Doch zum Ende des dritten Quarters sollte sich der Spielverlauf schlagartig ändern: Nach einem Passversuch von David Wagner kollidierte dieser mit zwei Spielern der Minden-Defense und brach sich dabei das Handgelenk. Für den Leistungsträger bedeutet dies wohl das vorzeitige Saisonende. Für ihn übernahm erneut Nico Schneider die Position des Quarterbacks und damit die Führung der Offense. Diese schien nun aber sichtlich verunsichert zu sein und „schenkte“ den Mindenern zwei weitere Safeties, wodurch diese den Spielstand auf 10:6 verkürzen konnten.
Zum Unglück kam dann noch Pech hinzu, als die Mindener Offense einen kurzen Moment der Unachtsamkeit ausnutzte und mit einem Touchdown-Pass die Führung übernahm. Nachdem der Extrapunkt geblockt werden konnte, stand es Mitte des vierten Quarters 10:12.
Kurz vor Schluss verfehlte Kicker Jonas May nur denkbar knapp einen Fieldgoal-Versuch aus 55 Yards, sodass sich die Eagles am Ende knapp geschlagen geben mussten. Headcoach Philipp Reiche zum Spiel: „Wir haben heute eine unfassbar gute Werbung für den Sport und den Verein geleistet. Die Defense hat die mit Imports-bespickte Mindener Offense bei nur 6 Punkten gehalten. Wenn man bedenkt, dass sie es sonst gewohnt sind, im Schnitt 42 Punkte pro Spiel zu machen, ist das eine phänomenale Leistung. Auch unsere Offense war eine Einheit und hat ein richtig gutes Spiel gemacht. Insgesamt hat es einfach Spaß gemacht, auf so hohem Niveau Football zu spielen und zu coachen. Wir schauen nun nach vorne und ich hoffe, dass es David bald wieder besser geht.“
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