Seniors
Der diesjährige Pink Ribbon Bowl, der am 07. Oktober 2023 in der Landesliga stattfand, war nicht nur ein sportlicher Wettstreit zwischen den Iserlohn Titans und den Brilon Lumberjacks, sondern auch eine beeindruckende Show des Engagements im Kampf gegen Brustkrebs. Die Titans gewannen gegen die Lumberjacks mit 82:3.
Pink Ribbon Bowl als Plattform für den Kampf gegen Brustkrebs, den die Titans mit 82:3 gewannen - Foto: Nick Jungnitsch
Das Duo "Safe by Sound", bekannt aus der TV-Show "The Voice of Germany", heizte bereits vor dem Anpfiff die Stimmung im Stadion an und sorgte für eine mitreißende Atmosphäre.
Das Spiel begann mit einem klaren Fokus auf die wichtige Botschaft des Pink Ribbon Bowl: den Kampf gegen Brustkrebs und die Bedeutung der Früherkennung. Die Organisatoren von Pink Ribbon setzten sich engagiert für diese gute Sache ein, und das Publikum wurde durch verschiedene Aktionen sensibilisiert.
Jedoch sorgte das Endergebnis von 82:3 zugunsten Gastgeber bei uns für Verwunderung. Bei einem Spiel, bei dem es um nichts mehr ging, sind die Titans mit ihren Taktiken vielleicht etwas über das Ziel hinausgeschossen. Jede Interception sollte zu einem Pick Six verwandelt werden und jeder Touchdown wurde mit einer Two-Point Conversion abgeschlossen.
Es ist interessant zu bemerken, dass Mike McDaniel, der Head Coach der Miami Dolphins, kürzlich in einer ähnlichen Situation bewusst auf einen höheren Sieg verzichtete. McDaniel entschied sich dafür, das Wohlwollen und den Respekt für seinen Gegner zu wahren, anstatt auf eine noch höhere Punktzahl hinzuarbeiten (70:20). Seine Entscheidung fand allgemeine Anerkennung und zeigte, dass Sport nicht nur um den Sieg, sondern auch um Fair Play und Respekt geht.
Dies soll jedoch nicht die Leistung der Titans schmälern! Für uns war es so oder so das höchste Ergebnis, das wir in einem Spiel live gesehen und dokumentiert haben.
Oliver Jungnitsch für NRW Football
Morgen wird im Olymp, dem Hemberg-Leichtathletik-Stadion, das mit Spannung erwartete Sauerland Derby zwischen den Iserlohn Titans und dem AFC Brilon Lumberjacks angepfiffen. Doch diesmal steht der Sport nicht allein im Fokus - der Pink Ribbon Bowl setzt ein klares Zeichen für die Bewusstheit gegen Brustkrebs und die essentielle Vorsorge.
Sauerland Derby im Zeichen der Solidarität: Pink Ribbon Bowl gegen AFC Brilon Lumberjacks - Foto: Oliver Jungnitsch
Der Pink Ribbon Bowl, präsentiert von den Iserlohn Titans, ist nicht nur ein Footballspektakel, sondern eine engagierte Initiative, um Spenden für die Organisation "Pink Ribbon Deutschland" zu sammeln. Die Erlöse aus einer vielversprechenden Tombola gehen ebenso an diese Organisation sowie an die "Iserlohn Pinkies", die vor Ort mit einem Informationsstand präsent sein werden.
Wann und wo? Die Begegnung findet morgen, am 7. Oktober 2023, im Olymp am Alexander-Pfänder-Weg in Iserlohn statt. Das Hemberg-Leichtathletik-Stadion öffnet seine Tore für alle Football-Fans und diejenigen, die sich für einen guten Zweck engagieren möchten.
Ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm: Freuen Sie sich nicht nur auf packenden Football, sondern auch auf Livemusik vor dem Spiel. Das Iserlohner Duo "Safe by Sound", bekannt aus der TV-Show "The Voice of Germany", wird ab 14 Uhr die Stimmung anheizen. Der Kickoff erfolgt um 15 Uhr, und das Publikum darf sich auf ein mitreißendes Sauerland Derby freuen.
Doch das ist noch nicht alles. Neben dem sportlichen Highlight erwartet die Besucher eine großartige Tombola, deren gesamte Erlöse der Brustkrebsvorsorge und den Iserlohner Pinkies zugutekommen. Eine Hüpfburg für die kleinen Fans, ein verlockender Foodtruck sowie ein Whisky-Taste-Stand mit "Whisky in Essen" runden das Programm ab.
Ein Fest für die ganze Familie: Der Pink Ribbon Bowl verspricht nicht nur hochklassigen Sport, sondern auch ein familiäres Ambiente. Nutzen Sie die Gelegenheit, um sich über die wichtige Arbeit von Pink Ribbon Deutschland zu informieren und gleichzeitig einen unterhaltsamen Tag zu erleben.

NRW Football wird live vor Ort sein, um exklusive Einblicke und spannende Fotos vom letzten Spiel des Jahres zu liefern. Als engagierte Berichterstatter werden wir von NRW Football nicht nur das Geschehen auf dem Spielfeld festhalten, sondern auch die Atmosphäre rund um das Stadion einfangen: packende Momente, entscheidende Spielzüge und emotionale Reaktionen beider Teams.
Dieses Sauerland Derby markiert nicht nur für die Iserlohn Titans und den AFC Brilon Lumberjacks das Ende dieser Saison, sondern auch für uns von NRW Football. Verpasst nicht die exklusiven Eindrücke und Geschichten, die NRW Football für euch einfängt. Folgt uns auf unseren Social-Media-Plattformen und erlebt das letzte Spiel des Jahres in Bildern und Worten.
Oliver Jungnitsch für NRW Football
Am vergangenen Samstag, den 30. September 2023, fand in der NRW-Liga ein mit Spannung erwartetes Duell zwischen den Neuss Legions und den Elsen Knights statt. Es war nicht nur ein gewöhnliches Spiel, sondern auch das letzte für beide Teams in dieser Saison. Die Legions hatten Heimvorteil und empfingen die Knights um 13:00 Uhr auf ihrem heimischen Feld.
Neuss Legions mit Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte des Spiels und in der Saison - Foto: Nick Jungnitsch
Das Spiel endete schließlich mit einem knappen Sieg für die Neuss Legions, die sich mit einem Punktestand von 13:09 gegen die Elsen Knights durchsetzten. Doch die Partie war geprägt von Spannung und Wendungen, die die Zuschauer bis zum Schluss in Atem hielten.
Kurz vor der Halbzeitpause standen die Gastgeber, die Neuss Legions, nur wenige Schritte von der Endzone der Elsen Knights entfernt. Es war ein entscheidender Moment, und das Team entschied sich, einen 4. Versuch auszuspielen, um einen Touchdown zu erzielen. Doch der Ball wurde abgefangen, was die sicher geglaubte Führung zur Halbzeit zunichtemachte. Head Coach Jim Yahrling erklärte nach dem Spiel, warum er nicht für ein sicheres Field Goal entschieden hatte. Er hatte ein gutes Gefühl für den vierten Versuch und glaubte fest an einen Touchdown seines Teams, doch das Schicksal spielte einen Streich.
In der zweiten Hälfte zeigte das Team der Neuss Legions eine beeindruckende Leistungssteigerung, insbesondere in der Defensive. Die Elsen Knights konnten in dieser Phase des Spiels keine weiteren Punkte erzielen. Nach dem Spiel erklärte Coach Yahrling, dass er in der Halbzeitpause laut werden musste, um auf die Fehler seines Teams aufmerksam zu machen. Trotz einiger Schwierigkeiten zu Beginn der Saison, bedingt durch Trainingsrückstand aufgrund der Integration neuer Spieler, zeigte das Team in der Rückrunde sein wahres Potenzial.
Er zeigte sich erleichtert darüber, dass die Saison vorüber war, da sein Team zu Beginn der Saison mit Trainingsrückstand zu kämpfen hatte und einige neue Spieler integriert werden mussten.
In der Rückrunde der Saison konnte sein Team endlich das volle Potential zeigen, das in der Mannschaft steckt. Der Sieg gegen die Elsen Knights war ein würdiger Abschluss einer ereignisreichen Saison und ein Beweis für die harte Arbeit und das Engagement der Neuss Legions.Der Sieg gegen die Elsen Knights markiert einen positiven Abschluss für die Legions und lässt die Fans gespannt auf die kommende Saison blicken.
Oliver Jungnitsch für NRW Football
Vor knapp 3.000 Zuschauer Im Potsdamer Karl-Liebknecht-Stadion, unterliegen die New Yorker Lions in einem hart umkämpften Halbfinale den Potsdam Royals mit 41:28 (16:14; 8:7; 9:0; 8:7) und beenden damit ihre Saison 2023 in der Erima-GFL. Bis ins viere Spielviertel hinein hielten die Lions dabei das Spiel offen und spielten auf Augenhöhe mit den favorisierten Potsdam Royals. Erst zum Ende hin konnten sich die Hausherren schließlich absetzen und das Spiel zu ihren Gunsten entscheiden.
WR 17 Luc Meacham auf dem Weg zum TD - Foto: Fabian Uebe
Die Potsdam Royals gewannen den Coin-Toss und entscheiden sich zuerst für das Angriffsrecht. Nachdem Kick-Off von Luca Jeckstadt starteten die Royals an der ersten eigenen 36 Yard Linie und konnten mit nur zwei Spielzügen, einer davon ein 49 Yard Pass von Jaylon Henderson auf Simon Føns, bis an die sechs Yard Linie der Löwen vorankommen. Die ersten Punkte zum 8:0 (Two-Point-Conversion J. Henderson) erzielte Runningback Gennadiy Adams.
Doch die Lions um Spielmacher Karé Lyles konterten umgehend und begannen ihren ersten Angriffsdrives des Spiels mit einem 57 Yard Passfang von Rückkehrer Luc Meacham, bis tief in die Hälfte der Gastgeber. Kurze Zeit später war es erneut der US-Amerikaner im Jersey der Lions, welcher einen weiteren Pass von Karé Lyles aus 20 Yards, in der Endzone der Potsdamer zum 8:8 (TPC D. Obi) Ausgleich fangen konnte. Kurze Zeit später folgte das nächste Highlight aus Sicht der Löwen.
Passverteidiger Nigel Lawrence stoppte Royals Receiver Simon Føns hart, so dass dieser den Ball verlor. Den freien Ball sicherte Nico Werner und brachte somit seinem Angriff in guter Feldposition auf Höhe der Mittellinie, wieder zurück. Aber auch die Verteidigung der Hausherren war nun auf Zack und stoppte Braunschweigs Angriff schnell und zwang sie zum Punt. Es folgte das nächste Big-Play des Potsdamer Angriffs in Form von Multitalent Heiko Bals. Mit einem 52 Yard Lauf brachte er sein Team erneut bis kurz vor die Endzone der Lions. Trotz eines verunglückten Snaps dauerte es nur zwei weitere Spielzüge, bevor Jaylon Henderson mit einem 21 Yard Pass Brandon Polk zur erneuten 16:8 (TPC J. Henderson) Führung bediente. Damit nicht genug im ersten Spielabschnitt, den die
New Yorker Lions setzten erneut umgehend zum Gegenschlag an. Mit Passfängen von Luc Meacham und D’wayne Obi, sowie einem Lauf des britischen Runningbacks im Kader der Löwen, arbeitete sich der Angriff bis in die Hälfte der Royals voran. Es folgte ein 44 Yard Passfang von Niklas Römer bis an die Potsdamer sechs Yard Linie. Den 16:14 (TPC nicht gut) Anschlusstouchdown erzielte Finn Oppermann mit einem 2 Yard Lauf.
Zu Beginn des zweiten Spielviertels folgten jeweilige gute Drives der Verteidigungslinien. Auf Seiten der Lions konnten dabei u.a. Javier Sanz und Alan Steinohrt Potsdam Quarterback für Raumverlust zu Boden bringen. Es dauerte bis tief in das zweite Quarter hinein, bevor die Gastgeber auf Grund eines Fehlers auf Seiten des Special Teams der Löwen, zu ihren Gunsten sich langsam wieder der gegnerischen Endzone nähern konnten. Beim Versuch, den Punt der Potsdam Royals aufzunehmen, verschätzte sich Luc Meacham leicht und konnte den Ball nicht festhalten.
Den freien Ball sicherten sich die Hausherren auf Höhe der 45 Yard Linie der Lions. Einen weiteren Passfang von Simon Føns, folgten Läufe von Heiko Bals und Jaylon Henderson bis kurz vor die Endzone der Braunschweiger. Potsdams Quarterback Jaylon Henderson sorgte final mit einem zwei Yard Lauf für das 24:14 (TPC S. Føns nach Pass von J. Henderson).
Mit noch etwas mehr als drei Minuten im zweiten Spielabschnitt, betrat der Angriff der Lions wieder das Feld. Mit Pässen auf Luc Meacham, Loan Kuci und D‘wayne Obi, sowie einer Strafe gegen die Royals, ging es bis an die 12 Yard Linie der Hausherren voran. Den erneuten Anschluss zum 24:21 (PAT L. Jeckstadt) stellte Luc Meacham, nach einem 12 Yard Pass von Karé Lyles, her. Zwar versuchten die Potsdam Royals, bei noch knapp einer Minute verbleibender Spielzeit bis zur Halbzeit, nochmals zu punkten, doch verhinderte die Braunschweiger Verteidigung u.a. in Person von Benjamin Krahl, dieses.
Nach der Halbzeitpause erhielten zuerst die New Yorker Lions das Angriffsrecht, mussten sich aber nach nur wenigen Spielzügen schnell wieder von diesem per Punt verabschieden.
Besser lief es bei den Gastgebern. Kontinuierlich führte Jaylon Henderson sein Team mit Wechsel zwischen Pässen und Läufen über das Feld und schaffte es trotz zum Teil starken Drucks der Braunschweiger Verteidigung, eine Anspielstation zu finden. Für den Ausbau der Führung auf 30:21 (TPC nicht gut) sorgte Runningback Gennadiy Adams, nach einem Shuffle-Pass von Jaylon Henderson, mit dem das Duo nahezu die gesamte Defense der Lions austrickste.
Es folgte eine weitere unglückliche Angriffsserie der New Yorker Lions, welche in einem Punt endete. Besser machten es abermals die Gastgeber, auch wenn zum Ende „nur“ ein Fieldgoal herausspringen sollte. Von ihrer 22 Yard Linie beginnend waren es erneut Heiko Bals und Wide Receiver Richard Burton, welche ihr Team Stück für Stück voranbrachten. Die Verteidigung der Löwen stoppte zwar final den Vorwärtsdrang, dank auch eines weiteren gemeinsamen Sacks von Javier Sanz und Alan Steinohrt, doch konnten sie die Punkte zum 33:21, durch ein 30 Yard Fieldgoal von Heiko Bals, nicht verhindern.
Es ging ins vierte und letzte Spielviertel, welches noch einmal mit Highlights, sowie Höhen und Tiefen für beide Teams aufwarten sollte. Die Lions begannen gut und kamen bis an die 27 Yard Linie der Royals voran. Doch die ersehnten Punkte blieben aus. Potsdam Passverteidiger Michael Lawson stand bei einem Passversuch von Karé Lyles auf Luc Meacham genau an der richtigen Stelle, schnappte sich das Spielgerät direkt vor den fangbereiten Händen des US-amerikanischen Ballfänger und trug dieses bis an die 22 Yard Linie der Löwen zurück. Wer nun damit rechnete, das Potsdam aus dem Turnover Kapital schlagen würde, hatte die Rechnung ohne die Braunschweiger Verteidigung gemacht.
Royals Spielmacher Jaylon Henderson verlor bei einem seiner Läufe nach einem Tackle den Ball, der geistesgegenwärtig von David Müller gesichert werden konnte. Jetzt wurde es „wild“ im vierten und letzten Spielabschnitt, den vor allen beide Defenseabteilungen drehten, weiter auf. Zunächst unterlief der Kombo Karé Lyles auf Luc Meacham der nächste Fehler. Auf Höhe der Mittellinie war es dieses Mal Potsdam Hjalmar Skyt Nielsen, der einen von Luc Meacham nicht kontrollierten Ball abfing und seine Mannschaft abermals in gute Ausgangsposition brachte. Doch die Freude über den erneuten Turnover währte nur kurz. Erst brachte Eryk Paszkiewicz Jaylon Henderson für Raumverlust zu Boden, dann blockte New Yorker Lions Verteidiger OJ Thompson einen Passversuch des Spielmachers der Royals, Den unkontrollierten Ball fing Thompson aus der Luft und trug ihn bis an die 14 Yard Linie der Hausherren zurück. Drei Spielzüge später sorgte D‘wayne Obi mit einem vier Yard Lauf für den erneuten 33:28 (PAT L. Jeckstadt) Anschluss. Braunschweig setzte jetzt alles auf eine Karte und versuchte mit einem Onside-Kick umgehend wieder das Angriffsrecht zu erhalten. Leider schlug der Versuch fehl und die Potsdam Royals starten ihrerseits in erneut guter Feldposition. Abermals war es größtenteils Heiko Bals als Runningback, auf dem nun die Hauptlast im Angriff der Brandenburger lag. Meter um Meter ging es unaufhaltsam Spielzug für Spielzug Richtung Braunschweiger Endzone, bevor Jaylon Henderson mit einem 39 Yard Pass seinen Ballfänger Richard Burton fand und dieser zum entscheidenden 41:28 (TPC F. Krause) Touchdown in die Endzone der Lions einlief. Zwar kam der Angriff der Lions bei etwas mehr als 2 Minuten nochmals auf das Feld, doch Defense Back Cody Cranston besiegelte das Halbfinalaus für die Braunschweiger, mit der dritten Interception des Tages zu Gunsten der Royals.
Damit ist die Erima GFL Saison 2023 für die New Yorker Lions beendet und die Potsdam Royals treffen am 14. Oktober im Essener Stadion an der Hafenstraße, im ERIMA GFL Bowl, auf die Schwäbisch Hall Unicorns.
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Holger Fricke - New Yorker Lions
Minden Wolves unterstützen den Kampf gegen den Brustkrebs und besiegen die Dortmund Giants 59:0 - American Football in Minden – das steht für echte Gänsehautmomente. Und besser als am letzten Spieltag der Saison 2023 hätten die nicht zum Ausdruck kommen können. Sage und schreibe 2.500 Zuschauer im Weserstadion bildeten den passenden Rahmen für das, was das Wolfsrudel auf das Feld brachte.
Minden Wolves - Foto: INDIGO
Nicht nur, dass sie den Oberliga-Vierten Dortmund Giants nach allen Regeln der Kunst beherrschten und sich ihre Dominanz in einem fulminanten 59:0 (10:0, 14:0, 28:0, 7:0)-Sieg widerspiegelte, auch ihr Einsatz für den Kampf gegen den Brustkrebs, für den sie mit Partner BKK Melitta hmr eigens pinke Trikots und Strümpfe hatten anfertigen lassen, rief die uneingeschränkte Unterstützung aller Besucher hervor.
Es war einfach ein komplett runder Tag, dieser Saisonausklang, der nach dem Spiel bei Freibier und Bratwurst von Mannschaft und Zuschauern gemeinsam begangen und am Abend bei einer Party in der Musikbox, zu der jeder eingeladen war, fortgesetzt wurde. Die Minden Wolves wissen eben zu feiern, aber auch wichtige Dinge des Lebens ins Rampenlicht zu stellen. „Wir sind froh und glücklich, dass wir die Aktion Pink Ribbon, die es schon lange in der NFL in den USA gibt, unterstützen und auf die Krankheit und deren Präventionsmaßnahmen hinweisen können“, zeigte sich Phil Gamble stolz darüber, mit seinem Jungs einen kleinen Beitrag bei der Bekämpfung des Brustkrebses leisten zu können.
Es war aber auch sonst ein Spieltag mit vielen schönen Facetten. Natürlich standen die rosa Schleife „pink ribbon“ und der gemeinsame Abschluss der Saison im Mittelpunkt. Es gab aber noch andere Besonderheiten, die zumindest für die Beteiligten von großer Bedeutung waren. So verabschiedeten sich mit Conor Tait, Willie Fedd jr, Kolby Crittenden und Jonathan Mbanefo gleich vier „Imports“ mit ihren letzten Auftritten von ihrem Team. Gamble: „Mal abwarten, ob wir den einen oder anderen im nächsten Jahr wieder in Minden sehen.“
Es war aber auch ein besonderer Tag für manch heimischen Spieler, denn der Headcoach verzichtete in seiner Starting Offense gänzlich auf seine Punktgaranten aus den USA, schenkte jenen Akteuren das Vertrauen, die ansonsten eher in der zweiten Reihe stehen. Oder aber vor eineinhalb Monaten noch in der Jugend spielten. Das traf auf Fabrice Steinbach und René Lange zu, die auf den so wichtigen Positionen des Quarterbacks und des Runningbacks ihr Können zeigen duften – und es auch nahhaltig taten.
Gerade Spielmacher Steinbach, dem bei einer Interception nur ein einziger Fehler unterlief, sorgte dafür, dass seine Mannschaft immer wieder „marschierte“. „Wir mussten nicht ein einziges Mal den Ball punten, er hat unser Spiel immer zu Ende gebracht. Das spricht für Fabrice.“ Dem jungen QB gelangen neben vielen gelungenen Aktionen gleich vier Touchdown-Pässe.
Aber auch alle anderen Backups konnten sich in Szene setzen und Eigenwerbung für die kommende Saison betreiben. So wie Luca Manuel Blase, der mit seinem Touchdown erstes Zählbares aufs Scoreboard brachte. Tobias Pauls mit einem erfolgreichen Point after Touchdown (er verwandelte übrigens alle acht Versuche traumhaft sicher) und einem Fieldgoal sorgte nach dem ersten Viertel für eine beruhigende 10:0-Führung der Hausherren. Steinbach fand wenig später Mindens Punktgaranten Willie Fedd jr. mit einem Pass zum zweiten Besuch „im gelobten Land“. Und als Gian Luca Poeschke einen gegnerischen Punt bis in die Endzone retunierte, stand es zur Pause 24:0 für die Wolves.
Richtig hungrig zeigten die sich im dritten Viertel, in dem ihnen satte 28 Punkte gelangen – vier Touchdowns! Ysrael Castrillo freute sich riesig, als er den Ball nach einem Pass von Quarterback Steinbach in der Endzone mit sechs Punkten veredeln konnte, bevor anschließend die großen drei Minuten des Kenneth Patten jr. folgten.
Vor den Augen seiner jubelnden Mutter, die extra aus den USA gekommen war, blockte er zunächst einen Punt und trug das „Ei“ über die Goalline, wenig später sorgte er für eine Interception des gegnerischen Quarterback und war auf dem Weg in die Endzone erneut nicht zu stoppen. „Zwei Touchdowns eines Defensespielers binnen drei Minuten bekommt man im Football auch nicht alle Tage zu sehen“, freute sich neben Phil Gamble das gesamte Team mit seiner Nummer „45“.
Wie Slalomstangen ließ schließlich Willie Fedd jr seine Gegenspieler bei einem Punktreturn stehen, eilte über das gesamte Feld, lief mit vielen Körpertäuschungen von links nach rechts und verspürte letztlich keinen Dortmunder mehr in seinem Dunstkreis, so dass die American Footballer der DJK Dom Minden ihre Führung nach dem dritten Viertel auf 52:0 schrauben konnten.
Im abschließenden Quarter ließen es alle etwas ruhiger angehen. Dennoch waren es die Minden Wolves, die noch einmal etwas aufs Scoreboard brachten. Ein Steinbach-Pass fand Kolby Crittenden und auch der Wide Receiver verabschiedete sich schließlich mit einem Touchdown aus der Weserstadt.
„Ich bin mit der heutigen Leistung sehr zufrieden. Immerhin waren wir schon Vizemeister und die Luft nach dem Sieg in Mönchengladbach eigentlich raus. Dafür haben es alle Jungs gegen Dortmund aber sehr gut gemacht“, lobte Headcoach Gamble. Und sein Saisonfazit: „Natürlich hätte ich gern die Meisterschaft eingefahren. Aber da war ein besseres Team, das verdient vorne steht. Die Ravens haben uns zudem deutlich gezeigt, woran wir noch arbeiten müssen, um im nächsten Jahr diesen einen Platz nach vorn zu rücken. Und das möchten wir gern schaffen!“
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Volker Krusche - Minden Wolves
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