Seniors
Mit dem letzten Aufgebot unterlagen die Black Barons, am vergangenen Samstag bei den Kevelaer Kings. Nur 23 Spieler standen den Barons zur Verfügung, die kämpften aber von der ersten bis zur letzten Minute.
Black Barons mit Mini-Kader gegen die Kings - Foto: Oliver Jungnitsch
"Zu dem Mini-Kader kam es hauptsächlich, da viele Spieler verletzt sind und andere ihren Urlaub geplant haben, weil am diesem Wochenende spielfrei sein sollte. Beim letzten Heimspiel am 1.10. sollte die Situation wieder besser aussehen. Besonders war gestern die Leistung Defensive hervorzuheben, den es standen nur neun etatmäßige Defense-Spieler zur Verfügung.", sagt Dirk Dreßler, der Pressesprecher der Barons.
Trotz der dünnen Personaldecke, gelang es der Defense immer wieder die Kings zu stoppen. In der Offensive machte, nach dem kurzfristigen Ausfall vom Spielmacher Darbour, U19-Spieler Timon Stöcker sein erstes Spiel als Quarterback im Seniorenbereich. Er machte seine Sache recht ordentlich und konnte einige Frist Dows erzielen, leider blieben den Barons wie schon so oft Punkte verwehrt. Die Kings dagegen, nutzten ihre Chancen besser und konnten in der 1. Halbzeit 2 Touchdown zur 14:0 Pausenführung erzielen. Im 3. Quarter wurde die Herner Defense immer stärker und konnte durch Maximilian Weitz und David Hötten noch zwei Turnover erzwingen. Die Offensive konnte zwar immer wieder Raumgewinn erzielen, kam aber nicht mehr in die gefährlichen Zonen. Im 4. Quarter waren die Barone aufgrund ihres Mini-Kaders mit den Kräften am Ende. In der Offense häuften sich nun die Ballverluste und die Defensive musste kurz vor Schluss noch den 3. Touchdown zum 22:0 Endstand hinnehmen. “Ich bin heute richtig stolz auf das Team, alle haben eine großartige kämpferische Leistung gezeigt. Die Ausfallliste war einfach zu groß, mehr war nicht drin“, sagte Head Coach Kai-Uwe Weitz nach dem Spiel bei den Kings.
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Dirk Dreßler für die Herne Black Barons
Mit 45:52 mussten sich die Griffins dem Meister und Aufsteiger der GFL 2 Nord Hildesheim Invaders geschlagen geben. Zuvor gab es allerdings ein spektakuläres und hochklassiges Duell mit mehreren Führungswechseln und Turnovern. Ein Turnover zu viel sorgte dann für den unglücklichen Ausgang der Partie.
Teameinlauf - Foto: Andre Gschweng
Das erste Quarter entschieden die Hausherren bei prächtigem Wetter und sehr gut gefüllter Tribüne für sich. Den ersten Drive der Invaders stoppte Lidell Golden III mit einer Interception. Zweimal danach war es TE und Kicker Jonas Beumer, der einen mustergültigen Pass von QB Isaiah Weed in der Endzone fing, kurz nach dem ersten Catch erzielten die Invaders allerdings auch ihren ersten Touchdown der Partie. 14:06.
Im zweiten Quarter glichen die Meister dann direkt nach einer erfolgreichen TPC aus. Nach einem starken Catch fumbelte RB Julian Hagen, die Invaders mussten den Ballbesitz aber gleich danach durch eine Interception von LB Anthony Cesar wieder hergeben. Die Combo Weed / Beumer ließ die GrifFANS dann erneut feiern. Zwei Minuten vor der Halbzeit dann der erste Knackpunkt der Partie. Die Rostocker Defense setzte einen Stopp kurz vor der eigenen Endzone, daraus resultierte aber kurze Zeit später ein Safety, als QB Weed in der eigenen Endzone zu Fall gebracht wurde (21:16). Den anschließenden Ballbesitz konnten die Hildesheimer erneut zu Punkten ummünzen. Mit gut 22 Sekunden auf der Uhr allerdings führte Weed nach einem klasse Return von WR Lucian Stepanek nervenstark über das Feld und Beumer traf aus 42 yard zur umjubelten Führung mit auslaufender Uhr. Mit einem verdienten 24:23 ging man in die Pause.
Nach dem Pausentee wurde es wild. Erst wurde der Pass von Weed abgefangen, anschließend stoppte die Hansestädter Defense einen vierten Versuch der Invaders an der eigenen 5yd line. Nur zwei Pässe später sprintete WR Ruben Saint-Jean über 86yd zum Touchdown. Doch auch gleich der erste Pass von Invaders QB Hughes wurde über 79 yd in die Endzone getragen. Den PAT allerdings blockte Lidell Golden III und es blieb bei einer knappen 30:29 Griffins Führung. Es folgten nun auf beiden Seiten unvollständige Pässe im jeweils vierten Versuch und damit ging es in den letzten Spielabschnitt eines denkwürdigen Spitzenspiels.
Zweimal passte Weed auf Kumpel Saint-Jean, dann rushte er selbst. Dabei verlor er das Leder aber, sicherte es selbst und sprintete dann über 32yd in die Endzone. Das Stadion kurz vor der „Explosion“ und die Greifen mit 8 in Führung. Die Invaders antworteten mit ihrem immer wieder zu starken Laufspiel über die beiden amerikanischen Runningbacks und en und aufdrehenden WR Pieter Solf. Der war es auch zum TD, die folgende 2Point ebenfalls erfolgreich – der Ausgleich. Isaiah Weed passte und RB Calum Davidson, der direkt in die nun tief stehende Sonne blickte, fumbelte das Spielgerät. Die Invaders nun mit einem langen Drive und der Führung – 37:44 aus Griffins Sicht. Bei noch zwei zu spielenden Minuten passte Weed auf Beumer und der mit seinem VIERTEN TD des Tages. Anschließend gingen die Griffins aufs Ganze und Weed lief selbst spektakulär für 2 Punkte. Das Stadion stand Kopf und die Griffins wieder mit 45:44 in Führung.
Die Invaders gaben Gas und nun die einzige Fehentscheidung des Tages durch die sonst souveräne Referee Crew. Ein unvollständig angezeigter Pass wurde doch an der Stelle des „Passfangs“ gespottet und Hughes spielte schnell und passte auf Solf. TD Hildesheim. Zu allem Übel für die Ostseestädter auch noch mit einer erfolgreichen 2Point Conversion. Die Greifen mit 47 Sekunden auf der Uhr nochmal im Ballbesitz. Und sie ließen alles auf dem Feld. Keiner im Stadion saß mehr auf seinem Platz. QB Weed rannte und passte, am Ende noch zweimal für über 60 yard in Richtung Invaders Endzone, wobei einer dieser Pässe noch die Fingerspitzen von Lidell Golden berührte, der den Ball aber im Flug nicht sichern konnte. Und die Uhr lief aus…
Ein erneut großartiges Spiel und Kampf der Griffins, die ihrem Publikum in dieser Saison einfach alles boten, was Football ausmacht. Insofern war nach dem Schlusspfiff auch fast niemand wirklich traurig, bis auf die Spieler der Greifen, die nun ihre Karriere beenden wollen oder müssen. Doch dazu zu gegebener Zeit mehr…
Im Anschluss rollten dann doch noch Tränen. Der ASB Wünschewagen war Gast des Spiels und erfüllte einem dem Tode geweihten Patienten einen letzten Wunsch – ein Griffins Spiel. … und die Jungs drehten eine Extrarunde zu dem auf der Tribüne auf einer Trage mitfiebernden FAN. Gänsehautmoment…
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Rookie of the Year – WR Lucian Stepanek
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Most improved – DB Daniel Beumer
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Defense MVP – Safety Dante Anderson
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Offense MVP – QB Isaiah Weed
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TEAM MVP – RB Calum Davidson
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Jens Putzier- Rostock Griffins
Das Derby zwischen den Gelsenkirchen Devils und den Herne Black Barons im heimischen Fürstenbergstadion sorgte für Aufsehen in der Verbandsliga Gruppe West. Die Devils zeigten ihre Überlegenheit und sicherten sich einen überzeugenden Sieg mit 36:0 gegen die Barons.
Devils mit guter Mannschaftsleistung - Herner Imports ohne Durchschlagskraft im Spiel (Foto: Oliver Jungnitsch)
Beide Teams hatten im Saisonfinale Verstärkungen an Bord, doch die Devils schafften es, ihre neuen Spieler nahtlos ins Team zu integrieren und eine homogene Einheit auf beiden Seiten des Spielfelds zu bilden. Bei den Herne Black Barons hingegen lief nicht viel zusammen. Das Spiel war geprägt von zahlreichen Fehlstarts und Strafen, die die Barons immer wieder in Schwierigkeiten brachten.
Die Devils profitierten auch von Spielern der Dorsten Reapers, die normalerweise in der Landesliga antreten. Die Reapers hatten aufgrund von Trainerproblemen den Spielbetrieb zurückgezogen, wodurch einige ihrer Talente den Weg zu den Devils fanden. Diese Verstärkungen zahlten sich deutlich aus.
Die Herne Black Barons hatten in der Sommerpause Spieler aus höheren Ligen aquiriert, darunter waren auch zwei Importspieler. Einziger Lichtblick hier für die Barons war Golden Madrigal, der positiv herausstach. Auch Linebacker / Runningback Manuel Krafzik von den ursprünglichen Barons zeigte einige gute Aktionen.
Bereits zur Halbzeit führten die Gelsenkirchen Devils mit einem komfortablen Vorsprung von 22:0 und gaben im letzten Quarter fast allen Spielern Spielzeit, um die breite Teamleistung zu fördern. Am Ende war der Sieg der Devils völlig verdient.
Die Niederlage bedeutet für die Herne Black Barons das sportliche Aus in dieser Saison. Obwohl sie noch zwei Spiele vor sich haben, können sie nicht mehr vom letzten Platz der Tabelle wegkommen. Damit steht der Abstieg fest und eine schwierige Saison geht für die Barons zu Ende.
In Anbetracht des Ergebnisses erinnert man sich an das berühmte Zitat des Fußballtrainers Otto Rehhagel: "Geld schießt keine Tore." Dieser Grundsatz scheint sich auch im American Football zu bewahrheiten, wo Teamarbeit und Koordination entscheidend sind.
Die Gelsenkirchen Devils werden ihr letztes Spiel gegen die Mülheim Shamrocks bestreiten, während die Herne Black Barons noch zweimal gegen die Kevelaer Kings antreten müssen, um die Saison abzuschließen.
Unsere Bildergalerie zum Spiel:
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Oliver Jungnitsch für NRW Football
Mönchengladbachs American Footballer gewinnen Hitzeschlacht dank guter Teamleistung – Showdown um Vizemeisterschaft am kommenden Sonntag in Odenkirchen - Mit dem nächsten Auswärtserfolg bleiben die Seniors des MG Wolfpack in Schlagdistanz zum Tabellenzweiten Minden.

In praller Sonne und bei Temperaturen von über 30 Grad besiegte das Team von Headcoach Phil Scales am Samstagnachmittag die gastgebenden Mammuts mit 27:6. Auch dank des Einsatzes gleich einer ganzen Reihe von ehemaligen U19-Jugendspielern, die nach Ende der eigenen Saison erstmalig in der Herrenmannschaft spielberechtigt waren, gelang den Mönchengladbachern am Ende ein hart erkämpfter aber verdienter Punkteerfolg. Am kommenden Sonntag kommt es damit zum entscheidenden Match um die Vizemeisterschaft. Im Stadion an der Kölner Straße (BSA Odenkirchen-Süd, 41199 Mönchengladbach, KO 15:00h) erwartet das Rudel die punktgleichen Wölfe aus Minden, die das Hinspiel im Mai hatten für sich entscheiden können.
Es war nicht nur die sengende Hitze, die dem Mönchengladbacher American Football-Team am vergangenen Wochenende in Münster zu schaffen machte. Im Rückspiel gegen die Münster Mammuts fehlten HC P. Scales krankheits- oder verletzungsbedingt erneut rund ein Dutzend seiner Starter aus der Angriffs- und zwei Stammspieler aus der Defensive-Formation. Zum wiederholten Mal in dieser Saison mussten etliche Spieler auf Positionen aushelfen, die ihnen eigentlich ungewohnt sind. Zusätzlich standen einige Jugendspieler, gerade erst dem U19-Team des Rudels „entschlüpft“, nach nur zwei Trainingseinheiten für ihr erstes Seniorenspiel auf dem Feld.
Trotzdem begann die erste Halbzeit für das MG Wolfpack verheißungsvoll. Nach einem großartigen Kick-Return-Lauf und einem anschließenden guten Drive über das Feld gingen die Mönchengladbacher durch Touchdown von RB Sebastian Thiel und verwandeltem PAT durch Niklas Schützendorf früh mit 7:0 in Führung.
Die Abwehr startete ähnlich aufmerksam wie im letzten Spiel gegen Remscheid und verhinderte größere Raumgewinne durch die Mammuts, so dass der Vitusstädter Angriff schnell wieder zurück auf dem Rasen war. Wie bereits in der Vorwoche geschehen, konnten dann aber in der Folge erneut beide Offensive-Reihen keine entscheidenden Akzente setzen. Zu groß war die Fehlerquote hüben wie drüben, Bälle wurden fallengelassen, Blocks verpasst, die Abstimmung in der Formation zu ungenau. Bis zum Ende des zweiten Quarters sahen die rund 150 schwitzenden Zuschauer, darunter rund 30 mitgereiste Fans aus Mönchengladbach, keine weiteren Punkte.
Es bedurfte abermals einer deutlichen Halbzeitansprache durch P. Scales, bevor das Wolfpack-Team im dritten Viertel dann deutlich konzentrierter auftrat und den Ball effizienter durch die Reihen der Mammuts bewegen konnte. Auch die Gastgeber kamen neu fokussiert aus der Pause, traten nun im zweiten Durchgang kampfstärker auf und stellten die Mönchengladbacher Abwehr immer wieder vor Probleme. Jetzt konnten beide Mannschaften punkten: nach einem Touchdown der Gäste durch QB Jason Scales (PAT durch N. Schützendorf) zur 14:0-Führung antworteten die Münsteraner postwendend mit dem Anschlusstreffer zum 14:6 (PAT nicht gut). Das wiederum schien wie eine Art Weckruf für die Offensive des Rudels, die auf einmal den Druck auf die Gastgeber erhöhte und jetzt teils sehenswerte Spielzüge zeigte. Mit einem großartigen 40-Yard TD-Lauf von S. Thiel, hervorragend vorgeblockt von HB Taylor, vergrößerte das Wolfsrudel die Punktedifferenz (PAT N. Schützendorf).
Die Gladbacher Verteidigung, immer noch verärgert über die zuvor zugelassenen Punkte der Gastgeber, drang jetzt auf Wiedergutmachung, zog die Daumenschrauben gegenüber des Münsteraner Angriffs deutlich an und erhöhte den Druck. Für die Mammuts wurde es eng, immer wieder mussten sie Sacks oder Interceptions gegen sich hinnehmen. Das optische Highlight des Spiels gelang dabei Mannschaftskapitän DB Shandy Maaßen mit einem one-hand catch des Balles hinter seinem Rücken zu einer Interception. Den punktemäßigen Schlusspunkt der Partie setzte dann RB Rookie Konstantin Lallemand, der in seinem ersten Seniorsspiel den Ball für Touchdown über kurze Distanz in die Endzone laufen konnte (PAT nicht gut).
Trainer Scales wusste die Leistung, die die Teams bei diesen äußerlichen Bedingungen abgeliefert hatten, richtig einzuschätzen: „Das Spiel war über weite Teile nicht schön anzusehen und für mich persönlich sehr frustrierend. Gleichzeitig ist es verständlich, dass Vieles nicht klappt, wenn so viele Leute auf ungewohnten Positionen spielen und wir so viele neue Gesichter in kürzester Zeit integrieren müssen. Umgekehrt bin ich sehr stolz auf die jungen Leute, die jetzt hochgekommen sind. Sie haben in kurzer Zeit hart gearbeitet, um uns in diesem Spiel zu helfen. Es beweist, dass das Mönchengladbacher Wolfpack wirklich als Football-Familie funktioniert; die jungen Leute können es gar nicht erwarten das Senioren-Trikot zu tragen.“
Wie groß das Potenzial des Teams, des eigenen Nachwuchses, ist, wird das Wolfpack vielleicht bereits am kommenden Wochenende unter Beweis stellen können. Am Sonntag, 17.09. erwartet das Team von HC P. Scales den Tabellenzweiten, die Minden Wolves, zum „Bruderkampf“ in Mönchengladbach. Rudel gegen Rudel.
Die Mindener, die das Hinspiel im Mai mit 45:14 für sich entscheiden konnten, kommen mit einer sehr guten Mannschaft, gespickt mit amerikanischen und europäischen Ausnahmetalenten, nach Mönchengladbach. Zusätzlich hatten die Ostwestfalen an den letzten Wochenenden spielfrei, haben seit ihrem letzten Spiel vier Wochen Zeit gehabt, um fit zu werden und sich intensiv auf den Verfolger einzustellen.
„Das wird ein harter Kampf.“, sagt dazu P. Scales. „Minden ist ein gut trainiertes Team und hat unser erstes Spiel dominiert. Einige unserer Jungs, die im Spiel gegen Münster gefehlt haben, werden leider auch am Sonntag fehlen, so dass wir mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung an unsere Grenzen gehen müssen, um zu bestehen.“ Da es aber die Niederlage im Hinspiel auszumerzen gilt, und es um nichts Geringeres geht als um die Vizemeisterschaft der diesjährigen Oberliga-Saison, dürfen alle Mönchengladbacher Zuschauer und Fans zu Recht erwarten, dass das Wolfpack-Team bis zur letzten Minute fighten und das Spiel nicht kampflos aus der Hand geben wird. Über entsprechend zahlreiche und lautstarke Unterstützung würde sich das Mönchengladbacher Football-Team bei seinem letzten Heimspiel der Saison sehr freuen.
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Volker Boos - American Sports Mönchengladbach e.V.
Auch im sechsten und vermutlich letzten Heimspiel der Erima-GFL Saison 2023, bleiben die New Yorker Lions auf heimischen Platz ungeschlagen. Daran konnten auch die Kiel Baltic Hurricanes nichts ändern und das obwohl, die Hausherren auf insgesamt 16 Spieler verzichten mussten.
Finn Oppermann #1 wurde GAME MVP - Foto: Fabian Uebe
So fehlten auf Seiten des Angriffs unter anderem Spieler wie Luc Meacham und D’wayne Obi und auf Seiten der Verteidigung wichtige Stützen wie Matthew Soldner oder Alexander Eshagi. Zurück im Kader der Löwen war dagegen Veteran Patrick Finke, welcher in dieser Saison erstmalig wieder das Lions Jersey überzog. Nach starkem Beginn im ersten Spielviertel und einer 3:6 Führung, mussten sich die Gäste letztendlich mit 26:6 (3:6; 14:0; 0:0; 9:0) geschlagen geben und damit die verkorkste Saison, mit einer weiteren Niederlage, beenden.
Die New Yorker Lions eröffneten das Spiel mit dem Kick-Off durch Luca Jeckstadt und die Gäste aus Kiel mit ihrem ersten Drive an der eigenen 32 Yard Linie. Nach einem ersten schnellen neuen First Down durch die US-amerikanischen Runningback Logan Moragne, war dann im Folgenden auf Höhe der Mittellinie Schluss und man musste sich per Punt vom Angriffsrecht trennen. Auch der Angriff der Gastgeber startete mit ihrem Laufspiel über Marc Kaufmann erfolgreich, doch gleich, nachdem Erreichen des neuen ersten Versuchs, unterlief Spielmacher Karé Lyles der erste und einzige Fehler des Spiels. Beim Versuch seinen schwedischen Wide Receiver Anton Jallai anzuspielen, reagierte Kiels CJ Davis am schnellsten und fing den Pass vor den Augen des Braunschweiger Ballfängers ab.
Diesen Turnover nutzten die Gäste umgehend aus und nach einem 20 Yard Lauf von Logan Moragne, war es die Kombination Quarterback Henrik Wolk auf Moritz Reis über 27 Yards, welche die Hurricanes mit 0:6 (PAT nicht gut) in Führung brachte. Die Hausherren ließen sich davon aber nicht lange irritieren und konterten direkt im nächsten Drive. Nach einem Kick-Off Return durch Nigel Lawrence bis knapp an die Mittellinie, waren es Marc Kaufmann als auch Karé Lyles selbst, welche mit ihren Läufen den Ball vorantrugen. Ebenso fand der Braunschweiger Spielmacher zwei Mal in Folge seine Anspielstation Tammo Vroom, die die Löwen bis an die 16 Yard Linie der Kieler voranbrachte. Kicker Luca Jeckstadt erzielte den Anschluss mit einem 34 Yard Fieldgoal zum 3:6.
Mit diesem Spielstand ging es ins zweite Quarter und die Hausherren übernahmen immer mehr die Kontrolle des Spiels. Auf Seiten der Defense erhöhten die Lions den Druck auf den Gäste-Spielmacher Stück für Stück und sorgten immer wieder für Tackle für Raumverlust oder ungenaue Pässe. Sollte es Henrik Wolk auf Seiten der Hurricanes dann doch einmal schaffen einen Pass zielgenau auf seine geplante Anspielstation zu bringen, waren es die Verteidiger Benjamin Krahl oder Maximilian Wessel, welche den Passfang des Gegners mit großartigen Aktionen verhinderten. Der ersten Führung der Löwen im Spiel, ging ein Tackle von David Müller gegen Kiels Spielmacher voraus, welcher die Lions tief in der Spielfeldhälfte der Gäste in Ballbesitz brachte. Kurze Zeit später lief Finn Oppermann in seiner alten Rolle als Runningback, über 25 Yards zum 10:6 (PAT L. Jeckstadt) in die Endzone der Gäste ein. Doch damit nicht genug in Halbzeit eins. Tief in der eigenen Spielfeldhälfte, zwang die Defense der Löwen erneut den Kieler Angriff zum Punt. Kiels Punter Philip Stuhr bekam diesen nicht schnell genug weg und Braunschweigs Maximilian Wessel blockte den Ball. Das freie Spielgerät nahm Sheyda Mohamad auf und trug diesen über 13 Yards zum 17:6 (PAT L. Jeckstadt) Halbzeitstand in die Endzone der Gäste.
Nach der Halbzeitpause übernahm auf Seiten der Lions, Joshua Cartwright die Regie im Angriff. Aber auch auf vielen anderen Positionen erhielten die Spieler der zweiten und dritten Reihe ihre Einsatzzeit. Bestimmt wurde der dritte Spielabschnitt von den beiden Verteidigungsreihen der Teams. So konnte Nigel Lawrence auf Seiten der Löwen eine weitere Interception seinem Statistikkonto gutschreiben und auf Seiten der Hurricanes war es vor allen Linebacker Ole Holtorf, der Joshua Cartwight mehrmals das Leben schwer machte. So dauerte es bis tief in den dritten Spielabschnitt hinein, ehe Braunschweigs Angriff ins Rollen kam. Finn Oppermann sorgte für entsprechenden Raumgewinn auf dem Boden und Joshua Cartwright bediente Loan Kuci und Tjard Müggenburg mit Pässen, welche den Gastgeber bis an die 20 Yard Linie der Gäste voranbrachte.
Dort war es dann Niklas Römer mit dem ersten Play des vierten und letzten Spielviertels, welcher nach einem 20 Yard Pass von Joshua Cartwright, die Führung für sein Team auf 24:6 (PAT L. Jeckstadt) ausbaute. Der folgende Angriffsdrive der Kiel Baltic Hurricanes endete erneut in einem Punt 20 Yards vor der eigenen Endzone, welcher zu zwei weiteren Punkten für die Lions führte. Der Long-Snap geriet viel zu hoch und der Ball segelte über den Punter und die Endzone hinaus ins Aus. Das Ergebnis daraus war ein Safety zum 26:6 Spielstand aus Sicht der Löwen.
Der folgende Angriffsversuch der Braunschweiger endete in einem weiteren Punt und Kiels Angriff setzte zum letzten möglichen Versuch zum Verbessern des Ergebnisses an. Von der eigenen 17 Yards Linie aus begannen die Hurricanes sich in Richtung Braunschweiger Endzone vorzuarbeiten. Den größten Raumgewinn von insgesamt 57 Yards mit zwei Passfängen, erzielte dabei CJ Davis, der jetzt nicht nur auf Seiten der Verteidigung Kiels, sondern auch im Angriff aushalf.
Auch wenn es bis auf 10 Yards an die Lions Endzone heranging, war es die Defense der Hausherren, u.a. mit einem Sack durch Lions Deckwarth, welche die Endzone sauber hielt und die Kieler auch im ausgespielten vierten Versuch stoppte.Somit blieb es beim 26:6 Sieg zum Abschluss der regulären Saison für die New Yorker Lions, bevor es in zwei Wochen zum Play-Off Viertelfinale zu den Allgäu Comets in den Süden geht.
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Holger Fricke - New Yorker Lions
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